Das Killerspiel „World of Warcraft“

wow_gore

(Das Letzte) Gestern Abend wurde von der ARD um 21 Uhr eine Reportage über den Amoklauf in Winnenden gezeigt. Da weder Trailer noch Klappentext sonderlich verdächtig erschienen habe ich auf einen Programmhinweis verzichtet, man muss ja nicht gleich jeder Produktion der Öffentlich-Rechtlichen pauschal unterstellen bei der Darstellung von gewaltdarstellenden Videospielen Fehler zu machen, glaubte ich. Doch nach den ersten Berichten von Zuschauern hat man dem Faß mal wieder den Boden ausgeschlagen.

Ab der 35. Minute wird es grausig. Bereits bei den einleitenden Worten weiß ein Gamer nicht ob er Lachen oder Heulen soll. Nicht nur, dass das MMORPG „World of Warcraft“ nach erstmaliger Bezeichnung als „Killerspiel“ in der Bild nun auch durch die ARD zum „Killerspiel“ geadelt und in einer Reihe mit „CounterStrike“ und „Call of Duty“ genannt wird, auch die Gewaltdarstellungen in diesen Spielen würden den Rahmen sprengen:

„Direkt neben dem Stuttgarter Landtag haben sie einen Container aufgestellt. Sie sammeln Killerspiele wie „World of Warcraft“, „CounterStrike“, „Call of Duty“. Spiele, bei denen die Fetzen fliegen – Menschenfetzen, immer realistischer in der Darstellung. Man kann sie beim Aktionsbündnis abgeben, damit sie vernichtet werden.“

Ich muss zugeben, dass ich im Moment meine Zeit eher mit älteren Spielen wie „Victoria“ verbringe, aber weder in „World of Warcraft“ noch in „CounterStrike“ habe ich die realistische Darstellung herumfliegender Menschenfetzen gesehen. Selbst in der recht comichaften „Leichenexplosion“ des Todesritters in „World of Warcraft“, die die Reporter wahrscheinlich genausowenig wie das restliche Spiel kennen, sind „Menschenfetzen“ nur schwer auszumachen. Ob es im neusten „Call of Duty“-Teil möglich ist Menschen zu zerfetzen weiß ich nicht, im Vorgänger war dies nur in der unzensierten Version möglich – bei der in Deutschland zum Verkauf freigegebenen blieben die Körper ganz. Selbst wenn es in „Modern Warfare 2“ abtrennbare Körperteile geben sollte, wäre aber zumindest über den Inhalt von „World of Warcraft“ und „CounterStrike“ etwas sinnentstellend berichtet worden. Im neusten „Call of Duty“-Teil „Modern Warfare 2“ kann man ebenfalls keine Menschen zerfetzen, so dass die Beschreibung auf keines der genannten Spiele zutrifft.

Über die natürlich schlechte Darstellung der Spieler, bei der übrigens der VDVC unterschlagen wurde, möchte ich nicht viel Worte verlieren. Man hat offenbar die unbeholfesten Stellungnahmen die man finden konnte in einen noch unvorteilhafteren Zusammenhang eingebaut. Mit Patrik Schönfeldt vom VDVC wäre ein eloquenter Gamer anwesend gewesen, der dem Reporter aber offenbar nicht ins Konzept passte und deshalb im Beitrag nicht auftaucht. Der angebliche Standpunkt der Spieler, deren Vergleich der AAW-Containersammlung mit Bücherverbrennnungen als völlig unverständlich dargestellt wird:

„Was es gibt muss auch erlaubt sein, lautet das schlichte Motto.“

Ich selbst war leider nicht vor Ort, aber nach meinem Wissen ist der VDVC der Meinung, dass es auch bei Videospielen Grenzen geben muss. Darüber hinaus sollte man auch nicht vergessen, dass es in Deutschland schon ein Verbot von gewaltverherrlichenden Spielen gibt. Dieses Motto ist angesichts der aktuellen LAN- und eSport-Verbote auch etwas zynisch, so kämpfen Gamer im Moment eher dafür erlaubte Handlungen vornehmen zu dürfen.

Zum Abschluss muss auch ein weiterer Mythos über „Killerspiele“ genährt werden. Ich selbst möchte nicht völlig ausschließen, dass das US-Militär versucht hat Videospiele zur Senkung der Hemmschwelle von Soldaten einzusetzen. Aber eine Quelle für diese Behauptung ist mir nicht bekannt und wird mir auch bei Nachfrage per Mail nicht mitgeteilt. Der einzige Ansatzpunkt ist dieser, der mit dem Vietnamkrieg aber etwas zu früh angesiedelt ist, um sich auf Ego-Shooter wie „Doom“ beziehen zu können. Hier die Aussage des Jugendpsychologen Thomas Fuchs in voller Pracht:

„Die amerikanische Armee benutzt solche Killerspiele um die Leute auf das Schießen vorzubereiten. Warum? Weil sie festgestellt haben, wenn man da nicht drauf vorbereitest ist, dann hat man eine große Scheu dann auch in Kriegssituationen auf andere Menschen zu Schießen und man kann tatsächlich – das ist gut belegt – das runtertrainieren, in dem täglich mit Computern schießt […]. Das heißt die eigene Hemmschwelle kann ich runtertrainieren.“

Für alle, die sich den Beitrag antun wollen (ab der 35. Minute), hier der Link:

Video

75 Gedanken zu “Das Killerspiel „World of Warcraft“

  1. „Wer viel spielt spielt in der Regel auch aggressive Spiele…..“
    Ist das den so !?!?
    Was ist wenn man viele Simulationen oder Strategiespiele spielt !?!
    Oder Fußballfreunde, bei denen standartmäßig ein Fußballspiel in der Konsole liegt ;)
    Und was sind eigentlich „aggressive Spiele“ ??
    Gehören Fußballspiele, Rennspiele (NFS,..) und überhaupt Sportspiele da auch dazu ? ;)

  2. I’d like to pick up the transcript of the video. It’ll be easier for a French translation (I don’t have the material to add subtitles to a video).

    If someone can give me a link or (and I know I ask a LOT !) make the transcription for me, I’d be grateful.

  3. „Zum Abschluss muss auch ein weiterer Mythos über “Killerspiele” genährt werden. Ich selbst möchte nicht völlig ausschließen, dass das US-Militär versucht hat Videospiele zur Senkung der Hemmschwelle von Soldaten einzusetzen.“

    Immer die gleichen Mythen… Wie oft will man das wiederkaufen?
    Nach meinen Recherchen hat das US-Militär tatsächlich versucht, u.a. mit Modidifkationen von Doom die Hemmschwelle zu senken bzw. das Töten zu tranieren. Sie scheiterten daran.
    Die folgenden Videospiel-Projekte befassten sich mehr mit Taktik-Shootern. Vor allem mit Rainbow Six: Rogue Spear wurde viel gearbeitet.
    Auf Basis dieser Erfahrungen entwickelte das Militär ein eigenes Trainingsspiel, genannt Full Spectrum Command. In diesem Spiel kann man nicht mal mehr selbstständig schießen. Man erteilt Befehle und muss sich vollständig auf die Taktik konzentrieren.
    Das Spiel erschien modifiziert als Full Spectrum Warrior. Die Verkaufsversion wurde etwas straffer, schneller und actionreicher gemacht, da FS Command zu realistisch und somit langweilig war (zB brauchen Rauchgranaten viel länger, um sich zu entfalten). Das Spielprinzip blieb aber gleich: Taktisches Vorgehen durch Befehle austeilen.
    Man erkannte dort also, dass Computerspiele wesentlich effektiver darin sind, taktisches Denken, Teamplay, Agieren in Stresssituation, hohe Auffassungsgabe etc. zu trainieren, als die Soldaten „abzuhärten“ oder die Hemmschwelle fürs Töten runterzusetzen.

