Interview mit EA

Der Publisher „Electronic Arts“ dürfte vielen Gamern ein Begriff sein, wenn auch nicht immer ein positiv besetzter. So stieß die Art und Weise, wie erfolgreiche Spieleserien „optimiert“ wurden, nicht immer auf Begeisterung. Dass das Unternehmen auch andere Seiten hat sollte aber spätestens aufgefallen sein, als EA von Regine Pfeiffer als „Schweinefirma“ bezeichnet  wurde. Wer sich den Unmut der Spielegegner auf sich zieht, muss sich diesen schließlich irgendwie verdient haben. Wodurch dies geschehen ist und wie sich EA heute gegenüber den Spielern gibt, erklärt der PR Director und Jugendschutzbeauftragte von EA, Martin Lorber. Wer hier einen profillosen Marketingstrategen erwartet dürfte in der Regel schlecht informiert sein. So fehlt es Lorber weder an Sachverstand noch an Engagement in der Debatte um gewaltdarstellende Videospiele. Das zeigt bereits sein Blog spielkultur.ea.de, in dem er diese kritisch begleitet.

stigma:

EAs „Dead Space 2“ hat mittlerweile auch im Appellationsverfahren die Kennzeichnung „Keine Jugendfreigabe“ erhalten, Gratulation!

Martin Lorber:

Danke!

stigma:

Im Grunde scheint EA den Vorgaben des deutschen Jugendschutzes zu folgen. So wurde auch „Dead Space 2“, wie es bei vielen Spielen mittlerweile üblich ist, geschnitten, um eine USK-Kennzeichnung zu erhalten. Warum der Protest gegen das Veto Bayerns, welches die erneute Prüfung erzwungen hat?

Martin Lorber:

Wir finden, dass das Spiel Dead Space 2 eine Alterskennzeichnung „18+“ verdient hat – so wie im Rest der Welt auch – und wir wollen nichts unversucht lassen, um das auch zu erreichen. Das war der Grund des Protests. Manchmal ist es aus unserer Sicht sinnvoll, dass es neben der ungeschnittenen auch eine geschnittene Version mit Kennzeichen gibt. Wir werden aber weiterhin daran arbeiten, dass dies in möglichst wenig Fällen notwendig ist.

stigma:

Was ist dagegen einzuwenden, dass sich Bayern dieses Mittels bedient, das ja explizit im Prüfungsverfahren vorgesehen ist. So haben ja auch Publisher die Möglichkeit eine erneute Begutachtung zu verlangen, wie es z.B. bei „GTA: IV“ geschehen ist?

Martin Lorber:

Wir finden, dass nach zwei Vorabprüfungen und drei regulären Prüfungen eigentlich alles gesagt sein müsste. Irgendwann muss man als Publisher doch auch die Gelegenheit bekommen, mit der Produktion eines Spiels zu beginnen. Wir arbeiten ja schon unter einem enormen Zeitdruck, aber irgendwann sind alle Optimierungspotenziale erschöpft und der Release in Deutschland zeitgleich mit dem Rest der Welt ist nicht mehr zu halten.

stigma:

Der Protest von EA ist also nicht als Kritik an der Kennzeichnungspraxis an sich zu verstehen, sondern überwiegend von der Sorge um die Akzeptanz der USK getragen? Könnten Sie es nachvollziehen, wenn manche Gamer hier einen Marketing-Gag vermuten?

Martin Lorber:

Zunächst geht es uns um die angemessen Alterskennzeichnung dieses Spiels. Ich kann nicht nachvollziehen, wenn uns hier ein Marketing-Gag unterstellt wird, denn es waren ja nicht wir, die das Verfahren so in die Länge gezogen und dann auch noch das Appellationsverfahren aus der juristischen Mottenkiste geholt haben – ein Verfahren, dass in den 30.000 Fällen zuvor keine Anwendung fand.

stigma:

Viele Publisher gehen ja mittlerweile dazu über (Selbst-) Zensur zu verschleiern: Activision sprach davon, dass die dt. Version von „Modern Warfare 2“ uncut sei und bei „Sniper: Ghost Warrior“ prangt der Stempel „100 % uncut“ auf dem Cover – beides trifft nicht zu. Selbst bei diversen Presseberichten über „Dead Space 2“ ging unter, dass es eine Änderung gab – Bei EAs eigener Meldung zugegebenermaßen nicht. Wie sehen Sie es hier um die Transparenz des Jugendschutzes bestellt?

