237 Gedanken zu “FrauTV – Eine tote Frau bringt 100 Punkte

  1. @FemaleGamer

    Nicht als Vorwurf, sondern nur als Information: Wenn du bei dieser Seite oben auf „Weiterführendes“ klickst findest du dich direkt bei einem Text wieder, der sich mit „Amokläufen“ beschäftigt. Dort wird auch eine Studie des SSI verlinkt, nach der 12 % der männlichen Jugendlichen Amokläufer an us-amerikanischen Schulen Interesse an gewaltdarstellenden Videospielen hatten. Das Ergebnis fällt einen Tick „besser“ als es ist für Spiele aus, da die ersten Schulamokläufe zu Zeitpunkten stattfanden, in denen es noch gar keine Ego-Shooter gab (abgesehen von MazeWar). Wobei auch gerade der Umstand, dass junge männliche Jugendliche schon vor Ego-Shootern solche Taten begangen haben zeigt, dass hier eine direkte Verbindung nicht wirklich bestehen kann. Bei den aktuellen Taten in Deutschland hatten zwar die meisten Täter was mit Videospielen zu tun, aber nach einer Studie haben nur 4 von 7 Tätern große Teile ihrer Freizeit mit Shootern verbracht. Einige, wie der in Ansbach, auch gar nicht. Auch der Täter des wohl blutigsten Amoklaufes – der von Blacksburg – ist ohne Videospiele ausgekommen. Aber Interesse an medialer Gewalt hatte er trotzdem: Er hat Theaterstücke geschrieben.

  2. Pingback: Stigma Videospiele » Blog Archive » Regine Pfeiffer äußert sich zu FrauTV Kritik

  3. *Anmerkung:
    Einen Kommentar von Wyrd Sister habe ich (erst jetzt) freigeschaltet, war wegen der Anzahl der Links im Spamfilter hängen geblieben.

  4. So, mein letzter Kommentar für heute! Dann gibts ne schöne Runde Mario-Kart zum chillen! Ich habe gerade den Brief von Frau Pfeiffer gelesen und fand den bis auf einige Sätze ganz gut. Ich bin übrigens nicht die junge Frau, die ihr geschrieben hat! Mich hat diese Diskussion noch auf dem ganzen Nachhauseweg beschäftigt und da habe ich mich gefragt, wo denn überhaupt die Grenzen zu ziehen sind. Öfters ist mal das Argument gefallen, dass Videospiele ja nicht die wahre Welt sind. Aber ist deshalb alles erlaubt? Omas aufschlitzen, Frauen (oder auch Männer) vor den Zug schmeißen gibt es ja schon! Was ist da die nächste Steigerung? Als Nazi Juden vergasen, weil es ein Teil der Geschichte ist? Afrikanische Frauen beschneiden, weil das ja schließlich in manchen Kulturen üblich ist. Schließlich wird das mit der Frau auf den Schienen ja auch als altes Western-Motiv „verherrlicht“, sozusagen ein „Kulturerbe“. Irgendwo gibt es da auch einfach moralische Grenzen! Natürlich ist es eine virtuelle Welt, aber eine, die der Realität inzwischen sehr nahe kommt! Ich finde dennoch dieses Forum hier sehr interessant und werde in Zukunft sicher mal öfter reinschauen!

  5. @FemaleGamer
    Ja Beschneidungen und auch alles andere Genannte in Videospielen zu thematisieren wäre äußerst wichtig aus meiner Sicht. Gerade auch manch historische Gräuel für mich als Historiker sogar eine absolute Notwendigkeit die Emanzipation des Mediums betreffen. Um Videospiele an andere Ausdruckformen auch heranführen zu können – von Literatur bis zur Steinbildhauerei. Aber wenn schon mit einer Vorstellung an solche Themen in Videospielen herangegangen wird wie so vorgetragen, dass da etwas „verherrlicht“ oder „zugelassen“ werden würde, etwas „möglich gemacht“ zwecks „Einübung“ – dann sehe ich auch keine weitere Gesprächsbasis mehr. Das ist ebenfalls nicht nur eine Perfidie sondern auch ein Übel für mich. Und aus meiner Sicht höchst unmoralisch.

