Preller legt nach: Hungernde Kinder

(ost-blog) Nachdem der „MauerkünstlerHelmut Preller bereits anlässlich seiner Kritik an „1378 (km)“ darauf hinwies, dass  die “Indoktrinierung der SED […] zum Hass auf den Klassenfeind und Kriegserziehung bereits ab Kindergarten” heute “mit nahtlosem Übergang auch mit PC-Spielen fortgeführt“ werde, hat er sich – wohl auch wegen kritischer Reaktionen von Gamern – zu einer weiteren Stellungnahme hinreißen lassen. Bei dieser handelt es sich offenbar nicht um einen Fake: Das „Ost-Blog“ wird vom Nordkurier betrieben und ist auch über dessen Seite erreichbar.

Als aktueller Aufhänger dient diesmal der Trailer zum Mehrspielermodus von „Call of Duty:Black Ops“, den Preller zum Anlass nehmen möchte um die Aufmerksamkeit der Gamer auf „Strukturen und Systeme sowie deren Motive und Auswirkungen, die unsere Leben beeinflussen„, zu lenken. Die erschreckende Erkenntnis, mit der er aufwartet lässt sich wahrlich kaum glauben. Videospiele seien „ein Wirtschaftsfaktor!

„Es geht doch in erster Linie um den Charakter und den kommerziellen Hintergrund der Kriegs-Spiele. Wer sich einmal darum bemüht, die Geschäftsberichte der hinter den Spielen stehenden Firmen und Gesellschaftsformen zu lesen, wird verstehen, dass der bezahlende Spieler nur ein Rädchen im Getriebe einer Geldanlage ist – es geht ums Geld sonst nichts – der Rest ist nur Fassade, um die Euros aus den Taschen der Konsumenten zu holen. […]“

Es gehe der Industrie nur um ihren Gewinn von 360 Millionen Dollar, zu dem er folgende Rechnung durchführt:

„2 Euro pro Tag pro Kind = 493.150 Kinder ein Jahr lang ernähren. Und das von einem Tag – EGO-shooter kaufen. Das ist die Realität der virtuellen Kriegs-Spaß-Haber ca. 6-7 Mio Gamer haben am ersten Tag gekauft. Das wäre ein Fasten, das dem Himmel Freude machte einmal an PC/Gamekonsole verzichten und an den „Nächsten“ weitergeben. Und dies betriftt nur einen von vielen Ego-Shootern. Es sind Millarden jedes Jahr im „Spiel“.“

Bei zweifelhaften Rechnungen sind wir doch immer gern dabei. Ersteinmal – schließlich sind wir hier in Deutschland – nehmen wir allein die nationalen Verkaufszahlen von 350 000 am ersten Tag. Das sind dann anteilig immer noch 21 Millionen Dollar. Jetzt nehmen wird einfach mal Silvester –  für Feuerwerk an diesem einen Tag geben die Deutschen 130 Millionen Dollar aus. Ist „Silvester“ jetzt 6x schlechter als „Call of Duty: Black Ops“ es ist?

Wer meint, dass der Höhepunkt schon erreicht wäre, irrt. Wenn man es nicht besser wissen wollen würde könnte man meinen, dass Preller den Käufern von „Call of Duty: Black Ops“ den Hungertod von knapp einer halben Millionen Kinder anlasten möchte:

„Da wir über das Thema „Ego-Shooter“ aus unterschiedlichen Perpektiven diskutieren – stelle ich zum Vergleich den „virtuellen Tod/Mord(?)“ zum realen Tod der täglich diese unvorstellbare Zahl von Kindern betrifft gegenüber – Vielleicht macht es nachdenklich – ich hoffe es. Ich könnte mir gut andere virtuelle und vernetzte Spiele vorstellen, die mindenstens ebenso spannend zu spielen sind, wenn denn die „Kriegsspiele-Industrie“ genausoviel Geld und Anstrengung in konstruktivere Themen investieren würde, um die positive Entwicklung unseres Menschseins zu fördern. – Der Konsument entscheidet wohin sein Geld/Wert fließt … das ist seine Verantwortung.“

Die ergänzende Beschreibung von Frank Wilhem zum Trailer von „Call of Duty: Black Ops“ zeugt ebenfalls von Kreativität:

„Wer sich das Werbefilmchen anschaut, sieht auch eine dickleibige, bebrillte junge Frau, die wahrscheinlich gerade so über die 18 Jahre gekommen ist, und die mit ihrer Schnellfeuerwaffe auch den einen oder anderen Unhold erledigt – was sie mit einem erst überraschten, dann befriedigten Lächeln quittiert. Arizona lässt grüßen!!

