„Computer-Kriegsspiele wie „World of Warcraft““

Die Nachrichtenagentur AFP hat in einer Meldung mehrere Beschäftigungen des Täters genannt, wozu auch die Nutzung von Videospielen gehören soll. Weniger als der Umstand, dass neben der Tätigkeit als Leiter eines Bio-Bauernhofs auch Videospiele aufgezählt werden, verwundert die Bezeichnung von „World of Warcraft“ als Kriegsspiel, auch wenn das dem Titel nach nicht allzu fernliegend ist:

Er sei der Leiter eines Bio-Bauernhofs, Junggeselle und interessiere sich für die Jagd sowie für Computer-Kriegsspiele wie „World of Warcraft“ und „Modern Warfare 2„. „, afp.

Während manche Formate statt der „Kriegsspiele“ nur von einem „Computerspiel“ (spon) oder „Computer Rollenspiel“ (mopo) sprachen, haben andere Nachrichtenseite die Wortwahl (zunächst) übernommen:

… Computer-Kriegsspiele wie „World of Warcraft“ und „Modern Warfare 2„.“, zdf.
„… Computer-Kriegsspiele wie World of Warcraft und Modern Warfare 2.“ zeit.
„… Computer-Kriegsspiele wie „World of Warcraft“ und „Modern Warfare 2″.„, standard.

Bei der Zeit und dem Standard wurden die Passagen mittlerweile gestrichen, bei letzterem heißt es nun:

„Er sei der Leiter eines Bio-Bauernhofs, Junggeselle und interessiere sich für die Jagd.“

Auch bei der AFP-Meldung ist es zu Änderungen gekommen. Doch statt auf den martialischen Begriff der „Kriegsspiele“ oder den Plural zu verzichten, wurde schlicht der der Meldung entgegenstehende Sachverhalt weggekürzt:

„Er sei der Leiter eines Bio-Bauernhofs, Junggeselle und interessiere sich für die Jagd sowie für Computer-Kriegsspiele.“

43 Gedanken zu “„Computer-Kriegsspiele wie „World of Warcraft““

  1. Gerade bei N24 hat die Kriminalpsychologin Birgitta Sticher Computerspiele als Teil der Ideologie eines solchen Täters bezeichnet sowie auch als typische Profilmerkmal genannt, wobei diese – wie auch andere Faktoren – auch Menschen spielen würdne ohen derartige Taten zu verüben.

  2. Läuft grade auch bei NTV in der Endlosschleife „Killercomputerspiel World of Warcraft“ sei eine mögliche Ursache für die Tat des Attentäters.
    Es ist einfach nur abscheulich das unsere Nachrichtensender ein so trauriges Ereignis dafür missbrauche, um ihre erbärmliche Hetze gegen ein anderes Medium unters Volk zu bringen.

  3. Schlimm, das bei so wichtigen Themen diese Seitenhiebe aufs Spielgenre sein müssen, völlig überflüssig.
    Und das führt dann natürlich auch wieder zu peinlichen Kommentaren „unserer“ Seite bei solchen News.

  4. Ich fasse mal zusammen: Junggeselle – Killerspieler – Rechtsextremer – christlicher Fundamentalist – Kafka-Fan (!) – Sportschütze… Was vergessen?
    So traurig das Ereignis auch ist, so widerwärtig die Lust mit der sich die Medien rundum auf das Thema stürzen. Aber gut, dass Stoltenberg auch weiterhin auf eine „offene Gesellschaft“ setzen will – wie sähe denn die Alternative aus?

  5. @Rey Alp – Nicht 100% wörtlich, aber wenn du dir sicher sein willst schalte NTV ein, die haben momentan nichts anderes am laufen.

  6. Das ganze ist bei uns im Büro auch wieder Tagesthema und wie wieder Verbindungen zu Aktion/Horrorfilmen und Computerspiele gezogen werden bzw. wie meine Kollegen drüber hetzen, das nervt schon sehr.

  7. Scheint ja mittlerweile egal zu sein, wo der Amoklauf stattfindet oder wer der Täter ist – Solange letzterer im spielfähigen Alter ist, muss er förmlich von den bösen K-Spielen zur Tat getrieben worden sein. Und WoW trägt ja sogar noch WAR im Namen, also wenn das kein eindeutiger Beleg für dessen Einfluss Tat ist! *sarkasm*
    .
    Sarkmus beiseite. Die Tat ist schlicht unbegreiflich schrecklich. Schuldzuweisungen und jegliche Schnellschüsse verbietet eigentlich der Anstand und Menschenverstand, doch offenbar fehlt eben jener den „Experten“ bei den Medien. Kann man schon mal darauf warten, dass die „üblichen Verdächtigen“ zu in Talkrunden Wort kommen. Die extrem-Sezierung jedes kleinen Brockens an Infos und Gerüchten hat ja bereits begonnen, siehe NTV aber auch ZDF, Phoenix, u.a.
    .
    @purchaser
    Er war offenbar noch Landwirt, worüber er an die Chemikalien für die Bombe hätte kommen können.