  6. Hmmm
    Diese Frage ist wichtig und interessant im Bezug auf JEDES Medium.
    Egal ob nun Spiel, Film, Buch, Musik oder sonstwas.
    Eine Antwort indessen kann ich darauf schwerlich geben.
    Jedoch eine Idee:
    Für gewöhnlich wird es als „In Ordnung“ befunden, wenn grausige, sadistische Gewalt durch einen Antagonisten verursacht wird. Dies bedeutet, dass etwa eine Szene wie jene aus Heavy Rain als „Okay“ zu gelten hätte. Wird solch Gewalt aktiv verursacht (bei einem Spiel), so greift § 131 StGB. Es kann also letztlich ein Protagonist entweder ein mehr oder minder klassischer „Held“ sein oder ein „tragischer Bösewicht“. Beides ist in unseren Medien vertreten und nicht selten sehr anspruchsvoll umgesetzt. Warum also sollte dies nicht auch Spielen zugestanden werden? Freilich sind hierbei nun keine reinen Schlachterorgien gemeint, die ja auch bei Filmen eher weniger akzeptiert, wenngleich aber durchaus tolleriert werden.
    Nein, ich möchte NICHT als Nazi Juden vergasen. Sowas findet sich im Film oder Buch allerdings auch nur mit großer Distanz, also nicht gerade in einem befürwortenden Sinne.
    Selbiges sollte also m.E. auch für Spiele gelten.

  7. @RDR-Achievement/Trophy
    Noch eine Sache, weil es mich seit dem Nachmittag jetzt schon beschäftigt: „Bastardi“ ist ein Schimpfwort das in einem DLC zu einem anderen Spiel, nämlich „Assassin’s Creed 2“, auch von einer sozial höher gestellte Frau gewählt wird, während sie auf ihre Gebärfähigkeit gegenüber versammelten Männern hinweist um so ihre biologische Überlegenheit gegenüber diesen zu demonstrieren. Dabei entblößt sie auch ihre Scham

    Ich habe wahrlich überhaupt kein Verständnis dafür weshalb der Name der Trophy, des Achievements, bei dieser ganzen Diskussion dermaßen unter den Tisch fällt.

  8. „Ich bin jetzt 23 Jahre alt und kann Spiele wie GTA spielen, dabei Spaß haben und das soweit reflektieren, dass es danach keine Auswirkungen mehr auf mich hat. Genauso kann ich mich auch schnell wieder von einem Horrofilm erholen. Mit 12 Jahren war das aber noch anders. Da konnt ich nach einem Horrofilm 2 Tage nicht schlafen! Das ist der Unterschied. Es geht doch nicht darum erwachsenen Menschen ihr Hobby wegzunehmen!“

    Doch, genau darum geht es in der Diskussion.
    Die wirklich brutalen Spiele sind doch schon Ab 18 Jahren freigegeben und nur mit Personalasuweis zu erwerben, da braucht es keine Verschärfung mehr. Anders als in anderen Ländern sind die Alterskennzeichen auf den Spielehüllen keine Empfehlungen, sondern verbindliche Angaben.
    Es geht darum, dass einige Menschen diese Spiele so pervers finden, dass sie auch Erwachsenen das Recht absprechen wollen diese Medien zu konsumieren.

  9. @ FemaleGamer:

    Die „Frau auf den Schienen“ wird nicht als „altes Western-Motiv ‚verherrlicht'“, die „Frau auf den Schienen“ ist(!) simpel ein „altes Western-Motiv“, ungeachtet individueller Wertung(en); der Punkt war, dass die Empörung, die Simplifizierung des Interaktionspotenzials als Gewalt(darstellung) unreflektiert ist; der Punkt war eine generelle Kritik der pornographischen Perspektive. Das Argument war nicht, dass die „Szene“ nicht debattierbar sei, weil so eine Tat in der Realität „ja schließlich in manchen Kulturen üblich ist“ o.ä..

    „Als Nazi Juden vergasen, weil es ein Teil der Geschichte ist?“
    Deine Formulierungen machen m.E. kompliziert zu werten, ob du polemisierst, dass andere die Historizität von Taten als Legitimation propagierten (Pyri hat einen ausgezeichneten Beitrag zur Legitimität der skizzierten Inhalte i.d.S. formuliert) oder ob du polemisierst, dass andere zu Recht argumentieren, dass der Kontext, ergo auch die Spielgeschichte relevant ist (s.u.)?

