Lesehinweis

(via ea, prohelvetia/kotaku) Warum Videospiele (nicht) Kunst sein können wird seit langer Zeit kontrovers debattiert. Wer der Diskussion nicht müde geworden ist findet in der Zeitschrift „Passagen“ der Schweizer Kulturstiftung „Pro Helvetia“ auf 26 Seiten neuen Lesestoff. Bei kotaku setzt man sich ebenfalls mit der Thematik auseinander, wenn auch mit einer neuen These: „Video Games Are Not Art, They Are…Cars„.

Zur Passagen
Zu kotaku

(Dank an GreenNinja.)

7 Gedanken zu “Lesehinweis

  1. Hab nur kurz bei Kotaku reingelesen und stell mir die Frage, wie zugedröhnt ein Mensch sein muss, um zu behaupten, dass „Passivität“ ein merkmal von Kunst wäre, bzw Videospiele aufgrund ihrer Interaktivität keine Kunst wären, sondern … Autos.

    Jedes Kunstwerk baut auf Interaktion auf. Ein Bild muss betrachtet werden, ein Buch gelesen, ein Film geschaut und ein Videospiel muss gespielt werden.

    Also wer mal einfach Seitenweise Bullshit lesen will: bitte. Ich musste schon in der Passage bis zum ersten Bild kotzen, weil dort Dummheit und Ignoranz vorherscht. Die Argumente sind zudem sehr bescheuert. Nennt man ein Auto Kunst? Nein man nennt es Auto. Äh ja, ein Bild nennt man auch nicht Kunst, man nennt es Bild. Musik nennt man auch nicht Kunst, man nennt es Musik.

    Und wenn man es Hundescheiße nennen würde, so sagt dies nichts darüber aus, ob etwas Kunst ist oder nicht. Jeder Grundschüler könnte dies begreifen, aber manche Redakteure sind dafür einfach zu festgefahren in ihren Denkmustern. Btw: ich würde einen Freund namens Harald ja auch nicht „Mensch“, sondern „Harald“ nennen. Ist Harald nun kein Mensch mehr? Ist er nur noch ein Harald? Und was ist mit Detlev? Dieter? Jürgen? Alles keine Menschen, nur weil ich sie beim Namen nenne anstatt irgendeine andere Bezeichnung für Gattung oder Art in den Fordergrund zu stellen?

    So dermaßen hirnlose Artikel sind einfach scheußlich.

  2. Spiele sind nunmal in erster Linie etwas technisches, so wie Autos.
    Ist ein roter Lamborghini etwa keine Kunst? Wenn nein, warum nicht? Er wurde von talentierten Designern entworfen und im Fokus stand die Ästhetik und nicht ausschließlich die Funktionalität.
    Und ja einen Film muss man schauen, aber da gibt es keine unterschiedlichen Arten den Film zu erleben, jeder Zuschauer hat das gleiche Ende.
    In einem Spiel muss man spielen, um Erfolg zu haben; ähnlich wie beim Fußball. Ist Fußball Kunst? Nein, warum? Manche Tore sind einfach wunderschön.
    So wie auch ein Spielzug in Counterstrike Kenner mit der Zunge schnalzen lassen kann, aber ist das Kunst?

  3. Videospiele sind Kunsthandwerk, weil für die Produktion von Spielen künstlerische Fähigkeiten maßgebend und erforderlich sind.
    Kunst sind meiner Meinung nach nur ganz wenige Spiele, Filme und Lieder. Aber es muss ja auch nicht alles Kunst sein, das Hauptziel von Medien ist es ja den Nutzer zu unterhalten, deswegen werden sie ja auch gekauft.
    Es reicht doch, dass Spiele als Kulturgut anerkannt werden, aber jetzt jedes Spiel, das im Kreuzfeuer der Kritik steht, mit dem „Es ist doch Kunst!“ Argument zu entkräften, wirkt wenig glaubwürdig.

  4. „Und ja einen Film muss man schauen, aber da gibt es keine unterschiedlichen Arten den Film zu erleben, jeder Zuschauer hat das gleiche Ende.“

    Es gibt unterschiedliche Arten einen Film zu erleben, durch Interpretation des Gesehenen. Und ein Großteil der Spiele hat auch das selbe Ende, egal wie du spielst. Und andersherum gibt es auch „Choose your own adventure“ Bücher, wo du dir aussuchen kannst was passieren soll, und ich habe schon von mindestens einer Fernsehserie gehört, bei der die Zuschauer entscheiden konnten, was in der nächsten Folge passieren soll.

    Man kann mal nach „interactive art“ googlen da findet sich ein Wikipedia Artikel sowie mehrere Websites dazu. Das Argument, dass Interaktivität =! Kunst ist, ist unhaltbar.

  5. Naja, ich würde auch „dreisterweise“ mal behaupten, dass man es ab dann Kunst nennen könnte, sobald ein Mindestanteil eines bestimmten Anteils eben für künstlerische Zwecke genutzt wird (auch wenn ich gerade Kunst mit künstlerisch begründe…)
    Ich meine, der Hauptteil geschriebener Bücher, Novellen, Dramen und so weiter ist einfach nur hingeschrieben zur Unterhaltung. Gut, dieses wird dann einfach als „Nicht literarisch!“ abgestempelt. Aber so ist es doch bei allen Kunstformen.
    @maSu
    Gut das du das mit Menschen und Namen ansprichst. Der Typ von Kotaku hat halt einfach verplant, dass „Kunst“ ein abstrakter Oberbegriff ist, der definiert wird und nicht einfach existiert. Vielleicht sollte der mal Satre lesen ;)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.