EA scannt Festplatten von Origin-Nutzern

(VDVC) Das zum Nutzen von EA-Titeln wie „Battlefield 3“ erforderliche Origin scannt auch in der aktuellen Version die Festplatten der Nutzer um Daten an EA übermitteln. Ob eine Deinstallation des Programms genügt, um dem Ausspähen ein Ende zu bereiten, konnte ich bisher leider nicht in Erfahrung bringen. Wer daran interessiert ist zu erfahren, was EA bereits über einen gespeichert hat und der Nutzung seiner Daten widersprechen möchte, kann dies mithilfe eines vom Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler formulierten Scheibens tun:

Mustertext des VDVC (pdf)
Amazon-Kunden können Spiele wegen Origin möglicherweise zurückgeben (theorigin.de)
Petition, die ein Verkaufsstop von „Battlefield 3“ wegen der Spyware fordert

25 Gedanken zu “EA scannt Festplatten von Origin-Nutzern

  1. Weitere Infos gibt es bei Gamestar:
    http://www.gamestar.de/spiele/battlefield-3/artikel/analyse_zur_eula_von_ea_origin,45612,2561554.html
    (Der Artikel ist gut, wobei er leider trotz unglaublicher 2200 Kommentare nicht in den Top-News zu finden war.)

    Auch wurden erneut Änderungen an der EULA gemacht, was aber – glaube ich – nur einen einzigen Punkt betrifft und sowieso keine Bedeutung hat, solange das Programm nicht verändert wird, da die EULA ja in Deutschland schon vorher in der Form nicht gültig war.
    http://www.gamestar.de/spiele/battlefield-3/news/origin,45612,2561664.html

    Eigentlich müsste hier sogar die Politik eingreifen, aber da sind Spiele ja bekanntlich abgesehen von einem Thema, weniger interessant. (Die Piraten erwähnen etwas, aber ansonsten habe ich bislang nichts gefunden: http://www.piratenpartei.de/Pressemitteilung/%E2%80%9Estaatstrojaner%E2%80%9C-nun-auch-der-unterhaltungsindustrie)

  2. >Ob eine Deinstallation des Programms genügt, um dem Ausspähen ein Ende zu bereiten, konnte ich bisher leider nicht in Erfahrung bringen.

    Bleiben wir mal auf dem Teppich.

  3. Ich finde die Frage durchaus legitim, denn gerade im Kopierschutzbereich sind solche irreversiblen Dinge („Schutz“software selbst nach Deinstallation des Programms noch vorhanden) schon öfters vorgekommen.

    Gruß
    Aginor

  4. mich würde das interessieren, ob ein einfacher klick auf den Deinstallation-Button ausreicht um die Spyware Origin rückstandlos zu deinstallieren.

  5. Also solange du Windows verwendest kann ich Dir schon sicher sagen dass ohne das manuelle Löschen der Registry IMMER zumindest Registrierungsschlüssel übrigbleiben.

    Gruß
    Aginor

  6. @Christian Rodler
    Ich wunder mich etwas über deinen Kommentar. Bei Videospielen ist es nicht selten der Fall, dass der Kopierschutz trotz Deinstallation der Software auf der Platte bleibt. So beispielweise bei Malware wie „Starforce“, die unter anderem eigene Gerätetreiber installiert und die optischen Laufwerke unbrauchbar machen kann.

  7. @Aginor: Stimmt nicht… die leute sind nur zu Faul bei der Deinstallation die Registry aufzuräumen… schlechte Entwickler.

    @Christian Rodler: Ich hatte mal den Fall, dass ein Kopierschutzprogrann für ein besch*** Kamera Spiel meinen Brenner blokiert hat. Erst nach einen Format C (und dem neu installieren von Windows) konnte ich wieder brennen… Ein Deinstall langt bei sowas lange nicht.