    „Irgendwo gibt es da auch einfach moralische Grenzen!“
    Die wer definiert? Moralkonzepte divergieren: Unterschiedliche Menschen haben unterschiedliche Konzepte. Ich definiere mich persönlich als moralischen Menschen, meine Moral ist aber bzgl. der virtuellen Welt, bzgl. der Fiktion eine andere, als deine. Wenn „moralische Grenzen“ deine eigenen, exklusiv für dich geltenden moralischen Grenzen meinte, ist das ja i.O. – boykottiere die Spiele, ignoriere sie… whatever.
    Meine moralischen Grenzen können die skizzierten Inhalte in den simplen Varianten aber gar nicht tangieren; die Beispiele sind nicht differenziert: Wie könnte ich kategorisch die Legitimität der Inhalte „Omas aufschlitzen, Frauen (oder auch Männer) vor den Zug schmeißen […] Als Nazi Juden vergasen […] Afrikanische Frauen beschneiden“ u.ä. kritisieren, wie könnte ich mich echauffieren ohne die Kontexte (ohne die ich sie z.B. eventuell als affirmativen Kommentar bzgl. gewalttätigen Verhaltens in der Realität interpretieren könnte – nicht, dass die Gefahr nicht marginal wäre)?… s. auch Pyris Kommentar. Da Idee des (kategorischen) Thematisierungsverbotes/-tabus (bzgl. eines Mediums, wie Computerspiele) selbst ist z.B. m.E. „unmoralisch“; was soll das spezifische Problem der Spiele sein? Die Interaktivität (auch wenn der Spieler als „Täter“ gar nicht als notwendige Bedingung definiert wurde)? Wenn ja, bitte ich um die Erklärung, warum das problematisch sein soll.
    Und: Ich differenziere strikt in Realität und Fiktionalität; die Moralkonzepte beider Sphären divergieren, in letzterer sind sie z.B. abhängig vom individuellen Spiel; also ja: Deshalb ist m.E. alles erlaubt (ob ich alles rezipiere, ob ich nicht u.U. Inhalte kritisiere, ist eine andere Frage). BTW: Fiktionale Realitäten wollen z.T. gar nicht die Moralität der Realität präsentieren, Spielerealitäten sind eigene Realitäten, in denen eigene Dinge (z.B. eine andere Moral) „sinnig“… man imaginiere eine Dystopie, die nicht dystopisch sein dürfe.

    „Natürlich ist es eine virtuelle Welt, aber eine, die der Realität inzwischen sehr nahe kommt!“
    Und das Argument ist?… Kommt sie? Die „virtuelle Welt“ existiert nicht, aber virtuelle Welten. Ist deine generalisierende Formulierung ein Indiz, dass du einen mit „Realismus“ i.d.S. einen aktuellen „trend“ meinst, den „realistischer“ Visualisierung („fotorealistische“ Grafik, „lebensechte“ Animationen, inkl. Physikeffekte, potenziell „authentische“ Effekte der Gewaltwirkungen u.ä.)? Wenn ja:
    1.) Nur ein Teil der Spiele bemüht, diesen „Realismus“ zu bieten (in Punkto Gewaltdarstellungen wird es ihm i.d.R. unterstellt; de facto sind die Gewaltdarstellungen aber nicht realistisch – den Rezipienten fehlen auch i.d.R. Referenzwerte -, die Simplizität realer Gewalt wird zu Gunsten „cineastischer“ Effekte, aus technischen Gründen u.ä. nicht realisiert – die Gewaltvisualisierung wird z.T. detailierter, expliziter… aber i.d.R. nicht realistischer).
    2.) Realismus meint prinzipiell nicht nur eine realistische Visualisierung, sondern auch realistische Szenarios, Geschichten u.ä.; ein Spiel kann alle Realismuskriterien gem. Punkt 1.) erfüllen… ein Egoshooter, in dem Aliens die Antagonisten sind, wird aber i.d.S. nie der Realität „sehr nahe“ kommen…

  10. @ Vicarocha
    Um es kurz zu machen: Jupp, wir haben andere Zitate gemeint („Erst mal ist es mein persönlicher Eindruck, den ich selber bei Spielen habe, dass diese Spiele eine andere Wirkung auf mich haben als Filme.“).

