Update

Kurzmitteilung

  • Verbot in unserem freiheitlichen Rechtsstaat? – De Maizière übersieht, dass gewaltverherrlichende Medien bereits verboten sind (25.07.2016 – vdvc.de).
  • Volker Kauder: „Es gibt für alles Grenzen“ – Zusammenfassung der bisherigen Presseberichte zum Münchener Amoklauf (24.07.2016 – vdvc.de).
  • De Maizière fordert Debatte über das „unerträgliche Ausmaß gewaltverherrlichender Spiele“ (23.07.2016 – vdvc.de).
  • Presse über Amoklauf – Verweise und Bezüge in der Berichterstattung auf Videospiele (23.07.2016 – vdvc.de).
  • Das ARD-Morgenmagazin berichtet über die „ESL One Cologne“ – das Turnier sei „ein faszinierendes Paralleluniversum“ (12.07.2016 – tagesschau.de).
  • Ältere Meldungen

    Volker Kauder: „Es gibt für alles Grenzen“ (Korrektur)

    Nachdem Verbindungen zwischen dem Münchener Amoklauf und Videospielen zunächst nur hinsichtlich des Narratives – „Was dann folgt, könnte eine Szene aus einem Computerspiel sein“ – unterstellt und eine Nutzung gemutmaßt wurde – „Wie häufig könnten Sie auf dessen Computer Ego-Shooter oder Gewaltvideos sicherstellen“ – dürfte eine Videospielnutzung durch den Täter nunmehr belegt sein. Zuerst formulierte die dpa noch vorsichtig, dass sie „aus Sicherheitskreisen“ erfahren habe, dass sich der Täter „viel mit Computer-„Ballerspielen“ beschäftigt“ habe.

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    De Maizière fordert Debatte über das „unerträgliche Ausmaß gewaltverherrlichender Spiele“ (Update)

    (suedkurier.de/huffingtonpost.de) Bei der Pressekonferenz zum Amoklauf in München soll sich der Bundesinnenminister de Maizière nach Meldungen bei twitter zur Rolle gewaltdarstellender Videospiele geäußert haben. Der Wortlaut liegt uns bisher nicht vor, da die Passage bei dem beim Youtubekanal von Phoenix verfügbaren Ausschnitt fehlt. Nach Berichten des Südkuriers und der Huffington Post habe De Maizière die Videospielnutzung des Täters angesprochen und das „unerträgliche Ausmaß gewaltverherrlichender Spiele im Internet“ beklagt, wobei die schädliche Wirkung dieser Spiele auf Jugendliche „nicht zu bezweifeln“ sei.

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    Presse über Amoklauf (Update)

    Jule Lutteroth/Stefan Kaiser/Jörg Diehl, Mutmaßlicher Täter im Einkaufszentrum: David S., 18 Jahre, aus München, spiegel.de v. 23.07.2016:

    „Was dann folgt, könnte eine Szene aus einem Computerspiel sein: Der Schütze, bekleidet mit einem schwarzen T-Shirt mit weißer Schrift, dunklen langen Hosen und Schirmmütze, tritt auf die Straße, stellte sich breitbeinig auf, legt an und beginnt dann mit einer Pistole auf Passanten zu schießen.“

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    Egoistisch, egoistischer, Ego-Shooter? (Update)

    Bereits 2013 hatten wir die ungewöhnliche Karriere des Begriffs „Ego Shooter“ dargestellt: Ursprünglich ein Scheinanglizismus („Richtig“ heißt es „First-Person-Shooter“), der, vergleichbar mit dem Begriff des „Ich-Erzählers“ in der Literatur als Beschreibung der Erzählperspektive, in einem Shooter die „Ich (=Ego)“-Perspektive der Kamera beschreibt. Von manchen Journalisten – offenbar als Dysphemismus missverstanden – wurde er als Beschreibung für ein Spiel gehalten, in dem das egoistische Handeln des Protagonisten oder die Befriedigung einer entsprechenden Einstellung des Spielers im Mittelpunkt stünde. Darüber hinaus finden manche Autoren an ihm sogar so viel gefallen, dass sie ihn auch abseits von Videospielen personenbezogen gebrauchen. So titelte Oliver Trenkamp 2013 bei Spiegel Online „Wir-Gefühl statt Ego-Shooter“, um das positive Engagement Jugendlich nach einem Erbeben in Neuseeland zu beschreiben.

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