Martin Lorber:

Wie Sie richtig bemerken, kommunizieren wir stets offen, fair und transparent. Das werden wir auch in Zukunft so halten. Ich finde, unsere Kunden haben ein Recht darauf zu erfahren, was sie mit unseren Spielen erwartet und was nicht.

stigma:

Wäre für EA eine freiwillige Angabe der Hersteller auf der Packung, ob Inhalte entfernt oder entschärft wurden, denkbar?

Martin Lorber:

Ich bin der Meinung, dass wir bereits jetzt sauber, offen und ehrlich kommunizieren.

stigma:

Die ganzen Schnitte sowie deren Verschleierung sind im Grunde ja nur nötig, wenn eine Kennzeichnung durch die USK angestrebt wird. Was hält EA davon ab Spiele – möglicherweise nach einem Gutachten, das eine strafrechtliche Unbedenklichkeit attestiert – auch ohne Kennzeichnung zu veröffentlichen?

Martin Lorber:

Im Augenblick gibt es – im Unterschied zum Film – noch kein Verfahren, dass die strafrechtliche Unbedenklichkeit attestiert. Die Frage nach dem Vertrieb von nicht gekennzeichneten Spielen müsste sich aber eher an den Handel richten.

stigma:

Neben der Petition hat EA zuletzt ja auch mit der Ankündigung auf sich aufmerksam gemacht im Falle der Nichtkennzeichnung der engl. Version von „Medal of Honor“ rechtliche Schritte einzuleiten. Kann man hierzu schon Einzelheiten verraten? Richtet sich das Vorgehen gegen das Unterbleiben der Kennzeichnung oder gegen den Prüfungsmaßstab? Und ist dieser überhaupt gerichtlich überprüfbar?

Martin Lorber:

Einzelheiten dazu können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht veröffentlichen.

stigma:

In Kommentaren und Stellungnahmen betonen Sie des Öfteren die Vorteile der PEGI. Wäre diese für Publisher wie EA wünschenswert und welche Chancen würden Sie deren Einführung einräumen? Ist ein nationales System nicht viel mehr geeignet um kulturellen Differenzen bei der Bewertung von Darstellungen von Gewalt, Nacktheit, Drogengebrauch, Glücksspiel, etc. gerecht zu werden?

Martin Lorber:

Zunächst einmal unterstützen wir als Unternehmen den geltenden Jugendschutz in Deutschland und auch die USK als Institution. Wir stehen hinter dem System und beteiligen uns aktiv daran, dieses weiterzuentwickeln. Im Rahmen dieser Weiterentwicklung halten wir generell ein Selbstklassifizierungssystem von Computer- und Videospielen im Umfeld eines sich immer schneller entwickelnden Marktes für dringend notwendig. Daher und aus Gründen der Vereinfachung des Verfahrens setzen wir uns für die Etablierung des europäischen PEGI-Systems in Deutschland ein. Das deutsche System ist ein sehr spezielles, dessen Regeln und Kriterien sich auch aus einem historischen Kontext heraus erklären lassen. Tiefgreifende Veränderungen können und sollen auch nicht von heute auf morgen erfolgen. Mit dem neuen JMStV sollte ja eigentlich ein Selbstklassifizierungssystem von online vertriebenen Spielen in Deutschland eingeführt werden. Ich finde, wir sollten diesen Gedanken weiterführen, auch wenn der neue JMStV erst einmal auf Eis gelegt wurde.

stigma:

Als Publisher kann man wie auch als Gamer um die Debatte über gewaltdarstellende Videospiele kaum herumkommen. Politiker und Wissenschaftler glänzen gerade nach Amokläufen in der Presse mit zweifelhaften Aussagen über Videospiele. So wurde z.B. nach Winnenden gedruckt, dass „der 17-Jährige auf der Flucht noch weiter um sich geschossen hat, ist ein Verhalten, das Jugendliche auch in Spielen wie Counter Strike oder Crysis lernen können“. Bietet es sich in solchen Fällen nicht an eine Gegendarstellung zu erwirken oder haben Sie bereits Erfahrungen gemacht, nach denen solch ein Vorgehen wenig sinnvoll ist bzw. andere Wege erfolgsversprechender sind?