    Ob Origin erkennt ob es in einer VM läuft?
    Username: Hallo EA
    RechnerName: wenn ich euch erwische
    Name von C:: F*** ich euch in
    *G* Ich mache mir auf keinen Fall den Aufwand und Stress extra eine VM aufzusetzen um so einen Mist zu spielen. Aber ich finde die Idee einer VM nett.

    Happy VM

  8. @Mike L.
    Der aber leider immer kleiner wird, der EA-Onlinepass und wichtige Spielelemente die nur via DLC-Codes verfügbar sind etc. ist nur der Anfang.

  9. @TRB:
    Auch wenn ich es zu schätzen weiss dass Du gemäß Hanlon’s Razor den Leuten nur Unfähigkeit unterstellst anstatt böse Absicht glaube ich in diesem Fall dass Du damit nicht ganz Recht hast. Ich denke es ist nur ein Teil der Wahrheit.
    Es gibt mehrere Gründe warum man absichtlich die Einträge in der Registry lässt. Kopierschutz ist einer, Bequemere Neuinstallation ist ein anderer. Dann gibt es noch das muntere Datensammeln im Fall dass jemand ein anderes Programm der gleichen Firma installiert usw. Es gibt noch ein paar mehr.
    Mich stört sowas, denn wenn man etwas deinstalliert soll es einfach weg sein und fertig.
    Blöderweise begünstigt Microsoft das ganze Gemauschel in der Registry weil die Registry nach wie vor ein unübersichtlicher Haufen kryptischer Daten ist.
    Meines Erachtens gehört das Ding einfach weg, das geht auch anders. Zumal es einfach auch zu viele nervige Nebeneffekte hat.

    Gruß
    Aginor

  10. @Aginor: Naja es ist nunmal so, dass einige Leute gerne mal Dateien und Einstellungen (zb in INIs) mal per Hand ändern usw. da ist mal oft gefrustet und packt es in die Registry, denn da kommen weniger Leute ran. Der Deinstaller wird meist aber beim „umlagern“ der Einstellungen vergessen. Wenn als Key nur noch ein Datei Pfad vorliegt (was es oft ist) ist es einfach Faul gewesen oder „Hilfe für die Neuinstallation“.

    Ansonsten für die Überwachung was sonst noch installiert ist: ist eine Regestry sehr wichtig zB Programm A und B von Firma X haben ein Autoupdate meist um Stunde Y wird getestet ob es ein Update gibt… Schon mal versucht auf den gleichen Port 2 Programme laufen zu lassen? Da kracht es dann schon mal ohne wissen der Programme von einander.

    „Meines Erachtens gehört das Ding einfach weg, das geht auch anders.“ Frage ist ja immer wie? Dan Mauschelt jeder seinen eigenen Mist zusammen… Was ich abschaffen würde sind die Std.Order %APPDATA% USW… da schreibt auch jeder rein obwohl es nicht sein müsste. „Remain in your folder, you developers!“ ^^

    Happy Coding.

  11. @TRB:
    Niemand hält einen davon ab, das ganze einfach in Dateien im Ordner des Programms zu legen, oder von mir aus sauber strukturiert in .appdata oder in irgendeinem anderen von Windows dafür vorgesehenen Ordner.
    Des weiteren sollten Programme immer nur ihre eigenen Schlüssel schreiben und vorzugsweise sollten diese auch noch lesbar sein anstatt kryptische nicht zuzuordnende Schlüssel mit einer Hexzahl als Inhalt UND als Namen.

    Ja, Programme zusammen auf einem Port ist blöd. Daher sollten sich auch die Programme absprechen können, keine Frage. Aber dafür hat es eine zentrale Stelle zu geben, über die ein daemon regelmäßig drüberläuft. Und dort wiederum dürfen sich die Programme sauber eine jeweilige Datei anlegen. Aber dann bitteschön mit Namen und korrekt zuzuordnen.

    Und ja, jeder mauschelt sich seinen eigenen Mist zusammen wenn es die registriy nicht gibt. Und das ist auch gut so, denn das ist jetzt auch so, nur dass eben jeder seinen eigenen Mist jetzt in der Registry zusammenmauschelt.

