Stellungnahme der (neuen) Familienministerin

Bekanntlich ist uns Ursula von der Leyen doch nicht für die aktuelle Legislaturperiode als Familienministerin erhalten geblieben. Dabei hatte ich ursprünglich drei Kreuze gemacht ein „Zensursula“ und kein „Stasi 2.0“ T-Shirt zu besitzen. Zurück zum Thema: Da mit Kristina Köhler nun eine neue Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vereidigt wurde, wäre ihre Position zu gewaltdarstellenden Videospielen für Gamer sicherlich nicht uninteressant. Diese herauszufinden stellt sich jedoch schwieriger vor, als man in Zeiten des Internets annehmen würde. Suchmaschinen spucken kaum brauchbares aus und auch bei Abgeordnetenwatch wird man nicht fündig, da die Plattform von Frau Köhler boykottiert wird – Sie besteht auf direkten Kontakt per Mail ohne Umwege über selbsternannte Mittler zwischen Abgeordneten und Bürgern. Auf eine Anfrage haben wir nun eine für Politiker ungewöhnlich zügige Antwort erhalten, die neben einer (hier ausgesparten) Zusammenfassung des Jugendschutzes eine eher allgemein formulierte Antwort enthält:


„Weitere Verbesserungen im Jugendmedienschutz werden in Angriff genommen, sobald die gemeinsame Überprüfung des Jugendschutzgesetzes und des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages durch Länder und Bund auf der Grundlage des Gesamtberichtes des Hans-Bredow-Instituts „Analyse des Jugendmedienschutzsystems – Jugendschutzgesetz und Jugendmedienschutz-Staatsvertrag“ abgeschlossen ist.

Staatlicher Jugendschutz ist wichtig, reicht aber alleine nicht aus. Neben den gesetzlichen Regelungen und den Maßnahmen der freiwilligen Selbstkontrolle ist die Vermittlung und Stärkung der Medienkompetenz eine wichtige Voraussetzung für einen effektiven Jugendmedienschutz. Medienkompetenz beginnt in der Familie. Daher ist es umso wichtiger, Eltern und Erziehenden, aber auch pädagogische Fachkräfte, in deren Vorbildfunktion und damit in deren Medienkompetenz und Elternverantwortung zu unterstützen und zu stärken. Dieses sind entscheidende Ziele der Initiative „SCHAU HIN! Was Deine Kinder machen.“, die das BMFSFJ gemeinsam mit ARD, ZDF, dem Telekommunikationsunternehmen Vodafone und der Programmzeitschrift TV Spielfilm durchführt. Darüber hinaus wird eine Vielzahl weiterer Projekte, wie zum Beispiel die Initiative „Ein Netz für Kinder“ mit dem gesicherten Surfraum für Kinder www.fragFinn.de, gefördert und themenspezifische Ratgeber herausgegeben.“

37 Gedanken zu “Stellungnahme der (neuen) Familienministerin

  1. “SCHAU HIN! Was Deine Kinder machen.”
    [ironie]OMG! Das klingt ja als sollen Eltern ihre Kinder erziehen! Das muss doch der Staat machen indem er alles was eigendlich nicht in ihre Hände gehört verbietet.[ironie]
    Mich würde aber jetzt wirklich interessieren was sie zum Thema „gewalthaltige Videospiele“ denkt.
    Was schonmal gut ist: Sie will dass alle über die Medien bescheid wissen und somit auch (hoffe ich zumindest) dass alle wissen was für Schwachsinn von irgendwelchen auf dem deutschen Markt frei erhältlichen gewaltverherrlichenden Spiele gelabert wird.
    Wäre es nicht schön wenn alle Hetzer dieses Landes aufeinmal alle ganz still wären weil alle wissen was sie für einen Mist von sich geben *träum*

  2. @ Murray XVII
    Sollte sich dein Traum vom gemeinsamen Schweigen im Walde aller Scheinheiligen mit Heiligenschein wirklich einmal in Realität verwandeln singe ich „Stille Nacht“

  3. ….Gesamtberichtes des Hans-Bredow-Instituts „Analyse des Jugendmedienschutzsystems – Jugendschutzgesetz und Jugendmedienschutz-Staatsvertrag“ abgeschlossen ist…..

