Reaktionen auf „Dead Space 2“-Kennzeichnung

(welt/chip) „Dead Space 2“ kann nun kommen: Mit Verspätung und ohne FF. Doch welche Konsequenzen das erstmals durchgeführte Appellationsverfahren haben wird ist noch nicht absehbar. Bei der Welt setzt sich Thomas Lindemann mit dem Vorgang auseinander – bereits das Veto Bayerns sei „ein kaum verständlicher Schritt„. Ähnlich wie EA sieht er hierdurch – auch wenn Bayern das Recht dazu hat – die USK in Frage gestellt. Die Kennzeichnung könnte sich tatsächlich noch als Pyrrhussieg herausstellen, da Bayern nun gesetzliche Änderungen androht:

„Durch die jetzige Entscheidung ist keine Abstimmung der USK mit der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien mehr möglich, obwohl im bisherigen Verfahren eine Reihe fachkundiger Gutachter das Spiel als indizierungswürdig bewertet hatten und im Jugendschutzgesetz für Zweifelsfälle eine enge Abstimmung vorgesehen ist. Bayern wird sich deshalb auf Bundesebene für Verbesserungen im Bereich des USK-Verfahrens einsetzen, damit künftig eine Prüfung durch die Bundesprüfstelle auch dann möglich ist, wenn vorher schon eine Alterskennzeichnung durch die USK erfolgt ist.“

Bisher erhält ein Publisher durch den mit der Kennzeichnung einhergehenden Schutz vor Indizierungen (Wohl § 18 Absatz 8 Satz 1 JuSchG) Rechts- und Planungssicherheit für die Veröffentlichung von Videospielen. Ohne diese Vorschrift dürfte zukünftig der Vertrieb von gekennzeichneten ähnlich risikoreich wie von solchen Spielen sein, denen ein USK-Siegel verweigert wurde.

Zu Welt Online
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45 Gedanken zu “Reaktionen auf „Dead Space 2“-Kennzeichnung

  1. Herrlich, Bayern versucht die Zeit zurückzudrehen….

    Mit anderen Worten: Ein Spiel, das nicht für Kinder geeignet ist, als solches in den Handel kommt, nicht an Kinder verkauft werden darf muss im Einzelfall Indiziert werden dürfen, WEIL es nicht für Kinder ist????

  2. Das heißt dann das ein Game noch vor seiner Veröffentlichung indiziert wird weil es ja vor der Veröffentlichung seine Altersfreigabe erhalten hat nachdem was die Bayern da fordern, ganz toll.

  3. echt flutet Bayern,sind wir in der Steinzeit.Toll,erwachsene solen vor Inhalten für erwachsene geschützt werden.wir brauchen echt die pegi,meinetwegen auch bindend

  4. nein, weil es zu brutal ist und da es kinder sowisso in die hand bekommen, dürfen keine ihrer meinung auf jeden keine jugendgefährende inhstle drinne sein oder es muss gsnz weg, was gibts daran nicht zu verstehen

  5. “Durch die jetzige Entscheidung ist keine Abstimmung der USK mit der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien mehr möglich, obwohl im bisherigen Verfahren eine Reihe fachkundiger Gutachter das Spiel als indizierungswürdig bewertet hatten und im Jugendschutzgesetz für Zweifelsfälle eine enge Abstimmung vorgesehen ist. Bayern wird sich deshalb auf Bundesebene für Verbesserungen im Bereich des USK-Verfahrens einsetzen, damit künftig eine Prüfung durch die Bundesprüfstelle auch dann möglich ist, wenn vorher schon eine Alterskennzeichnung durch die USK erfolgt ist.”

    … das versuchen die Bayern bereits seit 2002, seit das aktuelle JuSchG noch im Gesetzgebungsprozess war, dann ein paar Monate, bevor es in Kraft trat noch mal mit dem JuSchGÄndG (nicht zu verwechseln mit dem 1. JuSchGÄndG) und zuletzt 2007 mit dem JuSchVerbG; seitdem haben sich diverse CSU-Politiker ähnlich geäußert. Interessanterweise sprach sich selbst die BPjM-Vorsitzende Elke Monssen-Engberding dagegen aus, auf die Praxis von vor 2003 zurückzufallen (auf eine ähnliche Stellungnahme wurde ja auch im Artikel verwiesen), ganz zu schweigen davon, dass die Zusammenarbeit zwischen USK und BPjM kaum intensiver sein könnte (so ist Elke Monssen-Engberding bswp. im USK-Beirat).

