ZeSta 2014: Eine Zensur findet nicht statt? (Update)

In einer Zensurstatistik, kurz „ZeSta“, fasst der VDVC jährlich zusammen, welche Videospiele in Deutschland aufgrund von Gewaltdarstellungen nicht oder nur in einer entschärften Version veröffentlicht werden durften. Erfasst ist ein Zeitraum von 11 Jahren, in dem 600 Videospiele für ein erwachsenes Publikum veröffentlicht wurden. Diese haben, wenn überhaupt, eine Altersfreigabe „ab 18“ erhalten. Andere wurden gar nicht erst zur Prüfung vorgelegt, sind indiziert oder gar beschlagnahmt. Die einzelne Titel sind dem Jahr zugeordnet, für das der frühste Veröffentlichungstermin ermittelt werden kann – auf den Release in Deutschland kann nicht abgestellt werden, da die BPjM und Gerichte auch solche Titel prüfen können, die offiziell nur im Ausland erschienen sind. Weiterlesen

Religion der Ego-Shooter

(FAZ) Nach jedem schlimmen Ereignis finden sich wieder Menschen, die fast rituell immer den selben Unsinn wiederholen. Nach den Anschlägen auf Charlie Hebdo fragt nun die FAZ:

Ist es wirklich der Islam, zu dem sich jugendliche Terroristen bekennen? Oder nicht vielmehr die Religion der Ego-Shooter und cool geübter Aggression?

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Umfrage 2014 abgeschlossen

Mit dem vergangenen Jahr endete auch unsere aktuelle Auflage der Umfrage zu Nutzungsverhalten und Ansichten von Videospielern. Nach knapp 2000 Teilnehmern in 2013 konnten wir 2014 über 5000 Personen Besucher auf der Umfrageseite begrüßen. Hiervon haben 3359 bis zur letzten Frage durchgehalten (2013: 1417). Weiterlesen

stigma-videospiele.de

HL2-menschenwuerde

Seit dem 19. Dezember 2007 verfolgte stigma-videospiele.de die gesellschaftliche Debatte über „Killerspiele“, die stellenweise durchaus emotional geführt wurde – wenig verwunderlich, wo sich manche Politiker und Journalisten mit polemischen Passagen gegenseitig zu überbieten suchten. So wurden Parallelen zwischen First-Person-Shootern und Kinderpornographie gezogen und der Anschein erweckt, als ob das Vergewaltigen von Frauen ein übliches Feature gängiger „Killerspiele“ sei. Höhepunkt der Debatte dürfte jedoch die Forderung der Innenminister von Niedersachsen und Bayern gewesen sein, das Verbreitungs- auf ein Nutzungsverbot auszuweiten – es hätten bei Gamern Razzien durchgeführt und diese inhaftiert werden sollen. Eine Perspektive, der sich die GameStar 2007 in der Redaktionsfolge „Die Spielejäger“ widmete. Weiterlesen

Inhaltlich korrekte Panikmache zu Weihnachten

(welt) Die Welt überzeugt dieser Tage mit einem inhaltlich korrekten Artikel über „Killerspiele“ und -spielzeuge. Und schafft es ganz ohne Falschbehauptungen, so einiges Klischee zu bedienen. Brad Pitt habe „noch im Kindergarten […] eine Waffe zum Geburtstag geschenkt [bekommen]. Und es war keine Spielzeugwaffe.“ Das stimmt vermutlich, hat mit typischen Wunschzetteln aber wenig zu tun. Nach zwei Absätzen über die positiven Kindheitserfahrungen des Schauspielers gesteht auch die Welt, in Deutschland seien „wir weit davon entfernt, Kindern echte Waffen zu schenken“.

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