Marktkauf bewirbt „Killerspiel“-Boykott

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(twitter) Als Reaktion auf den Amoklauf in Winnenden haben Anfang des Jahres verschiedene Supermarktketten „Killerspiele“ aus den Regalen genommen oder gleich ganz aus dem Sortiment gestrichen. Neben Filialen von Media Markt und Galeria Kaufhof hat sich auch Marktkauf an der Aktion beteiligt. Nun bei twitter aufgetauchte Fotos zeigen, dass man es nicht bei den Boykott von „Killerspielen“ belässt sondern auch offen Stellung bezieht.

Bereits im Oktober sind, wenn auch ohne fotografischen Beleg, erste Berichte über diese Aktion aufgetaucht. Bei den ersten Augenzeugen ist diese Vorgehensweise ersichtlich auf wenig Verständnis gestoßen:

„Damit setzt Marktkauf in der Tat ein Zeichen: Auf der anderen Regalseite gibt es Filme (auch FSK 18) und Erotikfilme. 5 bis 6 Regalreihen weiter gibt es Alkohol mit allen nur erdenklichen Alkoholkonzentrationen im Getränk. An der Kasse gibt es Tabakwaren in allen Farben und Formen. Also warum das Ganze? Nun, solange man mit dem realen Leid von Menschen […] echtes Geld verdienen kann und mit so einer niederen Hetze sein Image reinwaschen kann […] ist doch alles super.“

66 Gedanken zu “Marktkauf bewirbt „Killerspiel“-Boykott

  1. @Murray XVII
    Sehe das ähnlich. Das einzig konsequente währe, wenn solche Läden ihr komplettes Spielesortiment auflösen. In den Medien wird ja, wenn eine Hetze betrieben wird, so gut wie jedes Spiel als K-Spiel dargestellt – außer vielleicht Spiele, wie Ferien auf den Reiterhof u. ähnliche.

  2. Die Aktion ist dämlich, sehr schade sowas. Allerdings ist sie ne freie Meinungsäußerung und damit vollkommen rechtens. Aber MaSus Idee ist super, das ist ein guter Weg.
    Ist aber sehr schade dass es außer uns offensichtlich kaum jemandem auffällt dass die Filme noch rumliegen etc.

  3. bei solchen Reaktionen scheinen die wirklich zu meinen „Killerspieler“ seinen ein „Verbrechen“ in der Stufe mit „mord“, „vergewaltigung“ und „Kindesmissbrauch“ „ebenbürtig“. Normalerweise geben sich händler neutral

  4. ramsio, schreib einen kleinen Text in dem du vernünftig deine Ablehnung gegenüber dieser Aktion äußerst und wirf den Text in den Kummerkasten an der Information in dem Markt in deiner Nähe.
    Das bringt mehr als hier… ich sage mal… unterstellungen zu äußern, die weit über die zugegebenermaßen schäbige Aktion hinausgehen!
    ;)
    Ich werde auch den neuen Marktleiter damit noch nerven (müssen). Denn ich finde es ziemlich blöd, wenn Marktkauf meint, eine ganze reihe Kunden so dämlich zu verärgern… ~20mio Gamer sind keine Minderheit.
    Langfristig ist das so, als würde man einem breiten Kundenstamm von weitem schon den Stinkefinger zeigen sich dann wundern, dass Kunden irgendwann spürbar wegbleiben :(

    Ich find das Schade, denn es geht bei der ganzen Sache schlussendlich um Arbeitsplätze!

  5. @Rey alp
    Ich kann deine Bedenken schon verstehen da man ja heute als kleiner Angestellter nichts zu melden hat (In aller Regel) aber ich denke maSu ist sich der Gefahr bewußt und würde bestimmt nicht *nerven gehen* wenn es um seinen Job gefährlich stehen könnte.
    Was dei Kummerkästen angeht der Inhalt wandert eigentlich immer ungelesen in den Müll, ist halt so, die Meinung des Kunden interessiert nicht wirklich sein Geld aber schon eher. (Ich spreche hier auch aus Beruflicher Erfahrung)

  6. @Booomboy
    „hmm kann man dies nicht als “diskriminierung einer branche” und “aktiver beitrag einer Schmutzkampagne” vor Gericht ziehen?
    Würde sowas in einem Laden bei mir in der Stadt hängen, würde ich es fotographieren und sollte mir einer mit hausverbot kommen, würde ich mit Anzeige wegen den beiden oben genannten Gründen drohen und vielleicht Warnzettel über den Laden verteilen.“

    Nein da weder eine Einzelperson noch eine Personengruppe direkt angegriffen wird (Deshalb dufte ein gewisser Politiker uns Gamer auch als Kinderschänder bezeichnen etc.).
    Wenn das Fotografieren innerhalb und Außerhalb des Laneds (Ladeneingang) nicht gestattet ist darf der Inhaber Hausverbot erteilen dieses Recht hat er.
    Mit den Warnzetteln würdest du Probleme bekommen da es ein direkter *Angriff* an den Laden wäre (Rufschädigung etc.).

  7. @Rey: ich jobbe da neben dem Studium, mein Studium endet noch dieses Jahr, Diplomarbeit wurde eben fertig gestellt, noch ab zur Druckerei, damit die das binden usw ;) Und da ist meine sorge um meinen Job eher „gering“ und es ists mir auch wert. Im Markt kennt schon jeder diese Gespräche mit mir ;) auch der alte Marktleiter.
    Ich denke jeder sollte vernünftig sagen können, was er für richtig hält, auch gegenüber dem Chef. Das Risiko ist zwar da, aber in meinem Fall ist es gering, ich bin seit fast 10 Jahren da beschäftigt ;)

  8. Um diese Aktion ad absurdum zu führen, sollte man sich dort im Kummerkasten beschweren und schreiben: „Gestern auf ARD wurde behauptet, World of Warcraft sei ein Killerspiel. Warum wird das hier weiterhin verkauft?“

  9. Ich glaub nicht umbedingt, dass sie deswegen mehr Kunden bekommen, vielleicht kommen ein paar mehr unwissende (im Bezug Killerspiele) Eltern in den Laden, aber jeder richtige Gamer wird den Laden nun für den Spielekauf meiden. So haben eher weniger Kunden als vorher.
    Das die aber die 18er Kriegs- und Gewaltfilme (wo man sich doch über ein Kriegsspiel aufregt) drinlässt ist auch irgendwie unverständlich. Die Erotikfilme, Tabak, Alkohol hat aber nicht viel damit zu tun, so können sie auch drinne bleiben.
    Naja ich kauf mir Spiele eh meist über Internet, war auch noch nie innen Marktkauf weils sowas bei uns garnicht gibt.

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  11. Also echt mal! Das kann ja wohl nicht wahr sein. Und wenn man fürs Foto Hausverbot kriegt, scheiß ich drauf. In so einen Laden geh ich eh nicht mehr rein. Da gehe ich liber zum professionellen Spielehändler meines Vertrauens.
    Boykottiert Marktkauf!

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