    Ich habe es doch schon gesagt, dass eine entsprechende Reaktion nur eine Frage der Zeit ist… und da ist sie auch schon. Diese Renitenz ist einfach nur grenzenlos infantil: “WÄÄÄH! Die sind alle anderer Meinung als wir, als muss man alles ändern, damit unser Wille geschehe!” Hinter so einer Attitüde steckt mehr Gewalt, als im inkriminierten Spiel selbst…

    Und überhaupt dieses Geblubber von einer “Reihe fachkundiger Gutachter”, die “das Spiel als indizierungswürdig bewertet” hätten, als gäbe es so etwas wie Expertise in Fragen des Jugendmedienschutzes, die über die Kenntnis des formellen Prozederes hinausragen könnte, als wäre eine Jugendgefährung objektiv oder erschließe sich mit genügender “Fachkunde”. Das ist so, als behaupte man, Köche könnten objektiv beurteilen, ob eine Speise schmeckt oder nicht.

  6. Also die bayrische Argumentation mal kurz zusammengefasst: Weil die unabhängige USK nicht letztendlich auf den Staat hört, ist sie schlecht. Bayern will eine USK die lediglich ein Feigenblatt dafür ist dass der Staat zensieren kann wie es ihm passt aber trotzdem nicht gegen das Grundgesetz verstößt.
    Aber Bayern ist ja jetzt schon so oft daran gescheitert ihre rückständige Meinung durchzudrücken, daß ich mir recht wenig Sorgen mache.

    Übrigens, als in den Zwanzigern drohte in Bayern eine faschistische Revolution auszubrechenb, schickte Berlin Truppen um den Aufstand niederzuschlagen.
    Ich glaub‘, es wird wieder Zeit.

  7. @ Cyclonos:

    Ob dus glaubst oder nicht, aber das ist das Staatsverständnis der CSU. Was soll auch anderes herauskommen, wenn eine Partei knapp 40 Jahre die absolute Mehrheit hat(te).
    Bayern ist der Obrigkeitsstaat Nummer 1, von der aktuellen Beteiligung der FDP merkt man kein bisschen. Was will man auch von einer Partei erwarten, die an bestimmen Tagen allen Ernstes Tanzverbote(!) mit Hilfe polizeilicher Kontrollen durchsetzt.
    Liberaritas Bavarie? – Dass ich nicht lache!

  8. frontal21
    15. Januar, 2011 – 03:21
    nein, weil es zu brutal ist und da es kinder sowisso in die hand bekommen, dürfen keine ihrer meinung auf jeden keine jugendgefährende inhstle drinne sein oder es muss gsnz weg, was gibts daran nicht zu verstehen
    ___________________________________

    Dann muss dies auch für Alkohol, Tabak, Autos, Waffan aller Art, usw. gelten.

  9. Bin ich der einzige der die Ironie in frontal 21´s Post erkennt oder wieso geht ihr drauf ein?

    Der Schutz muss auch so bleiben wie er ist. Ansonsten wird der Handel reagieren und solche Spiele nur noch auf Vorbestellung verkaufen (wenn überhaupt), da die Rechtssicherheit nicht mehr gegeben wäre und das Risiko eine größere Menge von Spielen zu haben, die von ein auf den anderen Tag indiziert sind zu hoch wäre. Es würde zudem den Jugendschutzwahn auf eine neue Spitze treiben und ich befürchte sollte dies durchgesetzt werden, wäre es nur der Anfang um unser Hobby endgültig zum Importhobby zu machen.

  10. Wer wohl diese „fachklundigen Gutachter“ sind? Die Pfeiffers? Der Berg? Der Herrmann? Der Beckstein? Gar der Stoiber? ;)
    .
    Ansonsten ist die Argumentation Bayerns schon sehr interessant: Wir haben Recht, weil wir sagen, dass wir Recht haben. Wenn immerhin sachliche Argumente dahinter stünden, könnte man ja noch mal gucken, ob an denen evtl. aus einer bestimmten Perspekive ein Fünkchen Wahrheit dran ist, aber so ist es nur ein weiteres Beispiel für eine eklatante Schlechterstellung von Spielen gegenüber anderen Medien / Gütern!