    @ Pyri
    Figuren wie Lara Croft und die Damen aus DOA werden meiner Meinung nach nicht als sexy Frauen vermarktet, sondern werden zu reinen Sexobjekte degradiert. Ein Show-Muscle-Feature für die Herren von DOA wäre genauso degradierend aus meiner Sicht, da für beide Geschlechter diese Art von Feature nichts mit dem Handlungsgeschehen zu tun hat.

    Eine Formulierung wie „traditionelle Gamer-Kreise“ finde ich problematisch, da sie Personen ausschließt, die angeblich nicht dieser (hier) undefinierten Tradition angehören und sie somit verschiedene Gruppen bildet. Außerdem hört es sich für mich stark wertend an, wenn ich höre, dass für einen „traditionellen Gamer“ XYZ unbeliebt sei, da ein Wort wie Tradition gerne als eine Art von Auszeichnung verwendet wird („Wir sind eine traditionsreiche Brauerei“ „Wir sind traditionelle Farmer“ von Leuten die Tradition für das beste halten was es gibt…).

  11. Edit:
    @ Wyred Sister
    „Study: Women and minorities are underrepresented in video games“
    Genau darauf wollte ich eigentlich hinaus mit meinem Anfangskommentar zu den Hauptfiguren (der dann etwas abschweifte zur Kleidung…).

    Ein nettes Zitat: „That kind of visibility is really the first step toward leading to public consciousness and equal treatment. These cultural markers matter.“ und dazu „The characters the developers put in the games do not match the real world,“ „Our thoughts about why are all informed guesses.“
    „Match“ as in: prozentuale Anteile an der Gesamtbevölkerung.
    Also nichts mit: „Oh, aber Spiele müssen doch nicht die Realität wieder geben.“ Manchmal möchte man sich aber eben mit seiner gespielten Figur auch über Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht oder sonst was identifizieren.
    (Und nein, ich habe jetzt nicht alle 20 Seiten des Berichts gelesen, sondern habe mich an der erstverlinkten Seite und am Abstract orientiert.)

  12. @ Gody
    Eine Entwicklung in diese Richtung – also mehr Minderheiten/Frauen – in Videospielen würde ich sogar durchaus begrüßen. Ist aber doch bei Filmen des Action – Genres durchaus dasselbe. Werden die Spiele „anspruchsvoller“ sieht das ganze doch schon wieder anders aus. Bspw. bei Point & Click Adventures habe ich schon viele Frauen als Protagonistinnen gesehen. Aber was die „großen“ Genres angeht, hast du durchaus Recht.

  13. Nachsatz:

    Andererseits möchte ich nun auch nicht, dass sich die Leute nun bei jedem Videospiel Gedanken über die „Political Correctness“ machen :-/
    So nach dem Motto:
    „Nein Leute, so geht das nicht, wir haben hier noch laut quote zuwenig asiaten, schwarze, frauen in dem Spiel, also muss der held eine schwarz-asiatische Inianerin arabischer Abstammung sein“…. ist natürlich überspitzt, aber ich denke, es ist klar, was ich meine ^^

  14. @ gody und Tentakelzombie
    Also mehr Minderheiten und Frauen würde mich persönlich nicht ansprechen, weil ich beim Spielen nicht auf Geschlecht und Aussehen der Figuren achte, egal ob Haupt- oder Nebencharakter. Mir bleibt eher die Geschichte einer Figur, falls vorhanden, oder deren Fähigkeiten im Gedächtnis. Über das Aussehen und das Geschlecht, muss ich gestehen, habe ich bisher nicht nachgedacht. Wenn ich aber jetzt so darüber nachdenke, dann steckt m.M.n. eine großartige Möglichkeit, sich von anderen Spielen noch weiter abzuheben, wenn man bei der Kreation der Figuren über Geschlecht, Hautfarbe, oder auch Alter nachdenkt. Wie viele Spiele beschäftigen sich schon mit den Problemen des Alters? Oder auch Menschen mit Behinderung wären denkbar, oder Homosexuelle. Wenn man sucht, wird man bestimmt auch solche Figuren finden.