Unverholen wird also eine Parallele zwischen Amokläufen und Shootern gezogen. Nur am Rande: Im ganzen Trailer wird nicht ein sterbender Mensch dargestellt, so dass die Aussage, wonach die junge Frau „den einen oder anderen Unhold erledigt„, etwas weit hergeholt ist. Sie gibt zwar zwei Schüsse ab – aber diese sind (wie in einer Einstellung erkennbar) auf Türangeln abgegeben worden, damit diese daraufhin eingetreten und eine Granate hindurch geworfen werden kann. Dass ihr Lächeln Abschüssen gegolten haben ist also nicht nur frei erfunden, sondern schlicht falsch. Nebenbei trägt sie auch eine Shotgun und kein Schnellfeuergewehr.

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41 Gedanken zu “Preller legt nach: Hungernde Kinder

  1. Es kommt leider nicht darauf an, wen wir ernst nehmen, sondern wer von der Öffentlichkeit ernst genommen wird. Und jemand, dem bereits in der taz Platz eingeräumt wurde ist offenbar keiner, der ignoriert wird.

  2. Wie jetzt? Letztens gings noch um ideologische Indoktrination und jetzt nur noch ums schnöde Geld? Was für ein Abstieg, ich bin enttäuscht :(

  3. Der Typ redet einen Durchfall! Soll er doch mal einen Monat das Geld für seinen Dämlichen Block aussetzen und das den Hungernden Kindern geben! Oder Geld für anderen Krams, den er sich leistet aber nicht braucht! Und was haben Ego-shooter mit Hungernden Kindern zu tun? Und, warum ist das Thema Krieg nicht Konzstruktiv? Was empfindet der Herr Preller denn als Konstruktiv? Was das thema Konstruktivität betrifft, sollte Herr Preller sich mal an seine eigene Nase fassen, denn Wenn der dass Konstruktiv nennt und das ernst meint! Da fallen mir keine Worte für ein! Echt nicht! Doch, Dummheit hoch 10! Selbst so Konstruktiv sein, wie ein Furz, aber anderen Konstruktivlosigkeit unterstellen!

    Aber sehen wir es mal so: Furze stinken rum, aber sie vergehen auch wieder, genau wie der Herr Preller.

  4. So isses.
    Wo – wenn nicht hier – erfährt man denn sowas?
    Also mal im Ernst, das hier gehört zu den verquersten Dingen, die ich je gehört habe.
    Sicher, er hat recht, man könnte NATÜRLICH all dieses Geld carritativ anwenden.
    Genauso wie jenes, dass für alle anderen ‚unnötigen‘ Dinge ausgegeben wird.
    – Zum Beispiel also auch das aus der bildenden Kunst ;-)

  5. @gordon-creAtive
    Ja sehe ich mittlerweile genauso. Leider ist er da auch nicht allein. Und das Ganze erinnert mich schon sehr an diesen Kinderbuchautor…
    Zuletzt wurde mir vom anderen Autor, dem Blog-Autor Wilhelm, auf etwas das ich schrieb auch bloß sinngemäß entgegnet: „kriegsverherrlichendes Umbringen“ sei kein nachvollziehbarer „Unterhaltungsgenuss“ für ihn als Vater.
    Solange man so offensichtlich keinen Jota auf andere Positionen bereit ist einzugehen und weiter davon zum Beispiel spricht, dass da ein Gegenüber offenbar einen „Unterhaltungsgenuss“ im „möglichst viele Leute umbringen“ empfinden WIRD, die Thematisierung negativer Dinge nicht zugestanden wird, sehe ich da auch keinen Sinn (mehr) in einer Gegenargumentation.

