Australien: Petition mit 46 000 Stimmen

(via gamepolitics, adelaidenow) Während hierzulande binnen 43 Tagen 73 002 Unterschriften gegen ein Verbot von Action-Computerspielen gesammelt wurden, haben sich in Australien innerhalb von nur 21 Tagen 46 000  Gamer gegen das dort bestehende Verbot von für Jugendliche ungeeigneten Videospielen ausgesprochen. Angesichts des Umstandes, dass Deutschland vier mal mehr Einwohner hat, ist dies eine respektable Leistung. Konkret verlangt man die Einführung der Altersfreigabe „ab 18“, wie sie es bisher exklusiv für Filme gibt. In der Schweiz wird dagegen noch gesammelt. Die Eidgenossen können mittlerweile 2087 Stimmen vorweisen, was mit Rücksicht auf die Bevölkerungsgröße 23 000 Unterstützern in Deutschland entsprechen würde (Australien läge bei 184 000.).

20 Gedanken zu “Australien: Petition mit 46 000 Stimmen

  1. tja, hoffen wir mal, dass die australier erfolgreich sein werden, die schweizer nicht unter einem verbot leiden müssen und das unsere volltrottel die doktor -und professortitel inne haben bald vom öffentlichen bildschirm verschwinden (nein, damit will ich nicht sagen, dass ich ihnen den tod oder sowas in der richtung wünsche. das bekommt jeder mensch eines tages kostenlos).

  2. ist schon unlogisch, dass nur ein alter mann bisher die vorherigen bemühungen ein „ab 18″rating einzuführen verhindern konnte, wo man doch eigentlich auch in australien von „demokratie“ spricht.
    aber ein mann der alleine entscheidet was rein darf und was nicht hat meines erachtens nichts mit demokratie zu tun, sondern erinnert eher an diktatur, auch wenn es nur eine kleine ist.
    oder ist es vielleicht genau das?
    das machtgefühl was dieser mann durch diese nur ihm zur verfügung stehende macht bekommt?
    wer weiss wer weiss, ein schelm wer böses denkt xD

  3. @Booomboy

    In einer Demokratie nach dem Repräsentationsprinzip gibt es eben auch Entscheidungsträger, das hat mit einer Diktatur nichts zu tun. Anders sieht es nur nach Rousseau aus. Und ich denke, dass sich Atkinson auch von der Petition nicht beeindrucken lassen wird.

  4. Ich hoffe das der Wille des Volkes bei der Regierung in Australien auf Gehör, Respekt und Anerkennung trifft und das man nicht wie in Deutschland eine „Leck-mich-doch-am-Arsch-wir-machen-was-wir-für-Richtig-halten-Einstellung“ in der Regierung inne hat.

  5. Tja die Schweiz ist ja nicht so groß und ich weiß ja auch nicht wie sehr sich dort mit der Petition angestrengt wird und ob man da überhaupt einer was von weiß, kennen wir ja auch das man wenn überhaupt man erst auf dem letzten Drücker über wichtige Ereignisse und Aktionen informiert wird. Und seien wir mal ehrlich, so wahnsinnig viele Unterschriften haben wir Deutschen ja auch icht gerade gehabt, zumindest nicht genug um Druck ausüben zu können oder wenigstens Anerkennung und Gehör zu erhalten.

  6. Na ja, nachdem wir die 50k hatten war ja eine Art notwendige Grenze überschritten, jeder wusste das ja. Denke daher wurden es nicht mehr.

  7. @Doktor Trask
    Wie in der News schon vorbildlich herausgerechnet wurde kann man die Bevoelkerungszahl eben auch beruecksichtigen. Und dann kommt noch die große direktdemokratische Tradition hinzu – kurzum, sieht auch aus meiner Sicht alles andere als gut aus, leider :-(

  8. tja dann sollten die schweizer endlich ihren hintern hoch kriegen und die petition unsterstützen.
    wir aus deutschland können da ja leider nicht mit helfen, da unsere stimmen null und nichtig sind.

  9. @Booomboy
    Ja und gerade das scheint eben so schwierig zu sein :-( Man sehe sich doch mal in anderen Foren um, bin selbst zwar kaum mehr woanders unterwegs, aber auch von dem was ich noch so mitbekomme ist ein Desinteresse an Politik weiterhin groß – und wenn dann noch ebenfalls zu einer „das und das und das muss doch nicht sein“-Mentalität applaudiert wird, bei der es oft heißt dass etwas „unnötig“ sei, „geschmacklos“, vorderhand auch vieles gleich „gewaltverherrlichend“, weil es Tabus breche und provoziere und das alles unerwünscht ist, dann sehe ich sowieso schwarz
    Ich möcht nicht wissen was passiert, wenn es irgendwann tatsächlich auch hier in Österreich losgehen sollte

  10. Das ist doch kein Wunder. In so ziemlich allen anderen westlichen Ländern hat persönliche Freiheit einen höheren Stellenwert als in Deutschland. Hier ist man viel eher Bereit sich vom Staat bevormunden zu lassen, wenn es ein diffuses Sicherheitsempfinden erzeugt oder man überzeugt wird, dass es gut für die Gesellschaft ist.

    In anderen Ländern wird auch der Zensur-Begriff viel weiter gefasst, während hier sogar Leute die im Prinzip gegen staatliche Eingriffe sind sich viel eher auf die verfassungsrechtliche Definition der Vorzensur berufen. Es ist absolut erschreckend wie viele Leute auch in einschlägigen Foren blind Dinge wie „aber Meinungsfreiheit wird durch den Jugendschutz eingeschränkt“ nachplappern, statt einmal darüber nachzudenken ob das generell eine gute Idee ist und ob nicht vielleicht das Grundgesetz selbst ein paar gravierende Schwächen in diesem Bereich hat.

  11. Zumal die Jugendschutzsache ja nachträglich eingefügt wurde, vorher gab es wohl keine Einschränkung der Meinungsfreiheit und Entflatungsmöglichkeit. So habe ich es zumindest mal gelesen.

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