    Die Ergebnisse des US-Militärs mit Computerspielen sollten also eher dafür herhalten, wie untauglich diese „Killerspiele“ zur Vorbereitung auf oder zum Training von Gewalttaten sind – und wie sinnvoll diese Spiele für andere Fähigkeiten genutzt werden können.

  4. Arrr! Wieso?? Wiesoooooo muss ich für diese Shice GEZ zahlen??
    .
    Um mal Faith aus Mirror’s Edge zu zitieren: „There is no news, just advertising.“

  5. @Killerraubmordspieler

    Ich habe zu „Marine Doom“ Hartmut Gieselmann und (*schauder*) das ZDF als Quelle, dass man nicht die Hemmschwelle senken sondern nur Gruppentaktiken einüben wollte. Bei „Full Spectrum Warrior“ sollte afaik das Handeln im Team beim Häuserkampf geübt werden, wurde aber nicht, weil das Spiel die Erwartungen nicht erfüllt hat.

    @Hejoba

    Die Quellenangabe sollte jedem zu denken geben^^.

  6. Pingback: Tweets die Stigma Videospiele » Blog Archive » Das Killerspiel “World of Warcraft” erwähnt -- Topsy.com

  7. Das ist wieder diese Fehlerhafte berichterstattung. Leider kann man heute jeden „Experten“ vor die Linse stellen und der behauptet unbelegbares Zeug.

    Aber interessant das ein großes Problem von den Spielern(ich behaupe einfach mal es sind welche) im gespräch bei dieser Kontainer Aktion angesprochen wurde, aber der Beitrag gar nicht darauf eingeht. Endlich haben sie mal die Möglichkeit zu zeigen:“Eltern, die Sticker mit der Zahl geben das Mindestalter des Konsumenten an“. Aber nein, lieber wieder eine unhaltbare Aussage nachschieben. Ich finde ja nicht gut wenn so etwas passiert, aber in kleinen Schritten die Eltern dazu bringen das sie mal was verstehen ist alle male besser als nur vom Schrecken zu berichten.

    ARD/ZDF sind leider recht beratungsresistent und geben keine weiteren Informationen wie Quellen usw raus. Bisher ist nie einer meiner Briefe beantwortet worden, ich wüsste nicht mal von einem anderen Menschen der eine Antwort erhalten hat. Somit kann man eigentlich froh sein das die Videos bei denen nach einer Woche vom Server gehen.

  8. In World of Warcraft fliegen „Menschenfetzen“. Wenn man Kadaverexplosion von dem DK an einem „Menschlichen“ Kadaver macht zb. Jedoch so übertrieben und Comichaft in riesen Brocken das es nicht wirklich gewaltätig wirkt sonder eher lustig. ^^

    LG :X

  9. Ich denke, dass der VDVC bewusst nicht erwähnt wurde, um einer angemessenen Darstellung unserer Seite bewusst zu entgehen. Ich wurde an besagtem Tag über längere Zeit auch vom SWR interviewt, dabei ist das Fernsehteam ungeduldig, fast unfreundlich geworden, weil ich mir partout keine Äußerungen habe in dem Mund legen lassen. Mehrfach versuchten sie mir zu entlocken, der Reiz an einem Spiel sei „möglichst brutale Gewalt“. Dagegen konnte ich aber mit Fakten argumentieren.
    Dass der VDVC unterschlagen wurde und die Piraten in den Mittelpunkt gerückt, steht vielleicht damit in Verbindung, dass die (leider noch medial sehr unerfahrenen) anwesenden Piraten dem Bericht gelegene Aussagen gemacht haben. (Der VDVC hat die Aktion organisiert und angemeldet, die Piraten waren Teilnehmer.)

    Interessant finde ich auch, dass dem AAW zugeschrieben wurde, auf die Spieler zu zu gehen. In Wirklichkeit aber wurde mir unter Strafandrohung(!) untersagt, mich dem AAW zu nähern und auch der engagierte private Sicherheitsdienst spricht nicht unbedingt dafür, dass Gespräche erwünscht waren. Die ersten Gespräche fanden übrigens mit betroffenen Eltern statt, die gemerkt hatten, dass ihre Furcht vor uns Spielern unbegründet war. Diese sind in der Tat zu uns gekommen: Ich war durch den (anfangs) für mich persönlich abgestellten Streifenwagen etwas eingeschüchtert und bin brav an meinem Platz geblieben.

    Abschließend: Medien sind ein Spiegel der Gesellschaft. Wem nicht gefällt, was er zeigt, und daraufhin dem Spiegel die Schuld zuschiebt, der macht einen Fehler. Das gilt übrigens nicht nur für das AAW und Verbote von Actionspielen. Viele Menschen glauben das, was hier im Fernsehen dargestellt wird. Auch schon vor diesen Sendungen. Es muss ja auch jemanden geben, der diese hanebüchenen Vorurteile ins TV bringt. Solange sich ein Sozialwissenschaftler findet, der von „Abtrainieren der Hemmschwelle“ spricht, läuft etwas falsch. Er würde sicherlich nicht auf die Idee kommen, dass Soldaten durch Bewegungssport ihre Hemmschwelle senken – obwohl ja angeblich Actionspiele und Sport ganz ähnliche Reaktionen im Gehirn hervorrufen (diese Analyse von Botenstoffen im Gehirn habe ich übrigens vom AAW gehört).

    Der Beitrag war in vielen Bereichen gut recherchiert. Das Team hat da offenbar viel Zeit hinein gesteckt. Ich wünsche mir für die Zukunft, dass sich die Zuständigen auch mit Spielen beschäftigen, wenn sie darüber berichten – und nicht nur auf ihre Vorurteile zurückgreifen. Dass hier keine Recherche statt fand, belegt die Aussage über WoW auch für Leihen mehr als deutlich. Leider glauben viele Menschen (auch Reporter) diesen Vorurteilen und wollen sich daraufhin auch nicht mit Spielen auseinandersetzen, weil sie diese tatsächlich fürchten(!).

  10. schlimm ist es schon! wow wird immer realistischer! ist schon hart, wenn in einer völlig realen umgebung, wie zum beispiel im „auge des sturms“ (pvp-gebiet im weltall), orks, tauren und trolle gegen gnome, zwerge und nachtelfen mit total realistischen waffen, wie zauberstäben, kämpfen! da sind vor allem die sanitäter (heiler), zB druiden in baumform, mit ihren extrem realistisch dargestellten heilzaubern gefragt!

    Vor allem die extreme gewaltdarstellung ist moralisch nicht vertretbar, da sie fast relistischer als in der realität ist! Onyxia (groooßer Drache, Boss) nimmt dazu stellung: „Es ist einfach nur schlimm! Massenweise bis an die zähne bewaffnete leute greifen mich aberhunderte male am tag in meiner instanz an! Wenn ich dann auf qualvollste weise meine 4,8 millionen lebenspunkte verloren habe, „looten“ die mich auch noch! und das nur wegen den items!“

    fazit: wer da noch wow von der realität unterscheiden will, muss sich schon gewaltig anstrengen! Blizzard kündigt an, dass wow mit dem nächsten addon „cataclysm“ NOCH realistischer wird! die banken, wo spieler bis jetzt noch ihre gegenstände sicher lagern konnten, werden der realität angepasst, sodass man nun auch sämtlichen wertsachen verlieren kann, wenn die bank fehlinvestiert. passend dazu wird hordenführer thrall die möglichkeit haben, kurz vor der pleite stehende gilden mit gold auszuhelfen.

  11. Habe mir den Bericht auch angesehen… In den letzten 10 min kahm dann wieder:“ Mit solche Spiele wird im amerikanischem Militär schon lange die Hemmschwelle der Soldaten herabgesetzt…“ Naja… jeder „Dokumentation“ über dieses Thema läuft immer nach Schema „F“ ab…

  12. Des deutschen Michels Gebühren bei der Arbeit. Und für solchen Mist wollen sie demnächst PC-Besitzern ohne Fernseher auch noch das dreifache abknöpfen.