Martin Lorber:

Unsere Strategie ist umfassender als in Einzelfällen eine Gegendarstellung zu erwirken. Wir haben versucht, die gesellschaftliche Debatte über Computer- und Videospiele zu versachlichen und auch positive Aspekte in den Fokus zu rücken. Die Konferenz Clash of Realities (http://www.clash-of-realities.de/), unser Engagement in Sachen Ausbildung von Medienkompetenz durch das Institut Spielraum der FH Köln (www.fh-koeln.de/spielraum) und nicht zuletzt mein Blog (http://www.spielkultur.ea.de/) waren – denke ich – recht erfolgreiche Projekte in diesem Bereich. In den letzten Jahren hat sich die gesellschaftliche Debatte über Computerspiele tatsächlich deutlich versachlicht. Sowohl Politik als auch Wissenschaft erkennt heute durchgängig an, dass ein Kausalzusammenhangs zwischen dem Konsum von Computerspielen und Verbrechen wie Amokläufen völlig abwegig ist. Vielmehr werden Computerspiele immer deutlicher auch im Zusammenhang moderne Freizeitkultur und vielfältigen Unterhaltungs- und Lerneffekten gesehen. Positive Aspekte wie die technische und ästhetische Innovationskraft von Computerspielen, die Schaffung von hochqualifizierten Arbeitsplätzen in diesem Bereich etc. rücken in den Mittelpunkt der Diskussion. Diesen Wandel haben wir mit angeregt und begrüßen ihn sehr.

stigma:

Zumindest im Fall des „Deutschen Computerspielpreises“ bekommt auch die Öffentlichkeit etwas vom Engagement der Industrie mit. Jedoch kam dieser nur durch den Ausschluss solcher Spiele zustande, die für Kinder- und Jugendliche nicht geeignet sind. Sollte sich die Industrie dafür, dass sie diese Auszeichnung ermöglicht hat, wirklich feiern lassen?

Martin Lorber:

Sicherlich konnte man mit dem Verlauf des Deutschen Computerspielpreises im vergangenen Jahr nicht gänzlich zufrieden sein konnten. Aber immerhin war es so, dass mit Uncharted 2 und Dragon Age: Origins zwei Spiele mit USK-Altersfreigabe 16 bzw. 18 nominiert wurden und damit prinzipiell als preiswürdig angesehen wurden. Das war schon einmal ein Fortschritt.

stigma:

Nach den eher akademischen Themen nun auch ein paar praktischere Fragen, die EA in der Hand hat: Das USK-Logo grinst den Käufer – jetzt in noch größer – auf jeder Verpackung entgegen, könnte EA mit standardmäßigen Wendecovern Abhilfe schaffen?

Martin Lorber:

Da müsste ich erst einen Kollegen fragen.

stigma:

Der Grundsatz Spiele wie „Bulletstorm“ auf keinen Fall durch Schnitte zu verstümmeln ist lobenswert (Anm.: Mittlerweile hat man sich offenbar anders entschieden). Allerdings besteht das immer präsenter werdende Problem des digitalen Vertriebs, bei dem deutsche Nutzer nicht selten von DLC ausgeschlossen sind. Gibt es Pläne bei EA diese Situation zu ändern? Eventuell sich mit Microsoft oder Sony an einen Tisch zu setzen um eine gemeinsame Lösung zu finden, wie man „jugendgefährdenden“ DLC auch deutschen Spielern zugänglich machen kann, die sich Titel aus dem Ausland importieren?

Martin Lorber:

Alle Beteiligten müssen sich an die Vorgaben des Jugendschutzgesetzes beziehungsweise des Jugendmedienschutzvertrages halten.

stigma:

Wie steht EA zu Activisions Entscheidung, die Uncut PC-Versionen der letzten beiden „Call of Duty“-Titel – angeblich aus rechtlichen Gründen – in Deutschland durch Verweigerung der Aktivierung unspielbar zu machen? Müssen wir in Zukunft ein ähnliches Vorgehen von EA befürchten?

Martin Lorber:

Die Politik von Activision möchte ich nicht kommentieren.

stigma:

Was ist aus dem Vorhaben geworden „Army of Two – The 40th Day“ in einer Version mit USK-Kennzeichnung anzubieten?

