Piraten fordern Abschaffung der BPjM

(Piratenpartei) In einem vom Bundesvorstand der Piratenpartei beschlossenen Positionspapier wird die Abschaffung der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) gefordert. Diese entscheidet darüber, ob im Rahmen der Indizierung Medien, die ohnehin nur an Volljährige abgegeben werden dürfen, weitere Verkaufsbeschränkungen auferlegt werden. Nach der Auffassung der Piraten soll aber „Jugendschutz […] ausschließlich für Minderjährige gelten„, weswegen man sich gegen diese Institution ausspricht.

Zum Papier

(Dank an Pyri.)

46 Gedanken zu “Piraten fordern Abschaffung der BPjM

  1. Schön, dass die Piraten und nicht nur die Jungen Piraten dies ins Positionspapier aufgenommen haben. Man sollte auch die „Kritik am JMStV-E“ durchlesen, da wird einen klar, dass die alten Parteien keinen Plan für die Neuzeit haben. Pervers finde ich die Vorstellung, dass man im Internet Sendezeiten durchsetzen will, da kann man nur noch Piraten wählen um die C*(steht für Chaoten)-Parteien aufzuhalten.

    Happy freies Internet!

  2. Schön zu hören, ja. Die BPJM war schon immer ein Dorn in meinem Auge, sei es bei Spielen oder bei Filmen. Inzwischen ist es mir jedoch fast egal, da ich so gut wie immer Spiele/Filme importiere.

  3. @TheRealBlack
    Das sind diese unglaublichen Vorstellungen von Rundfunk bei Internet (auch), gegen die ich immer wettere. Am Ende erklaeren sie das Netz noch zu etwas Oeffentlich-Rechtlichem und unterstellen alle Content-Producer einem Intentanten, einer Intentantin. Das ist gar nicht so absurd verfolgt man diese Gedankengaenge naeher
    Was man am Wenigsten verstanden hat beim Internet erscheint mir das „Inter-“ zu sein. Am liebsten wuerde man aus Jugendschutzgruenden offenbar eine riesige Kaeseglocke ueber Deutschland tun.

  4. Ich finde es einfach schlimm, welche Zensur unter dem Vorwand „Jugendschutz“ betrieben wird. Ich würde mal behaupten, dass die Politiker und „Experten“, die noch strengere Jugendschutzgesetze fordern nicht die geringste Ahnung von Videospielen haben. Es ist etwas völlig anderes, ob man sich die brutalsten Szenen aus einem Spiel wild zusammengewürfelt zeigen lässt, oder ob man das Spiel selber spielt. Anders kann ich mir diese „Expertenmeinungen“ nicht erklären.
    Wenigstens finde ich es schön, dass auch mal eine größere Partei wie Piraten sich gegen diese Zensur wehrt :)

  5. @greenlight:
    Deine Definition von „größere Partei“ finde ich… etwas gewagt. Aber man soll ja optimistisch bleiben :D

    @Topic:
    Ja, ich finde es auch gut dass die Sache mit der Abschaffung der BpjM sich jetzt auch in die oberen Ränge der PP durchgesetzt hat. Aber ich finde man kann die Schwierigkeiten bei dem Thema allein schon daran erkennen, dass das selbst bei den Piraten so lange gedauert hat. Da steckt schon auch ein bisschen das Unverständnis der Basis dahinter, warum man eine „Jugendschutzmaßnahme“ abschaffen will.
    Mein Schluss daraus ist: Es ist noch einige Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung notwendig.

    Gruß
    Aginor

  6. Pyri: „eine riesige Kaeseglocke ueber Deutschland tun“
    „The Big Firewall of Germany made in China“
    Bei neues aus der Anstalt hat man es passend eingebaut: vgl „Die Kanzlerin hat in China über die Menschenrechte gesprochen… vermutlich hat sie sich Tipps geben lassen“
    Wenn man dann noch dazu die Bemühungen Zensur mit Jugendschutz und dem Schockerthema Kinderpornographie einzuführen, dann erinnert es doch an China denn deren „Firewall“ und die Restliche Zensur im Land ist ja auch nur begründert mit Schund aus dem Westen und Jugendschutz.

