Unterschriftenaktion für „Killerspielverbot“ (fast) beendet

(AAW) In diesem Jahr konnte die Petition „Gegen ein Verbot von Action-Computerspielen“ binnen 6 Wochen 73 002 Mitzeichner sammeln. Doch auch die Gegenseite war nicht untätig: Das von Angehörigen der Opfer gegründete „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden“ (AAW) sammelt seit dem 22.04.2009 ebenfalls Unterschriften. Ziel ist neben dem Verbot von großkalibrigen Waffen für Privatpersonen auch ein „Verbot von Killerspielen, die dazu dienen, Menschen zu ermorden.“. Ursprünglich sollte die Aktion am 20.06.2009 enden, wurde wegen der großen Nachfrage aber mehrmals verlängert. Zunächst wurde das Fristende in den September, dann auf den 31.12.2009 verschoben. Der Zwischenstand vom 19.09.2009:

„Im Büro des Aktionsbündnisses Amoklauf Winnenden stapeln sich Listen mit Unterschriften für eine Petition, über 50.000 sind schon eingegangen.“

Man beachte, dass sich die Zahl möglicherweise auf die eingegangenen Listen und nicht auf die Unterschriften bezieht. Wer zum Jahresende mit einer Stellungnahme gerechnet hat, wird noch warten müssen. Denn anstatt das Ergebnis zu verkünden wurde die Abgabefrist, auch wenn man am 31.12.2009 als offizielles Ende festhält, erneut verlängert:

„Das Büro (Kontakt) des Aktionsbündnisses nimmt noch bis zum 15. Januar 2010 die Unterschriftenlisten entgegen.“

Was genau gefordert wird bleibt im Übrigen unklar. Während der Vorstand Hardy Schober schon immer nur von einer Ausweitung der Indizierung sprach rückte das AAW nun auch in einem Gespräch mit dem „Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler“ (VDVC) von der Forderung nach einem Verbot ab. Die Webseite verunsichert weiterhin. Dort ist unter „Zielen“ zwar nicht mehr von Spielen die Rede, die „dazu dienen Menschen zu ermorden„, aber ein „Verbot von Killerspielen“ wird weiterhin verlangt.

27 Gedanken zu “Unterschriftenaktion für „Killerspielverbot“ (fast) beendet

  1. Ich finde die Petition sollte nur Beachtung finden, wenn sie eine Online Petition eingereicht hätten. Hier ist viel Manipulation möglich. Dann kommt noch die Lage dazu, dass man ja zum Teil die Leute gezwungen hat diese zu zeichnen (Hausaufgabe, falsche Informationen und gezielte Ausnutzung von Opfern. Zudem kommt noch der Zeit Faktor dazu.

  2. Ahso, die können ihre Petition also beliebig verlängern.
    Das dabei viel manipuliert und getrickst wurde ist ja wohl anzunehmen.
    Auch die Verbindung zweier völlig unterschiedlicher Themen ist mehr als fragwürdig.
    Ich meine ein Verbot von Großkaliber Waffen für Privatpersonen ist was gänzlich anderes als das Verbot von sog. „Killerspielen“.

    Ich denke mal die Verlängerung der Aktion wurde beschlossen, weil noch nicht genügend Unterschriften vorhanden waren, also hat man weitergesammelt bis letztendlich 50.000 Unterschriften gesammelt waren.
    Mal schaun, wenn genügend ungültige dabei sind wird bestimmt nochmal verlängert.

  3. @amegas
    Oder die *Zwangsunterschriften* von Arbeitern die in ihre Werke gehen wollten aber daran gehindert wurden bis die Unterschrieben hatten (Einfahrten sollen mit PKWs blockiert worden sein etc.), Unterschriften von Kindern die in Klassen gesammelt wurden und Hausaufgaben die es zur Aufgabe hatten die Unterschriften von Geschwistern, Eltern, Verwandte, bekannte und Freunde zu sammeln und wer nicht mit machen wolte bekam dann schlechte Noten, die Liste der Schweinereien die da abgezogen worden sind (Zumindest wird viel davon erzählt)ist verdammt lang. Und ja ich glaube den Leuten die davon erzählen mehr als den Kritikern und Verantwortlichen die sowas abstreiten.

