Videospiele und Schulleistungen

(gamersglobal/theage/denison) Eine neue Studie von Robert Weis und Brittany Cerankosky ist zum Ergebnis gekommen, dass sich Videospiele negativ auf Schulleistungen auswirken können. Während eine Gruppe im Durchschnitt nur 10 Minuten am Tag zockte, verbrachte die andere im 40 Minuten vor dem Bildschirm. Das Resultat: Während es bei Mathe und Problemlösungen keine Auswirkungen gab, konnte, abhängig von der Spielzeit, ein negativer Einfluss auf Lese- und Schreibfertigkeiten festgestellt werden.

Der deutsche Psychologe Manfred Spitzer stellt in einem Artikel die Ergebnisse dieser Studie dar, wobei er zu einem recht plakativen Fazit kommt:

„Wenn Sie also wollen, dass Ihr Kind in der Schule schlechtere Leistungen erbringt und sich künftig weniger um Sie als auch um seine Freunde kümmert – aber nur wenn Sie das wirklich wollen – schenken Sie ihm doch eine Spielekonsole!“

Die Autoren der Studie haben sich dagegen etwas zurückhaltender geäußert:

„There isn’t necessarily something inherent in video games that negatively affects kids […] It’s an activity that detracts from time that could be spent on schoolwork […] The kids in our study could have been reading Stephen Hawking, and we might have found similar results.“

Zwischenzeitlich wurde auch von Ferguson eine Studie veröffentlicht, nach der kein Zusammenhang zwischen der Nutzung von Videospielen und Gewalt bzw. einer aggressiven Einstellung besteht. Es konnten sogar positive Effekte gemessen werden:

„It probably won’t come to a surprise to gamers that playing games may reduce stress, although others have been skeptical of this idea. This is the first study that explores this idea, however. It does seem that playing violent games may help reduce stress and make people less depressed and hostile.“

Zu ähnlichen Ergebnissen war bereits der Diplom-Psychologe Leonard Reinecke gekommen.

(Danke an ShaneFenton.)

46 Gedanken zu “Videospiele und Schulleistungen

  1. Ein wichtiger Denkfehler Herr Manfred Spitzer: Schuleistungen sind nicht alles. Ich kenne den ein oder anderen Menschen, der sich durch extreme Selbstdisziplin auszeichnet und in der Schule zu den besten gehört, aber soziale oder emotionale Fähigkeiten kaum beherrscht. Wie bei Computerspielen und anderen Hobbys, aber auch beim Lernen gilt: Mit Maß und Ziel.

  2. Wow, endlich mal ein paar Studien, die zeigen, dass Videospiele nur geringe bis keine negativen Auswirkungen auf Schulische leistungen haben! (Wobei man die eventuell negativen Auswirkungen auf die Gruppe, die Videospiele gespielt hat, auf eine Verbesserung der Vergleichsgruppe zurückführen kann, da sie sich, statt Videospiele zu spielen, eben andere Beschäftigungen, wie z.B. lesen ausgesucht hat, und somit die Lese- und Schreibfertigkeit verbessert hat.(was fürn Satz o_O))
    Die „Zusammenfassung“ Spitzers dagegenüberrascht mich überhaupt nicht…

  3. Zur erste Studie:
    Das ist ja mal ganz was neues. Wer hätte gedacht, das wenn man in der Freizeit mehr Zeit mit anderen Dingen als mit Schule verbringt, das dann die schulische Leistung sinkt.

    Zur zweiten:
    Wird ja mal Zeit das eine Studie veröffentlicht wird, die das bestätigt was wir Spieler seit Jahren versuchen klar zu machen. Nämlich das Spiele keine Aggresivität fördern, sondern im Gegenteil sogar abbaut und für Entspannung, zb. nach einem harten Arbeitstag, sorgt.
    Was ich beachtlich finde, diese Studie war sogar einen kompletten Tag lang auf der BILD.de Startseite zu finden.

  4. @robbe

    Da muss man stark unterscheiden: Agressivität wird gerade nicht abgebaut – da gibt es gerade keinen Zusammenhnag. Nur die „feindselige Gesinnung“ wird vermindert.