    Ist das nicht das Institut vom Pfeiffer und Kollegen????
    Oder verwechsle ich da was ?

  4. Ein Licht am Horizont!
    @Rey: Oder ist es ein Licht einer Ionenkannone die zum Endschlag an setzt?
    @All:
    Naja sieht zumindest nicht mehr so schlimm aus wie mit Ursula vdL.
    Bleiben wir mal Misstrauisch bis jemand die überzogenen Gesetze wieder zurecht stutzt.

    Happy Coding.

  5. Das Hans-Bedrow-Institut hatte nach dem versuchten Amoklauf von Emsdetten prüfen müssen, ob die USK ihre Arbeit gut macht oder ob es besser wäre Pfeiffers KFN den Auftrag zu übergeben.
    Gott sei dafür gedankt, dass das Institut sich für die USK entschieden hat.
    Das lag aber daran, dass Pfeiffers KFN keine Konzepte,Prüfkriterien usw. zur Prüfung und Erstellung von Altersfreigaben von Videospielen vorgelegt hatte bzw. das das was Pfeiffer vorgelegt hatte total löchrig, unpräzise und nicht klar zeigt wie es zu einer Altersfreigabe durch das KFN kommt.
    Ich glaube beim Hans-Bedrow-Institut ist auch einer der BvG-Richter, Herr Papier, mit beschäftigt.
    Vielleicht kann einer unserer guten Schreiberlinge Ihn mal zum Thema „Killerspiele+Verbot“ interviewen, um zu sehen, ob es ein Verbot wirklich geben kann.

  6. „(…) werden in Angriff genommen, sobald (…) abgeschlossen ist.“
    .
    Wollen wir wetten, ob das noch vor den nächsten Landtagswahlen passiert?
    .
    @J. S.:
    Hier verlinkt: dradio.de/dlf/sendungen/andruck/1087834/
    Lieblingszitat („wir“ bezieht sich auf die CDU): „In innenpolitischen Fragen, die echte sicherheitspolitische Fragen sind, befürworten wir einen starken Staat.“
    .
    Was „echte sicherheitspolitische Fragen“ sind, hat Frau Merkel ja schon in einer Rede bekannt gegeben ( http://www.youtube.com/watch?v=wcVRlzP6SQA ): Falschparken und Papierchen auf den Gehweg werfen, das sind die wahren Themen der „inneren Sicherheit“. Deshalb mehr Videoüberwachung.
    .
    Stellt euch vor, das hätte ein LINKEr gesagt, sofort wären die Stasi-Rufe losgegangen…

  7. Ob die Initiatoren von fragFinn.de wissen, dass „frag“ im Gamergargon auch für etwas anderes stehen kann, als für „Fragen“. *g* ;)
    .
    Ich weiß noch nicht so recht was ich von K.K. halten soll. Einerseits scheint sie aus einer jüngeren Generation zu stammen als vdL, was eine Basis weniger Schwachsinn aus dem Ministerium sein könnte, andererseits klingt das, was ich bisher über den Inhalt ihrer Diss ergooglen konnte schon ganz schön bizarr.
    Sehr lustig zu lesen: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/andruck/1087834/
    .
    Habe den Eindruck, dass Merkel da jemanden ins Ministeramt gehoben hat, die blind linientreu ist, aber durch Alter und Aussehen Modernität vorspielen soll. Ob diese Einschätzung bleibt, liegt letztlich an Köhler selbst.

