AAW lässt Verbotsforderung fallen

(Stuttgarter Zeitung, VDVC) In einem Gespräch zwischen Patrick Schönfeldt vom „Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler“ (VDVC) und Gisela Mayer vom „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden“ (AAW) fand eine Annährung statt. Während sich Mayer mit der Bedingung der Gamer, dass „Einschränkungen für erwachsene Spieler […] verhindert werden“ müssen, einverstanden zeigte, erklärte Schönfeldt, dass gewisse Darstellungen auch dem Spielerverband zu weit gehen würden:

Schießen auf Unbeteiligte – das braucht ein Spiel eindeutig nicht.“

Des Weiteren sprach man sich gemeinsam für die Einführung von Altersverifikationssystemen und der Vermittlung von Medienkompetenz aus. Zum Gespräch geht es hier:

Artikel

In den Kommentaren hat sich Patrick Schönfeld zu Wort gemeldet:

„Ich möchte an dieser Stelle zwei Dinge ergänzen:

1. Die Forderung nach einer „Einführung von Altersverifikationssystemen” ist eine Falschmeldung. Ich habe (in Übereinstimmung mit der Position des VDVC) nicht für die „Einführung von Altersverifikationssystemen” ausgesprochen, sondern vielmehr betont, dass es solche schon gibt. Damit waren z.B. die PIN-Codes auf Konsolen oder die USK-Überprüfung in Windows Vista und Windows 7 gemeint. Daher auch folgende Aussage: „Es ist aber auch hier entscheidend, dass die Eltern sich auskennen und den Code aktivieren.“ Wir sind aber in der Tat nicht dagegen, dass Eltern diese Systeme nutzen, um die Mediennutzung ihrer Kinder zu kontrollieren.

2. Das Interview ging über mehrere Stunden und wurde (sehr) stark gekürzt. Wir sind nicht nur auf eSport eingegangen. Tatsächlich sind wir unter anderem viele verschiedene Spiele anhand von Screenshots durchgegangen. Das hat es leider nicht in die StZ geschafft. Ebenso wie deutlichere Äußerungen zu einer Distanzierung von den Verbotsforderungen.“

42 Gedanken zu “AAW lässt Verbotsforderung fallen

  1. wat für ein lustiges gespräch
    Mayer: Wir haben bei Indianerspielen niemanden abgeschossen – und es gab Regeln und Grenzen.
    und was ist mit „peng“ du bis tod?das ist kein abschiessen oder wie?
    Aber: in dem Moment, in dem ich unter Druck gerate, setze ich den Reflex ein, den ich geübt habe. Dieser Bahneneffekt ist von H nachgewiesen
    mh hat das nicht der kölner aufruf gesagt?es gib andere studien von Hirnforschern beweisen das gegenteil
    Aber ich halte die Gewalt in den Computerspielen nicht für eine Nebensächlichkeit. Sonst könnte man ja alle Spiele so abändern, dass getroffene Personen nur noch einen Farbfleck auf der Brust haben. Ich gehe jede Wette ein, dass die Umsatzzahlen rapide absacken würden.
    noch sone lüge vom kölner aufruf

    Mit Hilfe eines Fragebogens der Forscher Douglas Gentile und Craig Anderson können Eltern ganz einfach abklären, ob ein Spiel im Jugendzimmer zulässig ist. Die Kriterien lauten: wird Gewalt aktiv ausgeübt, gibt es Wiederholungen, gibt es ein Belohnungssystem für Gewalt? Sind diese Bedingungen erfüllt, ist es nicht zulässig.
    und noch mehr vom kölner aufruf

    ein Sperrsystem einzuführen. Das halte ich für sinnvoll. Ein Spieler muss sich über Personalausweis oder Code erst anmelden.
    Daneben gibt es die Möglichkeit, Spiele extrem teuer zu machen, damit die Jugendlichen sie sich nicht mehr leisten können.
    also wie bei den alkopopsdingern trozdem saufen sich jungendliche ins koma
    wobei mal wieder als erwachsenen bevormundet werde

    Da ist es eher eine Frage des guten Geschmacks.
    toll mir soll vorgeschrieben werden was guten Geschmacks ist und was nicht?

  2. Boxen, Fechten, Judo, Karate, … alles reale Kampfsportarten mit realen Gegnern, die real teils so angegriffen werden, dass die Angriffe unter anderen Umständen tödlich wären.

    Bei Fechten gehts um Körpertreffer mit spitzen Gegenständen, beim Boxen geht es darum den Gegner so hart zu treffen, das er das Bewusstsein verliert, aus eigener, 11jähriger Judoerfahrung weiß ich, das eine ganz billige Technik auf Betonboden gegen einen untrainierten absolut tödlich verlaufen kann, usw usw usw.

    So alles verbieten.

    Oder um es mit den Worten des Cowboys zu sagen, der nicht auf Indianer schießt: „Peng!“

  3. oh man, sind die leute vom aaw tief gesunken, wenn sie tatsächlich all diesen „verschwörungsmist“ des kölner aufrufs glauben.
    spiele teuer machen, bringt nur dem staat was, aber keinem jugendlichen.
    das sehen wir doch bei tabak und alkohol, was die jugendlichen trotz der horenden preise extrem stark konsumieren.

