Berg: „Wozu brauchen wir diese Spiele?“

(radio bremen) Wider aller Erwartungen wurde in der Sendung „Kinderzeit“ erfrischend sachlich über das Thema der „Killerspiele“ geredet. Mat hat es lediglich versäumt über den Irrtum, dass die Jugendgewalt stetig zunehmen würde, aufzuklären. Allein der Ort der Sendung war vielleicht nicht optimal. Solch eine Sendung wäre bei NDR Info wohl besser aufgehoben, da die Diskussion – auch wenn sie Kinder betrifft – vielleicht nicht unbedingt für Kinder geeignet ist. Das Gespräch mit Christian Berg, der Stein des Anstoßes, war aufgezeichnet und leider auf dem erwarteten Niveau.

„Es gibt auch Menschen die sagen diese Spiele sind so gefährlich, dass man sie verbieten sollte. Und einer davon heißt Christian Berg, Er ist Kinderbuchautor, Schauspieler und Regisseur. Seit vielen Jahren auf der Bühne und präsentiert Theaterstücke und Musicals für Kinder. Er setzt sich seit kurzem für ein verbot von Computerspielen ein, in denen der Spieler auf andere Personen schießt. Er nennt sie „Killerspiele“ und ich habe gestern mit ihm telefoniert:

Agupyan: Guten Morgen Herr Berg.

Berg: Guten Morgen.

Agupyan: Uns hören ganz viele Kinder zu, Herr Berg, und genau bei denen haben Sie in den letzten Jahren eine Veränderung festgestellt. Was ist Ihnen aufgefallen bei Ihren Lesungen und Schulaufführungen?

Berg: Naja ich bringe ja seit ganz vielen Jahren ganz viele Musicals für Kinder auf die Bühne und ich stelle dort fest, dass die Kinder immer größere Schwierigkeiten haben zuzuhören. Eigentlich ist es dann bei Kindern aus bestimmten Gebieten, die nicht so wohlbetucht sind, dass sie oft ins Theater gehen können, auch noch so schlimm, dass sie nicht länger als eine halbe Stunde durchhalten. Und das mache ich daran fest, dass einfach zu hause immer weniger vorgelesen wird. Und heutzutage, das ist bewiesen, laut einer Studie, wird in 60 % der Haushalte nicht mehr vorgelesen. Und ich finde da tun die Erwachsenen den Kindern ganz schön was Schlimmes an.

Agupyan: Sie haben auch festgestellt, dass die Kinder sich immer mehr auf die Seite der Schurken schlagen. Warum besorgt sie so etwas?

Berg: Naja, also ich habe oft die Schurken als komische Figuren bei mir auf der Bühne um sie auch zu entzaubern. Aber wir haben bei Alice im Wunderland eine Verfolgungsjagd durch den Saal und da sind einmal vier Jungs aufgestanden und haben Alice festgehalten, damit die bösen Wachen der bösen Königin sie fangen können. Und ich glaube das liegt definitiv an dem Fernsehprogramm heutzutage, wobei ich da ausdrücklich z.B. den Kika ausnehme. Und es liegt daran, dass DVDs sehr leicht zugänglich sind mit schlimmen Filmen. Und auch sogenannte Killerspiele.

Agupyan: Was sind Killerspiele?

Berg: Für mich sind Killerspiele alles das, wenn in dem Spiel das Ziel ist, dass jemand getötet wird.

Agupyan: Sie sprechen also Computerspiele an, sogenannte Ego-Shooter..

Berg: Ja das Wort finde ich schon am allerschlimmsten.

Agupyan: Kenn Sie solche Spiele?

Berg: Ja, ich kenne CounterStrike und ich möchte aber jetzt hier vor den Kindern im Radio auch nicht so viele Spiele nennen, weil ich eigentlich keine Lust darauf habe Werbung zu machen.

Agupyan: Was ist das Schlimme an diesen Spielen?

Berg: Dass es das Ziel hat ohne wenn und aber Menschen zu zerstören, zu erschießen, zu töten, explodieren zu lassen – ohne einen Sinn dahinter. Ich finde das sollte es nicht geben. Die Gamefreunde, oder die nennen sich ja die Gamer, die schieben immer vor „Wir haben einen Jugendschutz.“. Ich kenne so viele Fälle, also ich habe ganz viel Post bekommen auf diese Aktion hin die ich gemacht habe gegen Killerspiele, wo 8-, 9-Jährige an der Schule Zugang zu diesen Spielen hatten. In dem sie sich diese Spiele von älteren besorgt haben. Und ich finde das macht gewaltbereiter im Kopf. Da gibt es ja auch Studien, dass man irgendwann gewaltbereiter ist. Und das sollten wir nicht haben. Die Welt braucht keine Killerspiele.

Agupyan: Meinen Sie, dass es wirklich keine Killerspiele, wie Sie sie nennen, mehr geben wird, wenn man sie verbietet? Heute kann sich doch jedes Kind alles aus dem Internet heraussaugen?

Berg: Naja ich wollte ja eigentlich, und das ist mir ja auch gelungen, ich wollte ja provozieren, mit meiner Aussage diese Killerspiele zu verbieten. Ich wollte…

Agupyan: Was heißt provozieren?

Berg: … eine Diskussion lostreten damit sich alle mal Gedanken darüber machen, wie man diese Spiele… weniger werden lässt. Das glaube ich nicht, dafür gibt es eine Industrie die viel Geld verdienen will. Aber wie man Wege findet, dass Kinder nicht an diese Spiele herankommen.

Agupyan: Was wäre denn so ein Weg?

Berg: Tja… das ist… sehr schwer. Weil, wie gesagt, sie haben recht, es gibt das Internet. Bei der US-Armee können sich Kinder ohne Alterszugang auch solche Spiele herunterladen von den Seiten. Und deswegen habe ich dieses Verbot angesprochen. Es wäre natürlich auch ein Weg, dass Eltern ihre Kinder mehr kontrollieren, aber ich weiß, wie schwer das heutzutage ist, wenn Eltern berufstätig sind und Kinder alleine zuhause sind. Ich glaube der einzige Weg ist es wirklich unter noch schwerere Strafen zu stellen, Kindern diese Spiele zugänglich zu machen. Oder eben diese schlimmen Spiele, von denen ich immer wieder die Frage stelle: „Wer braucht sie! Wozu brauchen wir diese Spiele? Wozu müssen wir spielen, dass wir töten.“.

Gleich hören wir mehr von Christian Berg, jetzt aber erst einmal die Frage an Ole und Daniel, beides Studenten, die diese Spiele kennen und zum Teil auch schon gespielt haben. Die Frage von Christian Berg:

Agupyan: „Wozu brauchen wir Spiele um zu töten?“. Daniel, was sagst du dazu?

Daniel: Ich finde die Frage relativ falsch vom Ansatz. Weil es ist ja niemals das Ziel, dass sich Menschen reell vorstellen andere Menschen umzubringen. Sondern es geht ja in diesen Spielen eher darum in eine andere Welt zu flüchten. Also ich finde Verknüpfung zwischen Erlebten im Videospiel und der Gewalt im echten Leben für falsch.

Agupyan: Aber warum habt ihr manchmal den Wunsch in eine Welt zu flüchten, wie du das sagt, in der man Menschen kann?

Daniel: Ich glaube nicht dass das, weil ich kann nicht für Ole reden, aber ich glaube nicht, dass das jemals meine Motivation war. Also ich kann mich noch daran erinnern, dass ich mit 6-Jahren zum ersten Mal Videospiele gespielt habe und da ging es nicht darum Menschen zu töten sondern mit einem rot gekleideten italienischen Klempner auf Pilze zu springen, was so mein erster Kontakt zu Videospielen war. Und ich glaube einfach dass man, je älter man wird sich die Spielwelten anders aussucht. Und ich gehe ja auch gerne in Kinofilme, die einigermaßen realitätsnah sind oder in Fantasyfilme, um z.B. die Brücke zu Wolrd of Warcraft zuschlagen. Und, wie gesagt, ich glaube nicht, dass man sich da großartig wegen „des Tötens“ in irgendwelche Welten begibt.

