Newsschwemme #8

– „Real-Life“-Frogger endet im Krankenhaus, mailonline.
– Rudolf Hänsels „Game Over“ mit Besprechung: „Killerspiele: Vorbereitung für den Krieg„, zeitpunkt.
– „Gamer sind die Führungskräfte der Zukunft„, gamerglobal.de.
– Diskriminierendes Pong, gulli.
– Sensationelle Entdeckung: Auch Online-Kontakte können zu Freundschaften führen, uni-due.
– Wirkung von Games stärker als von Filmen – unbelegte Behauptung?, EA.
– „Dead Space 2“-Petition bei mehr als 25 000 Unterzeichnern, EA.

25 Gedanken zu “Newsschwemme #8

  1. Rudolg Hänsels Ansatz erscheint mir falsch. Es versucht die Soldaten menschlicher und zivilisierter zu machen, wichtiger erschiene mir aber, Kriege generell zu verhindern. Das wird nicht gelingen, solange sich Politiker vors Volk stellen und verkünden, dass es zum Krieg keine Alternative gibt. Hier wäre die Angriffsfläche. So sehr sich Hänsel auch bemüht, so ändert er nichts. Das einzige, was dabei herauskommen wird: noch mehr Verbote, noch mehr Zensur, Diktatur. Und dann hat er seinen Krieg…
    Ein wenig seriöser sollte er schon recherchieren, dann wäre er außerhalb des schlichten Gemütszustandes auch so etwas wie lesbar.

  2. „Game Over“…Propaganda und Killerspielhetzte hoch 10.
    Ich glaub, in dem Buch sind alle Vorurteile und Falschaussagen über Videospiele vereint.
    Und das die Kriegsvorbereitung der Jugend durch „Killerspiele“ besser funktioniert als damals bei den Nazis…. ahh ja. Das ist ja noch schlimmer als beim Pfeiffer.

  3. „Was andere als pervers empfanden, war für uns einfach „lustig“, so zum Beispiel das Töten von Zivilisten am Computer und die Todesschreie der Gegner. Was haben wir gelacht, wenn ein Zivilist im Spiel Half-Life unter den Schlägen der Brechstange blutend zu Boden ging.“

    wer erzählt denn bitte so eine scheiße, ist die person strohdumm, wird sie dafür bezahlt oder ist das zitat schlichtweg erfunden? mal davon abgesehen, kann sich jeder über brutale szenen in filmen freuen, wenn er dazu veranlagt ist, das ändert aber nichts an der eigentlichen intention des inhalts.
    andererseits kann ich mir vorstellen, dass man ältere spiele auch noch nicht so ernst genommen hat. szenen der art können aufgrund der alten technik schonmal ulkig wirken. hab jetzt half life nicht gespielt, nur den zweiten teil, deswegen will ich darüber nicht urteilen.

  4. @purchaser
    Das was ein Hänsel so transportiert sind doch bloß negative Gefühle: allein das wie sich die Menschen hinter den Bildschirmen so vorgestellt werden, mit welchen Absichten diese alle sich an Gewaltdarstellungen erfreuen würden. Ich fürchte mich hingegen vor den Absichten eines Rudolf Hänsel so – gegenüber Menschen wie mir, welche demnach ganz klar nicht verstanden werden. Von denen nichts als schlecht gedacht zu werden scheint. Deren Geschmack nicht respektiert wird, etc.
    Für Menschen wie mich ist praktisch jedes Call of Duty, auch die Spiele welche ich persönlich zum Beispiel nicht leiden kann wie Teil 3, eine mehr oder weniger imposante Auseinandersetzung mit Krieg – bei Hänsel jedoch quasi eine Vorstufe zum Krieg. Wie schrecklich beleidgend ich diese Vorstellung finde kann ich überhaupt nicht zum Ausdruck bringen.
    Auf einer niedrigeren Akzeptanzschwelle, einem etablierten Niveau jenes von Elsässer und Co., finden sich diese Ressentiments gegen Militär und militärische Handlungen aber leider auch sehr prominent: http://www.spiegel.de/spiegel/kulturspiegel/d-75336644.html
    Wo die abscheuliche Gewalt eines Red Dead Redemption an anderer Stelle (womöglich von den personell selben Leuten) etwa noch gutgeheißen wird…

  5. Ich weiß nicht, ist das buch vom Hänsel noch schlimmer als dieser 6-minütige, geistige Dünnschiss vom ARD? (hieß glaub ich Panorama)
    Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie man zu sochen Aussagen kommt. Von „Realitätsverlust“ auf Seiten der Gamer zu sprechen, selbst aber ein, gelinde gesagt, „verzerrtes“ Bild der Wirklichkeit haben. Nicht dass ich mich über andere stelle und ein verzerrungsfreies Bild hätte, aber ich glaube, dass Hänsels Vorstellung von einem blutrünstigen, sadistischen Gamer, der schon beim Anblick einer Waffe amok laufen würde, nicht gerade die Wirklichkeit abbildet.