  4. Na, wenigstens bewegt sich etwas in der Diskussion. Aber ich halte die Überschrift für etwas übertrieben. Für Erwachsene will Frau Meyer die Spiele vielleicht nicht verbieten, wobei ich mir Sorgen mache, genau wie thurius auch, was ihre Aussage vom guten Geschmack angeht. Was genau sie unter guten Geschmack versteht kann sie ja nur für sich selbst und für niemand anderen definieren. Ich z.B. finde Pilcher-Romane zum kotzen, aber ich kann niemandem vorwerfen, er oder sie hätte keinen guten Geschmack, weil er/sie solche Bücher liest. Zum Verbot: eine Forderung, derartige Spiele für Jugendliche zu verbieten, auch wenn dies schon durch die Jugendschutzbestimmungen bereits der Fall ist, könnte immer noch ihr Ziel sein. Naja gut, wenn es mit der Aktion hier auf Stigma gelingt, Frau Meyer zum Forendialog zu bewegen, ich meine, wir haben zwar eine Zusage und einen Termin, aber man kann ja nie wissen, was alles dazwischen kommt, dann könnte sie ihre Forderungen hier nochmal genauer erläutern.

  5. Ich verstehe die Aussage von Frau Mayer so, dass sie wegen Fragen des Geschmacks ein Verbot nicht in Erwägung zieht.

    @amegas

    Ich aus dem Artikel auch nicht, aber aus der PM des VDVC.

  6. Bei allem Respekt für Patrick Schönfeldt, den ich schon bei der Container-Aktion in Stuttgart getroffen habe und der eloquente Interviews gab – er geht wieder in die eSport Defensive (Spiele sind Wettkampf, Gewalt ist nebensächlich, etc.). Ich finde davon müssen wir als Spieler loskommen, vor allem Ich als nicht-eSportler sehe mich da nicht verteidigt.

    „Schönfeldt: Schießen auf Unbeteiligte – das braucht ein Spiel eindeutig nicht.“

    „Brauchen“ tut ein Spiel schon mal gar nichts. Aber gerade in einem Kriegsspiel gehören zivile Opfer dazu, alles andere könnte man als Kriegsverharmlosung auslegen. Man muss nicht unbedingt den amoklaufenden Doppelagenten spielen, aber gerade wenn ich ein Kriegsspiel entwickeln würde, würde ich dem Spieler durch zivile Abschüsse ins Gewissen reden wollen… Schießbudenspiele mit Schlauchlevels, in denen der Spieler heroisch hunderte Soldaten abschießt und keinerlei Zivilisten zu Schaden kommen, halte ich da für weitaus langweiliger und unglaubwürdiger. Sicher ist es „nur“ ein Spiel (was auch immer das heißen mag?) und hat keinesfalls den Anspruch der Realität zu entsprechen aber nur durch zunächst provokante wirkende Stilmittel kann dieses Medium erwachsen werden.

  7. Ich bin … skeptisch. Des weiteren stehe ich weiterhin zu meiner Aussage, dass auch Szenen wie die in MW2 ihren Platz haben können, weil das Medium Videospiel eben viel mehr sein kann.

  8. Ich denke, dass das zum Erwachsenwerden, wenn es so nennen möchte, des Mediums dazu. Wie Buzzti schon gesagt hat, man kann eben auch realistische Spiele herstellen, das gehört dann dazu. Und dann ist es aber auch nicht mehr nur ein Spiel. Es kann viel mehr sein, eben kritisch und zum Nachdenken anregend, provokant, kontrovers, was man auch immer sagen möchte.
    Und um ehrlich zu sein, ich finde Indianerspiele ziemlich bösartig, klar, als Kind weiß man es nicht und denkt man dran, aber was da mit den Indianern abgelaufen war nicht gerade nett. Aber das ist ja in Ordnung und Virtuelles böse…Naja…

  9. ich finds aber super wenn der vdvc endlich mal was reißen konnte, wenns auch nur denkanstöße sind – im gegensatz zu UNS (hinweis aufs forum), dank gewisser mitglieder die jede bewegung in richtung aktion bremsen müssen.

  10. Zeitungsartikel: „Viele Computerspieler tragen Windeln“
    „Heroin aus der Steckdose“
    Wie in München der Computerspielsucht begegnet wird
    http://www.wochenanzeiger-muenchen.de/thema/gesundheit/Computerspielsucht-+Onlinesucht_16712.html
    Der Wochenanzeiger München berichtet in einem reißerischen Artikel über Suchtprobleme bei Computerspielern
    Wie der „Wochenanzeiger München“ in einem Beitrag zu Computerspielen berichtet, beschreitet der Spieltrieb so manches Spielers ungeahnte Bahnen, die sich den natürlichen Gepflogenheiten unserer Gesellschaft entziehen:

    „Viele Computerspieler, die gerade eine wichtige Spielepisode zu meistern haben, stellen sich zum Beispiel einen leeren Eimer unter den Tisch oder ziehen eine Windel an, weil sie während des Spiels den Schreibtisch nicht verlassen wollen, um auf die Toilette zu gehen.“