Agupyan: Ole, was sagst du zu der Forderung von Christian Berg?

Ole: Also ich möchte da weiter ansetzten, was Daniel schon sagte. Und zwar geht es wirklich nicht darum irgendwie Aggressionen oder ähnliches auszuleben. Sondern es geht eben wirklich darum mit anderen Menschen zusammen im Team zu spielen. Es geht letztendlich um einen großen Wettstreit, wenn man so will. Also einen Wettbewerb an sich.

Agupyan: Aber man kann ja auch Sportwettbewerbe mitmachen, mit dem Computer. Man kann laufen oder Diskusscheiben werfen oder was auch immer. Warum muss man Menschen erschießen?

Ole: Das ist wieder genau die Stelle: Letztendlich geht es nicht ums Erschießen, sondern es geht einfach darum, um eine Sache wo man Reaktionen ertestet, wo man Geschick ertestet. Und das Untereinander. Es geht wirklich nicht darum, dass es jetzt unbedingt ein gewaltspiel ist, sondern es geht um den Aspekt des Geschicks.

Agupyan: Markus Gerstmann ist bei uns, er ist Computerspieleexperte. Sie sind Sachverständiger Gutachter für den Jugendschutz im Bereich Computerspiele bei der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle für das Land Bremen. Mein Gott, ein langer Satz. Was machen Sie da genau?

Gerstmann: Wir gucken uns die Spiele an und wir bewerten sie, was die Spiele zeigen, wie sie wirken können auf Jugendliche. Da versuchen wir sie einzuordnen und ob sie dann für 0-, 6-, 12-, 16- oder 18-Jährige freigegeben werden. Wir hucken uns diese Spiele an, aber ich möchte noch einmal ganz deutlich betonen: Wir spielen nicht gegen Menschen, wir töten keine Menschen. Das sind Spielfiguren. Pixelgrafiken, die da sind. Das sind keine Menschen, das ist eine Spielverabredung um ein Spielziel zu erreichen. Und nur der Außenstehende, der es nicht spielt, sieht darin Menschen, weil er da in seinem Kopf zusammenfügt, das sieht ja so aus. Es ist eine Spielverabredung und es wird kein Mensch dadurch getötet, sondern es ist genauso wie bei einer Schnitzeljagd, das ist genau dieselbe Spannung, ich muss einen Ort erreichen gegen eine andere Mannschaft kämpfen, verteidigen und vielleicht den Platz zu besetzen. Das sind diese Spielverabredungen. Und wenn man das runterholt ist das eine ganz normale Spielsache und das finde ich sehr wichtig im Kopf zu behalten.

Ole oder Daniel: Ich denke ein guter Vergleich ist auch z.B. Völkerball. Völkerball ist ja letztendlich auch, dass man sich mit einem Ball bewirft, was letztendlich dann gut die Waffe darstellt, was ja auch letztendlich ein älteres Publikum ansprechen soll um so einen gewissen Realismus für die Leute reinzubringen. Aber letztendlich geht es eben darum um dieses Geschick, jemanden mit einem ball abzuwerfen.

[…] Der Grund, warum wir heute in der Kinderzeit über sogenannte Killercomputerspiele sprechen, ist Christian Berg. […] Und ich habe ihn gefragt, warum er gerade ausgerechnet in dieser Zeit jetzt fordert, dass man diese Computerspiele verbieten sollte, obwohl es die ja schon seit vielen Jahren gibt.

Berg: Weil ich feststelle, dass es immer schlimmer wird. Mit der Gewaltbereitschaft von Kindern. Ich sehe das auch vor Vorstellungen im Theaterfoyer. Oder wenn ich mit meinen Büchern, ich war heute wieder bei einer Lesung an einer Grundschule, die Kinder sind viel gewaltbereiter als früher. Ich mache das nicht allein an den Killerspielen fest. Ich mache das auch fest an Fernsehprogrammen, die zum Teil unverantwortlich sind. Und es wird immer irgendwie immer schlimmer. Wenn ich früher ein Kind auf der Bühne hatte und gefragte hatte, woher kennst du die Geschichte, dann haben die mir gesagt, ja ich habe das Buch zu Hause, meine Oma hat mir das vorgelesen, oder meine Mama. Und heute sagen die wir haben das Spieloder wir haben den Film auf DVD.

Agupyan: Das hört sich ja danach an, dass eine Gefahr ausgeht von Computerspielen. Ole und Daniel, welcher Meinung seid ihr?

Ole oder Daniel: Ich glaube nicht wirklich, dass eine Gefahr von Computerspielen ausgeht. Ich habe in letzter Zeit mich auch wieder ein bisschen mit dem Thema Killerspiele beschäftigt und ein ganz gutes Argument gehört, dass es natürlich eine kleine Zahl von Menschen gibt, die gefährdet sind, was solche Inhalte in Killerspielen oder auch in Metzelfilmen angeht, aber dass das eigentlich so ist wie mit anderen Dingen, die berauschen oder Freude machen. Wie mit Alkohol oder Zigaretten, dass eben die meisten schon damit klar kommen. Und eben einige Wenige, wo dann eben der Ursprung, warum sie nicht damit klarkommen, nicht eben in den Videospielen zu suchen ist, sondern halt in ihrem sozialen Umfeld, ihrer Psychosomatik. Die gibt es halt, aber die Mehrzahl stört es nicht.

Agupyan: Herr Gerstmann, gibt es wirklich Kinder, die, wenn sie diese Killerspiele spielen, gewaltbereiter/aggressiver/wütender werden?

Gerstmann: Natürlich, es ist eine Erregungskurve da, man regt sich auf über das Spiel, man ist dabei, man will kämpfen, aber je länger man diese Spiele spielt, umso normaler wird diese Reaktionskurve. Und man pendelt sich ein. Es ist einfach nicht so einfach, wie Herr Berg das sagt. Erst einmal der Begriff „Killerspiele“ ist ein politischer Begriff, den ein Politiker erfunden hat. Es gibt keine Killerspiele. Die werden nie so definiert. Und man muss einfach das runterholen, dass sind einfach kämpferische Auseinandersetzungen. Und ich finde einfach, das ist sehr komisch zu sagen: „Heute ist das alles so schrecklich.“. Das sagen alle Eltern, alle Erwachsenen. Ich bin auch über 40, ich könnte jetzt sagen es ist alles schrecklich und früher war es so schön. Ich habe meine Bücher gehabt, ich bin mit einem Holzgewehr über die Wiesen gerannt. Aber es entwickelt sich und die Kinder beschäftigen sich mit den Meiden, die da sind, und die Erwachsenen müssen den Zugang zu den Kindern haben, dass wir darüber reden. Und die Kinder müssen uns das erklären, was sie daran faszinierend finden. Wenn ich in die Schulen gehe, mit den Kindern darüber rede, sie wollen mit uns Erwachsenen darüber reden, sie können mir das erklären, was sie da machen, was sie da fasziniert. Und wenn die Kinder aus dem Kinderzimmer kommen und was gespielt haben, dann muss ich sie genauso fragen wie nach einem Fußballspiel: „Hast du ein Tor geschossen?“, „Hast du gewonnen?“, „Hast du dein Spielziel erreicht?“. Und dann reden wir auch mit den Kindern und kriegen auch was mit und wir könnten auch mal als Erwachsene mit den Kindern zusammen spielen. Heute ist Sonntag, warum setzen Sie sich nicht mit Ihren Kindern zusammen an den Computer und lassen sich das mal von den Kindern erklären.