  6. Nachtrag: „[…] einem etablierten Niveau jenseits von Elsässer und Co.“ wollte ich schreiben;
    @greenlight
    ich denke „Realitätsverlust“ ist hier eher auf die Interessen der Gamer bezogen gemeint gewesen und weniger auf deren Realität.

  7. Über Hänsel will ich mich gar nicht aufregen, der Mann hat in meinen Augen sein Dyplom nicht verdient.

    „Sensationelle Entdeckung: Auch Online-Kontakte können zu Freundschaften führen, uni-due.“
    Achne und das hat man erst jetzt herausgefunden? Als Gamer mit 2-jähriger MMO Erfahrung kann darüber nur scherzhaft schmunzeln.

  8. @Egozid
    Bei der deutschen Fassung habe ich über die Zivilisten mal gelacht, auch über das deutsche CS aber nicht wegen dem Blut und co. das gibt es in den Fassungen ja gar nicht, wenn eine menschlich Dargestellte Figur wie etwa die Zivilisten stirbt, stirbt sie in der deutschen Fassung nicht sondern sie setzt sich auf dem Boden und schüttelt beleidigt den Kopf, das ist derart surreal das man einfach drüber schmunzeln muss.

  9. WHAT THE SHIT??????!

    Also mal im ernst lol!

    Das mit dem Gameover Buch ist ja mal verblendung ohne Gleichen.

    Weiß nicht was mir bessere gefallen hatt, der „zievilist“ in HL oder die doom1 mod als soldaten training xD

  10. Zum Review von Hänsels Buch auf Zeitpunkte.ch sollte man noch erwähnen das diese Zeitschrift auch (national ?)-sozialistischen Querfronttheoretikern wie Jürgen Elsässer eine Bühne bietet.
    In dem Zusammenhang muß man Hänsels und seine Gesinnungsgenossen stellen.
    Die Stoßrichtung dabei ist immer die gleiche:
    Bedienung von nationalistischen, völkischen und kollektiven Wahnvorstellungen ( Aufruf zur Gründung einer „Volksinitiative gegen das Finanzkapital“ ).
    Dabei wird immer ein gutes Kollektiv erzeugt – das Volk – und ein böser Gegner konstruiert.
    Alles Schlechte geht dabei von diesem Gegner aus, der natürlich meist übel (finanzielle) Interessen hat.
    Das Kollektiv steht natürlich für das Gute, wie Weltfrieden. Natürlich gehören ein paar Menschen nicht zu diesem Kollektiv: (Finanz)Juden, Killerspiele-Spieler, Wissenschaftler und Journalisten mit anderer Meinung….
    Diese Ideologie findet man auch z.B. im Kölner Aufruf.
    Und diese Ideologie unterscheidet sich nicht von der Ideologie national-sozialistischer Gruppen.

    In dem Sinn muß man auch den angeblichen Pazifismus den Hänsel und Co propagieren betrachten.
    In dem sie Krieg (also staatlich organisierte, kontrolierte und legitimierte Gewalt ) total ablehnen lehnen sie auch die bewährte Methode zur Friedenssicherung ab.
    Nämlich die Erzeugung eines Gewaltmonopols.
    Dies Leute gehen davon aus das man durch Unfähigkeit zur Gewalt ein besserer Mensch wird, die Geschichte hat aber bislang gezeigt das Menschen die sich nicht wehren können nicht zu besseren Menschen werden sondern zu Opfern.

    Diese Leute haben in den 90er die Anerkennung der Nachfolgestaaten der ehemaligen Bundesrepublik Jugoslavien abgelehnt. Weil dadurch aus der innerstaatlichen Gewalt der Jugoslavischen Armee gegen Kroaten, Slowenen, Albaner und Bosnier ein Krieg zwischen Staaten wird.
    Vorher ist es nur ein Abschlachten der eigenen Staatsbürger gewesen, was völkerrechtlich absolut legal ist, und in das sich kein anderer Staat einmischen darf.

