[Update] LAN-Verbot in Ettlingen?

(tauss) Nachdem in Karlsdorf-Neuthard der „Convention-X-Treme“ die Nutzung von „Killerspielen“ untersagt wurde,  könnte es auch für die Gamer in Ettlingen eng werden. Die Freien Wählern haben mit ihrem Stadtrat Jürgen Maisch beantragt LAN-Partys mit „Killerspielen“ zukünftig nicht mehr zuzulassen. Am kommenden Dienstag (08.12.09) soll über diesen Vorstoß in einer öffentlichen Sitzung beraten werden. Bereits im Vorfeld hat Jörg Tauss (Piratenpartei) das Vorhaben als eine Bevormundung von Erwachsenen kritisiert und Jürgen Maisch nahe gelegt den Antrag zurückzuziehen.

Zum Brief

Update

Auch der Grüne Jörg Rupp setzt sich gegen das angestrebte Verbot ein, bei dem es offenbar maßgeblich um Veranstaltungen in der Ettlingenweierer Bürgerhalle geht. Hier fanden bereits mehrfach LAN-Partys statt, ohne dass die Teilnehmer im Anschluss marodierend durch die Innenstadt zogen.

Update 2

Tauss berichtet, dass man sich bereits Donnerstag entschlossen habe den Antrag zuzückzunehmen. Man wolle stattdessen auf einen Dialog setzen.

47 Gedanken zu “[Update] LAN-Verbot in Ettlingen?

  1. Ich frage mich die ganze Zeit ob das alles überhaupt legal ist, ich würde sagen nein denn Erotikmessen, Waffenmessen, Filmbörsen, Autoshows und co. sind alle erlaubt und das ist ja wohl nichts Kindgerechtes.

  2. insert into Zitate( ‚LAN Verbot‘ , ‚Freien Wählern Ettlingen‘, ‚So ein Verbot!‘ , ‚Fakt ist: Pronomessen sind nicht so schlimm!‘, ’06/12/2009′ );

    *g*
    Happy Coding.

  3. Ich verstehe das auch nicht. Jörg Tauss spricht bloß von Populismus. Betrifft das kein Versammlungsrecht in Deutschland, sondern ist so wie eine Schießanlage: aber da sind doch bloß Computer? Welche Leute auch mitbringen? Dann deren Eigentum. Ein Instrument zur Kommunikation-Kennzeichnung-Kreativität – wenn ich mit einem Kugelschreiber wo hingehe kann man mir das in D Doch auch nicht verbieten, ungeachtet dessen was ich dort wo alles aufschreiben könnte…
    denkbarst problematisch

  4. Nachtrag: erinnere mich noch gut – früher im Jahr hat es geheißen: die Untersagungen könnten nur im Falle von Locations welche mit den jeweiligen Städten direkt was zu tun haben, in deren Besitz sind, ausgesprochen werden. Doch anscheinend ist dem überhaupt nicht so – außer ich hab da jetzt was total verpeilt

  5. @Pyri

    Versammlungsfreiheit gibt es nur für Ansammlungen, die auf die öffentliche politische Meinungsbildung einwirken wollen. Bei einer LAN will man dagegen im Grunde nur zocken. Inwiefern die neben der Stadt gehörenden Hallen auch private Eigentümer treffen wollen, ist eine gute Frage. Möglicherweise wird man durch das Ordnungamt die Veranstaltungen untersagen können, weil sie die öffentliche Ordnung – das Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden (guten Sitten) – gefährdet.

  6. Gut war nicht gerade nett was ich schrieb aber es war die Wahrheit, in Deutschland hat das Alter das sagen und das lässt leider nicht mit sich reden und wenn man bedenkt was die zu uns sagen war meine Aussage noch richtig nett. Frage mich warum man immer auf Verbote setzen muß haben wir Deutschen das nötig und warum haben die Betroffenen kein Mitspracherecht.