    Brauchbares Beispiel ist Linux. Da ist das meines Erachtens besser gelöst.
    Aber Du hast Recht: Wenn die Registry richtig gemacht wäre, dann wäre ich auch mit dieser einverstanden.

    Gruß
    Aginor

  12. Ich hatte eigentlich vorallem hier ein bisschen diferenziertere meinungen erwartet.
    Origin scannt die festplatte, um genau zu sein den ProgrammData ordner, das ist momentan alles was wir wissen.

    Schaut man sich nun die natur von origin an und den ort an dem gescannt wurde so liegt es ziemlich nahe das origin nach installierten spielen sucht um sie im origin hinzu zufügen.

    Steam, Comrade und all die anderen DD tools dadraussen machen genau das selbe…



    Das ist erst einmal alles was wir wissen! Es ist nirgends bestätigt ob wenn überhaupt und was etwas verschickt wird. Die einzigen leute die auf so eine idee kommen sind die „privacy paranoiden“ wie ich sie inzwischen gerne nenne. Die selben leute die keinen facebook account haben aber es lieben das amazon ihnen so passende vorschläge macht…

    Und warum kommen diese leute auf diese idee? Weil sie nun 4 wochen später den großen EULA stress in den staaten mitbekommen haben. Nun meinen einige sie sin ganz klug und verbinden mal „komische eula in der was von daten steht“ mit „origin scannt festplatte“ und schon ist die „Origin schickt meine steuererklärung zu EA!“ paranoia perfekt.

    Sorry aber das stinkt für mich zu sehr nach typischen activision PR stunt… das video das irgendwas beweisen soll beweist garnix. Ist ja auch witzig das es ausgerechnet steuersoftware zeigt, damit jeder auch sofort extra panik bekommt..

  13. Kleiner Nachtrag:
    Man muss sich doch allein die berichte im TV/Zeitungen und so manches youtube video angucken.

    Gerade WIR sollten diese panik mache doch zu genüge kennen? Regen wir uns nicht immer auf wenn falsch über spiele berichtet wird?

    Glaubt ihr die medien kennen sich nun plötzlich mit DD software aus nachdem sie jahrzehnte lang so ziemlich alles was man an spielen falsch berichten kann falsch berichtet haben?

    Es ist schon interessant wie plötzlich einiges in ordnung ist so lange es zum eigenen weltbild passt…. wenn medien kritisch bei dem thema dann bitte immer. Und nicht nur dann wenns gerade passt.

  14. Und ein letzter nachtrag: http://www.facepunch.com/threads/1136552?p=33032909&viewfull=1

    Bitte… eine etwas genauere analyse von dem was origin macht. Davon wird es aber garantiert keine ZDF morgen sendung geben, nein wir stürzen uns alle lieber auf ein 2 minuten video ohne ton das uns ein standbild von steuer software zeigt, damit wir auch alle richtig schön wütend und panisch sein können.

    Sorry aber zur zeit schäme ich mich deutscher gamer zu sein, bin es gewohnt das wir auf hohem niveau jammern. Aber das ist schon die spitze der lächerlichkeit… anhand von festplattenzugriffen einem programm zu unterstellen es wäre ein trojaner….

  15. @Densor:
    Nun, ich gebe Dir durchaus Recht was die Paranoia angeht, man sollte da nicht gleich übertreiben.
    Aber wie bei so vielen anderen Dingen heißt es auch hier: „Wehret den Anfängen“, und dass andere (wie Steam z.B.) es auch machen ist natürlich keine Entschuldigung, denn ob die Festplatte gescannt werden soll ist meines Erachtens Sache des Users. Ein Knopf „Scannen nach neuen Spielen“ oder so etwas ist wirklich nicht teuer oder schwer zu realisieren.
    Und die Trojanervorwürfe sind bei einem Programm das meine Platte scannt UND die ganze Zeit mit Servern einer Firma kommuniziert eben leider nicht weit hergeholt. Daten sind einfach so wertvoll heute. Transparenz auf Seiten der Firma würde da helfen. Stattdessen blockt EA erstmal ab und erweckt so zumindest den Eindruck als wäre da etwas zu verbergen.