  8. @Crusader
    Die Sachen die man für eine Bombe braucht bekommt man für wenig Geld in jeden Baumarkt aber natürlich kann er in seinen Beruf auch an das kommen was er brauchte.

  9. War der Täter von Oklahoma City nicht auch Landwirt?
    Immerhin haben die einschlägigen Talkshows derzeit Sommerpause.
    N-TV kann ich zum Glück nicht empfangen.

    BILD hat „World of Warcraft“ natürlich auch auf der Startseite.

  10. Ich bin gespannt was daraus noch resultiert. Jetzt kann ja auch mit ein einer „schädlichen Wirkung“ bei Erwachsenden argumentiert werden…

  11. @“Rainald Becker“ … ne ich rege mich jetzt nicht auf… man kan vermuten in welcher Partei er ist oder welche er so wählt… ansonsten hat mir heute früh schon das oben genannte „Kriegs-Computerspiele“ genügt.

  12. Ich würde nicht abstreiten wollen, dass die neueren Medien viel zur Radikalisierung von Einzelpersonen schon beigetragen haben.
    Auch Computerspiele würde ich davon grundsätzlich niemals ausnehmen –
    Es ist doch so, dass das Internet da was ganz bestimmtes geschaffen hat – man schaue sich diese ganzen „islamkritischen“, homophoben Netzwerke an die es gibt, in unterschiedlichster Form: nämlich dass Menschen mit solchen Partikularinteressen und Weltanschauungen die sich früher höchstens per Briefverkehr und sekundär über einschlägige Literatur austauschen konnten heute über Foren etc. leichter auch Bestätigung in ihren teils wohl wahrlich verrückten, total irrsinnigen Ansichten finden.
    Da gibt es Pädophile die sich als „Pädosexuelle“ präsentieren, alle möglichen Fetische werden bedient, usw. usf.

    Was dabei allerdings nicht berücksichtigt wird ist, dass es da auch eine andere Seite von gibt, nämlich dass je mehr Leute so virtuell zusammenkommen auch die Tendenz sich vergrößern wird, dass man doch nicht einer Meinung ist, weil man doch auch wieder nicht soviele Gemeinsamkeiten unbedingt entdecken wird. Dann wird sich zerstritten
    Gerade die politischen Ränder sind ja fürchterlich zerstritten.
    Das hab ich heute wieder bemerkt, als ich mich in der Szene auf einschlägigen Seiten mal umgehört habe: so wurde auf PI-News die Tat zu einer Katastrophe für ihre Sache erklärt, bemerkenswerter Weise, während sich noch weiter rechts sich gar nicht so sehr von den angeblich weinerlichen PI-News deshalb distanziert werden konnte, etc.
    Natürlich, das Rezept deutscher „Kulturkritik“, also noch mehr Normen, kann dabei auch nicht aufgehen: ich denke man muss im Gegenteil vor allem lernen das Fremde in jedem Anderen zu akzeptieren. Egal ob der Mensch nun einen Migrationshintergrund, eine Behinderung, andere Sexualität, Geschlecht, Hautfarbe, soziale Herkunft, Bildungsniveau, Geschmack oder Empfinden hat.

    Das Fremde ist nicht nur, wie es die deutsche Bundeskanzlerin heute bedenklich von sich gegeben hat, „vermeintlich“ da – als Feindbild. Nein. Das gibt es schon. Und zwar überall. Doch das ist keineswegs unbedingt etwas Negatives, man muss lernen damit umzugehen.
    In jeder zwischenmenschlichen Beziehung gibt es Fremdheiten, auch bei Familie: Kindern, Eltern, Partnerschaften. Nicht nur in anderer Religion ist Toleranz gefragt.
    Fremdheitserfahrungen, sogar in sich selbst, in das eigene Innenleben hinein, gehören zur human condition einfach dazu. Sind Bestandteil jeder menschlichen Erfahrung.