  15. Kommt auf Genre an…
    Ein alternder Mensch mit Krücken ist aus offensichtlichen Gründen kein sonderlich geeigneter Kandidat für einen FPS. Und ich denke gegen homosexuelle sind die Ressentiments (leider) immer noch zu groß. Aber im Wesentlichen ist vll das gängige Prinzip aus diversen Rollenspielen, sich den Char selbst zu bauen, ein guter Ansatz um möglichst viele Varianten unter zu bringen…

  16. @hector spector
    Stimmt Möglichkeiten gibt es viele, wann hat man zbsp. das letzte mal einen Farbigen als helden gehabt der keinen Gangster ala CJ aus GTA SA darstellte? Die Figurenerschaffung hat in vielen Titeln immer noch Einschränkungen, eine löbliche Ausnahme bildet da Bethesda dort kann man in vielen Spielen vom Jugendlichen bis zum Rentner alles spielen und auch die Hautfarbe spielt keine Rolle, man kann Asiaten, Latinos, Weiße, Schwarze spielen und natürlich kann man auch zwischen Mann und Frau wählen. In Fallout 3 habe ich eine junge Latino gespielt und in Mass Effect 1+2 einen alternden Schwarzen, wann hat man sonst mal die Möglichkeiten diese Figuren zu spielen?

  17. Oh, Spiele mit Schwulen/Lesben gibt es ;)
    Ich sehe die zwar nur in Japan und selbst da nur in der Love-Simulation-Game-Sektion (die sich eher an heterosexuelle Männer und Frauen richtet – so wie Shounen-Ai und Shojo-Ai überhaupt), aber es gibt sie.
    Kann man nicht auch bei Sims gleichgeschlechtliche Paare bilden?

  18. Edit:
    Es geht auch nicht wirklich um PI vs. PC (political incorrect vs. political correct). Es geht um Variation, um Figurenreichtum, um Abwechslung.
    Und es geht darum, Personen, die nicht weiß sind, nicht männlich, nicht sonstwas anderes sind, die Möglichkeit zu geben, mit einem Charakter, der sie repräsentiert, eine fiktionale Welt zu erforschen. Ohne das schließe ich doch alle aus, die nicht dem entsprechen, und ich sage ihnen indirekt, dass diese Welten eigentlich nur für „uns“ ist – sie dürfen sie spielen, werden aber niemals Teil davon sein. Genau darum geht es.

  19. @gody
    Das es die gibt was ich als Sammler und Gamenerd wohl, leider bleiben mir diese Games wie so viele andere Japanspiele mangels Sprachkenntnisse verschlossen (Was mich aber nicht davon abhält sie durchszuspielen, Versuch und Fehler heißt da die Lösung), das es die nur in Love-Games gibt stimmt so aber nicht ganz, manchmal kommen die auch in RPG’s vor aber da auch nur in 1 von 1000 wenn man es so sagen so will.

  20. @gody Kennst du Katawa Shoujo? Das wird von internationalen Freiwilligen programmiert und spielt an einer Schule für junge Leute mit Behinderungen. Bisher gibt es nur ein Demo, aber ich verfolge das Projekt weiter.

    Das mit der „Repräsentation“ interessiert mich! Ich spiele auch gerne Charaktere, von welchen ich gar nicht repräsentiert werden möchte. Auch gern Frauen wie Heather Mason (Silent Hill 3), Sheva (Resi 5) oder Samus (ja, trotz Other M^^).

    Durch Spiele haben wir die Möglichkeit auch mal in andere Rollen zu schlüpfen, welche nicht unbedingt das eigene Ich „repräsentieren“. Welcher Schauspieler will schon immer sich selbst spielen?

    Beim Thema „mehr Vielfalt und Figurenreichtum“ kann ich nur zustimmen! Wobei natürlich auch Stereotype ihren Reiz haben.

  21. @ buzzti
    Katawa Shoujo sieht interessant aus – trotz der anscheinenden Einschränkung auf körperliche Behinderungen und keine geistigen (wobei das wahrscheinlich noch schwieriger wäre) – ich hoffe, es findet viele Spieler!