    Zudem erscheint mir die Seite bei dem ganzen LINKE-Bashing doch einen stark rechtskonservativen Einschlag auch zu haben. Das hab ich aber jetzt erst zu spät gemerkt.
    Leider finde ich auch die Argumentation mancher Gamer dort mehr als unglücklich bis selbst problematisch: wenn jemand ein Spiel das zum Beispiel Krieg thematisiert mit gutem Essen vergleicht. So kann man praktisch nur in die gleichen Argumentationsmuster wie die Prellers und Bergs dieser Welt fallen.
    Nein: man kann das vielleicht noch für CS oder Battlefield behaupten, dass dabei die Freude an Gewaltdarstellungen oder wettbewerbsmäßigen E-Sport (allein) das Hauptinteresse ausmacht, und persönlich an nichts anderem interessiert sein, aber bei den letzten drei/vier CoD zumindest eben sicher nicht mehr allein davon ausgehen zum Beispiel. Dies Kreativen unterstellen. Da ist es eben auch schon ein Problem bei der deutschen Spielepresse gewesen immer nur „Spielspaß“ und lustige Unterhaltung anzunehmen. So wie ein Preller beständiges Morden darin sieht. Nein nein nein: Spiele müssen eben schon auch düster, dunkel, schrecklich und verstörend bis irritierend und schockierend sein (dürfen). Müssen es für eine etwaige Emanzipation des Mediums aus meiner Sicht sogar.

  6. Kurz zusammengefasst:
    .
    – Frauen beim Militär sind genauso abstoßend wie der Amokläufer von Arizona.
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    – Wer sein Geld nicht Kindern in Afrika spendet (Die Entwicklungshilfe hat bis zum heutigen Tage die Situation auf dem afrikanischen Kontinent nicht verbessern können, weil das Geld in vielen Fällen nicht bei den Bedürftigen ankam, sondern in Waffen (wichtig für die Machterhaltung) und Luxusgüter investiert wurde (die natürlich im Westen produziert werden)), sondern für Spiele ausgibt ist Schuld an dem Schicksal der Kinder.
    .
    – Es ist moralisch falsch Geld verdienen zu wollen.

  7. Ich wette mit euch, der Ist genau so schnell wieder von der Bühne verschwunden wie dieser andere Theaterstück typ! Ich weiß nichtm al mehr, wie der hieß!

  8. ich bin aber doch erleichtert darüber, dass es dort eine kommentar-funktion gibt und die kommentare scheinbar auch wahrgenommen werden und teilweise drauf eingegangen wird. da können die argumente im beitrag noch so dämlich sein, aber zumindest ist gleichzeitig der gegenwind erkennbar.

  9. @TobiasS

    Richtig! So hieß der Mann. Schon völlig vergessen. Preller ist genau seine Kategorie. Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom!

  10. Können wir hier so langsam einen Modus operandi erkennen?
    .
    Abgehalfterte Teilnehmer des Kulturbetriebs auf der Suche nach Publizität veröffentlichen irgendwelchen Quark, der gerade in Mode ist. Und wenn man sie darauf anspricht, wollten sie nur „provozieren, um eine Debatte anzustossen“. Selbverständlich kömmt das Provokationsprivileg dabei nur ihnen selbst zu, genau wie die Definitionsmacht in Sachen „Kultur“. Man möchte die Christian Bergs dieser Welt direkt mit 9live-Moderatoren und Jungelcamp-Insassen verlgeichen…
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    Solange unsere Massenmedien auf den Zug nicht aufspringen und Preller/Berg eine Plattform als selbsternannte Experten für Computerspiele bieten, bin ich stark dafür, dieses Gesocks zu ignorieren und wieder in der Versenkung verschwinden zu lassen.

  11. wenn man fernsehgebühren zahlt sterben sterben auch kinder weil man nicht gespendet hat dasselbe bei brettspielen,gewaltfreien videospielen,nicht lebensnotwendigen essen,usw. sogar wenn man für prellers kunst zahlt sterben kinder

  12. Wie viel gibt die Bundesregierung denn für den echten Krieg in Afghanistan aus? Das wäre mal eine Überlegung wert.

    Aber wenn man schon so rechnet:
    Gestern hat sich der Nachbar ein neues Auto gekauft. Hätte er sich das doch lieber gespart und das Geld gespendet (für die hungernden Kinder natürlich).
    Vorgestern habe ich mir eine neue Hose gekauft. Hätte ich doch die für 10 Euro nehmen sollen und das restliche Geld gespendet.
    Davor habe ich mir ein schönes Essen gegönnt. Och die armen hungrigen Kinder. Besser ist, wenn ich hungere und das Geld den hungernden Kindern zukommen lasse.
    etc.