    Die Vernachlässigung der eigenen Körperhygiene sei hierbei jedoch nur das kleinste Übel, denn wie der Bericht weiter ausführt, komme es gelegentlich zu körperlichen Übergriffen seitens der „Süchtigen“:

    „Das Computerspiel ist für die Betroffenen wie Heroin aus der Steckdose. Wenn Mütter versuchen ihren Kindern diese Droge zu entziehen, dann entstehen häufig Extremsituationen, berichtet Hirte. Die Mütter würden in den Schwitzkasten genommen und durch die Wohnung geschleift.“

    Des Weiteren bemängeln die zitierten Opfer der Sucht, dass die öffentliche Wahrnehmung der Konsequenzen exzessiven Computerspielens viel zu sehr beschönigt und diese nicht ernst genommen würden. Bezugnehmend auf erschreckende Zahlen, die einer Analyse des Kriminologischen Forschungsinsituts Niedersachsens entnommen sind, trügen bereits „14.300 Jugendliche in der Altersgruppe von 15 Jahren die Kernkennzeichen einer Computerspielabhängigkeit“. Vor allem männliche Spieler verfallen seiner Meinung nach den virtuellen Welten soweit, dass sie sich selbst nicht mehr unter Kontrolle haben. Hilfsangebote für abhängige Spieler würden laut dem Artikel noch immer viel zu selten von den Computerspielsüchtigen selbst wahrgenommen,

  11. Ich hab grade keine Zeit den Artikel zu lesen, aber wenn Herr Schönfeld wirklich den Spruch gesagt hat „Schießen auf Unbeteiligte – das braucht ein Spiel eindeutig nicht.“, dann hat der VDVC bei mir verschissen.
    Denn ich brauch keinen weiteren Verband, welcher mir vorschreibt was ich in meinen Video- und Computerspielen haben soll, denn dafür gibt es schon die USK, ASK und BPjM und alle Drei gehören dafür eigentlich abgeschafft.

  12. @“Zeitungsartikel: “Viele Computerspieler tragen Windeln”“
    WTF?
    Können wir da mal eine Umfrage starten wie viele wirklich Windeln tragen?
    ???
    Für was kann man bei allen Offline Spielen Pause drücken?
    Und selbst bei Raids von Online Spielen kann man ja mal kurz weg?

    Happy Lügenverbreiten an die Presse…

  13. @diavid
    Mayer:“Ein Spieler muss sich über Personalausweis oder Code erst anmelden.“
    dann bitte auch eine code/Personalausweis bei jeder zigarette und bei jeden schluck bier/wein/vodka denn wie auch beim den spielen ist es auch bei diesen dingen möglich
    die dinge von einen volljährigen kaufen zulassen und dann weiter an minderjährige zu geben

    erinnt mich an einen bilderwitz diese ausage von der Mayer:“Ein Spieler muss sich über Personalausweis oder Code erst anmelden.“
    bevor man spielen darf erstmal 30 anträge ausfüllen ans ministerium für guten geschmack medienministerium ministerium für menschenrechte der pixellebewesen schicken und so in 5-6 wochen kommt dann ein beamter vorbei der das spiel dann „freischaltet“

  14. @Pyri
    bei mir sind egoshooter strategiespiele kein sport sondern unterhaltung wo man abschalten kann
    dann bitte auch sportarten wie boxen und dergleichen abschaffen die durch ihre gewalt unterhalten und natürlich auch actionfilme

  15. Nachtrag: @Toxex Das ist das Problem. Man nähert sich den etablierten Vorstellungen über Spiele sukzessive an bis am Ende womöglich überhaupt nichts mehr übrig bleibt das man überhaupt noch verteidigen könnte. Unlängst argumentierte ich wo, dass Positionen welche die Gewalt in Videospielen für nebensächlich bis irrelevant erklären, etwa dadurch dass sie für austauschbar gehalten wird (Pacman wie Doom gesehen – zum Beispiel vom Autor Mathias Mertens), am Ende kein unliebsames Thema in Spielen (von urbaner Gewalt bis zum Zweiten Weltkrieg) mehr rechtfertigen könnten!
    Dabei dachte ich lange Jahre so Positionen (wie vom Mertens vertreten) seien eine Minderheitenmeiung (auch in Deutschland). In den letzten Wochen wurde ich da deutlich eines besseren belehrt! Das Gegenteil scheint der Fall zu sein.
    @TRB Also ich kenne niemanden der so etwas trägt. Und schon gar nicht weil er Computerspiele spielt. Habe davon glaub ich auch bloß über Frau Pfeiffer mal gehört, von derlei Extremfällen in der Sucht. Das zur Norm zu erklären ist echt übel und grenzt aus meiner Sicht schon wieder an Menschenverachtung.

    Sorry fürn Doppelpost

  16. Pingback: Tweets die Stigma Videospiele » Blog Archive » AAW lässt Verbotsforderung fallen erwähnt -- Topsy.com

  17. @Egocide
    Der Vorteil von stigma liegt für mich zumindest in seiner Vielfalt und relativen Offenheit gegenüber verschiedenen Ideen. Ich kann so bei einem VDVC Jedenfalls nicht mehr ruhigen Gewissens schreiben, wenn ich weiß dass Videospiele dort wie Mensch ärgere Dich nicht oder eher wie Schachparteien (siehe auch das Bild hier ganz oben) gesehen werden. Spiele sind weit mehr als das für mich.

