Reaktionen auf Sammelaktion geplant

Die vom Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden geplante Sammlung von gewaltdarstellenden Videospielen hat bereits im Vorfeld überwiegend kritische Reaktionen hervorgerufen. Selbst das neue Magazin des ehemaligen Chef-Redakteur der GameStar, die, ebenso wie stigma, Gamer wiederholt gebeten hat auf Vergleiche mit dem Nationalsozialismus zu verzichten, illustriert einen Artikel mit einer eindeutigen Aufnahme. Inwieweit (Gegen-) Aktionen von Gamern stattfinden können ist noch unklar. Während Tauss gegenüber der PC-Action erklärte, dass er ein Auftreten der Piratenpartei für sinnvoll halte, gibt es vorort verschiedene Ansichten. So sei aufgrund der kurzfristigen Planung eine fristgemäße Anmeldung von Versammlungen nicht möglich und auch in der Sache hat man Bedenken. Nach der persönlichen Einschätzung eines Teilnehmers sieht der Piratenstammtisch in Stuttgart „bei einer Gegenaktion mehr Probleme als Nutzen„. Parallel laufen auch bei dem Verband für Deutschlands Video- und Computerspiele Vorbereitungen zu einer Mahnwache vor dem Württembergischen Staatstheater. 3D-Supply hat währenddessen den Preis des „Wer Computerspiele kriminalisiert, verbrennt auch Bücher„-Shirt um 2 € gesenkt.

 

Update:
Gegenüber der Stuttgarter Zeitung hat der Vorsitzende des Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden bestätigt, dass die gesammelten Spiele vernichten werden. Die Mahnwache des VDVC wurde nicht in Nähe des Containers sondern auf dem Schlossplatz genehmigt. Treffen ist voraussichtlicht um 10:30 Uhr.

Update 2:
Südwest-Presse:

„Nach der morgigen Aktion in Stuttgart soll der Container an anderen Stationen im Landkreis aufgestellt werden, auch an Schulen.“

98 Gedanken zu “Reaktionen auf Sammelaktion geplant

  1. Lieber Murnau, dann gehöre ich lieber zu den „Geisteskranken“ und entbehre eine DVD von meinem Hobby, als einen Angehörigen.
    Forderungen stellen darf jeder. Wir haben das gleiche Recht auf Demos und Aktionen wie das AAW. Und wie gesagt, wer die restlichen Forderungen kennt, weiss wie utopisch deren Vorstellungen von einer besseren Welt sind. Ich hege höchstens die Befürchtung, dass die Opfer ab einem gewissen Grad instrumentalisiert werden. Aber das ist wie immer subjektiv und da maße ich mir kein Urteil an. Der eine gibt dem lieben Gott die Schuld am Verlust eines Kindes, der andere den Killerspielen, weil diese nicht so unergründlich sind wie die Wege des Herren. Das ist nur menschlich. Da mit der gleichen Hysterie zu agieren wird nur ein Eigentor…

  2. Ich habe es schon zig mal gesagt ich betrachte die ganze Entwicklung mit großer Sorge,nicht wegen den ollen Spielen sondern weil überall an den Grundpfeilen der Demokratie gehämmert wird, viele scheinbar harmlose Dinge und kleine Schritte können am Schluß zur Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes führen. Wir Deutschen werden immer gläserner, immer kälter, immer gleichgültiger, immer Machthungriger, diskriminieren immer mehr und das immer selbstverständlicher, wir verlieren immer öfter die eigentlichen Ziele aus den Augen, wir verlieren mehr und mehr unsere Eigenverantwortung, und wir setzen immer mehr auf Verbote und Zensur, das ist eine sehr gefährliche Entwicklung die wir hier haben.

  3. @Kensiko
    um Missverständnisse zu vermeiden: ich meinte wegen des Braufestes etwas für das hiesige Forum. Was das AAW Betrifft würde ich sowieso jegliche böse Mail direkt dorthin vermeiden

  4. @D-Jay: nen Vergleich mit dem NS-Regime zu ziehen, das geht noch zu weit, das haste Recht…

    trotzdem: hier muss eine Reaktion erfolgen! (der Vergleich mit Fußball hinkt zwar etwas, aber es ist klar, was gemeint ist…)