Agupyan: Bleiben wir einmal bei dem Verbot dieser Baller- oder Killerspiele. Wie könnte so ein Verbot aussehen?

Gerstmann: Ein Verbot ist absolut lächerlich. Für mich sind Verbote, dass ich mich nicht mit einem Thema beschäftigen will, wenn ich es verbiete ist es weg und dann ist das Problem gelöst. Wie Sie ja schon gesagt haben, über das Internet kriege ich das, ich kann es weiter in Österreich kaufen. Wir haben in Deutschland den härtesten Jugendschutz weltweit. Wir beschäftigen uns mit diesem Thema viel intensiver als alle anderen Länder und ich finde es entscheidend, dass wir Hingucken, was die Kinder tun, mit was sie sich beschäftigen und dass wir eben […] Ego-Shooter mindestens „ ab 16“ oder „ab 18“ freigeben. Und wenn wir einfach darauf achten, dass diese nicht in die Kinderzimmer kommen, dann haben wir ganz schön viel erreicht. Und es sind 75 % der Spiele, die auf dem Markt sind, die „ bis 12“ freigegeben sind. Es gibt ganz viele Spiele, die toll sind für Kinder.

Agupyan: Daniel, Ole, was meint ihr. Wenn man diese sogenannten Baller- oder Killerspiele verbietet, wenn es sie nicht mehr gibt, löst dass irgendein Gewaltproblem unter Kindern und Jugendlichen?

Ole: Ja, wenn ich einmal anfangen darf. Und zwar mit den Verboten ist das ja sowieso bei Kindern immer so eine Sache. Genau dadurch wird es ja letztendlich auch irgendwie interessant. Ich denke eben auch dieser Ansatz, dass man so etwas gewissermaßen kontrolliert, es versteht und es nicht irgendwie dadurch noch verschlimmert, dass man sagt dass sind ganz schlimme Sachen und das darfst du nicht, sondern eben dass man mit dem Kind darüber spricht uns sagt: Mensch, die schießen sich da tot, so etwas sollte man eigentlich nicht gut finden und so etwas ist noch nichts, was du jetzt spielen solltest. Sie müssen es den Kindern halt irgendwo schon erklären, was in diesem Spiel gemacht wird, und warum es noch nicht etwas für sie ist.

Agupyan: Daniel, was würde es uns bringen, wenn wir diese Spiele verbieten?

Daniel: Ich glaube gar nichts. Ich glaube auch das Verbote und insbesondere auch die Strafe, die ja Herr Berg auch fordert, das Erhöhen der Strafen und diese Diskussion, die ist ja wirklich alt, nichts bringt. Also es ist ja mehr als erwiesen, dass Leute die Dinge tun die verboten sind, nicht darüber nachdenken, welches Strafmaß sie erwartet. Sondern die Motivation ist eine andere.

Ganz interessant, was Christian Berg übrigens genau dazu gesagt hat:

Berg: Das glaube ich nicht, das glaube ich nicht. Ich glaube, dass die ganz Gewiss einen Einfluss haben auf Kinder. Und die sind ja auch entwickelt worden, zum Teil, um Kinder oder Jugendliche ans Militär heranzuführen. Es ist ja bewiesen, dass einige Spiele extra für die US-Armee entwickelt wurden. Und das braucht es nicht. Da muss man einen Weg finden, dass Kinder wirklich nicht an diese Spiele rankommen. Aber ich weiß z.B. von einem Vater, der diese Spiele hat, und die Kinder verticken die Spiele, die verkaufen sie.

Agupyan: Welche Gründe gibt es Ihrer Meinung nach denn noch, warum Kinder gewalttätig werden?

Berg: Weil Ihnen auch immer weniger zugehört wird, auch von den Erwachsenen. Weil die Erwachsenen immer gestresster werden, weil sie in der Arbeit viel Stress haben, weil sie sich in ihrem Arbeitsplatz behaupten müssen. Weil sie darum kämpfen müssen. Und die Gewaltbereitschaft ist natürlich auch ein Ventil, um auf sich aufmerksam zu machen.

Agupyan: Jetzt hören uns ganz viele Kinder zu, was würden Sie denen gerne sagen? Es gibt viele Kinder sicherlich auch darunter, die solche Spiele, wie Sie sie meinen, spielen.

Berg: Ich würde ihnen gerne sagen, macht was mit euren Freunden, werdet selber kreativ. Nimmt euch ein gutes Buch. Spielt Theater. Macht Sport in Vereinen und dann braucht ihr das nicht.

Agupyan: Her Gerstmann, Daniel und Ole, würdet ihr auch sagen: Kinder lasst lieber die Finger von Computerspielen?

Gerstmann: Nein, auf keinem Fall. Ich finde man muss das einfach mal sehen: Er sagt ein Buch lesen. Na klar, die Jugendlichen lesen soviel wie noch nie zuvor, wenn sie […] Harry Potter gelesen haben. Das ist eine wahnsinnige Euphorie. Und die haben so dicke Bücher, allein durch gewälzt, weil sie in eine Fantasiewelt abgetaucht sind. Also die Kinder lesen. Aber das Buch hat eine lineare Story, ich kann nur dem Folgen, was der Autor mir vorgibt. In einem Computerspiel kann ich entscheiden ob ich links oder rechts gehe, ob ich das Abenteuer jetzt mache oder am nächsten Tag. Also es hat eine Faszination die Computerspiele, dass ist eine Sache, die man nicht mehr wegnehmen kann. Also man würde sagen vielleicht in 10 Jahren, das Bücher einfach langweilig geworden sind, weil ich nicht entscheiden kann, was ich tun kann. Man muss einfach die Mischung hinkriegen: Spielen, Lesen, draußen Spielen, alles Mögliche. Und das ist egal, was man extrem macht, ob es ein Bücherwurm ist oder ein Computerspieler, man darf es nicht zu extrem machen., sondern man muss einfach die Vielfalt des Lebens genießen.

Agupyan: Daniel, was sagst du dazu?

Daniel: Da würde ich mich sofort anschließen. Das ist auch das wo ich am liebsten dazwischen geschrien hätte gerade. Weil keiner der jetzt wirklich viel diese Videospiele spielt, oder wenige machen nur das, also ich meine ich bin selber nebenbei noch privat Musiker, bin noch im Sportverein tätig. Also das ist heißt nun wirklich nicht, dass man seine ganze Freizeit aufgibt. Was ich zu Herrn Berg noch sagen möchte, und das ist brennt mit extrem unter den Nägeln, ist, eine Aussage von ihm, dass es erwiesen sei, dass viele Spiele für die US-Armee entwickelt worden seien, einfach falsch ist. Und für mich wieder ein gutes Beispiel dafür ist, wie schlecht informiert die Diskussion in der Öffentlichkeit geführt wird. Und wie er dann gerade noch auf die Frage hin, oder auf seinen selber eingebrachten Punkt hin, wo e aus der eigenen Heimat herkommt oder irgendein Elternhaus, dann noch die Prise der Verzweiflung, dass die Eltern in der heutigen Zeit ihre Jobs behalten müssen und so weiter einbaut… Also ich finde diese Art und Weise, wie so etwas dramaturgisch aufgebaut wird, immer relativ schwach. […]

Wir haben ihn in dieser Sendung schon häufiger gehört, Christian Berg, den Kinderbuchautoren, Schauspieler und Regisseur. Er fordert also ein Verbot von Killerspielen, von Kriegsspielen auf dem Computer. Und seit dem er das fordert, haben sich viele Menschen bei ihm gemeldet. Und nicht alle waren seiner Meinung:

Berg: Naja, ich habe ganz viele üble Beschimpfungen bekommen. Man hat mich also verglichen mit Leuten aus der deutschen Nazi-Zeit. Also wenn eure Hörer das nicht wissen, die Nazis haben ja zum Beispiel Bücher verbannt von jüdischen Autoren oder gefährliche Bücher, wie sie das nannten. Da hat man mich mit einem Bücherverbrenner verglichen. Dann hat man mich mit dem üblen Propagandaminister von Hitler, mit Goebbels, verglichen. Dann hat man gesagt ich sollte Berufsverbot bekommen, weil ich auf Kinder Einfluss habe. Und das allerschlimmste was ich hier gehört habe war, dass ich ein Kulturfaschist bin.