    @greenlight und Aginor: Naja die Piraten sollten mal mehr öffentlichere Aktionen starten und ihr Konzept des LiquidFeedback verbreiten, denn im Moment wollen sehr viele an der Regierung mitarbeiten da könnte es eine Chance für die Piraten sein.

    Das nächste Superwahljahr kommt ja jetzt man sollte möglichst jeden Piraten Sympathisant überreden nicht nur zu Quatschen sondern auch die Piraten zu wählen. Wer kennt noch quatschköpfe die mit der Regierung unzufrieden sind dann aber doch CDU wählen… oder welche die Freiheit für die Computerspiele fordern dann aber Grün wählen?
    Leider hat die Piratenpartei nichts gegen die Verleumdungen der anderen Parteien getan.

    @“Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung notwendig“ ja leider. Oft hört man auch von liberalen, dass unsere Jugendschutz so toll ist und man alles daran braucht und leider hören sie nicht darauf, dass andere Ländern auch ohne diese Eingriffe auskommen.

    Happy Coding.

  7. Dass die Piraten das fordern ist ja gut und schön, aber bringen tut das in der Sache gar nichts. Das bringt dem Thema nichtmal Öffentlichkeit, weil außerhalb der Spielepresse sowieso nicht davon berichtet wird, und Einfluß haben die Piraten mal sowieso nicht.
    Zur Wahl der Piratenpartei aufrufen ist ja gut und schön, aber selbst wenn sie ihren Stimmanteil in der nächsten Bundestagswahl verdoppeln sind sie immer noch nicht drin – und nächstes Mal gibts voraussichtlich keine Zensursula.

  8. @“große“ partei: von den anhängern her sind sie die größte außerparlamentarische partei. um ehrlich zu sein, glaube ich, dass sie ihren höhepunkt schon erreicht haben und nicht wieder erreichen werden. hatte mir mehr erhofft. wer mal kritik von einem piraten über die piraten hören möchte, muss sich nur mal ein paar videos von dietmar moews in youtube ansehen. finde ich sehr schade, die entwicklung und diese schlechte organisation. ich hab vor einigen einen mitgliedsantrag dahin geschickt und es ist noch nichts gekommen, glaube der ist verschollen :s
    die sache mit dem jugendschutz kommt wie ich finde etwas verspätet, aber freut mich. sie ist damit glaube ich die einzige partei, mit der wir, was das thema angeht, definitiv auf einen nenner kommen.

  9. Also USK statt BPjM ?
    Dann USK zugunsten von PEGI abschaffen ?
    Und Alterseinstufungen sollen nicht mehr verbindlich sein ?

    Sorry, das macht auf mich einen etwas unausgegorenen Eindruck.
    Für wen sollen die Alterseinstufungen nicht mehr verbindlich sein ?
    Für die Eltern ? Für die ist es noch nie verbindlich gewesen. Wer will kann schon jetzt seinen Kindern Spiele und Filme kaufen die nicht für ihr Alter freigegeben sind.

    Wenn man wirklich zum Erzieherprivileg steht, dann muß die Alterseinstufung – egal ob PEGI oder USK – weiter für den Handel verbindlich sein.
    Nur so kann verhindert werden, das ein Kind gegen den Willen der Eltern ein Spiel legal im Handel erwirbt für das es noch zu Jung ist.

    Standpunkt:
    Ich halte PEGI für sinnvoller als die USK, vor allem durch die Inhaltsangabe über Icons.
    Die USK sollte ganz abgeschafft werden oder als Nachprüfungsstelle fungieren, welche die PEGI Einstufung für den deutschen Markt noch mal überprüft.
    Dadurch dürfte die bisherige USK Dienstleistung billiger werden.