    Nicht nur die Nazis haben Bücher verbrannt, da gabs auch andere Gruppen; eines ist jedoch all diesen Gruppen gleicht: sie wollten einer Minderheit mit einer anderen Meinung zeigen, was sie von dieser Minderheit halten und dass ihr Vorgehen nicht gerade zimperlich sein würde, sollten sie aufeinander treffen…

    von Heinrich Heine stammt ja das berühmte Zitat: „Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“
    Diese Gefahr mag für uns noch nicht so weit sein wir für Heine damals; allerdings werden wir mit solchen Aktionen wie der des AAW aus meiner Sicht genauso kriminalisiert wie Personen, deren Bücher verbrannt wurden. Mir ist durchaus bewusst, dass dieser Vergleich hart ist, aber irgendwo hört der Spass auf. Dem Aktionsbündnis muss es bewusst sein, in welchs Terrain sie sich dort begeben. Dort muss aus meiner Sicht eine starke Reaktion erfolgen. Forumsbeiträge oder kommentare zu Artikeln sind sicher ein erster Schritt; Demonstrationen (und zwar am besten eine große, statt mehrerer kleiner) ein nächster. Jedoch ist hier eines zu beachten. Als Gamer haben wir so aufzutreten, wie wir uns zurecht selbst sehen: als ganz normale, friedliche Menschen, die sich in ihrer Freiheit bedroht sehen!

  5. Zu spät,vermutlich steht gleich die Polizei, geschickt von dem AAW vor meiner Tür o.O Aber das war ja keine böse Mail die ich geschickt habe, sondern ich habe nur meine Verständnislosigkeit gegenüber ihrer Aktion ausgedrückt.

  6. @Hybris: naja, Austritt aufgrund des Führungsstils und der Unerreichbarkeit der 10 Mio Euro…leider nicht aus prinzipieller Ablehnung der Ziele…

  7. @Mr. Pink
    Dem möchte ich mich in der Sache anschliessen.
    Ich wollte vorhin schon auch auf einen Beitrag von buzzti anworten, weil der geschrieben hat, es sei hier schließlich kein Staat welcher eine solche Aktion plane und dann morgen wohl oder übel auch durchführen wird.
    Das stimmt zwar, doch ist noch bis auf den Bezug zur ….zeit schwierig auszumachen, ob selbst dort ein Staat legal gehandelt hat. Ein Ministerium war sogar damals etwa nicht als Organisator auszumachen, alles geschah sehr schnell im Dienste einer überbordend regierenden Partei und deren Weltanschauung von Unterorganisationen. Aber vielleicht spricht da auch ein zu großes Misstrauen zu Staaten im allgemeinen aus mir… Wie dem auch sei: ob solche Geschichten überhaupt je von Staatswegen her erfolgt sind, oder ob es nicht immer eine wie auch immer oranisierte Gruppe innerhalb des Staates war die handelte, ist doch etwas unklar

  8. Wie wäre es mal mit einer Gegenaktion namens „Computerspiele für Familien“, die zeigt, dass der Spielemarkt für alle etwas bietet, genau wie der Film- und Buchmarkt.

  9. „Mit so viel Bosheit habe ich nicht gerechnet. Betroffene Hunde bellen.“

    Wie wärs mit: „Hunde die seit 8 Monanten die ganze Zeit mit einem spitzen Stock gepickst werden fangen an zu knurren weil es ihnen auf die Nerven geht.“

  10. @ Grobi
    Niemand redet hier davon dem AAW oder sonst irgendwem daran zu hindern seine Meinung zu äußern oder zu demonstrieren. Ich finde es gut, dass du Verständnis für die Angehörigen aufbringst. Auch ich kenne die Forderungen des AAW, einige davon sind es Wert, dass man sich für sie einsetzt. Aber ich kann Murnau auch verstehen. Von all den Forderungen konzentriert man sich hauptsächlich auf die Verbote. Die Forderungen, die wirklich an die Substanz, an die Ursache gehen, wie Gewaltprävention, Sensibilisierung der Eltern für eine verantwortungsvollere Erziehung, werden u.a. auch durch solche Aktionen, wie „Familie gegen Killerspiele“ untergraben und in den Hintergrund gerügt. Das ist natürlich kein Grund, die oft erwähnte Nazi-Keule auszugraben, oder die Verantwortlichen des AAW zu beleidigen oder ihnen sogar zu drohen etc. Aber ich sehe das auch als eine Erzeugung einer „moral panic“. Gerade diese Reaktionen waren doch zu erwarten. Diese Aktion heizt die Situation auf. Das dabei Gamer nicht ruhig bleiben, kann ich verstehen. Leider ist das eben das Problem. Es wird hier von Gegenaktionen gesprochen. Generell habe ich nichts dagegen, ich hoffe nur das diese genauso friedfertig ablaufen, wie die Demos. Sonst könnte es wirklich zu einer moralischen Panik in der Gesellschaft kommen und dann sind wir erst recht unten durch, dann ist auch kein Dialog mehr möglich.