  13. Ich fand den Film ganz gut, natürlich ausgenommen des Spiele-Teils. Positiv fand ich die Fokussierung auf die Opfer, nicht auf den Täter, die wichtige Rolle der Berichterstattung (Heroisierung vermeiden) und die Erfolge im Waffengesetz. Man merkte, dass zum Thema Spiele jedoch gar nicht bis kaum recherchiert wurde – Oder… *Verschwörungstheorie* bewusst durch Sätze wie „Killerspiele wie World of Warcraft“ Eltern „wachgerüttelt“ werden sollen, schließlich ist es eins der meist verkauften Spiele und in der öffentlichen Diskussion zumeist kritisch beäugt.

    @Patrick: Du durftest ja als Organisator den VDVC-Stand nicht verlassen, folgte nicht daraus die Strafandrohung?

  14. das US-Militärargument finde ich das genialste überhaupt. Denn besonders das US-Militär ist ja für seine Besonnenheit und Realismus bekannt (*cough* The Men who stare at Goats *cough*), also wenn *die* was machen, muss das ja Hand und Fuß haben!
    Dabei wäre es doch eigentlich Skandal genug die Realität wiederzugeben: nachdem sie erkannt haben, dass Egoshooter bei Jugendlichen populär sind, brachten sie mit America’s Army ein Propagandaspiel heraus, das in jedem anderen Land wohl den Rücktritt des Verteidigungsministers nach sich ziehen würde.

  15. @Patrik Schönfeldt
    Also es gibt doch einen großen Unterschied zwischen Fiktionen und Nachrichten oder halt solchen Reportagen. Die einen sind kreativer Ausdruck, die anderen sollen doch für eine Übermittlung von Sachverhalten stehen???
    Während in ersteren etwas mehr oder weniger neues geschaffen wird, wird in letzteren aus einem Pool genannt Realität ausgewählt, gewichtet und bewertet. Eine neutrale Berichterstattung sollte dabei doch möglich sein oder bleiben, das geht in anderen Ländern schließlich auch. Hier – bei diesen Fragen – jedoch scheinen mir schon stets dieselben Denkmuster bezüglich Gewaltdarstellungen vorzuliegen. Gewaltdarstellungen als Gewalt betrachtet. Punkt. Keine andere Bedeutung für möglich gehalten – eine Beschäftigung oder Auseinandersetzung damit nicht nur für unnötig gehalten, sondern gar für verwerflich – sorry, aber wenn dann noch etwa darauf eingegangen wird und zum Beispiel gesagt: ok, das und das, oder dieses und jenes, „muss“ wirklich nicht sein – sei „unnötig“ oder so – dann wird sich daran nie etwas ändern.

  16. hat jemand bemerkt, dass in dem Beitrag sogar zu sehen ist, wie das Kamerateam die Videospiele, welche für die bisher bekannten Berichte über die Container-Aktion „eingeworfen“ wurden, wieder mitnimmt?!
    Das ist wichtig, dann hier wird dann endgültig klar: Die Spiele wurden sogar von der Preisse mitgebracht.

    Und der Rest ist wie immer öffentlich-rechtlicher Müll.

  17. GROSSMAN, GROSSMAN, GROSSMAN… immer und immer wieder………
    AAAAAAAAARGH! Dave GROSSMAN… wie gut, dass ich vor einiger Zeit mal was zu ihm geschrieben habe (resp. den folgenden Artikel vor ein paar Tagen zu einer anderen Meldung hier):

    Er ist der Fixpunkt für die Behauptung, dass das US-Militär Computerspiele zum Schiesstraining und zur Desensibilisierung seiner Soldaten verwenden würde.

    D. Grossman ist kein erntzunehmender Wissenschaftler, denn er liefert in seinem Buch [Grossman, Dave / DeGaetano, Gloria (2002): Wer hat unseren Kindern das Töten beigebracht? Ein Aufruf gegen Gewalt in Fernsehen, Film und Computerspielen. Stuttgart] keinerlei wissenschaftliche Belege für seine Meinungen, es ist pure Traktätchenliteratur, ein Pamphlet. Es ist keine wissenschaftlich fundierte Studie, sondern beinhaltet hauptsächlich die persönlichen Eindrücke und Erfahrungen eines ehemaligen Militärpsychologen und Leutnants der U.S. Armee und seiner Co-Autorin: Die werden nicht müde, ihre Meinungen als Fakten zu kolportieren, aber bis dato liefern sie dafür keinerlei Beleg, da ihre Werke ohnehin nicht durch nachprüfbare Quellen brillieren; Grossman ruht sich quasi auf dem Umstand aus, dass er ehemaliger Militärpsychologe ist, weitere Argumente erachtet er nicht für nötig.

    Er behauptet, mit dem Aufkommen der Spiele mit Gewaltinhalten in den Sechzigern habe sich die Zahl der Gewaltverbrechen in den USA verfünffacht. Er unterschlägt aber, dass parallel zum Aufkommen des Genres der “Egoshooter ” die Kriminalstatistiken des FBI klar rückläufige Tendenz aufweisen. Zwischen 1992 (dem Geburtsjahr des Genres mit ‘Wolfenstein 3D’), und 2001 gingen die Gewalttaten um über 25 Prozent zurück, Morde gar um über 32 Prozent und schwere Körperverletzungen um fast 20 Prozent – dies nur als Bsp. inadäquater Korrelationen. Aber eine solche Argumentation ist ohnehin schon essentiell unwissenschaftlich.

    Außerdem lässt sich ihm das Gerücht zuschreiben, dass US-Militär trainiere seine Soldaten mittels Computerspielen im Umgang mit Waffen und reduziere durch sie Tötungshemmungen (bzw. konditioniere Tötungsreflexe). Aber: Was die Übertragung der (vermeintlichen) Konditionswirkung auf reguläre Spieler betrifft, so müsste ja hinter diesem Training eine Absicht der Spielemacher stecken. Schließlich leben unsere Kinder nicht in einem Orwell’schen Staat, mal abgesehen davon, dass die sog. Medienwirkungsforschung keinen einzigen beleg für so eine Wirkung liefern kann.

    Außerdem, entgegen D. Grossmans Behauptungen: Weder die Beherrschung von Handfeuerwaffen noch die Überwindung der Tötungshemmung wird im militärischen Training durch Computerspiele vermittelt, sondern allein die Wahrnehmungs-, Orientierungs- und Reaktionsleistungen, die in einem Kampfeinsatz erbracht werden müssen; die Enthemmung und die nötige Motivation haben noch alle Armeen dieser Welt stets separat besorgt. Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus sind Dave Grossmans Hypothesen durchweg abzulehnen.

    Dabei gibt es doch genügend Literatur zum Thema, wie das Militär Computerspiele tatsächlich einsetzt: Eben nicht zur Desensibilisierung von Soldaten. Eben nicht zum Schiesstraining. Das Militär benutzt Computerspiele z.B. zum Training taktischer Entscheidungen, Marine Doom war bspw. “successful in teaching repetitive decision-making on the ground.” [Stahl, Roger (2006): „Have You Played the War on Terror?“ In: Critical
    Studies in Media Communication; H. 23 (2), S.112-130, S.117]

    D. Grossman entwickelt in seinem Buch auch eine an Hysterie grenzende Weltverschwörungstheorie und bezeichnet alle, die seine Meinung nicht unterstützen, als “von der Gewaltindustrie ‘gekauft’” (S.11f.). Er unterstellt: “Wie bei Tabak und industrieller Umweltverschmutzung befasst sich die Gewaltindustrie systematisch mit einer verfälschten Darstellung der Auswirkungen ihrer Erzeugnisse” (S.14) und bezeichnet die Opposition explizit als Lügner. Ja, ein richtiger “Experte”…
    D. Grossmans simple Wirkungszusammenhänge stoßen bei Laien natürlich auf breite Zustimmung, da sie einfache Antworten auf gesellschaftliche Probleme liefern. Dabei spricht er Leser auffallend oft direkt an und bezieht dessen Kinder ebenfalls mit ein, um Angst zu schüren und persönliche Betroffenheit zu schaffen. Dass es Spiele für Erwachsene geben kann, negiert GROSSMAN, indem er sagt, dass das Wort Spiel selbst nahe legt, dass das eigentliche Publikum jung ist. Videospiele werden ihm zufolge entweder von Kindern oder besonders unreifen Erwachsenen gespielt. Biederer und weltfremder geht es kaum.

