Anregung zur Diskussion?


(Zeit/games.ch/gamona) „Ego-Shooter“ sind böse – deren Nutzer auch. Das ist für manche Journalisten offenbar eindeutig. Nur die Art, wie dies dem Leser vermittelt wird, kann sich doch unterscheiden. Während bei der Zeit (Siehe Bild) die negative Wertung doch recht offen präsentiert wird – so heißt es im Artikel:

„Die Angst vor leeren Kasernenhöfen, vor einer Armee, die zum sozialen Auffangbecken oder gar zum Spielfeld für die Generation Egoshooter verkommt, begleitete die Diskussion um die Bundeswehrreform.“

lässt man an anderer Stelle scheinbar Raum für Diskussion. Das ist zumindest Inhalt der Stellungnahme, die Games.ch von der Sonntagszeitung erhalten hat. Grund für die Anfrage war eine Werbung, deren Symbolik die Schweizer Gamer für fragwürdig halten.

Zur Meldung

Aber auch in Übersee gibt es eine gewisse Tendenz: In Brasilien schrieb eine Zeitung vor dem Hintergrund eines Amoklaufs in Rio de Janeiro, dass der Täter Spiele wie „GTA 4“ und „CounterStrike“ gespielt habe, in denen es „mehr Punkte für das Töten von Frauen, Kindern und alten Menschen“ gebe. Nach Protesten von Spielern wurden diese falschen Behauptungen entfernt.

9 Gedanken zu “Anregung zur Diskussion?

  1. Dazu aktuell vielleicht auch noch der Hinweis auf ein angeblich ebensolches Fehlen von „Schmeichelhaftigkeiten“ bei anderen Motiven dieser Werbekampagne von der Sonntagszeitung in der Schweiz : http://www.sonntagszeitung.ch/ueber-die-zeitung/werbung/
    Bei einem Verhältnis zwischen Arzt und Patient in der Medizin gibt es jedoch keine Diskriminierung so. Da hätten sie schon zwischen den Ärzten unterscheiden müssen um es mit dem Gamer-Plakat vergleichen zu können. Jugendliche bleiben schließlich Jugendliche.

  2. @schweizer sonntagszeitung: ist doch ganz klar. im bild sehen wir die casual-gamer und solche, die spiele nicht sonderlich ernst nehmen und deswegen höchstens mal inhaltslose spiele wie moorhuhn spielen. rechts steht der hardcore-gamer, der spiele mit mehr tiefgang und action bevorzugt. da er sich seinen voreingenommenen mitschülern nicht anpassen will, wird er ausgegrenzt, was dann bei ihm zu depressionen führt, sodass er nicht mal mehr ein lächeln für ein gruppenfoto erzwingen kann. die depressionen führen widerum zu schlafmangel und drogenkonsum, wodurch die blasse hautfarbe und die dunklen augenränder zu reklären sind. ein schrei nach hilfe sind offensichtlich die farblosen klamotten.
    eindeutig wird hier die diskriminierung von hardcore-gamern verdeutlicht. deswegen auch „mit der sonntagszeitung sind computerspiele mehr als nur computerspiele“. soll heißen, computerspiele sind nicht nur ein unwichtiges hobby, sondern eine ernstzunehmende leidenschaft und kunst, wie film, buch und musik.

  3. Mir kam das Bild aus der Sonntagszeitung eher ironisch vor. Dafuer ist es einfach zu offensichtlich. Erinnert mich an die „Kunstwerke“, die wir in der elften Klasse machen sollten. Kamen auch aehnliche Bilder raus – vielleicht muss da Jemand seinen Doktor abgeben ;).

  4. Realsatire:

    „Im Artikel kommt das Wort Egoshooter nicht mal vor, was mir die Frage aufdrängt, was der Zweck der Überschrift sein soll. Sollen alle Egoshooter-Spieler als unmännlich oder dumm […] oder gar schießwütig dargestellt werden?“
    „Teil entfernt. Bitte verzichten Sie auf pauschale Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/wg“

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