Islamisten verbieten Videospiele

(via GamePolitics, afp) In dem von Bürgerkrieg geplagten Somalia hat „Hezb al-Islam“ Videospiele in ihrem Einflussgebiet verboten:

„Zwei Tage nach Verkündigung dieser Erklärung sollen alle Videospiel-Center im von Hezb al-Islam kontrolliertem Gebiet geschlossen, sowie das Spielen von Videospielen verboten werden. Videospiele wurden entworfen um unsere gesellschaftlichen Traditionen zu zerstören. Aus diesem Grund wird jeder, der diese Anweisung missachtet bestraft und die Ausrüstung beschlagnahmt werden.“

Die Einschätzung eines Anwohners:

„Wer weiß, was die Kinder jetzt tun werden. Es ist nicht so, dass es eine angemessene Bildung für sie gäbe. Je mehr man sie vom Spielen abhält, desto eher werden sie an Kampfhandlungen teilnehmen.“

Meldung

32 Gedanken zu “Islamisten verbieten Videospiele

  1. @falke

    „Children and teenagers would gather after school in small centres like cybercafes where PlayStations were wired up and a 30-minute game cost 5,000 Somali shillings (around 15 US cents).“

  2. Traurig, aber hat nur wenig Einfluss auf das Leben dort. So sehr verbreitet sind Games dort nicht.
    Und ich gebe Breikopf Recht, es ist einfach eine Ablehnung der westlichen Kultur.

    Gruß
    Aginor

  3. Hm, Christian Berg könnte ja in Somalia ein Gastspiel geben,…
    Wobei, es ist nicht jede Form von Unterhaltung verboten:
    http://news.bbc.co.uk/2/hi/8312447.stm

    Im Endeffekt ist Somalia ein voller Erfolg für die Friedensbewegung.
    Durch dem Abzug der US Truppen 1993 konnte verhindert werden das sich die Amis die Ölquellen unter den Nagel reißen, und das sollte doch für jeden friedensbewegten Menschen das wichtigste sein.

  4. Dieses Verbot hat nichts mit Traditionen zu tun, sondern damit, dass das die Kinder evtl. nicht gegen amerikanische Soldaten kämpfen würden.
    Man will die Kinder zu Kindersoldaten umformen, sie zu Selbstmordattentätern ausbilden und Videospiele die die Amerikaner gut dahinstellen würde sie davon abhalten Amerikaner zu töten.

  5. @Alrik
    Wenn wir Berg dorthin schicken lautet die nächste BILD Überschrift
    „Deutschland testet neuartige Psychomusikalische Massenvernichtungswaffe“

    nene, mit dem Sondermüll müssen wir uns selbst rumschlagen…
    ich hab gehört in ASSE II wäre noch n Platz frei……

  6. Die Islamisten kennen wohl Spitzer, Pfeiffer, Berg und co. nicht. Die würden ihnen nämlich erzählen, dass man mit Videospielen das Töten trainieren kann.

  7. keine Frage kann man jetzt unsere Gegner offen mit „Islamisten“ vergleichen?
    Nach dem Verhalten ist da nicht viel um oder?
    Happy coding.

  8. Naja das Wort „Islamisten“ würden ich genauso in die Tonne treten wie „Killerspiele“!
    Denn das Wort „Islamisten“ sollte eigentlich die Glaubensrichtung andeuten, so wie das Wort „Christen“.
    Aus eben genau diesem Grund sagen auch einige Moderatoren „Radikale Islamisten“.
    Spitzer,Berg,Hopf usw. würde ich dann aber eher als „Radikale Christen“ einstufen, aber ich weiss nicht ob deren „Geschwafel“ für diese Bezeichnung ausreicht und der Punkt der „Gewalt“ (zur Gewalt gegen Gamer ausrufen) noch dazu benötigt wird.

  9. Nachtrag:
    Da ich das also nicht weiss, werde ich sie auch nicht als eben solche bezeichnen!
    Schließlich will ich denen nicht noch eine Genugtuung machen, indem ich denen für „angebliche Beleidigung“ Schmerzensgeld bezahlen muss.
    Darum lasse ich es!

  10. @Boomboy: Der mit dem „Christ“ zu vergleichende Begriff ist der des „Muslim“. Der Islamismus ist eine Tendenz innerhalb des Islams, die auf dem Islam basierende Positionen politisch auflädt. Islamismus ist nicht also nicht gleich Islam, sondern eine politische Bewegung, die zudem meist äußerst radikalisiert ist. Deshalb gibt es auch keine „radikalen Islamisten“, weil die Radikalität bereits durch den Begriff „Islamist“ abgedeckt wird. Man darf auch nicht den Fehler begehen und – so wie es gerne getan wird, vor allem von Islamkritikern – Glauben (also Muslime) und Politik (also Islamisten) gleichsetzen. Das sind zwei völlig verschiedene Welten, mit ganz und gar unterschiedlichen Konzepten. Im Großen und Ganzen muss man zwar zugeben, dass es kein gemeinsames Konzept hinter dem Islamismus und seinen Facetten gibt, er aber weitaus besser zu definieren ist als eben z.B. der Begriff „Killerspiele“. Insofern kann man die Bezeichnung „Islamist“ getrost weiterverwenden, da es für die Gläubigen an sich die Selbstbezeichnung „Muslim“ gibt.