  11. @El Konsolero

    „Der Schutz muss auch so bleiben wie er ist. Ansonsten wird der Handel reagieren und solche Spiele nur noch auf Vorbestellung verkaufen (wenn überhaupt), da die Rechtssicherheit nicht mehr gegeben wäre und das Risiko eine größere Menge von Spielen zu haben, die von ein auf den anderen Tag indiziert sind zu hoch wäre.“

    Genau das will die Union doch. Sie will „böse“ Spiele aus dem Handel haben. Dank des „blöden“ Grundgesetzes, das Vorzensur verbietet, kann Schmutz und Schund jedoch nur nachträglich aus dem Verkehr gezogen werden – das aber dafür effektiv. Nicht umsonst bemerkte C. Pfeiffer einst, die Indizierung sei ebenso gut wie ein Totalverbot, da die Spiele auf diese Weise auch vom dt. Markt verschwinden.

  12. Wobei C. Pfeiffer ein Parteibuch der SPD besitzt.
    .
    Ansonsten steht „hilfsweise Index statt Verbot“ natürlich auf dem Programm.

  13. Ich habe es auch nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Nicht umsonst gab es ja den Koalitionsvertrag von 2005, indem CDU und SPD in Sachen „Killerspiele“ unschöne Einigkeit demonstrierten.

  14. CSU meint, etwas müsse auf den Index.
    Die, die das dann zu entscheiden haben, sagen „nö muss nich“ und setzen sich durch.
    CSU darauf: ABA WOHL! DAS GILDET NICH!!

    Meine Güte, in welchem Kindergarten sind wir hier gelandet?! Gibt es keine Einstellungs- und Intelligenztests für Politiker? Selbst bei der Bundeswehr gibt es Tests, bei denen man seine Fähigkeit logisch zu denken unter Beweis stellen muss aber in die Politik kommt jeder Depp!

    Und Bonedaddy: Das mit dem Tanzverbot liegt an der Religionsfreiheit. Also wer nicht Christ ist, ist halt nicht frei und muss am Karfreitag daheim bleiben, damit irgendwelche christlichen Faschos nicht in ihrer Trauer gestört werden. Eigentlich müsste man an Karfreitag mal eine Bank überfallen, denn jeder Polizist, Sicherheitsdienst usw müsste an dem Tag auch frei haben, damit diese in Ruhe trauern können. Man stelle sich mal vor ein trauernder christlicher Ochs… äh Bull… äh Polizist kommt zu siner Party wo getanzt wird… das wird ihn in tiefe Depressionen stürzen.

    X_X

    Bayern sollte sich mal auf die Suche nach Spenderhirnen machen! Die werden dringend benötigt.

  15. Der „Freistaat“ Bayern, könnte auch einfach abhauen aus der Bundesrepublik, wenn ihm die dort geschlossenen Gesetze nicht passen…

  16. @maSu
    „Gibt es keine Einstellungs- und Intelligenztests für Politiker? Selbst bei der Bundeswehr gibt es Tests, bei denen man seine Fähigkeit logisch zu denken unter Beweis stellen muss aber in die Politik kommt jeder Depp!“
    .
    Vermutlich hätte unsere Politikerkaste mit einem solchen Test große Nachwuchssorgen, weil jeder der halbwegs bei Verstand ist, in die Wirtschaft, zu NGOs und sonst wo hingeht wo er mit seinem Können etwas bewegen kann. ;) Wenn die Geschichte eines gezeigt hat, dann das mit wenigen Ausnahmen diejenigen an den Hebeln der Macht sitzen, die gut brüllen können und einen ausgeprägten Hang zum Eigennutz haben. Im Falle von der CSU heißt das: Profilierung gegenüber etwaigen Wählern, die alles glauben, was ihnen die Politiker sagen, damit sie selber nicht nachdenken müssen. Gilt sicherlich auch für andere Parteien.

  17. in sachen videospiele sind die bayern wie „hexenjäger“.
    aber wehe die waffengesetze sollen neu geprüft werden, dann sind die bayern empört „ist doch alles in ordnung“ heisst es dann.
    aber so lange sich alle leute diesen bayerrisierungsmüll gefallen lassen, so lange wird sich da auch nichts ändern.
    und nein, dass ist kein aufruf zur gewalt!