  11. Also ich bin Jude und meine Großeltern haben den Holocaust nicht überlebt. Wenn also jemand sich ein Urteil über die „Nazi-Keule“ erlauben darf bin ich es. Ich habe kein Problem damit, im Gegenteil.

    Ich finde die vergleiche „Bücherverbrennung“ und „Wir verkaufen nicht an Gamer“ sehr treffend! Es trifft den Nagel doch auf den Kopf. Wehret den Anfängen!

    Als Gamer fühle ich mich in diesem Lande zunehmend diskriminiert. Sicherlich glaube ich nicht, dass wir Gamer in der nächsten Zeit, um die restliche Bevölkerung vor uns zu schützen interniert werden. Outet Euch doch bei der Jobsuche als „Killerspieler“ und Ihr werdet sehen, wie weit wir schon wieder sind.

    Wir sind dabei ein Stück Freiheit in diesem Land (in Teilbereichen), aus den selben Gründen wie in der Vergangenheit, an ideologisch Verblendete und Unwissende zu verlieren. Ein dezenter Hinweis auf diese paralellen muss in einer guten Demokratie nicht nur erlaub sein sondern sehe ich als Pflicht an!

  12. es rollt:
    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/2241528_0_9223_-drohungen-und-proteste-zuhauf.html
    —-
    „Stein des Anstoßes ist der öffentliche Aufruf des Aktionsbündnisses, am kommenden Samstag, 17. Oktober, so genannte „Killerspiele“ – also Computerspiele, in denen das Töten von Menschen simuliert wird – in einem Container zu entsorgen.“
    —-
    Hardy Schober spricht von „Drohungen schlimmster Art“, die das Aktionsbündnis und seine Förderer wegen der Container-Aktion derzeit erhielten. „Ich weiß nicht, wovor die Angst haben. “ Er rechne damit, dass es am Container zu Protesten und Auseinandersetzungen kommen könnte.
    —-
    Mitglieder des Aktionsbündnisses seien bereit, Gespräche zu führen, „aber die Erfahrung zeigt, dass diese kaum fruchten“. Er könne die vehementen Reaktionen nicht nachvollziehen, sagt Schober – schließlich sei die Aktion eine freiwillige Sache.

  13. Mir scheint das Schober gerne das Opfer spielt. Keiner sollte ihm den Gefallen tun und vor Ort den Aufstand proben. Genau das wollen sie doch.

  14. Muss da gleich wieder sagen… am besten einfach ignorieren!!!
    Sehe des als einzig sinnvolle Möglichkeit denen Parolie zu bieten. Die wollen ja offensichtlich eine Konfrontation, daher auch diese Aktion. Die gleiche Masche haben die auch schon bei ihrer Unterschriftensammlung durchgezogen… wette, dass die dann den Kindern auch wieder Hausaufgaben aufgeben, so in etwa „Wer wirft die meisten Spiele weg!“ oder so ähnlich.
    Der Fußballvergleich von mir weiter oben mag zwar jetzt nicht optimal sein… hab ja nix dagegen, dass Spiele ausgetragen werden – sehs auch selbst hin und wieder mal an, aber ich finde, dass man das AAW auch in diesen Bereich einsetzen könnte… also, dass nicht ich diese Aktion „sammelt Fußballzubehör“ durchführe, um es anschließend zu „verbrennen“, sondern das AAW. Man könnte da jetzt auch was anderes nehmen als Fußball, aber des hat sich ja hier angeboten wg. der Verlosung des Trikots – könnte man auch als kleine Rache sehen, dass sich die dafür zur Verfügung gestellt haben :) .

  15. es soll „Material“ gesammelt werden……

    Toll herumgeeiert um ja nicht schreiben zu müssen das dabei Medien (PC-Spiele) Verbrannt werden sollen

  16. Ist eigentlich schon mal einem aufgefallen das sie ihre komische Unterschriftenaktion jetzt schon das zweite Mal wegen angeblicher „hoher Nachfrage“ verlängert haben? Mir scheint eher das Gegenteil der Fall zu sein.

  17. @Cyclonos
    Naja ich bezweifle das eine „niedrige nachfrage“ vorherrscht. Die sind ja nicht dumm.. die gehen genau zu ihrem zielpublikum. Das ding wird ja nicht nur in schulen ausgehändigt wo dann die lehrer fleissig dazu ermuntern das schüler unterschreiben sollen sondern auch in arztpraxen.