  5. Vielleicht sollte noch erwähnt werden, dass die Gruppe, die 40 Minuten im Schnitt spielte, von den Forschern sofort eine Spielekonsole samt 3 Spielen geschenkt bekamen, während die Gruppe mit 10 Minuten im Schnitt bis zum Ende der Evaluierung warten musste. Ich halte das für erwähnenswert, da es sein könnte, dass manchen der 6-9-jährigen nicht bewusst war, dass sie an einem wissenschaftlichen Experiment teilnahmen, sondern die Spielekonsole eine Belohnung für besondere (schulische) Leistung darstellen soll.
    Wo ist der Vergleich zwischen der 10-Minuten-Gruppe mit Schülern, die nicht an dem Experiment teilgenommen haben?! Nur so ließe sich dieser Aspekt berücksichtigen: wenn die 10-Minuten-Gruppe besser abgeschnitten hätte, als Schüler, die gar nicht am Experiment beteiligt waren, wären die Ergebnisse ziemlich hinfällig, da sie nur die Auswirkung einer versprochenen Belohnung auf die schulische Leistung beschreiben würde.
    .
    Spitzer macht es sich zudem bei seinem zweiten Aspekten im Fazit sehr einfach. Er ignoriert komplett die Multiplayer-Möglichkeiten von Videospielen und damit einhergehende stärkere soziale Bindungen, im Fall des Internets über Grenzen hinweg (soziale, räumliche, Altersgrenzen…), wie dies im „echten Leben“ teilweise nur schwer vorstellbar ist. Er wirft hier Fernsehen und gemeinsames Spielen z.B. an der Wii in einen Topf, die „Bildschirmmedien“. Zu diesem Begriff Spitzers muss man sich nur den Titel eines seiner Bücher in Erinnerung rufen: „Vorsicht Bildschirm!“
    Das Medium selbst wird als Gefahr bezeichnet, unabhängig vom damit transportierten Inhalt. Auf diese Art und Weise könnte man auch die von ihm so hoch gelobte Schriftsprache als Gefahr darstellen, da sie als Medium für Beleidigungen, Bloßsstellungen und Verletzungen dienen kann.

  6. Nagut, da hast du recht, hab ich etwas blöd ausgedrückt. Dann ersetz beim Lesen meines Beitrags einfach Aggresivität durch feindselige Gesinnung, dann passt das.

  7. Dass Videospiele Aggressionen abbauen, kann ich nur bestätigen. Nach einem anstrengendem Tag finde ich ne Runde FlatOut2 (Crash-Rennspiel) oder GTA-SA einfach richtig entspannend.

  8. Die Logik hinter dieser Studie ist doch klar!
    Wer lieber am Rechner oder einer Konsole hockt und für die Schule nur das aller notwendigste tut, bei dem werden die Noten auch dementsprechend ausfallen (kenne ich von mir selbst).
    Das gleiche kann man aber auch auf TV,Sport, Kino und vielen anderen Freizeitgestaltungen übertragen.
    Und was Spitzer betrifft:
    mit dieser Aussage hat er endgültig bewiesen, dass er als Prof Prof Doktor total versagt hat und seine eigene persönliche Abscheu gegenüber Games höher stellt, als die professionallität, objektivität und neutralität die eigentlich ein Prof Prof Doktor wahren muss.
    Ich bitte darum, dass seine drei Titel ihm aberkannt werden und er keiner Wissenschaftlichenbranche mehr arbeiten darf.

  9. Ich warte noch auf die Studie, die die negativen Auswirkungen der Erstellung von unsinnigen reduntanten Studien bestätigt.

  10. Ich glaube Spitzer hat einfach nur enorme Defizite, wenn es darum geht, Studien komplett zu lesen. Nach dem ersten Abschnitt ist der gute Mann wohl eingeschlafen und hat sich den Rest zusammengeträumt – anders kann ich mir nicht erklären, wie ein Mensch, der höhere akademische Grade erreichen konnte so einen unqualifizierten Müll reden kann, dem jedwede Grundlage fehlt.

  11. Je mehr ich darüber nachdenke, umso überzeugter bin ich, dass die Ergebnisse ohne Kontrollgruppe unter Schülern, die gar nicht am Experiment teilgenommen haben, keine wirkliche Aussagekraft haben.
    Es wird stillschweigend vorausgesetzt, dass die 10-Minuten-Gruppe auch für nicht-Teilnehmer repräsentativ ist. Nur so lässt sich die Aussage, Videospiele (oder sonstige Lernablenkungen) hätten eine negative Auswirkung, anhand der berichteten Fakten treffen.
    Was wäre, wenn beide Teilnehmergruppen über den nicht-Teilnehmern zu finden wären? Das würde an den relativen Werten nichts ändern (weniger Spielende verbringen mehr Zeit mit Lernen als Spielende), die Aussagen könnten genauso bestehen bleiben – aber auf einmal wäre der Rahmen völlig anders und könnte lauten „Playstation verbessert Schulleistung“.

  12. Zitat Boomboy:
    ************************
    Die Logik hinter dieser Studie ist doch klar!
    Wer lieber am Rechner oder einer Konsole hockt und für die Schule nur das aller notwendigste tut, bei dem werden die Noten auch dementsprechend ausfallen (kenne ich von mir selbst).
    Das gleiche kann man aber auch auf TV,Sport, Kino und vielen anderen Freizeitgestaltungen übertragen.
    *********************
    Da sage ich QFT!