Agupyan: Wie geht es Ihnen dabei, wenn Sie sowas lesen?

Berg: Ich hatte schon Angst teilweise, ich habe auch paar Drohanrufe per Telefon bekommen. Ich hatte schon ganz schöne Angst. Aber die Lobby derer, die auf meiner Seite waren, die war mindestens genauso groß. Und es gab ja letztes Jahr diesen schrecklichen Amoklauf in Winnenden. Ich bin mit diesen Eltern in ständigem Kontakt, ich habe eine Mutter kennen gelernt vor einem dreiviertel Jahr, die ihre Tochter in Winnenden verloren hat. Die haben auch eine Unterschriftenaktion gehabt gegen Killerspiele. Und auch diese Eltern wurden auf ihrer Homepage bedroht. Also ich finde das ganz schön schlimm, wenn Eltern das Liebste auf der Welt genommen wird, wenn die dann von solchen Menschen auch noch bedroht und beschimpft werden. Da frage ich mich wirklich, in was für einer Zeit wir leben.

Agupyan: Herr Berg, ich finde ja jeder sollte seine Meinung sagen können, ohne dafür bestraft zu werden. Danke, dass Sie Ihre Meinung gesagt haben. Ihnen alles Gute.

Berg: Danke, tschüss.

Agupyan: […] Daniel, was sagst du dazu, dass er so bedroht wurde in den letzen Wochen, nur weil er ein Verbot von Killercomputerspielen gefordert hat?

Daniel: Also ich finde jemanden zu bedrohen geht natürlich überhaupt gar nicht. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Also er hat natürlich seine Meinung, die polarisiert selbstverständlich aber da mit Drohungen zu reagieren ist natürlich der falsche Weg. Allerdings glaube ich, dass die Menschen, wenn man da auch ein bisschen in Internetforen gelesen hat, die, die da am meisten Rumpöbeln, sind meistens die harmlosesten. Also ich glaube nicht, dass sich Herr Berg irgendwelche Sorgen machen muss.“

55 Gedanken zu “Berg: „Wozu brauchen wir diese Spiele?“

  1. „Agupyan: Sie sprechen also Computerspiele an, sogenannte Ego-Shooter..
    Berg: Ja das Wort finde ich schon am allerschlimmsten.“
    Wieso ist das Wort Egoshooter so „am allerschlimmsten“? Dass ist die Genrebezeichnung und nicht ein Wort was beleidigen soll wie Killerspiele!
    „Ich glaube der einzige Weg ist es wirklich unter noch schwerere Strafen zu stellen“
    noch mehr RechtsUNsicherheit für die Läden oder was? Dann verkaufen sie ja gernichts mehr…
    „Bei der US-Armee können sich Kinder ohne Alterszugang auch solche Spiele herunterladen

    WTF?
    „Es ist ja bewiesen, dass einige Spiele extra für die US-Armee entwickelt wurden. “
    Lügner! Wir haben ihn ja genügend Beweise geliefert, dass es eben nicht stimmt! Wer also Trotz besseres Wissens die Unwahrheit sagt LÜGT einfach! Dass ist kein Mythos meh sondern eine dreiste LÜGE!

    Ansonsten was die Sendung wirklich auf einen Guten Niveau bei der man beide Seiten zu Wort kommen gelassen hat. Davon sollten sich andere mal eine Schreibe abschneiden!
    .
    Happy Coding.

  2. Die Welt braucht keine Musicals. das sag ich als absoluter musical hasser, kann null damit anfangen und bekomme innere unruhe und werd hektisch weil es echt einen qual is, bei filmen wo plötzlich gesungen wird ists dass selbe und dass schon von kindheit an.naja der berg oder wie auch immer hat eben keinen ahnung von spielen und des merkt man,er will ja nur provozieren,damit wieder halb wahrheiten über spiele verbreitet werden. in einen hat aber schon recht, dass kinder an spiele, die nicht für sie gedacht sind kommen ist leider nicht so dolle, aber jeder Gamer oder wie er meinte gamefreunde (lol) ist auch der meinung dass games für erwachsene nix für kinder sind .

  3. Ja die Sendung hatte wirklich gutes Niveau. Der Moderator verhielt sich sehr Neutral, es waren beide Seiten eingeladen und noch ein „neutraler“ Vertreter der USK. Auch gut fand ich dass der Moderator einigermaßen kritisch nachgefragt hat und das Gespräch gut geleitet hat jeder bekam seine Redezeit.

    Schade dass man solche Sendungen nicht häufiger im Abendprogramm findet und nicht nur am frühen morgen, gerade weil das Thema eigentlich für ein Kind zu komplex ist und es sie auch nur am Rande betrifft.

  4. Ích verstehs nicht, entweder gibt es eine industrie, die durch solche spiele Fantastilliarden scheffelt und ihn dabei hindert die Spiele zu verbieten oder „weniger werden [zu] lassen“ aber andererseits sind sie umsonst bei der Arm zum runterladen.
    kann der sich mal entscheiden?
    .
    Gruß
    DerMarc42

  5. also bis auf den nonsens den berg wieder vom berg…oh pardon! vom stapel gelassen hat, war die sendung auf einem wirklich gut menschlichen niveau.
    naja schade nur, dass der herr berg von diesem sachlichen niveau wohl immer noch weit entfernt ist.
    aber gut fand ich vorallem den usk mann, der ego shooter/actionspiele auch als solche betrachtet und ebenfalls verbot ablehnt.
    ABER…und nun kommt das große AAAABBBBEEEERRRR!
    Er meinte man könne diese Spiele wegen der Kunstfreiheit und dem Artikel 5 GG nicht verbieten und sagte noch mal, dass man deswegen nicht zensieren darf.
    Aber doch genau das wird mit vielen Spielen aus der Actionsparte getan, dass die zensiert werden und DAS wurde nicht angesprochen, was ich allerdings für sehr wichtig hielt!
    Zwar kann man aus den Nachbarländern die Spiele importieren, aber was sind die Unterschiede von deutschen und ausländischen Spielversionen?- das fehlte.

  6. Dass ein selbst Kulturschafffender die Nützlichkeitsfrage stellt („Wozu brauchen wir…?“) ist schon erschreckend. Die Art und Weise, wie dieser seltsame Herr Berg über Kinder denkt stimmt mich auch befremdlich. Ich würde darauf achten, dass meine Kinder nicht allzuviel von solch intoleranten Denkern konsumieren.

  7. vorallem wies er hauptsächlich auf „Bücher und Theater“ hin, dass diese mehr von Kindern genutzt werden sollten als Videospiele.
    Also ganz klar: ich sehe hier eher eigennützlichkeit als wirkliches Interesse daran Kinder vor irgendwas zu schützen.

  8. Meine Meinung: Herr Berg hat absolut keine pädagogische Kompetetenz und ,ganz im gegenteil, ich würde ihn von Kindern vernhalten, da er für diese eine Gefahr sein könnte. Das ist der definitiv falsche Ort gewesen um eine Lehrstunde über Nazis zu führen, die keinen geschichtlichen und gegenwärtigen Inhalt aufweist, womit sich die Kinder, mit diesem Halbwissen, falsch entwickeln können, da ihre Quellen (ausserhalb der Schule) ziemlich dürftig und evtl fehlintepretiert sein könnten.

