Gegenwind für Australiens Gamer

(via gamepolitics, acl) Anders, als in Deutschland, ist in Australien ausschließlich der Verkauf von für Kinder geeigneten Videospielen erlaubt. Spiele, die sich nur an Erwachsene richten, sind verboten. Spieler und Entwickler versuchen dies durch die Einführung der „R18+“-Freigabe, wie es sie bei Filmen bereits gibt, zu ändern. Schärfster Gegner ist Michael Atkinson, der Innenminister von Südaustralien, der nun auch Rückendeckung von der „Australian Christian Lobby“ bekommen hat:

„Es wäre naiv zu glauben, dass man „R18+“-Spiele nur Erwachsenen zugänglich machen könnte. Wenn man den Verkauf dieser Spiele in Australien erlaubt, werden sie durch ältere Geschwister oder Freunde zwangsläufig ihren Weg in die Hände von jüngeren Spielern finden.

Wenn Änderungen bei der Klassifizierung vorgenommen werden sollten, sollten diese nur der Klarstellung der „MA15+“-Freigabe dienen, um sicherzustellen, dass Spiele nicht versehentlich in diese Kategorie geraten.

Der Einfluss von gewaltdarstellenden Videospielen auf die kindliche Entwicklung ist ein wichtiges gesellschaftliches Anliegen. Viele Spiele zwingen Kinder sich mit dem Agressor zu identifizieren und Kinder werden für unmoralische Handlungen sowie gewaltätige Verhaltenweisen belohnt. Forschungen zeigen, dass die Zunahme des Spielens von gewaltdarstellenden Ego-Shootern zu einem signifikanten Anstieg von Aggressionen führen kann.“

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16 Gedanken zu “Gegenwind für Australiens Gamer

  1. Gutmenschen, Gutmenschen, ich verabscheue diese Sorte Mensch nur noch denn anders als der Name es vermuten lässt sind die alles andere als gut. Diese sogenannten Gutmenschen sind hochgeradig gefährlich für Demokratie, Recht&Gesetz, Freiheit, freiheitliches Gedankengut und der allgemeinen Sicherheit.

  2. In Australien spinnen die verantwortlichen schon ein wenig, denn warum bei Filmen, aber nicht bei Spielen? Doppelmoral lässt grüßen, genau wie die Inkonsequenz. Btw: Waffen dann auch komplett verbieten, sogar zur Jagd, die großen Geschwister kaufen die Waffen, damit die kleinen arme alte Omis mit Kinderwagen erschießen können. Schlimm!
    Küchenmesser bitte auch verbieten, damit die Australier da noch schneller sind als die Briten…

    Die spinnen die… „Inselaffen“ – welche „Insel“ ist mir derzeit mal egal ;)

  3. Da war zu viel Salzwasser auf den Weg nach Australien…
    Man sollte den mal vorschlagen, dass Filme ebenso nur ab 15 Maximal freigegeben werden sollen ^^ Da würden viele Filmegugger plötzlich sehen was die Gamer dort erleiden müssen!

    Happy Coding.

  4. Ich bin mal gespannt, ob irgendwer von euch den Begriff „Gutmensch“ auch nur annähernd definieren kann. Der fällt nämlich in die gleiche Kategorie wie „Killerspiel“. Also können wir mal aufhören unsere eigenen Egos als vermeintlich „politisch inkorrekte“ und subversive „Anti-Gutmenschen“ zu streicheln und zu einer Rhetorik zurückkehren, die nicht schlichtweg scheiße ist? Danke!

  5. Das trauige ist ja das wir uns nicht viel nemmen beim Vergleich mit Australien wer denn die Leute mit den größten Knall an der Macht sitzen hat, wir sind den Menschen in Australien in vielen Punkten sehr ähnlich.

  6. @Sebiroth
    Ich befürchte nicht. Gamers 4 Croydon werden jetzt schon kaum Chancen gegegeben… Und das ist schon eine ganze, absolut professionell aufgezogene Partei für die nächsten Wahlen http://www.gamers4croydon.org/ Was sich dort gegen konkrete Liberalisierungen, im übrigen auch im Bereich erotischer Darstellungen, wo es ebenfalls schon eine Sexpartei gibt, ansammelt, hat viel mit Trotz und Puritanismus zu tun aus meiner Sicht – anders als in Deutschland weniger mit Empörung und Unkenntnis. Man sollte sich auch vergegenwärtigen, dass einige Spiele welche es in Deutschland schwer haben wegen der Gewaltdarstellung, dort keine Probleme deswegen haben, dafür andere wegen Drogen, Graffiti und ähnlichem anderen unangemessen empfundenem.