    Ich bezweifle jedoch stark, dass sich der Unterschied zwischen 10 und 40 min wirklich ergibt. Aber ein Unterschied zwischen 30 min. und 4 Stunden, der is klar. Denn man kann eben (fast) nicht gleichzeitig lernen und Spielen. Ob das jetzt WoW, CS oder Fußball ist was man spielt ist dabei wurst.

    Dass man in manchen Bereichen einen stärkeren Effekt hat als in anderen, ist auch einfach zu erklären: Wenn jemand den ganzen Tag Bücher liest, wird er zwar vielleicht besser in Deutsch, aber Mathe leidet darunter. So ähnlich ist es beim Spielen. Englisch wird unter Umständen besser, Deutsch vielleicht (bei Multiplayer-Games zB eher nicht, so traurig es ist), und alles schulische das Zeitaufwendig ist wird schlechter. Da Mathe bis zur Oberstufe größtenteils stumpfsinniges Abspulen auswednig gelernter Vorgänge ist, leidet die Mathenote vermutlich. War zumindest bei mir so.

    Gruß
    Aginor

  13. Nachtrag zum Thema Lesefertigkeiten und Internet:

    Da muss man trennen zwischen Games (in denen naturgemäß oft verkürzte Kommunikationsformen und kurze Texte verwendet werden) und anderen Dingen im Internet, z.B. Foren.

    Wer die üblichen Verdächtigen im Stigma-Forum kennt (Vicarocha,Pyri,Mars und andere) der merkt, dass es auch im Internet Leute gibt, die lange, korrekte, und aussagekräftige Texte schreiben, die nicht immer einfach zu lesen sind. Wer das nicht gewöhnt ist, der hat schon ein Problem beim Verständnis solcher Texte. Und da würde ich schon sagen dass das Internet, gerade aufgrund der Kommunikation, die so oft sehr verkürzt ist, einen eher negativen Einfluss hat. Richtig lesen, schreiben und interpretieren lernt man nicht im Internet. Im Gegenzug ist es aber im Internet nötig, über diese Fähigkeiten zu verfügen, gerade um die wesentlichen Informationen schneller beziehen zu können. Deswegen gehört eine gute (Schul-)Bildung in Deutsch und Englisch zwingend in den Block, den man als „Medienkompetenz“ bezeichen könnte.

    Gruß
    Aginor

  14. @Mortipher: Die 10-Minuten-Gruppe bekam keine Playstation. Außerdem werden bei solchen Studien die Gruppen zufällig ausgelost, damit sind sie repräsentativ für die Nicht-Teilnehmer.

  15. hm ich habe in den 90ern nahc der schule,so 4 oder 5 stunden gespielt auf Snes und Md,aber war genauso gt oder schlecht wie immer

  16. @Mars:
    Falsch, sie bekamen die Playstation nicht sofort, sondern nach Ende des Experiments. Und ich weiß ja nicht, aber wenn ein 6-9-jähriger was von Playstation und Schulleistungen hört, dann halte ich es für möglich, dass er darin eine Belohnung für gute Leistung sieht – und deshalb einen Ansporn, sich anzustrengen.

  17. Mars: das kommt immer auf die Gruppengröße an. Bei 2x 10 Teilnehmern ist das niemals repräsentativ, erst wenn es Richtung 1000 geht, würde ich solangsam sagen, dass es repräsentativ wäre, wenn alle sonstigen Dritteinflüsse gleichmäßig verteilt sind. Man kann zB nicht 500 Berliner mit Playstation mit 500 Münchener ohne selbige Vergleichen usw usw.

    Auch müsste der Beobachtungszeitraum ausreichend lang sein, d.h. es müssten mehrer Jahre sein, um wirkliche Entwicklungsdefizite zu erkennen, da jede Schulleistungen gewissen Schwankungen unterworfen ist. Die Schwankungen können sich zwar zufällig durch die Kontrollgruppe „relativieren“, jedoch steigt dann der anzunehmende Größtfehler enorm an.

    Wenn der Unterschied dann 10% beträgt udn der Größtfehler dieser Statistik bei 8% liegt, dann kann man das Ergebnis getrost in die Tonne werfen.

    Zudem sagen die Verfasser der Studie ja selbst, dass X-Beliebige andere „nicht Schulhobbys“ den gleichen Effekt haben können. D.h. es gibt noch weitere enorme Fehlerquellen, wenn die ohne Playstation einfach 4h am Tag was anderes machen würden. uvm uvm.