    Ich habe unlängst einen interessanten Vortrag von Dan Diner gesehen wo dieser festgestellt hat was gerade eine islamisch geprägte Kultur in der europäischen Gegenwart so durchmacht. Wie sie hier auf die Realität von einer Relgion als Konfession stößt, damit konfrontiert wird, wo sie in ihrer eigenen Welt noch auf ein bis in die fundamentalen Rechtssysteme hinein von Religion durchdrungenes Geflecht zu tun hatte, wobei es hier in Europa dann eben nicht um Oberflächlichkeiten wie Integration oder Dialog geht: http://www.youtube.com/watch?v=86FFAiCLUz0
    Das Erbe einer europäischen Aufklärung kann aus meiner Sicht so jedenfalls (auch) nur sein sich ständig selbst zu hinterfragen und gegebenenfalls auch neu zu erfinden.
    Die europäischen Sozialdemokratien scheinen auf diese Entwicklungen ja leider auch (noch immer) keine Antwort zu haben weil sie viel zu fest in industriellen Normierungen gewachsen sind, doch wir leben nunmal längst in einer postindustriellen Gesellschaft – mit unsicheren Beziehungen, Verhältnissen an allen Orten.

  13. Es nervt tierisch, dass wirklich aus allem ein Grabenkampf zwischen Links und Rechts konstruiert werden muss.
    Die Medien sollen endlich damit aufhören die Tat zu politisieren, vor allem weil sich der Täter gar nicht eindeutig in eine Schublade stecken lässt.

  14. Liebe Journalisten:
    Nach knapp 40 Jahren Videospielen ist
    fast jeder junge Erwachsene ein „Gamer“. Bis auf euch selbst, wie mir scheint.

  15. Nicht das jemand denkt, dass ich mich seinem kranken Manifesto hingeben würde, aber in einem Forum hat jemand eine interessante Stelle daraus zitiert:

    „Present a ”credible project/alibi” to your friends, co-workers and family. Announce to your closest friends, co-workers and family that you are pursuing a ”project” that can at least partly justify your ”new pattern of activities” (isolation/travel) while in the planning phase.

    F example, tell them that you have started to play World of Warcraft or any other online MMO game and that you wish to focus on this for the next months/year. This ”new project” can justify isolation and people will understand somewhat why you are not answering your phone over long periods. Tell them that you are completely hooked on the game (raiding dungeons etc). Emphasise to them that this is a dream you have had since you were a kid. If they stress you, insist and ask them to respect your decision. You will be amazed on how much you can do undetected while blaming this game. If your planning requires you to travel, say that you are visiting one of your WoW friends, or better yet, a girl from your ”guild” (who lives in another country). No further questions will be raised if you present these arguments.

    Blaming WoW is also quite strategic due to another factor. It is usually considered ”tabu” or even shameful in our society today to be hooked on an MMO. By revealing ”this secret” to your close ones you are therefore (to them at least) entrusting them with your innermost secret. Usually they will ”contribute” to keeping this secret for you which can be very beneficial. (If people from your ”secondary” social circle ask them they will even usually ”lie” on your behalf (giving you alibi), in order to keep your MMO project a secret.“

    Mir kommt da die Frage auf, ob er World of Warcraft unter diesem Aspekt überhaupt gespielt hat.

  16. Die heutige Sonntag Aktuell schießt den Vogel ab:

    „Seiner Facebook-Seite zufolge, die wie andere Internetquellen von der Netzgemeinde noch in der Nacht zum Samstag aufgespürt und gesichert wurde, ist er christlich und konservativ, geht gerne jagen und spielt das Ballerspiel „World of Warcraft“.“

  17. @Sunstar:
    Kriege da aktuell nur die Meldung „Currently undergoing some maintenance. Please try again later!“ Mal gucken, ob nach der „Wartung“ noch immer alles so ist, wie du und Trask schreiben. ;)
    .
    @Pyri:
    „Ich denke man muss im Gegenteil vor allem lernen das Fremde in jedem Anderen zu akzeptieren. Egal ob der Mensch nun einen Migrationshintergrund, eine Behinderung, andere Sexualität, Geschlecht, Hautfarbe, soziale Herkunft, Bildungsniveau, Geschmack oder Empfinden hat.“
    Genau die Botschaft hat mir Star Trek in meiner Jugend beigebracht, wobei da auch ein universeller Verhaltenskodex wichtig war. In Schule, Gesellschaft, Politik, und selbst (teilweise) in der Uni habe ich auf solche sinnvollen Botschaften hingegen vergebens gewartet. In letzterer wird bei uns grad von einigen linken Gruppen kräftig gegen Andere gehetzt, wobei die „Anderen“ tendenziell jene sind, die nicht nach der der Verwirklichung sozialistischer oder kommunistischer Ideologien streben. Leider wissen auch an sich kluge Menschen nicht immer, dass die von dir beschriebenen Ideale so erstrebenswert sein sollten.

