Politiker fordern „Killerspielverbot“

(AAW) Das „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden“ hat eine Liste von Kommunal-, Landes- und Bundespolitikern veröffentlicht, die sich in die Unterschriftenlisten für ein schärfes Waffenrecht und ein Verbot von „Killerspielen“ eingetragen haben. Die prominenteste Person ist Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen), die sich in ihrer Stellungnahme aber nur für ein Verbot von Waffen in Privathaushalten ausspricht. Ob sie auch ein „Killerspielverbot“ fordert bleibt unklar.

Ähnlich ist es mit ihrer Fraktionskollegin Silke Stokar, die sich bei abgeordnetenwatch wie folgt geäußert hat:

„[…] wenn Sie auf meine homepage www.stokar.de gehen, werden Sie sehen, dass ich das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden ohne Einschränkungen unterstütze und beide Unterschriftenlisten über meine homepage abrufbar sind. […] Das Verbot von Killerspielen muss eigenständig bewertet werden. […]. Es gibt heute keine gesicherte technische Möglichkeit, solche Spiele aus dem Internet zu entfernen, deswegen halte ich eine Verbotsdebatte derzeit für nicht zielführend.“

Entweder fordert sie nur ein Verbot von Waffen oder auch das von „Killerspielen“, obwohl sie es selbst nicht für zielführend hält.

Bei den Landespolitikern Katrin Altpeter und Stephan Braun (SPD) ist die Lage dagegen klar, beide haben auch die Liste zum Verbot von „Killerspielen“ unterschrieben. Thorsten Kuhlmann, Kommunalpolitker der SPD, wirbt sogar auf seiner Webseite für die Petition des AAW, die ein „Verbot von Killerspielen die dazu dienen Menschen zu ermorden“ zum Ziel hat.

62 Gedanken zu “Politiker fordern „Killerspielverbot“

  1. @Grenor
    Ich suche bei weitem nicht das gemachte Nest, aber eine Partei muss für mich wählbar sein. Und das sind die Piraten im Moment einfach noch nicht. Es geht mir auch nicht darum, ob die nun die 5%-Hürde schaffen oder nicht. Da die Piraten noch keine etablierten Köpfe an der Spitze haben, halte ich mich da ans Parteiprogramm. Und da stimmen einfach einige Dinge noch nicht oder entsprechen nicht meiner Haltung. Also kann ich da nicht guten Gewissens mein Kreuz setzen. Ich verschwende meine Stimme nicht für eine Idee. Würde mich deren Programm mehr überzeugen, dann hätten sie meine Stimme.

  2. @J.S.:
    *g*
    Ja links war ja so viel besser und ganz ohne Zensur…
    die DDR war ja so Gut und alles war mit Mauer früher so viel besser…

    „Ich lach mich echt tot hier.“
    Klappe zu Affe tot… *pfeif*
    Ja ich lache…

    Happy Mauer noch…

  3. @J.S.
    Die Linke baut im Moment einfach nur auf Populismus mit ihren Forderungen, die sind sowas von unrealistisch und nicht umsetzbar. Natürlich versprechen alle Parteien viel vor den Wahlen, vor allem in der Wirtschaft, aber die Sachen sind haushaltstechnisch immer noch halbwegs vertretbar, das Programm der Linken definitiv nicht. Die Linke macht sich nicht so sehr durch das, Was sie fordern unglaubwürdig, sondern durch das Wie.
    Zu den anderen Parteien: da schwanke ich zwischen SPD und Piraten. Die letzte Rot Grüne Regierung hat viele vernünftige Sachen auf die Beine gestellt, die guten Zahlen der großen Koalition am Anfang vor der Wirtschaftskrise stammten von der Vorgängerregierung, Reformen brauchen nun einmal etwas Zeit, bis sie greifen. Mit dem Thema Spielverbote mache ich mir jetzt wahrscheinlich keine Freunde, aber für mich ists es halt „nur“ ein Hobby und hat nur einen kleinen Einfluss auf die Wahl.
    Für die Piraten spricht natürlich der Große Punkt der Internetsperren, Zensur ect. Jedoch halte ich dafür deren Vorstellungen vom Urheberrecht für nicht vertretbar.

  4. Einige Leute hier scheinen ja richtige Medium zu sein, wenn sie jetzt sagen „Die Piraten schaffens eh nicht“.
    Tja, wenn ihr so glaubt und deswegen was anderes wählt wen wunderts dann?

  5. @ Gorian:

    Öhm wann haben die Linke den nicht die Populismuskeule ausgepackt? Meiner Meinung haben die nix außer ihren Populismus.

    @
    J.S.

    Als wenn die Linke ne Chance hätte, Schwarz- Gelb aufzuhalten. Außerdem gibt es einfach zu viele Punkte in der ich mit der Linken nicht übereinstimme. Deswegen bleibe ich nach wie vor bei den Piraten. Klar ist ihr Parteiprogramm noch nicht ausgereift, aber hey das ist deren erste Bundestagswahl und der sagt den das es so bleiben wird?

  6. „Jedoch halte ich dafür deren Vorstellungen vom Urheberrecht für nicht vertretbar.“
    Wieso? Mal gelesen?
    Ich höre immer wieder diese Punkte, aber wieso?
    .
    Happy Coding.

  7. @“Jedoch halte ich dafür deren Vorstellungen vom Urheberrecht für nicht vertretbar.”:

    http://www.youtube.com/watch?v=AYM-_qfytfA&eurl=http%3A%2F%2Fpiratenspot.de%2F&feature=player_embedded

    Ohne so überzogene Patente hätten wir jetzt schon Autors die auf 100 km weniger als 2 Liter verbrauchen, wir hätten bessere Medikamente usw…
    da Firmen ihre Erfindungen bzw die Gegenerfindugnen immer in Schubladen verschwinden lassen bzw viele unsinnigen Änderungen machen nur damit sie das Patent verlängern können…

    Happy Coding.

  8. Ich bin auch nicht der Meinung, das das bestehende Patent- und Urheberrecht ideal ist, aber eine fast komplette Abschaffung dieser Rechte (das wollen die Piraten ja so weit ich es mitbekommen habe), ist sicher der falsche Weg. Es geht hier halt mal wieder ums liebe Geld. Einerseits kann man bei heutigen Recht durch Lizensen ect. riesige Summen abräumen, sicherlich nicht richtig, andererseits würden ohne den „Schutz des geistigen Eigentums“ auch viele Entwickler, Künstler, ect. auf ihren Kosten sitzen bleiben.
    Diese ganze Diskussion um „Geistiges Eigentum“ ist sehr schwer und vielschichtig. Einen richtigen Weg zu finden, der alle zufriefenstellt, eine gute Forschung ermöglicht, ect., ect. wird schwer und lange dauern. Aus meiner Sicht ist weder die heutige Rechtslage noch der Weg Piraten gut.
    Ich denke eine Grundsätzliche Diskussion was geschützt werden kann/darf und was nicht, wie lange ect. ist auf jeden Fall notwendig.

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