  7. Es geht doch nur um Macht und Geld!
    Die Politiker wollen Macht und diese kriegen sie durch diese Scheinheiligkeiten und diesen gespielten Rollen „wir sind doch alles so brave Menschen; Wir sind Christen und tollerieren „alle“ *hust* usw.“ und von der anderen Seite kriegen eben jene Politiker von „Interessengruppen“ Geld, um einen „unliebsamen Konkurrenten“ aus dem Weg zu räumen.
    Ich glaube wir sollten darüber nachdenken, ob und wie man gegen solche Methoden der Hetze beim EU-Hauptgericht vorgehen könnte [edit by admin]

  8. Solange der Kampfbegriff „Killerspiele“ immer noch nicht verbindlich definiert ist müsste ein solches Verbot eigentlich hinfällig sein. Die bisherigen Absagen waren ja reine Willkürakte, die sich die Städte nur erlauben konnten, weil ihnen die betreffenden Hallen gehören. Dass diese Willkür jetzt zur Agenda gemacht werden soll ist geradezu undemokratisch.

  9. @Rey Alp
    Da es meines Wissens noch nie zu irgendwelchen Ausschreitungen und/oder sonstigen Problemen im Zusammenhang mit einer LAN gekommen ist, sehe ich nicht, dass irgendwo einfach das Ordnungsamt einmarschieren und solche Veranstaltungen untersagen kann. Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man mit nichts anderem als dem Verweis auf irgendwelche „guten Sitten“, die dadurch angeblich gestört würden, vor dem BVerfG derart massive Begrenzungen der Freiheitsrechte durchsetzen kann. Jugendschutz oder ähnliche Erwägungen greifen ja bei einer Veranstaltung nicht, zu der nur volljährige Personen Zutritt haben. Und dass etwas wirklich mehr oder weniger mit der einzigen Begründung, es würde den Stadträten geschmacklich nicht so zusagen, verboten werden kann, kann ja wohl in einem angeblich freiheitlichen Rechtsstaat echt nicht sein.
    Persönlich betrifft es mich zwar nicht, da ich mich nicht für LANs interessiere, aber trotzdem würde ich es sehr begrüßen, wenn irgendjemand von den Veranstaltern oder Besuchern genügend Zeit, Geld und Nerven hat, das entsprechende Verbot ernsthaft gerichtlich prüfen zu lassen… wenn man nie anfängt, sich gegen solche Willkür zu wehren, hat man irgendwann verloren, ohne je gekämpft zu haben.

    Mit einer Laserdrom-Anlage ist sowas m.E. nicht zu vergleichen – eine Stadt kann es einem ja z.B. auch untersagen, irgendwo in der Nähe einfach einen Vergnügungspark oder ähnliches aufzubauen. Größere stationäre Anlagen würde ich daher nicht mit Versammlungen wie einer LAN-Party gleichsetzen. Wenn jemand zufälligerweise einen kompetenten Anwalt kennt, dessen Fachgebiet irgendwie zum Thema passt, kann er ja mal nachfragen… eine professionelle juristische Einschätzung des Ganzen wäre wirklich mal sehr interessant. Wir können hier ja nur spekulieren.

  10. @Squeely

    BVerfGE: „Unter „öffentlicher Ordnung“ wird die Gesamtheit der ungeschriebenen Regeln verstanden, deren Befolgung nach den jeweils herrschenden sozialen und ethischen Anschauungen als unerläßliche Voraussetzung eines geordneten menschlichen Zusammenlebens innerhalb eines bestimmten Gebiets angesehen wird.“ Kurz: Die „guten Sitten“.

    http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv069315.html

  11. @Rey Alp
    Ja. Aber wenn selbst das Spielen von offiziell zugelassenen, zum Verkauf freigegebenen Videospielen dagegen verstoßen soll, kann man mit einem solchen Schwammparagraphen alles und jedes verbieten. Und bevor man soetwas stillschweigend akzeptiert, sollte man daher doch erstmal gerichtlich abwägen lassen, was im konkreten Einzelfall schwerer wiegt, oder etwa nicht? Es ist ja nun nicht gerade so, dass persönliche Freiheiten nirgendwo im Grundgesetz vorkommen würden… ;)

  12. Also wenn das Gelände der stadt gehört kann die auch die Lanparty dort verbieten. Der Casinobesitzer kann ja auch einen guten Systemspieler rauswerfen lassen, weils sein Gebäude ist.
    Obs sinnvoll ist, darüber lässt sich streiten, aber wenns das Gelände der Stadt gehört, darf die das rechtlich auf jeden Fall (bin aber kein Jurist).