  9. Herr Berg ist ganz klar absichtlich auf den US-Army-Zug gesprungen. Berg wurde genügend Male kontaktiert und mit Fakten zugebombt, dass er es wissen müsste, dass diese US-Army-Geschichte nicht stimmt!
    Im sofern ist dies ganz klar eine gewollte Übertreibung für ein geplantes Medien-Spektakel!
    Im übrigens übertreibt er auch, dass er meint, es seinen Spiele „extra für die Army“ entwickelt worden. Nur AmericasArmy ist für die USArmy entwickelt worden, als Werbung, aber da kommt man nun zum zweiten falschen Punkt: Das Alter dort abgefragt!

  10. Also ich sehe da eine „Besserung“. Er spricht nur noch davon, dass ein Teil der Spiele für das US-Militär entwickelt wurden und dass man diese Spiele auch auf der Webseite des US-Miliärs herunterladn könne. Das stimmt ja schon fast. Videospiele (d.h. nicht militärische Simulationen) wurden zwei für das Militär entwickelt: Americas Army und Full Spectrum Warrior. Auch kann man ersteres wohl Downloaden. Seine Behauptungen sind hier also nicht (mehr) völlig falsch, sondern er verdreht (nur noch) die extreme Ausnahme mit der extremen Regel.

  11. „Wozu brauchen wir diese Spiele?“
    „Wozu brauchen wir Menschen wie Herrn Berg?“ Ich fordere ein absolutes Auftritts und Berufsverbot für Herrn Berg, ich würde dafür sogar eine Unterschriftenaktion starten.

  12. Herr Berg ist einfach nur auf niedrigstem Niveau opportun.
    In Deutschland hat es anscheinend derzeit Konjunktur sich damit zu schmücken „die Kinder“ schützen zu wollen und Mitmenschen auf die zu hetzen, die sich nicht wehren können (gibt ja keine große Gamer-lobby).
    Es gibt ja in jedem Land einen selbsterklärten „denkt doch mal an die Kinder“ Möchtegern-Weltverbesserer, dessen wahre Absichten meist ziemlich egoistisch und darauf bedacht sind, die eigene Bekanntheit zu steigern (was meist materielle Gründe hat).
    Nicht unähnlich unserer lieben Uschi von den Laien; ein miserabler Stil.

  13. @Doktor Trask

    Vergess aber nicht, dass du mit deinen Kommentaren nicht nur dir sondern auch dieser Seite juristische Probleme einhandeln kannst. Also halt‘ dich Bitte zurück.

  14. Die Frage „Wozu brauchen wir diese Spiele?“ hätte nahtlos zur Gegenfrage „Wozu brauchen wir Musicals von Herrn Berg?“ führen müssen. Es spricht – wieder mal – für die Höflichkeit der Gamer, daß sie Herrn Berg diese Frage erspart haben.
    .
    („[…] oder die nennen sich ja die Gamer […]“ Man soll zwar in wörtlicher Rede nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, aber diese Formulierung wirft bei mir doch die Frage auf, wie wohl Herr Berg uns bezeichnen mag. Aber das nur am Rande.)
    .
    Die Antwort auf die Frage nach dem Bedarf an Spielen / dem Bedarf an Musicals liegt im Grunde darin, daß wir diese Dinge brauchen, weil sie Bestandteil unserer Kultur sind. Daß Herr Berg die Frage nach dem „Brauchen“ aufwirft, bedeutet nichts anderes, als daß er Spiele nicht als zu unserer Kultur gehörig betrachtet. Und das widerum belegt, daß für Herrn Berg nur Kultur ist, was ihm gefällt oder aus seiner Feder stammt. Muß mir ein Werk vergleichbar mit der Beuys’schen Fettecke gefallen? Ist Aktionskunst deshalb keine Kunst?
    .
    Bemerkenswert auch, wie er zwar Probleme nennt (Lesedefizit, Aufmerksamkeitsschwächen), und anschließend sich nahtlos auf „Killerspiele“ einschießt. Schade, daß ihn hier niemand nach dem Zusammenhang gefragt hat.

  15. Die Frage nach „Wer braucht das?“ mehr oder weniger ausführlich:
    Es gibt 3 Arten von Gütern: Existenzgüter, Kulturgüter und Luxusgüter. Von diesen 3 sind nur die Existenzgüter absolut notwendig. Diese brauchen wir. Dazu zählen Nahrung, ein Dach überm Kopf etc.
    Die Kulturgüter sind dazu da, das Leben interessanter zu gestalten und dienen dem entsprechenden Lebensstandard eines Landes. Dazu zählen das, was man gemeinhin als Kunst und Kultur bezeichnet, also Bücher, Musik, Theaterstücke von Herr Berg und Computerspiele. Außerdem andere Sachen die nicht gesellschaftlich notwendig sind, aber das Leben bereichern, aber für den Großteil der Menschen erschwinglich sind z.B. Auto.
    Die Luxusgüter sind wie die Kulturgüter, mit dem Unterschied, dass diese nicht für den Großteil erschwinglich sind, also z.B. ein Ferrari, eine Villa, ein Fernseher der die ganze Wand ausfüllt.
    Die Antwort auf „Wer braucht denn solche Spiele?“ ist also eindeutig mit „niemand.“ zu beantworten, aber die selbe Antwort gilt genauso auf die Frage „Wer braucht Theaterstücke?“
    Ich hoffe mal dass das alles so stimmt wie ich das geschrieben habe. Es ist schon 2 Jahre her, als wir das letzte mal das Thema behandelt haben in Wirtschaft und ich wollte jetzt nicht extra den Hefter raussuchen.

  16. Was ich positiv an den Beitrag finde ist das man auch mal Gamer zu Wort hat kommen lassen und das sie sogar bis zu Ende sprechen konnten, ist ja auch nicht alltäglich. Den Herrn Berg verstehe ich allerdings nicht, wenn er wirklich eine Diskussion anzetteln wollte wieso verweigert es sich die dann oder meinte er Diskussion ohne Gamer und wieso klingt das Gamer bei in so abwertend.

  17. Es ist doch bei herren berg so: Zig leute haben ihn mit den fakten konfrontiert(Spiele nciht von Us-Army entwicket etc)er hoert und sieht nur was ER will.herr berg wen sie das lesen,tut mir leid anders kann ich mir ihre verweigerung der Fakten nicht erklaeren

  18. Eigentlich sollte einen der Herr Berg ja nicht mehr interessieren, aber allein manch Argumentation lässt doch tief blicken. Und das machts wieder interessant.
    „Wozu brauchen wir solche Spiele?“. Öh, wir brauchen sie garnicht, und weiter?
    Was folgt denn daraus? Das wir sie ja verbieten können, da sie keinen konkreten (also in Euro messbaren) nutzen haben?

    Wann ist es in diesem Land eigentilch üblich geworden, Dinge aufgrund von „Nutzlosigkeit“ zu verbieten? Sieht so liberales (ACHTUNG, NICHT VERWECHSELN MIT DER FDP) Denken aus? Nein eher nicht. Sieht so faschistoides (also obrigkeitshöriges) Denken aus? Jaaa schon eher. Technokratisches Denken? Aber definitiv.
    Und so ein Mensch soll Kinderbücher schreiben? Da gruselts mir aber schon sehr.
    Ich bin mir nicht sicher, ob er wirklich glaubt was er sagt oder ob es ausschließlich um die eigene Profilierung geht. Zutrauen würde ich ihm beides.
    Und ich weiß auch, das ich seine Bücher und Aufführungen meiden werde, und dies auch allen Bekannten empfehlen werde. Solch ein Mensch fügt allein aufgrund seiner Geisteshaltung Kindern mehr schaden zu als es irgendein Videospiel könnte.

