WoWler besser als ihr Ruf?

(FAZ) „Killerspiele“, schlechte Noten und Komasaufen. Medienberichte propagieren regelmäßig, dass sich diese Faktoren gegenseitig bedingen, wobei „Killerspiele“ – wie selbstverständlich – am Anfang der Problematik stehen sollen. David Garpenstahl – Veranstalter der weltweit größten LAN-Party – kann hier mit interessanten Fakten aufwarten:

„Eine Untersuchung des schwedischen Gesundheitsamts hat aber gezeigt, dass zum Beispiel die Spieler von World of Warcraft im Durchschnitt besser in der Schule sind und weniger Alkohol trinken als ihre Altersgenossen. Das ist genau das Gegenteil von dem, was die Medien oft berichten.“

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29 Gedanken zu “WoWler besser als ihr Ruf?

  1. Diese Studie sollte man allen Pfeiffers dieser Welt ins Gesicht prügeln. (Auch wenn ich kaum glaube, dass das irgendwelche Wirkungen hat, weil diese Studie ja GARANTIERT von der Spieleindustrie gefördert wurde – wenn das nicht bewiesen werden kann, dann war es halt eine heimliche Unterstützung und umso verwerflicher…)

  2. Jahaaa WoW vielleicht ABER Counterstrike, GTA und Call of Duty sind dafür umso schlimmer, denn UNSERE Studien besagten EINDEUTIG… *auf Hetzer mach*
    .
    Glaub‘ ich sollte beim Kölner Aufruf mal als Pressesprecher anheuern. Den Quatsch, den die dort verzapfen kriege ich auch hin. Und dann werde ich sie unterwandern und schließlich wenn ich genügend belastendes Material gesammelt habe, lass‘ ich die Bombe platzen und die Öffentlichkeit wird erleuchtet sein. :D

  3. @Crusader
    naja… easy. Du behauptest dann einfach, dass interne Studien gefälscht wären und alles verlieren ihren doktortitel wegen straftat… *fiesgrins*

  4. Schöne Studie!
    Aber wir kennen es ja, dass DEUTSCHLAND mit HETZSTUDIEN kommt, wärend das AUSLAND durch WAHRE WISSENSCHAFT erleuchtet wurde!

  5. @Raknar: So einen hatte Pfeiffer diesen Frühjahr schon mal bei sich. Die Idee klingt gut, also Crusader, schieb alle Probleme in deinem Leben auf die verdammten Spiele, dann wird man dich mit offenen Armen empfangen.

  6. Ich finde zwar auch, dass das Ergebnis der Studie mal eine nette Abwechslung darstellt, aber ich würde das Ergebnis nicht als 100% wahr einstufen. Es gibt immerhin auch Studien, die das Gegenteil besagen (darunter natürlich auch seriöse), welche man um der objektiven Betrachtung Willen nicht außer Acht lassen sollte.

    Höhstwarscheinlich ist die Realität irgendwo zwischen den Ergebnissen der gegenteiligen Studienpole angesiedelt…

  7. @Darvatar. Ich finde deinen Einwurf gut, auch mich stört, dass es keine Quellen dazu gibt. Was WoW angeht… es kommt drauf an wie, welches addon usw. Je nach Zeitpunkt und art und weise des spielens (bin ich der pvp typ, spiel ich eher lieber eine rolle oder lege ich nur mit gleichgesinnten den bösen endgegner). Natürlich ist Dauerkonsum eines der Folgen davon und die sind bekanntlich nicht gut, weil Zeit zum lernen fehlt. aber darüber hinaus hab ich noch was für euch:
    „IBM hat in Zusammenarbeit mit dem Softwarehersteller Seriosity eine Studie durchgeführt, bei der man feststellte, dass die Nutzung von Online-Rollenspielen zur Ausbildung von Eigenschaften führt, die auch für die Führung eines Unternehmens benötigt werden. “
    quelle:
    http://winfuture.de/news,32654.html
    http://www.seriosity.com/leadership.html

  8. es freut mich, dass als reaktionen auf diese studie hier mehr gepostet wird, als begeisterte zustimmung. ich habe mir in letzter zeit sorgen gemacht, dass wir nun auch den letzten rest objektivität aus unserer sichtweise verlohren haben. die reaktionen auf diese studie vertrösten mich allerdings wieder ein wenig.

