Gamer-Plattform in der Kritik

(computerwelt) Bereits vor einigen Tagen wurde von dem ÖVP-Politiker Wolfgang Aigner kritisiert, dass die wiener Gaming-Plattform gigg.at 612 000 € erhält. Diese Subvention könne man nicht hinnehmen, da hier Gewaltspiele beworben werden würden. Stein des Anstoßes ist das Videospiel „Hedgewars„, auf das bei der Plattform verwiesen wird. Aigner sagt über den Worms-Klon:

Es handelt sich um ein klassisches Gewaltspiel, wie es unzählige andere auch am freien Markt herunterzuladen gibt. Eine Subvention aus Steuergeld für derartige Spiele ist absolut inakzeptabel. Die permanent seitens der SPÖ ins Treffen geführte Gewaltfreiheit ist offenkundig ein reines Lippenbekenntnis.

16 Gedanken zu “Gamer-Plattform in der Kritik

  1. Das ist eher unverständlich. Das Spiel hat einen bei weiten geringeren Anteil von Gewalt als z.B. Mohrhun. Alleine die Aussage „klassisches Gewaltspiel“ ist in diesem Zusammenhang doch der beste Beweis für die Ahnungslosigkeit dieser „Person“. Immerhin ist es noch ein Clon von einem Klassiker. Aigner ist sicher kein Ansprechpartner für Mediale Kultur.

    Ich möchte ja nicht wissen was der Mensch macht wenn man ihm ein richtig brutales Stück Erwachsenensoftware vorsetzt.

    MFG Enzo

  2. Hier hat sich ein Politiker zu einer populistischen Aussage hinreissen lassen, für die partei-intern eigentlich ein Maulkorb verhängt ist. Nirgends erkennt man die Unfähigkeit eines Politers besser, als wie wenn man sich selbst bei einem Thema auskennt. Mitarbeitsminus @ Aigner.

  3. gerade bei solchen Worms-Klonen verstehe ich das nicht… also nicht nur, dass sie ja eher niedlich sind, aber man fühlt doch auch immer mit, wenn gerade das eigene Team dezimiert wurde (im Gegensatz zu z.B. Echtzeitstrategiespielen, da ist es mir reichlich egal, ob ich jetzt 20 oder 15 Bogenschützen habe, während die hier sogar Namen haben!)

  4. Also, mir gefällts, dass ein Politiker so offen seine absolute Ahnungslosigkeit zur Schau stellt. Jetzt muss man den Leuten nur noch Bilder von dem „klassischen Gewaltspiel“ zeigen und sie glauben dem Kerl kein Wort mehr das er sagt.

  5. @Dave
    ja..ich denke es würde mir auch gefallen, wenn ich wüsste dass es Menschen gibt, die nicht auf solche Personen hören würden. Aber es ist schon eine Frechheit eine Firma bankrot gehen zu lassen, nur weil der Geshcmack der Spiele nicht gefällt.


  6. Source Code
    Source code is available under the terms of the GPL-v2 license
    Hedgewars source
    http or torrent (70 569 KiB)

    Die haben das Game offen im Netz dass sind echte entwickler die auf diesen guten richtigen Weg vermutlich nicht viel verdienen werden, aber als Einstand in die Game Branche ist es mit Geldern zu unterstützen mehr als gerecht!

    Happy Hobby Coding!

  7. Also, wenn ihm „Hedgewars“ schon missfällt, dann sollte er sich mal „Sonic the Hedgehog“ und die gesamte Franchise ansehen. Was wird er wohl da sagen. Echt brutal diese Igel, echt jetzt. :D
    Aber mal im Ernst. Da bleibt einem nur noch die „Kopf auf Tischplatte“-Nummer.

  8. Pingback: Tweets die Stigma Videospiele » Blog Archive » Gamer-Plattform in der Kritik erwähnt -- Topsy.com

  9. also echt!
    ich habe mir dieses Hedgewars mal angeschaut und ich muss sagen, dass ich zutiefst erschüttert bin!
    realistische Darstellung von rosa Igeln in Kugelform mit Irokesenschnitten und Sonnenbrillen, die sich gegenseitig auf unterschiedlichste Weise masakrieren, so wie zu den Zeiten des schon damals verachteten Spieles „Worms“, welches Hedgewars in Brutalität um nichts nachsteht.
    Besonders die scheinbar lustigen Sprüche, die abgelassen werden, sofern ein Igel unter schrecklichsten und detailiert dargestellten Qualen stirbt, sind äußerst morbid.
    Soetwas brauchen wir in Deutschland nicht und auch in keinem anderen deutschsprachigen Land und darum muss soetwas auch verboten werden!

    Und? wie mach ich mich so als Politiker?

    Der Aigner hat so einen an der Klatsche!

  10. Das Namensende wird der Grund sein warum er über das Spiel herzieht, Wars=Kriege-Kriege=Gewalt-Computerspiel=Verrohung und erhöhte Gewaltbereitschaft.

    Hier ist wieder einer der etwas Verurteil was er gar nicht kennt.

  11. Immer wieder kommen aus der Wiener ÖVP Mal solch üble Aussagen. Als gelernter Österreicher sehe ich dahinter mehr Parteipolitik gegen ein „Rotes Wien“, also die SPÖ Und ihren Bürgermeister dort, das/die derlei Spiele demnach vermeintlich unterstützt/en (mit über 600.000 Euro in dem Fall), jedenfalls mehr das als ernsthafte „Killerspiel“-Hetze; da machen dann rechtsaußen auch die Freiheitlichen mit und die Welt ist für die alle wieder in Ordnung. Vorerst zumindest…
    Was eben nicht heißen soll, dass es auch bei uns mal zumindest annäherend so arg werden könnte wie in der Schweiz

  12. Um ehrlich zu sein finde ich es lächerlicher dass eine solche Spieleplattform mit 600.000€ subventioniert wird, sowie dass Karl-Heinz Grassers Homepage auf ~150.000€ Wert geschätzt wird. mMn eine einzige Geldverschwendung.

    Wenn man die Subventionen z.B. für dieses „Ich schenke einem bedürftigen Kind ein Weihnachtsgeschenk“ aufwenden würde könnte man die Ziele „gemeinsames und moderiertes Spielen, ein positives und soziales Spielerlebnis und vor allem gemeinsamen Spass“ sicherlich besser erreichen.

    Aber genug OT

  13. €: die „Ich schenke einem bedürftigen Kind ein Weihnachtsgeschenk“ Aktion ist zwar von der Caritas aber allemal besser als so ein Stuss.

  14. @Scorn
    Da stimme ich schon zu. Weshalb so eine Plattform dermaßen viel Geld brauchen würde ist eigentlich ebenfalls jenseits jedes Verständnisses meinerseits, wenn sie sich nicht selbst erhält – Kreativität sehe ich daraus ja keine so erwachsen: da würde ich es wesentlich lieber sehen ein Projekt „Soviet Unterzögersdorf III“ würde das bekommen :-D

  15. Pingback: Wir haben das nächste Killerspiel gefunden: Hedgewars, ein Worms-Clon | Scatterd

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