    Diese Leute sind auch 1990 dagegen gewesen das eine internationale Koalition die irakische Armee aus Kuwait vertreibt – schließlich ist das Krieg ( der natürlich erst beginnt wenn die Amis dran teilnehmen, nicht wenn ein Staat in einene Anderen einmarschiert ).

    Diese Leute haben gejubelt als die UN Truppen 1993 aus Somalia abgezogen sind, den endlich ist damit der Krieg dort zu Ende gewesen, und zwar so das dauerhaft verhindert wurde das dass böse Finanzkapital dort irgendwas ausbeuten kann ( sowas ist schon ein paar tote Neger wert… und nein, das rassistische an dieser Einstellung ist nicht das Wort Neger.)

  11. Zum Glück habe ich den Mist noch dieses Jahr mitbekommen so kann ich auf ein neues jahr hoffen in welchen die Gamer mal das Ruder in die Hand nehmen… naja man kanns ja hoffen.
    Happy Coding und ein Gutes neues Jahr 2011.

  12. momentmal, in einer passage sagt, er, dass six days of fallulja von militär… genutzt wird und dass ein 2. teil kommt, und später sagt er, dass es nicht erschienen ist.

  13. OMG! Da steht man als Gamer vorm Feuerwerk und freut sich kommt einer daher und sagt: „Abartig, immer die Killerspieler feuen sich wenn etwas explodiert!…“
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    kleiner Witz ^^ alles gut ;-P
    Happy Coding 2011
    noch weniger als 2 Jahre bis der Mayakalender abläuft! PANIK!

  14. in russland sins welche in ne höhle gegangen, deletzt in amerika sind viele in so eine arsch der weltkleinstadt hingegangen, weiß aber nicht, warum es da sicher sein soll, irgendwie glauben die, dass aliens die erde kaputt macen wollen

  15. auch wenn das ironi sein sollte, aber so wie sich manche politiker bei uns geben könnte man glatt glauben das die in wirklichkeit aliens sind.

  16. Vor Aliens muss hier keiner Angst haben. Wenn die Außerirdischen kommen, bewaffnet die Killerspieler. Die sind in zwei Stunden damit fertig. Ist ja nicht alles schlecht an den Jungs.

  17. Tja mit der Alienbekämpfung haben wir ja unsere Erfahrung, ein Videospieler rettet ja mindestens einmal am Tag die (virtuelle) Welt vor Angriffen von Außerhalb.

  18. @Real_Black
    Stimmt, habe gerade diese hyperrealistische Doku „2012“ gesehen – ein Augenzeugenbericht aus der Zunkunft! Damit wäre außerdem belegt, dass Zeitreisen möglich sind. ;)
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    @Trask
    Genau, irgendwann werden sie uns noch danken! Oder auch dann, wenn die Terroristen die Weltherrschaft übernehmen und die Sicherheitsorgane eingestanden haben, dass sie machtlos sind. ;)
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    Generell sehr lustige News, auch wenn der Anlass wohl nicht als solcher gedacht war. Ein Depp spielt Frogger nach und wird verletzt? Selber schuld – Idiotie muss bestraft werden, doch bitte nicht, indem wieder mal ein Verbot eines spiels gefordert wird.
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    Hänsel ist eine Lachnummer und die Verleger helfen noch mit. Liefere ich als Student einen einseitigen, polemischen Text ab und behaupte als Beleg „X hat mir gesagt, dass…“, würde ihn mir mein Dozent zu Recht um die Ohren hauen – macht einer das gleiche der fertig studiert hat, wird er verlegt. Das sollte uns zu denken geben!

  19. Aus Rudolf Hänsel`s Buch Review

    „Im »Counter-Strike» Game habe er immer wieder den Counter-Terroristen gespielt, der arabisch sprechende Terroristen jagte und abknallte.“

    Sprechen die Terroristen in CS:Condition Zero arabisch?
    In CS 1.6 und C:SS sprechen sie nichts.

  20. CS: Condition Zero hat zwar eine Singleplayerstorymode aber die Gegner sprechen wie die eigenen Figuren auf Englisch, Texte sind aber Deutsch (Wenn man die dt. hat).

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