    Ich meinte damit nicht, dass man dann nur noch „sich selber“ spielen *darf* (wäre gruselig). Ich nutze auch wo ich kann, die Möglichkeit andere Figuren zu spielen. Es geht mir um die *Möglichkeit* „sich selber“ zu gewissen Teilen spielen zu können.

    @ DoktorTrask
    In RPGs? Fällt dir ein Titel ein? Und ist die Figur dann Hauptfigur oder Nebenchara?

  22. @gody: Doch, es kommen auch geistige Behinderungen vor (zB Kenji[der übrigens total paranoid ist und Angst hat vor der feministischen Weltverschwörung ;) ], Hanako und Misha wahrscheinlich auch).

    Ich denke ich verstehe was du meinst – ich finde es zum Beispiel schade, dass man in WoW als männl. Mensch nur muskelbepackte Testosteron-Stiere spielen kann, will man etwas schmächtigere Charaktere spielen kann muss man auf Gnome ausweichen. Liegt wahrscheinlich an Chris Metzens Grafik-Stil. Gerade auf Rollenspiel-Servern schränkt dies die „Figurenvielfalt“ zumindest optisch etwas ein.

    Zu RPGS: Bei Mass Effect, Fallout oder Baldur`s Gate kann(!) man sich weibliche Helden basteln. RPGs mit vordefinierten weiblichen Hauptchars fallen mit zugegebenermaßen leider gerade nicht ein… Final Fantasy (6, X2, 13) war ja nicht so dein Fall ;)

  23. FemaleGamer: „Irgendwo gibt es da auch einfach moralische Grenzen!“
    nö. Moral ist in einen Raum nur allgemeingültig wenn man allein in diesen Raum sitzt.
    Ansonsten solltest du mal Japanische Spiele und Mangas anschauen, da wirst du schnell merken, dass „moralische Grenzen“ sehr subjektiv gesteckt werden.

    „Ein alternder Mensch mit Krücken ist aus offensichtlichen Gründen kein sonderlich geeigneter Kandidat für einen FPS“ Wieso? Wenn er seine Krücken als Maschinengewehr verwenden kann könnte man daraus schon einen FPS machen, wäre aber dann kein „ernster“ Shooter, auch für ein Jump and Run könnte man jemanden mit Krücken nehmen, dieser müsste dann aus den Krücken einen Pogo-Stock machen (Commander Keen in alt also).

    gody: „Kann man nicht auch bei Sims gleichgeschlechtliche Paare bilden?“
    Auf einer Fan Webseite von Sims 2 hatte mal eine Umfrage gemacht… 2/3 der Paare sind Lesbisch. Ok die Umfrage ist vermutlich nicht repräsentativ ^^.

    Happy Coding.

  24. @The_Real_Black
    Die meisten Dunkelelfen/Blutelfen(*Hoch*Elfen in WoW (Und andere Titel in denen die gespielt werden können) sind lesbisch oder besser gesagt sie werden so gespielt als seien sie es(Auf andere Rassen trifft das zwar auch zu aber gerade bei diesen und gerade bei Dunkelelfen wird das heufig gemacht).

  25. Ein RPG mit einem vordefinierten weiblichen Char ist Venetica. Okay, Venetica ist mehr ein Action-Adventure mit RPG-Anteilen, und leider auch nicht besonders gut. Zählt Sacred 2 als RPG? Hier kann man zwischen 3 (Seraphin, Dryade, Hochelfe) weiblichen Charakteren wählen. Übrigens: ein Entwickler sprach davon, dass viele weibliche Gamer die Seraphin auswählen.

    BioWare traut sich übrigens viel, was Liebesbeziehungen angeht. In DragonAge: Origins kann man gleichgeschlechtliche Beziehungen eingehen.

  26. Oh Gott, Oh Gott Ich schäme mich ja so. Wie konnte ich nur, wie konnte ich nur diese unschuldigen Pixel töten. Also ehrlich was ist das für ein schrott, 60 Jahre alt, hat sowas wahrscheinlich nochnie gespielt, verschweigt das die Option in RDR Frauen auf die Gleise zu legen keine Plicht ist und das man in Heavy Rain die Frau ist und sich aus denn Fängen dieses Kerls befreit und sich wehrt. aber was soll man erwarten?

