Innenminister Rech hält Killerspiele für abartig und gefährlich

(stimme) Das Schulmassaker von Winnenden jährt sich bald und die ersten medialen/ politischen Vorboten des Jahrestages erreichen uns. So regt Innenminister Heribert Rech (CDU) in einem Interview mit der dpa an:

„Killerspiele halte ich für abartig und gefährlich. Da sollten wir mit einem Verbot ernst machen.“

Rech, der Schirmherr der Stiftung gegen Gewalt an Schulen ist, lehnt allerdings eine Verschärfung des Waffenrechts ab und setzt dort auf die Verantwortung der Vereine / Verbände. Das pikante Detail an der Sache ist, das eben diese Stiftung ein Verbot von Waffen fordert.

45 Gedanken zu “Innenminister Rech hält Killerspiele für abartig und gefährlich

  1. Also Tschuldigung dieser Worte:
    Aber so langsam gehen mir diese News von irgendwelchen dahergelaufenen dummen Politikern dermaßen auf den Sack, das Lesen hier schon fast gar keinen Spaß mehr macht.
    Sollen die endlich ihre Fresse halten und sich um wichtigere Dinge kümmern.
    Und wenn sie schon was sagen müssen, dann sollen sie sich wenigstens mal vorher informieren.
    Schaut euch mal lieber die Staßen an. Schlaglöcher so groß wie im Weltkrieg die Bombeneinschläge. Als gäbe es nichts wichtigeres!

  2. Ja genau, mit Computerspielen kann man nicht verantwortungsvoll umgehen! auch nicht als Erwachsener, aber mit Schusswaffen! Na klar! Soll doch jeder ne Waffe haben!! diese Daemliche Vollspa…..Zensur………. Gehen mir langsam so auf den Sack! Maulkorb muss her!

  3. Laut Frontal21 oder ähnliche Reportage wurde nach dieser schrecklichen Tat für eine Sicherheitsfirma für Sicherung für Waffen bei der LBBW einen 2 stelligen Millionen Kredit bereitgestellt. Herr Rech hat auch diesen Kredit befürwortet.
    Das pikante daran ist, dieses Sicherungssystem kann eine technisch versierte Person entfernen dank eines Schwingschleiers im Schraubstock und bei modularen Waffen ist diese System wirkungslos. So ein Sicherungssysicherung kostet pro Waffe um die 400 bis 600 Euro.
    So viel zum Thema „Wir tuen etwas“, aber wie die Lagerung der Munition in großen Massen aussehen sollte, darüber ließt man gar nichts. Obwohl dieser Täter bei so seiner sinnlosen Tat um die ca. 300 Schuss Munition dabei hatte und hatte davon 1/3 verfeuert hatte.
    Für mich sind die Politiker zum Teil Lobbyisten, die irgendwelche Interessen vertreten wo der kleine Bürger keinen Einblick hat.

  4. Währe mal interessant nachzuforschen, ob da auch Korruption mit im Spiel ist – ich tippe mal auf ja (das betrifft die ganze K-Problematik). Ich halte es auf jedenfall für sehr bedenklich, wenn Politiker zusätzlich solche Positionen in anderen Vereinigungen (die noch dazu auch noch irgendwas „politisches erreichen wollen) inne haben – wenn er jetzt im Kegelclub, Fußballclub, etc. Schirmherr währe, hätte ich kein Problem damit. Finde nämlich, dass glaubwürdige Politker unabhängig von irgendwelchen Lobbyparteien sein müssten – hier scheint es ja einen gewissen Einfluss von außen zu geben!

  5. @D-Jay: könntest du das bitte näher erläutern? Einfluss von außen hat jeder, du kannst jederzeit deinem Abgeordneten eine Mail schreiben. Korruption ist da schon ein ganz anderer Fall und ein sehr schwerer Vorwurf!

  6. Ich mein damit das irgendwer von außen(z. B. Lobyisten) versuchen könnten eine Entscheidung (wie in diesem Falle ein Verbot von K-Spielen) zu erzwingen – z. B. indem sie Gelder dafür locker machen (in diesem Falle für die Stiftung gegen Gewalt an Schulen). Ein Politiker in so einer Funktion, wie der Herr Rech würde sich hier sehr gut anbieten. In letzter Zeit wurden/werden Politiker (speziell jetzt auch Parteimitglieder der CDU u. a. auch best. Innenminister)in der Presse sogar kritisiert, bestechlich zu sein, daher meine Äußerung… für mich ist das auf jedenfall alles sehr seltsam, vor allem wenn man bedenkt, dass es von Seiten der Gamern zu KEINEN Gewalttaten kommt… ich mein es gibt in Deutschland so viel reale Gewalt und die einzigen die dafür herhalten müssen sind zumindest in letzter Zeit wieder die Gamer! Ich will aber nicht bestreiten, dass es auch amer gibt, die auch Gewalt anwenden, denn solche Leute gibt es überall.

