Nicht News

Es gelingt aus verschiedenen Gründen nicht immer über bestimmte Entwicklungen zu schreiben, beispielsweise wenn man auf Rückfragen schlicht keine Antworten erhält oder die Recherche allgemein unergiebig ist. Auf jede News zu verzichten kann dabei ebenfalls unbefriedigend sein, da auch eine nicht erhärtete Vermutung einen gewissen Informationswert haben kann. Ein solches Thema ist die Verwendung des Begriffs „Ego-Shooter“, der allmählich eine (noch) negative(re) Konnotierung zu bekommen scheint. Anstatt ihn lediglich im technischen Sinne als Beschreibung der Kameraperspektive in meist kämpferischen Videospielen zu verstehen, wird er teilweise moralisch abwertend gebraucht. So legen manche Äußerungen die Vermutung nahe, dass der ein oder andere Kritiker glaubt, dass „Ego-Shooter“ das „Ego“ des Spielers steigern sollen beziehungsweise dass „Ego“ für „Egoismus“ stehe.

Wenn vielleicht noch nicht in diesem Sinne verwendet kam Gunnar Lott schon 2007 zu der Ehre von Regine Pfeiffer als „Ego-Shooter“ charakterisiert zu werden:

„Sie, Sie, Sie sind ja ein richtiger Ego-Shooter.“

Ein konkreterer Fall findet sich in der Zeit, die sich unter diesem Teaser mit der neuen Freiwilligenarmee der Bundeswehr auseinandersetzte:

„Generation Egoshooter, angetreten! – Tag eins bei der Freiwilligenarmee Bundeswehr in Gera. Die wenigen die einrücken, tun es für das Geld, das Abenteuer oder – um männlicher zu werden.“

Im Text vom 09.04.2011 charakterisiert die Autorin Dagmar Rosenfeld, möglicherweise die Frau Christian Lindners, die neuen Rekruten. Es habe Befürchtungen gegeben, dass die Bundeswehr „zum sozialen Auffangbecken oder gar zum Spielfeld für die Generation Egoshooter verkommt“. Einer Erklärung, was unter der „Generation Egoshooter“ zu verstehen sei, bleibt sie zwar schuldig, doch die Motive der Soldaten werden dabei umso farbenfroher beschrieben: Es ist von „männlicher werden“ und „Kameradschaft“ die Rede, von jungen Männern die es „in den Kampf“ zieht, aber auch „wegen dem Geld“ zum Bund wollen, die den Dienst an der Waffe als „gut bezahltes Abenteuer“ sehen und etwas erleben wollen. Vielleicht ist „farbenfroh“ doch das falsche Wort – „olivgrün“ oder „braun“ könnten es besser treffen. Rosenfeld selbst vermisst bei den hauptsächlich aus Haupt- und Realschülern bestehenden Rekruten, die „hehren Werten der Bundeswehr“ und äußert die Vermutung, dass nicht nur zu wenige, sondern auch die falschen in die Kasernen gekommen sind.

Anstatt darüber zu spekulieren, welche Charaktereigenschaften Rosenfeld der „Generation Egoshooter“ zuschreibt, wollte ich mit einer Anfrage Gewissheit gelangen. Doch soweit ich das überblicke habe in der der Angelegenheit bis heute keine Antwort erhalten (Andere Autoren der Zeit, beispielsweise Christof Siemes, sind weitaus kooperativer.). Zumindest widerlegt das Ergebnis einer neuen Studie, „Shooter-Spieler sind keine Militaristen“, die möglichen Gedankenwelten und Ressentiments der Autorin. Die Einstellung zum Militär hänge vielmehr von „Alter, Bildungsstand und Autoritätshörigkeit“ ab.