  18. es ist interessant, wie die sache bie alkohol aussieht. schaut euch mal bei fernsehkritik, den bericht über alkohol und und jugendgewalt. dort wird die simple formel aufgestelllt: jugendliche+gruppe+alkohol=gewalt, also im anbetracht der berichterstattung überhaupt alkohol+jugendliche=gewalt. und dies wollen die politiker natürlich verhindern, indem sie alkohol ab 18 freigeben und ein verkaufsverbot an tankstellen ab 22 uhr. und alle stimmen darauf ein, so hat macht man das!

  19. Diese Forderung soll wohl nur das Stammklientel beruhigen („Seht her, wir machen was dagegen!“), die Erfolgsaussichten sind ähnlich schlecht wie bei der Forderung der CSU nach einem „Killerspielverbot“, die bereits am eigenen Koaltionspartner scheiterte.

    Apropos CSU:
    http://www.youtube.com/watch?v=ouhTUMENEiE

    Unvorstellbar, dass die „Marketing-Experten“, die dieses Video verbrochen haben, wahrscheinlich auch noch bezahlt wurden.

  20. Meckert nicht ihr müsst es ja in Bayern nicht aushalten! Hoffen wir mal, dass die CSU bei der nächsten Bundestagswahl die 5% Hürde verpasst und mal draußen ist, dies wird sicher mal Eindruck hinterlassen. Für die Wahlen dieses Jahr sollte man möglichst die C Parteien nieder machen und verbreiten was für einen Sch*** sie so machen…

    Schade, dass dieser „tolle und fachlich so fundierter“ Wahlwerbespot nicht höhere Wellen geschlagen hat. Bei RTL2 oä hat man vas davon gehört, aber sonst mal wieder nichts. (Was will man auch von der GEZ gesponsorten Partei gebundenen Propaganda anderes erwarten.)

    Happy Coding.

  21. @trb,
    leider habe ich gehört, dass die csu bei der nächsten wahl gute chancen hat wieder alleine in bayern zu diktatorieren.
    die csu ist angeblich im moment über 45% und könnte daher alleine wieder aufmarschieren.

  22. Ich schätze, dass Deutschland in den nächstem Jahren das PEGI-System übernehmen wird und den Indizierungsschutz wieder aufheben wird. Der große Nachteil der USK ist, dass es nur die Zahl gibt und auf der Packung nicht steht, was für Inhalte im Spiel problematisch sind. Ein Elternteil, das mit virtueller Gewalt kein Problem hat, aber natürlich nicht will, dass sein 12-Jähriger Sohn sexuelle Szenen und Verherrlichung von Drogenkonsum sieht, wird sich mit dem PEGI System besser informieren können als es derzeit der Fall ist.

  23. @Balu
    Würde dies wirklich eintreffen wäre es interessant zu beobachten wie sich das auf die Anzahl der Indizierungen auswirken wird
    Ich tendiere ja dazu – eben wegen dem Indizierungsschutz – die Novelle von 2003 sogar eher als Liberalisierung denn als Verschärfung zu betrachten, obwohl sie formal in vielerlei Hinsicht sicher (auch) eine Verschärfung gewesen ist.
    Dennoch befürchte ich so wieder die Notwendigkeit oder zumindest den Eindruck von noch mehr Selbstzensurmaßnahmen auf Hersteller-Seite

    Mit der Situation vor 2003 zu vergleichen, wo es statistisch glaub ich andersherum gewesen ist, macht für mich dabei nicht wirklich viel Sinn, weil die Industrie seitdem doch enorm gewachsen ist.

  24. Zitat:

    —————————————————————————
    frontal21
    15. Januar, 2011 – 03:21

    nein, weil es zu brutal ist und da es kinder sowisso in die hand bekommen
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    Das ist doch dann ganz klar ein Fall von elterlichem Versagen und kein Grund ein Spiel, dass sowieso nur für Erwachsene Spieler gedacht ist um jeden Preis vom Markt nehmen zu wollen.

    Noch dazu weil man mit dem ersten Teil von Dead Space anscheinend keine Probleme hatte.

  25. @Belial,
    richtig, bis hier hin.
    Das Problem aber liegt derzeit bei denen die Videospielen jeglichen Existenzgrund absprechen und daher abenteuerliche Geschichten darüber erzählen, dass Videospielproduzenten angeblich wie Drogendealer arbeiten und den Kindern in dunklen Hintergassen ach so brutale und sexmäßige Spiele für teures Geld verkaufen.

  26. PEGI ohne Indizierungsschutz wäre wirklich ein GAU und absolut nicht wünschenswert. Das wäre ein Rückfall in die dunklen Neunziger.

  27. Wie hat sich denn die Anzahl der jährlichen Indizierungen seit 2003 entwickelt? Sind es mehr oder weniger geworden?
    EA will ja unbedingt die PEGI in Deutschland, aber realistisch ist das wohl nicht, oder?
    Vielleicht sollte auf der gamescom die Branche mal geschlossen gegen die Indizierungspraxis in Deutschland demonstrieren. Am Besten an jedem Messestand Flyer auslegen, auf denen die wichtigsten Publisher am Ende als Unterstütze aufgelistet sind. Das würde Aufsehen erregen.
    Am Ende des Tages geht es ja doch ums Geld, und die Indizierungspraxis kostet die Unternehmen Geld.

  28. naja ich denke so würden sie nicht wirklich was erreichen.
    ich glaube aber, wenn die publisher und entwickler gemeinsam vor dem eu-gerichtshof gegen die feindseeligen praktiken und zensurmaßnahmen klagen, dann könnten sie was erreichen.
    ich glaube nämlich das unsere „gesetze“ sehr wohl gegen eu recht verstoßen.
    und wenn selbst inhaftierte schwerverbrecher bei dem eu gerichtshof mit erfolg gegen eine nachträgliche sicherungsverwahrung klagen können und gewinnen, dann haben die publisher und spieleentwickler auch keine so schlechten chancen oder?^^

  29. @Booomboy: Das mit den Schwerverbrechern war kein eu-gerichtshof sondern der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte der nicht zur eu gehört und nur die einhaltung der Europäischen Menschenrechtskonvention überprüft (Schweiz und Russland sind zum beispiel auch unterzeichner dieses Vertrages und können belangt werden). Ob trotzdem wegen der deutschen zensur dort klagen weiss ich allerdings nicht, und da die eu auch in fällen wie ungarn oder italien wo teilweise offen zensur ausgeübt wird nicht wirklich etwas unternimmt bezweifele ich das es im „unwichtigen“ feld der killerspiele anders wäre.

  30. @Triforce
    Die Indizierungen sind mehr geworden da viele Titel hier nicht mal erschienen und stärker zensiert wurde um für die deutsche Fassung auch ja eine Freigabe zu erhalten, die unzensierten Fassungen sind dann fast alle Indiziert worden, natürlich ist auch die Grafik besser geworden aber die hat nur einen kleinen Einfluss auf die Indizierung. Was aber noch viel mehr wurde sind die Beschlagnahmungen, keine Konsole kann so viele Beschlagnahmte Titel vorzeigen wie die Xbox 360.

  31. @Triforce
    Der Gedanke mit der gamescom erscheint mir auch sehr sinnvoll. Es wäre uns schon geholfen, wenn die großen Publisher einmal mit dem Argument vom freiwilligen Schneiden der Spiele aufräumten und klar darlegten, wie sie ein Spiel für den deutschen Markt „aufbereiten“ – und dabei Ross und Reiter nennten!

  32. @purchaser
    Als wenn die Firmen sowas machen würden, die gucken doch viel lieber wie man uns noch leichter und vor allen Geld aus der Tasche ziehen und unsere Kundenrechte beschränken kann und natürlich werden wir von den auch nur als Idioten und Diebe bezeichnet die lieber Gebrauchtspiele kaufen statt neue. Beim Zensurthema müssen wir selbst Hand anlegen statt uns auf die Industrie zu verlassen.

  33. Kein Actionspiel ist heute noch unter FSK 16 oder 18, weil die Hersteller eben nicht versuchen sie zu zensieren. Weiterhin ist es ein weiterer Anreiz für Jüngere derartige Spiele in die Finger zu bekommen.

  34. @Ines
    Actionspiele sind ja auch, genau wie Actionfilme, für eine ältere Zielgruppe gedacht. Daher bedarf es auch keiner großen Verwunderung, das diese erst ab 16 bzw. ab 18 freigegeben sind. Und der Anreiz diverser Spiele/Filme hat sich jetzt erst nochmal so richtig verstärkt, seit unsere Zensursula mit ihrem Sofortprogramm die übergroßen Sticker auf den Covern eingeführt hat. Gut gemacht. Jugendschutz total. Hauptsache irgendwas gemacht, ob sinnvoll oder nicht.

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