    Eine Sache noch: Wieso meldet der sich eigentlich ausgerechnet jetzt? Vor Erfurt war nichts von dem zu hören, nach Erfurt war nichts von dem zu hören, nach Winnenden war nichts von dem zu hören, aber jetzt, knapp ein Jahr nach Winnenden, da fällt ihm auf einmal die große Gefahr auf. Was ist los, hat der Kollege Geldsorgen?

  19. @Dave
    Kann ich nur voll unterschreiben

    Hinzu kommt jedoch wohl noch, dass hier eine bedrohliche Massenkultur gesehen wird welche im Fall dieser Theaterstücke eben keiner solchen Wahrnehmung unterworfen ist

  20. Eins fand ich sehr interessant, nachdem ich mir das Interview durchgelesen hatte. Er hatte kein Wort von den angeblich erhaltenen „Drohbriefen“ erwähnt, die er ja bekommen haben soll.
    Gut, stattdessen hatte er zwar „ein paar Drohanrufe“ erwähnt, die er angeblich erhalten haben soll, aber für mich klingt das schon ein wenig seltsam. Wenn es wirklich so gewesen ist, müsste ja jemand gezielt nach seiner Nr. geforscht haben.

  21. @ Doktor Trask
    schreibt:
    „Den Herrn Berg verstehe ich allerdings nicht, wenn er wirklich eine Diskussion anzetteln wollte wieso verweigert es sich die dann oder meinte er Diskussion ohne Gamer und wieso klingt das Gamer bei in so abwertend.“

    Ja kommt mir bekannt vor dieses Schema, erst in der Presse groß ein Verbot fordern oder eine Vernichtungsaktion samt Container starten, und später behaupten, jaja doch war alles nur gezielte Provokation um auf dieses unfassbare gefährliche Phenomen (als hätten wir nicht andere Sorgen) aufmerksam zu machen und um eine konstruktive Diskussion zu starten. War doch alles so beabsichtigt.

    Ich meine, Menschen sind opportun und rechthaberisch und oft verbohrt, das lässt sich nicht ändern. Darüber rege ich mich nicht auf, man glaubt es kaum aber ich habe auch so meine Schwächen.
    Aber wenn Leute mich für dumm verkaufen wollen, das regt mich schon auf. Ich meine für wie blöd halten die uns eigentlich?

  22. @SwA

    Was ich in der Mitschrift oben ausgespart habe: Direkt vor der (angekündigten) Frage des vorbereiteten Interviews, warum Berg gerade jetzt ein Verbot fordert, erwähnt der Moderator, dass Berg gerade ein neues Buch herausgegeben hat und an einem neuen Musical arbeitet. Ich habe das ausgespart, da ich das da „Missverständnisse“ als so naheliegt empfand.

  23. @SwA:
    http://www.bild.de/BILD/regional/bremen/dpa/2010/01/23/autor-christian-berg-fuer-verbot-von-killerspielen.html

    Wahrscheinlich hat dies langsam angefangen: Wahrscheinlich hat Winnenden alles in’s Rollen gebracht und Herr Berg hat immer mehr darauf geachtet wie die Kinder reagieren.
    Als er dann weiter seine Theaterstücke aufgeführt hat, hatte er bemerkt, dass die Schurken anscheinend ein bisschen mehr Beifall bekommen als die Guten. Nach vielen weiteren Theaterstücken (davon sind viele für Kinder, daher ist dies nicht unbedingt sofort zu merken) hat er immer mehr darauf geachtet und fühlte sich bestätigt. Dann hörte er, dass die Kinder immer weniger lesen/vorgelesen werden.

    Aber der Hauptgrund war wohl das Gespräch mit der Mutter eines Opfers von Winnenden:
    [i]“Hätte der Vater seinem Sohn die Faszination von Büchern näher gebracht anstatt ihm den Umgang mit Großkaliberwaffen beizubringen, würde unsere Tochter und alle anderen noch am Leben sein.”[/i]

    Dann kam wohl auch das Wort „Killerspiele“ rein und Berg setzte sich (unteranderem) sich für ein Verbot ein.

    Und dann kam die Atombombe: Weil nun vielen bekannt wurde, was Berg wollte gab es natürlich auch einige Trolle, die sich nicht beherrschen konnten und gleich mit Mord etc. drohen. Dadurch wurde Berg noch „wütender“ und fühlte sich wieder in seiner Meinung bestätigt. Hassforen und Anti-Berg-Seiten, die laut seiner Angabe auch Stigma-Videospiele ist, rundeten das ganze ab. Sowie auch das vollgespammte Gästebuch.

    Nun, den Rest werden wir sehen.


    PS: Dies ist nur eine Theorie!

  24. @SwA
    Herr Berg hat ja (auf seiner Seite) erzählt das er schwere Depressionen hatte und dann irgendwann die Mutter eines der Winnendenopfer kennen lernte und sich dann aufrappelte um was zu ändern.

  25. Ähem!
    [Sarkasmus]
    OH!
    Die Kinder können im Theater nicht still sitzen!
    So etwas aber auch!
    Das muss wohl am Fernsehen und den Computerspielen liegen!
    [/Sarkasmus]

    Ich möchte außerdem noch was zu der Alice-Geschichte sagen: Also ich weiß jetzt nicht genau wie original getreu Herr Berg besagte Aufführung inszeniert hat, aber ich habe erst letzten Monat mich mal hingesetzt und Alice in Wonderland ganz gelesen. Das ist ein ziemlich bizzares Buch und Alice ist so ziemlich eine der unsymphatischsten und dümmsten Literaturprotagonistinen die mir je untergekommen sind. Ich nehme es den Kindern nich übel, dass sie den Soldaten helfen wollten sie einzufangen. -_-

  26. @Alea:
    Da ist was dran. Wenn er solche Dinge erwartet, dann sieht er auch mehr davon. Solche Verhaltensweisen sind Psychologie 101.

    Ich möchte keinen BILD-Artikel lesen. Stammt daher das Zitat mit den Büchern? Ziemlich heftig.

  27. Ich hatte mal ehrenamtliche Kinder& Jugendarbeit gemacht und kann mir recht gut vorstellen, was der Herr Berg für einer ist(ausgenommen er praktiziert ein geradezu perverses Spiel um an Publicity zu kommen). In der Regel sind das Vierziger-aufwärts, kirchlich angehauchte Möchtegern-Pädagogen, bei denen jeder Streetworker das kalte grusseln bekommt. Das „pädagogisch-Wertvolle“ Programm besteht nur-und-ausschließlich aus Malen, Basteln, Backen, Singen und Vorlesen(mehr ist Theater auch nicht). Wer da nicht mitmacht ist verkommen, wer verkommen ist hat nicht genug gebastelt(böse Eltern…), würden nur alle basteln wäre alles Böse der Gesellschaft(Kriminalität, Gewalt, etc.) verschwunden. Alle Kinder wollen Singen, Basteln, Malen und Backen(falsch!!!), alles andere sind Einflüsse der Industrie, Militärs und „falschen Freunden“. Diese Leute kann man nicht Aufklären oder mit ihnen Diskutieren, weil du outest dich dabei für die als „getäuschter Mensch“.

  28. Ich sehe übrigens auch einen gewissen Zusammenhang zwischen seinen Aussagen und seiner Profession. Mir scheint, da macht sich jemand Sorgen um seinen Job. -_-

  29. Also, ich würde sowas vom Berg als aller letztes denken. Und was seine Aktion „Gibt den Kindern Bücher“ angeht, so erinnert mich die an das Projekt „Leselust“ in Rheinland-Pfalz. Wie der Name schon vermuten lässt, soll hier die Lust am Lesen geweckt bzw. gestärkt werden. Richtet sich vor allem an Kinder.