Martin Lorber:

Solche Pläne bestehen nicht.

stigma:

Waren dahingehende Berichte etwa eine Falschmeldung?

Martin Lorber:

Ja.

stigma:

Neben dem „Jugendschutz“ fühlen sich manche Gamer auch von dem einen oder anderen Folterinstrument der Publisher bedroht. Wer beispielsweise „GTA: IV“ mit der Möglichkeit zu Speichern spielen möchte und somit zusätzlich zur Onlineverbindung auch noch die Scheibe einlegen muss, kann sich schon etwas übervorteilt fühlen. Erst recht, wenn über Minuten das Einloggen fehlschlägt. Auf was für Schauerlichkeiten wird sich der Käufer von EA-Spielen zukünftig einstellen müssen?

Martin Lorber:

Generell kann ich nichts zu Spielen von anderen Publishern sagen. Grausamkeiten wird es von EA jedenfalls nicht geben (höchstens virtuell in Dead Space 2 J).

stigma:

Rechnet sich es eigentlich, an diesem Konzept festzuhalten? So war das seinerzeit mit einem der restriktivsten DRM-Systeme ausgestatte „Spore“ zugleich das meist kopierte Spiel 2008. Auch der Schutz von „Assassins Creed“ ist gebrochen und „Spellforce 2“ war ebenfalls ein Reinfall. Bei „Empire: Total War“ war das Spiel illegal sogar schneller als legal aus dem Netz herunterzuladen. Wie kann daran festgehalten werden Spiele mit Kopierschutzmaßnahmen anzubieten, die alltäglich allein den Käufer gängeln, aber für Nutzer von Tauschbörsen zum Teil schon vor dem Release geknackt worden sind (Warensicherungsanlagen in Supermärkten scheinen übrigens ähnliche Probleme zu haben)?

Martin Lorber:

Wir entwickeln uns auch auf dem Gebiet des Kopierschutzes beständig weiter. Generell halten wir es aber für legitim zu versuchen, Raubkopien zu verhindern. Natürlich aber soll ein Kopierschutz den Käufer möglichst wenig behindern.

stigma:

Nicht zuletzt bei mp3s musste man feststellen, dass auch größere Firmen DRM-Aktivierungsserver schlicht abschalten können. Würde EA, um Kunden zumindest etwas Sicherheit zu bieten, garantieren Aktivierungsserver für einen bestimmten Zeitraum – vielleicht bis zwei Jahre nach der Veröffentlichung – nicht abzuschalten, wie es u.a. vom VDVC in Form eines „Mindesthaltbarkeitsdatums“ vorgeschlagen wird? Oder dürfte man in solchen Fällen ohnehin mit einem Patch rechnen, der eine zukünftige Aktivierung auch ohne Server ermöglicht?

Martin Lorber:

Da muss ich zunächst mit den Kollegen in den Studios Rücksprache halten.

stigma:

Neben Kopierschutzsystemen entwickeln sich auch die Vermarktungsstrategien weiter. So sind viele Spiele zunächst „Free2Play“, während aber durch Micropayments, Spieleabbos oder Episoden-Spiele das Geld der Gamer zunehmend stark gebunden und Kaufkraft für vollwertige Titel fehlen könnte. Wie (besorgt) sieht EA diese Entwicklung und welche Zukunftsperspektive geben Sie ihr?

Martin Lorber:

Gerade durch das Internet eröffnen sich natürlich vielfältige neue Vermarktungs- und Distributionskanäle, die für EA und für die Gamer interessante und lohnenswerte neue Möglichkeiten eröffnen.

stigma:

Zurück zur Petition, was werden Sie mit dieser anfangen und welche Wirkung erhoffen Sie sich von dieser? Sie hatten als Protest gegen das Veto Bayern eine Petition initiiert, die mittlerweile die 30 000er-Marke überschritten hat. Was werden Sie mit dieser anfangen und welche Wirkung erhoffen Sie sich von dieser?