  18. @Pyri: Du bist doch auf im Forum des VDVC registriert, möchtest du dich nicht auch dort zum Thema äußern (deine Kritik ist ja auch durchaus berechtig)?

    Grüße,
    Patrick

  19. Ich möchte an dieser Stelle zwei Dinge ergänzen:

    1. Die Forderung nach einer „Einführung von Altersverifikationssystemen” ist eine Falschmeldung. Ich habe (in Übereinstimmung mit der Position des VDVC) nicht für die „Einführung von Altersverifikationssystemen” ausgesprochen, sondern vielmehr betont, dass es solche schon gibt. Damit waren z.B. die PIN-Codes auf Konsolen oder die USK-Überprüfung in Windows Vista und Windows 7 gemeint. Daher auch folgende Aussage: „Es ist aber auch hier entscheidend, dass die Eltern sich auskennen und den Code aktivieren.“ Wir sind aber in der Tat nicht dagegen, dass Eltern diese Systeme nutzen, um die Mediennutzung ihrer Kinder zu kontrollieren.

    2. Das Interview ging über mehrere Stunden und wurde (sehr) stark gekürzt. Wir sind nicht nur auf eSport eingegangen. Tatsächlich sind wir unter anderem viele verschiedene Spiele anhand von Screenshots durchgegangen. Das hat es leider nicht in die StZ geschafft. Ebenso wie deutlichere Äußerungen zu einer Distanzierung von den Verbotsforderungen.

  20. Den Unsinn von Gisela Mayer möchte ich erst gar nicht kommentieren, aber bzgl. des VDVC stimme ich z.B. Pyri und Toxex zu:

    Das Problem an der Stigmatisierung von Spielen ist ja u.a., dass nicht nur die „Spielekiller“ ihre Monologe in Form von (suggestiven) Rechtfertigungspostulaten, bzw. (gleichermaßen suggestiven) Notwendigkeitsdiskursen führen, sondern dass die eigentlichen Betroffenen, die Spieler selbst – in diesem Fall Patrick Schönfeldt -, auch in dieser Art verfahren, resp. darauf eingehen: Schießen auf Unbeteiligte – das braucht ein Spiel eindeutig nicht.“

    Auch der Kommentar von P. Schönfeldt dokumentiert lediglich seine eigene Idiosynkrasie und eine Portion Ignoranz, mangelnde(s) Reflexion (und Vorstellungsvermögen); Spiele werden nicht als Kunst- und Kulturgut realisiert, die wie z.B. Filme auch Inhalte transportieren, sondern nur als Unterhaltung, als Sport. Eine verzerrte Perspektive. Was er nicht mag, dass ist nicht nötig; die Ignoranz attestiere ich ihm, weil er die Aussage absolut ohne Kontextpotenziale präsentiert: Es fällt nicht schwer, sich Spielsituationen vorzustellen, in denen das Schiessen auf Unschuldige integraler Bestandteil des Spiels ist (nicht nur bzgl. der Spielgeschichte), in der das Spiel das eben braucht (alleine schon, weil die Kreativen dahinter es so kreiert haben; eine Unnötigkeit zu attestieren, empfinde ich da regelmäßig als eine Anmaßung gegenüber dem kreativen Schaffen anderer); ein anschauliches Bsp. haben wir ja gar aktuell mit CoD:MW2.

    Aber wie in meinem zweiten Absatz schon angedeutet, finde ich alleine den Gedanken daran, sich als erwachsener Mensch für seinen Rezeptionshabitus bzgl. fiktiver Medieninhalte vor anderen (nicht zuletzt moralisch!) zu rechtfertigen, einfach nur absolut absurd. Die Fragen kann in so einem Diskurs einfach nicht lauten, warum man diese oder jene Inhalte mag oder nicht mag etc., dass ist höchstens im Rahmen einer Rezeptions-/Rezipientenstudie oder bei der individuellen Reflexion von belang, aber niemals Grundlage für irgendwelche (gesellschaftliche, politische etc.) Forderungen.
    Ebenso absurd ist die Frage nach der Notwendigkeit – „Muss denn dieses oder jenes Element, diese oder jene Darstellung so oder so oder überhaupt sein?“ Wer oder was soll denn der Maßstab für Notwendigkeit sein? Ja was ist denn auf dieser Welt überhaupt notwendig? Man sollte recht schnell zu der Erkenntnis gelangen, dass diese Ausgangsfrage nicht konstruktiv ist (und mal wieder die Kreativität anderer und natürlich auch das subjektive Wertempfinden, das Rezeptionsvergnügen Dritter und damit deren Individualität zur Disposition stellt und diskreditiert). Ausgangspunkt kann nur das Subjekt sein, da gibt es einfach nichts vor anderen zu verantworten oder zu erklären.

    Darum ein gewaltiges Minus Richtung VDVC.

