FAZ: Killerspiele als Schattenseite der IT-Branche

(faz) Bei den Nachteilen der „digitalen Revolution“ kommt die FAZ auch auf das Thema der „Killerspiele“ zu sprechen. Den Umstand, dass diese auch hier wieder zusammen mit Kinderpornographie genannt werden, sollte man nicht zuviel Bedeutung zu messen. Schließlich werden im selben Satz auch Sicherheits- und Urheberrechtsprobleme angeführt. Nichtsdestotrotz wird hier mit der Einreihung von Actionspielen in kriminelle Aktivitäten eindrucksvoll verdeutlicht, welchen Wert man diesen zubilligt:

„Auch wenn ihre bisherige Leistungsbilanz durchaus den Zusatz „zivilisatorisch“ verdient, so hat uns die digitale Revolution offensichtlich nicht ins Paradies geführt. Sicherheits- und Urheberrechtsprobleme, Killerspiele und Kinderpornographie – die Kritik an solchen Defiziten und Schattenseiten begleitet die IT-Branche von Anfang an und wird von ihr auch sehr ernst genommen.“

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25 Gedanken zu “FAZ: Killerspiele als Schattenseite der IT-Branche

  1. also ich für meinen teil wollte nur auf die leute wie beckstein ansprechen.
    ich selbst halte nichts davon den schwarzen peter weiter zu reichen, da dies so oder so nichts bringen wird.
    die schützenvereine oder die waffenlobby allgemein ist im schutz von einflussreichen politikern, da bringt es also nichts zu versuchen deren schützlinge irgendwie anzugreifen, wie es ständig mit uns gemacht wird.

  2. Mir scheint jetzt kein „Killerspiele gleichwertig KiPo“ drin zu sein, sieht eher nach einer allg. Auflistung aus, fehlt noch – Datenschutzprobleme und Abzocker/Abos.
    Allerdings wird da ein „Problem“ mit reingefuscht das es gar nicht gibt und die IT Branche hat mit Sicherheit kein Problem damit(weil es das nur für Außenstehende gibt…).

  3. Nachtrag:

    Von 2000 bis 2007 gehörte Bungie zu den Microsoft Game Studios, die mit Halo einen Ego-Shooter als Zugpferd für die damals neue xbox (kurzfristig exklusiv) entwickelt haben. Halo 2 und 3 sind natürlich auch von Microsoft entwickelte und vertriebene Ego-Shooter.

  4. Nunja, wenn man sich die [formal nicht vorhandene] Definition von „Killerspiele“ ins Bewusstsein ruft, dann meint faz vermutlich gewaltverherrlichende Medien, die ja nun wirklich zu den Schattenseiten der digitalen Revolution gehören, was allerdings auch für alle anderen Medien gilt. Schade nur, dass die faz das K-Wort verwendet. Ist wohl kürzer?

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  6. KiPos gibts erst seit es Computer gibt? Ich glaube nicht. Es müsste wohl eher heißen:
    „Kinderpornos, die Schattenseite von allem, was Geeignet ist Bilder abzubilden“
    (ja, da fällt sogar Papier darunter!)

  7. Irgendwie machen mich die neuerlichen Entwicklungen in Sachen Gaming doch ein wenig besorgt… speziell diese Meldung hier und die von Mediengewalt e. V. .
    Was hier nämlich gemacht wird sprengt nämlich den bisherigen Rahmen. Früher ging es immer speziell darum, die Minderjährigen zu schützen (vor was auch immer), nun wird jedoch so getan, als ob das ein landesweites, wenn nicht sogar internationales Problem ist, das alle betrifft. Irgendwie passt da auch die eine Sendung vom „Großstadtrevier“ mit rein, in der das Gaming auch als Verbrechen (was ja zu 100% fiktiv war), dass alle Grenzen sprengt, dargestellt worden ist.
    Auch wenn der Vergleich manchen nicht gefällt, so ist doch vergleichbar mit den Zeiten, in denen gegen andere Bevölkerungsschichten/-gruppen gehetzt wurde… wer weiß vielleicht hat es damals sogar auch so angefangen. Die Medien und Experten scheinen auf jedenfall so eine Art Freifahrtschein zu besitzen, da sie ja alles behaupten/fordern können was sie wollen – ohne die Sache auch mal öffentlich zu berichtigen. Währe schon schön wenn denen da wenigstens ein bisschen auf die Finger geschaut wird, was die da so scchreiben.