  30. „Bedürfnisse“ kann man natürlich noch anders ausdifferenzieren, etwa nach Maslow (körperliche Existenz, Sicherheit, soziale Kontakte, Anerkennung/Status, Selbstverwirklichung, am Ende gar: Transzendenz/Religion). Über die Frage, „was braucht man?“ haben sich schon etliche Philosophen und Sozialwissenschaftler Gedanken gemacht, und Jeder, der sich Gedanken darüber gemacht hat, hat eine andere Antwort gegeben. Und alle Modelle haben auch ihre Nachteile. Auch Berg wird die Frage nicht abschließend beantworten können. Letztlich war sie aber wohl rein rhetorisch gemeint.

    Bemerkenswert finde ich auch die „pars-pro-toto“-Argumentation. Da wird aus etwas, was sich ein paar Jungs möglicherweise als Spaß gedacht haben (Alice am „Flüchten“ hindern) ein gesellschaftszerstörendes Phänomen konstruiert. Und selbst wenn sie z.B. der Meinung waren, die Handlung sollte doch nach ihnen bekannten Mustern ablaufen, ist die Rolle der „bösen Spiele“ dabei noch gar nicht geklärt…

  31. Letztendlich kann man Kinder zwar zwingen, ins Theater zu gehen – schließlich sind es Kinder – , aber man kann sie nicht zwingen, dort Spaß zu haben. Wenn Herr Berg meint, er fühlt sich bedroht, dann kann ich das auch zurück geben. Unter dem Vorwand, Kinder schützen zu müssen, will er schließlich Spiele für Erwachsene verbieten, die Kindern überhaupt nicht zugänglich sind, wenn die Eltern in ihrer Erziehungs-, Fürsorge- und Aufsichtspflicht nicht versagen.
    Wenn sich Herr berg aus dem Fenster lehnt muß er damit rechnen, gesehen zu werden. Und wer Blödsinn quatscht muß damit rechnen, dass man ihm das vorhält. Drohungen? Ich schätz mal, er sieht seine Aufführungen bedroht, weil er mit seinem rumgekasper immer weniger Interesse weckt.
    Aber das ist der Vorteil, wenn man Kindertheater macht: man muß sich nicht um die Interessen und Bedürfnisse der Kinder kümmern, man muß nur überall rumsülzen, wie pädagogisch wertvoll das Zeugs doch ist – Hauptsache, die Eltern glauben es und schleifen ihre Kinder da hin.
    Ich schätz mal, Herr Berg hat noch nicht begriffen, dass die meisten Computerspieler bereits erwachsen sind und sich nicht mehr bevormunden lassen. Wir können selber sagen, wie wenig uns Bergs Theater interessiert.
    Also, Herr Berg, gehen Sie am Besten zu Ihrem Kinderkram zurück und mischen Sie sich nicht in die Belange von Erwachsenen ein. Da haben Sie offenbar viel zu Wenig Erfahrung und Ahnung von.

  32. @Phaidros
    Das Durchschnittsalter der Gamer liegt heute bei etwa 35 Jahren und das Einstiegsalter bei etwa 8 Jahren, zumindest wenn man internationale und nationale Studien und Statistiken glaubt (Und den Erfahrungen und der Beobachtungsgabe der Gamer). In den 80er und 90er lag das Durchschnittsalter noch niedriger (etwa 25) und da Einstiegsalter höher (etwa 12) auch das geht aus Studien, Statistiken und co. hervor.

  33. @Doktor Task:
    Einstiegsalter bei Games, ja. Und bei Shootern?
    Es zählt ja mit dazu, dass viele Eltern ihre Kinder vor der spielkonsole abladen, um ihre Ruhe zu haben. Aber das ist doch den Eltern anzulasten, nicht den Spielen.
    Wenn es einen Verkehrsunfall gibt, dann ist doch auch meistens der Fahrer schuld, nicht das Auto. Also was ist so schwer daran einerseits zu differenzieren, was für Kinder und was für Erwachsene gedacht ist und andererseits die Eltern zur Verantwortung zu ziehen, auf genau diese Trennung zu achten?
    Wenn ein 12jähriger süchtig nach einem Computerspiel ist, für das man monatlich zahlen muß, dann sind die Eltern Schuld, wenn sie dafür Geld hingeben. Und wenn Minderjährige Spiele zocken, die erst ab 18 freigegeben sind, dann haben die Eltern in ihrer Aufsichtspflicht versagt.
    Und so nebenbei: wenn Dreijährige mit Wasserpistolen aufeinander schießen und dabei laut ‚Peng! Du bist tot!‘ rufen, ist das immernoch was Anderes, als wenn sich 18jährige am Computer duellieren, oder? :)

  34. mhhh also das mit dem Durchschnittsalter der Gamer ist denke ich so ne Sache.
    Weiss jemand wer da alles als „gamer“ gewertet wird? Vermutlich werden da auch Personen reingerechnbet die einmal ein Yeti sports oder Moorhuhn gespielt haben.
    25 würde ich noch glauben, aber 35 ist imho zu hoch.

  35. @Phaidros
    Bei (Ego)Shootern/Aktionspiele gibt es noch keine verlässliche Studien bzw. Statistiken, soll aber bei 13 bis 14 Jahren liegen. Ich sprach ja auch nur vom allgemeinen Eintrittsalter „und der umfängt ja nun einmal alle Spielesparten“.

  36. Edit: Bei Ego-Shootern und Aktionspielen sollte amn bedenken das es viele Titel ab 16 gibt und manche haben sogar wenn auch nicht oft eine 12er Freigabe, die sind nicht alle ab 18 deshalb der niedrige Durchchnitt beim Eintrittsalter.

  37. „Und so nebenbei: wenn Dreijährige mit Wasserpistolen aufeinander schießen und dabei laut ‘Peng! Du bist tot!’ rufen, ist das immernoch was Anderes, als wenn sich 18jährige am Computer duellieren, oder? :)“

    Sehr gute Frage. Ist es „mehr oder weniger schlimm“, wenn Kinder eine Figur auf dem Bildschirm steuern die andere Leute erschießt, oder wenn sie selbst so tun als seien die der „Killer“?

  38. „Eigentlich ist es dann bei Kindern aus bestimmten Gebieten, die nicht so wohlbetucht sind, dass sie oft ins Theater gehen können, auch noch so schlimm, dass sie nicht länger als eine halbe Stunde durchhalten. Und das mache ich daran fest, dass einfach zu hause immer weniger vorgelesen wird. “

    Oder aber es liegt daran das sie keinen bock auf theater haben… sorry ich kann mich noch gut an meine schulzeit erinnern und solche veranstalltungen waren pure langeweile der einzige grund zu sowas zu gehen war wenn man die wahl zwischen unterricht oder ödem theater hatte. Da hat man sich lieber in die vorstellung gesetzt und mist gebaut :D

    Aber kann ja nich sein das kinder bergs zeug nich mögen, wenn sie es nicht mögen ist natürlich das fernsehen schuld oder die eltern oder die „killerspiele“. Kann aber bestimmt nicht daran liegen das einige „kinder“ ihren altersgenossen vorraus sind und nicht 2 stunden lang kindergarten auf ner bühne angucken wollen. Oder aber das Bergs programm vielleicht einfach öde ist? :P

  39. “Und so nebenbei: wenn Dreijährige mit Wasserpistolen aufeinander schießen und dabei laut ‘Peng! Du bist tot!’ rufen, ist das immernoch was Anderes, als wenn sich 18jährige am Computer duellieren, oder? :) ”

    Nun, da habe ich eine Meinung zu:
    Der Grad oder Menge der Gewalt, ist bei vielen „Kinderspielen“ oder „Erwachsenenspielen“ gleich. Jeglich die Darstellung ins unterschiedlich:
    Ein Vergleich: Wenn man mit Wasserpistolen spielt, kann es „schmerzlicher“ sein (Spritzer ins Auge, Nasse Kleidung, beim Wegrennen gestolpert etc.), als wenn man vor dem Computer sitzt. Will man den Gewalt-Grad überbieten, muss in einem Computerspiel halt Blut, Splatter-Effekte besitzen, damit es bei den Erwachsenen ankommt – aber nicht bei den Kindern. (Oder anders: Kinder wollen „Gewalt“ in anderer Form, wie auch Erwachsene. Oder kennt jemand einen Erwachsenen, der gerne mit Wasserpistolen spielt?)