    Zu D. Grossman sei noch zusätzlich erwähnt, dass die Kritik an seiner Person gerade deshalb noch schwerer wiegt, weil er eine wissenschaftliche Ausbildung genossen hat und es eigentlich besser wissen müsste. Das zitierte Buch ist aber wegen der von mir aufgezählten Fehler und weiterer massiven Defizite nicht wissenschaftlich, sondern ein Traktätchen, ein Pamphlet. Die aggressive, pseudowissenschaftliche Agitation des Herrn Grossman in der Öffentlichkeit, kombiniert mit seinen wilden, dem Stand der Forschung und neutralen Fakten absolut widersprechenden Erkenntnissen ist es dann, was im Gesamtbild nur zulässt, dass man ihn als Wissenschaftler nicht ernst nimmt (ich könnte jetzt noch seine Profilierung und seine Verkaufsstrategien für seine “Killology”-Seminare oder den Umstand, wie der Herr an seine akademischen Grade gelangte, zerpflücken… aber nein).

    Im übrigen, um noch etwas absolut triviales zu äußern: Die primitive Idee, man könnte mit Maus und Tastatur oder einem Joypad den Umgang mit einer Waffe üben, ist so absurd, dass es auf keine Kuhhaut passt und kann von jedem, der Spiele spielt und Umgang mit realen Waffen hatt(e) qua eigener Erfahrung dementiert werden (also wohl von jedem Jäger, Sportschützen, Polizisten, Personenschützer, Soldaten, Wehrdienstleistenden etc. unter 35, der gemeinhin im Regelfall auch mal gespielt haben wird). Ohne behavioristischen Ideen ein Forum zu geben, aber ich selbst war trotz anderthalb Jahrzehnten Spieleerfahrung ein eher lausiger Schütze (außer mit dem MG3… ^^).

    Computerspielen fehlt die körperliche, die sinnliche, taktile Dimension und auch eine Steuerungsperipherie wie z.B. sog. “Lightguns” u.ä. vermindern nicht den gravierenden Unterschied zwischen Computerspielen und dem Training mit einer realen Waffe: “DARWARS would not replace field training. Nor would it teach what it feels like to patrol on foot through thick grass or take high g-forces in an aircraft, but it would give you repeated practice of what to look for and what to think about when doing such things. It would not reproduce the shock of a weapon going off 100 yards away from a soldier, but it would prepare our warriors’ minds with so many practiced instances of tactical thinking that even in shock they would instinctively know what to do.” [Chatham, Ralph E. (2003): A possible Future for Military Training.
    DoD Directorate for Freedom of Information and Security Review. Online Im Internet: , S.2.]

    Und Simulatoren, wie das AGSHP (Ausbildungsgerät Schießsimulator Handwaffen/Panzerabwehrhandwaffen) der Bundeswehr, sind wohl kaum als Spiel zu defninieren. Dieses ein paar zehntausend Euro kostende Simulationsgerät mit einem Computerspiel zu verwechseln, wäre schlichtweg absurd.

    Was ich sagen will: Jeder, der auf D. Grossman rekurriert und ihn direkt oder indirekt als Quelle anführt etc., der hat sich für die Debatte automatisch disqualifiziert. So kann man übrigens auch schlechtte Literatur sehr schön aussortieren, von Werner Hopf, über Rudolf H. Weiss, Helmut Lukesch bis hin zu Manfred Spitzer. Und wenn ein Thomas Fuchs so einen Unsinn absondert, wie er es getan hat, dann bezieht er sich entweder direkt auf einen D. Grossman oder einen seiner gerade erwähnten Wortverbreiter, resp. ähnliche Pseudowissenschaftler…

    Vielleicht noch etwas zur Desensibilisierung durch Medieninhalte (nur ganz kurz):
    Dahinter steckt die sog. Habitualisierungsthese…
    Thesenaussage ist, dass die Rezeption von Mediengewaltinhalten langfristig Empathie abbaut und Rezipienten Gewalt als reale Handlungsalternative bzw. normales Alltagsverhalten durch Habitualisierung akzeptieren (emotionaler Gewöhnungseffekt) und ggf. selbst adaptieren und
    anwenden.

    Diese These bietet aber keinerlei empirisches Fundament: Die Befundlage ist desaströs, die Habitualisierungsthese ist noch gar nicht angemessen untersucht Worden [selbst, wenn man den Zugang einer Medienwirkungsforschung (MWF) zur etwaigen Wirkung von Medien als adäquat erachtet]. Es gibt zwar eine Vielzahl von Studien, die im Titel auf die Habitualisierung hinweisen, doch der Abstumpfungsprozess gegenüber Mediengewalt muss im Grunde noch als nicht untersucht angesehen werden. Diese Feststellung ergibt sich grundlegend durch die qualitativ massiv unzureichende Forschung, insbesondere Validitätsprobleme – denn die einzelnen Ergebnisse der Studien weisen z.B. keine Vergleichbarkeit auf, so dass auch die Habitualisierungsthese – entgegen anderen Meinungen – nicht bewiesen ist. Zudem ergeben Gegenstudien, dass eine Habitualisierungswirkung ausgeschlossen sei. Von den grundlegenden Problemen der MMF, den Operationalisierungsproblemen der Stimuli und des angeblichen Empathieverlustes etc., fange ich erst gar nicht an.

    Dennoch feiert diese These eine permanente Hochkonjunktur (oft auch im Gewandt einer falsch verstandenen Lerntheorie), insb. bei Laien, also in den Massenmedien, bei Politikern, bei Durchschnittsbürgern, die so etwas beobachtet haben wollen (wie auch immer das möglich sein soll) und bei den erwähnten Pseudowissenschaftlern.

    Als Abschluss möchte ich Thomas Willmann zitieren:
    „Es gibt so etwas wie Lesekompetenz auch für Gewaltdarstellungen. Diejenigen, die mit den ästhetischen Konventionen einer bestimmten Schule von Gewalt-Ikonographie nicht vertraut sind, betrachten entsprechende Werke mit quasi ‚pornographischem‘ Blick – und unterstellen diesen auch dem Stammpublikum: Der dargestellte Gewaltakt wird als starkes Stimulanz wahrgenommen, das die Barriere zwischen Fiktion und Realität zu transzendieren scheint; das unmittelbare, körperliche Erregung hervorruft; das sämtliche Schutzwälle der distanzierten Betrachtung durchbricht. Diese Wirkung schwächt sich mit wiederholtem Ansehen einer speziellen Art von Gewalt-Ästhetik ab: Man lernt, mit der entsprechenden Darstellungsform umzugehen, ihren Inhalt nicht mehr als einzigen und unkalkulierbar starken Reiz zu empfinden. Es ergibt sich eine Normalisierung des Blicks, der gezeigte Gewaltakt wird zum Element in einem größeren, komplexeren Kontext. Das ist jedoch etwas anderes als ein ‚Gewöhnungseffekt‘ im Sinne einer Desensibilisierung – es betrifft nicht automatisch die Wahrnehmung von Gewalt an sich (und erst recht nicht realer Gewalt […]). Es ist gerade umgekehrt eine Sensibilisierung für die Regeln, Codes und Konventionen einer Darstellungsweise. Und vor allem ist es eine Sensibilisierung für die Fiktionalität der Darstellung. Oder zumindest ihre Medialität […]. […] Wir alle haben uns an den Anblick sterbender Menschen oder verhungernder Kinder in den Abendnachrichten zumindest soweit gewöhnt, dass wir diese Bilder – und auch sie gehorchen unausgesprochen genauen Abbildungsregeln – mit der überlebensnotwendigen Distanz sehen können. Das heißt nicht, das irgendjemanden von uns der reale Anblick eines sterbenden Menschen, eines verhungernden Kindes auch nur annähernd kalt lassen würde.“

    Im Gegenteil – so möchte ich anmerken – wäre eine immer gleich verstörte Reaktion auf die fiktive Gewalt, Heulkrämpfe, Panik entsetzen als Reaktion auf die immer gleiche Szene oder den gleichen medialen Codes folgenden Szenen, ja geradezu pathologisch.