  8. Ich muss einfach von der Titanic-Website zitieren:
    .
    „Was kann Kristina Köhler?
    Kristina Köhler (32, ledig, kinderlos, CDU) wird die Nachfolgerin von Ursula von der Leyen (51, verheiratet, 29 Kinder, auch CDU). Kritiker befürchten, die evangelische Hessin könne den Anforderungen ihres neuen Amtes nicht gerecht werden. Doch schaut man genau hin, erkennt man Köhlers Kompetenzen für die einzelnen Ressorts:
    * Familie: Kristina kommt selbst aus einer richtigen Familie („die Köhlers“). Der Nachweis, daß sie weder in der Retorte gezüchtet noch von Androiden großgezogen wurde, liegt dem Ministerium vor.
    * Senioren: Frau Köhler denkt schon jetzt intensiv über ihr eigenes Rentnerdasein nach und entwickelt derzeit einen Sparplan, der ihr einen von dicken MdB-Diäten finanzierten Lebensabend auf Korsika ermöglichen soll.
    * Frauen: Hier punktet die dunkelblonde, rehäugige Aspirantin auf ganzer Linie! Köhler ist klar erkennbar eine Frau. Rrrrrrr…
    * Jugend: Kristina Köhler kennt die Jugend nicht nur vom Hörensagen, sondern auch vom Sehen. Nicht nur in der Jungen Union lernte sie zahlreiche kecke Teenies kennen, einmal hat sie sogar ein richtiges Kind angefasst (Streichelzoo Wiesbaden, 2002).
    Fazit: Das läuft!“ ( http://www.titanic-magazin.de/news.html?&tx_ttnews%5Bpointer%5D=5&tx_ttnews%5Btt_news%5D=3321&tx_ttnews%5BbackPid%5D=3&cHash=bbbf50cbd0 )
    .
    Ich liebe es!
    .
    Gruß
    DerMarc42

  9. Ich möchte ja niemanden enttäuschen, aaaber die „SCHAU HIN!“-Initiative existierte auch in der Ära von der Leyen; das ist kein „Licht am Horizont“. Ursula selbst propagierte die Initative z.B. im Anhang des sog. Sofortprogramms, das in der JuSchG-Novelle 2007 resultierte (u.a. neue Mindestgrößen der Kennzeichen der sog. freiwilligen Selbstkontrolle; neue, gesetzliche Indizierungskriterien). I.d.S. ist der zweite Absatz es gar eine absolute Standardantwort des BMFSFJ, die identisch unter v.d.L. hätte formuliert werden können.

    I.d.S.: Nicht die Vermittlung und Stärkung der Medienkompetenz (gem. sog. erzieherischen Jugendmedienschutz) ist die Intention der Initative – das ist auch nicht möglich, weil für die staatlich propagierte Medienpädagogik der Paradigmenwechsel der 1960er von der Bewahrpädagogik (die den Rezipienten zum Medienmündel degradiert) zur Kompetenzförderung (die den aktiven Rezipienten fördert) nicht gilt; staatliche Medienpädagogik ist in der BRD Medienerziehung im negativ-klassischen, d.h. bewahrpädagogischen Sinn (und nicht Medienkompetenz; Etikettenschwindel!). Medienpädagogik als Präventions- und Reglementierungsinstanz, die quasi keine analytische Positionen zu den Medienprodukten entwickelte, aber mangelnde Sensibilität und Vorbehalte gegenüber den Medien demonstrierte (viele der pauschale Verdächtigungen gegen die Medien nähren sich bis dato aus solch unspezifischen, blinden Vorurteilen, nicht nur auf Seiten von Pädagogen…).