  11. eigentlich muß man sogar zwischen Islamisten und radikalen Islamisten unterscheiden.
    Wo der Unterschied ist ?
    Nicht jede Partei die sich als Christlich versteht (CDU/CSU) will auch einen Gottesstaat errichten.
    Und nicht jede Partei die sich als islamistisch versteht will auch einen Gottesstaat errichten.

    Hm, das läuft leider nicht auf der Playstation, sonst könnten die Gamer in Somalia weiterzocken:
    http://www.sueddeutsche.de/computer/599/322467/text/

  12. @Alrik:
    „Nicht jede Partei die sich als Christlich versteht (CDU/CSU) will auch einen Gottesstaat errichten.“
    Was wollen die beden Parteien sonst machen? Alles was nicht ind er Bibel steht wird verboten…
    Flandes: „Wenn ich eins weis, dass Jesus HipHop hasst!“

    Happy Simpsons

  13. Ach die haben bestimmt schon PS3 Konsolen.
    Wäre klüger einfach alle Spiele die nicht aus Japan stammen zu verbieten.
    Ist es auch die Frage wie viel die Gesetze einer von keinem Staat der Welt anerkannten Regierung sind.

  14. Aha!
    Jetzt müssen also die verwöhnten Gören von ein paar Warlords und Piratenanführern wieder „rein offiziell“ auf so altbackene Spiele wie Mühle, Dame oder Schach zurückgreifen, während Zigtausende andere Somalier sich im Kampf ums Dasein gegenseitig massakrieren.

    Mein Mitleid für die von den Verboten Betroffenen hält sich in Grenzen!

  15. „Wenn’s Hardcore Fundamentalisten sind, sind auch Mühle, Dame, Schach und Backgammon verboten.“

    Das mag sein. Aber die „Hardcore Fundamentalisten“ sind meistens die, welche andere Sorgen haben und ihre kostbare Zeit garantiert nicht mit Mühle, Dame oder Schach verplempern werden.

  16. Stimmt!
    Sie müssen sich Gedanken machen, wie sie den nächsten brutalen Angriff gegen unbewaffnete Menschen planen, wo sie die Waffen und Munition herkriegen und was sie mit all der Beute anstellen die sie von den toten geklaut haben.

  17. @Alrik:
    Wieviele Moslems oder Juden sind in der CDUCSU?
    Ich traue den C* Parteien nicht da die einzelnen Mitglieder sich immer wieder auf die „christlichen“ Werte berufen, daher ist eine Grundstimmung gegen andere Werte schon vorhanden…

    Happy Coding.

  18. @TRB
    Muslime in der CDU halte ich für unwahrscheinlich, aber bei Juden, da sehe ich jetzt nicht so das Problem bzgl. den „C-Parteien“. Wobei man in Deutschland bzgl. Moslems eh bedenken muss: mal abgesehen von jenen Extrembeispielen, welche von den Medien für die anti-Türkei-Eu-Beitrittskampagne (neues Kunstwort!) halte ich unsere türkischen/muslimischen(jaja, ist nicht das gleiche) Mitbürger für recht liberal – wenn ich mal von den mir bekannten Menschen auf den Rest schließen darf.

    Das Problem sind an dieser Stelle also nicht unbedingt die dt. Moslems, also unter dem Verdacht, sie wären radikal oder so, sondern ebenso die CDU/CSU, die in gewisser weise auch extrem ist (teils so recht extrem gegen Demokratie und so, zumindest, wenn man ein rollendes Mitglied als Ausganspunkt nimmt).

    Jetzt können sich sie die jeweils extremen Strömungen anziehen oder abstoßen ;D

    Aber ich sehe das eher so: auch wenn es evt ein Klischee ist, so denke ich, das die Türken in Deutschland größtenteils Arbeiter sind (könnte mein Bild von Dönerläden beeinflusst sein?) und sich eher der SPD zuwenden als der CDU/CSU. FDP schließe ich fast völlig aus. Die Grünen darf man da echt nicht unterschätzen wegen Cem Özdemir, der wie ich finde auch bei den Deutschen, die nicht mehr oder minder entfernte Wurzeln in der Türkei haben, gut ankommt. Bzgl. der Linken habe ich da überhaupt keine Ahnung.

    Also könnte man grom sagen: dt. Moslems (also größtenteils jene, die ich mal einfach mit Türken gleichgesetzt habe, man verzeihe mir die mangelnde Differenzierung an der Stelle) wird wohl mit SPD und/oder den Grünen sympatisieren.

    Wenn da jemand genauere oder andere Einschätzungen hat… immer her damit, das interessiert mich an dieser Stelle sehr.

  19. Nun da Islamische Fundemenalisten sie verbieten müssen sie doch jetzt zur „Kulturfreiheit“ erklärt werden wie die Neunfels Verschandlung der Mozart Oper Idemeno welche seit 2003 lief. Damals gab es nicht mal Drohungen. Jedoch nutzte man die Oper wie sehr man für „Kunstfreiheit“ sei. Aber schon die Absetztung der Corpus Christi (wegen einem Schwulen Jesus) wurde ja auch von der CDU unterstützt obwohl auch hier neben Christlichen auch Islamistische Fantiker tatsächlich drohten.

    als kann man sich denken das denke das Freiheit nur dann gut genung ist wenn sie poplär der über 30 Jährigen TV generation verkauft werden kann?

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