    Also würde ich das Wort „Repräsentativ“ nicht unbedingt leichtfertig verwenden, nur weil da irgendwelche Kontrollgrüppchen angelegt wurden. Die Kontrollgruppen führen nur dann zu einem repräsentativen Ergebnis, wenn alle(!) Einflüsse gleichmäßig verteilt sind. Das ist aber unmöglich. Jemand der schon viel vor der Playstation sitzt, kann unmöglich noch viel Fussball spielen.

    Genauso wenig kann beleuchtet werden, ob der Playstationbesitzer zusätzlich noch etwas gemacht hat. Warum soll die Plastation bei durchschnittlich 40minuten am Tag bitte einen Einfluss haben?! Ein Schüler hat das fünffache an Freizeit, d.h. der Verdacht liegt nahe, dass die Playstation zwar genutzt wurde, aber da noch andere, intensivere Hobbies mit einspielen. Also evt. wurde weiterhin den ganzen tag Fussball gespielt und die 40minuten, die jeden Tag für hausaufgaben reserviert waren, wurde dann gespielt.

    Kaffeesatzleserei auf mittlerem Niveau. Klar das Spitzer sowas toll findet. Klar, dass die Aussagen der Verfasser der Studien unter den Teppich gekehrt werden, wo wäre dann sonst der Skandal?!

  18. @Mortipher: Stimmt, sorry, das hatte ich vergessen. Aber ich geh mal davon aus dass die das den Kiddies nicht gesagt haben, sonst wärs keine vernünftige Kontrollgruppe.

    @MaSu: von der statistischen Theorie her so ca. 50, mehr ist eigentlich nicht nötig.
    zu den Einflüssen. Klar, ganz ausschließen kannst du das nicht, aber dadurch, dass die Gruppen zufällig gezogen sind sind die Abweichungen, falls es sie gibt, auch zufällig und damit für das Ergebnis irrelevant. Natürlich kann mal eine einzelne Studie davon betroffen sein, aber 10 oder 100? Nein, das wäre Kontrollwahn aber keine Wissenschaft.

  19. @Mike L.
    Ich auch, aber das hat nichts zu sagen. Denn wenn Du das immer so gemacht hast, und nicht zwischendurch mal paar Jahre aufgehört hast, dann weisst Du ja nicht ob es bei Dir eine Rolle gespielt hat.
    Ich denke bei mir hätte es eine Rolle gespielt, denn ich hätte vielleicht mal meine Hausaufgaben gemacht. Habe ich nämlich so gut wie nie. Die damit verbundene fehlende Übung hat mir in manchen Fächern (nämlich denen wo man viel üben muss, wenn man nicht besonders dafür talentiert ist) mindestens ein bis zwei Noten gekostet.

    Gruß
    Aginor

  20. @Mars:
    Das ist eben die Frage, die nicht klar beantwortet wird. Solange das nicht klar ist, sind die Ergebnisse mit großen Vorbehalten zu betrachten (was Spitzer nicht tut, er wird also seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht).
    Allerdings habe ich daran durchaus meine Zweifel, Zitat aus dem Artikel bei gamersglobal: „Zu Beginn der Studie wurde den beteiligten Eltern gesagt, dass ihr Junge für die Teilnahme an einer Studie zur kindlichen Entwicklung eine Sony Playstation 2 (mitsamt drei alterskonformen Spielen) geschenkt bekommen würde.“
    .
    Das lässt leider keine sicheren Rückschlüsse zu, was und wie viel den Kindern gesagt wurde – aber ich hoffe, dass die Information der Eltern nicht nur so spärlich ausfiel, wie dies ausgesagt wurde. Da würden sich nämlich sehr viele Fragen aufdrängen, die die Eltern sich hätten stellen können, um die geschilderte, recht absurde Situation zu erklären („ja, wir erforschen da etwas, deshalb testen wir Ihr Kind, in 4 monaten dann nochmal und dann kriegt es eine Playstation“ – Zusammenhang? Da würde ich mir auch einen suchen wollen…).
    Und über die Eltern hätten etwaige Interpretationen, in der Playstation eine Belohnung für verbesserte Schulleistung zu sehen, durchaus an die Kinder herangetragen werden können. Oder auch nur eine gesteigerte Leistungserwartung der Eltern allgemein, jetzt, da sich Forscher für die Noten ausgerechnet ihres Kindes interessieren!
    .
    Zu viele offene Fragen…

  21. Mars: nur weil die Gruppen zufällig gezogen sind, muss da noch lange nicht alles gleichmäßig verteilt sein. Du kannst auch mal einen 6-seitigen Würfel in die Hand nehmen und 60 mal würfeln. Hast du dann 9-11 mal jede Zahl? Wahrscheinlich nicht.
    Also, wieso sollten 50 Studienteilnehmer bei N(!) möglichen Variablen ausreichen, nur weil ihre Verteilung zufällig ist?!
    Anders gesagt: nachdem du mit dem 6er Würfel 60 mal gewürfelt hast, wiederhole das Experiment mit einem 20er Würfel, dir müssten Unterschiede auffallen.