    Und jeder der mal beim arzt war weiss das die wartezimmer dort täglich prall gefüllt sind mit älteren generationen die nix besseres zu tun haben als sich den ganze tag über die heutige generation und deren schandzeug aufzuregen. Die gehen sozusagen direkt an die basis, das is ungefähr das selbe als hätten die leute von der petition gegen ein „killerspiele“verbot ihre listen auf lanparties, gameshops und internetcafes verteilt.

    Ich denke eher die sind darauf aus die online petition mindestens zu übertrumpfen und dafür reichts momentan wohl nicht. Frage mich allerdings wie „gültig“ so eine unterschriften sammlung ist wenn man sie beliebig oft verlängert wohingegen die onlinepetition nur einen festen zeitraum hatte.

  18. Die ganzen Zeitungsberichte zeigen genau das, was ich vorab befüchtet habe! Anstatt die Aktion einfach ins Leere laufen zu lassen, geben die mailenden Krakeler dem AAW ein hervorragendes Podest um zu beweisen, wie aggressiv bzw. verroht „Killerspieler“ sind. Schade, dass Zocker so berechenbar sind… Allerdings gibt’s auch erhellende Artikel über diesen Schober. Besten Dank!

  19. @Grobi
    Beleidigende und aggressive Protestmails sind kein „zockertypisches“ Phänomen.
    Man stelle sich mal vor, es würde eine ähnliche Aktion bei (z.B. Harry Potter) Büchern oder (z.B. Star Wars) Filmen, also Medien mit sehr hoher Verbreitung, durchgeführt:
    Die Reaktionen seitens der Fans wären gleich, da ihre Zahl so hoch ist, dass man nicht erwarten kann,
    ALLE wären so weitsichtig Drohungen und Beleidigungen als unvorteilhaft zu erkennen.

    Man kann die Aktion nicht einfach ins Leere laufen lassen, weil sie das wahrscheinlich nicht wird (dafür wird das AAW schon sorgen).
    Spätestens nicht, seitdem Lokalzeitungen von Stuttgart und Umgebung darüber berichten und bekannt ist, dass dies keine einmalige Aktion sein wird.

  20. Bei „Killerspielen“ herrscht allerdings ein vollkommen anderer Hintergrund als bei Kinderbüchern, und diese Mails bedienen die Vorurteile doch nur. Und wo ist das Problem, die Aktion einfach unkommentiert stehen zu lassen? Keiner der „Betroffenen“ wird dort sein Spiel entsorgen – was soll also diese ganze Aufregung? Da gäbe es auf politischer Ebene weitaus mehr Umstände, die mir Sorgen machen. Aber diese Aktion richtet sich in erster Linie an Spieler und deren Familien. Wenn Sohnemann es bisher geschafft hat, seine Shooter zu zocken, wird Mama auch nix zum Wegschmeissen finden. Man mag den Hintergrund anrüchig finden, aber für mich persönlich geht davon keine Bedrohung für mein Hobby aus. Da finde ich das Auslegen von Unterschriften-Aktionen in Kindergärten unverhältnismäßig schlimmer…

  21. Ich würde die Aussagen der AAW nicht soo ernst nehmen – speziell jetzt die Befürchtungen auf gewaltsame Übergriffe. Die hoffen ja schon darauf, dass dies passiert, daher auch das Sicherheitspersonal – vielleicht wollen sie auch dazu anstacheln. Bisher haben sich die Gamer immer vorbildich in solchen Situationen gezeigt und das trotz der medialen Hetze und ich glaube das es diesmal wieder so sein wird.
    Die einzigen die am Ende negativ dastehen sind die, da des sicher nicht spurlos an denen vorübergehen wird, da sie ja schließlich öffentlich zur Kulturbeseitigung aufrufen. Bin ja schon gespannt, ob die da auch eine Lagerfeuerparty oder so noch veranstalten – zutraun würd ichs denen ja.

  22. @Grobi: beide Sachen, die Verbrennung von Kulturgut (genau so sollte man Spiele inzwischen sehen) und die Unterschriftenaktion an Kindergärten, sind eine große Sauerei. Und obwohl Sie dadurch eine Plattform bekommen, denke ich, man muss hier reagieren!

