Neue KFN-Studie – Gamer gesucht

(kfn) Das „Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen“ (e.V.) arbeitet aktuell an einer Studie, deren Ergebnisse sicher auch Gamer betreffen werden. Der Titel ist derzeit: „Computerspielen in Deutschland – Zwischen aktiver Freizeitgestaltung und Abhängigkeit„. Auf der offiziellen Seite sucht man „Frauen & Männer zwischen 16 und 99 Jahren, die aktuell regelmäßig oder intensiv Computer- oder Videospiele spielen“ oder „früher einmal computerspielabhängig waren„. Angesichts der Wortwahl und des scheinbaren Gebrauches medizinischer Termini könnten gewisse Zweifel an der Unvoreingenommenheit des Instituts aufkommen. Nichtsdestotrotz: Wer der Wissenschaft schon immer einen Gefallen tun wollte und sich angesprochen fühlt findet hier weitergehende Informationen:

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55 Gedanken zu “Neue KFN-Studie – Gamer gesucht

  1. also ich würde nicht gehen, denn die Ergebnisse des KFN kennen wir ja schon. Egal was sie tuen, sie verändern es immer so das es ein negatives Ergebnis heraus kommt.
    aber was tuen sie wenn sie keine Spieler haben. Keine Spieler, keine Studie.
    AN ALLE GEHT NICHT HIN WENN IHR EURE SPIELE LIEBT!

  2. KFN und Unvoreingenommenheit sind 2 Worte die nicht zusammenpassen. Kein ernsthafter Gamer der die Methoden von Pfeiffer und seiner Behörde kennt würde ernsthaft bei dem Scheiß mitmachen

  3. @Roland_09

    Also „aktuell regelmäßig“ spiele ich auch – und das afaik ohne süchtig zu sein.

    @El Konsolero

    Das KFN ist eben keine „Behörde“ und auch nicht sonst irgendwas offiziell staatliches. Es ist ein ganz normaler „eingetragener Verein“ (e.v.), ganz profan privat. Was die jedoch haben ist afaik eine Förderung durch staatliche Gelder.

  4. Es sind zumindest zwei verschiedene Fragebögen, aber wenn man die Fragen sich so ansieht dann wird man davon ausgehen können, dass es doch ein erwartetes Ergebnis gibt. PS wie soll man denn „computerspielabhängig“ sein wenn dies noch nicht festgelegt ist ob es diese Sucht gibt oder was dazu gehört? Oder wurde dies schon anerkannt?

    Happy Coding.

  5. Jessas!
    Ich habe mir mal den Fragebogen angesehen. Das Ding geht einzig in die Richtung das Videospiele süchtig machen und zwar ganz schlimm.

  6. Nachdem ich die Studie angefangen habe, kann ich nur dringend davon abraten, daran teilzunehmen: Sie enthält nur die Möglichkeit negativer Antwortmöglichkeiten. Die Vorstellung, dass etwas positives bei den Spielen entstehen könnte, ist offenbar schlicht nicht angedacht. Hier wird offensichtlich von den bekannten Vorurteilen ausgegangen. Stattdessen würde ich vorschlagen, eine Mail an info@interviewstudie.de zu schicken und ihnen zu sagen, was man davon hält.

  7. „Du weist schon, dass der Fragebogen nur eine Vorauswahl ist und erst später Probanden zu einem dreistündigen Interview geladen werden?“

    Jeder Wissenschaftler kann bestätigen: Di richtige Vorauswahl ist wichtig, damit auch das gewünschte Ergebnis bei der Studie rauskommt ;-)

  8. Vielleicht sollte das KFN weniger Interviews führen und Studien veröffentlichen und stattdessen lieber mal eine zünftige LAN Party für die eigenen Spieleforscher organisieren (Anwesenheitspflicht!!) – da ließen sich sicherlicher mehr Erkenntnisse gewinnen. ;)

  9. @Alreech: NAtürlich ist die richtige Vorauswahl wichtig, denn wer will schon Vegetarier wenn er die Gründe untersucht warum Menschen Fleisch essen…
    Nicht alles, was rumläuft, ist ne Verschwörungstheorie

  10. es gab schon ne studie zu diesem thema, die bekannt wurde. zum einen macht das kfn den süchtigkeitsfaktor jediglich aus der spielzeit aus, zum anderen ist das daraus resultierende ergebnis einzig und allein vom befinden des kfn abhängig, somit hat diese studie,. sowie alle anderen des kfn keinen wissenschaftlichen wert.