    Die Zeiträume, die Unterscheidungsmerkmale zwischen Kontrol- und Versuchgruppe, sowie die Messung der sogenannten Ergebnisse sind bei bisher quasi allen Studien, die ich sehen könnte, mehr als nur zweifelhaft gewesen.

  22. achso, allein schon die tatsache, dass die schhlechteren ergebnisse an was anderem liegen könnten, macht die studie wertlos. n kumpel von mir schreibt super noten und sein erstes hobby ist viedeospiele, sogar fast nur 18-er titel lieber herr pfeifer. wenn man so vie zoggt, dass für schule kein platz mehr ist, ist es doch klar, dass die note schlechter werden. in dieser studie wird dann aber auch nicht erklärt, warum durch videospiele die noten schlechter bzw man wohl dümmer wird. kommen aus den pixeln strahlen, die den iq sinken lassen oder was?

  23. Von Ballerspielen wird man sicherlich nicht blöd, doch wer studenlang WOW zockt oder Counter-Strike und nix für die Schule macht schreibt mit sicherheit schlechtere Noten als jemand der keine Zeitraubenden Hobbys hat (Ja… WoW ist Zeitraubend!).

  24. @Frontal 21:
    Ach du Schande. -_-
    Für den Link müsste es eigentlich wieder eine News dazu geben.
    .
    Die Dummheit andere Leute macht mich schon traurig. -_-

  25. Auch wenn’s Offtopic ist, aber zum Link von frontal21:
    Da werden Pornographie, „Killerspiele“ und dokumentierter Kindesmissbrauch von einer Justizministerin gleichgesetzt und als Ursache für eine Straftat behandelt, bevor irgendwelche näheren Informationen zur Motivation bekannt sind. Ich kommentier das gar nicht eingehender, weil der Kommentar wegen Störerhaftung gelöscht werden müsste.
    Zutiefst verabscheuungswürdig.

  26. @MaSu: egal wie viele Variablen du hast, die sind zufällig verteilt wenn die Ziehung zufällig ist. Vielleicht magst du dich mal ein bisschen mit statistischen Grundlagen beschäftigen bevor du was über Studien sagst…
    Außerdem müssen auch schon größere Abweichungen sein um solche Ergebnisse zu zerstören.

  27. Mars, ggf. solltest du dich mal ein wenig mit Statistik beschäftigen, denn:
    Wenn du mit einer 6-seitigen Würfel Xmal würfelst und einmal mit einem 20seitigen Würfen auch Xmal würfelst, dann ist es für zu kleine X eben genau der Zufall, der das ganze Experiment bedeutungslos macht.

    Für den 6-seitigen Würfel mögen 100 mal würfeln ausreichen, um ein Ergebnis zu bekommen, das evt.(!) eine gleichmäßige Verteilung zeigt. Für einen W20 dann aber nicht mehr.

    Untersucht man nun Menschen, dann gibt es mehr Einflussmöglichkeiten als nur 20 – zeitgleich, bei jedem Teilnehmer. Also nehmen wir mal einen Würfel mit 100 Seiten an.
    Und jetzt kommt ein Mars daher und behauptet 50mal würfeln reicht, da ja alles zufällig verteilt ist. Sogar wenn 100mal gewürfelt würde, würde das nicht reichen.
    Also ich prophezeie dir nach 100mal würfeln mit einem 100-seitigen Würfel folgendes:
    Du rennst empört durch die Medien und wirst behaupten, dass die Zahl 57 mit einer Wahrscheinlichkeit von 11% vorkommt. Dann würde ich sagen, du hast ganz typisch gepfeiffert oder gespitzert.

    Aber zum Glück reden wir ja nicht von Würfeln, sondern von Menschen, bei denen wir nichteinmal wissen, wieviele Seiten jeder einzelne Würfel hat, der am Experiment teilnimmt. D.h. da regiert komplett der Zufall, wir brauchen keine großen Teilnehmerzahlen oder Versuchzeiträume und behaupten nach ein paar Wochen einfach irgendeinen Effekt gesehen zu haben, der durch den Zufall „abgesichert“ wäre, da ja alle möglichen Störgrößen zufällig verteilt sind.

    BlaBlubb.

    Bei dem 100seitigen Würfel kann ich ja mal jede Gerade Zahl als Störgröße bezeichnen und dann kann ich 100mal Würfeln. Jeder Mathematiker beißt bei solchen Gedankengängen ein Stück aus der Tischplatte seines Schreibtisches und wäre suizidgefährdet.