  27. @El Konsolero
    Ja zwischen Frau und Frau, zwischen Mann und Mann ging das aber nicht wohl auch weil besonders die USA das nicht dulden würden, diese dulden ja schon Liebesbeziehung zwischen Mann und Frau innerhalb eines Spieles nicht, ähnlich wie wir Deutschen Gewalt in Spielen nicht dulden zumindest was die Gutmenchen dort und hier angeht und diese sitzen nun einmal weit oben und haben daher das Sagen.

  28. (ACHTUNG SPOILER)
    +
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    @DoktorTrask, El Konsolero
    Mass Effect 1 ist vielleicht nicht das ganz korrekte Beispiel für eine gleichgeschlechtliche Beziehung, da der/die Partner/in ein Alien ist, die nur aus eingeschlechtlichen Individuen bestehen (kleiner Klugscheißer, ich weiß ;-)).
    Die Diskussionen in den USA haben sich übrigens auch nur darin bezogen, dass bei der Romanze (Mann/Frau, Mann/Alien, Frau/Alien) ein nackter! Busen kurzzeitig von der Seite zu sehen ist.
    +++
    Dragon Age: Origins passt als Beispiel für gleichgeschlechtliche Beziehungen schon besser, da der man sich als Heldin eine nette Bardin als Geliebte bekommen kann und als Held einen elfischen Attentäter. Dass sich die Medien in den USA darüber aufgeregt haben, ist mir nicht bekannt – lasse mich aber gerne von Gegenteil überzeugen.

  29. In Mass Effect 2 sollte auch die gleichgeschlechtliche Beziehung zu einer menschlichen Frau möglich sein.
    Grundsätzlich würde ich „Mass Effect“ diesbezüglich aber sogar noch am ehesten als sexistisch angreifbar sehen, weil solche Beziehungen meines Wissens nach überhaupt nur mit den weiblichen Crew-Mitgliedern möglich sind. Im zweiten Teil gibt es da auch nur eine weibliche Assistentin soweit ich weiß
    Neben „Dragon Age“ möchte ich als bestes Beispiel für Homosexualität in einem westlichen Mainstream-Spiel (leider) immer noch „Canis Canem Edit“ (Bully) anführen, wo der vermeintlich „harte“, kahle Schlägerjunge auch andere Jungs küssen darf. Leider leider ist die gleichgeschlechtliche Form der Liebe ansonsten wohl noch immer massiv unterrepräsentiert im Westen. Als homophob interpretierbare Äußerungen eines „Mafia 2“-Produzenten von zuletzt werden die Situation auch nicht verbessern: http://www.gamepolitics.com/2010/09/23/mafia-2-producer-apologies-gay-space-marine-comment

    Als größten Skandal in diesem Zusammenhang würde ich in den USA übrigens die „Vorwürfe“ von Homoerotik bei dem in Deutschland wegen seiner Gewaltdarstellung indizierten „Army of Two“ sehen. Was hierzulande so völlig unverständlich zu sein scheint…

  30. „Es ist aber eh nicht wirklich relevant welche Altersfreigabe ein Spiel hat, die Kinder und Jugendlichen spielen es doch sowieso!“
    Nein, sie spielen es nur wenn die Eltern den Medienkonsum ihrer Kinder nicht kontrollieren.
    So wie Kinder nur Rauchen und Alkohol trinken wenn die Eltern dies zulassen.
    Laut unserem Grundgesetz (und der christlichen Soziallehre) liegt die Erziehung der Kinder im Verantwortungsbereich der Eltern.

    „Natürlich machen Killerspiele nicht automatisch Amokläufer, aber jeder Amokläufer war bisher ein Gamer!“
    Natürlich machen Negermusik und Schundhefte nicht automatische Amokläufer, aber jeder Amokläufer hat Comics gelesen und Rockmusik gehört…
    Oder zweifelt irgend jemand daran, das die Polizei auch Schundhefte und Negermusik gefunden hätten, wenn sich die aktuelle Diskussion 50 Jahre früher abgespielen würde ?
    Wer einen Medienpolitischen Kampfbegriff wie „Killerspiel“, „Negermusik“, „Entartete Kunst“ oder „Schundheft“ unreflektiert verwendet disqualfiziert sich für mich als erstnzunehmender Gesprächspartner.

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