  7. Ich frage mich nur, mit welchen Argumenten die Politiker und „Experten“ ankommen, wenn entsprechend unliebsame Games und Filme verboten werden, es aber trotzdem weiterhin Gewaltverbrechen von Jugendlichen gibt – dann gehen die Verbote gleich weiter!
    Auch die Aussage vom VBE, dass „alle“ Gewalttäter „Ballerspiele“ und „Metzelfilme“ konsumiert hätten, zeugt ja nicht gerade von umfassendem Fachwissen…
    Aber ist schon richtig, Schützenvereine vermitteln „Werte“, ob nun gute oder nicht so gute, das vermag ich nicht zu sagen. Blöd aber, dass dort auch das Schießen gelehrt und gelernt wird und dass die Waffen nebst Munition in Privathäusern gelagert werden. Warum beschränkt man das nicht auf Schützenhäuser/Schießbahnen und kontrolliert, dass keine Waffen entfernt werden?

  8. „Engagement, Empathie, Solidarität und Toleranz werden zwar auch in Schulen (vor)gelebt und gepflegt, die Eltern darf man jedoch keinesfalls aus ihrer Erstverantwortung entlassen.“
    Na immerhin. Das ist ja mal ne Einsicht!
    Wenn alle Erwachsenen (Eltern, Verkäufer, Lehrer etc.) Ihrer Verantwortung für unsere Kinder und Jugendlichen in der Form wie es nötig und gesetzlich vorgesehen ist(Jugendschutz) nachkämen hätten wir kein Problem. Das ist zentraler Knackpunkt.
    Gibt leider Eltern, die mit ihren nicht volljährigen Kindern gemeinsam Pornos gucken (ja, habe ich kennengelernt!), oder sich nicht drum kümmern, wenn Kinder sowas Gucken. Aber die meisten würden so etwas nicht zulassen. Warum lassen sie dann Konsum anderer nicht für Ihre Sprösslinge geeigeneten Medien zu??? Unwissenheit! Ergo: Aufklärung ist notwendig [PUNKT] !

  9. Seit dem sog. Amoklauf von Erfurt 2002, als in diesem Jahrhundert die Forderung eines herstellungs- und Verbreitungsverbotes zum ersten Mal wieder auftauchte (insb. durch Vertreter der CSU, hier Beckstein und Stoiber, aber auch z.B. durch R.B. Schill) gab es einen, einen einzigen konkreten Entwurf für ein solches Verbot – den § 131 a StGB, wie ihn das bayerische JuSchVerbG von 2007 vorsah… der Entwurf wurde abgelehnt und leigt seitdem auf Eis, wurde von allen großen Parteien (auch der CDU) – mit Ausnahme der CSU selbst natürlich – abgelehnt; er bot keinen strafrechtlichen Mehrwehrt im Vergleich zum existenten § 131 StGB, war unverhältnismäßig, verletzte das Bestimmtheitgebot etc. und was viel wichtiger ist: Er war verfassungswidrig (da durch den Verzicht auf das Straftatbestandsmerkmald er Gewaltverherrlichung der Schutzweg eliminiert wurde – der öffentliche Friede als zu schützendes Rechtsgut war somit nicht mehr gegeben, es bliebe nur der Jugendschutz – wenn überhaupt – ein Totalverbot aus Gründen des Jugendschutzes ist aber schon aus Gründen der sog. Wechselwirkungslehre, der Wesensgehaltsgarantie verfassungswidrig……… jeder Verbotsforderer muss sich also den VOrwurf gefallen lassen, von der Verfassung keine Ahnung, m.E. mithin der Tendenz nach gar mit Demokratie nicht viel am Hut zu haben.

    „Killerspiele halte ich für abartig und gefährlich. Da sollten wir mit einem Verbot ernst machen.“ Ja… mit „Da“ meint er wohl eher „daher“, resp. „deshalb“ – weil Rech „Killerspiele“ (was auch immer das sein soll; erfahrungsgem. haben die Verbotsforderer von der Materie ja keinerlei Ahnung) nicht mag; das ist natürlich DAS Argument für Totalverbote! Das erinnert mich an den sächsischen Landesinnenminister Albrecht BUTTOLO (CDU): „Für mich sind einige Spiele völlig unakzeptabel, ob nun ab 16 oder ab 18. Eine unabhängige Stelle müsste dies natürlich dann auch so sehen und das Töten von Menschen unabhängig von der Altersgrenze als nicht marktfähig wegnehmen.“ Interessantes Konzept von Unabhängigkeit, dass da vertreten wird.