  21. @ Patrik:
    Dann bekomm‘ meinen dritten Absatz mal nicht in den falschen Hals. ;-)
    Wäre schön, wenn du da für etwas mehr Differenzierung sorgst. Gewähren wir dir erstmal den „von der PResse verzerrt“-Bonus. ;-)

  22. Demnach ist dein Minus gegen den VDVC dann auch wieder hinfällig, denn es wurde ja auf einige andere Inhalte eingegangen, was der Interviewer daraus gemacht hat ist dann nicht die Schuld des VDVC…
    Daher halte ich Kritik an jemandem wegen etwas das in einem Interview NICHT gesagt wurde für Blödsinn, denn daran kann auch der Interviewer Schuld sein und nicht der Interviewte!
    Gruß,
    Justus,
    Überzeugtes VDVC Mitglied

  23. Das Minus ist leider nicht hinfällig, weil es sich hauptsächlich (wie mein ganzer Beitrag und wohl auch die Kritik Pyris und Toxexs) auf den – auch in meinem Beitrag – zitierten Satz („Schießen auf Unbeteiligte – das braucht ein Spiel eindeutig nicht.“) bezieht, resp. weil ich Rechtfertigungs-/Notwendigkeitsdiskurse in diesem Zusammenhang per se kritisiere. ;-)
    Eine Kritik am VDVC bzw. an Patrik, weil er etwas NICHT gesagt hat, ist das mitnichten.

  24. Ich fände es auch sehr nett, wenn Kritik auch an mich bzw. je nach Adressat an den VDVC herangetragen wird. Wir haben den VDVC ja nicht gegründet, um unser eigenes Ding zu machen, sondern weil es keine öffentlich wahrgenommene Stimme der Spieler gab. Mich hat es immer enttäuscht, dass in Foren oder Kommentaren vor sich hin gemeckert wird, davon aber nichts an die Öffentlichkeit kommt. Jetzt, wo die Möglichkeit geschaffen wurde, sich auch gegenüber der breiten Öffentlichkeit zu äußern, könnte sich das ändern. Doch dafür müsst ihr euch auch direkt einbringen.

    Spiele als Kunstform sind z.B. ein interessanter Ansatz und ich kann dem auch sehr viel abgewinnen. Ich komme eher aus der eSport-Ecke und bringe das dann natürlich auch im Schwerpunkt so rüber. Und wenn es um den Wettkampf-Gedanken geht, kann man die Frage nach Notwendigkeit durchaus stellen. (In dem Kontext wurde die oben zitierte Aussage im Übrigen gemacht.) Bei der Frage nach Freiheit der Kunst verbietet sich diese Frage natürlich. Ich war aber davon ausgegangen, dass diese Notwendigkeits-Thematik durch die Forderung, dass es keine Einschränkungen geben dürfe, ohnehin erledigt wäre. Wenn Einschränkungen per se ausgeschlossen sind, braucht es keine Rechtfertigung. Aber vielleicht war das tatsächlich zu kurz gedacht.

  25. Hallo Patrik,
    ich würde nicht sagen, es war zu kurz gedacht, ich würde sagen: es war zu kurz ausgedrückt und so missverständlich. Natürlich kann man im bezug auf Wettkämpfe die Notwendigkeit vom schmückenden Beiwerk hinterfragen – analog zum Boxen: Sollte man die Köpfe nicht mit einem entsprechenden Schutz versehen, wie man es oft aus dem Training kennt? Usw. Das sind alles legitime Gedanken, die man natürlich auch äußern kann.
    Das Problem ist nur, dass diese ansichtlegitimen Gedanken indirekt für eine nicht legitime Verbotsvorderung genutzt werden.
    Schlussendlich wird es keinen Spielekritiker interessieren, ob da über e-Sport geredet wurde und einfach über die Rahmenbedignungen eines Wettkampf geredet wird.
    Und das ist das Problem.
    Im Endeffekt ist anzumerken: der dt. Jugendschutz ist zu streng, was primär an der BPJM liegt, da hier Marktchancen vernichtet werden und die hersteller so zur Selbstzensur gezwungen werden.
    Von den -je nach Quelle- 15-25mio Gamern da draußen betreibt nur eine Minderheit „e-Sport“. Der Rest spielt auch sogenannte E-Sport-Titel aus dem gleichen Grund, wie Singleplayer-Games.
    Daraus ergibt sich bei mir ein Dilemma, wenn man immer nur den Sport erwähnt. Denn beim Sport stellen sich natürlich Fragen, welche sonst nicht relevant sind.

    Für die meisten Gamer da draußen sind Videospiele nichts anderes als Bücher für die vorhergehenden Generationen oder Filme. Also absolut Sport-unabhängig.

    Ich freue mich derzeit sehr auf Starcraft2 und spiele auch CSS. Ich würde mich aber nicht im Entferntesten zu E-Sportlern zählen, nicht mehr, da ich anders als zu meiner Schulzeit keine Turniere online oder im LAN besuche, sondern als Zeitvertreib spiele.