    Mithin muss wohl als Ziel angenommen werden (und so verlautbaren es z.B. relevante Akteure, wie der für das Sofortprogramm und die für die USK federführende OLJB ebenso verantwortliche Armin Laschet), dass man hierzulande unter Medienpädagogik und Vermittlung und Stärkung der Medienkompetenz tendenziell folgendes meint (Zitat Armin Laschet): „Unterm Strich müssen wir erreichen, dass die Einhaltung der Altersfreigaben selbstverständlich wird.“

    Da schwingt natürlich eine ganze Menge an Implikationen mit:
    Eltern sollen die Altersfreigaben der „freiwilligen Selbstkontrolle“ (die im Falle der USK und FSK weder freiwillig noch eine Selbstkontrolle ist, sondern der öffentlichen Hand zugeordnet werden muss) als Handlungsaufforderung wahrnehmen, die blind zu befolgen seien; die schwammigen Wirkungsvermutungen zu etwaigen Gefährdungen, die die Medieninhalte mit sich bringen würden (obwohl z.B. selbst das BVerfG feststellt, dass es sich hier nur um Mutmaßungen handelt), sollten möglichst als faktische Bedrohung der Jugend wahrgenommen werden; das dt. Jugendmedienschutzsystem soll über jeden Zweifel erhoben werden etc.

    Ganz zu schweigen davon, dass so ein blindes Befolgen der Altersfreigaben, ein blidnes verlassen auf etwas vomS taat vorgekautes, wohl kaum das ist, was man gemeinhin als die Wahrnehmung einer elterliche Erziehungsverantwortung im eigentlichen Sinne bezeichnen könnte, da hier eben die Verantwortung,r esp. die Erziehungspflicht(!) an den Staat übertragen wird und zwar so weit, dass sich die einzelnen Eltern gar keine Gedanken mehr machen müssen…

    Aber um zurück zur Stellungnahme zu kommen… es ist schlichtweg keine. Irgendeine persönliche Note, eine neue Linie, überhaupt irgendeine Veränderung wird ja nicht kommuniziert, geschweige denn eine aktuelle Position skizziert, die über eine Fortsetzung alter Linien, wie unter Ursula, hinausgehen würden. Eine sporadische Standardantwort…

    Und überhaupt: „Weitere Verbesserungen im Jugendmedienschutz“… Weitere?! Die letzten Änderungen am JuSchG waren reiner Populismus und blinder Aktionismus als Reaktion auf das sog. JuSchVerbG, die Verbotsambitionen Günther Becksteins (ein Schelm, wer böses dabei denkt und in Becksteins Vorstoß den Wegbereiter für v.d. Leyens Sofortprogramm sieht…); Symbolpolitik, die in reiner Makulatur endete und uns größere Altersfreigabekennzeichen und verschärfte Indizierungskriterien bescherte (man muss es sich ein mal vorstellen, dass in einem bundesdeutschen Gesetz ein Wort wie „Metzelszenen“ auftaucht – unfassbar! Von der Vergrößrerung der Willkürproblemaik bzgl. Indizierungen, resp. den Verstößen gegen das Bestimmtheitsgebot etc. mal ganz abgesehen).

    Nein, die Köhler ist vom gleichen Schlag. Mit der ändert sich nichts (und auf mehr können wir bei ihr wohl nciht hoffen, außer, dass es nicht noch schlimmer wird und es erstmal keine Veränderungen gibt).

  10. Gestern kam im ZDF wohl einer er ersten Spots zu dem Thema. Zumindest habe ich es das erste mal gesehen. Nach dem Motto : Sie entdecken dass ihr Kind häufig am PC sitzt ! Handeln sie schnell. Hier gibts professionelle Hilfe.

    Kam mir irgendwie so vor wie: Ihr Kind spritzt Heroin ! Handeln sie schnell….

    Und gleich noch nen Vater der kein Fussball mit dem armen Kind spielt und es nun am Computer Liebe suchen muss. Ist zwar ne Weile her bei mir aber was man so hört ist auch heute Fussball in der Realität bi 13 bis 17 jährigen häufig ne üble Gewaltorgie. Meine übelsten Verletzungen habe ich aufm Fussballplatz kassiert auch wenn ich damit nicht sagen will, dass es schlecht ist reale Teamsportarten auszuüben mit den richtigen Mitspielern. Aber auch dort ist nicht alles Sonnenschein.