  8. @hecter specter:
    Sehe ich genauso, solange der Begriff „Killerspiel“ nicht einheitlich definiert ist, kann man nur mutmaßen, was hier damit gemeint sein soll. Da im Satz 3 weitere Probleme genannt werden, von denen 2 selbst krimineller Natur sind und das dritte kriminelle Handlungen ermöglicht, sollten wir hier wohl davon ausgehen, dass „Killerspiele“ hier ebenfalls als Bezeichnung für Medien kriminellen Inhalts verwendet wird, nach deutschem Recht also primär gewaltverherrlichende Spiele.
    Dass eine Zeitung von solchen Renommee jedoch auf eine so vage Formulierung zurückgreift, besonders da eine eindeutige Alternative existiert, lässt sich auch nur schwer damit rechtfertigen, dass der Begriff in der öffentlichen Debatte vorherrschend ist, da er in dieser vollkommen anders definiert verwendet wird (z.B. ist Counter Strike nicht nach §131 StGB verboten, wohl aber ein „Killerspiel“, wie etliche Medienberichterstattungen zeigten).
    .
    @D-Jay:
    Mitnichten, diejenigen, die am liebsten alle Formen von Gewalt aus allen Medien (*hust* Bibel *hust*) verbannen möchten, gab es schon immer und haben auch schon immer gegen Gewaltdarstellungen gewettert. Sie tun dies oftmals unter dem Vorwand, für Jugendschutz einzutreten (mit Berg gesagt: sie verstecken sich hinter dem Jugendschutz), was es schwer macht, sie von jenen zu unterscheiden, die nur pro Jugendschutz sind (dafür entsprechend radikal, Jugendschutz ist per se ja nichts Schlimmes), grundsätzlich aber Erwachsenen zugestehen, die Medien zu konsumieren, die sie möchten (natürlich nur, sofern diese nicht gegen geltendes Recht verstoßen).
    Eine „Radikalisierung der Spielekillerszene“ würde ich daraus nicht herauslesen, sie lassen zurzeit lediglich ihren Deckmantel des Jugendschutzes etwas weiter offen, bis ihnen der Gegenwind doch wieder zu stark entgegenbläst oder die von ihnen selbst produzierte heiße Luft nicht mehr ausreicht, um sie warmzuhalten, wenn sie niemanden finden, der sie an sich reiben lässt. Deshalb: einfach ignorieren, zumal da wir ja gar nicht wissen, welchen „Killerspiel“-Begriff die FAZ hier verwendet (was ich ihr nicht sehr hoch anrechne…).

  9. @Mortipher
    wahrscheinlich hast recht! Hab ja bei der News zu Mediengewalt e. V. auch sowas ähnliches geschrieben … dass es das Beste ist die einfach zu ignorieren. Mich hat die ganze Sache halt – da ja in diese Richtung in letzter Zeit (u. a. auch in der Schweiz) mehrfach argumentiert wurde – dann doch ein wenig nachdenklich gemacht.

  10. Immerhin:
    „Und schon am Beginn dieser Umwälzungen müssen wir feststellen: Kein zivilisatorischer Fortschritt ohne Kehrseite. “

    Vllt. sollten Herr Berg und co. das akzeptieren. ;)

  11. FAZ halt. Schlechter gehts kaum. Für mich die BILD für Konservative mit Vorliebe für verschwurbelte, nichtssagende Formulierungen

  12. @hecter specter:
    Gab es etwa vor der digitalen Revolution keine gewaltverherrlichenden Medien?

    Der zitierte Absatz ist auf jedenfall dermassen daneben, dass es einen vermuten lässt, dass da ein Laie schnell sich was aus dem Arsch gezogen hat. Mit Urheberrechtsprobleme wird höchstwahrscheinlich Filesharing gemeint sein. Da aber weder die Musik- noch die Filmindustrie am Hungertuch nagen sehe ich da ehrlich gesagt kein Problem. Im Gegenteil ist es möglich für Leute die sich sonst bestimmte Medien nicht leisten könnten diese zu erfahren. Zur Kinderpornographie muss man eigentlich nichts sagen. Die digitale Revolution hat damit nichts zu tun. Es war davor schliesslich möglich KiPo per Post zu verschicken und da gibt es sogar das Postgeheimnis. Zu „Killerspiele“ habe ich keine Lust mehr was zu schreiben da jedem der sich halbwegs mit der Materie beschäftigt hat klar sein sollte, dass der Begriff einfach nur beschissen ist.