  4. @kraid

    Die Unterschriften waren getrennt nach Killerspiel- und Waffenverbot.

    @all

    Ich denke nicht, dass die Unterschriftensammlung des AAW eine offizielle Petition ist, die wird „nur“ politischen Druck aufbauen.

  5. @ Doktor Trask

    hast du Quellen für diese Manipulationen? Manches klingt so unglaublich. Nicht, dass wir hier nur Gerüchte verbreiten, das sollten wir anderen überlassen.
    Ist nicht böse gemeint, meine nur man sollte mit sowas vorsichtig sein.
    Guten Rutsch

  6. frohes neues Jahr
    einen guten Rutsch
    und ein Happy Coding 2010

    73.002 Stk 6 Wochen = 12167 Faktor (StkWoche)
    50.000 Stk 21 Wochen = 2381 Faktor (StkWoche)
    ca:
    70.000 Stk 38 Wochen = 1842 Faktor (StkWoche)
    … LOL
    Wo ist der Andrang bitte? BEI UNS!

    Happy Coding.

  7. @lanzelotz
    Also einiges davon habe ich auch noch nicht gehört, aber das schüler unterschriften sammeln als hausaufgabe bekommen haben hat man hier schon mehrmals als news lesen können.

    Auch so dinge wie schüler vor der schule abfangen zum unterschreiben oder das auslegen der listen in arztpraxen (wo sich regelmässig die ü60 generation trifft die sowieso alles grausam finden was die „jugend“ macht) wurde hier schon als news geliefert.

    Selbst wenn all diese dinge nicht wahr sind hat diese aktion den faden beigeschmack dadurch das sie beliebig oft verlängert wird. Niemanden wird es interessieren das „wir“ 73.000 unterschriften in 6 wochen gesammelt haben wärend die monate lang ihre aktion verlängert haben nur um auf etwa ähnliche zahlen zu kommen.

    Man möge sich nurmal vorstellen was wir an unterschriften sammeln könnten wenn wir auf ähnliche methoden zurückgreifen würden. Sammeln an schulen, bei gamestops, bei mediamärkten, bei lan parties, bei der GamesCom, beliebig oft verlängern, keine rücksicht nehmen auf das alter der unterschreiber usw.

    Da wären locker über 100.000 unterschriften drin in ein paar wochen…. würde man das auf die selbe dauer wie das AAW ausweiten so habe ich keine zweifel das wir locker auf überr 200.000 unterschriften kommen würden mit den selben methoden.

  8. Erinnert fast an die Wahl in Ami-Land vor einigen Jahren, als in Florida so lange gezählt wurde, bis Bush gewonnen hatte bzw. Bender Gore’s Stimmen zerschoss.
    .
    Das Perfide bei den Unterschriften ist neben der wiederholten Verlängerung (wie viele wohl zig mal unterschrieben haben??) das Forderung einer hohlen Stammtischphrase zuzustimmen und Listen für jeden Zugänglich über das Internet anzubieten. Nach Ende dieser Frist -wenn’s nicht wieder verlängert wird- wird Schober dann sicherlich mit Stolz geschwellter Brust verkünden, dass die Aktion ein großer Erfolg war. Die endgültige Zahl wird dann alle ungültigen / wiederholten Unterschriften aussortiert sind -wenn überhaupt- irgendwo auf Seite 12 als Randnotiz in der Zeitung stehen. Doch bis dahin gibt es wieder genug Raum für eine neue medienbefeuerte Legende.

  9. Ich dachte es ginge nur das Verbannen von Spielen aus dem Kinderzimmer. Ich bin mir sicher, dass das der Schober GENAU SO bei der Spieleverbrennung gesagt hat.
    Verdammt nochmal, wir müssen endlich mit denen ins Gespräch kommen. Das war doch für Frühjar geplant, oder?

  10. Gamer:
    73.000 in 6 Wochen = 1700 pro Tag.
    Das AAW sammelt nun etwa 8 Monate
    Damit das AAW einen identischen „Durchschnittswert“ erhält, wie die Gamer, müssten die weit über 400.000 Unterschriften sammeln.

