„Starcraft 2“ in Korea geschnitten

(Schnittberichte) Wenn im Weltraum zu Gitarren-Klängen eine zwielichte Gestalt seine Zigarre raucht und genüßlich eine rauchiges „Yeah“ von sich gibt, wird sich jeder, der das Spiel gespielt hat, an „Starcraft“ erinnern. Nicht nur im Intro sondern auch in Zwischensequenzen ist der Tabak allgegenwärtig. So war es auch keine Überraschung, welches Spiel mit diesem Video angekündigt wurde. Da „Starcraft 2“-Turniere in Korea bei einer Freigabe „ab 18“ nicht im Fernsehen übertragen werden können, hat Blizzard für eine Freigabe „ab 12“ eine geschnittene Fassung prüfen lassen. Dafür wurde Blut schwarz eingefärbt, vulgäre Ausdrücke wurden entfernt und in Zwischensequenzen wird nicht mehr geraucht. Hierzulande wird das Spiel ebenfalls „ab 12“ erhältlich sein – jedoch ungeschnitten.

13 Gedanken zu “„Starcraft 2“ in Korea geschnitten

  1. Kleine Anmerkung – ich bin Nichtraucher – denke aber, dass man Zigaretten gut als einfaches aber effektives Stilmittel einsetzen kann. Starcraft 2 ohne Zigarre ist wie Gorden freeman ohne Brechstange. Schön, dass man hierzulande darauf nicht verzichten muss, aber wegen dem Onlinequatsch und fehlendem LAN werde ich es ohnehin nicht kaufen – auch wenn es mir schwer fällt.

  2. @Rey:
    „aber wegen dem Onlinequatsch und fehlendem LAN werde ich es ohnehin nicht kaufen “
    Komisch genau aus diesen Gründen fällt es mir leicht auf Starcraft 2 zu verzicheten…
    und weil die daraus ein Episodenspiel gemacht haben.

    Schade für die Marke…
    Happy Coding.

  3. Warum haben die nicht einfach eine Art Turnier-Online Variante entwickelt, die entschärft wurde? Oder eine geschnittene und ungeschnittene Version?

  4. Da Starcraft in Südkorea in erster Linie eine Sportart ist, werden die Spieler dort wohl eh nicht so viel Wert auf die Kampagne und irgendwelche Bluteffekte legen. CS Turnierspieler schalten ja auch solche Effekte ab.
    Zwei Versionen wären aber in der Tat die beste Lösung, sowas gabs hierzulande ja auch schon bei manchen Titeln (z.B. Gladiator von Acclaim).

  5. „CS Turnierspieler schalten ja auch solche Effekte ab.“

    Das hatte damals aber eher etwas mit der performance zu tun, heute ist es noch so weil das blut eig. eher ablenkt und die sich versperrt.
    Ob man bei einem RTS ähnlich verständliche gründe findet um das blut abzuschalten bezweifle ich irgendwie.

  6. heißt das jetzt, dass es zwei Versionen in Korea gibt?
    wenn ja, könnte man das eine Als „Special Tournament Edition“ verkaufen ^^

  7. So wie ich das mitbekommen habe war die erste ab18 freigabe aber deshalb weil die regierung das suchtpotential einschränken wollte. Oder war das nur ein gerücht?

  8. Soweit ich das verstanden habe hat man nach einem anderen Grund gesucht, sowie anscheinend auch gefunden (rauchen etc.): offenbar wäre das mit dem Suchtpotential auch in Südkorea ein nicht zu unterschätzender Paradigmenwechsel. Zeiteinschränkungen ja, aber Starcraft funktioniert auch nicht so wie ein MMO. Das KFN fordert eine Einstufung nach potentieller Sucht (Gefährdung) anstatt von tatsächlichen Inhalten ja auch für D…
    Irgendwie wird man die unliebsamen Spielen eben schon drankriegen, und Starcraft wird in Korea von bestimmten Kreisen zweifellos als gesellschaftliches Problem erachtet

  9. Pyri geh weg mit Pfeiffers hirnverbrannter Glaskugel… dieses Getue um das Suchtpotential ist total daneben, da es eben niemand einschätzen kann, da es eben nicht an Element XY hängt. SC ist in Korea im Bezug auf Sucht ein Problem, bzw SC-Sucht ist dort eher ein Symptom für ganz andere Probleme (Leistungsdruck uvm).
    Niemand würde in Deutschland auf die Idee kommen Starcraft als „süchtigmachend“ einzustufen, weil dann auf AgeOfEmpires so eingestuft werden müsste, ja das ganze RTS-Genre.

    Und das was da in Korea abgeht ist ganz einfach: Die derzeitige SC-Liga ist in staatlicher Hand. SC2 wird man nicht im LAN komplett ohne BNet spielen können, d.h. Blizzard hat einen großen Fuss in der Tür, wenn es um Turnierregeln geht, da jegliche Softwarereglung usw von Blizzard akzeptiert werden müssten, darüber hinaus hat Blizzard so theoretisch auch die Möglichkeit im Bnet das ganze zu „übertragen“ bzw hätte die Daten dazu.
    Das alles sieht die (staatliche) Liga nicht gerne und nutzt den Einfluss auf andere Staatsorgane, um SC2 Steine in den Weg zu legen.
    Das was in Korea grad geschieht, ist nichts anderes als dass der Staat versucht, einen Konkurrenten mittels Gesetze auszuschalten, um XY weiterhin in staatlicher Hand zu halten.
    Das wäre so, als würde man in Deutschland nicht staatliche Fussballvereine auf den Index setzen, nur weil alle staatlichen Vereine (die dann geschaffen würden ;) ) dann Geld an den Staat zahlen müssten. Es geht in Korea immerhin um ein Milliardengeschäfft mit dem E-Sport.

  10. @maSu
    interessant. Na ja, mit China hat man sich bei WOW doch auch einigen können, oder?
    Ohne Korea mit China vergleichen zu wollen, also den Süden nicht…
    Blizzard geht doch auch dahingehend auf bestimmte Länder ein, macht Zugeständnisse, dahingehend, dass sie zumindest überlegt haben es für Deutschland zu kürzen, die Gewaltdarstellung zu entschärfen, also falls die Berichte dazu je gestimmt haben sollten. Siehe http://stigma-videospiele.de/wordpress/?p=2738 vom 1. September 2009

  11. Blizzard macht nun in Korea das einzig logische: Sie schneiden das Spiel soweit, dass der Staat keine rechtmäßige Handhabe mehr gegen das Spiel haben kann, d.h. da wird gerade gepokert, Blizzard setzt darauf, dass der Staat nicht „mitgeht“. Mitgehen bedeutet hier: neue Gesetze erlassen oder auf unglaubwürdiger Basis SC2 platt machen, das würde allerdings den Ruf der alten SC-Liga massi schädigen, da der Betrug dann offensichtlich wäre…
    …wenn es Strippoker wäre, würde ich sagen: ich will weder den einen noch den anderen am Ende nackt sehen, denn die „staatliche“(der Verband ist dort irgendwie mit dem Saat verknüpft) Liga hat SC:BW in Korea zu dem gemacht, was es heute ist, andererseits finde ich es nciht gut, wenn ein Land soviel Druck auf Industrien ausübt…

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