  18. Lustig wie dieser Jugendpsychologe es nicht schafft ruhig und verständlich zu erklären, stattdessen ziehen sich seine Sätze so lang hin, dass er am ende selbst nicht mehr weiß, was er schon gesagt hat.

    @shane_fenton:
    Transkript 35:31 – 39:38
    Ich habe mir mal angemaßt die Sätze die nicht vom Sprecher kommen teilweise grammatikalisch zu berichtigen.
    .
    Auch die Tatkraft der Eltern und ihrer Freunde ist ungebrochen. Direkt neben dem Stuttgarter Landtag haben sie einen Container aufgestellt. Sie sammeln killerspiele, wie World of Warcraft, Counter-Strike, Call of Duty, Spiele bei denen die Fetzen fliegen, Menschenfetzen, immer realistischer in der Darstellung. Man kann sie beim Aktionsbündniss abgeben, damit sie vernichtet werden.
    Keine 200 Meter entfernt tönt es: Bücherverbrennung, Nazi-Symbolismus. Hier hat die Piratenpartei eine Gegenveranstaltung organisiert. Sie trommeln für die Spiele, bei denen es ums töten geht. „Was es gibt, muss auch erlaubt sein“ lautet das schlichte Motto. Der Andrang ist mäßig.
    Der Wortführer wird deutlich: „Mein Gott Amoklauf, ich finde das höchst populisitsch. Sie schieben den Amoklauf vor um Killerspiele zu verbieten. In Wirklichkeit haben die nur ein Problem, dass ihre Kinder fett werden, vorm Computer hocken, die Schule nicht schaffen und nicht rausgehen zu spielen. Und da sie die Killerspiele als Schuldigen ausgemacht haben, verbieten sie sie mit allen möglichen… versuchen sie mit allem möglichen Mitteln durchzusetzen, dass sie verboten werden. Und da ist denen auch ein trauriger Amoklauf mal ehrlich gesagt nicht zu schade.“
    .
    Eine Handvoll DVDs im riesigen Container nicht gerade ein Erfolg. Offenbar will sich niemand trennen von seinen Killerspielen. Doch damit haben die Eltern auch nicht gerechnet. Sie haben mehr erreicht, nämlich Öffentlichkeit geschaffen. Ihr Aktionsbündnis hat gelernt die Medien zu nutzen und Diskussionen anzustoßen. Sogar mit den Spielern selbst:
    Spieler1?: „Ich habe für sie einen Tipp, wo sie auch mal angreifen können. Gehen sie mal in die Kaufhäuser. Mir passierts öfter mal, ich steh im Mediamarkt an der Kasse und vor mir die Mutter mit dem Sprößling. Was legt man hin Counterstrike, Call of Duty. Der kurze ist vielleicht grad mal 14, 15. CS ist ab 16 freigegeben, Call of Duty, der 5er hat gar keine Jugendfreigabe. Da ist inzwischen so groß die rote Plakette drauf.
    Spieler2?: „Aber da müssen jetzt die Eltern auch eingreifen“
    Hardy Schober: „Ja das ist ja des wir wollen bessere…“
    Sie bohren dicke Bretter Die eltern mit ihrem Aktionsbündnis. Sie glauben das ihren toten Kindern schuldig zu sein. Sie wollen zum Umdenken beitragen, zur Ächtung von Gewalt.
    .
    An der Alberville-Schule spricht der Jugendpsychologe Thomas Fuchs über die Ursachen schulischer Gewalt, vom Mobbing bis zum Amoklauf, vor Schülern die selbst einen erlebt haben. Es geht um die Ursachen, um Mediennutzung und Computerspiele.
    Thomas Fuchs: „Und wer viel spielt, spielt in der Regel auch aggressive Spiele, das macht uns auch etwas sorgen“
    Thomas Fuchs war am Tattag selbst in Winnenden. Er behandelt Kinder, die immer noch traumatisiert sind und er beschäftigt sich seit 10 Jahren mit Amokläufen, mit dem Einfluss von Gewaltdarstellungen auf die Täter.
    Thomas Fuchs: „Und zum Beispiel ist es so, die amerikanische Armee benutzt solche Killerspiele, um sozusagen die Leute aufs Schiessen vorzubereiten. Warum? Weil sie festgestellt haben, wenn man da nicht drauf vorbereitet ist, dann hat man eine große Scheu, dann auch in Kriegssituationen auf andere Menschen zu schiessen. Und man kann tatsächlich, das ist gut belegt, das runtertrainieren, indem man täglich mit Computern schiesst sozusagen, auf irgendwelche Figuren, Monster und was es da sonst so gibt, kann man das einfach runtertrainieren. Das heißt die eigene Hemmschwelle kann ich runtertrainieren und das ist was… “
    Natürlich wird nicht jeder der Gewaltvideos anschaut zum Amokläufer, sagt er, aber Schüler die Konflikte haben, ihre Gefühle schlecht kontrollieren können, die stumpfen durch Gewaltkonsum ab. Schule fordert er deshalb, muss ein Ort des Hinsehens werden, muss Schutzraum bieten vor Gewalt.
    .
    Hoffe das hilft.

    @admins wenn das nicht hierher, sondern ins Forum gehört, entschuldige ich mich schonmal im vorraus.

  19. @Vicarocha
    Ich denke es geht eher darum, dass Gewaltdarstellungen grundsätzlich als überflüssig betrachtet werden – eben so wie reale Gewalt auch. Da soll demnach gar nichts gezeigt werden. Es wird dabei schon angedacht aus meiner Sicht, dass auf Darstellungen – welche trotzdem vorhanden sind sag ich mal – mit Betroffenheit reagiert wird/werden soll.
    Um das zu verstehen glaub ich, muss man sich auch auf das mitunter schwierige Terrain einer angenommenen Dichotomie zwischen Spaß und Ernst begeben. Das was letztlich ja abgelehnt wird ist Gewalt(darstellung) als Unterhaltung

    Was an dessen Stelle tritt oder allgemein(er) träte gilt es zu untersuchen für mich – mitgeteilt wird das für gewöhnlich ja aber nicht, höchstens in der relativierenden Form einer Negation: also was die Ablehnung von Gewaltdarstellungen DANN DOCH Nicht bedeuten soll – einen Hinweis darauf gab Rainer Fromm Ende 2007 beim CCC. Dessen Vortrag hieß schließlich sowas mit der Endung „… Freude, Eierkuchen“. Also das wolle er (Fromm) DANN Doch nicht vermitteln. „… Freude, Eierkuchen“, sondern etwas anderes: WAS Blieb er (positiv) naturgemäß schuldig mitzuteilen… Sagte lediglich negativ was er nicht haben wolle, eben die traditionellen Gewaltdarstellungen. Bloß Kriegsverbrechen sollten noch zusätzlich angemerkt nicht ausgespart werden, doch die Integration des Flughafenmassakers in MW2 Hat ihm der Stellungnahme bei Gamers-against-Rejection zu folge ja schonmal auch nicht gefallen, usw…
    Aus meiner Sicht sind diese nichtkommunizierten erwünschten Sachen das entscheidende, gerade auch in Hinblick auf eine Feststellung von „Kulturfaschismus“. „Kulturfaschismus“ so definiert, dass nur ein enger gesteckter, bestimmter Geschmack und ein so bestimmtes Empfinden erwünscht sind. Aber davon erfährt man für gewöhnlich ja nichts – leider :-(

  20. Zu so ner Scheiße kann man nichts mehr sagen.
    Ich frage langsam, ob es nicht vielleicht doch rechtliche Wege gibt, um die GEZ nicht mehr leisten zu müssen.
    Die Bild z.B. hab ich früher immer gerne gelesen, aber seiddem ich weiss was das für ein Schundblatt ist, spare ich die 60Cent für sinnvolleres.
    Und das gleiche müsste auch für die GEZ gelten!
    Wenn die ÖR nicht in der Lage sind ein wirklich modernes, objektives und sachliches Fernsehen zu produzieren, dann kann es nicht sein, dass viele Bürger ihr hart gearbeitetes Geld für diesen Scheiss ausgeben müssen.
    Ich denke da an das Prinzip von Mietern, die ihre Miete selbst verringern oder gar aussetzen dürfen, wenn der Vermieter seine Pflichten nicht nach kommt.
    Das gleiche muss doch auch für die ÖR gelten, da sie doch selbst einen Kodex haben der auf „sachlichkeit,neutralität und objektivität“ aufbaut.