    Er vergisst, dass es auch unter Gamern viele gibt, die spenden. Er kann aber wirklich nicht so argumentieren und uns ein schlechtes Gewissen einreden, indem er die Ausgaben für die Spiele gegen die hungernden Kinder verrechnet. Das ist ziemlich unseriös und ziemlich aus der Luft gegriffen.

  13. omg und nächste woche gibt ma den shootern die schuld an : 11.september ,am bevorstehendem weltuntergang 2012 , an der ölkathastrophe usw usw…

  14. Bei einem anderen Blog des Nordkuriers, auf „Das Kulturblog vom Nordkurier“, „Rampenlicht“, wurde gerade etwas über Dieter BOHLEN von FrankW veröffentlicht. Ich denke da erübrigt sich wirklich jeder weitere Kommentar…

  15. @Soldat-Hans
    Der gute Herr Berg den du meinst macht auf seiner Seite ja immer noch weiter mit seiner Hetze gegen uns und er findet von diversen Lehrer- Jugend- und Elternverbände immer noch starke Unterstützung und er findet immer noch ab und zu seinen Weg in kleine Lokalzeitungen, also so ganz weg vom Fenster ist der nicht, schaden kann man auch mit vielen kleinen Nadelstichen anrichten das solltest du wissen.

  16. Das ironische an Herrn Prellers Beitrag:
    Das ist die alte Linke Ideologie mit der er in der DDR als vorbildlicher Genosse gegolten hätte.

    “Es geht doch in erster Linie um den Charakter und den kommerziellen Hintergrund der Kriegs-Spiele. Wer sich einmal darum bemüht, die Geschäftsberichte der hinter den Spielen stehenden Firmen und Gesellschaftsformen zu lesen, wird verstehen, dass der bezahlende Spieler nur ein Rädchen im Getriebe einer Geldanlage ist – es geht ums Geld sonst nichts – der Rest ist nur Fassade, um die Euros aus den Taschen der Konsumenten zu holen. […]“
    Realsozialistische Kapitalismuskritik vom feinsten, könnte auch so im Neuen Deutschland stehen.
    1.) Firmen und Gesellschaftsformen sind einerseits Mittel zur Organisation der Produktion
    2.) Anderseits sind sie aber auch soziale Gemeinschaften aus menschlichen Individuen. Viele Menschen die in der Gamesindustrie arbeiten – darunter auch viele Künstler die Grafiken, Texte oder Musik erstellen – machen dies weil es ihnen Spaß macht Spiele zu entwickeln.
    3.) Natürlich ist für den Kapitalgeber Profit ein Motiv – jeder der ein gewisses Betriebs und Volkswirtschaftliches Grundwissen hat sollte jedoch verstehen das Profit notwendig ist um eine Fehlsteuerung des eingesetzten Kapitals zu verhindern.
    Welche Folgen es hat wenn der Profit außer Acht gelassen wird konnte man gut an der veralteten DDR Industrie beobachten
    Wenn man übrigens einen Geschäftsbericht so einer Firma mal liest, sollte einem auch auffallen das die Summe der Löhne und Gehälter (und der gezahlten Steuern) die Summe der gezahlten Dividenden bei weiten übersteigt…
    4.) Das der Konsument zu dumm ist um zu erkennen das es den Produzenten auch ums Geld geht ist typische Salonkommunismus. Zum Einen erhöht man mit diesem Argument seinen eigenen Status ( seht her, ich bin schlau und hab‘s erkannt ) zum Anderen diffamiert man damit den Konsumenten als zu dumm diese Erkenntnis zu erlangen.
    Ein Blick in ein beliebiges Gamerforum zeigt, das auch den Konsumenten solcher Spiele klar ist das der Hersteller auch finanzielle Interessen hat – „Das kauf ich nicht, das ist nur Geldmacherei“ ist auch da eine beliebte Meinungsäußerung.

