Coop Norway streicht u.a. WoW aus dem Sortiment (Update)

(ichspiele) Die Einzelhandelskette Coop Norway hat als Reaktion auf die Anschläge in Norwegen zunächst vorläufig 51 Produkte, unter anderem auch Videospiele, aus dem Sortiment genommen. Betroffen sollen auch die Titel „World of Warcraft“ und ein Teil der „Call of Duty“-Reihe sein, die der Attentäter nach seinem Facebook-Profil gespielt hatte sowie in seinem „Manifest“ als Teil seiner Vorbereitung bezeichnete. Nach dem Amoklauf in Winnenden hatten bereits Galeria Kaufhof, Media Markt und Marktkauf Videospiele „ab 18“ aus den Regalen genommen oder sogar vollständig aus dem Sortiment entfernt.

Zur Meldung

Update:

Nach onlinewelten.com wurden World of Warcraft, Call of Duty 4: Modern Warfare, Homefront, Call of Duty: Black Ops, Call of Duty: Modern Warfare 2, Call of Duty: World at War, Sniper Ghost Warrior und Counter-Strike Source aus dem Sortiment genommen. Der Direktor lässt jedoch erkennen, dass es sich dabei nur um eine zeitlich beschränkte Maßnahme handeln wird:

„Ich wäre nicht überrascht, wenn andere das gleiche tun würden. Wir müssen sehr vorsichtig darüber nachdenken, wann wir diese Dinge wieder ins Sortiment aufnehmen wollen. Der Geschäftsgedanke dahinter spielt allerdings keine Rolle.“

21 Gedanken zu “Coop Norway streicht u.a. WoW aus dem Sortiment (Update)

  1. Und wieder die üblichen Alibi-Reaktionen, damit man nach außen hin zeigen kann, dass man „etwas tut“ – auch wenn es erwiesenermaßen völlig sinnbefreit ist.
    .
    Reine PR, damit die Kunden sich besser fühlen… und man selber auch.
    .
    Wen hat’s überrascht? Wer regt sich deswegen (noch) (immer) auf?

  2. Was soll das denn bewirken? Ich würde Herrn Stokke gern einmal fragen, ob er glaubt, dass ohne diese Spiele und das besagte Spielzeug in seinen Läden der Massenmord zu verhindern gewesen wäre. Das hat doch mit den Ursachen der Tat überhaupt nichts zu tun. Selbst wenn man den Games Trainingspotenzial zugestehen würde, das hat Breivik nicht zum Morden motiviert.
    Schön die Augen zumachen, ihr braven Bürger.

  3. omg fallen die leute tatsächlich auf diesen typen rein?
    ich könnte es ja noch verstehen, wenn die baumärkte kunstdünger aus dem sortiment nehmen und das der private waffenbesitz verboten werden würde, aber davon höre ich nichts, aber spiele?
    verbietet spiele, verschenkt waffen? ist das die tolle strategie solcher gutmenschen?

  4. Wie auch Kaufhof, etc. wird Coop mit diesen Titeln schon länger rote Zahlen schreiben – wer kauft schon Videospiele im Kaufhaus? Wahrscheinlich wurde der Anschlag als „willkommener Anlass“ genutzt, um sich von diesem unrentablen Teil des Sortiments zu trennen. PR-Gehasche würde ich es nicht nennen, eher Vermeidung von negativer PR („Coop streicht Angebotspalette zusammen“).

  5. “Ich wäre nicht überrascht, wenn andere das gleiche tun würden.
    Wir müssen sehr vorsichtig darüber nachdenken, wann wir diese
    Dinge wieder ins Sortiment aufnehmen wollen. Der
    Geschäftsgedanke dahinter spielt allerdings keine Rolle.”

    klar der Geschäftsgedanke spielt ja überhaupt keine rolle…..
    und was haben eigentlich die ganzen spiele ausser cod6 und wow mit dem anschlag zu tun?
    so ein FAIL

  6. Verwirrend.
    Zuerst heißt es im verlinkten Artikel, dass „die Waren zunächst temporär aus den Verkaufsregalen entfernt“ werden und später im Artikel steht dann, dass man sich das noch überlegen muss, die Waren wieder einzuordnen.

    Achja und im verlinkten Artikel steht „Coop Norden“ und nicht „Coop Norway“. Die Kette heißt wohl einfach nur „Coop“ und die haben um Oslo herum besagte Spiele aus dem Sortiment genommen.

    In der Überschrift steht „steicht“, da fehlt ein „r“

  7. @Thomas
    Dank wegen dem „r“. Ich hatte hatte mir über Wikipedia die verschiedenen Ketten und deren Inhaber angesehen und hatte die Vermutung, dass Coop Norway gemeint sein müsse. Coop gibt es schließlich auch in Dänemark, und dass die auch da die Waren streichen habe ich nicht vermittelt bekommen.