  21. @ Booomboy

    Dann zahl doch nicht. Ziviler Ungehorsam hat die Mauer zu Fall gebracht und kann u.U. als heldenhaft in die Geschichte eingehen.^^ Tu es ( bzw Tu es nicht) auch du kannst ein Held sein und ich würde deinen Mut besingen^^

  22. Willst du mich irgendwie verarschen?

    Und wenn einer nicht zahlt, rufen die sofort ihren Anwalt an!
    Was man machen könnte wäre, wenn tausende von Leuten die Zahlung verweigern!
    1,100 oder 1000 sind für die nichts, aber ab 10.000 Leute wird das schon Wirkung in der Öffentlichkeit zeigen!
    Vielleicht kriegen dann auch wir Gamer mal ein paar Kameras vor die Augen und dürfen dann ganz gepflegt den pseudo-Journalismus der ÖR öffentlich anprangern.
    Also wenn du ,lanzelotz, 9998 Leute zusammenkriegst (ich habe uns beide schon einmal abgezogen), dann kann der GEZ-Boykott starten.

  23. Natürlich hat das US-Militär solche Spiele entwickelt um die Soldaten zu enthemmten Mördern zu machen.
    Warum hätte der Ami sonst diese Spiele erfinden sollen ?
    Und haben sie nicht schon vorher die Negermusik erfunden, um die Jugend zu verderben ? ;)

    @Patrick Schönfeld:
    1.)
    Wer oder was hat dir unter Strafe verboten dem AAW zu nähern ?
    -> Die Polizei ?
    -> Der vom AAW beauftragte private Sicherheitsdienst ?
    -> ein vom AAW beauftragter Rechtsanwalt ?

    Egal wer das getan hat:
    Hat der VDVC deswegen Beschwerde eingereicht ?

    Falls es der Private Sicherheitsdiens gewesen ist, solltet ihr euch bei der Stadt Stuttgart darüber beschweren.
    Wenn der AAW innerhalb der Bannmeile des Landtages einen privaten Sicherheitsdienst – oder einen Rechtsanwalt – dazu verwendet andere Bürger einzuschüchtern und zu vertreiben wäre dies ein Skandal erster Güte.

    2.)
    Laut deinen Angaben hat der SWR versucht dir Worte in den Mund zu legen.
    Habt ihr das auf Video aufgenommen ?
    Angesichts der Art und Weise wie Frontal 21 und Panorama mit Fakten umgehen kann man jeden der den Medien ein Interview gibt raten auf einen Mitschnitt – und wenns mit Handykamera ist – zu bestehen um notfalls gerichtlich gegen unwahre Behauptungen oder verdrehen von Tatsachen vorgehen zu können.
    Ebenfalls kann man solche Videos verwenden um die Arbeit der Medien – etwa im Rahmen einer Kampgane zum Aufbau einer Gegenöffentlichkeit – darzustellen.

    3.)
    Fall in der Reportage Tatsachen falsch dargestellt worden sind ( Stand der Piratenpartei ) solltet ihr eine Gegendarstellung fordern.


    @topic
    Solange die Publisher solche Tatsachenverdrehungen mit sich machen lassen, ohne den dafür Verantwortlichen Medien eine Horde Anwälte auf den Hals zu hetzten, sind sie selber Schuld wenn sich nichts ändert.
    Blizzard sollte doch kein Problem haben, die ARD deswegen vor Gericht zu zerren.
    Man stellt sich mal vor die ARD würde behaupten z.B. BMW würde bei Zulieferer Kinderarbeit dulden.
    Spätestens am übernächsten Tag hätte der Verantwortliche Intendant einen Schrieb vom Rechtsanwalt auf dem Tisch.

  24. Oder das ARD würde behaupten „die meisten Amokfahrer haben einen Opel gefahren! Opel eine neue Art von „Killer“?“
    Dann hätte nicht nur der Intendant keinen Job mehr, sondern alle die an diesem Bericht mitgewirkt haben.
    Vom Kaffeholer bis zum Sesselfurzer wären alle rausgeworfen worden, um eine horende Geldstrafe zu entgehen.
    Aber so lange sich die Entwickler und Publisher nicht zu einer Lobby vereinen, wird da auch nichts passieren.
    Jeder von diesen Firmen kocht sein eigenes Süppchen und das wird kurz über lang schädlicher sein, als sich hier als Lobby zusammenzuschließen.

  25. @Modgamers, Booomboy, Alrik… @all:
    Genau dies ist dass Problem zulange hat man jede Lüge als „die wissen es nicht besser“ Geduldet und genau dagegen müssen wir jetzt Kämpfen die Zeit des Aussitzen ist vorbei wenn wir was erreichen wollen müssen wir jetzt angangen und die Lobby der Gamer auf vorderman zu bringen!

    Angriff soll dass neue Motto sein keine Lüge soll mehr ohne Richtigstellung bleiben!
    Wollen wir Wetten wenn jemand sagen würde:
    „Die öffentlich Rechtlichen Sender sind in ihren Auswirkungen wie Kipo“
    hätte man schnell nen Anwalt am Hals?

    Happy Coding.

  26. @Alrik
    Das was Patrick S. mit der Presse erlebte habe ich ja selbst auch schon, hatte ja auch drüber hier berichtet. Neu ist für mich das die Polizei nun direkt genutzt wird um Leute einzuschüchtern, eigentlich alles Skandale die zum Himmel schreien und bei anderen Themen ernste Folgen für die Verursacher hätten.

  27. @ Booomboy
    Ah ja wollte nur ein scherz machen wegen den GEZ. MHHH also noch 9999 (ich zähle nicht, als Student zahl ich doch keine GEZ^^)
    Aber ernsthaft, gibt doch viele Menschen, die sich um die GEZ drücken, oder?

  28. @ lanzelotz
    Ja gibt es, einfach Antrag mit der Begründung ausfüllen man habe alle Geräte abgeschafft und gut is. Noch muss die GEZ das Gegenteil beweisen damit sie dir mit Anwalt kommen können. Gut dies will die GEZ ja seit neustem Abschaffen aber da bekommt sie ja gottseidank in einen Konflikt mit dem GG xD.