    “2 Euro pro Tag pro Kind = 493.150 Kinder ein Jahr lang ernähren. Und das von einem Tag – EGO-shooter kaufen. Das ist die Realität der virtuellen Kriegs-Spaß-Haber ca. 6-7 Mio Gamer haben am ersten Tag gekauft. Das wäre ein Fasten, das dem Himmel Freude machte einmal an PC/Gamekonsole verzichten und an den “Nächsten” weitergeben. Und dies betriftt nur einen von vielen Ego-Shootern. Es sind Millarden jedes Jahr im “Spiel”.”
    Hiermit unterstellt Herr Preller den Gamer das sie nie etwas spenden sondern alles in Games investieren.
    Ein beliebter Trick um die Zielgruppe moralisch abzuwerten.
    Nun Herr Preller:
    Auch Gamer spenden. Die Webseite Gamers Unity wollte SOS Kinderdörfern Werbeeinnahmen spenden – die SOS Kinderdörfer haben das abgelehnt, da sie mit solchen unmoralischen Menschen nichts zu tun haben wollten.
    Inzwischen geht das Geld an die Krebshilfe.

    “Da wir über das Thema “Ego-Shooter” aus unterschiedlichen Perspektiven diskutieren – stelle ich zum Vergleich den “virtuellen Tod/Mord(?)” zum realen Tod der täglich diese unvorstellbare Zahl von Kindern betrifft gegenüber – Vielleicht macht es nachdenklich – ich hoffe es.“
    Die Sportart Fechten ist virtueller Mord, denn jeder Fechter übt Bewegungen die dazu dienen andere Menschen abzustechen und aufzuschlitzen
    Boxen ist reale, blutige Gewalt gegen echte Menschen, keine Spielfiguren in einer virtuellen Welt
    Beim Völkerball – oder in einer Schneeballschlacht – schießen Kinder andere Kinder erbarmungslos ab
    Vollends das virtuelle Morden bricht auf dem Schachbrett aus wenn erbarmungslos Bauern zum Schutz ihrer adligen Herren massakriert werden
    Ich bin mir sicher, würden alle Boxer, Fechter und Schachspieler – und alle Kinder die gerne Völkerball oder Schneeballschlacht spielen – damit aufhören wäre die Welt ein besserer Ort. Oder ?

    „Ich könnte mir gut andere virtuelle und vernetzte Spiele vorstellen, die mindestens ebenso spannend zu spielen sind, wenn denn die “Kriegsspiele-Industrie” genauso viel Geld und Anstrengung in konstruktivere Themen investieren würde, um die positive Entwicklung unseres Menschseins zu fördern. – Der Konsument entscheidet wohin sein Geld/Wert fließt … das ist seine Verantwortung.”
    Oh ja, die positive Entwicklung unseres Menschseins. Ein besserer, neuer Mensch ist möglich wo hab ich das schon mal gehört?
    Ach ja, bei Kommunisten, Faschisten und Nationalsozialisten. Bei durch geknallten Esoterikern. Mache davon sind für die Schaffung diesen neuen Menschen über Leichen gegangen.
    12 Jahre drittes Reich und 40 Jahre Deutsche Demokratische Republik haben anscheinend diesen Glauben nicht wiederlegen können.

  17. Ach, lachen wir doch über diesen kleinen Gaukler. Sein Beitrag ist schon jenseits der Lächerlichkeitsgrenze polemisch und dieser „Mauerkünstler“ scheint zu allererst mal eine Mauer rund um seinen gesunden Menschenverstand gebaut zu haben. Da haben die Grenzer vermutlich auch auf jeden vernünftigen Gedanken „Schießbefehl“.

  18. Auf dieser Seite wird ein Troll gefüttert, anstatt die Hungernden zu nähren! Es geht doch in erster Linie um den Charakter und den trolligen Hintergrund solcher Blogger. Wer sich einmal darum bemüht, die Fassade der hinter den Posts stehenden Personen freizulegen wird verstehen, dass der kommentierende User nur ein Rädchen im Getriebe eines Trolls ist – es geht ums trollen sonst nichts – der Rest ist nur Fassade.

