„Convention-X-Treme“ muss umziehen

(heise) Schon seit Jahren findet die LAN-Party „Convention-X-Treme“ in Karlsdorf-Neuthard statt, bzw. fand. Denn nach dem Amoklauf von Winnenden hat der Bürgermeister Weigt die Nutzung von sogenannten „Killerspielen“ untersagt. Da dieser Punkt „nicht verhandelbar“ ist, ist der Verein Computerfreunde Karlsdorf-Neuthard auf den Europapark ausgewichen. Da man hier jedoch kein eigenes Catering anbieten und eine größere Halle anmieten muss steigt der Eintrittspreis von 23 auf 35 €. Trotz dieses kräftigen Aufschlages muss die Halle voll werden. Vereinsvorstand Veit:

Wenn die LAN floppt […] sind wir insolvent.“

Man kann nur hoffen, dass die bekannteste LAN-Party Baden-Württembergs den Umzug überlebt und mit dem 14. nicht auch das letzte mal stattfindet.

32 Gedanken zu “„Convention-X-Treme“ muss umziehen

  1. Drück mal ganz fest die Daumen, dass das klappt. Währe schon schade, wenn das die letzte Lan von denen ist. Bin zwar kein LAN-Party-Gänger, aber als Gamer hält man ja meist so oder so zusammen – gibt ja ein breites Spektrum an Games und Veranstaltungen :) .

  2. Ich weiss es nicht genau, aber hat der Bürgermeister überhaupt das Recht dazu?
    Meine persönliche meinung ist aber das diese Position von dem Bürgermeister unfertretbar
    ist. Sowas, für die Befölkerung(die meisten) vermutlich wichtiges, angeht sollte man erstmal die leute fragen die das was angeht. Ausserdem darf ein Bürgermeister(der ja Politik macht) nicht aus persönlichen Gründen handeln, da das der sache nicht gut tut,
    er muss IMMER zum wohle des(ihm anvertrautem) Volke Handeln. Und da ich denke das
    die LAN eine sehr grosse einnahmequelle ist(wasser, strom,…) ist das auch nicht gerade
    zum wohle der Stadt.

  3. Pingback: Tweets die Stigma Videospiele » Blog Archive » “Convention-X-Treme” muss umziehen erwähnt -- Topsy.com

  4. @EpiCu?: [ironie] Das verstehst du nicht. Er tut es ja zum Wohle der Stadt. So kommen nicht hunderte potentielle Massenmörder an einen Ort um ihre Taten zu planen[/ironie]

    Aber jetzt ernsthaft: Das seh ich genau so wie du. Die Aktion ist totaler Schwachsinn.

    Ich glaube das läuft auch so ohne Probleme.

  5. Bravo Herr Bürgermeister, diese Argumentation ist 1a: „das ist nicht verhandelbar“. Wir sprechen hier nicht von Terroristen, die Geiseln genommen haben, sondern von Gamern, die sich zu zu einer kulturellen Veranstaltung treffen wollten. Ts.

  6. Tja, ich würde dem Bürgermeister mal vorrechnen wieviel Kohle der Stadt entgangen ist.
    Ich kann den Leuten vom Verein auch nur empfehlen sich als Kandidat bei den nächsten Kommunalwahl aufzustellen.

  7. Wenn das nicht nach Hinten losgeht.

    Ich denke, der richtige Weg wäre, den Spieß einfach umzudrehen, alle öffentlichen Gamer Aktivitäten einstellen. Und dann den Schützen an den Kragen gehen. So wie sie es mit uns machen. Dann werden wir schnell sehen, ob es ihnen gefällt, als Mörder, vergewaltiger, Pädophile, nazis und Dämonenanbeter mit Mundgeruch dazustehen. Ich meine, was wollen sie uns vorwerfen? Wir haben dem schändlichen Computerspielen abgeschworen, wir sind nun geläutert

  8. @Crusader:
    Das große Problem an der ganzen Kiste ist ja leider, das Videospiele NICHT als Kulturgut angesehen werden und damit halt anderen Auflagen unterliegen…
    Können in Filmen wie „Schindlers Liste“ nationalsozialistische Symbole wie Hakenkreuze problemlos dargestellt werden, müssen in Spielen wie Wolfenstein diese komplett entfernt werden.
    Insgesamt klingt das fast so als wollte der Bürgermeister mal schnell bei seinen (wohl meist älteren) Wählern und Bürgern punkten…. Immer diese übers Knie gebrochenen Schnellaktionen ohne Sinn und Verstand…

    Des weiteren glaube ich allerdings schon das die Sache verhandelbar wäre, wir leben in einer Demokratie und man hätte durchaus den Rechtsweg einschlagen können, aber das würde ja wieder ewig dauern bis es zu einer Lösung gekommen wäre…

  9. Moment!
    Waren das nicht die Trantüten, welche erst gegen ihre ungerechte Behandlung ankämpfen wollten und uns alle mit dem Termin einer Demo heiß gemacht haben, nur um diese dann abzusagen, weil man sich um das eigene Ansehen in ihrem geistig beschränkten Dörfchen gesorgt haben?

  10. „hat der Bürgermeister Weigt die Nutzung von sogenannten “Killerspielen” untersagt.“
    hmm vielleicht irre ich mich ja, aber hatte der BM nicht erst zugesagt und dann aufgrund von Heulsusen anderen Parteien nachträglich das ganze verboten?