Ein weiteres Beispiel ist die Anmoderation eines Beitrags fürs Heute Journal vom 29.07.2011, die den Vergleich mit einem Kommentar kaum zu scheuen braucht:

Die 18-jährige Norwegerin Bano Rashid ist heute begraben worden, als erste der Attentatsopfer. Insgesamt 77 solcher Begräbnisse wird es geben. 77 Menschen getötet, meist Jugendliche, die ihr ganzes Leben noch vor sich hatten. 77 Trauergesellschaften müssen sich nun über Norwegens Friedhöfe schleppen – entsetzt, verzweifelt. Familien, die mit der größtmöglichen Katastrophe geschlagen sind: Dem plötzlichen und grausamen Tod eines geliebten Menschen Und alle starben sie, weil ein einziger sich wichtig fühlen wollte. Ein Ego-Shooter – im wahrsten Sinne des Wortes. Nicht nur für die Norweger ist nachwievor schwer zu begreifen, was ihnen da wiederfahren ist.“

Auch hier habe ich vergeblich auf eine Erklärung der Redaktion gewartet, wie der Begriff „Ego-Shooter“ zu verstehen sei. Angesichts der Beispiele dürfte sich jedoch eine Tendenz abzeichnen: Nicht nur „Ego-Shooter“ selbst sind schlecht, sondern auch deren Nutzer. Sogar von einer „Generation Egoshooter“ wird gesprochen. Es hat den Anschein, als ob der Begriff „Ego-Shooter“ eine Umdeutung erfahren hat.

Zweifel daran, ob es sich hierbei wirklich um einen Dysphemismus handelt, habe ich jedoch nicht ausräumen können. So ist es möglich auch Fälle finden, in denen der Begriff „Ego-Shooter“ ohne jeglichen Bezug zu Videospielen als Synonym für das Wort „Selbstdarsteller“ gebraucht wird. Wenn beispielsweise in einem Leserkommentar gefragt wird, ob „die FDP wirklich weiterhin in Nibelungentreue hinter einem sich in Pubertätsposen gefallenden und allmählich überdrehenden Ego-Shooter hinterher laufen“ möchte, oder vom „Ego-Shooter und Verbalbulldozer aus Nordrhein-Westfalen“ die Rede ist. Für einen solch selbstverständlichen Gebrauch erscheint mir die Diskussion um Ego-Shooter dann doch zu neu, um als Ursprung in Betracht zu kommen. Andererseits kann ich weder in Duden, Fremdwörterbuch oder englischen dictionaries (Holz wie Online) einen Eintrag finden, wonach der Terminus „Ego-Shooter“ einen Selbstdarsteller beschreibt. Gibt es möglicherweise Linguisten, die hier aushelfen können? Wurde im deutschen oder englischen Sprachraum schon vor der Diskussion um „Killerspiele“ ein Selbstdarsteller als „Ego-Shooter“ bezeichnet, oder ist dies eine neue Entwicklung?

26 Gedanken zu “Nicht News

  1. Der Ego-Shooter ist einfach in der Mitte der Gesellschaft angekommen – mit allem, was dazu gehört. Es gibt ja nicht nur Leute, die die Spiele schlecht sehen. Auf Focus Online findet man z. B. Immer häufiger positive Besprechungen solcher Spiele. Das wäre vor einigen Jahren undenkbar gewesen

  2. auf jeden fall die news wert.
    weiß noch nicht, ob mir so eine entwicklung gefallen will, geht iwie in die richtung „killerspiel“ a la wir sagen killerspiel und damit ist alles gesagt. generell hab ich ja nichts dagegen, dass es so benutzt wird, wandlung in der sprache schön und gut, aber da vermischt sich denke ich zu schnell unwissen und polemik und führt dann zu weiterer unfundierten, unsachlichen und teilweise grotesken hetze gg gamer.

  3. Eine Umdeutung setzt voraus, dass bei den so sprechenden Personen(gruppen) der Begriff in einer anderen Bedeutung schonmal verwendet worden wäre: gerade das ist in den meisten Fällen jedoch wohl zu bezweifeln –
    Das Problem ist aus meiner Sicht eindeutig, dass diesen ansonsten eher unklar sein wird weshalb Ego-Shooter Ego-Shooter im deutschen Sprachraum genannt werden. Das ist aber vielleicht auch wieder eine Irrmeinung, da es durchaus möglich ist, dass der Begriff genau über diese negativen Reden von „Egos“ in oder durch diese da eben „geschossen“, in Deutschland ja auch gern „geballert“, werden kann, erst entstand. Aus eigener Erfahrung weiß ich zum Beispiel auch, dass zumindest eher im Norden manche Leute auch vom „zuballern“ synonym zu einem mir im Süden geläufigeren „zulabern“ reden, wenn jemand zu schnell und/oder besser zu viel mit jemandem spricht. Man sagt ja auch, dass jemand so aufgezogen spricht wie ein Maschinengewehr.
    Ich denke doch, dass von „Egos“ im deutschen Sprachraum positiv nur eher selten gesprochen wird – „Egos“ sind schon allein oft eher nur ein Problem, übersteigert oder sonst was in diese Richtung.
    Das Wichtigste und Bemerkenswerte dabei ist für mich, dass Ego-Shooter nicht international ist, obwohl es sich aus nichts Deutschem zusammen setzt. Ich habe persönlich lange nach einem anderen Beispiel dafür gesucht, aber keines gefunden.