    Oder anders:
    Bei „Erwachsenenspielen“ gibt es manchmal die Möglichkeit Körperteile fliegen zu lassen.
    Soetwas Ähnliches gibt es auch für Kinder, nur dort heißt es Lego (Lego Indiana Jones, Lego Star Wars – Videospiele etc.)
    Oder halt auch Ego-Shooter:
    Für Erwachsene: (reale) Waffen
    Für Kinder: „Klostampfer-Pistole“ (Rayman Raving Rabbits), fiktive (!) Alien-/Roboter-/Cyborgwaffen (Metroid Prime (Hunters)), oder halt Wasserpistolen (Water Warefare)

    Und auch wenn ich selber nicht ganz verstehe was ich schreibe :? :
    Auch wenn diese Spiele völlig identisch sind, und im Grunde genommen beide die gleiche Gewalt haben, wird sie dennoch für die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten.

    Und aus diesem Grund gibt es da auch ein Problem: Zensur
    Und dann gibt es halt Spiele, in denen die Soldaten Cyborgs sind und die Atombombe BFB, HIJ, oder YZWHFW2T etc. heißen.

  40. Ich möchte nur noch mal sagen, dass ich die Qualität seiner Stücke nicht werten möchte. Und ich finde es ist auch kein Punkt um da irgendwelche Hebel anzusetzen. Ich vertrete weiter die Meinung dass er dass was er macht sehr gut kann. ABER die simplen Schlüsse die er zieht ärgern mich halt.

    Das Reduzieren eines konkurierenden Mediums auf einzelne Blutige, verstörende Bilder und die dadurch völlig (gar beabsichtigte?)verzerrte Darstellung in den Medien ärgert mich. Die Einzelteile, die für sich allein völlig entrückt zum Gesamtwerk stehen werden für manipulative Berichterstattung missbraucht und damit eben das Werk an sich. Völlig inakzeptabel. Die immer wieder kehrende Aberkennung des kulturellen Wertes von Games durch Kritiker elektronische spiele ist der Gipfel. Die ständige Reduzierung elektronischer spiele auf Kinderspielzeug, ein schlag ins Gesicht zig Tausender kreativer und schöpferisch arbeitenden Menschen aus aller Welt. Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass die kreativsten und besten Leute längst nicht mehr beim Film sind, sondern in der Games Branche arbeiten. Schöpfen, Erschaffen, Welten bauen. Ich tauche gerne ein in diese Welten. Auch in düstere, unanständige oder grausige. Und das schöne ist, ich kann heute mit Menschen aus aller Welt gemeinsam Spielen. Und nach dem Rennen dann auch das nächste Treffen in Osaka besprechen(im Herbst dann wieder ;-). Spiele erschaffen nicht nur virtuelle Welten, sie Verbinden auch Welten, die reale Welt.

  41. schön gesagt amegas. Volle Zustimmung.
    Und ich bin neidisch, will auch nach Osaka!
    Denke auch, dass das Gerede über Qualität der Arbeiten des Herr Berg hier nicht wirklich was zur Sache beitragen, da alles nur reine Spekulation ist. Die meisten kenne keines seiner Stücke, schätze ich mal.
    mfg

  42. @amegas auch ich kann dir da nur zustimmen.

    Über die Qualität eines Produktes, soweit es den künstlerischen Bereich betrifft (und dazu zählen ja auch Games) kann und sollte man eigentlich nicht streiten. Es gibt immer wieder Sachen, die den einen gefallen und den anderen nicht, aber nur weil einen etwas nicht zusagt darf man das nicht einfach verbieten… Stichwort Geschmacksdiktatur (und das währe es nunmal, wenn es z. B. ein Verbot von best. Spielen oder auch best. Stücken geben würde). Wer weiß, vielleicht würde mir sogar ein Stück von Herrn Berg gefallen, schließlich habe ich sehr viel übrig für Musicals … auch wenn ich bisher nur in einem war (2 mal) … Tanz der Vampire … im TV laufen ja z. T. auch schöne Musicals.

    Was die Sache mit den Kindern betrifft, die Alice beim fliehen gehindert haben – während der Vorstellung – würde mir das als Künstler sogar sehr gut gefallen, da dies doch eigentlich zeigt, dass die Kinder auch ihren Spaß daran haben. Zudem macht das das ganze doch irgendwie auch lebendig – mittendrin statt nur dabei. Vielleicht ist das auch nur ein Zeichen dafür, dass die Kinder Alice sogar bewundern, schließlich haben Prommis ja auch das Problem, dass sich immer alle Leute auf sie stürzen, wenn sie mal in der Öffentlichkeit zu sehen sind.

  43. Christian Berg ist ein Mann, den man einfach ignorieren sollte. Einfah alleine mit seinen Hetzen und Lügen lassen, anstatt ihm dabei zu helfen, sich so schamlos zu profilieren.

    Hr. Berg hat eindrucksvoll bwiesen, dass es ihm zu keiner zeit am Herzen lag eine Diskussion zu führen. zu einer Diskussion gehören immer zwei Seiten. Was Hr. Berg treibt ist Demagogie.
    Diesen Mann bei einer Kindersendung sprehen zu lassen ist kompletter Wahnsinn.

    Auch sehr schön ist die Aussage, er wolle Provozieren. Damit hat er sich in meinen Augen komplett disqualifiziert, und jeder, der diesen Mann auch noch ernst nimmt, der ist einfach nur erbärmlich.

  44. LiquidSnakE: „Wozu braucht Deutschland Berg?“

    Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass lt. Berg genau die Medien an der Verrohung der dt. Jugend schuld sind, die selbige davon „abhält“, ins Theater zu gehen… *roll eyes*

  45. Pingback: Stigma-Videospiele: Berg: “Wozu brauchen wir diese Spiele?” | Computerspielberatung.de

  46. „und jeder, der diesen Mann auch noch ernst nimmt, der ist einfach nur erbärmlich.“
    *
    Damit dürftest du 90% dieser erbärmlichen Website beleidigt haben.
    Ohne Stigma hätte ich nie von Herrn Berg erfahren, wäre glaube ich besser gewesen.

  47. Ich nehme mal an, das er diese Musiklehrer& Tagesmütter Klientel auf Herrn Bergs (Web)Seite meint, zumindest habe ich das so verstanden. ;)

  48. Wenn man nicht Ernst nehmen würde, müsste man ihm hier ja nicht dauernd neue News und Lebenszeit widmen. Er ist schließlich keine wichtige Person, die irgendwas zu entscheiden hat, sondern nur ein mäßig erfolgreicher Theaterautor der provozieren will und hofft, dass seine Provokation nicht ungehört untergeht.

  49. @Peter
    So unwichtig und unbekannt ist Herr Berg nicht und seine Rechnung geht auf, momentan rennt er von einer Talkshow zur nächsten Talkshow und er hat zudem zig Pressetermine und verdient gut Geld dabei.

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