    Ich bin allerdings auch dafür das analog zur bisherigen Indizierung eine AB18+ Einstufung geschaffen wird, die es dem Hersteller erlaubt ein Spiel/Film ohne Prüfung in den Handel zu bringen.
    Solche Medien sollten dann ähnlich wie Pornos nur in Verkaufsräumen gehandelt werden dürfen zu denen Minderjährige keinen Zutritt haben.

    Analog dazu sollte auch Harte Alkoholika ( also alles ausser Bier & Wein ) nur in Verkaufsräumen gehandelt werden dürfen zu denen Minderjährige keinen Zutritt haben – so wie es in zivilisierten Ländern eigentlich üblich ist.

  10. von der piratenpartei hört man garnichts mehr. sind ja mit dem versuch von legalisierung von mariuana nicht gerade auf viel gegenliebe gekommen.

  11. @Aginor
    Sehe die Piratenpartei unter den Kleinparteien ohne Sitz in Landtagen schon als größte Gruppe an. Bei den letzten Bundestagswahlen gab es auch ein Insert von der ARD wo sie sogar in den Charts auftauchten – kurzfristig, machte davon einen Screenshot. Und mit Jörg Tauss hatten sie auch mal einen Bundestagsabgeordneten, noch dazu den spielefreundlichsten Politiker den es wohl je gegeben hat in Deutschland. Es gibt ja unzählige Kleinparteien in Deutschland, von der Zentrumspartei bis zu den Violetten
    @Alreech
    Ich habe das teilweise auch so verstanden wie es in Großbritannien der Fall ist, dass die USK dann als Gremium mit Vetorecht vielleicht eingesetzt werden könnte – oder halt eine Institution unter anderem Namen – so nach dem Satz im Text zur Verbindlichkeit: „… Dieses Mittel ist daher vom Staat mit extremer Bedacht und nur bei gut und ausreichenden begründeten Ausnahmen anzuwenden…“
    Verbindlichkeit ist ja unterschiedlich zu sehen auch: so gelten in Wien wo es diese Abgabebeschränkungen auch verbindlich gibt ja nicht die Vetriebseinschränkungen welche für Deutschland gelten. Wo es etwa noch als Errungenschaft gehandelt wird, wenn USK-18-Titel wenigstens zwischen 23.00 und 04.00 Früh einfach online verkauft werden dürfen… Also Verbindlichkeit schränkt so auch erwachsene KonsumentInnen massiv ein – ähnlich wie Indizierung bereits

  12. „Ich bin allerdings auch dafür das analog zur bisherigen Indizierung eine AB18+ Einstufung geschaffen wird, die es dem Hersteller erlaubt ein Spiel/Film ohne Prüfung in den Handel zu bringen.
    Solche Medien sollten dann ähnlich wie Pornos nur in Verkaufsräumen gehandelt werden dürfen zu denen Minderjährige keinen Zutritt haben.“

    Solche Verkaufsräume richtet jetzt schon keiner ein. Sorry, aber wer sowas fordert ist entweder unglaublich naiv oder will ein verkapptes Verkaufsverbot.

  13. Da stimme ich Kranki zu!
    Viel sinnvoller wäre es, wenn die Einhaltung bestehender JuSchu-Gesetze kontrolliert wird.
    Allerdings finde ich schon, dass zumindest die Altersfreigabe bei einem Videospiel/Film ermittelt werden sollte und das diese Altersfreigabe absolut verbindlich ist.
    Im Gegenzug aber fordere ich die sofortige Beendigung von Zensur bzw „Zwangszensur“.
    Die BPjM ist der heutigen Zeit nicht mehr angemessen und ist von Spielehassern korumpiert, die mit Hilfe der BPjM es den Spieleentwicklern so schwer machen wollen wie es nur geht.

  14. Mitlerweile denke ich auch ,dass ich nur noch Piraten wählen kann,da der Rest nur noch Dinge tut,die unsere Freiheit und Verantwortung irgendwo minimiert…
    Nicht alle einheitlich,aber die Partei setzt sich meist schließlich „geschlossen“ durch.

  15. Dass die Grünen kein Problem mit der jetztigen Situation von Computerspielen haben ist genau der Grund, warum sich nichts ändert und warum man die Grünen nicht wählen sollte, wenn man in dem Punkt was bewegen will. Selbst die Parteien, die gegen eine Verschärfung sind, setzen sich nicht für die längst überfällige Lockerung des sogenannten Jugendschutzs ein.

  16. Na das hat ja fast was von den „guten alten Zeiten“, als man versucht hat den Menschen wirklich freier zu machen. Finde ich richtig so, wer gegen Zensur ist, kann die BPjM nicht befürworten, das beißt sich.
    Und die Zeit der verbindlichen USK-Kennzeichnungen währt auch gerade mal sieben Jahre, tut nicht so als wäre das gottgegeben. Wir (!) habens auch alle überlebt. Ich fasse es ja immernoch nicht, dass man die nachfolgende Generation schlechter stellen will als die eigene!

    Das muss nochmal deutlich gesagt werden: Der Medienjugendschutz ist ein Vorwand für die Zensur, nicht mehr und nicht weniger. Man kann nicht für die BPjM sein und gleichzeitig gegen Zensur, beide bedingen einander! Wenn ihr wollt, das eure (und nur eure!) Kinder das nicht sehen, dann nehmt es ihnen weg, dass ist euer gutes Recht! Aber ihr könnt nicht verlangen, dass der Rest der Gesellschaft euren Job übernimmt und sich damit auch noch ein gutes Stück Kunstfreiheit verwehrt!

    Und was ihr noch verstehen müsst, ist die Tatsache dass politische Willensbildung ein langer Prozess ist. Veränderungen kommen nicht über nacht, sondern haben immer eine Vorgeschichte. Und wenn man die Zensur abschaffen, oder zumindest weit zurückdrängen will, muss irgendjemand die Auflösung der BPjM artikulieren. Die PP hat den Anfang gemacht, nun muss man weiter daran arbeiten.

    BTW: Die Legalisierung von Canabis ist längst überfällig. Es gibt keinen guten Grund für diese Art von „Prohibition“. Canabis ist keine gefährlich Droge, harmloser als Alkohol. Und mit dieser Prohibition schafft man sich nur tonnenweise Probleme, löst damit aber nicht ein einziges.
    Schaut euch mal die Zustände in den USA zu Zeiten der Alkoholprohibtion an, dann werdet ihr schon verstehen warum sie diese auch wieder abgeschafft haben.

  17. @Grüne
    Seit mir der Grün-Politiker Jürgen Walter aus Baden-Württemberg ausgerichtet hat, dass „das menschliche Leben“ in der Kultur von Menschen wie mir seiner Einschätzung nach „nichts wert“ wäre ist mein Verhältnis zur Grünbewegung in ganz Europa jedenfalls mehr als gespalten. Noch unter dem Hinweis, dass diese Einschätzung von ihm im Gegensatz zu meiner Person aus Österreich für Weltoffenheit stünde. Verbote, Untersagungen und staatliche Gewalt in Deutschland als (grüne) „Weltoffenheit“ – eine unentschuldbare Äußerung für mich.
    Als Wähler haben mich diese Leute zumindest so bis auf weiters komplett verloren

  18. @Pyri

    Die Partei sollte man nicht wegen Erklärungen Einzelner in Sippenhaft nehmen. Wenn ich die Bremer Grünen nur nach Matthias Güldner beurteilen würde, kam da auch ein schauerliches Bild bei raus.

  19. @Kranki
    Die meisten Videotheken in Deutschland haben einen Ab 18 Bereich.
    Auch einige Läden die Comics oder Animes Importieren haben einen speziellen AB 18 Bereich.

    In einigen anderen Ländern (USA, Norwegen, Schweden, Finland, Island) ist es üblich das harte Alkoholika nur in speziellen Schnapsläden erhältlich ist, zu denen Kinder und Jugendliche keinen Zutritt haben.
    Nur in Deutschland soll das nicht funktionieren, weil die Deutschen aufhöhren zu Saufen wenn sie ihren Schnaps nicht mehr im Aldi bekommen ?
    http://www.nichttrinker.com/content/alkohol-monopol-schweden-verhindert-massiv-gewalttaten-und-andere-schaeden-durch-alkohol
    Warum soll Schnaps anders behandelt werden als „Jugendgefährdende“ Pornographie oder „Killerspiele“ ?

  20. „Warum soll Schnaps anders behandelt werden als “Jugendgefährdende” Pornographie oder “Killerspiele” ?“

    Weil Spiele im Gegensatz zu Alkohol vollkommen harmlos sind.

  21. Da brauchen wir eh nicht diskutieren, ob es funktionieren würde oder nicht. Da braucht man nur versuchen, in einem beliebigen Laden einen indizierten Film oder ein indiziertes Videospiel zu erwerben, und sehen, wie weit man kommt.

  22. @Rey Alp
    Ja stimmt schon. Hast natürlich recht
    Sicher ein Vorurteil von mir
    @Alreech
    Das wurde ja bereits öfters hier diskutiert und Deine Position ist mir da auch schon bekannt gewesen, aber es ist nun einmal so, dass „Killerspiele“ in der Herstellung für gewöhnlich teurer sind als Schnaps oder Pornografie und deshalb auch auf eine gewisse Öffentlichkeit angewiesen
    Deshalb wird sich ja auch so gegen das Schwarzenegger-Gesetz in den USA gestemmt. Am Ende würden zum Beispiel die Konsolen-Marktplätze jugendfrei und spielelos wohl werden müssen, will man sich nicht in ein „Eck der Pornografie“ begeben sozusagen, dass man heute schon nicht haben will. Ähnlich wie es mit indizierten Titeln in Deutschland heute ja schon ist. Da wird zweifelsfrei noch zugewartet bis die USK einen Sanktus erteilt hat. Ein Indikator dafür ist etwa, dass Steven Hirsch dereinst abblitzte mit seinem Unternehmen: man vertreibt ja auch mit Vorliebe nur große Hollywoodfilme und Serien auf den angeschlossenen Video-Marktplätzen. Man fühlt sich als Mainstream sozusagen – auch mit in Deutschland heute beschlagnahmter Ware und möchte in keine Schmuddelecke gedrängt werden. Dorthin verbannt
    Letztlich ist es eine rein kulturelle Frage aus meiner Sicht: ob man mit seinen Erzeugnissen in der Mitte der Gesellschaft steht, das heißt nicht bloß angekommen ist, sondern sozusagen berechtigt dort

    Es gibt mittlerweile auch so viele Verbindungen zwischen Videospielindustrie und Filmindustrie – ich denke da zum Beispiel an das Engagement der Warner Brothers in letzter Zeit – da wäre eine Ungleichbehandlung hernach schon eine unvorstellbare Schmach aus meiner Sicht, noch dazu weil Gewaltdarstellungen in manchen Filmen – auch aus den USA – immer noch extremer ausfallen mögen meiner Einschätzung nach, als in den meisten „Killerspielen“ es der Fall ist. Da müsste man eben schon mit dem Argument der Interaktivität einen durchschlagenden Erfolg bei den HöchstrichterInnen erlangen…

  23. @Jan: „Ich bin bei den Grünen in Köln und bei uns hat keiner ein Problem mit Compiterspielen. Die PP hatte ihre beste Zeit schon hinter sich“
    Was unternehmen denn die Grünen damit Spiele nicht über all gebasht werden? Was machen die Grünen damit die Zensur abgeschafft wird? …

    @Alreech: „Die meisten Videotheken in Deutschland haben einen Ab 18 Bereich.“
    Aber kein Laden in den ich Computerspiele bekommen kann hat so einen ab 18 Bereich und ich denke mal nicht, dass diese Läden dann einen ab 18 Bereich herrichten würden… eher würde man auf die Comuterspiele verzichen zu verkaufen.