  11. @ Booomboy
    Nein du verwechselst das gerade mit der IFNG, die in Karlsruhe hätte stattfinden sollen.
    Karlsdor-Neuthard nich gleich Karlsruhe auch wenn beide Orte sehr nahe aneinander liegen.

    Hoffe, dass die LAN ein Erfolg wird und damit dem Bürgermeister von Karlsdorf kräftig in den Arsch treten bei den verlorenen Einnahmen.

  12. Mal so eine banale Frage: in Zeiten, in denen jeder Haushalt, der an e-Sport interessiert ist, mindestens eine 2-10 mByte Internet-Leitung haben kann, wer geht da noch auf LANs? Eine nacht durchmachen kann ich auch im Teamspeak xD

    Die richtigen „Möchtegerns“ müssen natürlich auf Turniere, aber der Rest?! O_O

  13. ich glaube es geht da mehr als nur um reines zocken masu!
    ich selbst habe zwar noch nie an einer lan geteil genommen, aber ich kenne personen die das hin und wieder tun.
    der grund ist: in WIRKLICHKEIT sich mal zu treffen und ggf. auch zusammen gegen andere Clans zocken.
    und lans bieten eine solche gelegenheit, auch wenn es nur einige member sind die sich dort treffen würden.

  14. @Crusader
    Ja ich find das kaum zu fassen, hat tatsächlich schon so etwas wie aus RAF-Zeiten von der Wahrnehmung her anscheinend. Da sei etwas „nicht verhandelbar“. Als ob da Hallen für irgendwelche abscheuliche Sachen in Beschlag genommen werden würden, dagegen wurden illegale Hausbesetzungen noch beständig harmloser gesehen aus meiner Sicht. Immerhin gehts hier auch um KundInnen: da ist ein Pluralismus, bei derlei Agitation gegen diese Ausdrucksform, schon sehr in Gefahr. Wo führen diese kulturellen Vorstellungen bloß noch überall hin?

    Das ist aus meiner Sicht schon sicher nicht mehr demokratisch zu nennen. Wenn Krieg und Gewalt darzustellen nicht als aufklärerischer-freiheitsliebender Wert, sondern als dämonischer Unwert so wahrgenommen wird. Gar als Verbrechen im übertragenen Sinn eben

  15. Vielleicht sollte der Verein mal Zahlen veröffentlichen, wieviel Geld der Stadt dadurch verloren geht. Denn hunderte Gamer, die mit Cola und Pizza am Leben gehalten werden wollen, sind sicher auch ein nicht zu verachtender Wirtschaftsfaktor. Wenn die Stadt drauf verzichten kann, weil sie genug Einnahmen haben, ists doch toll. So freut sich der EuropaPark über den Ansturm der Leute und die Publicity.
    Hängt einfach mal ein Plakat in die Stadt „Da Jugendkultur hier zensiert ist, sind wir ab jetzt im EuropaPark“ :).

  16. Naja ich war schon öfter auf LANs und seit ich eine entsprechende Internetleitung habe, finde ich LANs überflüssig, denn ich musste auf LANs vor allen Dingen eines lernen: Manche Menschen sollte man besser nur übers Netz kennen – wenn überhaupt ;)

  17. ein wenig offtopic
    *hust*Sie hatte bei den „Simpsons“ grobe Gewalt- und Pornografiedarstellungen ausgemacht.
    Jugendschutzwarnung für die Simpsons

    Nach der Beschwerde einer Zuschauerin werden die Simpsons in der Schweiz künftig mit einer Jugendschutzwarnung ausgestrahlt. Die Frau hatte sich über Gewalt und Pornografie in der Serie beklagt.
    http://www.n24.de/news/newsitem_5614927.html

    mh ich sehe die Simpsons aber grobe Pornografiedarstellungen habe ich bisher noch nie da gesehn ein wenig funnel unter der bettdecke oder wenns licht aus ist gabs da mal aber das als Pornografie zubezeichen kapier ich nicht ,dann müsste man ja dailysoap auch mit einen Jugendschutzwarnung kennzeichen denn nach der frau sind dort auch gewisse szenen dann pornografie,über die talkshows am nachmiitag bräuchten dann auch son hinweis bei den vielen schimpfwörter die da fallen

  18. Man darf nicht vergessen das die Simpsons aus den USA sind, und von den US-Medien entwickelt wurden um die Zuschauer zu verdummen.
    Immerhin werden die Simpsons in den USA von FOX gesendet !
    Vergleicht man die Simpsons mit der Lindenstraße, sieht man auch ganz deutlich welche Sendung mehr zum Nachdenken anregt, und warum die Simpsons verboten gehören ;-)

  19. jaja, mich wundert eigentlich nur, dass das im Europapark überhaupt möglich ist, und die Veranstalter nicht geächtet (was für ein Wort! xD) wurden.

    ich denke, die LAN überlebt.
    und sofern niemand geächtet wird, tut sie das wohl auch die nächsten Jahre.

  20. Bald sind alle Lans verboten, dann können die Jugendlichen endlich wieder sinnvolle Dinge tun, wie sich in der Disco besaufen und dabei ordentlich Steuern zahlen!

  21. Wir brauchen wieder gute deutsche Jugendgruppen, wie man sie zuletzt aus der DDR kannte oder auch in ganz Deutschland noch ein paa Jahrzehnte vorher. Dann lernen die Kinder wieder vernünftiges Einheitsdenken und die Erwachsenen müssen sich nicht damit herumschlagen, das ihre Kinder irgendwie individuell werden könnten oder sowas wie eine Identität entwickeln könnten. Sowas brauchten die Kinder früher ja auch nicht ! ;-X

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