Lawblog über die Berichterstattung

(Lawblog)

Wäre ich mit meinem Leben mehr als 70 Prozent unzufrieden, fühlte ich mich vom anderen Geschlecht missachtet, hätte ich einen Hass auf blinde Lehrer, Kollegen, Vorgesetzte, würden mich körperlich überlegene Assis quälen, sähe ich überhaupt keine Perspektive, dann wäre das aktuelle Titelbild des Spiegel für mich eine Aufforderung, wenigstens noch unsterblich zu werden.“ (Udo Vetter, Fachanwalt für Strafrecht.)

18 Gedanken zu “Lawblog über die Berichterstattung

  1. Unsinn. Wenn ich Killerspiele spielte, sähe ich im aktuellen Titelbild des Spiegels eine Aufforderung, unsterblich zu werden.

    Recht hat er, der Herr Vetter.
    Ich hatte nach dem letzten Amoklauf und dem darauffolgenden Aufschrei der Spielergemeinde die ernsthafte Hoffnung, dass sich der anfängliche Trend, die reißerischen Parolen letztlich doch ruhen zu lassen, durchsetzen würde.
    Falsch gedacht.

    Sehe ich das richtig, dass die inkompetente Brüllerei wieder im Südosten der Republik am stärksten schallt?

  2. Wie schön das auch der Spiegel hiermit wunderbar zeigt wie sehr er freudig in den selben Abgrund von Dekadenz gesprungen ist wo auch schon die ganzen anderen Medien auf ihn gewartet haben.
    Aber naja, ZDF behauptet ja auch noch von sich selbst sie würden gute Arbeit leisten.

  3. Wie besagt schon eine alte Weisheit: Glaube nur den Infos, die du selbst gefälscht hast… Aber wer würde das schon zugeben in Deutschland? Kann mich bewußt nicht an einen Fall erinnern, wo eine halbwegs bekannte Zeitung, Sender oder Politiker mal gesagt hätte „Ja, wir haben’s verbockt, weil wir schlecht recherchiert haben.“

  4. ich kann Herrn Vetter nur zustimmen.
    @makkaal
    ja, du hast recht, im weiss-blau-rautierten Bundesstaat Bayern, der von der katholischsten Partei in ganz Deutschland beherscht wird, ist am meisten los (siehe Thread: Bayerische Verbotsinitiative […])

    Es ist ein Jammer; die einzigen, die etwas mitgekriegt haben, werden bemitleidet und ihnen wird suggeriert, dass man sie ernst nimmt, ihre Aussagen werden aber sooft durch die Mangel gezogen und verbreitet, dass sie am Ende jeder glaubt zu kennen, und doch weiß niemand die Wahrheit.

    Dann wird allen Signalen der Vernunft zum Trotz das am meisten belastet, was von allen großen Themen am wenigsten schuld ist.

    Und die einzigen, die sich damit auskennen, werden als kriegs- und gewaltliebende, durchgedrehte Waffenfanatiker hingestellt, damit man den normalen Menschen, die alles glauben, was ihnen die Medien eintrichtern, zeigen kann: „wir tun etwas gegen die Amokläufe!“.

    Tatsächlich sieht es aber so aus, dass garnichts passiert.

    Dieses (Bundes-)Land ist nurnoch krank.

  5. Ja, kenn ich Alea (siehe meinen Comment bei „Leider nicht wirklich eine Satire“). Ob es uns gefällt oder nicht, aber solche Gedanken gehören essentiell zum Menschsein und würden selbt bei komplettem Verbot aller medialen Gewalt (dabei fällt mir irgendwie der Film Equilibrium ein) noch vorhanden sein. Die vielgepriesenen christlichen Werte (selbst da, Stichwort Inquisition), welche z.B. Frau Ostbomk-Fischer heraufzubeschwören versucht, können daran nicht das geringste ändern.

  6. Sorry Doppelpost.
    Es wird immer so über Spiele gespottet, dass der Rum den man in zB WOW hat nur ein schein ist… Aber ist Ruhm den man durch DSDS oder Big Brother bekommt echter? Reeller? Oder gar Besser?
    Nein!
    Der Ruhm und die Anerkennung die ein Profifußballer bekommt der täglich Stunden Trainieren muss damit er an der Spitze der Tabelle bleibt ist nicht mehr Wert als der Ruhm und die Anerkennung eines CS Spielers der in der GameStar Liga spielt! Dafür muss aber ein Gamer auch Stunden seinen Sport Tainieren, im Slang er muss Stundenlang daddeln, damit er mit anderen mit halten kann.

    Kein Ruhm keine Anerkennung ist meher oder weniger Wert als ein anderer egal
    ob jetzt einer Bilder macht sei es mit Pinsel und Farbe oder Polygonen und Punkten,
    ob man an einen Auto schraubt oder man Programme codet,
    ob man einen Ball hinerherlaufen muss oder Quests löst…
    [Liste kann man nach belieben erweitern]

    ein Happy Coding an alle die etwas schaffen.

  7. @ The_Real_Black
    dein letztes Beispiel kann ich nicht bestätigen, ich finde, es ist wesentlich leichter, in einem MMO quests zu lösen, als Fußball zu spielen.
    Dafür machen MMORPGs aber mehr Spaß!
    und eigentlich kommt es nur darauf beim Spielen an!

  8. Erst mal ein danke an alle.
    @Mystical13:
    es geht ja nicht um leichter oder nicht es ist das man für CS, MMO und Fußball man einen Team eine gewisse Zeit „opfern“ muss man kann auch Verein zu so einer Gruppe sagen. Komisch ist nur, dass man Mitgliedschaften in Vereinen gerne im Lebenslauf angeben kann, aber dass man Online in einen Clan ist sollte man besser verschweigen *g*

    Wir als Internetgesellschaft sollten besser anerkannt werden, Mitgliedschaften in Vereinen haben noch einen höheren Wert als die Mitgliedschaft bei einer Community…
    Persönlich sehe ich Internetseiten wie diese hier als Stammtisch bei der man seine Meinung und Frust kund tun kann und darf. Wieso also nicht Clans und Seiten nicht als Verein akzeptieren?

    Persönlich würde ich sogar sagen, dass man müsste das Internet als eigenes Land mit eigenen globalen Gesetzen und Regierung anerkennen, aber das lassen die machthungrigen Politiker weltweit nicht zu… ;-)

    Happy Coding

  9. Niemand hält Dich davon ab, einen Verein für Gamer zu gründen. Das Vereinsrecht verbietet das nicht. :)

    Hab mir das schonmal überlegt, aber als Vereinsvorstand ist man so schnell der Mops, und die ganze Organisation kann ich mir kaum vorstellen im Moment. Das nächste Problem ist, dass man keinen Vorteil hat, nen Verein zu gründen, weil oft die Mitglieder so weit auseinander wären, es wäre schwierig, ordentliche Jugendarbeit zu leisten etc.

    Wenn das nicht so wäre, dann hätten wir sicherlich schon eine Menge Clans etc. als Vereine. Aber man braucht es nicht, es geht auch so. Deswegen keine Vereine.

    Aber nur zu! :)

    Gruß
    Aginor

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