  4. Das nevrt mich auch schon seit einer ganzen Weile. Ziemlich perfide, wie sich eine eigentlich offensichtliche Genre-Bezeichnung so gewandelt hat.
    Wenn irgendwo einen Artikel schreibe oder darüber rede sag ich auch nur noch First-Person-Shooter, oder FPS, weil ich von Ego-Shooter schon fast selber nen miesen Nachgeschmack bekomme.

  5. @ Green Ninja
    geht mir auch so. FPS ist ja auch eine praktische Abkürzung

    Tja der Begriff hat sich so wie diese Leute ihn verwenden sich schon sehr gewandelt. Aus Unwissenheit gepaart mit Vorurteilen wird aus einer Bezeichnung die einen Gegenstand meint, eine Bezeichnung die eine Person beschreibt.

  6. Den Begriff „Generation Ego-Shooter“ kann es aus logischen Gründen nicht geben: Populär wurde dieses Genre ja mit Wolfenstein 3D, sowie der Doom- und Quake-Reihe, die Popularität hält bis heute an. Die ersten Vertreter dieses Genres stammen aus den frühen 90er, einem Zeitpunkt, an dem ich gerade ein Kleinkind war, der gemeine Call of Duty-Spieler wird kaum älter sein als ich.

  7. Ts, ts, ts, dabei weiß der Lateiner doch, dass sich Ego schlicht als „ich“ übersetzen lässt. Was dem „ich“ dann beigemessen werden kann, ist eine ganz andere Sache. Hier würde es kapital helfen, wenn sich die Autoren jener Interpretationen einfach mal mit Gamern unterhalten oder auch mal eine simple Erklärung akzeptieren würden. Interpretationen müssen nicht richtig sein, nur weil sie um sieben Ecken gedacht sind.
    .
    @Ninja / lanzelotz
    Zudem lässt sich der wesentliche Unterschied (Kameraperspektive) zwischen First- und Third-Person-Shootern schön anschaulich erklären.

  8. @Rey:
    In der Tat ist Handy kein englisches Wort (also außer als adjektiv), es musste aber wegen der Coolheit von Anglizismen ein englisches Wort her um den Deutschen Mobiltelefone anzupreisen. Da die vorhandenen (mobile phone, kurz „mobile“ sowie cell phone, kurz „cell“) nicht gefielen hat man einfach ein englisch klingendes Wort erfunden. Und so kommt es dass viele Deutsche glauben „Handy“ sei englisch, dabei kennt das Wort außer bei uns keiner.
    Ich nenne sowas Sprach-FAIL.

    Gruß
    Aginor

  9. Mich würde ja schon alleine interessieren wie aus dem einstigen First-Person-Shooter der Ego-Shooter wurde und warum das Genre des FPS im Ausland kaum unter den Begriff Ego-Shooter geläufig ist. Auch wenn ich nun gute 25 Jahre Spieleerfahrung habe ist mir über den Grund und Ursache dieses Wandel kaum was bekannt. Das der Begriff des Ego-Shooters immer mehr mißbraucht wird habe ich hier aber selbst oft schon erwähnt, naja das aus etwas vermeintlich negativen irgendwann etwas wirklich negatives wird nur in einer anderen Beziehung war mir aber durchaus klar, gewarnt haben ja einige davor dass das irgendwann mal so passieren wird.

  10. Machen wir uns nichts vor:
    Wir Deutschen haben ein Problem mit Individualismus. 12 Jahre drittes Reich und 40 Jahre DDR hätte nicht so gut funktioniert, wenn wir Deutschen nicht das Kollektiv über das Individuum stellen würden.
    Wer will sich schon nachsagen lassen, das er ein Egoist sei, oder das er einem übertriebenen Individualismus (auch ein interessanter Suchbegriff) anhängt ?