  13. naja das mit dem casinobesitzer würde ich nicht als „legal“ bezeichnen!
    klar, es ist sein gebäude, aber es ist für ab eine bestimmte altersgruppe öffentlich.
    ich kann mir nicht vorstellen, dass ein casinobesitzer einen sehr guten spieler einfach nur deswegen rauswerfen und ihm ein hausverbot auferlegen kann, ohne gute gründe zu haben.
    ein guter grund wäre eigentlich nur, wenn der gute spieler ein betrüger ist, der irgendwie cheatet.

    zu Jörg Rupp,
    der scheint mir zumindest tolleranter zu sein als viele andere aus der Politik.
    er gibt zwar selbst zu, actiongames und shooter nicht zu mögen, aber sie nur wegen des „eigenen geschmacks“ zu verbieten hält er für nicht rechtens.
    zudem machte er da noch auf was anderes aufmerksam:
    http://www.joergrupp.de/583/die-waffenlobby-hat-gewonnen/

  14. sry für doppel:
    wow!
    das hätte ich wirklich erwartet nicht, aber freuen wir uns nicht zu früh, noch kann da plötzlich eine stadtratssitzung kommen und alles ruinieren.

  15. @gameztaker
    Ich bezog mich auf Rey Alps Befürchtung, eine Stadt könnte auch bei in privaten Hallen veranstalteten LAN-Partys diese mittels Ordnungsamt unterbinden… und das kann und will ich mir einfach nicht vorstellen.

    Bei stadteigenen Hallen wäre es aber auch interessant zu wissen, ob sie auch ohne Angabe anderer Gründe als den Verweis auf diese ominöse „öffentliche Ordnung“ Veranstaltungen untersagen können, die gegen keinerlei Gesetze verstoßen. Zumal, wenn sie in der Vergangenheit bereits ohne negative Vorkommnisse stattgefunden haben. Keine Ahnung… kann ich mir aber auch noch eher vorstellen als das Untersagen von LANs in privaten Räumlichkeiten.
    ————————–
    @Sebiroth
    Gute Nachrichten. :)

    Weiß eigtl jemand, auf welche „Sachverständigenanhörung im baden- württembergischen Landtag mit tatsächlichen Experten auf dem Gebiet der Medienwirkungsforschung“ sich Jörg Tauss bezieht? Hab ich da eine wichtige News verpasst? Wurden da etwa ernstzunehmende Wissenschaftler gehört und nicht nur die üblichen Populisten?

  16. Pingback: Tweets die Stigma Videospiele » Blog Archive » [Update] LAN-Verbot in Ettlingen? erwähnt -- Topsy.com

  17. „Hier fanden bereits mehrfach LAN-Partys statt, ohne dass die Teilnehmer im Anschluss marodierend durch die Innenstadt zogen.“
    Gibt es Fälle bei denen das so ist? Ich meine da sind doch Fußballspiele in der Hinsicht gefährdeter und die versucht niemand zu unterbinden.

    Da bin ich mit Herrn Taus einer Meinung: Ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot brauchen wir nur für solchen populistischen Unfug wie diese Forderungen.

  18. @Murray XVII
    Nein bisher gab es noch keine Gewaltausschreitungen, Randale, Lärm, Pöbeleien oder sonst irgendwelche Auffälligkeiten und das betrifft das In und Ausland gleichermaßen.

  19. Auch wenn der Antrag zurückgezogen wird, werden wir mit einigen Leuten vom VDVC auf der Gemeinderatssitzung Präsenz zeigen und die Gelegenheit nutzen, die ehemaligen Antragsteller aufzuklären. Wir hatten ja ohnehin schon alles vorbereitet, hier einzugreifen.

    Der Antrag hätte am ende aber wahrscheinlich am Ende die Antragsteller in die größte Erklärungsnot gebracht. Zumindest wenn der inhaltlich auf dem Niveau des BNN-Artikels darüber war: Der steckte mal wieder voller falscher Behauptungen, die selbst der größte Spielehasser nach Richtigstellung nicht mehr leugnen kann.

  20. @Patrik Schönfeldt
    Das freut mich das Sie und der VDVC vor Ort sein werden und bin gespannt drauf was Sie von dort zu berichten haben werden.

  21. Bei Herrn Rupp hatte ich ein Posting hinterlassen

    Hallo Herr Rupp,
    Ich begrüße Ihre Entscheidung und Ihre Einstellung gegenüber anderen “Dingen”, wo ich mir wünschte, dass andere Politiker und “Wissenschaftler” *hust* ála Pfeiffer und Spitzer diese Einstellung auch hätten.
    Es scheint bei einigen Persönlichkeiten immer noch der Glaube zu herschen “Videospiele sind Kinderkram=ergo müssen auch alle Videospiele für Kinder und Jugendliche geeignet sein”.
    Doch wie auch einst das Fernsehen und die Musik sich den unterschiedlichsten Geschmäckern und Altersgruppen angepasst haben, so haben auch die Videospiele das gleiche getan und sich auch dementsprechend angepasst.
    Doch wie auch Sie in Ihrem Brief erwähnen, dürfen Schützenvereine und Jägerschaften weiterhin mit Waffen hantieren, wo auch Kinder/Jugendliche ab 14 Jahren Eintritt erhalten (so habe ich das zumindest einmal gehört).
    Günther Beckstein aus der CSU wollte sogar erreichen, dass schon ab 12 Jahren Kinder in Schützenvereine eintreten dürfen, was aber wohl zum Glück abgelehnt wurde.
    Doch was mich auch immer wundert ist sind die Storys die nach schlimmen Amokläufen über Videospiele verbreitet werden.
    Die schlimmsten Amokläufer mit den meisten Opfern, Erfurt und Winnenden, sollen sich per PC zum Meisterschützen ausgebildet haben, so zumindest will man es uns allen glauben lassen.
    Aber das gerade diese beiden Amokläufer seid langer Zeit in Schützenvereinen trainieren und von professionel ausgebildeten Personen betreut werden, wird unterdrückt.
    Auch der “Expertenkreis Amoklauf Winnenden” zeugt von seiner “bestechlichkeit und dummheit”.
    Es waren nur “Experten” *hust* vorort, die aus der Waffenlobby stammen (Jägerschaften,Schützenvereine,Bund deutscher Sportschützen,Polizei usw.) und es wurden nur “Wissenschaftler” *hust* angehört, die irgendeine Verschwörung des Militärs hinter den Videospielen suchen (Weiss,Hopf usw.)
    Von der Videospielbranche war nicht eineinziger Mensch da, auch keine anderen Personen die sich mit diesem Thema neutral beschäftigt haben.
    .
    Im Prinzip kam dieser “Expertenkreis” der Gesinnung der “Innenministerkonferenz” vom 5.Juni 2009 gleich!
    Dort haben, bis auf 2 Innenminister, alle für ein sofortiges Paintball und Killerspielverbot plädiert, aber beim Waffengesetz hieß es “das Waffengesetz ist streng genug”.
    .
    Hier wird klar, dass sich sowohl selbsternannte Experten wie auch Politiker nicht mit Videospielen und dem bereits extremen und Grundgesetz feindlichen Gesetzen beschäftigt haben, sondern nur ihre Polemik spielen lassen.
    So lange solche Personen für derartige Themen zuständig sind, werden wie nie eine Lösung für alle finden und erst recht werden nie eine Lösung finden können, die Amokläufe in Zukunft wirklich verhindern können.
    .
    Ich mag kein Fussball, dennoch akzeptiere ich es und jeden der es mag.
    Das gleiche gilt auch für Schützenvereine+Sport, Bier+Schnaps, Zigaretten und Brokkolie.
    Sowas nennt man Tolleranz, was uns allen seid beginn unseres Lebens eingetrichtet wird, und es ist richtig und wichtig!
    Komisch ist aber, dass das Parteienbündnis “UNION”, was sich so auf “Christliche Werte” stützt, was alle Menschen zur Tollerenz gegenüber anderen Menschen aufruft, beim Thema Videospiele mit Hasstiraden und Hetzkampagnen gegenüber Entwicklern und Spielern von Videospielen zeigt.
    .
    Zum Thema Jugendschutz:
    Erst kürzlich habe ich in einem Geschäft einen Vater mit seinen beiden Söhnen, schätze die waren um die 12 oder 14 Jahre, bei den Videospielen gesehen.
    Einer seiner Söhne wollte ein Spiel mit einem “USK AB 18? haben, glaube das war Mafia.
    Ich stellte mich nur daneben und sagte ihm: das Spiel ist ab 18 Jahren!
    Er guckte mich verdutzt an und sagte: Woher wollen Sie das wissen?
    Darauf sagte ich nur: unten links in der Eckte steht es.
    Er wusste nicht das bei Videospielen es auch Altersbegrenzungen gibt, woher auch?
    Kaum einer ausser den Spielern selbst wissen das es die USK gibt und Videospiele auf deren Inhalten prüft.
    Was fehlt ist einfach!
    Werbung und Aufklärung.
    Werbung im TV, so wie es z.B. diese Klick oder Safe tun.
    Bei den Videospielenregalen fehlen leider auch deutliche Hinweise auf die Alterseinstufungen.
    Aber das kostet ja alles Geld und manche Politiker wollen es sich nicht mit ihren “Interessengruppen” verschärzen, wenn sie solche Maßnahmen unterstützen würden.
    Vorallem aber auch, weil das Jugendschutzgesetz dann funktionieren würde, wenn alle wissen würden, dass es das gibt und das die Einhaltung auch durch Testkäufer überprüft werden würde.
    .
    Dies sind so einfache Punkte, die bei den Politikern nie angesprochen werden, weil es kaum welche gibt, die sich trauen würden, für Videospiele eine neutrale Position zu beziehen, aus Angst davor, öffentlich als “Bestochen” von Kollegen hingestellt zu werden.

    @Patrik Schönfeldt:
    in dem Posting was ich bei Herrn Rupp hinterlassen habe, sind auch einige gute Punkte dabei die ihr vielleicht auch bei diesem „Treffen“ ansprechen solltet.
    Ich war schon ziehmlich erstaunt, als ich da am vergangenen Freitag da diesen Vater mit seinen beiden Knirpsen gesehen habe und er ihnen „fast“ Mafia gekauft hätte.
    Und nirgendswo hingen irgendwelche Dinge über USK-Altersfreigaben, und das in allen Geschäften die Games anbieten (Expert,MegaCompany,MediaMarkt,Karstadt).

  22. @ Booomboy
    Sehr interessante kurze Geschichte die du da in den Post gepackt hast. Diese beweißt ma wieder dass die Größe der USK-Aufdrucke eigentlich unerheblich ist (ok der unterschied zwischen ganz klein hinten drauf (vor ewigen Zeiten) und bissl größer vorne aufm Cover macht schon nen Unterschied), sondern vielmehr massiv Werbung und Aufklärung betrieben werden muss. Die Leute müssen endlich lernen, dass Videospiele wie auch Filme Altersklassifizierungen unterliegen die nicht zu ignorieren sind.

    Ich persönliche finde, dass Herr Rupp eine vorbildliche Position einnimmt und es schade ist, dass es nicht mehr solcher Politiker gibt die unser Hobby in allen Facetten zumindest akzeptieren können.

  23. @Boomboy: Da zeigt sich wieder was wir alle immer sagen: Wenn bestehende Gesetze eingehalten werden ist alles in bester Ordnung.

    Wenn aber Kinder ihre Eltern wegen der Unwissenheit selbiger dazu bringen können einfach ein Game mit roter Plakette zu kaufen (kann übrigens nicht Mafia gewesen sein denn das hat laut Wikipedia eine blaue^^ ist ja auch egal) oder wegen Verkäufern die sich denken „Ob der das weiß ist mir scheißegal Haupsache das Zeug wird verkauft“ kann das einfach nicht funktionieren.

    Beim Kauf von Medien über einer Einstufung von 12 (also 16 und 18) sollte der Verkäufer darauf hinweisen dass es diese Einstufung gibt.
    Wenn Käufer das vorgeschriebene Alter hat und das Medium für sich und für eine Person für die dieses nicht geeignet ist kauft ist alles OK (+ falles er vorher davon nichts wusste weiß er es von da an).

    Wenn es jedoch jemand wie dieser Vater ist würde er höchstwarscheinlich das Medium nicht kaufen.
    Natürlich müsste bei allen Kunden die man vom Alter her nicht einschätzen kann oder die zu jung aussehen auch eine Persokontrolle machen aber ansonsten wären die Gesetze wieder ein Bisschen sicherer durchgesetzt.

    Klar kann eine zu junge Person einen ältern vorschicken um an das Medium zu kommen aber das Selbe gilt für Zigaretten und Alkohol.

  24. @Boomboy
    Das erlebe ich auch hin und wieder mal, ich erkläre den Leuten dann immer was die Zahl im bunten Kasten in der linken Ecke des Frontcovers bedeutet, die sind dann immer erstaunt dachten sie doch das alle Spiele für Kinder seien, eigentlich ist es aber Aufgabe des Handels den Kunden zu sagen das es eben nicht nur Kinderspiele im Sortiment hat und das die Zahlen eine Bedeutung haben.

  25. Edit-PS: Ich habe die Erfahrung gemacht das im groben Schnitt 7 von 10 Eltern das betreffende Spiel nicht mehr kaufen (Und die Kinder manchmal eine ziemliche Schnutte ziehen oder motzen aber auch das tun nicht alle).

  26. @Rey Alp
    Ach so. Danke für den Hinweis!
    @Doktor Trask
    Das kann ich auch hier aus Österreich nur bestätigen, wo ja nichts so gut geregelt ist wie in D. Kann als BeobachterIn etwas zu sagen dabei auch gar nicht empfehlen, will man nicht unhöflich angeblafft werden :-(

  27. ganz ehrlich frage ich mich, warum das Verbot erlaubt ist.
    Solange keinem Minderjährigen Einlass gestattet wird, ist nichts an der Veranstaltung zu finde ich nichts an der Veranstaltung, was illegal wäre, weshalb ein Verbot doch eigentlich auszuschließen sein dürfte.

    Die Frage ist, was wir dagegen tun können.
    Und soweit ich das sehe, gibt es nur eine Möglichkeit; klagen.
    Wir können Demos machen, soviel wir wollen.
    Wir können Streiken, soviel wir wollen.
    Man kann uns immer ignorieren.
    Aber wenn, dann müssen wir wenigstens dafür sorgen, dass wir unseren Willen durchsetzen können, OHNE an irgendwelche gesetzlichen Grenzen zu stoßen.

    Hier würde auch der Verweis auf dargestellte Gewalt nicht mehr ziehen, schließlich laufen Flime wie Saw in den Kinos, ohne das es auch nur den kleinsten CSU-Futzi stören würde. Und das ist legal, da nur Erwachsene die Filme sehen können.

    Und da sind wir wieder bei unserem Problem.
    Als DVD bekommt man die Filme wesentlich leichter. Und mit Glück auch als Minderjähriger.

  28. @Pyri
    Das mit den aggressiven Ton kenne ich, das kommt zwar nicht so oft vor aber wenn dann reagieren meistens die Leute so von denen man das eher nicht erwarten würde. Nichts destotrotz haben die meisten Kinder und Jugendlichen ihre Killerspiele aus dem Internet als Raupkopie, das war schon in den 80iger nicht anders, da gab es zwar kein Internet aber unzählige Tausch und Verkaufsangebote in den Zeitungen. Und es ist schon deutlich besser geworden beim Handel, früher bekam man in jeden Laden alles was man wollte, da wurde nicht groß gefragt wie alt man ist und so harmlos bei der Gewaltdarstellung waren die Spiele auch früher nicht sie sahen halt nur schlechter aus und man brauchte hin und wieder etwas Fantasie um was zu (vermeintlich) erkennen. Schwarze Handelsschschafe und unbedachte Eltern wird es immer geben allerdings kann und darf das neben einen persönlichen Geschmack nicht als Gesetzesgrundlage dienen.

  29. Hachja, LAN-Verbote, pah! Das ich nicht lache! Es wurden ja schon Gefängnisstrafen für Spieler gefordert, da schocken mich doch LAN-Verbote nicht mehr, ich bin ja einfach jeden Tag froh, das nicht irgendein uniformierter Idiot bei mir die Tür eintritt und mich einfach abführt und Lebenslang einsperrt, weil gerade irgendein anderer, nicht sonderlich uniformierter, aber nicht viel klügerer Mensch das beschlossen hat.

    Aber mal so ganz am Rande: Alle Gesetze der BRD müssen nach mehreren grundsätzen entwickelt/gebildet werden. Einer davon betrifft die Verhältnismäßigkeit. D.h. eigentlich müsste man auf diesem Wege die Gesetze auf rechtlichem Wege bekämpfen können, auf deren Grundlage unser Hobby systematisch zerstört wird.

    Ich frage mich zB: Steuer auf „Alkopops“, ist das rechtens? Entsteht so nicht eine unverhältnismäßige Wettbewerbsverzerrung, denn ob die Kids nun Vodka mit süßem brei zusammen kaufen oder den Vodka und das süße Zeug getrennt, es läuft auf das gleiche hinaus.

    genauso fraglich sehe ich den Sinn einer „Spielesteuer“, warum sollten Produkte für Erwachsene verteuert werden, damit Kinder nicht illegal an das Produkt herankommen?! Vollkommen sinnlos.

    Ich frage mich da immer wieder, wenn gewisse „Forderungen“ aufkommen, welche verschiedenste konstruierte Zusammenhänge betreffen und wenn daraus dann auch noch Gesetze werden, warum der Gesetzgeber:
    1) so blöd ist und gegen seine eigenen Grundsätze verstößt
    2) nicht realisiert wird, dass das Gesetz unfug ist
    3) man gegen sowas nicht vernünftig klagen kann

    Das riecht für mich alles nach Willkür, wie man sie in Dikataturen vermuten würde, aber doch nicht in einem demokratischen Rechtsstaat?!

  30. Schnell nachstoßen, und fordern das in Zukunft auf Musikfesten keine „Negermusik, die von den Amis erfunden wurde um die Jugend zu verderben“ gespielt wird.
    Damit könnte Ettlingen zur „Hauptstadt der Bewegung für einen besseren Jugendschutz“ werden !

  31. Am besten gegen Fussballtuniere protestieren, weil dort viele Menschen durch Wettmanipulationen um ihr Geld gebracht und weil es beim Fussball immer wieder zu Schlägereien kommt.

    @El Konsolero,
    ich war eigentlich da, weil ich mir eine Nortonlizenz kaufen wollte und die Programme im gleichen Gang aufgestellt sind wie die Videospiele.
    Und da kam mir das schon verdächtig vor, wie der Vater da alle möglichen Titel in die Hand nahm, die ihm die beiden Jungs erzählt haben.
    Hinweise zu USK-Logos sehe ich bei den Geschäftigen in meiner Stadt keine.
    Nur bei Expert gibt es hinter der Kassiererstation an der Info einen kleinen DINA-4 Zettel mit den Erläuterungen, das wars aber auch schon.

    @Peter,
    dann gib uns dazu mal alle nötigen Informationen zu dieser Sache.

  32. Pingback: Dernières (mauvaises) nouvelles d’Allemagne - .:: Rock Elite Crue ::.

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