    @D-Story: aber obacht. IBM und softwarehersteller sind beides firmen die im endeffekt aus mmorpgs provitieren. somit sind die ergebnisse dieser studie mit unter fraglich. Eben diese fragwürdigen Gründe aus denen Studien durchgeführt werden kritisieren wir bei spielegegnern. Wünschenswert wäre es doch, wenn wir dann selber auf derlei dinge acht geben.

  9. und wie wir ja mitlerweile wissen dürften, hat sie uns von vorn bis hinten verarscht!
    also die frau ist bei mir jetzt total unten durch!

  10. @Hejoba
    hmmm. Inwiefern gibt es da einen Zusammenhang zu WoW? Natürlich kann man (irgendwie) davon ausgehen, aber mir fehlt irgendwie der Missing Link dazu.

    @WoW Aber ehrlichgesagt kann ich es schon nachvollziehen wieso dies so ist. Früher hatte man beispielsweise 40er raids in dem Spiel. Die Raidleiter mussten Leute einteilen, eine MitstreiterStruktur aufbauen. dieser hatte andere Leute für andere Gruppen eingeteilt. Über Teamspeak wurden Komandos vom Raidleiter an die anderen Leiter gegeben die diese an ihre Leute weitergaben. Da spiegelt sich nunmal irgendwann Führungsqualität wieder. Unter anderem gab es auch in Spiele wie UO bestimmte ressourcen die man sich herstellen konnte/musste, weil diese zu teuer waren. So musste man aus Schaffen Wolle herstellen, von Bäumen Holz erstellen usw. Diese konnte man dann weiterverarbeiten oder verkaufen usw. Irgendwann entwickelt man auch dabei ein gewisses Potential das Zeug immer billiger zu holen, teurer zu verkaufen usw. Das sind meiner Meinung nach nunmal Dinge, die vom Prinzip her nicht zu unterschätzen sind.

  11. Pingback: Tweets die Stigma Videospiele » Blog Archive » WoWler besser als ihr Ruf? erwähnt -- Topsy.com

  12. WoWler sind besser in der Schule? Hab ich bei mir gegenteilig festgestellt. Aber ich hab zum Beispiel auch festgestellt, dass ich im Englisch-Leistungskurs auf 15 Punkten (Bestnote) stehe, nachdem ich ein Jahr in einer multinationalen Gilde gespielt hatte.

  13. Vorsicht. Aus dieser Studie den Schluß zu ziehen, dass WOW die Ursache für die besseren Schulleistungen sei, ist Demagogie a la Pfeiffer und co. (nur mit umgekehrtem Vorzeichen)

  14. Wobei ich schon glaube, dass man auch gutes aus WoW in die Realität anwenden kann.
    Mein English ist zwar nicht durch WoW besser geworden, aber seiddem ich (glaube 1997 fing es an) Shooter spiele, die ich damals schon nur auf englisch hatte, ist mein Englisch besser geworden.
    Es kommt eigentlich nur auf die Dauer des Spielens und was man sonst noch macht, wenn man nicht spielt, an.
    Wenn ein Jugendlicher vor und direkt nach der Schule bis zum Schlafengehen WoW zockt, aber sonst nichts macht, dann sackt der Jugendliche natürlich von den Leistungen her ab.
    War bei mir damals nicht anders, als ich nur gezockt habe.
    Wenn man aber Grenzen aufgezogen bekommt und nach der Schule erst einmal Hausaufgaben macht und lernt, kann man mit ruhigen Gewissen zocken.
    Dafür brauche ich keine gefälschten Studien von den Pfeiffers,Weiss und Hopfs, dass ist für mich Lebenserfahrung.

  15. @Joba
    Nein, denke auch nicht dass es so ist, dass diese besser sind. Gelernt werden muss so oder so. Es ist klar, dass deine Englischkentnisse besser werden, wenn du Dich mehr mit der Sprache befasst.
    Ich denke auch, dass es auf das Alter der Person drauf ankommt und dass die Leistungen ein Nebeneffekt sein könnten. Wenn man z.B. 14 wäre und in einem mmorpg in eine Gesellschaft mit ü20 Leuten kommt, passt man sich dementsprechend an und lernt vom Verhalten der anderen auch dazu. Es muss ja keine Wunder bewirken dass sich der 14jährige dann wie ein 20jähriger Verhält, könnte aber zu einem besseren Verständniss zu seiner Umwelt führen und ein paar wichtige Dinge ernster nehmen. Das ist hinsichtlich dessen auch nur eine Theorie, genau wie diese Studie (meiner Meinung nach :p).