  8. @Booomboy
    Das gleiche haben die doch hier bei uns nach Erfurt und ganz besonders nach Winnenden getan, das sind halt Geschäftsvorstände die gerne mal ins Rampenlicht der Medien geraten wollen und zwar mit vermeintlich positiven Schlagzeilen. Und ja der Bauer der die Tomate nicht kennt glaubt sie sei giftig und daher glaubt er denen die sagen man müße alle Tomaten vernichten oder zumindest von den Beten fernhalten(Eine Anspielung auf das Mittelalter als man noch glaubte Tomaten seien Teufelskraut und giftig).

  9. Jaja Spiele töten Menschen und Gabeln machen dick *augenverdreh*. Es ist immer das selbe und es ist immernoch verwunderlich dass selbst WoW unter sowas fällt.

    Die Medien meinen immer die Videospiele sind schuld weil man ja mit einer PC-Maus ach so gut das Zielen üben kann. Ich müsste ja ein wahrer Meisterschütze sein wenn das so wäre … Naja, wird sich wohl in nächster Zeit nicht ändern bis endlich Leute das Ruder übernehmen, die zumindest selbst schon mal in Kontakt mit Videospielen gekommen sind.

  10. Ich bin ausnahmsweise und an der Stelle einmal mit Henryk M. Broder einer Meinung. Auf „Welt Online“ hat er, auf den sich Breivik in seinem „Manifest“ auch berief, Vorwürfe kommentiert, die ihm gemacht werden, seine „islamkritische“ Haltung hätte dazu beigetragen, den Attentäter von Oslo zu seiner Tat zu bewegen (http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13506649/Das-Manifest-des-Anders-Behring-Breivik-und-ich.html). Ich will daraus hier nur einen Gedanken anreißen:

    Darin nämlich auch eine Äußerung unter der Überschrift „John Stuart Mill raus aus den Regalen!“: Weil der Täter ein Zitat des englischen Philosophen getwittert habe, heißt das jetzt, daß John Stuart Mill Gewalt gegen Andersdenkende und Menschen aus anderen Ländern befürwortet oder angestachelt hat? Und müßte man nun also auch dessen Bücher aus den Regalen verbannen? Das erscheint (bei aller Kritik, die man an Gedanken von John Stuart Mill vielleicht auch haben kann) abwegig.

    Noch ein Gedanke, der sich mir daraus ableitet: Würde damit nicht auch eine der Forderungen des Attentäters erfüllt: nämlich darüber zu bestimmen, was man in unserer Gesellschaft sehen und hören dürfe?

    Bei aller Eindimensionalität von Broders Einlassung: Tatsächlich ist es auch nie ein Buch oder ein bestimmter Inhalt, der einen perfekt friedlichen und zufriedenen Menschen zum Attentäter macht. Sondern Breivik hat über ein Jahrzehnt lang ein geschlossenes rechtsextremes Weltbild entwickelt, an dem alles Andere abprallt, bzw. Impulse nur noch wahrgenommen werden, wenn sie dieses eigene Weltbild stützen.

  11. Streng genommen spielt es keine grosse Rolle ob nun im Einzelhandel diese Spiele stehe oder nicht, da bei Videospiele generell der digitale Vertriebsweg zunimmt. Bereits über 50 % aller Spiele weltweit werden über Steam & Co vertrieben. Die ganze Aktion ist nichts weiter als billige PR (seht her, wir werden Norwegen vor den pösen Raummordattentäterterroristen schützen), ich kaufe generell nicht mehr Händlern wie Media Markt oder jede andere Kette die soetwas macht, allerdings nicht weil sie die Spiele aus dem Regal nehmen sondern weil ich deren verachtenswerte Art Werbung zu machen verabscheue. Ein derart negatives Ereigniss dazu zu benutzen mit in die Schlagzeilen zu kommen, quasi Crosspromotion auf Kosten der Opfer finde ich krank.

  12. Das galub ich nciht,ich denke die Mehrheit will Spiele die sie anfassen können,wo sie auch Bonusmaterial-mitbeekomen wie zb artbooks und die sie letztendlich auch angucken und in ihr Regal in die Sammlung stellen könen.wen das wirklich wahr werden würde hör ich mit dem Zocken auf,ich will meine Spiele nciht nur auf festplatte

  13. Wieso war das so klar, das mal wieder soeine lächerliche Reaktion kommt ?
    Ohne Frage ist das schlimm was da passiert ist, aber ohne WoW, CoD etc.
    wäre das Ergebniss dasselbe geblieben.
    Wenn irgendein krankes Hirn meint jede Menge Menschen umbringen zu müssen,
    das nutzt auch ein Verbot von Spielen nichts.
    Ich bin inzwischen eine Ecke über 40 und spiele schon seit dem guten alten VCS2600.
    Aber auf die Idee, mit einer automatischen Waffe in eine Menschenmenge zu feuern, bin
    ich noch nie gekommen.
    Vielleicht habe ich die ganzen Jahre was falsch gemacht, keine Ahnung.
    Aber wozu zur Hölle braucht eine Privatperson ein vollautomatisches Gewehr ?
    Schützenverein hin oder her, das sind Waffen für Soldaten und Ende.
    Vielleicht sollten die Leute mal den Sinn solcher Waffengesetze überprüfen, aber
    nein geht ja nicht, Stichwort Waffenlobby !

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