  11. ich glaub ich mach da mit.
    lebe seit neustem in Hannover und bin (noch) chronisch unterbeschäftigt^^
    warum sollte ich denn dann nicht mal meinen verskillten, suchti chara in die Höhle des Lösens schicken.
    im Notfall halt f5 ;-)

  12. Der Vorfragebogen ist für eine möglicherweise seriöse, bzw. echte wissenschaftliche Studie viel zu gefärbt. mal sehen was die mich fragen wenn sie mich denn nehmen wollen und ich ihnen nicht zu sehr der Norm des Spielers abweiche.

  13. @Roland_09: Die sind oben Verlinkt ^^ „Zur Seite“ dann den Text oben oder unten rechts anklicken je nach dem was zutrifft. Danach kann man die Fragen beantworten.

    Happy Coding.

  14. Hab mich gerade durchgehangelt. Die Fragen gehen in diese Richtung:

    Wie lange spielen Sie?
    Spielen Sie manchmal länger als gewollt?
    Denken Sie auch an Spiele wenn sie gar nicht spielen?
    Sind Sie unzufrieden wenn Sie nicht spielen können?
    Vernachlässigen Sie Freunde/Schule/Ausbildung durchs Spielen?

    Gefärbt ist gar kein Ausdruck! Damit wäre ich mit meiner geringe Spielzeit (so ist das eben mit 42, Vollzeitjob und zwei Kindern :D)wahrscheinlich eh nicht qualifiziert für das längere Interview. ;)

  15. Kein Gamer der auch nur einen Funken Selbstachtung hat, wird diesem voreingenommenen und unseriösen Quacksalber-Verein bei seinen überflüssigen Studien helfen.
    Christian Pfeiffer(Direktor des KFN) und seine Schwester Regine Pfeiffer(freie Mitarbeiterin des KFN) haben schon mehrfach Games und Gamer beleidigt und setzen sich für eine stärkere Zensur in Deutschland ein, wobei sie bewiesen haben, dass sie weder über Medienkompetenz verfügen, noch zur Selbstreflektion fähig sind.

  16. @Hejoba

    Wenn du da mitmachst wäre ich sehr an einem Erfahrungsbericht interessiert. Ich habe schon selbst mit dem Gedanken gespielt (Dank Semesterticket kann ich mit der Bahn bis nach Hannover fahren), kann mich aber irgendwie nicht überwinden.

  17. Habe das mal ausgefüllt und denen eine alte Mail-Adresse da gelassen und bin mal gespannt. Insgesamt sind die Fragen schon seltsam, ich meine: Bei den Fragen sieben die doch alle „normalen Menschen“ aus und bekommen nur total kranke Gestalten vor die Linse O.o

    Dennoch bin ich an den Ergebnissen und dem weiteren Verlauf interessiert, denn Sucht ist für mich ein wichtiges Thema, da ich schließlich einer jener Menschen war, der 500€ in ein free2play MMORPG gesteckt hat (in einem Jahr und für Items) und jede freie Minute am grinden war, nur um in der Gilde/Gemeinschaft immer großes Ansehen zu haben.

    D.h. ich würde mich für den Zeitraum definitiv als süchtig bzw nah dran beschreiben. Bis ich dann von einem Tag auf den anderen alle Items verschenkt habe und alles gelöscht habe, damit ich nie wieder anfangen kann. Seitdem meide ich MMOs einfach, da jeder Affe dort erfolgreich sein kann, wenn er nur genug Zeit investiert. Damals litt meine Freundin arg darunter (sie hat auch gespielt, aber eher um noch irgendwas mit mir gemeinsam machen zu können), mein Studium, mein Praxissemester, meine Studienarbeit usw…

    Daherliegt mir das Thema schon am Herzen, auch wenn ich befürchte, dass das KFN am Ende behauptet das Spiel wäre schuld und nicht die Menschen, die sich regelrechte Abhängigkeitswettbewerbe liefern… getreu dem Motto: „du levelst nicht? Tja, dann bist du nichts!“ Man wollte immer an der Spitze stehen, einfach um sicher zu sein, sich niemals rechtfertigen zu müssen. Der soziale Druck ist da immens.