Martin Lorber:

Ziel der Petition war es, damit öffentlich auf die aus unserer Sicht unnötige Verlängerung des Kennzeichnungsverfahrens hinzuweisen und zu demonstrieren, dass eine solche Entscheidung vor allem aus Verbrauchersicht ärgerlich ist. Wir freuen uns sehr über die zahlreiche Unterstützung und darüber, dass wir „Dead Space 2“ nun, wenn auch später als geplant, mit der angestrebten „18+“-Kennzeichnung veröffentlichen können. Ich denke, dass Politik zur Kenntnis nimmt, dass wir von einer großen Zahl von Gamern sprechen.

stigma:

Bereits im Sommer 2009 äußerte EA Kritik an der USK, aber seitdem wurde es wieder eine ganze Weile still. Warum immer nur sporadischen Protest gegen deutsche Verhältnisse? Es erweckt den Eindruck eines simplen „Publicity Stunts“.

Martin Lorber:

Wir arbeiten sehr kontinuierlich mit der USK zusammen, wollen das System der Alterskennzeichnung in Deutschland aber stetig verbessern, damit es sich den sich verändernden Bedingungen anpasst. Kritik bleibt da natürlich nicht aus, da wir als Unternehmen auf ein funktionierendes System und die damit einhergehende Planungssicherheit angewiesen sind. Daher ist unsere Arbeit in diesem Bereich nicht „sporadisch“, sondern langfristig und kontinuierlich. Es handelt sich auch nicht um „Publicity Stunts“, sondern um eine verantwortungsvolle und zielgerichtete Arbeit. Aktionen, die auch öffentlich werden, sind nur ein Teil davon.

stigma:

Vielen Dank fürs Gespräch!

32 Gedanken zu “Interview mit EA

  1. TL;DR:
    EA ist/bliebt gesetzestreu im Sinne des „Jugendschutzes“.
    EA verheimlicht keine Zensuren.
    EA versucht Akzeptanz von Videospielen in D zu fördern.

  2. EA will halt Geld verdienen, was ich ihnen auch überhaupt nicht übel nehme. Dementsprechend diplomatisch sind eben auch die Antworten.

  3. Danke für die Unterbringung meiner Frage wegen Army of Two. Und Martin Lorber für die klare Beantwortung dieser!
    Man sollte eben nicht alles glauben was man liest…

    Sehr gutes Interview (auch sonst): ‚Es handelt sich auch nicht um „Publicity Stunts“, sondern um eine verantwortungsvolle und zielgerichtete Arbeit. Aktionen, die auch öffentlich werden, sind nur ein Teil davon.‘ Gefällt mir. Daumen hoch!
    @Wendecover
    Tatsächlich wüsste ich ad hoc kein Game mit Wendecover wegen dem USK-Logo. In der Filmindustrie scheint das mittlerweile wesentlich verbreiteter zu sein, obwohl die Covers eigentlich doch ähnlich produziert werden sollten… Was ich kenne sind lediglich Wendecover mit unterschiedlichen Motiven darauf, so wie bei Heavy Rain zum Beispiel. Ich hab als Österreicher aber womöglich auch zuviele PEGI-Versionen um das beurteilen zu können.
    @Medal of Honor
    „Einzelheiten dazu können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht veröffentlichen.“ Diese Äußerung überraschte mich wirklich: ich besorgte mir „Medal of Honor“ kürzlich aus UK für nur mehr 20 Euro (360). Auch hierzulande ist der Ladenpreis bereits unter 30 gefallen – der kommerzielle Flop scheint besiegelt, und dennoch kommt da vielleicht noch ein rechtliches Nachspiel? Ich bin gespannt :-) Hätte geschworen, dass die Sache mittlerweile gegessen ist.

  4. Gran Turismo 5 hat ein Wendecover

    Aber davon mal abgesehen… ich hoffe EA Deutschland strengt sich mehr an in Zukunft zur Schaffung der Möglichkeit für Erwachsene auch ungeschnittene Spiele lokal zu erstehen.

  5. @ Pyri

    Marvel vs. Capcom 3 (XBOX Version) hat auch ein Wendecover (freu ^^). Vielleicht wird der Trend jetzt größer, das wäre für viele Gamer erfreulich.

    Alles in allem ein gutes Interview auch, wenn die ein oder andere Antwort sehr diplomatisch oder ausweichend war.

  6. Es gibt keine „Raubkopien“ und es gibt keinen techn. Kopierschutz der UrhG-Verletzungen unterbindet und gleichzeitig „den Käufer möglichst wenig“ behindert. Mehr sage ich dazu nicht.