    Und die Gesellschaftlichen Eliten in Deutschland machen damit immer noch Politik.
    Die Medien – egal ob nun öffentlich rechtlich oder privat – gehören dazu.
    Indem sie das Kollektiv und die Solidarität beschwören machen sie Politik die ihnen nützt.

    Bestes Beispiel ist die Bildungsdebatte, die Ausschließlich unter dem Aspekt des steuerfinanzierten Hochschulstudiums betrieben wird.
    Von diesem steuerfinanzierten Hochschulstudium profitieren vor allem die Kinder des Bildungsbürgertums.

    Niemand von diesen Eliten findet es unsozial das ein Arbeiter der sich für einen höherqualifizierten Job weiterbildet (Techniker, Meister, privat finanzierte Kurse für Arbeitssicherheit oder Qualitätsmanagment), aber wehe es werden Studiengebühren für die Berufsausbildung zum Arzt, Anwalt oder Journalisten (alles gut bezahlte Jobs) gefordert.
    Das ist dann auf einmal unsozial, und Menschen die so etwas fordern sind Egoshooter.

  11. Einzelleistungen scheinen mir in Deutschland auch nie wirklich anerkannt worden zu sein: selbst die berühmten Autobauer, allesamt Männer, scheinen mir eher unter Arbeitsplatz-Motoren positiv zu laufen – dass sie eine Wirtschaft und damit auch mit ein Gemeinwesen so angekurbelt hätten. Schon wenn ich im Norden an die Hanse denke, auch die lief doch eher über starke Reglementierungen und Regulierungen immer. Es gab auch nie einen großen Goldrausch, dafür viele Verbote: die Sozialgeschichte weist eben beständig eher auf Abgrenzungen hin. Wo sich eine Gruppe, egal ob per Gilde, Zunft oder was weiß ich was, von einer anderen Gruppe abgegrenzt hat. Und dabei komme ich immer wieder auf die Meistersinger zu sprechen –
    Selbst im Sport: Fußball – elf Leute kämpfen um einen Ball. Boris Becker und Steffi Graf waren in den Achtzigern wohl eher auch schon große Ausnahmen. Im Filmbereich scheint mir der Erfolg eines Til Schweigers, der noch dazu mit der US-Warner eng zusammenarbeitet, auch eher angefeindet zu werden. Der scheint mir eher so wie Billy Wilder zu arbeiten, beißt sich mit der Idee des deutschen AutorInnenfilms, und macht sich in „Zweiohrkücken“ auch noch lustig darüber. Gut möglich, dass sich in der deutschen Games-Branche längst ähnliche Abgrenzungen gegenüber einem Ausland eingefunden haben, wo dann etwa ein Crytek international orientiert eher allein da steht. Ach was schreib ich: das ist doch alles auch schon längst offensichtlich – kein deutschsprachiger Publisher mit internationalem Ansinnen hat überlebt. Deep Silver und RTL kochen ja auch eher auf Sparflamme.
    Der ganze Festspiel-Zirkus, diese offizialisierte Kultur, läuft letzten Endes auf Kollektivismen hinaus –

  12. sorry für Doppelpost, aber zu dem Ganzen hier: ok, die Deutschen sind schon ziemlich fußballverrückt, aber die Engländer nicht auch nah dran? Und England ist viel Individualistischer als hier. Und ein Michael Schumacher wurde auch in Deutschland ja nur als Teil eines gut funktionierenden Ferrari-Teams wahrgenommen, dass ein Schumacher evtl. ein Vorbild war, nein, sowas gab es ja nicht. Es gibt in Deutschland ziemlich viel Individualismus, über die Medien wird er auch durchaus propagiert. Stimmt, die Deutschen sind kollektivistischer als unsere Nachbarn. Aber das sind graduelle Unterschiede die in der Vergangenheit sehr großen Nutzen hatten…

  13. @Mars
    Studium ist heute Berufsausbildung. Und zwar für Berufe, die eher gut als schlecht bezahlt werden.
    Warum soll der Steuerzahler diese Berufsausbildung finanzieren ?