    Gruß
    Aginor

  16. Nachtrag: Und selbst wenn es jetzt noch keine Daten sammelt bzw. sendet ist es zumindest verdächtig was es tut, und ich finde eine Erklärung seitens EA wäre angebracht.
    Reicht zwar nicht für ne Panikattacke meinerseits so wie bei manchen anderen Gamern, aber immerhin für eine hochgezogene Augenbraue.

    Gruß
    Aginor

  17. „Ein Knopf “Scannen nach neuen Spielen” oder so etwas ist wirklich nicht teuer oder schwer zu realisieren.“

    Sorry aber origin scannt nicht „irgendwas“ sondern nur ordner die für installierte programme verantwortlich sind. Jeder mensch der die natur von Origin/Steam/Comrade usw. kennt weiß oder kann sich zumindest denken das so auf die platte zugegriffen wird.

    Das nun die steuererklärung bei dem youtube video auftaucht liegt eher an der schlampigen lexmark software die offensichtlich userdaten im programme ordner und nicht im user ordner ablegt. Da sollte man sich lieber mal beschweren das ist auf so viele arten unsicher und unseriös…

    Und ich würde EA’s reaktion nicht wirklich als „blocken“ interpretieren.. um ehrlich zu sein kann ich die reaktion voll verstehen. EA guckt wohl grad genauso blöd wie ich und kann den mist nicht verstehen. Die EULA/TOS und software dieser art hat es davor schon gegeben teils auch in dieser kombination (comrade von d2d), deswegen ist EA wohl zu recht von dieser plötzlich gigantischen aufregung verwirrt und etwas ratlos was man tun soll.

    Übrigens im link weiter oben von mir steht auch was origin so versendet, inzwischen haben leute mit paketsniffern den origin traffic ausseinander genommen. Und der besteht hauptsächlich aus stay-alive pings und insegsamt so wenig bandbreite das garantiert keine dateien von der platte versendet werden…

    Origin scannt ja nichtmal tief genug dafür, die ganzen dateien werden ja nur oberflächlich abgesucht aber nicht geöffnet/nach inhalt.

  18. Nun, da stimme ich nicht ganz mit Dir überein.
    Ich sagte ja bereits: Im Moment läuft da nichts verwerfliches, aber das blöde ist wenn sich sowas etabliert dann merkt es keiner wenn sich das ändert.

    Und wenn das Ding sowieso nur den Programmordner scannt dann ist es eh nutzlos, denn viele Leute installieren ihre Games nicht in diesen. Warum hat man es dann nicht weggelassen? Wenn jemand will dass seine Programme durchsucht werden kann er das ja über den o.g. Knopf tun.

    Daher denke ich dass es schon berechtigt ist, Fragen dazu zu stellen, und angebracht ist, darauf auch Antworten zu bekommen.

    Gruß
    Aginor

  19. Ich sach einfach mal …. lol. Faszinierend wie jemand
    mit sowenig wissen solch viel text verfassen kann.
    Eben mal Steam gecheckt, das scannt gar nichts,
    was außerhalb des steam Ordners ist. Und der
    schlaue Spruch mit den packetsniffern, origin
    verschlüsselt seinen Datenstrom wäre auch faszinierend wenn andere da was gefunden hätten.
    Hauptsache was gesagt gell ? Und das Leute endlich mal wegen Eula / Agb auf die
    Barrikaden gehen ist mal ne richtig gute Sache. EA
    ist ja nur ein teil davon, aber irgendwer ist halt das
    erste Opfer, blöd wenn man halt dann als Battlefield
    Fanboy leiden muss.

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