  29. 1. Wow als Killerspiel darzustellen ist ja schon ne frechheit. erstmal müsste man „Killerspiel“ definieren, denn WoW wäre dies wenn damit jedes Spiel gemeint ist wo man irgendein (Fantasie-)Lebewesen tötet/ausser gefechtsetzt. Allerdings wären dann 95% aller Spiele ein Killerspiel.
    2. Wow/ CS realistisch zu nennen ist die 2. Lüge. CoD kommt vielleicht von der Grafik da noch am nächsten dran, ist aber von der Spielmechanik (Maus, Tastatur) weit vom echtem Waffengebrauch entfernt. Der Artikel mit dem Zielen am PC ist ja hier auch auf der Seite drauf (glaub bei reiter Killerspiele).
    Also wenn ich bei WoW mit einem Tauren Shamane eine Drenai Paladin mit nen megafetten leuchten Schwert der Macht umhaue sage ich mir, wow (sogar ein wortspiel dabei) ist das realistisch. Die comichafte unrealistische Grafik sei da gar nicht erwähnt.
    3. Das ist eigentlich das lächerlichste und abgenutzteste: Das amerik. Militär nutz also Doom(!!!) einen Shooter mit Maus und Tastatur-Steuerung wo man gegen Zombies und fette Monster antritt. Ist doch logisch.
    Das amerik. Militär wird wie das dtsche Militär eigene interaktive Filme für die Simulation erstellen, aber bestimmt nicht auf irgendwelche PC-Shooter zurückgreifen.
    4. Das man sich eine sendung zusammenschneidet is ja normal, das man aber wirklich nur das raussucht, was seinen eigenen Standpunkt weiterhilft erfüllt nicht wirklich die Vorsätze der ARD/ZDF/3.Sende, die ja für eine Diskussion wo beide Seiten zum Sprechen kommen und ihre Argumente anbringen können, aufkommen sollten. Dies ist mit diesem Beitrag absolut nicht erfüllt.

  30. Na, wenn Schach schon ein Massenmassacker-vergewaltigungs-folterverheerlichendes-nazi-Killerspiel ist, was ist WOW dann erst? Dass muss dann ja schlimmer als alles was es je gegeben hat!

  31. WoW ist wirklich ein sehr brutales Computerspiel.
    Hier stimmt es sogar das man immer mehr Punkte bekommt wenn man die Gegner „tötet“.
    z.B. Erfolge (das ist ja richtig pervers) oder durch Ehrenhafte Siege und Ehrenpunkte(oder wie die heißen).
    Also das sollte echt ma verboten werden, in den anderen Spielen hat es ja noch wenigstens Sinn oder es geht nicht in erster Linie drum fiktive Gestalten „umzubringen“.

  32. @Mike L.
    Das Problem ist das die meisten Gamer faul sind und nicht kommen würden und sich zu viele sagen, ach mich betrifft die Zensur/Bevormundung/Lügen nicht ich kaufe meine Spiele doch aus dem Ausland bzw.ach so schlimm wird es schon nicht werden mit der Zensur/Bevormundung/Lügen etc.

  33. @Doktor Trask:
    In gewissem SInne hast du damit recht das viele Spieler auch irgendwo faul sind, aber Hauptproblem ist dennoch das man bei einem Vorgehen sich auf ein Terrain begeben muss wo den meisten einfach die Kompetenz fehlt, das notwendige Kleingeld, teilweise die Zeit und vor allem der Atem.
    Auch die Persönlichkeit ist da wichtig, man kann nicht einfach losrennen und lautstark seine Meinung kundtun (Transparente wie „Wollt ihr den totalen Generationskonflikt“ sind halt nicht angebracht), sondern muss sachlich und fundiert vorgehen, Tricks und Kniffe des Gegners erkennen, sonst ist man nur ein „dummer Spielball“ in den Händen des Gegners.

    Man muss wissen welche Möglichkeiten man hat, was man darf und was man nicht darf, um auch gleich erkennen zu können ob die gegnerische Partei fair spielt oder nicht, denn dann kann man sagen obs rechtens ist mal so eben einen Streifenwagen wo abzustellen um gewissen Personen gleich mal einen Riegel vorzuschieben.

    Generell glaube ich einfach das es sich mit der Zeit ändern wird, wir haben einfach den klassischen Fall von Generationskonflikt den es schon seit Jahrhuntderten gibt, nur in den letzten 100 Jahren ist dieser verstärkt aufgetreten, z.B. bei Jazzmusik, Rock, Fernsehen, Dungeons & Dragons (das Kartenspiel), etc.pp
    In meiner Gilde sind die meisten Spieler anfang 30 -40, und haben schon Kinder, ich selber habe eine 5-jährige Tochter und bei uns ist der korrekte Umgang mit Medienkonsum und Erziehung einfach automatisch drin.
    Meine Lütte darf bedeneklos an der Wii ein wenig Mario Kart spielen oder Wii-Sports, aber wenn ich Left for Dead 2 anmache, wird sie aus dem Zimmer gescheucht.

    Hinzu kommt übrigens noch: Man muss nicht viele sein um etwas zu verändern, es reichen schon wenige….Bei der Pendlerpauschale warens ja auch nur ein oaar Leute.
    Leider gilt das natürlich auch für die Gegenseite.
    Für uns ist es daher nur interessant das die Leute die letztlich entscheiden können, überlegt entscheiden, denn reine Verbote bringen generell nichts, und man würde eine stetig wachsende und vor allem inzwischen schon sehr große Bevölkerungsgruppe treffen.
    Die Begründungen der Videospielgegner sind ja eher mau, man kan schließlich fast alles von zwei Standpunkten aus betrachten, aber bewusstr falsche Informationen streuen, bzw. zu nutzen und damit „hetzen“ geht schon ins polemische.
    Rationellles Denken wird irgendwie komplett ausgeblendet, denn wenn es in erster Linie „nur“ darum geht unsere Jugend zu schützen, dann sollte man auch gleich alle Sachen verbieten die generell schon Erwachsenen vorbehalten sind.
    Und Tatsachen wie der Jugendliche der bei der Eröffnungsfeier des Berliner HBF im Mai 2006 im Suff 16 Menschen mit einem Messer attackierte, einfach nur wegen Alkohol im Blut,
    oder Jugendliche die Autos knacken um „Airbagging“ zu betreiben, solche Dinge werden erstmal rigoros ignoriert, schließlich würde das Produkte betreffen die die Videospielgegner selber konsumieren, bzw. nutzen (Autos, Zigaretten, Alkohol).
    Komischerweise funktioniert das Jugenschutzsystem im Prostitutionsbereich gut: Minderjährige sitzen nicht in den Zimmern und warten auf Kunden, genausowenig haben Jugendliche keine Zutrittschancen in die Örtlichkeiten…
    Obs was mit den 2-Meter-Schränken zu tun hat die meist in der Nähe stehen? ;-)

  34. Also noch einmal ganz generell gesagt zum hier immer wieder aufblühenden Aufruf zum „Angriff“: Ähnlich wie mein Vorposter schon schrieb glaube ich, dass sich das Problem relativ absehbar durch den Generationswechsel ohnehin legen wird. Ich denke man kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass der Anteil der Menschen unter 30 die unsere Meinung teilen höher ist, als der Buh-Rufer. Und auch unter 40 gibt es immer mehr spielefreundlich eingestellte Bürger. Schaut man dann unter 25 mal um sich ist das maximalste was man an Kritik noch hört, dass Spieler eben Kellerkinder und Nerds sind. Den Kram mit Gewaltanregung und Killerspielen glaubt da augenscheinlich nur noch ein sehr kleiner Anteil von Ewiggestrigen.

    Ich will damit nicht den eigentlich gut gemeinten Aufruf zum „Angriff“ kleinreden, aber ich behaupte wir haben das Spiel bereits gewonnen. Es steht so oder so 1:0 für uns, da wir länger leben. So absurd und simpel das klingt. Und deswegen gilt es meiner Meinung nach primär diesen Stand zu halten, nicht zuzulassen, dass jungen Menschen von den Medien der Kopf verdreht wird, und die alternden Politiker von den größten Spinnereien alá Internetzensur abzuhalten. Wenn uns das gelingt spielt die Zeit für uns ein Ass aus, dem alle Buh-Rufer nichts entgegenzusetzen haben.