  16. @Raknar
    „Crusader: Tu so als wärst du ein geläuterter Ex-Suchti. Mit viel Rumgejammer und so. Kommt immer an.“
    .
    Oder die Mittelalter Variante: Den falschen Göttern (Spielen) abschwören und um Absolutaion flehen…ach ja und natürlich eine Stange Geld an die entsprechenden Leute zahlen. ;)

  17. Bei Politikern habe ich auf jeden Fall das Gefühl, dass die nur deswegen gegen Games hetzen, weil sie von ihren „Interessentengruppen“ dafür bezahlten werden einen „unliebsamen Konkurenten“ aus dem Weg zu räumen.

  18. @D-Story: da eine belobigung von wow auch für andere mmo geltend gemacht werden kann. somit kann sich nun jeder softwarehersteller der mmo rausbringt sich mit dem lorberkranz der Managmet förderung schmücken. (denn für kritiker sind die meisten mmo ja eh alle gleich. gut möglich, dass Seriosity, wenn auch nur indirekt, von derartigen spielen profitert. sei es weil blizzard teile ihrer software nutzt, oder weil einiege ihrer programme für systemstabilität inerhalb von spiele servern sorgt, oder oder oder.
    Der nutzen von IBM ist da schon etwas deutlicher: der durchschnittliche Büro-PC-User braucht nicht viel leistung. word geht auch auf nem 2000er usw. gamer hingegen kaufen sich immer den neusten schnickschnack *auf mein notebook schiel^^* diese in einer studie in ihrem hobby zu bestätigen hilft IBM somit, da sie so auf mehr interessenten hoffen können.
    meine darlegung ist natürlich sehr grob und bedarf zum teil sicher auch inbetrachtziehung weiterer faktoren, aber dennoch sollte klar sein worauf ich hinaus möchte.

  19. @Hejoba
    hmm ich denke ich versteh Dich in der Sache. Es könnte sehr wohl eine Promotion sein. Nach mehr Lesen und etwas mehr Nüchternheit (grad peinlicherweise auf mich bezogen) hab ich gemerkt, dass diese tatsächlich mit Softwarelösungen und vor allem „Balancings“ werben. Als vertragliche Gegenleistung (natürlich schriftlich festgehalten, heute gang und gebe) zur Hilfe für gewisse Softwarelösungen, könnte man sich schon einen Namen machen.

  20. Ja, die Wahrheit liegt daziwischen, und die lautet wie folgt;
    es gibt einen geringen Effekt, der aber alleine keine bedeutende Auwirkung auf das fortwährende Leben des Betroffenen hat.

  21. Also ich weiß ja nicht wie man überhaupt von WoW süchtig werden kann, ich finds einfach langweilig. Aber Ok 11 Millionen Leute findens anscheind spaßig.
    Kann mir aber auch nicht vorstellen dass man durch WoW in der Schule besser wird außer in English (z.B. das Wort „interrupt“ hab ich zuerst in WoW gehört und dann in der Schule und konnte damit schon was anfangen).
    Wenn man natürlich statt seiner Hausaufgaben oder für nen Test lernt WoW oder CS spielt bekommt man natürlich schlechtere Noten. Und das ich in WoW Managertum üben kann glaube ich ganauso viel, wie dass ich bei Shootern das Ziele mit echten echten Waffen üben kann.
    Spiele haben minimale negative und positive effekte auf das reale (Berufs-)Leben, der aber nicht wirklich nennenswert ist.

  22. @gameztaker
    das ist mir auch schon oft aufgefallen, mit allen MMORPGs, die ich je gespielt habe;
    sie sind stocklangweilig.
    man hat weniger Aktion als beim Surfen!
    vielleicht macht aber gerade das den Reiz des Spiels aus:
    du musst nur schnell klicken können und viel Zeit haben.
    Du brauchst keine schnellen Reaktionen, keine ruhige Umgebung, keine Konzentration.
    Vor allem keinen Skill.
    Von den meisten Leuten, die MMORPGs spielen,(und die ich kenne) weis ich, dass sie in anderen Spielen wie CS, NFS, LFS und Konsorten einfach keinen Erfolg hatten.

  23. @Mystical13
    MMORPGs sind in der Tat keine reinen Actionspiele…da gehts natürlich wie bei allen RPGs um Charakterwerte, Story eine atmosphärische Welt usw.