  26. @ Toxex:
    „Ich hab grade keine Zeit den Artikel zu lesen, aber wenn Herr Schönfeld wirklich den Spruch gesagt hat “Schießen auf Unbeteiligte – das braucht ein Spiel eindeutig nicht.”, dann hat der VDVC bei mir verschissen.
    Denn ich brauch keinen weiteren Verband, welcher mir vorschreibt was ich in meinen Video- und Computerspielen haben soll, denn dafür gibt es schon die USK, ASK und BPjM und alle Drei gehören dafür eigentlich abgeschafft.“

    du hast die GamePro vergessen -_-

  27. @Patrick:
    was meinst du mit: „deutlichere Äußerungen zu einer Distanzierung von den Verbotsforderungen.“
    Du oder sie distanziert sich davon?

  28. ehrlich gesagt, wird mir immer zu viel über „e-Sport“ geredet.
    gut, auch der e-sport ist von einem verbot betroffen, aber die kernthemen bei dieser „killerspieldebatte“ *hust* sind doch „propagandaerzählungen,gefälschte studien von bestechbaren wissenschaftlern, politische hetzjagd gegen das medium videospiele, falsche unterstellungen, kriminalisierungen (herrmanns pädovergleich), diskriminierung, verschleierung der wahren ursachen von amokläufen, profilierungen von politikern bei solch schweren ereignissen“, mehr fällt mir grad nicht ein.

    warum spielt man solche spiele?
    nicht weil es sportlich ist, sondern weil games nichts anderes sind als spielbare filme und auch als solche werden sie von den usern wahrgenommen.

    muss gewalt sein?
    warum sollen videospiele für erwachsene anders sein, als filme?
    hinzu kommt noch, dass auch brutale filme, die kriegsverbrechen zeigen (soldat james ryan), oscars usw. gewinnen, heisst sie werden sogar noch ausgezeichnet.
    warum dürfen videogames für erwachsene dies also nicht?
    nur weil kinder und jugendliche diese in die hände bekommen könnten?
    dafür haben wir schon starke regeln und hohe geldstrafen für jeden, der das einem kind/ jugendlichen ermöglicht.

  29. Eine Diskussionbasis wären aus meiner Sicht etwa Werturteile. Das was Werturteile in diesem Bereich sein können, sind, und was darüber mehr oder weniger weit hinaus geht.

    Ich denke Vicarocha hat hier dazu auch schon mehrmals in wesentlich präziseren Worten als ich das je könnte gesagt was die jeweiligen Grenzen des (dann aus meiner Sicht bloß mehr vermeintlichen) Ausdrucks von Menschen in einer Gesellschaft jeweilig darstellen, wenn es um Videospiele geht ist das aber schonmal deshalb grundsätzlich schwierig weil dessen Inhalte für gewöhnlich keine realen Darstellungen zur Grundlage haben.
    Also es geht hier nicht um eine besondere, gar amoralistische Libertinage, obwohl ich schon den Eindruck habe, dass genau das immer und immer wieder unterstellt wird.
    Hinzu käme noch politisch extremistische Agitation, Aufrufe zur Gewalt etc., das soll hier aber auch nicht das Thema sein.

    Worauf ich hinaus will ist folgendes: dass ein Gespräch mit jemandem spielfernen aus meiner Sicht am besten mit einer Frage etwa danach beginnt, was einem zu vielen Inhalten von Spielen kritisch bis negativ eingestellten Menschen an diesen so missfällt und dabei immer auch im Blick zu haben herauszufinden was an anderer Stelle, in Literatur, Musik oder sonstwo auch diesem Menschen doch gefällt. Das ist dann irgendwann sicher zwangsläufig, bei dem Diskurs in Deutschland, ein Gespräch über Wirkungen von Gewaltdarstellungen in dem Fall, und da kann es natürlich auch zu keinen weicheren Fronten kommen: dennoch müsste das in Kauf genommen werden für mich, ansonsten wird ein Gespräch nämlich schnell die Ebene von Werturteilen verlassen, nicht mehr davon ausgehen, und auch nicht mehr dazu hinführen.
    Dann wird so etwas aufgegeben und am Ende womöglich mehr als man eigentlich vorgehabt hat. Man wird sehen wie sich das bei IDG, Luibl und Co. noch entwickeln wird – womöglich wenn nächstes Jahr Dantes Inferno ansteht. Womöglich kommen dann auch noch Bedenken wegen dessen religiöser Inhalte auf: es wird in dem Spiel nämlich eine Absolutionsspielmechanik geben welche weit darüber hinaus geht was man heute aus meiner Sicht in MW2 Gesehen hat. Eine metaphysische Fortentwicklung von Selbstjustiz sozusagen

    Wie dem auch sei – bei solchen Gesprächen wie sie hier offenbar geführt wurden sehe ich vor allem zwei Positionen als problematisch an: die erste ist zu sagen „wir wollen ja nur spielen“ und die jeweiligen Inhalte für nicht wichtig zu erklären, die zweite wäre diese Inhalte nach hinten zu schieben, zugunsten von etwas anderem – den Wettkampf, die Geselligkeit, das solitäre abschalten dabei, etc.
    Eine solche Position