    Man muss sich das mal vorstellen: ich habe bis zu 60h die Woche gearbeitet und dennoch kam ich auf meine 40 Stunden MMORPG pro Woche. Alles blieb auf der Strecke. Statt wie vorher jedes Wochenende in der Disco zu feiern war ich am farmen. Ich war vorher mindestens 2 Abende die Woche in der Disco und dann kam das MMO, bei dem man sich selbst einem enormen Druck ausgesetzt hat.

    D.h. ich würde mal echte Ursachenforschung begrüßen. Seit ich damals aufgehört habe, habe ich meinen Videospielkonsum 100% im Griff und spiele auch nur noch wenig (10h pro Woche im Durchschnitt und immer viele verschiedene Spiele, es ist halt ein Hobby). Alle OfflineRollenspiele spiele ich gefahrlos, erst wenn der Gruppenzwang dazu kommt, wird es richtig schlimm, wenn man die Wahl hat: Viel zocken oder alles bisher im Spiel erreichte wegwerfen, dann sollte man sich immer für das wegwerfen entscheiden. Das ist zumindest meine Erkenntnis.

    Ich finde es schade, dass das KFN diese Gesichtspunkte wohl wieder Mal ignorieren wird.

    Denn Eltern verstehen die mögliche Sucht ihres Kindes so nie und können dann auch nicht richtig reagieren. Einfach das Spiel wegnehmen löst kein Problem. Es ist das kämpfen um Anerkennung. Hier muss man ansetzen und den Personen klar machen, dass man in der Gemeinschaft jederzeit ersetzbar ist und das somit keine echte Anerkennung als Mensch/Person/Individuum ist sondern nur eine als „jo der spielt gut“. Man ich war in dem MMO echt gut, kaum einer konnte soviele Monster pro Stunde töten wie ich, der Schnitt lag wohl bei 600-700 Monster, ich kam auf weit über 1000. Man was war ich stolz, weil ich immer gute Gruppen hatte (Die ich geleitet habe oder in die ich rein kam, nachdem manche sahen, wie schnell das geht, wie hoch mein Schaden pro Sekunde ist und und und).

    Es geht einfach mal nicht um das Spiel, es geht einfach nur darum, dass man egal was für einen Stress man gerade hat, egal was für Probleme man gerade hat: Da findet man Menschen, die einen echt toll finden! Dann leidet das restliche Leben und man findet irgendwann nur noch anerkennung bei den Leuten, die auch das Spiel spielen, bis man glaubt ohne das Spiel dieses Gefühl nciht mehr erleben zu können.

    Ich habe 2 Jahre lang UT2k3 und UT2k4 gespielt. Auf hohem Niveau und als ich damit aufhörte, da brach ebenso eine Welt für mich zusammen, wie bei dem MMO. Ich war gut in dem Spiel, bekam anerkennung, Leute hatten Respekt vor mir. Für welchen Preis? 8h Training am Tag während meiner Abitur-Phase.

    Videospielsucht ist keine Videospielsucht, sondern der ganz normale Drang nach Freundschaft, Liebe, Gemeinschaft und Anerkennung.

    Fasst man mein Leben zusammen:
    Schule->Nur Arschlöcher dort, Mobbing usw… ->viel gespielt, eigentlich nichts anderes mehr gemacht.

    Dann kam das Studium, ich hatte viel mehr zeit, aber ein klasse Umfeld, ich habe aufgehört soviel zu spielen, ich war dauernd in Discotheken, kannte viele Leute usw.

    Dann kam der Stress gegen Studiumende, meine Freizeit litt darunter sehr, da ich weniger feiern ging, ich fing wieder an zu spielen.

    Nun Job, macht Spaß, klasse Umfeld, und seit 2 Monaten habe ich hier auch Internet, sodass ich „zocken könnte“. Mehr als Starcraft2 spiele ich derzeit nciht Online. Ich bin hier glücklich, gehe feiern, treibe Sport, habe nette Kollegen. Zocken ist jetzt nur noch ein Hobby und nicht mehr die einzige Möglichkeit in einer sozialen Gemeinschaft zu sein.

    Das Spiel war somit noch nie das Problem.
    Die Mitschüler waren das Problem.
    Stress im Beruf und zeitgleich keine Anerkennung für die damaligen Mühen waren ein Problem.
    Desinteresse des Umfeldes war ein Problem.