  10. „Werte, für die die Jugend offen ist, wie soziales Engagement, Empathie, Solidarität und Toleranz werden zwar auch in Schulen (vor)gelebt und gepflegt[…]“

    So einen Quatsch kann man wohl auch nur verzapfen, wenn die eigene Schulzeit schon ein paar Jahrzehnte her ist.

  11. “Killerspiele halte ich für abartig und gefährlich. Da sollten wir mit einem Verbot ernst machen.”
    Geschmacksdiktatur.

    Der Artikel des VBE ist zum Teil auch ziemlich daneben.
    Mit Formulierungen wie: – so heißt es immer wieder – lassen die aber auch durchblicken das sie das alles auch nur vom Hörensagen kennen und weder Quellen noch Beweiße haben.

    Immerhin sieht man hier die Verantwortung bei den Eltern auch wenn man sich ein Verbot wohl herbeisehnt.

  12. „Listen to this: Guns don’t kill people – videogames do. Yeah sure.“ (frei nach einer namenlosen Polizeibeamtin in Max Payne 2). Ob Herr Rech zu viel gezockt hat und Ironieresistent ist? ;)
    .
    @Vicarocha
    „…jeder Verbotsforderer muss sich also den VOrwurf gefallen lassen, von der Verfassung keine Ahnung, m.E. mithin der Tendenz nach gar mit Demokratie nicht viel am Hut zu haben.“
    Stümmmt genau. Mir dünkt, dass sowas eine Art Einstellungsvoraussetzung für das Amt ist. Rech ist ja nicht der einzige IM, der immer wieder solchen Mist fordert. Der Gipfel ist dabei das der Vorwurf mit dem „Widerspruch gegen freiheitlich demokratische Wertordnungen“ in verschiedenen Formen gerne mal von eben jenen Akteuren kommt.

  13. @Dr.Trask:
    zum Glück. Das müssten wir hier zensieren^^

    @Topic:
    Politiker wie Herr Rech sind Schuld daran, dass ich mich hin und wieder gewaltig fremdschäme… Der Mann beweist mit seinen Äußerungen, dass er zum einen keine Ahnung hat und zum andern ein Populist ist.

    Gruß
    Aginor

  14. So hab mir jetzt den Teil im Interview durchgelesen, der sich mit den Videospielen befasst… sind ja wirklich nur die zwei Sätze, die in der News hier erwähnt wurden. Vielleicht war mein Verdacht auf etwas größeres (dass da von außen jemand mitmischt) – wie weiter oben schon erwähnt, doch ein wenig zu weit hergeholt – noch dazu schien er ja nichtmal von sich auf auf die K-Sache eingegangen zu sein, da er ja vom Interviewer/-in darauf angesprochen wurde (auf den Expertenkreis-Amok – wie des schon klingt) :) . Im Prinzip bleibt er halt seiner Linie treu und sein wir mal ehrlich, es wird immer solche Leute geben, die diese Ansicht vertreten. Scheint somit ja nur eine Einzelmeinung zu sein und das best. Leute den Gedenktag für ihre absurden Forderungen nutzen werden ist ja eigentlich auch kein Wunder, da die Medien letztes Jahr zumindest brav mitgespielt haben.

  15. „„Killerspiele halte ich für abartig und gefährlich. Da sollten wir mit einem Verbot ernst machen.““
    *
    Und warum machen sie es nicht? Feiglinge, typisch Politiker. Viel reden, aber nix machen.

  16. @Fox
    Willst du es denn das sie was machen?
    Die Titel die man die ganze Zeit anspricht sind reine Erwachsenenunterhaltung, das sollte allein schon die Rahmenhandlung der Spiele und deren Altersfreigaben verdeutlichen.