  19. Sehr geil…

    „Wer sich einmal darum bemüht, die Geschäftsberichte der hinter den Spielen stehenden Firmen und Gesellschaftsformen zu lesen, wird verstehen, dass der bezahlende Spieler nur ein Rädchen im Getriebe einer Geldanlage ist – es geht ums Geld sonst nichts – der Rest ist nur Fassade, um die Euros aus den Taschen der Konsumenten zu holen.“

    Willkommen im Kapitalismus, einem Wirtschaftssystem, deren Angehörige meist nicht aus purer Nächstenliebe agieren! *roll eyes*

    Die Geschichte von Angebot und Nachfrage scheint der gute Mann auch nicht kapiert zu haben. Die Leute kaufen den x-ten Aufgruss von ‚Call of Duty‘ -> Signalwirkung: die Leute wollen den x-ten Aufguss von ‚Call of Duty‘ -> der Hersteller produziert weitere Aufgüsse von ‚Call of Duty‘, simple as that.

    „2 Euro pro Tag pro Kind = 493.150 Kinder ein Jahr lang ernähren. Und das von einem Tag – EGO-shooter kaufen. Das ist die Realität der virtuellen Kriegs-Spaß-Haber ca. 6-7 Mio Gamer haben am ersten Tag gekauft. Das wäre ein Fasten, das dem Himmel Freude machte einmal an PC/Gamekonsole verzichten und an den “Nächsten” weitergeben.“

    Ich kenne Helmut Preller nicht, aber laut Google ist er von Berufswegen her Künstler, was bedeutet, dass er irgendeine Form von Verdienst dafür bekommen muss, da er sonst – als hauptberuflicher Künstler – nicht überleben könnte. Ich will nicht wissen, wie viele Kinder sich ernähren ließen, würde man eine seiner Arbeiten nicht honorieren, da bildnerische Kunst (sofern sie nicht von einem „No-Name“ stammt) i.d.R. mehr als 60 Euro kostet), unter’m Strich aber gleichermaßen nötig oder unnötig wie ein Videospiel ist, was Herr Preller aber naturgemäß anders sehen dürfte.

    „Der Konsument entscheidet wohin sein Geld/Wert fließt … das ist seine Verantwortung.“

    Übrigens könnte man auch mit dem jährlichen Kirchenbeitrag unterernährte Kinder retten…

    „Wer sich das Werbefilmchen anschaut, sieht auch eine dickleibige, bebrillte junge Frau, die wahrscheinlich gerade so über die 18 Jahre gekommen ist, und die mit ihrer Schnellfeuerwaffe auch den einen oder anderen Unhold erledigt – was sie mit einem erst überraschten, dann befriedigten Lächeln quittiert. Arizona lässt grüßen!!“

    Oh Mann, da hat jemand den Spot vollkommen missverstanden. Er soll klar und deutlich den berühmten Multiplayer-Modus der Reihe bewerben – all diese Menschen schlüpfen in die Haut von Soldaten und schießen sich im Multiplayer über’n Haufen. Mit der Bekämpfung irgendwelcher „Unholde“ hat das nichts zu tun. Natürlich ist die Message „There’s a soldier in all of us“ gerade in Deutschland, einer Nation, wo Gewalt bei jeder sich bietenden Gelegenheit öffentlich verurteilt und sich parallel dazu in Afghanistan militärisch engagiert wird, von besonderer „Brisanz“ (Vorsicht, Sarkasmus), trotzdem hat der Multiplayer-Modus von ‚Black Ops‘ weniger Kriegs- und eher Völkerballcharakter, im Sinne von „Ha ha, du bist raus!“ … ^^

  20. Wieviele Menschen wohl dafür hungern müssen, dass dieser „Typ“, sich so einfach im Internet austauschen kann… ich mein, das mit der Wohlstandsgesellschaft kommt ja nicht daher, weil wir jeden Cent verschenken… und man glaube es kaum: Auch der Preller und nur ein Rädchen im System, in dem es nur um Geld geht, denn auch er will irgendwovon leben und ich wette auch er könnte sich einschränken und Geld spenden, ich mein: Hartz4-Empfänger können von irgendwas um die 350€ monatlich leben, da wird ein Preller keinen Cent mehr brauchen und kann den Rest bitte an hungernde Kinder zahlen.

    Ach das macht er nicht? Na dann wissen wir ja alle, wer am Welthunger schuld ist :P

  21. @Purchaser:
    was genau ist für dich Unsinn ?