    Anfangs haben MMORPGs allerdings wirklich eine sehr flache Kurve was den Schwierigkeitsgrad angeht. Das ist wohl so gemacht, um möglichst vielen Spielern den Einstieg zu ermöglichen. Im Endgame würde ich aber nicht behaupten man bräuchte keinen Skill. Ganz im Gegenteil zeigen sich da unglaubliche Unterschiede in den Leistungen der Spielern (trotz gleichen Equip). Und wo kommen diese Unterschiede her, wenn nicht durch Skill.

    Schnelle Reaktionen braucht man dort schon auch (siehe z.B. Videos von Arena Spielen mit Frostmage und Rouge), aber sie sind gewollt nicht so entscheidend wie z.B. in CS. In MMORPGs kommt es vor allem auch darauf an, seine vorhandenen Fähigkeiten richtig einzusetzen und sich weiter mit Theorycrafting auseinanderzusetzen. Theorycrafting meint z.B. beim Tank zu wissen wie wichtig Verteidigungswertung, Ausweichwertung, Waffenkunde usw. sind. Da gibts allein für Tanks seitenweise Guides nur bzgl. den ganzen Werten.

    MMORPGs sind eher eine Mischung aus mehreren Komponenten, insofern auch schwer im Schwierigkeitsgrad zu vergleichen mit anderen Genres. Ich hab z.B. davor lange Age of Empires 2: The Conquerors in Ligen gespielt, aber ich könnte jetzt nicht sagen, das wäre schwerer oder leichter als ein MMORPG gewesen, es war einfach anders.

    Ist natürlich auch zwischen den einzelnen MMORPGs sehr verschieden, z.B. in Warhammer Online ist der Einzelne Spieler eher nicht so entscheidend; dort gibts Schlachten wo schnell mal 150 Leute oder mehr aufeinandertreffen. Da zählt dannn die Koordination der ganzen Warbands usw.

    Am Ende sind die Genres einfach ziemlich unterschiedlich und schwer miteinander zu vergleichen, ähnlich wie man wohl auch schwer bewerten könnte ob man mehr Skill bräuchte beim Fußball, beim Schach oder Riesenslalom. ;-)

  24. Also das mit dem Skill, der in MMOs mangelhaft sein darf, das will ich auch bezweifeln. richtig gut WoW, EVE, AoC und vor allem GW zu spielen ist verdammt schwer. Ich würde nicht sagen dass es einfacher ist als z.B. CS. Es sind nur andere Fähigkeiten gefragt.

    Dass sie langweilig sind…. Naja, das mag mancher so sehen. Aber das gilt für Rollenspiele allgemein. Ich spiele z.B. zur Zeit Dragon Age: Origins, und da sind mehr „langweilige“ Gespräche drin als in allen MMOs zusammen. Trotzdem finde ich es nicht langweilig sondern genieße die stundenlangen Gespräche mit den NSCs.

    Und zur Förderung von Fähigkeiten: Wie schon andere hier gesagt haben, ja und nein. Es kommt darauf an WAS man in den Games macht (z.B. Gildenleiter/Raidleiter). Ich denke das ist auch das was die von den Studien meinen. Allerdings spielt es auch eine Rolle und WIE OFT man es macht, WIE VIEL ZEIT man damit verbringt und WANN man das tut. Davon hängt ab ob es was bringt oder eher schädlich ist.

    Aber auch ich warne vor der Monokausalität, die hier ein bisschen durchklingt. Das ist genau das, was wir bei den Spielekritikern und deren Studien immer bemängeln.

    Gruß
    Aginor

  25. Dieses Zitat.. . Mich nervt es, wenn ständig Ursache und Wirkung völlig zufällig zusammengewürfelt werden.
    Was braucht man um WoW spielen zu können? Geld. Als Jugendlicher am ehesten Taschengeld von den Eltern. Welche Faktoren beeinflussen u.a. den Erfolg in der Schule? Richtig, soziale Herkunft, GELD. Und natürlich besaufen sich Zocker im Durchschnitt weniger. Alkohol und Zocken, das sind beides Zeitvertreibe. Wenn man von dem einen mehr tut, bleibt für das Andere logischerweise weniger Zeit übrig.
    Das wäre ja wie wenn der Satz kommen würde: „Laut einer Studie wurde festgestellt, dass regelmäßige Käufer von Kondomen im Durchschnitt öfter Sex haben, als welche die keine kaufen.“

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