    Nicht aber Medienwirkungsforscher, die spielen 100 mal Lotto und sagen dann: „4mal den Jackpot, also 4% gewinnchance!!!“

  28. Mars: Epic Fail, denn deine Behauptung setzt vorraus, dass lediglich der Faktor „spielen“ oder „nicht spielen“ einen Einfluss auf das Ergebnis hat. Das dies so absolut unmöglich ist, muss ich dir hoffentlich nicht weiter erklären.

    D.h. du nimmst einen 50seitigen Würfel und behauptet, 48 Seiten würden einfach keine Rolle spielen.

  29. Nachtrag: Du behauptest ja nicht nur, dass 48 Seiten keine Rolle spielen würden, sondern zusätzlich noch, dass bei sagen wir mal 50mal würfeln, alle 48 Seiten gleichermaßen häufig vorkommen, also bei der Kontrollgruppe, wie auch der Versuchsgruppe.
    Das halte cih rein statistisch schon für einen doppelten „Epic Fail“

  30. Der 50seitige Würfel existiert sehr wohl. Du setzt dir lediglich Scheuklappen auf und behauptest, dass nur „spielen“ und „nicht spielen“ relevant für die Schulnoten wären. Die übrigen 48 Seiten blendest du mittels Ignoranz einfach aus, weil du ja meinst, behaupten zu können, dass sich diese übrigen Seiten bei 50 mal Würfeln komplett gegenseitig aufheben.

    Würden wir hier von der 10fachen Menge an Würfelwürfen ausgehen, dann könnte sich solangsam eine gleichmäßige Verteilung einstellen, bzw die statistischen Schwankungen würden geringer.

    Aber nochmal: Es gibt weitaus(!!!) mehr als 50 Faktoren, die einen direkten und/oder indirekten Einfluss auf die Schulnoten haben, alleine schon zufällige Störfaktoren wie „Krankheit“ oder „Wettereinflüsse“ usw sind sehr störend, von Lehrerwillkür will ich da noch gar nciht mal reden.
    und diese ganzen Einflüsse lassen sich erst dann(!) wirklich eliminieren, wenn die Anzahl der Testpersonen so groß ist, dass man 10x soviele Testpersonen, wie dritteinflüsse hat – oder mehr.

    Dieses ewige Getue von dir, dass sich mittels zufälliger Aufteilung in Versuchs- und Kontrollgruppe ergebnis wirklich absichern ließen, selbst bei absurd niedrigen Teilnehmerzahlen in den jeweiligen Gruppen geht mir solangsam tierisch auf den Sack!

    Egal um was es geht, du kommst immer mit deiner Kontrollgruppe daher, egal ob es Zwei Gruppen á jeweils nur popligen 5-20 Personen waren – Kontrollgruppen sind dein Allheilmittel für alles.

    Aber wenn du mal den Größtfehler berechnen willst, dann musst du alle(!) einspielenden Drittvariablen berücksichtigen und alle(!) Ungenauigkeiten bei der Erfassung der Ergebnisse. Also eben alle Messungenauigkeiten. Wenn dann deine Versuchgruppe entsprechend klein ist, dann kannst du am Ende mögliche Fehler haben, die größer sind, als jedes Ergebnis, dass du meinst ablesen zu können.

  31. Nachtrag: Ich denke mal, das ist ein Grundsätzliches Verständnisproblem, wenn der Naturwissenschaftler irgendwelchen anderen pseudowissenschaftlichen Disziplinen einmal mitteilt, wie man echte und brauchbare Ergebnisse erhält.

    Aber Mars: Mach das Experiment, nimm einen Würfel mit 6 Seiten. Würfel N mal. N steht hierbei für die Anzahl der Personen, die an dem Experiment teilnehmen. Die einzigen relevanten Zahlen, die dich interessieren sind 1 und 6. Dann würfelst du N/2 für deine Kontrollgruppe und N/2 für deine Versuchsgruppe.
    Anschließend entfernst du alle(!) Zahlen in der Statistik, die auf beiden Seiten vorkommen. Also steht bei der Kontrollgruppe 3x die 2 und bei der Versuchsgruppe 1x die 2, dann streiche in beiden Tabellen eben eine 2 heraus. Verfahre so mit allen Zahlen, außer bei der 1 und 6, da diese beiden Zahlen ja einen Unterschied darstellen sollen und somit ausgeblendet werden.

    Führe das obige Experiment mit:
    N=5
    N=10
    N=25
    N=50
    N=100
    durch.

    Dann sage mir bitte einmal, wie oft sich bei welchem Versuch nicht alle Zahlen von 2-5 auf die oben beschriebene Art und Weise komplett eliminieren lassen.