    Ist es Unsinn das die Mitarbeiter in den Studios Spiele entwicklen weil es für sie nicht nur ein Broterwerb ist, sonder weil es ihnen Spaß macht ?

    Ist es Unsinn, das – etwa beim Stundensatz eines Handwerkers, der dem Kunden in Rechnung gestellt wird – Löhne, Sozialabgaben und Steuern weitaus größer sind als der Anteil der nacher dem Kapitalgeber zufließt ?

    Ist es Unsinn das beim Fechten potentiell tödliche Handlungen ausgeübt werden ?
    Beim Florettfechten zählen nur Körpertreffer. Warum ? Weil ein Florett nur bei Körpertreffern tödlich ist. Ein Stich in Arme und Beine ist nur Schmerzhaft, ein Stich in die Lunge kann diese Kollabieren lassen. Ein Stich ins Herz ist Tödlich. Niere und Leber lassen einen elendig verbluten. Stiche durch Magen oder Darm führen mit ziemlicher Sicherheit zu ekelhaften Entzündungen.
    Beim Säbelfechten zählen auch Treffer auf Arme und Bein, da ein Säbel in Hieb problemlos Arme und Beine amputiern kann.

  22. Diese Ganze Diskussion um diesen Idioten ist einfach Unsinn. Es bringt nix gegen Windmühlen zu kämpfen. mal abgesehen davon, das er sich schon mit dem vorherigen Artikel disqualifiziert hat. Mit diesem hier erst recht. Muss man sich sagen lassen, man wäre für die Hungernden Kinder verantwortlich. Wir gamer ham halt an allem Schuld: Hunger, Krieg, Dem WTc einsturz, Rechtsextremismus, Fettleibigkeit, Doofheit, Dem untergang des Abendlandes, dem Untergang des Morgenlandes, … … … … … … … (beliebige negative Sache einsetzen z.B. verschimmeltes Brot)

  23. und wie viel geld verdienen spinner wie er mit solchen deppengeschwätz?
    lieber einmal die fresse halten, was der umwelt und damit mensch und tier zu gute kommt.

  24. „Den Untergang des Abendlandes, den Untergang des Morgenlandes, … … … … … … … (beliebige negative Sache einsetzen z.B. verschimmeltes Brot)…“

    Frauenblusen mit Männernamen,
    zu enge Unterhosen die in die Poritze rutschen,
    globale Erwärmung,
    neue Eiszeit,
    Rückgratverkrümmung,
    quengelnde Kinder im Supermarkt,
    Rentner die an der Kasse ihre Lebensgeschichte erzählen wenn ich einkaufen will obwohl sie den ganzen Tag Zeit haben,
    niedrige DSL Geschwindigkeiten,
    fehlende Parkplätze in der Innenstadt,

    das alles könnte man abschaffen wenn die Nerds ein bisschen weniger Geld für CoD ausgeben würden !
    Danke Herr Preller, das Sie mir die Augen geöffnet haben !

  25. Mich würde mal interessieren, wofür der Mann eigentlich sein Geld ausgibt, dass er es sich leisten kann, auf dieser Schiene den Moralapostel zu spielen. Ich schätze mal hungerleidende Kinder sind es nicht.

  26. Mal ehrlich, wenn ein Künstler etwas auf der Schiene „Die machen so viel Geld mit ihrem Kram“ attackiert dann klingt das für mich jedesmal so, als ob da einer Mühe hat, nicht noch „und ich nicht!“ hintendran zu hängen.

  27. Was ich auch für einen sehr schockierenden Punkt halte, den ich schon immer mal ansprechen wollte: Die Klopapierindustrie! Denen geht es nur ums Geld und wenn sie ausnahmsweise mal 4-lagiges anstatt 3-lagiges Klopapier herstellen, dann nur, um den Leuten durch höhere Preise noch mehr Geld aus den Taschen zu ziehen! Dies geschieht ohne Rücksicht auf Verluste. Würde die gesamte Welt einen Tag lang doch auf Klopapier verzichten, könnte man mit Sicherheit viele Leben retten. Wäre es eine Woche, würde man vielleicht ein Mittel gegen Aids finden. Jede unbenutzte Rolle Klopapier könnte ein hungerndes Kind vor dem Tode bewahren.

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