  17. @Doktor Trask,
    ich glaube er meinte es anders als es da steht, so eine art satirische ironi.
    Wenn Minister wie Rüttgers und Tillich Geld nehmen, damit ein Sponsor mit ihnen Reden kann, dann traue ich es anderen Politikern wie dem Herrn Rech,Schünemann,Bosbach,Beckstein und Stoiber auch zu, dass sie für ihre Meinungsmache von der Waffenlobby Geld nehmen.
    Wie gesagt, ich traue es ihnen zu, ich behaupte das aber nicht!!!
    Um bei Bosbach noch mal kurz bleiben: der Mann hält das neue Urteil gegen das Datensammelgesetz für unsinnig und erschwerlich bei der Aufklärung von Verbrechen.
    Frau Merkel sollte nicht nur den Westerwelle mal einen Klatscher geben, sondern auch ihre eigenen Leute mal ordentlich eine ditschen.
    Vielleicht klappt es dann wieder mit dem Denken.

  18. @Dr. Trask
    Der Punkt wäre, auf den Fox womöglich anspielt, dass die betreffenden Politiker mit diesem Vorhaben, wenn sie es den machen würden, damit gewaltig auf die Nase fallen würden. Ich denke auch, dass zumindest ein teil derjenigen das auch weiß. Sie lassen sich in der Öffentlichkeit jedoch zu solchen Aussagen hinreißen, da sie so augenscheinlich an Popularität und Stimmen für sich als Person, als auch für ihre Partei gewinnen.

  19. „Willst du es denn das sie was machen?“
    *
    Nein, aber ist es halt so typisch.
    Um die Wähler zu beruhigen sagt man, man kümmere sich um das Problem und in Wahrheit tut man gar nichts.
    Wenn die bei Dingen, die sie nicht für abartig und gefährlich halten, genauso schnell handeln, dann gute Nacht.

  20. Amegas schrieb:
    “In Deutschland bestünde bereits eines der strengsten Waffengesetze in ganz Europa, sagte Rech zu der Forderung insbesondere großkalibrige Waffen zu verbieten.

    Da hat Herr Rech recht, das stimmt schon so aber wir haben auch den Weltweit strengsten Jugendmedienschutz, da überbieten wir einfach alle nur DAS sagt er dann nicht sondern fordert sogar weitere Verschärfungen und Verbote.

    PS: (Korrupt sind alle Politiker, ihr werdet keinen Politiker finden der ehrlich und unbestechlich ist und kein Lobbyismus betreibt, sowas gibt es einfach nicht)

  21. Heribert Rech?
    War da nicht was? Ja, genau…das war der nette Mann, der nach Winnenden gleich mit Infos über eine „Internet-Botschaft“ von Tim K. an die Presse ist, obwohl diese im Nachhinein falsch war…
    sieht auch:
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,613180,00.html
    Und zu dem Beitrag jetzt: unterirdisch wäre noch nett.
    Ich persönlich halte Rosenkohl für abartig, werde aber trotzdem noch lange nicht fordern, diesen zu verbieten. Es war von ihm total unnötig, diesen Kommentar abzugeben, obwohl im klar sein muss, dass er bei der aktuellen Konstellation im Bundestag und Bundesrat für ein Verbot keine Mehrheit hat. Aktionismus nennt man sowas dann…

  22. Naja in NRW sind bald Wahlen, ich denke mal das sich in den nächsten Tagen noch einiges tun wird in Richtung Verbotsforderungen, das überrascht mich auch nicht sonderlich den Verbote, Zensur und Überwachung ist das einzige was die deutsche Politik in den letzten Jahren zustande gebracht hat.

  23. @Pyri
    Nun ja zumindest die digitalen. Brettspiele sind natürlich etwas ganz anderes und kulturell wertvoll. Gut, das sind (einige) digitale Spiele heute auch, aber bis sich die Erkenntnis in DEU durchsetzt wird es noch lang dauern. Ein mögliches Datum könnte der Tag sein, wenn der erste Bundesminister ins Amt kommt, der dazu steht, dass er privat Gamer ist und seine Beliebtheitswerte nicht gleich darauf absacken.

  24. Ich finde die Bürgerfeindliche und Anti-Demokratische Union auch Abartig (und zum kotzen)…
    An Korruption im eigentlichen Sinne glaub ich da allerdings nicht, diese geht vom Kapital aus, die Waffenlobby könnte man anführen hat sicherlich „ihre“ Burschen in Position gebracht.
    Allerdings ist die Spieleindustrie dem Kapital zuordnen, hat aber wohl in ihrer Neuzeitlichkeit, noch keine Leute in Position gebracht, zudem wird man eventuelle „Geldgeber/Steuern/Investitionen“ nicht verprellen, ich glaube da kommt in der BRD garnix bei rum mit Verboten.
    Das „killerspiel“-Geschwurbel ist Wählerfang, die Union hat es aufgrund ihrer Wählerschaft halt nur in dem Gebiet einfacher…