  23. @Hector
    Vielen Dank für diesen Kommentar
    @amegas und cyclonos
    wenigstens ist so jetzt offenbar bekannt geworden, dass es nur einen dermaßen gestalteten Container gibt – welcher leider halt doch auch noch „auf Reisen“ gehen soll
    @Grobi
    das ändert jedoch nichts daran, dass es sich hierbei um eine symbolische Aktion nicht unbeträchtlichen Ausmaßes handelt. Und so wie GreenNinja bei gamersunity schon schrieb eben auch um eine gewisse Grenzüberschreitung…
    Wenn es nicht noch ärger werden sollte wird dieser Container in einer rückblickenden Betrachtung wohl oder übel eine zentrale Rolle einnehmen – einfach auch weil es sich dabei um etwas greifbares handelt. Die bestehenden Verbote existieren schon seit vielen Jahrzehnten gegen Medien aller Art, ausgelegte Unterschriftenlisten oder Politikeraussagen sind darüber hinaus hingegen doch eher sehr vergänglich

  24. @ Grobi

    „Unkommentiert“ sollte man so eine Aktion nicht lassen. Diese Leute halten unser Hobby für Müll und wollen unsere Spielkultur vernichten und verbieten. Ein Protest (ohne Drohungen und Beschimpfungen) ist da mehr als legitim, ich finde er ist in unserer demokratischzen Gesellschaft auch angebracht. Es kann nicht sein das hier jemand Medien verbennen will.

  25. @D-Jay
    Naja klar hoffen sie darauf und es wird sowieso nix passieren, allerdings weiss ich jetzt schon das man dann in den zeitungen sätze der art „Dank des polizei aufgebotes und des privaten sicherheitspersonals kam es zu keinen ausschreitungen“ lesen kann. Getreu dem motto „ohne polizei und security wären die bösen zocker mordend und plündernd durch die gegend gerannt“.

  26. wie man sich in sowas dermaßen reinsteigern kann… ein paar eltern, die ihre kinder bei einem „amoklauf“ verloren haben und jetzt verzweifelt einen schuldigen finden wollen. da ist doch klar dass man irgendwie, wie soll ichs ausdrücken, psychisch unzurechnungsfähig wird. man muss sich nur mal diesen schober anschauen. dem gehts doch längst nicht mehr um die toten des „amoklaufs“ und darum, zukünftige zu verhindern. der ist einfach nur öffentlichkeitsgeil und will mal im rampenlicht stehen. diese killerspielentsorgung wäre wahrscheinlich untergegangen. jetzt, mit den protesten der community, wird diese aktion ja erst populär… <.<

  27. @MtW: wenn sowas schon groß in der Zeitung steht, muss man reagieren, das hat nichts mit reinsteigern zu tun. Man kann doch nicht glauben, dass die Zeitung das Thema nicht aufgreift, weil von uns keine Reaktion kommt.

  28. Zu den Leuten die das AAW und co. immer noch tätscheln: Blauäugigkeit ist der Welt Untergang, mehr sage ich mal nicht zu dir. (Habe ja vorher schon an anderer stelle erklärt was uns für *Gefahren* erwarten *Können*)

  29. http://forum.golem.de/read.php?36121,1966867,1966867

    Kommentar des Pressechefs des DFB auf eine email anfrage bezüglich des Trikots:

    Sehr geehrter Herr —–,

    herzlichen Dank für Ihre Anfrage. Wir haben in diesem Frühjahr dem „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden“ ein Nationalmannschaftstrikot zur Verfügung gestellt, um es im Rahmen einer karitativen Veranstaltung versteigern zu können. Wir gehen davon aus, dass der Erlös betroffenen Familien zugute kommt. Die konkrete Aktion, bei der dieses Trikot nun versteigert wird, war uns damals nicht bekannt. Dass wir das Trikot für einen guten Zweck zur Verfügung gestellt haben, bedeutet nicht, dass wir uns mit der „Initiative Familie gegen Killerspiele“ identifizieren.

    Freundliche Grüße

    Harald Stenger
    DFB-Pressechef

  30. @ link von amegas
    Herrn Stenger scheint der Sachverhalt nicht klar zu sein. Weil er von einem Erlös aus einer Versteigerung des Trikots ausgeht. Aber das Trikot wird ja nicht versteigert, sondern verlost, als „Ansporn“ zur freiwilligen Abgabe von Videospielen. Bei der Aktion wird, soweit ich das überblicken kann, kein Geld eingenommen, sondern im Gegenteil, eher ausgegeben, ich meine, man denke nur an den Sicherheitsdienst, der angefordert werden soll.
    Das hat der Autor Ensi Ferrum ja auch richtig bemerkt. Aber aus seiner Mail, die du verlinkt hast, steht davon nichts. Man sollte dem DFB ausdrücklich darauf hinweisen, dass das Trikot nach den Plänen des AAW kein Geld einbringen soll.

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