    Und so wie ich den KFN-Fragebogen sehe, werden diese echten Probleme wieder mal ignoriert :(

  18. Nuja, klar gibt es „Sucht“, man kann von ALLEM süchtig werden, von Zucker wenn man es drauf anlegt. Schwierigkeiten bereitet der Wissenschaft dazu doch der, hmhmhmhm wie würden die das nennen – pathologischen Status.
    Spiele selber sind es eher nicht, Aufmerksamkeitsdefizite, bzw. ganz geschickt gestrickte Belohnungsmodelle(zum Geldabgreifen in der Regel, Blizzard ist da der Meister im Feld) u.a. kommen bei vielen Wissenschaftlern eher in Frage. Übermäßiges spielen ist eine Flucht, eine Flucht von „was“ weiß die Wissenschaft nicht genau, aber das Spiel trägt keine wesentliche Schuld daran, eventuell noch geschicktes (und gefährliches) Marketing – für das man erst einmal anfällig sein muss.
    @maSu spiel EVE Online, die Skills laufen auf Echtzeit, keine Not irgendwem was zu beweisen(und deutlich erwachsenere Community.). ;)

  19. Hi,
    genau wegen den von MaSu beschriebenen „Mechanismen“ bin ich gegen die aktuelle Welle von mmo Spielen und den angeblich „free“ to play games. Diese Endlosspiele erinnern mich sehr stark an das Fördern von „andauernder“ Sucht um möglichst unbemerkt und möglichst viel Geld zu machen (Aus Publisher-sicht).Denn durch Micro-Payments fällt einem die Summe insgesamt nicht mehr auf. Dieses „endlos-Prinzip“ erinnert doch schon etwas an das Suchtpotenzial von Glücksspielen/Automaten im Kasino, wo auch kein wirklicher Endpunkt gegeben ist.
    Off-Topic:
    Da hier eine news war zu dem Jugenschutz im Web: hier das neueste: NRW stellt sich jetzt doch als letztes Land quer:
    http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/28/0,3672,8171804,00.html

  20. Hab da mal mitgemacht. Aber irgendwie musste ich bei ca 80% der Fragen auf „Stimmt nicht“ klicken. Deren Fragen gehen wirklich in eine sehr gezielte Richtung o.0 …
    Nur mit meinen Lieblingsspielen werden die wohl nichts anfangen können. Da ist kein Shooter dabei ^^

  21. macht nichts, alles macht abhängig und/oder gewalttätig. Nur die Ausprägung variiert.

    RPG -> Sucht und Gewalt
    Rennspiel -> Sucht und Gewalt
    FPS -> Sucht und GEWALT!!
    MMO -> SUCHT und Gewalt
    Jump&Run -> Sucht und Gewalt

    Gruß
    Aginor

  22. Nachtrag: Habs mir auch mal angeschaut, die suchen scheinbar wirklich gezielt nach Leuten die mal süchtig waren oder es sind (bzw nach welchen die sich sicher sind dass sie es nicht sind). Die Vorauswahl zielt darauf ab.
    Da ist jetzt natürlich für sich gesehen nichts schlimmes dran, aber wir wissen wie die Ergebnisse des KFN, egal wie sie aussehen, verwendet werden.
    (Der Witz dabei ist dass Aussagen getätigt werden, die in den Ergebnissen der Studien gar nicht so drinstehen. Ich hab das Gefühl dass der Unterschied zwischen der Forschung des KFN und der Präsentation des KFN ziemlich eklatant ist. Ich habe ein paar der Studien und ihre Ergebnisse gelesen und bin nicht einmal aufgrund der Ergebnisse auf die selben Schlüsse gekommen wie z.B. Herr oder Frau Pfeiffer)

    Gruß
    Aginor

  23. @frontal: meinst du die eine Studie, in der das KFN 12 (!) Kriterien verwendet wurde, von denen du höchstens in 3 mehr als eine Stufe vom Maximum entfernt sein durftest sonst bist du schon aus der Süchtigkeitsdefinition rausgefallen? Die kannst du wohl nicht meinen. Also welche meinst du? :-)

  24. weiß nicht. hab halt scho oft davon gelesen, dass die halt ne studie gemacht haben und zum ergenbis gekommen sind, dass was weiß ich die hälfte aller jugendliche suchgefährdet ist, blabla. jedenfalls sind die der meinnug computerspielsucht ist eine körperliche sucht, wie z.b. drogen- und alkoholsucht auch wenn diese häufig mit seelischer sucht in verbindung stehen. Ich war auch mal ganz kurz „süchtig“. eben auch wegen weil man mit anderen in spielt, mein kumpel hat mich dazu überedet und ich wollte dan halt genauso „stark“ sein wie er.