    Das Werturteil bleibt für mich dabei stets eine andere Grundlage. Eine Grundlage auf der zumindest von meiner idealistischen Naivität heraus gesehen doch miteinander geredet werden könnte.
    Es ist aber kein an- und hinnehmbares Werturteil mehr das konstruktiv wäre aus meiner Sicht (auch), wenn sich dieses nicht mehr auf der Grundlage des eigenen Geschmacks und Empfindens bei so fiktionalen Sachen stützt, sondern auf andere: diese verächtlich macht, etwas für dümmlich erklärt das vielen anderen gefällt und das genau darauf bezieht. Nicht auf sich selbst – sondern auf andere, das ist noch relativ harmlos „lästern“, geht aber weiter als Unterstellung und negatives Gefühl bis zur Gehässigkeit – wenn es immer und immer wieder erfolgt. Keine andere Meinung dazu sichtbar wird, und genau darum geht es doch: wenn jemand auf Youtube dabei zugesehen werden kann wie der zusammengeschlagen wird und anderen das gefällt, das betrifft das nicht. Dem kann, ja aus meiner Sicht MUSS Sogar entgegengetreten werden. Aber doch keinen fiktionalen Sachen! Fiktionen, fiktive Geschichten darin – Gewalthandlungen, was auch immer, welche kreativ-konsensual entstanden sind. Da wird jedoch nicht unterschieden. Und das ist allergrößte Problem dabei für mich

  30. @Pyri: „Eine Diskussionbasis wären aus meiner Sicht etwa Werturteile.“
    Für mich sollte die Logik, dass bei einen Computerspiel nicht mal Pixel getötet werden als Grundlage für eine Diskussion gelten denn Werte unterscheiden sich zu Stark voneinander. Wenn man sich darauf einigt, dass eben nichts und niemand durch Spiele zuschaden kommt kann man auch alle Spiele eingestuft in verschiedene Altersklassen akzeptieren und tollerrieren.

    Im Moment ist es so man selbst spielt friedlich ein Killerspiel, dann kommen Fremde vorbei klauen einen die Maus (Zensur), reißen einen die DVD aus dem Rechner (Index) und treten einen ins Gesicht (Kipo Vergleich)!
    Mir würde es genügen wenn derjenige kurz stehen bleibt ein ächzen von sich lässt und weiter geht wenn ich zocke, dann wäre immer noch dessen Meinung verstanden aber wir könnten friedlich miteinander leben!

    “Schießen auf Unbeteiligte – das braucht ein Spiel eindeutig nicht.”
    @Admin und Mods:
    Wenn man jetzt mal auf eine bestimmte Person mit der L Keule einprügeln würde ob dann der Verein plötzlich mit den anderen Verein an einen Totalverbot zusammenarbeiten würde?
    (dies war nur eine kleine böse Frage…)
    Die Gegenfrage „was ein Spiel eindeutig braucht“ ist auch noch offen, dürfte man diese Frage denn stellen?

    Problem ist und bleibt wem schmeckt was wie gut?
    Denn man kann immer was finden was man nicht braucht… zB Pressente, Blutwurst, …
    “Essen von unbeteiligten Tieren – das braucht eine Küche eindeutig nicht.”
    Fiktive Worte eines Vegetariers…
    Und was fühlen die Raubtiere, die Fleichfresser dabei?
    Hilfe die nehmen unser Hobby weg (Kochen/Zocken) die wollen unser friedliches zusammen sein und essen verbieten (Grillen/LAN).
    Wenn Vegetarier anfangen würden Sätze zu verbreiten wie
    „Fleisch essen führt zu Kannibalismus!“ (Killerspiele zu Amoklauf) und
    „Fleisch esses ist in seinen schädlichen Auswirkungen so schlimm wie Unzucht mit Tieren dessen Verbot ja niemand bestreitet!“ (Kipo Vergleich) was würden denn die Leute darüber denken?
    Vermutlich, dass solche Vegetarier den letzten Verstand verloren haben, aber wieso nicht bei unseren Gegnern? Sobald man mal unsere merkwürdige Situation in der wir uns befinden auf ähnliche Situationen projezieren sollte man erkennen, dass diese Diskussion mehr als Sinnlos ist.
    Oder?

    Happy Vergleichen…

  31. @Patrik Schönfeldt
    Schönes Interview. Ein paar Dinge die mir aufgefallen sind

    1.) Habt ihr davon auch einen Mitschnitt bzw eine längere Version ?
    -> Sollte ein muß sein, schon damit man was in der Hand hat wenn die Zeitung oder „die Medien“ Tatsachen verdrehen oder falsch darstellen.
    Beispiel: Der Frontal 21 Beitrag über „Neonazis und Familienväter“ die Call of Duty spielen.

    2.) An einer Stelle behauptet der Interviewer das es in solchen Spielen darum geht mit der Kettensäge Menschen zu zerstückeln oder sie mit Nägeln an die Wand zu nageln.
    Hier wäre es angebracht gewesen den Interviewer nach den Titeln dieser Spiele zu fragen.
    Wenn er die Titel nicht nennen kann oder eindeutig falsche Tatsachen behauptet – z.B. Kettensägen in Counterstrike – kann man solche Behauptungen schnell entkräften.