  18. @X
    Würde das Game World of Fantasy heißen hätte es ganz bestimmt nicht ganzen den Ärger den es hat(und wären wir Deutschen nicht so Technikfeindlich und allen neuen und fremden gegenüber so abweißend hätte es bei uns überhaupt keinen Ärger).

  19. @Crusader
    Ja die Star Trek Welt habe ich auch immer um ihre Art des Lebens und Miteinanders beneidet ABER wenn man Star Trek kennt weiß man das die auch lange gebraucht haben um dahin zu kommen wo sie sind, die hatten sogar den 3 Weltkrieg schon gehabt, wird zbsp. im Film Star Trek Der erste Kontakt erwähnt.

  20. omg fängt das schon wieder an?
    da läuft ein extremer christlicher fundamentalist und nationalist ballernt durch die gegend und das einzige was diesen schundblättern wieder einfällt sind videospiele?
    ich bin dafür die pressefreiheit in deutschland endlich abzuschaffen bzw. stark zu beschneiden, wenn lügengeschichten und märchen weiterhin als legitimes mittel zur erhöhung der verkaufszahlen erlaubt bleiben.
    und wie immer haben die polizei noch nichts an die öffentlichkeit weitergegeben, was der täter, und der lebt diesmal, wirklich zu dieser tat getrieben hat.
    als nächstes heisst es wahrscheinlich: „amy winehouse hat sich den goldenen schuss gegeben, weil sie bei counterstrike immer mehr frust angestaut hat“

  21. Ich finde solche Pauschalisirungen toll. Vielleicht sollten wir Computerspieler auch anfangen, sämtliche dieser Medien pauschal als Hetzhournaillen zu bezeichnen.
    Keinen Unterschied mehr machen zwischen BLÖD, Spitzel online und wie sie sich alle nennen.
    Einfach nur pauschal ‚die Hetzjournaillen haben wieder Lügen verbreitet.“

    Sorry, aber ich bin es langsam Leid, dass diese angeblichen Informationsmedien ungestraft solchen mies recherchierten Müll verbreiten dürfen.

  22. Um mich mal als „Bauer“ zu Wort zu melden: Im „Pfälzer Bauer“ (landw. Fachmagazin) wird auch keine News zu dem Thema veröffentlicht, weil er Rüben anpflanzte. Ich tät‘ mir die News sparen und stattdessen über andere interessante Dinge berichten.

    Der Amoklauf ist schrecklich, gehört aber sicher nicht auf Stigma Videospiele.
    Oder wird demnächst auch darüber berichtet, dass ein Krebskranker Computerspiele gespielt hat und man nun vermuten könnte, dass Computerspiele Krebs verursachen? Das jemand im Alter von 13-35 Computer spielt ist überhaupt nix besonderes. Das jemand Fernsehen geschaut hat, berichtet immerhin auch keiner mehr…

  23. Um der Verwirrung mal entgegezuwirken, hier die Aussagen aus dem Manifest:

    „I just bought Modern Warfare 2, the game. It is probably the best military simulator out there and it’s one of the hottest games this year. I played MW1 as well but I didn’t really like it as I’m generally more the fantasy RPG kind of person – Dragon Age Origins etc .and not so much into first person shooters. I see MW2 more as a part of my training simulation than anything else. I’ve still learned to love it though and especially the multiplayer part is amazing. You can more or less completely simulate actual operations.“

    „I am currently watching Dexter, the series about that forensic mass murderer. Quite hilarious. I’m also looking forward to watch the new movie-series about Carlos the Jackal (the Marxist-Islamist and Che wannabe scumbag). Hopefully, it will be as good as the Baader Meinhof Complex. I really enjoyed that one. Oh, and I’m also playing Fallout 3 –
    New Vegas atm after just finishing Bioshock 2. I’m also going to try the new World of Warcraft – Cataclysm when it is released in December. Time to dust of my mage… “

    „I also played World of Warcraft part time (which had been a dream for some time – hardcore raiding. I lived very ascetic and relatively isolated in this period. These three years would also contribute to detach myself from my “old life”. It’s a process I used in order to isolate myself from most of my network, in preparation for the coming operation. I feel that this period was needed in order to completely ”detach myself from “the game”, my “former shallow consumerist lifestyle ” in order to ensure full focus on the matters at hand.“