  25. Ja, genau das meinte ich damit dass die Ergebnisse der Studien und die Pressemitteilungen teilweise nicht zusammenpassen.
    Lies die Studien am besten mal direkt (viele davon gibts als PDF), das sieht ordentlicher aus als das was die Leute daraus machen.

    Gruß
    Aginor

  26. Beim KFN mitmachen heißt sich als Gamer das eigene Grab schaufeln, ich vermute ja mal das man so Pseudo-Gamer wie den Wallis aus dem Hut zaubern wird, einfach weil kaum ein echter Gamer dort freiwillig auftauchen wird.

  27. Ich kann das zumindest für alles sagen was ich vom KFN bislang gelesen beziehungsweise eben gehört habe: das was man hört, das heißt die politische Botschaft, deckt sich nicht unbedingt mit den Details in den wissenschaftlichen Abhandlungen. Medienressentiments überlagern diese vielfach so aus meiner Sicht: und ich denke das entspricht auch andere Wahrnehmungen, etwa wenn man gelegentlich beeindruckt ist von der Größe mancher Untersuchungen dort.

  28. und weiter:
    http://www.hasi.s.bw.schule.de/lehr774.htm
    „Die grauen Herren, jene Zeitdiebe aus Michael Endes Roman „Momo“, sind weithin bekannt: Sie schwatzen den Menschen kostbare Lebenszeit ab, indem sie ihnen weismachen, man könne doch viel Besseres mit Zeit anfangen, als sie „nur“ zum alltäglichen Leben zu nutzen. Die grauen Herren haben Erfolg. Immer mehr Zeit geben die Menschen aus der Hand, und immer weniger Zeit bleibt ihnen, um mit ihren Kindern zu spielen, gemeinsame Mahlzeiten einzunehmen, spazieren zu gehen oder Geschichten zu erzählen.
    Die grauen Herren der Kindheit des 21. Jahrhunderts sind die Bildschirmmedien.“

    und weiter

    Nur: Im Vergleich wozu soll denn ein Computerspiel für Kindergartenkinder bitte „pädagogisch sinnvoll“ sein? Im Vergleich zum guten Buch, zum Blockflötenunterricht oder zum Waldspaziergang sicher nicht. Allenfalls im Vergleich zu anderen Spielen, die noch viel weniger geeignet sind. Unter den Blinden ist der Einäugige bekanntlich König. Das Spiel ist bereits mit drei anderen Auszeichnungen geschmückt. Für mich ein Fall von Augenwischerei. Computerspiele für Vorschulkinder sind und bleiben Zeitdiebe.
    Paula Bleckmann ist promovierte Medienpädagogin. “

    na wer meint das hier irgendwas seriös ist? finger weg!

  29. @Rey:
    gerne gerne^^ wenn sie mich denn wollen. das war eig meine Hauptmotivation. aber die meinten auch, dass sie sich erst in drei bis vier Monaten melden wenn überhaupt

  30. Seriös ist sie schon, und zwar ernsthaft gefährlich in meinen Augen – diese Medienfeindlichkeit gegen Bildschirme :-( „Gute Bücher“ können auch über Bildschirme gelesen werden, was immer diese auch sein sollen, einen Blockflötenunterricht hatte ich nie und diesen auch nicht vermisst – Hausmusik kann ich so zwar keine machen, dafür spiele ich eben gerne Videospiele. Und einen Waldspaziergang bei meiner Behinderung zum Beispiel gar nicht unternehmen – andere wollen einfach nicht im Wald herumlaufen, sondern eben lieber (auch) Computerspiele spielen: was ist das bloß für ein Denken welches andere Leben dermaßen für schlecht(er) erklärt…

  31. @Mars: Öhmm, zum Beispiel die Forschungsberichte 107 und 108 die man als PDF auf der Webseite des KFN findet.

    In den Studien werden Korrelationen festgestellt, und oft nichtmal besonders hohe. Wie das dann in der Presse erzählt wird passt das nicht so richtig dazu, finde ich.
    Aber achtung, ich bin KEIN Experte für solche Studien, evtl. habe ich auch etwas falsch verstanden.