    3.) Die e-sport „Verteidigung Strategie“ ist hübsch und nett, aber wenn ihr die nutzt müsst ihr mehr vergleiche zu anderen, „brutalen“ Sportarten stellen um das Argument der „Brutalität“ zu entkräften.
    Warum soll z.B. bei Counterstrike ein Farbfleck einen Treffer darstellen ? Beim Boxen spritzt ja auch das Blut – und zwar im wörtlichen Sinn.

    4.) „Unschuldige“ in Spielen werden gerne angesprochen. Wenn man in einem Spiel „Unschuldige“ töten oder verletzen kann dient das nicht dazu den Spieler die Möglichkeit zu geben seine brutalen Gelüste auszuleben oder sogar zu trainieren.
    Im Gegenteil, dem Spieler wird die Möglichkeit gegeben eine moralische Entscheidung zu treffen und die daraus folgenden Konsequenzen zu tragen.
    In einer Gangstersimulation die die Möglichkeit bietet „Unschuldige“ zu verprügeln, auszurauben oder zu töten steht man immer vor der Wahl seine kriminelle Karriere rücksichtslos zu verfolgen und deswegen ständig von der Polizei verfolgt zu werden, oder auf solche Handlungen zu verzichten was zwar der schwererer Weg ist, aber auch weniger Probleme zur Folge hat.

    5.) Im Interview gab es einige Ansatzpunkte die man hätte dazu nutzen können um die lautstarken Spielekritiker wie Pfeiffer und Co zu diffamieren.
    Als Frau Mayer z.B. erwähnte „Natürlich sind diese Spiele nicht konstruiert, um spätere Gewalttäter auszubilden.“ wäre dies eine gute Gelegenheit gewesen die wüsten Verschwörungstheorien des Kölner Aufrufs („militärisch industrieller medialer Komplex“) zu erwähnen.

  32. nachtrag zu 5.)
    Ziel ist es dann natürlich die „Experten“ die den Kölner Aufruf unterschrieben haben in die Nähe des Mileus zu rücken in dem der Kölner Aufruf kursiert.
    -> Linksradikale
    -> Spinner & Sekten wie VPM oder „Bürgerrechtsbewegung Solidarität“
    -> Esoteriker
    Ist keine nette Taktik, aber man kann ja nicht ewig am Bombspot campen, oder ? ;)

  33. @Alrik,
    volle Zustimmung!
    Ist mir erst gar nicht aufgefallen, aber wo du diese Punkte gerade aufzählst, dämmerst natürlich.
    VDVC muss schon etwas aggressiver vorgehen, die Kuschelpädagogig funktioniert bei den Spielekillern nicht und die, lieber VDVC, werden euch erst recht nicht bekuscheln!

  34. @Alrik: Danke für die Anregungen. Ich antworte mal, vielleicht liest du es ja. (Sowas am besten immer auch direkt an uns, dann kommt es direkt an und wir können auch direkt antworten).

    1: Ich habe keine Originalversion. Allerdings hätte ich die Möglichkeit gehabt, vor dem Druck Veto einzulegen. Das habe ich aufgrund der abgedruckten Zugeständnisse des AAW aber gelassen.

    2: Das hat der Interviewer nicht mal selber geglaubt. Das ist nur im Text geblieben, weil es ja Leute gibt, die das glauben und dargelegt werden sollte, dass es eben schon verboten ist. Hätte das auch gerne noch länger gesehen, aber war nun mal im Print – und da ist nicht mehr Platz.

    3: Ist ne nette Idee. Allerdings halte ich es nicht für wünschenswert, dass man Computerspiele mit brutalen Sportarten assoziiert. Ich mag mich irren, doch es wäre doch besser, wenn man bei Videospiele an Schach (Strategiespiel) oder vll. Ticker (bei nem Deathmatch) denkt.

    4: Das war vielleicht etwas ungeschickt. Ja. Es ging wie gesagt vorrangig um eSport (vgl. Einstiegsfrage) und da habe ich dann diese Äußerung gemacht. Im eSport ist die Frage, was man braucht ja auch durchaus sinnvoll. Ab von diesem Feld wäre die Aussage aber vielleicht sogar inhaltslos: Wer entscheidet, was Kunst braucht und was nicht? Kann man diese Aussage überhaupt treffen?

    5: Unser Ziel war zunächst, den AAW von der Verbotsforderung abzubringen – und das ist uns ja geglückt. Mit „Kuschelpädagogik“. Ich für meinen Teil bin ganz froh, dass wir diesen harten Kritikern (vgl. Verbot von Spielen, „die dazu dienen Menschen zu ermorden”) doch relativ sachliche Worte entlocken konnten. Ob das nun langfristig klug war, diese Möglichkeit größer aufzuräumen verstreichen zu lassen, wird sich zeigen.

  35. @Booomboy
    Dem kann ich nur zustimmen, seit Anfang der 80iger wird auf Spiele/r und Industrie eingetreten und wir begegnen dem nur mit Freundlichkeit und Kuschelstunden aber damit muß endlich Schluß sein, das VDVC muß sich trauen auf dem Tisch zu hauen und klar Stellung beziehen und darf davon auch nicht abweichen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *