„R18+“ in Australien – Entscheidung am Freitag (Update)

(r18games) In Australien gab es bisher nur „15+“ als die höchstmögliche Altersfreigabe für Videospiele, so dass Erwachsenentitel entweder gar nicht veröffentlicht werden konnten, oder – pädagogisch wenig sinnvoll – nichtsdestotrotz die Freigabe „15+“ erhielten. In den letzten Monaten wurden von verschiedenen Stellen Unterschriften gesammelt, um die Schaffung einer „18+“-Kennzeichnung zu erreichen, wie sie es bei Filmen schon gibt. Als Erfolg kann verbucht werden, dass kommenden Freitag tatsächlich eine Entscheidung über die Einführung erfolgen wird. Mittlerweile spricht sich selbst die Regierung dafür aus:

„There are dozens of games that are currently classified as MA15+ in Australia, but in other countries these gaming titles are restricted to adults only. If the new category is introduced, it could result in computer games that are currently classified MA15+ being reclassified R18+, providing a new level of protection for children.“

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Update: Anscheinend wurde die Entscheidung vertagt. Man sieht sich aber auf einem guten Weg.

14 Gedanken zu “„R18+“ in Australien – Entscheidung am Freitag (Update)

  1. Ich wünsche den Australiern viel Glück, um der Zensur zu entkommen und bisher sieht es ja gut für sie aus.

    Andererseits bin ich neidisch, dass wir dadurch die einzige westliche moderne Industrienation sind, die mit Zensur und Bevormundung leben müssen.

  2. Und ich dachte schon in Australien wären alle Entschiedungsträger geistig noch 15 Jahre alt… wie sonst kann man sich das seltsame 15+ erklären bei Videospielen – da scheint es ja Menschen zu geben, die nicht wissen, dass es auch erwachsene Bürger gibt, die Games für erwachsene spielen wollen.

  3. „pädagogisch wenig sinnvoll“
    @rey alp
    wieso? unter Wirkung schreibst
    du ja selber das man durch actionspiele
    nicht aggresiv wird andererseits bist
    du anscheinend für die usk und
    pegi die beide zu hoch und ungenau
    bewerten
    Das ist ein kompletter Widerspruch

  4. @ oliver97
    Das „pädagogisch wenig sinnvoll“ bezieht sich auf die Vorgehensweise in Australien, dass Titel, die sich an ein erwachsenes Publikum richten, also mindestens 18 Jahre alt sind, wenn überhaupt, schon „ab 15“ freigegeben werden. Das Rey Alp irgendeine Einteilung von Videospielen bevorzuge oder ablehne, steht da nicht.

  5. @hecter specter
    Die überschrift „informiert aber uneinsichtig“
    war doch auch von rey alp
    Mein Kommentar war als Gesamtkritik gedacht
    da ja auch am Ende in einem der Videos auf dieser Website
    (wo cs1.6 erklärt wird) die usk gutgeheißen wird obwohl sie ja
    der Grund ist wieso in Deutschland Spiele zensiert werden
    Außerdem sind die Altersbeschränkungen der usk meiner
    Meinung nach (wie im letztem Kommentar angesprochen)
    um einiges zu hoch und ungenau

  6. @Oliver
    Das 97 in deinem Namen interpretiere ich mal als dein Geburtsjahr.

    Das Problem in Deutschland ist nicht die USK an sich, sondern die BPjM und die damit verbundenen Gesetze. Wenn es diese nicht gebe (wie auch § 131 StGb) war die Lage nicht so dramatisch wie Heute. Die USK zensiert ja keine Spiele, sondern entscheidet über die bei ihr Vorgelegten Versionen. Die Spielehersteller zensieren ihre Produkte selber um eben nicht in den Genuss der BPjM bzw. des StGb zu kommen.

    Wenn diese wegg wären, wäre das höchste, was die USK sagen könnte, eine Freigabe „ab 18“.

  7. @modgamers
    Ohne Einstufung der usk darf man,zumindest was ich gehört habe,die Spiele nicht verkaufen.
    Ich dachte das Alter könnte bei einer Diskussion über „Jugendschutz“
    wichtig sein.
    In anderen Blogs schreibe ich mit anderen Nicknamen.

  8. @Oliver
    Das hat etwas damit zu tun, dass diese Spiele ohne USK-Label indiziert werden könnten. Und indiziere Spiele dürfen nicht verkauft werden. wenn es aber keine BPjM gibt, gibts auch den restlichen murks nicht.

  9. @oliver97.jimdo.com:
    Du solltest dich nochmal näher mit dem Thema befassen.
    Spiele, wie auch Filme ohne USK/FSK Freigabe dürfen durchaus verkauft werden, wie Modgamers bereits schrieb ist das einzige Problem an der sache das Medien ohne Altersfreigabe von der BPJM Indiziert oder Beschlagnahmt werden können, daher nehmen die Hersteller gerne schon von vornherein kürzungen an ihren werken vor.

    Wäre die BPJM nicht, wäre es theoretisch kein problem Spiele ungekürzt in Deutschland zu veröffentlichen.
    Also rede die USK nicht schlechter als sie ist, denn so schlecht ist sie wirklich nicht… lediglich das zusammenspiel von USK und BPJM macht probleme.

  10. @hecter specter
    In Deutschland noch beschlagnahmte Kinofilme haben in Österreich höchstens eine Freigabe ab 16 Jahren.
    Ebenfalls in Frankreich.
    Mit Schutzaltern ist es international überhaupt so eine Sache: während Prostitution und Pornografie üblicherweise ab 18 Jahren sind, sieht es bei (anderen) sexuellen Handlungen Erwachsener mit Unter-18-jährigen Personen schon wieder etwas anders aus. Viele 16-Jährige leben heute schon allein und verdienen ihr eigenes Geld – ich denke es ist bloß legitim, dass diese auch ins Kino gehen können und sich einen Film ansehen den sie wollen. Um bei dem einen Beispiel zu bleiben

    Ich denke doch, dass das eine mit dem anderen zusammenhängt: würde wegen dem MA-15+ in Australien keine Kennzeichnungen abgelehnt werden, gäbe es auch kein Problem. Und keinen Widerstand der Gamer-Seite dagegen: in Deutschland ist es ja eher so, dass die USK trotz ihrer zahllosen Ablehnungen eine heilige Kuh der Spielepresse etc. ist, sowie zuletzt noch aus dieser (CBS) es heißt dass da zu wenig abgelehnt wird: verkehrte Welt(en).

    Wobei ich statistisch nicht sagen kann ob in Australien mehr Spiele so, oder in Deutschland von der USK gar für Erwachsene bereits abgelehnt wurden: ich tippe jedoch mal stark auf Letzteres. Sehr stark. Ein Dead Rising etwa hat trotz seiner in Deutschland verbotenen Gewaltdarstellung die Freigabe ab 15 Jahren in Australien erhalten – lediglich Darstellungen entblößter Frauenbrüste wurden aus dem Titel dafür entfernt, nachzusehen auf SB.com

    Es ist mehr als naiv beziehungsweise überaus verlogen sich hinzustellen und wie ich es aus der deutschen Spielepresse vernehme zu sagen: ja gut, in Australien kennen sie ja nicht einmal „Erwachsenenspiele“, wobei im eigenen Land womöglich ungleich mehr Titel abgelehnt werden als dort. Und dann vielleicht noch behaupten diese Ablehnungen seien „Indizierungen“, etc.

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