  13. @ someone
    „Gab es etwa vor der digitalen Revolution keine gewaltverherrlichenden Medien?“
    Deshalb schrieb ich ja auch, dass die Gewaltverherrlichung auch ein Problem bei anderen Medien ist:
    „[…], dann meint faz vermutlich gewaltverherrlichende Medien, die ja nun wirklich zu den Schattenseiten der digitalen Revolution gehören, was allerdings auch für alle anderen Medien gilt. […]“
    Unter Medien verstehe ich u.a. auch Bücher, Plakate und Theateraufführungen, welche schon vor der digitalen Revolution existierten.

  14. „nicht ins Paradies geführt. Sicherheits- und Urheberrechtsprobleme, Killerspiele und Kinderpornographie “

    Sicherheitsprobleme: Ja wie sicher sind meine Daten die die Regierungen abgreifen? Wie Sicher ist es noch einen Link anzuklicken ohne, dass gleich die Cops vor der Tür stehen und diese eintreten beginnen? Ja Wir haben ein Sicherheitsproblem, dass den namen Regierung trägt… (naja mal sehen ob das Gesetz heute wirklich gekippt wurde)
    Urheberrechtsprobleme: Urheberrechtsprobleme oder doch Copyrightprobleme? Urheberrecht ist nicht dass Problem, aber das Netz ist für freien offenen ungebremsten Austausch von Informationen und Wissen gedacht, daher kann man nicht in den Begriffen der analogen Welt mehr denken.
    Kinderpornographie: Wie schon gesagt wurde ist es kein Problem was durchs Netz entstanden ist! Die Taten geschehen immer in der Analogen Welt, daher kann man keine „Lösung“ in den Digitalen Reichen dafür finden.

    Killerspiele: Schach, Bogenschießen, … Wehrdienst alles sachen die man damit mit leichtigkeit vergleichen kann, aber wieso fordert für die anderne Punkte niemand ein Verbot?

    Happy Coding.

  15. @Doktor Trask:
    Offtopic: ja, sie wurde zwar gekippt, gleichzeitig hat das BVerfG aber festgestellt, dass die anlasslose und verdachtsunabhängige Massenspeicherung von sensiblen Daten grundsätzlich mit dem Grundgesetz vereinbar ist, nur in der derzeitigen Form nicht. Ein neues Gesetz und wir hätten sie wieder, sofern nicht vorher die EU-Richtlinie überarbeitet wird (eine Prüfung soll diesen Herbst anstehen, die EU-Justizministerin ist klare VDS-Kritikerin, man darf verhalten optimistisch sein).
    Für mehr Details zu juristischen Fragen immer beim beck-Blog vorbeischauen, die Links in den Kommentaren sind dieses mal sehr gut und auch für Laien verständlich (überraschenderweise muss ich hier sogar mal Heribert Prantl von der SZ für eine sehr treffende erste Analyse loben): http://blog.beck.de/2010/03/02/bverfg-vorratsdatenspeicherung-verstoesst-gegen-verfassung

  16. Sicherheit? Nun ja wenn damit gemeint ist zurückgebliebene Regierung die ihre Regierungscomputer (nicht die server von webseiten) direkt ans Internet anschließen und statt sich zu schähme wie blöd sie sind lieber von Cyberkriegen fasseln.

    Hingegen scheint es völlig „ok“ zu sein wenn ins Internet gegen den Willen der Betroffen Bilder gelangen.

    Medien die dem Springer Klan zugeordnet sind wie BILD, Akte die sonst Jugendschutz schreien seinen ihre helle Freude an kommerziellen „Nude in Public“ (nicht privaten). zu haben das dabei Passanten inklusive Kinder Statisten in Erotik Filmen werden auch ist offenbar ganz normal. Sie versuchen das generell als Mut der Darstellerinen darzustellen, natürlich sind es nicht mehr die 60er wo ein Flitzer mal schnell vorbei rennt sondern landen die Bilder samt. Natürlich könnte die Betreiber mit ein paar Handgriffen die Passanten oder zumindest die Kinder unkenntlich machen aber das ist wohl zu viel Auffand.
    Zwar ist das illegal und gilt als Geisteskrank ist aber unbeanstandet und die Schweine können damit Geld verdienen.
    ach nun ja damit wird zwar das Recht am eigenen Bild verletzt aber damit verdient man ja Geld und was interessieren die Rechte des normal Bürger

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