  7. @Green & all
    Danke für die Hinweise.
    Die PEGI-Version von Gran Turismo 5 hat auch ein Wendecover – mit zwei verschiedenen Motiven. Ebenso die vom schon älteren Valkyria Chronicles.

  8. Sehr schönes Interview und der Herr Lorber wirkt echt sympathisch. Es ist irgendwie komisch: Lange Zeit war EA auch in meinen Augen eine Firma, die Spieleserien gewissenlos ausschlachtete und nur Quantität bei zeitgleich enorm schwindender Qualität bietet.

    Das hat sich mMn in den letzten Jahren stark geändert und darüber hinaus sorgt der Herr Lorber für viel positive Reaktionen. Alleine das EA hier wirklich aktiv am Jugendschutz mitarbeitet und versucht diesen zu ändern, zu verbessern finde ich einfach super.

    So hat sich aus meiner Sicht alleine durch die Tatsache, dass EA mit Herrn Lorber einen guten öffentlichen Vertreter gefunden hat, das Image von EA sehr verbessert.

    Natürlich tragen Firmen wie UBISOFT mit ihren DRM-Maßnahmen auch dazu bei: Wird das Image der Konkurrenz deutlich schlechter, wirkt das Image von EA plötzlich makellos ;)

    Insgesamt honoriere ich die Bemühungen von EA bzgl der Jugendschutzprobleme allgemein damit, dass ich meine Blacklist „dieser Publisher nicht“ schon vor langer Zeit um „EA“ reduziert habe und wieder einfach nur auf das Spiel schaue, statt schon beim Anblick des Publishers weiter zu gehen (so ist es aktuell u.A. bei UBISOFT der Fall).

    Auch bin ich sehr gespannt angesichts der rechtlichen Schritte, die EA einleiten könnte/würde/wird/… wenn Spiele in DE keine Freigabe erhalten.

    Ich denke mal, wenn es hier wirklich konkret wird, dann kann man auch mal ein „nettes Spiel“ (also Durchschnittskost) von EA kaufen, weil man weiß, dass man damit derartige Aktionen unterstützt :)

  9. hm, ein Marketingler (und nichts Anderes ist Lorber) preist seine Firma und erzählt sie täten was um das System weiterzuentwickeln und das wird direkt geglaubt? :D Is ja süß
    Hm, aber so lange die meine Lieblingsspiele in dilettantischster Weise weiterverhunzen sind sie mir unsympathisch, egal was ein Marketingler erzählt.

  10. @ThomasR04IG
    Es geht und ging ja auch nie um Kopien mit diesen DRM-Unsinn im Gamesbereich sondern um die Trockenlegung des Gebrauchtsmarktes aber DAS wird EA niemals nicht zugeben (wollen und können).

  11. @maSu
    Ich glaube viel davon ist dem CEO John Riccitiello zu verdanken. Ich halte nach wie vor viel von dessen Führung.
    Leider sollte man vielleicht jedoch hinzufügen, dass EA wirtschaftlich nicht unbedingt gut dasteht: Michael Pachter hält den Konzern etwa so für gerade noch profitabel…
    Ich finde auch, dass sich die langjährigen Reihen/Franchises – etwa im Sportbereich – sehr gut machen. Gerade ein FIFA steht selbst im (PC-)technikfokussierten Deutschland gegenüber der Konkurrenz von Konami immer besser da. Beim NHL-Eishockey hat man 2K sowieso schon längst hinter sich gelassen und beim American Football ist man wegen dem Lizenz-Monopol unangefochten. Selbst das kommerziell unglückliche MMA-Experiment wird bei der Pflege der Box-Franchise wohl nicht allzu sehr geschadet haben. EA Sports, Die Sims und die RPG-Abteilung mit Bioware werden so auch kommerziell erfolgreich sein und bleiben. Wenn man in dieser Industrie, wie letztes Jahr beim NBA-Basketball, einen vermeintlichen Toptitel kurz vor Release und nach bereits erfolgter Demo-Veröffentlichung, einstampft, gehen viele Resourcen aber wohl notgedrungen verloren.
    Oder, wie gestern bekannt wurde, das nächste SSX womöglich noch bis zu zwei Jahre brauchen wird.
    Activision ging mit der Stillegung der „Hero“-Musikspiel-Sparte ja noch weiter…
    Eine Cashcow wie sie im Hardcore-Bereich Activision mit WOW und Call of Duty hat fehlt EA ja immer noch.
    Spannend wird aus meiner Sicht vor allem werden wie sich Battlefield 3 am Markt positioniert