    Happy Coding.

  24. Das einzige was mir Mut an einer Prohibition macht,es zeigt sich das man dann erst recht an das prohibierte gelangen kann. ;)

    Mich würds ja freuen,wenn es mit den neuen Personalausweisen möglich wäre das Alter im Internet zu verifizieren.
    Dann könnte man 18er Ecken einrichten oder eben indizierte Titel dort noch verkaufen ohne gegen ein Verbot zu verstoßen.

  25. nun, die deutschen haben bzw. sollen bei umfragen ja angegeben haben, dass sie die heutige demokratie nicht mehr möchten und lieber wieder jemanden hätten, der für das volk arbeitet.
    da bin ich auch für, da ich mich von unseren politikern verraten fühle, da sie nur unsere freiheiten beschneiden, aber von konzernen die freiheiten immer weiter öffnen.
    also ich könnte mich als führer anbieten (zitat aus dem film: der wixxer) xD

  26. @all, Grundlegend und Spezifisch:
    Grundlegend halte ich „AB 18 Läden“ für sinnvoll. Selbst wenn das bedeutet das Spiritousen, Zigaretten und indizierte Filme / Bücher / Spiele / Medien neben Pornographie verkauft werden müssten.

    Spezifisch würden natürlich als erstes davon die Läden profitieren die bereits jetzt schon nicht für Minderjährige zugänglich sind, sprich Videotheken und Pornoläden.
    Langfristig würden sich allerdings auch andere Unternehmer dazu entschließen „AB 18“ Läden aufzumachen.
    Wichtig ist eben auch das Spiritousen und Zigaretten so verkauft werden. Der Markt ist zu groß, um ihn zu ignorieren.

    Man darf auch den Aspekt nicht vergessen das man damit Politiker unter Druck setzt die den Jugendschutz aus populistischen Motiven heraus propagieren.
    Wer für eine Verbot von „Killerspielen“ ist kann einer Indizierung von Spiritousen kaum wiedersprechen ohne sich unglaubwürdig zu machen.

  27. @Alreech: Vgl Michael Mittermeier: Dann kommt man aus diesen Läden mit einer Braunen Plastiktüte, damit ja niemand herausfindet wo man gerade eingekauft hat. Nichts für ungut da kann man auf Demos von den Moralschützern abwarten welche dann mit Schildern „Keine Killer-Porno-Alkläden in unserer Stadt!“ Stimmung machen. Dort wird sich absolut niemand „trauen“ dort einzukaufen.

    „Wichtig ist eben auch das Spiritousen und Zigaretten so verkauft werden.“
    ok wenn man dort alles was für Kinder nicht geeignet ist kaufen kann, KÖNNTE es in Großstädten klappen, aber in einen kleinen Kaff ist es fraglich. Mal ganz abgesehen davon wie man dies durchsetzen kann, denn welche Partei würde für soetwas stimmen? Nicht mal die Piraten würden für sowas zustimmen, da es einschrenkung der Freiheit ist, die Gelben und C*ler sehen den Handel gefährdet, Grün oder die Linken würden vermutlich auch nicht mitmachen…

    Happy Coding.

  28. Die Grünen saßen drei Jahre nach der Gründung im Bundestag und in vier Landtagen.
    Bei den Piraten bezeichnet man es drei Jahre nach der Gründung und unmittelbar nach einem enormen Popularitätsschub, der mittlerweile wieder abgeflaut ist, als eine „Hochburg“, wenn sie in einer einzelnen Stadt nur knapp unter der 5%-Hürde liegen statt weit drunter.
    Ich seh da nichtmal annähernd den Rückhalt, den die Grünen hatten.