    „Marksmanship training
    Target practise is likely going to be a problem for many people in certain countries (urban Europeans like us, ouch. Consider taking a vacation to a country where you are able to
    train in marksmanship or join a gun club. Simulation by playing Call of Duty, Modern Warfare is a good alternative as well but you should try to get some practise with a real assault rifle (with red point optic) if possible.“

    „Training Facilities
    Traditional military training facilities focused on physical conditioning and skills training. Newer facilities make extensive use of computer simulations of various kinds to provide more hours or training in more realistic situations at lower cost and with lower risk to personnel. Temporary arrangements can be made with the local gun club, the local gym and an internet café which facilitates multiplayer Modern Warfare 2 simulation.“

  24. @WindWaker
    Wenn die Berichte das er Gamer war/ist und das Games ihn angeblich zur Tat gebracht hätten und er damit seine Handlungen trainierte dann gehört sowas sehr wohl auf Stigma erwähnt.

  25. @WindWaker

    Ich war mir auch nicht sicher, ob ich was schreiben sollte. Vorallem wenn die Nutzung von Videospielen wie ein normales Hobby aufgezählt wird, gibt es daran ja nichts auszusetzen. Zum Teil wird aber impliziert oder ausdrücklich geschrieben, dass das was mit der Tat zu tun hätte. Der Grund weshalb ich diese konkrete News geschrieben habe war letztendlich die Einordnung World of Warcrafts als Kriegsspiel und der Umstand, dass zwei Artikel im nachheinein korrigiert wurden.

  26. Wenn ich mir das so durchlese, klingt es für mich einfach so, als ob er das Videospielen an sich bewusst in den Dreck zieht.

  27. @WindWaker
    Wem sollte das auch überraschen: „Konsumerismus“ – das ist vielfach die Diktion einer Gegnerschaft von Videospielen als Kommerz, gedankenloser Tätigkeit und sinnlosen Zeitvertreib: „Sinn“ macht in dem fürchterlichen Fall leider eher dieses abscheuliche, bestialische Verbrechen.
    Man wird sich deshalb aber auch nie gegen die Idee richtig wehren können, dass Videospiele zumindest dabei helfen solche Handlungen zu produzieren – ja weil der glaubt vielleicht wirklich, dass so ein Spiel ein gutes Training, eine gute Übung darstellt. Man kann aber auch nicht sagen was im noch alles zu seinen Taten inspiriert hat, und sich auch nicht dagegen stellen. Von den ganzen europäischen Geistesgrößen die er da noch zitiert angefangen.
    Man wird hoffentlich nicht (wieder) so eine Schiene gegen dieses neue Medium fahren – denn wäre man ehrlich(er) müsste man eher eine (Mit-)Schuld bei diesen ganzen historischen christlichen Denkern Europas sehen. Und wie absurd das wäre leuchtet hoffentlich häufiger auch ein.

  28. Selbstverständlich müssen die Spiele bei BILD & Co. erwähnt werden. Schließlich sind konservativ, christlich, „islamkritisch“ doch allesamt gute Eigenschaften, die niemals zu einem Massenmord führen könnten…

  29. @Trask:
    „ABER wenn man Star Trek kennt weiß man das die auch lange gebraucht haben um dahin zu kommen wo sie sind, die hatten sogar den 3 Weltkrieg schon gehabt, wird zbsp. im Film Star Trek Der erste Kontakt erwähnt.“
    .
    Stimmt, erst schwingen sich genetisch veränderte Menschen zu den neuen Herrschern auf, dann geht das große Sterben los und dank den Vulkaniern wirds Jahre später doch friedlich. Immerhin haben die Menschen daraus gelernt und irgendwann mit fast allen Völkern (zumindest zeitweise) Frieden geschlossen. Rückblicken finde ich die Zukunftversion recht naiv und glaube mittlerweile es wird eher so ablaufen wie in Blade Runner oder DeusEx.

  30. Christlich – konserativ …hmmm… da wird wohl wieder jemand aus allen Rohren auf uns feuern (verbal) nicht zuletzt damit niemand auf die Idee kommt diese schreckliche Tat habe irgendwas mit Christlich-konserativen Werten und deren nähe zu rechtem und nationalistischen Gedankengut zu tun.
    Nicht das die Gefahr bestünde das Christentum hierdurch im Ansehen leiden könnte (das bekommen die schon auf ganz andere Weise selbst hin).

  31. „Selbstverständlich müssen die Spiele bei BILD & Co. erwähnt werden. Schließlich sind konservativ, christlich, “islamkritisch” doch allesamt gute Eigenschaften, die niemals zu einem Massenmord führen könnten…“

    Trollst Du kleiner Jude jetzt auch hier rum? Süß.

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