  12. Leider wird BF3 aber kein Win XP und auch kein DX9 mehr unterstützen, damit fallen viele Kunden wohl weg, denn zig Gamer schwören nach wie vor auf XP (Wenn ich da an die Langsamkeit von Vista und an die geringe Kompatibilität bei Win 7 64 zu unzähligen Spielen und Programmen denke wundert mich das auch nicht).

  13. Schön, dass hier noch mehr Activision zum kotzen finden ^^. BTW die wollen Take 2 übernehmen, wäre schade wenn ihnen auch noch Take 2 gehören würde (plus alles was dran hängt).

    EA dagegen hat sich in den letzten Jahren hingegen gebessert (da muss ich Pyri zustimmen). Gerade als großer Fifa Fan (seit 5 Jahren jedes Fifa gekauft außer die EM und WM Versionen) muss man hier die Entwicklung loben.
    Naja COD wird sich irgendwann auch totreiten, wer kauft sich den bitte jedes Jahr ein neues COD? (man muss hierbei die größere Konkurrenz als z.B. Fifa beachten). Guitar Hero und was sonst noch gab, wurde von Activision auch totgerieten solange es ging.

  14. @Doktor Trask
    Steam-Hardware-Umfrage Dez. 2010: Win7 x64 35% Anteil, Win7 x86 11%, XP x86+x64 25%, Vista x86+x64 23%. Und bis BF3 erscheint wird sich der Anteil an neuen Windows 7 PCs sicherlich noch einmal erhöhen.

  15. Richtig Tremayne..
    Reicht schon das die konsolen dafür sorgen das kaum ein game aktuelle PC hardware ausreizt, da brauchen wir nicht auch noch ein fast 10 jahre altes betriebssystem das zusätzlich bremst.

    Zumal Win7 eine wirklich gute „alternative“ ist…

  16. @Densor: Konsolen-Bashing musst Du hier nicht betreiben! Es reicht (mir) schon, wenn GameStar, PCGames & Co dies tun – genau deswegen kaufe ich keine Spielezeitschriften, weil es immer heißt „wegen den Konsolen“ bekommen die PCler die schlechtere Grafik – aber trotzdem wird Kinect für den PC gehackt, und der XBOX360-Controller funktioniert auch für viele Games.

    Es ist nicht, so das die Konsolen dafür sorgen, dass aktuellen Hardware nicht ausgereizt wird – z.B.: Crysis 2 soll auf dem PC das *beste* Game mit der *besten* Grafik werden. Nicht jeder kann sich einen aktuellen, leistungsstarken Gamer-PC leisten – und da ist die XBOX360 für mich oder die PS3 für Kollegen eine (gute) Alternative.

    Ich arbeite z.B. die größten Teil meiner Arbeitszeit am PC – und wenn ich mich abends oder am Wochenende entspannen will, ist die Konsole für mich viel besser geeignet – vom Sofa aus spielt es sich für mich viel entspannter, vom am Schreib- oder PC-Tisch.

  17. @Densor & Tremane
    Da Steam gerne Meinungsmache betreibt und deren Umfragen genauso repräsentativ sind wie die von der Bild-Zeitung gebe ich auf das Ergebnis nicht viel und euch würde ich es auch anraten nicht alles zu schlucken was man euch auf Seiten der Industrie vor die Füße wirft, die wollen verkaufen, da wird gerne mal mit falschen Werten um sich geworfen, ich weiß das weil die Unternehmen für die ich arbeite sowas auch gerne mal tun.

  18. Naja gut, wenn das alles gefälscht ist, dann bleibt mir wohl nur, meinen eigenen Erfahrungen zu glauben. In meinem persönlichen Umfeld ist der Anteil an Windows XP bei: 0%. Ich kenne ernsthaft keinen meiner Freunde oder auch einen Kommilitonen, der noch XP einsetzt. Sogar die Leute, die nur mit ihrem PC/Notebook arbeiten nutzen 7/Vista oder einen Mac^^

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