    Insofern: Ich halte einfach nichts von Panikmache und Aufrufen zum Angriff, da dieser Angriff die Debatte eher beschleunigt, was dafür sorgen könnte, dass sie entbrennt, und irgendwann so schnell wird, dass die alte Rige der Politik doch noch etwas umsetzt, bevor der Generationswechsel durch ist. Besonders weil die Debatte auch viele Spieler anregt sich öffentlich zu äußern, die dies aufgrund mangelnder Diskurskenntnisse lieber nicht tun sollten …

    Ich sehe es absurderweise also gegenteilig: Liebe Gamer, entschleunigt lieber durch Aufklärung und Detaildiskussionen das öffentliche Gespräch! Entzieht der Sache Energie, tut sie – wenn es sein muss beidseitig – einfach als so lächerlich ab, dass die Debatte keinen mehr interessiert. Und greift dann regulierend ein, wenn die Dinosaurier sich anschicken Grenzen zu überschreiten. Dann wird so oder so der moderne Medienmensch, der aufgeklärte Internetbürger, die Politik übernehmen. Und mit ihm wird eine neue Freiheit kommen, in der dann wirklich Inhalte diskutiert werden können, und keine überholten Leitbilder, die Angst vor „diesem Internet“ haben.

  35. Wer hat denn da diese Kollage als Bild reingestellt? Wenn ich das richtig sehe, schießt der Zwerg EIGENTLICH nicht auf das brennende Killerspiel-Dummy, sondern (VIEL SCHLIMMER!) auf den HASEN dahinter!!!!!

    Das sagt eigentlich alles über die Community aus :D

    Mfg Joba

  36. @Lyc
    Stimme dir da 100%ig zu.
    Mann muss sich nur mal die Aktionen der Spielegegner ansehen, wie z. B. die Containeraktion und natürlich auch solchen Sendungen wie eben diese auf der ARD (die mitunter aber nicht zu 100% schlecht war – wie z. B. als über die Erfolge in Bezug auf die Waffen gesprochen wurde)… diese sind meiner Meinung nach nur dazu da, um aufzuhetzen… auch z. B. die Unterschriftensammlung des AAWs, die unter anderem auch ein Verbot von Spielen als Ziel hatte.
    Ich persönlich finde, dass sich die Gamer bisher nicht mal schlecht verhalten haben, auch bei öffentlichen Auftritten, wie z. B. diversen Demos, da kamen ja sogar von der Polizei lobende Worte, wie z. B. friedlichste Demo überhaupt und soo.
    Klar, die Medien versuchen sowas einfach unter dem Tisch zu kehren oder ins Lächerliche zu ziehen, wie z. B. die Petition im Bundestag, die gegen Verbote/Internetsperren gewesen sind (ich glaub da gab es sogar zwei von – eine gegen Internetsperren und eine gegen ein Verbot von Spielen), aber ganz unter den Tisch fällt es ja dann doch nicht. Teilweise hört sich zwar das Gesagte in den Medien schon etwas negativ an… so wurden ja die Unterzeichner der Petition gegen Internetsperren mit Pädophilen gleichgesetzt… allerdings wird das wohl eher nur ein kleiner Teil der Menschedn als wahr empfunden haben… sonst währen ja alle Parteien/Politiker, die gegen ein Verbot sind automatisch auch pädophil. Irrgendwie ist das schon ein wenig komisch… bei der Petition ging es nur darum, dass es keine Internetsperren geben sollte und die Politiker (bestimmte zumindest) und auch die Medien, behaupteten dann, dass man mit der Unterzeichnung automatisch für KiPo ist… naja :)
    Ich glaube die ganze Hetze wird sich wie Lyc schon sagte irgendwann eh im Sand verlaufen. Irgendwie habe ich sogar ein wenig das Gefühl, dass die FDP dem wenigstens ein wenig Einhalt gebietet, weil meistens erfolgten die mediale und die politische Hetze ja parallel… vielleicht hat auch der Erfolg der Piraten (auch wenns nur ungefähr 2 % der Stimmen waren) mit zu dem Erfolg beigetragen – also das keine politische Hetze (im Moment jedenfalls) nicht mehr betrieben wird.

  37. abgesehen vom hässlichen rest, hat mir das hier ganz gut gefallen.
    „[…]in dem man mit Computern schießt.“ xD
    ich hab nach dem Satz genauso gelacht, wie nach „Killerpiele, die dazu dienen, Menschen zu töten“.
    ersteres lässt sich nur mit mittelalterlichen Katapulten erledigen, und zweiteres gibt es nicht. oder doch?/! ich glaube, in der Collectors edition von Mafia2 war ein Schlagring dabei. das Spiel selbst, tötet aber nicht, kann auch nicht dazu gebraucht werden. :P

    ansonsten alter scheiss

  38. Pingback: World of Warcraft ist ein Killerspiel! | Scatterd

  39. @“die sache Aussitzen“ Leute:
    Frage ist nicht ob irgendwann mal die Alten genügend weggestorben sind, bis man die neuen Medien endlich mit den alten gleichsetzt sondern,

    WIE VIEL SCHADEN RICHTEN DIE ALTEN BIS DAHIN AN?

    Nennen wir es mal „terroristischer Amoklauf durchs Grundgesetz“ was die alten Poltiker und die „alten“ Medien bis jetzt so getrieben haben. Wenn erstmal die Lügen, absichtlichen Falschaussagen und die Propaganda in den Köpfen der Menschen sitzt kann man Objektivität endgültig vergessen und dass gilt dann für Generationen!
    N- und DDR Keule: Wie viele gibt es denn noch die der Nazi bzw der DDR nachheulen?
    Zu viele, denn beide Regime haben auch massiv Propaganda betrieben!

    Wenn erstmal alle Computerspiele verboten sind kann es lange dauern bis die ersten Politiker sich Trauen diese Gesetze wieder zu anulieren! Deshalb sollte man dass nicht aussitzen, denn kann werden erst die Ureklel wieder Computerspiele zu gesicht bekommen!

    Aussitzen ist Aufgeben!
    Happy Coding.

  40. Aussitzen? Nun bis wir es ausgesäßen haben gehen mindestens noch einmal 20-30 Jahre ins Land, solange will und kann ich nicht warten zumal die Alten noch sehr sehr viel Schaden anrichten können.™

  41. Nur so btw:

    „Bundeswehr-Hauptmann Oliver M., der in den Bereichen Ausbildung, Sicherheit und Logistik tätig ist [sagte] ‚Situationen wie die, die bei einem Auslandseinsatz auftreten, kann man nicht virtuell trainieren. Das macht auch die US-Army nicht. […] Um einen Spiele-Vergleich heranzuziehen: Bei Pro Evolution Soccer lernen Sie vielleicht die nötigen Taktiken, doch um ein guter Fußballer zu werden, müssen sie trotzdem sehr sehr lange gegen Bälle treten.‘ “

    http://www.gulli.com/news/sch-uble-zu-killerspielen-2009-04-23/

  42. Als Teenager hatte ich ein Star-Trek-Poster in meinem Zimmer hängen, da fand ich es immer ganz faszinierend, dass hinter den Namen der Charaktere auch überall ein (TM) War. Hat mich wohl geprägt :-D

  43. Ich bin eine eigene Marke, es gibt von mir auch diverse Produkte wie die Doktor Trask Aktionfigur (Nur echt mit Sprachchip: Es kann kurze Sätze sagen wie: „Zensur stinkt“) wußtest du das nicht TRB? ;o)

  44. „Der andrang ist mäßig“
    Das kann man von der Bücherverbrenn… sorry vom Spielecontainer aber ÜBERHAUPT NICHT behauptenl.

    Kann mir eigentlich mal jemand erklären warum die öffentlich rechtlichen Fernsehsender deren aufgabe eine unabhäginge Berichterstattung abzuliefern sich absolut gegen Gamer ausspricht und die Gegenseite nicht einmal konstruktiv zu Wort kommen läßt?

  45. Ich kann es nicht mehr hören. Man sollte da lieber über eine Zensur der am Nachmittag ausgestrahlten Sendungen nachdenken, speziell RTL 2 usw. Spiele werden für ein bestimmtes Alten freigegeben – also lasst uns Tom und Jerry verbieten, RTL 2 und Co auch, Gute Zeiten – Schlechte Zeiten sowieso (jeden Abend der Horror pur) und Dieter Bohlen nicht zu vergessen.

  46. Pingback: Familie im Fokus

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.