    Natürlich gibt es auch die andere Sicht, das Studium nichts mit der Arbeitswelt zu tun hat, sondern der reinen Bildung dient.
    In dem Fall muss man sich aber fragen warum es dann Zulassungsbeschränkungen gibt.
    Wenn ein Medizinstudium Bildung ist, wäre es dann nicht nur fair auch Hauptschülern dieses Studium zu ermöglichen ?
    Schließlich ist Bildung ein Menschenrecht…

  14. @Alreech: es gibt auch Studiengänge die eher nicht zu gut bezahlten Jobs hinterher führen. Klar, das ist nicht die Mehrheit, aber diesen Teil der Wahrheit hast du gut verschwiegen.
    Über das warum gibt es einige interessante Argumente und Studien. Willst du das vertiefen?

  15. Das Problem ist hier aufgeteilt auf 2:

    1) Ego, Egoismus, böse
    Im dt. Sprachraum wird das meist für Egoismus verwendet und wenngleich jeder versucht egoistischer zu sein als alle anderen, so leugnet es doch jeder. Der Begriff ist durch und durch negativ durch vorherrschende Doppelmoral. Jeder ist es aber niemand mag es zugeben. Ich erlebe das recht häufig, dass die jüngere Generation als egoistisch bezeichnet wird und da passt der EgoShooter toll hinein.

    2) Krieg, schießen, böse
    Jede nicht friedliche Handlung wird, wieder durch die vorherrschende Doppelmoral als böse bezeichnet. Egal wie nötig oder wichtig sie war, sie gilt solange als böse und schlecht, bis das Gegenteil eindeutig bewiesen ist. „Böse“ ist jedoch eine persönliche Empfindung, kann nicht be- oder widerlegt werden und da schließt sich der Kreis: jede nicht friedliche Handlung ist einfach böse.
    Da passt das Bild des Menschen, der Spaß an nicht friedlichen Handlungen hat auch wunderbar hinein.

    3) Die Verbindung beider Elemente
    Wir haben hier nun einen Menschen, der aus rein egoistischen Motiven Spaß an nicht friedlichen Handlungen hat. Dies betrifft eigentlich jeden, der mal Schach oder Cowboy und Indianer gespielt hat, aber auch hier greift die verherrschende Doppelmoral vorzüglich.
    Ego-Shooter bedeuten nach meiner bisherigen Erfahrung für nicht wenige Menschen einfach nur: Egoisten ergötzen sich am Leid anderer = das ultimative BÖSE!

  16. @Alreech: ich denke eine Debatte um Studiengebühren könnte man mal im Forum führen, aber ich zB finde es unfair, dass das Studium mitunter die einzige Ausbildung ist, für die der „Azubi“ finanziell in Vorleistung gehen muss und das ohne zu wissen, ob er das Studium packt. Ich kenne Leute, die haben studiert, sind nach 4 Jahren dann an einem Fach gescheitert, keinen Abschluss, keinen Job und Schulden wegen dem Studium. Nicht so pralle. Gibt natürlich auch andere Weiterbildungen, die man selbst finanzieren muss…

    D.h. das Thema ist sehr facettenreich, es gibt viele Probleme auf allen Seiten und es ist zu komplex für die Newskommentare.

  17. Um beim Thema zu bleiben:
    Die Meisten die ein Steuerfreies Studium fordern profitieren selber davon, handeln also aus Egoistischen Motiven.
    Die Kosten ihrer Ausbildung werden sozialisiert, die Gewinne daraus privatisiert.
    Wer will das dies so bleibt, ist ein typischer neoliberaler Ego-Shooter ;-)

    Der Begriff lässt sich also prima dazu einsetzen die Antiindividualistischen Triebe welche große Teile der deutschen Bevölkerung haben aus populistischen Gründen zu aktivieren.
    Entsprechend sollte man auch Menschen und Medien einschätzen die ihn verwenden. ;-)

  18. „… Antiindividualistischen Triebe welche große Teile der deutschen Bevölkerung haben…“

    Wieder im Sarrazin gelesen, Alreech? Wenn wir deiner Aussage nach in Deutschland das Kollektiv über das Individuum stellen, warum fehlt dann in deiner Auflistung die BRD?
    Und wenn du dich fragst, warum man das Studium für alle zugänglich machen will und nicht nur für die, die sich das finanziell leisten können, dann beantwortet sich die Frage doch wohl von allein, oder?
    Ich gebe allerdings zu, in dem Wirrwar deiner Aussagen vielleicht nicht alles verstanden zu haben. Ich gebe zu, dass mir das permanent bei deinen Kommentaren so geht.

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