  25. Ich fordere solangsam einen Test für alle Personen, die ein politisches Amt inne haben oder direkt für jemanden arbeiten der ein solches Amt inne hat: In diesem test müssen die Damen und Herren dann beweisen, dass sie die Grundgesetze kennen und achten und so den demokratischen Rechtsstaat aufrecht erhalten.
    Wer durchfällt muss sich einen anderen Job suchen, wie bei der Feuerwehr bei mangelhafter Fitness (als Beispiel). Kann ja nicht sein, das scheinbar all jene, die sonst nichts gebacken bekommen in die Politik gehen und da dann so einen Zirkus veranstalten.

    Okay, so ein Test wäre aber anfangs problematisch, denn: die halbe CDU-Spitze, die ganze CSU-Spitze und die halbe FDP müsste dann umschulen ;)

  26. Alles klar. Ab morgen bin ich ein braver, gewaltfreier Bürger udn tausche meine gefährlichen und abartigen Killerspiele gegen ein Sportgewehr und ein paar Pistolen.
    Scharf ballern ist ja viel besser und gesellschaftstauglicher, oder? Und mit echten Waffen kann man – im Gegensatz zu Killerspielen – auch nicht Amok laufen.

  27. Herr Rechs gesundes Volksempfinden sagt ihm das Killerspiele verboten gehören.
    Als Innenminister sollte er wissen das sowas für ein Verbot nicht reicht.
    Schließlich leben wir in einer offenen pluralistischen Gesellschaft, die glücklicherweise auch noch ein Rechtsstaat ist.
    Da muß man ein Verbot schon besser begründen.

    Natürlich gibt es eine Tendenz innerhalb des Establishments die den Rechtsstaat zunehmend als Hindernis empfindet.
    Sie Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung, zu den Internetsperren oder die Vorschläge „Killerspiele“ zu verbieten.
    Was kommt als nächstes ?
    Verbot von gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften ?
    Verbot von Negermusik & Schundromanen ?

  28. @Doktor Trask
    Könnte durchaus sein. Wobei sich unsere Generation dann dem Rentenalter nähert und dann immerhin mal sagen könnte. „Damals war NICHT ALLES besser“ ;)

  29. Tjoa, die Debatte wird seit ungefähr acht Jahren geführt.

    Warum wird nichts gemacht?
    Entweder weil der Wille fehlt oder weils eben nicht möglich ist.

    Ich gehe davon aus das beides der Fall ist. Einerseits wird es auch einen Rech nicht wirklich interessieren, was der einzelne da so an seinem PC zockt (Warum auch, es gibt wesentlich bessere Themen an denen man sich profilieren kann), und andererseits steht eben auch eine riesige Industrie hinter den Videospielen (diese macht mehr Umsatz als Hollywood, also wohl nicht zu unterschätzen), mit denen will man es sich dann wohl auch nicht zu sehr verscherzen. Mal abgesehen davon, das Verbote aus Jugendschutzgründen wohl kaum durchführbar sein werden, selbst bei einer so korrupten Politkaste wie der unseren.

    Warum also blökt er sowas hinaus?

    Anders als Herr Berg, der wahrscheinlich auf Publicity aus ist, geht es Herrn Rech darum, bei seinen Wählern zu punkten. Ich weiß der Unterschied ist marginal, Berg will mehr Ansehen, Rech will nur sein Ansehen erhalten.
    Es ist einfach gerade in Mode auf Videospiele zu schimpfen. Genauso wie es um die Jahrtausendwende Mode war ein Tamagotchi zu besitzen.

    Ich hoffe die User von Stigma werden mir zustimmen, wenn ich sage, dass es ja längst nicht mehr um ein „Verbot“ geht, sondern das es eher um die Stimmung in der Bevölkerung geht. Die Arcadelandschaft mag in Deutschland zwar mit ähnlichen Argumenten platt gemacht worden sein, nur ist das in diesem Fall viel zu spät, Videospiele haben doch schon fast zehn Jahre vor der Killerspieldiskussion den Mainstream erreicht.

    Das ist jedenfalls der Grund, warum ich weiter am Ball bleibe.

  30. @SwA
    Uh zum Vergleich zu den 90er Jahre wurden schon verdammt viel getan, noch mehr wenn man die heutige Gesetzeslage mit den 80er Jahre vergleicht. Eigentlich wurde sogar viel zu viel gemacht da es keine Verhältnismäßigkeit mehr gibt was den Ju(M)SchG anbelangt.

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