    Egal wie es die öffentlich rechtlichen Angehen und auch wenn der Grundgedanke ok ist, kommt immer irgend ein Mist bei raus. Da ist die Idealogie wohl so festgefahren, dass man das Problem nur durch 20 Jahre abwarten lösen kann bis alles durch die Natur gelöst wird.

  11. @bonedaddy
    Ein echter Skandal.
    Zum einen diese Typ II Disertation. Sowas sollte es nicht geben. Den Doktortitel sollte nur tragen können wer eine wirklich bahnbrechende, neue wissenschaftliche Entdeckung gemacht hat.
    Damit würden vermutlich ein Großteil der Doktortitel abgeschaft, vor allen in Medizin.

    Auch ein Skandal ist, das die CDU Politiker im Bundestag die Fragen so bereitwillig beantwortet haben.
    Ich arbeite in einer Chemiefirma, wenn bei uns ein Doktorand kommt und fragt verarsche ich ihn immer. Schließlich soll er es bei seiner Doktorarbeit möglichst schwer haben.

    Dann Islamkritik. Das geht nur wirklich nicht. Wie Claudia Roth schon gesagt hat:
    „Der Islam ist eine Religion des Friedens“.
    Sie hat mehrmals dabei die Islamische Republik Iran besucht, dabei die vom Islam vorgeschrieben Kleidung getragen und mit den örtlichen Geistlichen gesprochen.
    Ob sie eine Steinigung besucht hat und die Ausbildungslager der Revolutionswächter (die Jungs die Demonstranten niederknüppel) ist nicht überliefert.

    Und dann diese Gleichsetzung von linksextremer mit rechtsextreme Gewalt.
    Bitte, es ist schon ein Unterscheid wenn man von Nazis eine aufs Maul bekommt wenn man eine Isrealflagge auf dem Parka hat.
    Oder wenn man von den Antiimps eine aufs Maul bekommt, wenn man eine Israelflagge auf dem Parka hat.
    Oder von ein paar der Anhänger der Religon des Friedens, wenn man eine Israelflagge auf dem Parka hat.
    NaJa, selber schuld wenn man gegen den AlQudsTag demonstriert.

  12. @Vicarocha:
    Vielen Dank für die Gedächtnisstütze und die Ausführungen, besonders, dass die Forderung nach „Medienkompetenz“ seitens der Politik implizit beeinhaltet, elterliche Verantwortung an den Staat abzugeben. Pures Neusprech, doppelplusungut!
    .
    @Alrik:
    bzgl. Islamkritik empfehle ich immer Hagen Rether, auch wenn ich mit ihm nicht in allen Punkten übereinstimme: http://www.youtube.com/watch?v=sET9EmMbGSI

  13. Um noch mal auf die neue Familienministerin zu sprechen zu kommen…
    Also ich glaube ja, dass es mit ihr wenigstens ein wenig besser wird.
    Warum sollte man die alte Familienministerin ersetzten? Wohl sicher nicht, weil man Ihre Linie/Arbeitsweise beibehalten will. Ich vermute, dass man auch bei der CDU/CSU langsam umdenkt, sonst hätte man Sie da gelassen wo sie war… das gleiche gilt unter anderem auch für unseren Ex-Verteidigungsminister, der ja nun auch für ein neues Ministerium zuständig ist.
    Klar, man muss abwarten was die Frau Köhler macht, aber wie schon gesagt, ich könnte mir gut vorstellen, dass die Richtung diesmal eine andere ist.
    Hab es hier schon öfters erwähnt… es müsste einen schon ein wenig zu denken geben, warum zur Zeit nur in den Medien, wenn überhaupt, Hetze gegen Games betrieben wird und noch kein Politiker auf diesen „Zug“ mit aufgesprungen ist… ich erinnere nur an die Wochen kurz vor der Bundestagswahl… da gings ja u. a. auch um die Netzsperren, die u. a. auch auf Spiele ausgeweitet werden sollten.

  14. Kristina Köhler ist als Ministerin nur zweite Wahl.
    Hätte die CDU von der Leyen nicht an anderer Stelle gebraucht, währe sie Familienministerin geblieben.
    Und wenn man mal von den dummen Stop Schildern absieht, hat sie für eine CDU Ministerin ein relativ modernes Familienbild vertreten. So moderen das manche in der CDU damit probleme hatten.
    Kristina Köhler ist 32 und stammt damit aus der Generation C64 – schon aufgrund ihres Alters steht sie den Beführwortern der Netzsperren und Killspielverbote eher kritisch gegenüber.
    Zudem sieht die CDU die transatlantische Partnerschaft mit den USA als ein Grundpfeiler der Deutschen Politik .Damit steht sie den antiamerikanschen Ideen die im Kölner Aufruf verbreitet werden eher kritisch gegenüber.
    Zumindest kritischer als Rot & Grün, die gerne auch mal wieder „Deutsche Sonderwege“ ausprobieren wollten.

  15. @Alrik:
    Vom Alter kannst du nicht auf so etwas schließen, Guttenberg ist auch nur 38 und hat, wie ich dich erinnern darf, die 132.000 Unterzeichner der Zensursula-Petition in die Nähe von Kinderporno-Befürwortern gerückt!
    Und wie wichtig die Videospiele für die US-deutsche Beziehung ist, hat man gesehen, als 2007 unter schwarz-rot das JuSchG verschärft wurde.

  16. islamkritik, gleichsetzung von rechts -und linksextremismus, doktortitel den sie sich nicht wirklich selbst erarbeitet hat… also ich glaube sie ist nur eine marionette mit jungen alten und relativ guten aussehen.
    die frau wird sicherlich das tun was ihre mächtigen freunde wie pofalla sagen werden.

  17. @Boomboy
    Sie wurde ja schon als „Merkels Mädchen“ tituliert. ;) Merkel war wiederum „Kohls Mädchen“, so dass sie in ihrem Politikstil von dem Pfälzer geprägt wurde, während K.K. demnach von Kohl und Merkel geprägt wird. Der nächste Schritt wäre dann ein Verwandschaftsverhältnis und schon hätten wir dynastische Entwicklungen.

  18. @bonedaddy
    stimmt, was hat die Nennenung von „Islamkritik und die Gleichsetzung von links- und rechtsextremer Gewalt“ im Artikel der Süddeutschen für eine Funktion ?
    Eventuell die Vorurteile der Leser gleich mal anzuheizen ?

  19. Meint ihr den Satz: “Es macht mich schon sehr betroffen, wenn pauschal der Eindruck entstehen sollte, dass es Menschen gibt, die sich gegen die Sperrung von kinderpornographischen Inhalten sträuben.“
    Oder gibt’s noch was Anderes?

  20. @Mars, The_Real_Black:
    Genau das meinte ich. Grammatikalisch kann man den Satz auch so verstehen, dass es Guttenberg um das wirkungslose und sehr gefährliche Mittel der Sperrung ging, aber gerade wenn seine Betonung hört, so finde ich doch, dass er hier vor allem die Gegner von Maßnahmen, so rechtsstaatlich bedenklich und wirkungslos auch immer sie sein mögen, von kinderpornographischen Inhalten anzugreifen versucht.
    .
    Vielleicht sollte ich meine Aussage genauer fassen: Guttenberg hat die Unterzeichner in die Ecke von Menschen gerückt, die sich gegen Maßnahmen gegen kinderpornographische Inhalte sträuben. Für ihn, so höre zumindest ich das heraus, geht es nicht um die Kritik an der Maßnahme, sondern darum, dass gegen irgendeine Maßnahme gegen kinderpornographische Inhalte Widerspruch erhoben wird.
    Zugegeben: Befürworter lässt sich daraus nicht schließen, nur Gegner von (wirkungslosen und gefährlichen) Gegenmaßnahmen. Da hätte ich mich nicht so weit aus dem Fenser lehnen sollen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.