  29. Das Problem der Piratenpartei(en) ist aus meiner Sicht, dass sie zumindest mehr mit Privatem zu tun haben als mit Öffentlichem
    Und gerade für Deutschland sehe ich das vom politischen Einfluss her äußerst kritisch.
    Von den Piraten erhofft man sich – wie eben auch hier – mehr Rechte, mehr Freiheiten: woanders dominieren hingegen eher die UrheberInnenrechtsgeschichten
    Zwar gibt es zum Beispiel auch hier in Österreich Ideen einer Vorratsdatenspeicherung, sowie im Zusammenhang mit dem Phänomen des „Terrorismus“ – kurzer Blick rüber in die USA auf Paketdienste – und einem Sicherheitsgedanken noch die Gefahr oder tatsächlich schon Realität eines Überwachungsstaates – siehe in traditionellen (PC-)Gamer-Kreisen Deutschlands auch die vielen Vorbehalte gegen DRM, Steam, Clouds und Co. – doch das wars auch schon. Im Prinzip gibt es in Österreich etwa gar nicht unbedingt einen Grund für eine Piratenpartei im Parlament.

    In Deutschland ist es aber gerade bei dem Thema wirklich so, dass alle anderen Parteien eben FÜR die BPjM sind, Indizierung und diesen „Jugendschutz“ sogar noch fördern wollen – vielleicht sogar auf europäischer Ebene – etc. Obwohl das alles dort eigentlich völlig unbekannt ist – PopulistInnen sind in der Vergangenheit bereits dennoch gern darauf angesprungen, wo ich auch die größte Gefahr für Europa diesbezüglich sehe. Vor noch gar nicht so langer Zeit gab es selbst von der FDP eine Aussendung „Hände weg von der USK“, usf.

  30. @Alreech
    Das habe ich von Dir auch schon einmal gelesen glaub ich und finde ich ebenfalls eine schöne Vorstellung. Würde mich freuen wenn das so möglich wäre, kommen würde – halte ich aber für völlig utopisch. Leider
    Dazu müsste es mentalitätsmäßig einen kompletten Wandel geben – Einstellungen gegenüber all diese Dinge auch wirklich verkaufen zu wollen – glaub ich: ansonsten möchte kaum jemand in einem solchen „Schmuddel“ arbeiten oder damit auch nur in Verbindung gebracht werden meiner Einschätzung nach. Wieder: leider…

  31. Ich sehe auch das Problem, dass die Piraten so gut wie keine Themen haben die auch die breite Masse der Bürger anspricht.
    Also Themen wie Rente, Steuern usw.
    Würden sie zumindest ein Thema nehmen, könnten sie auch mehr Leute ansprechen.
    Vorallem Rente würde auch ältere Bürger interessieren, nicht nur die jungen von heute die nur Parteien sehen, die ihnen jetzt schon offen zeigen „ihr kriegt, wenn ihr so alt seid, keine Rente mehr“. bzw. wenn ihr überhaupt so alt werdet und nicht evtl. schon vorher durch überarbeitung abgekratzt seid.

  32. @Booomboy: Ich sehe das Problem, dass die Piraten bei uns zu friedlich sind. Wenn sie die Zernsurfilter „deutlicher“ anprangern würden zB als Toterlitäres Mittel wie in China oder DDR, dann würden sie viel mehr aufmerksamkeit bekommen und auch die Bürger mehr erreichen. Mich wundert warum die Piraten nicht die Zensursula als undemokratisch hingestellt aben mir deutlichen Vergleichen mit Diktatoren weltweit. Zur Rente könnten sich die Piraten ja auch eine Meinung bilden, leider haben sie es noch nicht öffentlich gemacht.

    Happy Coding.

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