    Gruß
    Aginor

  32. Nachtrag:
    Zu amegas: Ehrlich gesagt finde ich auch, dass im Kindergartenalter das allerwichtigste Lernziel für Kinder das einfügen in die Gesellschaft ist, sozialen Umgang zu lernen, soziales Verhalten zu lernen.

    Computerspiele sind dem in diesem Alter meiner Meinung nach abträglich. In dem Alter sind Computerspiele reine Unterhaltung, genau wie jedes andere Spiel das alleine gespielt wird.

    Ich stimme also dem Artikel in ein paar Punkten die die Kindergartensoftware betreffen- wenn auch nicht so polemisch – durchaus zu.

    Gruß
    Aginor

  33. @Aginor,
    keine Frage, ich bin ebenfalls der Meinung, dass Kinder keinen eigenen TV brauchen, oder Computer. ABER, die Frau ist auf einem Feldzug.
    http://www.fr-online.de/wissenschaft/bildschirmzeiten-senken-/-/1472788/3208500/-/index.html

    „Was braucht ein Kind, damit es als Jugendliche/r nicht gewalttätig wird? Langes Verweilen vor dem Fernseher erhöht die Jugendgewalt, meint Paula Bleckmann.“

    Was lehrt uns Winnenden? Was kann getan werden, damit unwahrscheinlicher wird, dass so etwas wieder passiert? Wie kann Prävention aussehen?

    „Die politische Forderung ergibt sich von selbst: „Computer raus aus den Kinderzimmern!“ statt „Computer rein in die Kindergärten!“ Das ist so einleuchtend, dass man sich fragt, wieso es nicht längst passiert ist. Wer hat denn ein finanzielles Interesse daran, dass schon kleine Kinder vor Bildschirmen hocken? Diese Frage möge sich jeder selbst beantworten.“

    Die Frau ist auf einem Feldzug, fertig.
    @Pyri, besser nicht lesen, dort ist ein Übler Vergleich mir Diabetes Kranken.

  34. Jo, klar, möchte ich nicht in Frage stellen. Sie ist auf einem Feldzug und wird dabei naturgemäß keine andere Meinung als ihre eigene dulden.
    Traurig, aber passiert immer noch.

    Gruß
    Aginor

  35. Also ich hatte als Kind auch schon einen eigenen Fernseher – den bekam ich von meinem Großvater damals glaub ich schnell geschenkt: doch interessierte mich der nicht so wirklich. Zunächst spielte ich mit Lego und später dann auch gleich mit dem Computer. Ich weiß noch gut, dass wenn Andere zu Besuch waren die immer fernsehen wollten – aber das mochte ich nie, weshalb ich mich dann auch früh von denen distanzierte.
    Allein sah ich früher schon oft fern, meine Mutter leihte sich etwa Videokassetten für mich aus – das waren die 1980er Jahre, doch fürchtete ich mich auch oft dabei: zum Beispiel ertrug ich bereits das gewöhnliche Kaspertheater der Rothstein-Bühne im Österreichischen Rundfunk http://de.wikipedia.org/wiki/Arminio_Rothstein nicht, weil ich als Kind oft im Krankenhaus sein musste und dort im Fernseher dann eine Blaskapelle immer ankam, welche mich fürchterlich an eine Ärztevisite erinnerte :-(

  36. „regelmäßig oder intensiv Computer- oder Videospiele spielen” oder “früher einmal computerspielabhängig waren“
    also wird das ergebnis lauten: videospiele bringen junckies hervor.
    schreibt doch gleich „junckies gesucht“ KFN Pfeifen

  37. Pingback: darktiger.org

  38. Nachdem ich alle Fragen durchgegangen bin, ich habe sie auch wahrheitsgemäß beantwortet, bleibt ein Fazit: Das Ergebnis oder besser gesagt die, die sie zum Interviewen haben woll sind die verlorenenen und verlassenen in unserer Gesellschaft. Die könnten auch jeden aus der Gosse zum Interview einladen, das Wunschergebnis werden sie erhalten.
    Beim der abschließenden Angabe der Tel-Nr. und Mailadresse zur Erstellung des Accounts, habe ich in allen drei Feldern stattdessen einen Kommentar hinterlassen -> Anmedlung war erfolgreich ??? ist klar … seeehr vertrauenserweckend.

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