  7. @Pyri
    Mark Eckos Getting Up PC/PS2/XBox (Das Sprayergame) hat aber auch in Deutschland viel, ja sogar sehr viel Kritik aus Politik und Medien erhalten und das gleiche auch bei Fallout 3, das war nicht nur die Gewalt angeprangert worden sondern auch der Mißbrauch von Medikamenten und co.

  8. Australien wäre ein super Land zum auswandern, aber das stört mich schon ein wenig.
    Ist es zumindest möglich sich die Spiele die nicht in Australien erscheinen aus UK zu ordern? Australien ist ja ebenfalls PAL-Region.

  9. Nein das ist dort nicht erlaubt, kein Import. (Übrigens wurde dort sogar Project gotham racing 1 und 2 auf die Black List gesetzt).

  10. ich würde sagen in australien hat die filmelobby großen einfluss, wenn der mann filme verteidigt aber spiele den gleichen weg verwehrt die einst die filme genommen haben.
    ich hoffe bei der nächsten wahl wird dieser mann rausfliegen oder zumindest sein einfluss so geschwächt, dass er nicht mehr als einzelgängender türsteher forzieren kann.

  11. Sollte ich beruhigt sein, dass auch die Aussie einen Schünemann oder Herrmann haben? Nein, die verdient kein Land. :(
    .
    @maSu
    Bei Spielen kannst du immerhin selber morden und bist nicht zum passiven zuschauen verdammt. *irony*

  12. na ja, wenn Gewaltkriminalität erblich ist sollte auf einem Kontinet der von Sträflingen besiedelt wurde vieleicht strenger Gesetze gelten ;)
    Hey, Vorurteile können manchmal lustig sein…

    Da Ben die Definition eines Gutmenschen wollte:
    Der Gutmensch weis was gut und schlecht ist und redet darüber.
    Der gute Mensch tut was gut ist, und tut nichts was schlecht ist.

  13. @Alrik,
    eine Ergänzung zum „Gutmenschen“:
    Der Gutmensch weiss was gut und schlecht für „Ihn“ ist und redet darüber.
    der Gutmensch tut was gut ist und tut nichts was schlecht für „Ihn“ ist und versucht mit allen Mitteln seinen Glauben, seinen Willen anderen Menschen aufzuzwingen.

  14. blala „Gutmensch“, „killerspiel“ „Poltisch (in)Korrekt“ als Kampfbegriffe die deren Bedeutung auswechselbar bzw. hinterher gereicht werden kann. Erstmal soll irgend ein Schlagwort. Der „Killerspiel“ Verbotsfoderer sieht sich als „Poltisch Inkorrekter“ der „gegen den Mainstream“ sei und die „einfälltigen Gutmenschen“ von der „bösartigkeit“ Super Marios überzeugen wollen.^^
    Ursprünglich würde Poltische Korrektheit von Streng Konservativen in den 50er als Verteidigung gegen „den Moralischen Verfall“, dann in den 60er fühlte man sich von der „Poltischen Korrektheit“ der Liberalen gestört.

  15. Ich kenn „Gutmensch“ eigentlich nur als rechten Kampfbegriff gegen alles, was angeblich links, sozial oder liberal sein soll. Meistens wird er gebraucht, um Leute abzuwerten, die Rassimus kritisieren, oder sich explizit nicht-rassistisch verhalten. Um autoritäre christlich-konservative Moralvorstellungen inklusive Missionsabsicht und Verbotsdrang zu kritisieren ist der Begriff deshalb wohl eher unpassend. Und wie BobofAim schon sagte, die Killerspiel-Verbotsforderer sehen sich tatsächlich als politisch inkorrekte Kämpfer gegen den bösen liberalen Mainstream, der wegen seines Gutmenschentum notwendige Verbote verweigert und von Zensur spricht.

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