    Abschlussaufgabe:
    Nimm deine Ergebnisse und schildere ausgehend von den Ergebnissen das mögliche Ergebnis, das vorliegen würde, wenn der Würfel…
    10
    20
    50
    100
    1000

    …Seiten hätte.

    Mach das mal und sage mir dann, was du über Kontrollgruppen gelernt hast.

  32. Nein, so ist ist nicht.

    Die Annahme ist schlichtweg, dass durch die zufällige Auswahl der Teilnehmer (die natürlich richtig gemacht werden muss) die Drittvariablen bereits zufällig sind.

    Das bedeutet dass nur noch der eine Unterschied, nämlich in diesem Fall das Spielen oder Nichtspielen, als statistischer Unterschied besteht. Die anderen werden nämlich dadurch schon verschwindend gering.

    Das ganze ist ein durchaus normales Verfahren, bei dem zwar in einzelnen Studien durch Zufälle das Ergebnis verfälscht werden kann, aber über die Menge verteilt gleicht sich das dann aus.

    Du solltest das evtl. wirklich nachlesen, Deine einfachen stochastischen Beispiele geben die Theorie die dahintersteckt hier wirklich nicht ganz wieder.

    Außerdem könntet Ihr beiden etwas netter zueinander sein. Sich gegenseitig ein „FAIL“ an den Kopf zu werfen ist nicht angebracht und tut nichts außer emotional aufladen.

    Gruß
    Aginor

  33. Aginor, das sich das theoretisch aufhebt, habe ich nie bezweifelt, allerdings braucht man dafür eine entsprechend große Anzahl an Versuchsteilnehmern. Daher auch das Würfelbeispiel. Je mehr(!) Versuchsteilnehmer ich in beiden Gruppen habe, destro größer wird das N in der obigen „Aufgabe“. Je größer N in Relation zu den möglichen Einflussfaktoren ist, desto geringer ist der anzunehmende Fehler.

    Würfelt man mit dem 6er Würfel 1000 mal, dann hat man relativ zu der Anzahl der Würfe extrem wenige Zahlen von 2,3,4,5, wenn man diese entsprechend auf beiden Seiten beseitigt. Dann hat man evt auf 1000 Würfelwürfe nur noch 15 zweien, 9 dreien usw… was dann eben auch einen entsprechend kleinen möglichen Fehler zur Folge hat.

    Macht man nur 10 Würfe und hat dann in der Tabelle im Bereich von 2-5 noch 4 Auffälligkeiten, dann ist das Ergebnis mit extremer Vorsicht zu genießen.

    D.h. auch Versuche die mit Kontrollgruppen arbeiten, brauchen, je nach möglichen Drittvariablen eine entsprechende jeweilige Mindestgruppengröße.

    Das Mars bei jeder Kleinigkeit mit Kontrollgruppen-Argumenten ankommt ist daher völlig sinnlos. Schulnoten hängen von vielen Faktoren hab. Extrem vielen. Dazu gehören alle möglichen Einflüsse an Klausurtagen usw. Nur wenn die Anzahl der Versuchpersonen entsprechend hoch ist, kann man davon ausgehen, dass die Störfaktoren beide Seiten entsprechend identisch beeinflusst haben.

    Sind die Gruppen dagegen recht klein, sind ungleichmäßig verteilte Störfaktoren extrem wahrscheinlich. Diese verfälschen das Ergebnis massiv. Das Thema hatte ich sogar in einer BWL-Vorlesung (ja, auch Ingenieure tun sich sowas mal an, einfach um in dem bereich nicht blöd zu sein). Da ging es eben genau um Kontrollgruppen und Marktanalysen. Und auch dort wurde uns gesagt: Kontrollgruppen bringen nur etwas, wenn sichr gestellt werden kann, dass die möglichen Störfaktoren gleichmäßi auf beide Gruppen verteilt sind und dies geht am sichersten über eine entsprechend große Teilnehmerzahl oder eben über eine genauere Untersuchung der einzelnen Gruppenmitglieder und dann eine manuelle Gruppenzuweisung.

    Wer einfach mal komplexe Lebensumstände mit einem Experiment und 2 Gruppen à 20 personen beleuchten will und dann meint, durch eine zufällige Verteilung wäre das Ergbnis abgesichert, der ist wohl nich mehr so ganz ernst zu nehmen. Daher werden kleinere Versuche auch nur als Indix gewertet und für den fall, dass die kleine Untersuchung XY als ergebnis hat, wird dann auf dieser Grundlage eine ausführlichere Untersuchung vorgenommen.