    Dann müsste man die Kinderunterschriften noch abziehen, da diese zumindest Zweifelhaft sind, wenn in Klassenräumen eine Liste rumgeht und jeder sieht, wer nicht unterschreibt. Das setzt Kinder so unter Druck und der Lehrer hat dann auch zuviel „Macht“ über jene, die eine abweichende Meinung haben bzw die Kinder haben angst.

    Alles in allem: ALBERN!

  11. Nachtrag: ich glaube nicht, dass dort 50.000 Unterschriftenlisten angekommen sind. Denn dann hätte das AAW schon wohl über 500.000 Unterschriften und würde das Ergebnis voller Stolz verkünden.
    Daher gehe ich davon aus: die haben 50.000 Unterschriften und haben SCHISS, weil sie immer noch weniger haben, als die „Gegner“.

    Ich finde das ganze unglaublich intransparent. Was dort gelogen und betrogen werden kann… von dem ewig langen Zeitraum mal abgesehen… das ist eine frechheit.

  12. @maSu
    Wie lautet eine alte Weisheit? Glaube nur den Nachrichten, die du selbst gefälscht hast. Nichts anderes passiert dort. Da wird alles so hingebogen, bis es mit den eigenen Zielen harmoniert.
    .
    Wahrscheinlich wird’s bei einer wie von dir geschilderten geringen Beteiligung so aussehen:
    -„K-Spiel-Spieler setzen Gegner unter Druck nicht zu unterschreiben, damit ihr widerwärtiges Hobby nicht verboten wird.“
    -„Beleg für Unterwanderung der Spieler durch militärisch-industrielle Seite.“
    -„Geringe Beteiligung Zeichen für fehlendes Problembewußtsein, darum massive Kampagne zur Änderung starten.“

  13. Stimmt, der Container war ja auch so: Nicht die Aktion selbst war behämmert und voller NS-Symbolik, nein, die Gamer sind einfach nicht in der Lage von diesen diabolischen Machwerken loszukommen !!!!!!!!!!!!!!

  14. Und was will das AAW mit den Unterschriften machen? Unterschriftenlisten haben in diesem Land noch nie was bewirkt. Und wenn es nicht um die Stillegung eines AKWs oder Tierquälerei, sondern nur um Computerspiele geht, wird die Motivation der Leute zu unterschreiben eh im Keller sein.

  15. Und sogar auch von Kindern, die mit Videospiele „AB 18“ nichts zu tun haben, werden Unterschriften gesammelt.
    Demnächst dürfen Kinder mitentscheiden, ob die Eltern auf die Geburtstagsparty des Nachbarn gehen dürfen…hmpf

  16. @Booomboy
    Ich will ja nichts sagen aber auch Kinder haben ein Mitbestimmungsrecht, sogar über die eigenen Eltern. Seltsam? Ist aber so.

  17. Also ich bin für ein Verbot von Verbot von Killerspielen, die dazu dienen, Menschen zu ermorden. Nur leider kenne ich kein einziges.
    Und wenn das tatsächlich so in der „Petition“ steht, dann hat der AAW aber schlechte Karten.

  18. ALso ich habe mal eine Schülerin gefragt, und an einem Gymnasium nahe Winnenden lief das so ab: Die Petition wurde von einem Schüler in den Klassen vorgestellt, und die Unterschiftenlisten lagen aus. Solange es nicht von Autoritätspersonen (Lehrern/Eltern) aktiv forciert wird finde ich es prinzipiell gut wenn sich Schüler mit politischen Themen beschäftigen und sich engagieren.

  19. ich hab in vielen Einträgen hier gelesen dass Gerüchte kursieren(Einfahrten mit PKW´s blockiert,Hausaufgaben …) und ich wollte klarstellen das das nicht der Fall ist (zumindest hier in Winnenden nicht). Jedoch wurden in den Schulen ,un auch in den Klassen Unterschriftsbögen verteilt. Und zwar Gegen Schusswaffen im Privatbesitz und Gegen „Killerspiel“ . Ich finde es persönlich ein echte Schweinerrei das die Eltern der Betroffenen , aber noch mehr die Politiker diverse „killerspiele“ verurteilen und verbieten wollen. (deswegen hab ich meine unterschrift nicht auf dieses verdammte formular gesetzt)….und deshalb find ich gut dass sich die Gamer wehren ….weiter so;-)

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