  34. Nachtrag:
    Bestes Beispiel für einen massiven Fehler bei einer zufälligen Gruppenzuordnung:
    Man nehme 50 Personen, 25 Männer, 25 Frauen. Man untersucht Putzgewohnheiten, also eine typische Frauensache (nach gängigen Klischees). Nun kommt Dr. Zufall an und geht vor wie Mars: der Zufall wird es schon richten. Die Folge sieht dann evt so aus:
    Kontrollgruppe: 20Männer, 5 Frauen
    Versuchsgruppe: 20Frauen, 5 Männer
    Wie Fatal sich sowas auf das Ergebnis auswirkt kann sich ja hoffentlich jeder denken.
    Hier ist der Faktor nun offensicht. Selbst der größte Holzkopf sollte merken, dass dies so nicht passt.

    Bei Studien, die auf Experimenten aufbauen, kann jedoch sehr schlecht eine gleichmäßige Gruppeneintelung vorgenommen werden, da viele der Einflussfaktoren gar nicht bekannt sind. D.h. man wird evt darauf achten, dass die Gruppen je zu gleichen Teilen aus ärmeren oder reicheren Menschen bestehen, man wird evt noch Migrationshintergründe und Geschlecht beachten, aber dann hört es ganz schnell auf.

    Daher kritisiere ich solche Experimente einfach. Kinder werden in der Schule zB automatisch schlechter(!) wenn sich die Eltern zu wenig um die Kinder kümmen, bzw die Kinder nicht gefördert werden. Wenn nun zufällig (Mars sei dank!) eher diese Kinder in der „Playstationgruppe“ waren, dann ist das Ergebnis schon total verfälscht.

    Einfach mal anzunehmen, dass der Zufall das schon regelt ist so ein wenig „Augen zu und durch“ und hat mal rein gar nichts mit Wissenschaft zu tun.

  35. @Aginor: hast wie immer recht, sry.
    @MaSu: das Problem ist einfach dass es mathematische Argumente dafür gibt dass 50 ausreichen, und außerdem passt dein Würfel-Beispiel hier einfach nicht hin. Es ist in dem Zusammenhang einfach Unsinn.

  36. Welche mathematischen Argumente denn bitte?
    Es ist einfach Fakt, dass bei geringer werdender Teilnehmerzahl mögliche Drittvariablen immer stärker das Ergebnis hinsichtlich der Funktion von Kontrollgruppen verfälschen.

    D.h. ein Versuch mit 2 Gruppen mit je 100 Personen ist in jedem Falle bezüglich des Größfehlers „genauer“ als ein Versuch mit 2 Gruppen mit je 25 Personen, da mögliche Schwankungen durch Drittvariablen gleichmäßiger verteilt sind.

    Und speziell, wenn man komplexe Lebensumstände untersucht, würde mcih schon interessieren, wieso man sich einen Dreck um wichtige Faktoren kümmern muss, nur weil man eine kleine Kontrollgruppe eingebaut hat?!

    Mein Würfelbeispiel soll nur „Außreißer“ darstellen und klarmachen, warum größere Gruppen ein genaueres und aussagekräftigeres Ergebnis zur Folge haben, da sich die Außreißer bei zu kleinen Gruppengrößen immer weniger Wahrscheinlich „exakt aufheben“.

  37. Erst mal muss ich sagen dass die erste Studie mit einer vorausgehenden Abneigung gegen Spiele geschrieben wurde sonst hätte er es nicht so formuliert. Und nun nochmal zu den Schulischen Leistungen ich spiele ca. 3 h am Tag (manchmal überhauptnicht und manchmal mehr) und habe trotzdem einen Notendurschnitt von 1.9. Ich mache außerhalb der Schule (bis auf die Hausaufgaben) nix. Habe in Mathe eine 1 in Informatik eine 1 in Englisch eine 1 und in Deutsch eine 2. Trotzdem dass ich mich mehr für zocken als für die Schule interessiere bin ich immer noch Sozialer als manch einer aus meiner Klasse. Somit hat es rein garnix damit zu tuhen wie lange/ viel man zockt oder ob man sich außerhalb der Schule mit lernen beschäftigt.

    MfG Newman

  38. @Newman: du bist eine einzige Person und hast keine Ahnung was für einen Schnitt du ohne zocken hättest. Sorry, aber ein einzelnes persönliches Erlebnis hat bei dem Thema keine Aussagekraft.

  39. @Mars es ging mir auch nicht darum zu sagen dass jeder so ist wie ich nein ich wollte damit nur zeigen dass es auch anders sein kann und man troz zocken gute Noten schreiben kann. Und ich bin mir sicher dass mein Notendurschnitt nicht Viel besser wäre wenn ich nicht zocken würde. Ansonsten danke für deine Antwort.

    MfG Newman

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *