Yogeshwar kann auch populistisch

(Fernsehkritik.tv) Bei Fernsehkritik.tv wurde Ranga Yogeshwar als Gast unter anderem zu seiner Meinung über „Killerspiele“ befragt, die für Sachkundige etwas abstrus wirken dürfte. So führt er das MMORPG „World of Warcraft“ als Paradebeispiel eines „Killerspiels“ an, bei dem „es nur darum geht zu ballern, andere abzustechen„. Rollenspiele hält er des Weiteren auch deswegen für bedenklich, weil eine „Entkopplung zwischen Wirklichkeit und einer Scheinwelt“ erfolgt, so „dass man eine Art zweite Persönlichkeit entwickelt„. Man müsse hier vorsichtig sein, „solange wir nicht wissen, was das psychologisch mit einem jungen Menschen macht„. Selbstverständlich wird auch die Suchtgefahr betont: Nach einer Studie wurde bei „10 % dieser Spieler pathologisches Spielverhalten“ attestiert.

Militärspielen würden dagegen noch ganz andere Gefahren inne wohnen. So gäbe es „Killerspiele, „wo es tatsächlich um das echte Schießen geht – Schießtraining„, sowie die Strategie „junge Menschen für das Militär zu begeistern, für bestimmte Feindbilder zu sensibilisieren„. Yogeshwar deutet sogar eine Subventionierung dieser Spiele an:

Es gibt Killerspiele, wo zum Beispiel man sich doch als User fragen muss, wieso ist ein so aufwendiges Militärspiel so günstig.

Angesichts derartiger Ausführungen bleibt nur zu hoffen, dass er bei naturwissenschaftlichen Themen weiß, wovon er spricht. Dabei hat er eigentlich eine ganz gesunde Einstellung zum Thema Wissenschaftsjournalismus:

Darf man als Journalist auch eine Meinung haben, die nicht unbedingt dem Mainstream entspricht? Wenn die Meinung gut fundiert ist, wenn man mitunter auch mit harten Argumenten klarmacht, warum man an der Stelle vielleicht Dinge anders sieht als der große Rest, finde ich das legitim. Im Gegenteil, es ist manchmal eine Verpflichtung. Es geht weniger darum selber eine Meinung zu haben, sondern mehr dafür zu sorgen dass das, was man sendet in gewisser Weise fundiert ist, auf Fakten basiert.“

Es wäre jedoch wünschenswert, wenn Yogeshwar auch dann Wert auf Fakten legt, wenn er mit und nicht gegen den Mainstream argumentiert. Besonders interessant ist auch der Umstand, dass er auf den Vorwurf, dass er impliziere, „dass „Killerspiele“ der Grund für Amokläufe seien„, nicht reagiert bzw. keine Anstalten macht diesen Eindruck richtig zu stellen.

Der besagte Gesprächsausschnitt:

Holger Kreymeier:

„Mich würde Ranga Yogeshwars aktuelle Meinung zum Thema „Killerspiele“ interessieren. Der Grund ist ein Bericht in „Quarks & Co“ zum Thema „Wie beeinflussen Medien das Lernen. Was dabei auffiel ist, dass Herr Yogeshwar recht voreingenommene Meinungen zu diesem Thema hatte. Er benutzte Kampfvokabeln wie „Ballerspiele“, „Brutalsequenzen“ und „Killerspiele“ und ignoriert den Fakt, dass diese Art von Spielen verboten sind für junge Menschen und zeigt Artikel aus der Express und impliziert damit, dass „Killerspiele“ der Grund für Amokläufe seien.“ So wird es Ihnen unterstellt.

Ranga Yogeshwar:

Wir können das mal Schritt für Schritt durcharbeiten.

Also der erste Punkt ist… Wenn man sich bestimmte Killerspiele anguckt, machen wir es konkret: „World of Warcraft“, dann haben wir hier ein Spiel, bei dem mehrere Dinge gegeben sind, die sehr klar zur Sucht führen. Nämlich zum einen ist es so, dass es ein Spiel ist, das nie zu ende ist. Es läuft ständig weiter. Man geht Verabredungen mit anderen ein. Also es sind Verpflichtungen damit wird auch der Zeithorizont strukturiert. Es ist so, dass dieses Spiel sogar wunderbar austariert ist, was die Kosten betrifft. Das ist „Taschengeldkompatibel“. Und es gibt eine Universitätsuntersuchung der Universität Landau, die junge Spieler bei „World of Warcraft“ untersucht haben und festgestellt haben, dass 10 % dieser Spieler pathologisches Spielverhalten haben. Das heißt, wir werden als Gesellschaft mit einem Phänomen konfrontiert, was relativ neu ist. Weil Sie und ich haben in Ihrer Jugend und in meiner garantiert nicht mit solchen Spielen hantiert. Und es ist jetzt so, dass wir erst merken, was ist der Effekt. Das heißt das Produkt ist schon raus – es wird häufig Geld damit gemacht – es wird aber nicht geguckt, was passiert da.

Was eine Katastrophe ist, ist der Jugendschutz. Weil der funktioniert nicht. Das steht als Etikett drauf, aber der Realitätscheck zeigt: Junge Menschen kommen an diese Spiele.

Und das zweite für mich ist, dass ich mich schon fragen muss: Ist es eigentlich die Krönung einer klugen Gesellschaft, die unglaublich viel Intelligenz in viele Dinge des Lebens setzt, um am Ende jungen Menschen eine Illusion einer doch ziemlich absurden Welt vorzuspielen, bei der es nur darum geht zu ballern, andere abzustechen etc.

Holger Kreymeier:

Aber geht es denn wirklich nur darum? Also „World of Warcraft“, ist das denn wirklich ein „Killerspiel“? Ich würde es eher als ein Strategiespiel bezeichnen. Und man darf auch nicht vergessen es ist trotzdem auch ein Spiel das auch unglaublich viel Fantasie beinhaltet. Also einfach nur zu sagen „abstechen und abschießen“, das ist doch eigentlich ein bisschen platt.

Ranga Yogeshwar:

Nein nein. Es gibt „von … bis“. Es gibt Killerspiele, wo es tatsächlich um das echte Schießen geht – Schießtraining, es gibt Killerspiele, wo zum Beispiel man sich doch als User fragen muss, wieso ist ein so aufwendiges Militärspiel so günstig [Zäsur]. Und da stellt man fest, dass es auch eine neue Form der Strategie ist junge Menschen für das Militär zu begeistern, für bestimmte Feindbilder zu sensibilisieren. Es ist interessant wie viele Ballerspiele im Bereich Militärspiele es gibt, bei denen der Feind immer irgendwie ein Moslem oder hinterm Minarett sitzt. Da wird subkutan auch tatsächlich eine Botschaft vermittelt. Und dann gibt es Spiele wie „World of Warcraft“, wo natürlich nicht nur geballert wird, aber wo sozusagen eine Entkopplung zwischen Wirklichkeit und einer Scheinwelt stattfindet, die aber in der Intensität enorm ist. Es gab auch früher Spiele, wo wir uns in eine Scheinwelt begeben haben, aber die Tatsache, dass man sozusagen in seinen Gilden immer wieder Verabredungen trifft, sich immer wieder neu vereinbart, dass man eine Art zweite Persönlichkeit entwickelt, halte ich für bedenklich. Und ich finde solange wir nicht wissen, was das psychologisch mit einem jungen Menschen macht, sollte man vorsichtig sein, sollte man viel genauer drauf gucken als das bis dato der Fall ist. Aber wenn Sie sich die Umsätze angucken, dann werden Sie feststellen, dass ist Big Business. Und das ist so eine Unart, dass wir immer dann, wenn viel Geld verdient wird, ein bisschen blind sind, was das kritische Auge betrifft.

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68 Gedanken zu “Yogeshwar kann auch populistisch

  1. Er spricht auch von dem gut belegten Werther-Effekt. War es nicht im Endeffekt so, dass sich die dort meist zitierten Studien als fehlerhaft herausgestellt hatten? Gefährliches Halbwissen, was er da verbreitet ….

  2. Jaein, nicht alle Studien dazu, dafür andere um so mehr… es handelt sich aber weniger um einen Medieneffekt im klassischen Sinne, als um ein Phänomen (wie das, dass nach „school shootings“ relativ viele Trittbrettfahrer auftauchen).

  3. So unschön seine Aussagen auch sind, so wärmt es mir doch das Herz, wenn Journalisten, wie schon Politiker und viele andere vor ihnen, ihr Nichtwissen so offen zu schau Stellen und sich selbst sogar noch widersprechen (s. Auffassung von Wissenschaftsjournalismus). Als nächster Schritt muss dies nur noch der breiten Öffentlichkeit klar gemacht werden und schon geht es mit der Glaubwürdigkeit der Leute in den Keller. Ideas anyone?

  4. könnten wir ihm denn nicht eine mail senden wo wir auf diesen beitrag hinweisen oder bei generell allen „gästen“ und ihnen erläutern was bei ihnen „“ falsch ist?

  5. Haha, der fast da praktisch alles zusammen was ich über diverse verschiedene Leute für meine Arbeit an einer negativen Wahrnehmung diesbezüglich zusammengesucht habe.
    Hätte jetzt auch schreiben: „Killerspiele“ – so wie Ranga Yogeshwar sie sieht ;-) Ein wahres Sammelsurium. Von der Militär-Komponente über die Suchtproblematik bis zu angeblich nicht funktionierenden Jugendschutzsystemen.
    Aber Neues ist dort wirklich nicht dabei (gewesen), oder?

  6. Also die Selbstverständlichkeit wie WoW mittlerweile als „Killerspiel“ bezeichnet wird finde ich schon bemerkenswert. Die Spieler tun mir dafür schon fast leid^^.

  7. @der_Typ
    Haben wir Gamer schon oft gemacht, die Reaktion darauf ist dann immer die das es heißt:“Die Gamer haben doch nur Angst vor der Wahrheit und das man ihnen ihr Suchtmittel entzieht“.

  8. @Rey
    Liegt daran das niemand weiß was ein Killerspiel eigentlich sein soll, da die Bezeichnung Killerspiel nichts als ein Fantasiewort ist. Deshalb kann da so ziemlich alles reingeworfen werden was da ist, manche Leute würden auch ein Super Mario als Killerspiel bezeichnen.

  9. Ich bin nicht von den Äußerungen überrascht, Yogeshwar ist Baujahr 59 kennt das Medium nicht. Sein Sender CDU, ähmn … ZDF ist nunmal die Hand die ihn füttert und die beißt er nicht. CDU Linie Atomenergie = gut, Killer(Computer)spiele = böse. EON(45% Atomenenergie und EnBW (75% Atomenergie) haben ihn 06 bis 08 gesponsert und nun haben wir Proatompropaganda im angeblich so unabhängigen, niveauvollen, öffentlichrechtlichen Kinderprogramm. Jemand wie Yogehwar kann nur ein Heuchler sein, der auf der einen Seite den Wissenschaftler mimt auf der anderen Seite gerade an neue Dinge voreingenommen und urteilsbehaftet heran geht. Aber das kennen wir auch schon von seinen SPD Pendant Pfeiffer.

  10. Die taz hat auch mal wieder was
    http://taz.de/Serious-Games/!87276/ :
    „Aber es ist nicht das, was Birgit Roth, die Geschäftsführerin des Lobbyverbandes G.A.M.E., bekümmert. „Nicht jedes Kind kann jedes Spiel spielen“, seufzt sie. Will sagen: Der Ruf der Spiele ist schlecht. Vor allem der der Egoshooter, wo man den nächsten Level nur erreicht, wenn man immer mehr Leute umlegt.

    „Wir versuchen, viele Jugendschutzmaßnahmen umzusetzen, aber wir wollen auch über die 98,6 Prozent der normal spielenden Jugendlichen reden“, sagt Roth trotzig.“

  11. Bevor ihr euch in die übliche „ich-hab-recht-und-die-journalisten-keine-ahnung“-haltung begebt, guckt doch bitte zuerst den beitrag und schaut dann, was hier daraus gemacht wurde.
    Yogeshwar bezeichnet WoW als killerspiel – da spricht auch nix gegen, schließlich ist der begriff nicht definiert! tatsächlich differenziert er ja zwischen verschiedenen arten von spielen.
    er kritisiert die hohe präsenz von militär und soldatentum in videospielen und weiterhin das spielsystem von WoW, das den spielern ausdrücklich anreize gibt, möglichst viel zu spielen – die tatsache würden ja wohl auch die designer von blizzard bestätigen.

    wo bitte sind diese aussagen „populistisch“?

  12. @Grief(er?) Der Begriff „Killerspiel“ ist abwertend gegenüber von Spielen und Spielern und an sich schon ein Beweis für die Ignoranz des Verwenders. Ich kenne den Beitrag natürlich, ich verfolge Kreymeyers Fernsehkritik TV schon lange. Videospiele transportieren genau wie alle anderen Medien eine breite Palette an Themen, und natürlich dürfen sie auch Krieg thematisieren. Das jedes Spiel Anreize es zu spielen bietet ist völlig normal. Deine Anschuldigung ist Blödsinn, denn jedes Medium versucht sich für die Konsumenten so interessant wie möglich zu machen. Ranga Yogeshwar kritisiert und differnziert nicht er plappert nur Blödsinn nach den irgentwo aufgeschnappt hat ohne sich mit den Tatsachen oder Fakten tatsächlich zu beschäftigen, den Beruf Journalist sollte man ihm aberkennen.

  13. Ich hab die Folge auch gesehen. Yogeshwar kam soweit symphatisch und intelligent rüber bis er die Frage nach den Games von Holger (infolge einer Sendung die Yogeshwar wohl zum Thema gemacht hatte) gestellt bekam. Das meiste was dann kam war mal wieder reif für Kopf —> Tisch. Schade eigentlich damit verspielte er den guten Eindruck den er zuvor hinterlassen hatte. Im Forum von FK.TV wird übrigens auch heiß über Ranga´s Äußerungen zu dem Thema diskutiert.

  14. Y. bezeichnet Rap als Negermusik – da spricht auch nix gegen, schließlich ist der begriff nicht definiert! tatsächlich differenziert er ja zwischen verschiedenen arten von Rap.
    er kritisiert die hohe präsenz von Gewalt und Kriminalität in Rapmusik und weiterhin das vertriebssystem von WoM, das den Höhrer ausdrücklich anreize gibt, möglichst viel zu höhren – die tatsache würden ja wohl auch die Sänger wie Bushido bestätigen.

    wo bitte sind diese aussagen “populistisch”?

  15. @Skully
    Es gab hier einmal einen Generalintendanten des Österreichischen Rundfunks namens Gerd Bacher der bei öffentlich-rechtlicher Programmgestaltung von einer „Zwangsbeglückung“ des Publikums ausging. Noch dazu kam da, dass es hier anders als in Deutschland wo ein Privatfernsehen mit „Sch***“ apostrophiert wird gar kein solches gab, also ein striktes Monopol dieses Rundfunks – Jahrzehnte Großer Koalitionen sei Undank.
    Es hat nachdem Radio Luxemburg in Deutschland um 1984 durchgebrochen ist hier in Österreich noch über 20 Jahre gedauert bis sich die Verhältnisse diesbezüglich geändert haben: vielleicht sollte sich hier mal auch überlegt werden, dass das deutsche Privatfernsehen das heute mit gegen Videospiele hetzt in den 1980er Jahren noch etwas anders ausgesehen hat. So wurden damals das erste Mal im deutschen Fernsehen (oft nur in zensierter Form aber immerhin) überhaupt viele deutsche Filme aus den Siebzigern gespielt, welche damals indiziert wurden und es zum Teil bis heute noch sind.
    Und das ist auch die Idee von Rundfunk so oft glaub ich: wenn ein Richard David Precht beim Spiegel in seinen „Sozialen Kriegen“ etwa postuliert, dass zuviel Freiheit unsicher mache, dann stößt das in ein selbes undemokratisches, ich möchte aus tiefster Überzeugung sogar sagen antidemokratisches Horn. Dass von oben herab über eine Masse oder Minderheit bestimmt werden möchte, deren Geschmack und Empfinden eben keinen gängigen Vorstellungen so entspricht und darüber Gewalt ausgeübt werden soll – über so Reden wie von „Killerspielen“ etc. Sicher wird „Killerspiel“ nicht immer so verwendet werden, aber meistens ist es doch als eine Form von Hassrede (hate speech) anzusehen. Auf der anderen Seite wird das wiederum anders gesehen werden, und werden eher die „Killerspiele“ sich als Hassreden vorgestellt.
    Also nein, die Vorstellung „dass jedes Medium versucht sich für die Konsumenten so interessant wie möglich zu machen“ erscheint mir da gar nicht unbedingt weit verbreitet zu sein, eher jene halt dass das Medium sein Publikum moralisch belehren möchte, soll usw. usf.

  16. Ich werde Herrn Yogeshwar wohl mal einen Brief schreiben müssen:

    Lieber Ranga Yogeshwar,

    in einem Interviev haben Sie behauptet: „Es gibt Killerspiele, wo es tatsächlich um das echte Schießen geht – Schießtraining“

    Sie haben vom Schießen und Waffen und von Ballerspielen offensichtlich keine Ahnung. Hätten Sie sie, dann wüssten Sie, dass Ballerspiele mit „realistischem Waffentraining“ absolut nichts zu tun haben. Ich will denjenigen Spieler sehen, der mit einer echten Waffe ohne echtes Training überhaupt die Scheibe trifft. Schon statisches schießen auf 25 Meter ist eine Herausforderung, die ohne Übung nicht zu meistern ist.

    Selten und sehr vereinzelt tanzen solche Experten mal auf dem Schießstand an. Die wundern sich dann, dass sie nichts treffen. Viel öfter kommen aber Gamer, denen der Unterschied – im Gegensatz zu Ihnen – völlig bewusst ist.

    Es mag vereinzelt Gamer geben, die Spiel und Realität nicht sauber trennen können. Aber das sind so wenige, dass sie im statistischen Rauschen komplett untergehen. Kein Gamer kriegt den „Killflash“, weil er spielt. Genau so wenig wie ein Sportschütze zum Amokläufer oder Verbrecher wird, nur weil er Waffen hat. Die wenigsten Gamer würden freiwillig zur Bundeswehr gehen. Die können nämlich sehr genau zwischen Spiel und Realität unterscheiden – auch die meisten von den ganz jungen, die solche Spiele eigentlich nicht spielen dürfen.

    Sie bedienen hier Vorurteile und Klischees und sie belegen mit ihrer Aussage, dass Sie von der Materie keine Ahnung haben.

    Magazinwechsel im Spiel = ein Knopfdruck oder automatisch. IRL = hektisches gefummel, wenn’s schnell gehen soll.
    Schießen im Spiel = Visier oder Rotpunkt auf’s Fadenkreuz und Taste drücken. IRL = Kontrolle von Atmung, Puls und dem Gewackel des eigenen Körpers. Ungeübte schießen oft sogar auf sehr kurze Entfernungen vorbei.
    Kondition im Spiel = per Tastendruck. Keine körperliche Kondition erforderlich. IRL = Kraft und Ausdauer müssen trainiert werden. Die ersten 5 Schuss gehen vielleicht noch. Dann aber braucht es viel Training, Kraft, Konzentration, Disziplin und Selbstbeherrschung um die nächsten 25 Schüsse auch noch sauber auf die Scheibe zu bringen.

    Und jetzt behaupten Sie noch (bzw. deuten an), dass ein Spiel ein Militärtraining ganz oder teilweise ersetzen kann? Oder dass es die Kids scharf auf Militär und killen macht? Das ist eine Weltfremdheit, die massiver Unwissenheit geschuldet ist. Dass in manchen dieser Spiele ethisch/moralisch angreifbare Szenarien auftauchen, ist der Realität geschuldet. Die ist nämlich meist die Vorlage für solche Spiele. Und WoW hat schon mal überhaupt nichts mit First-Person-Shootern zu tun.

    Als LWB (Legal-Waffenbesitzer) und ehemaliger Gamer kann ich Ihnen versichern, dass Ihre Aussagen im Interview teilweise völlig falsch sind.

    Ich hoffe sehr, dass ihre Wissenschaftssendungen mit mehr Sachkunde und Fachwissen unterfüttert sind, als Ihre Behauptungen im Interview.

  17. Also mir gehts ähnlich wie Vic. Ich mochte Herrn Yogeschwar immer und habe auch bei den naturwissenschaftlichen Themen nie etwas gesehen was wirklich falsch war. Verkürzt um es besser erklären zu können, das schon, aber falsch nicht.
    Hier finde ich es besonders traurig weil er die gängigen Vorurteile einfach abspult und eben so wie es aussieht nicht weiss wovon er spricht. Es ist schade weil er jemand ist dem man glaubt wenn er sowas sagt, er hat einen guten Ruf bei der Bevölkerung als Wissenschaftler der den Menschen die Welt erklärt.

    Inhaltlich stört mich nichtmal sonderlich dass er sagt viele WoWler würden Sucht(ähnliches)verhalten zeigen. Ich habe das Spiel (und andere vergleichbare) jahrelang gespielt und habe da eine gute Stange Leute getroffen die aus meiner Sicht Suchtverhalten zeigen. Ob es 10% sind bezweifle ich, aber 2-5% sind aus meiner Sicht nicht unrealistisch. Und zumindest phasenweise hat fast jeder WoW-Spieler das an sich gemerkt, diesen wahnsinnigen Drang alles andere zu ignorieren weil das Spiel eben gerade so geil ist.
    Den „Vorwurf“ der Taschengeldkompatibilität muss sich WoW natürlich auch gefallen lassen, ab12 ist halt die Zielgruppe. Das gilt aber auch für YuGiOh, Pokémon und dutzende anderer Dinge. Man passt sich eben an die Zielgruppe an. Das macht das ganze nicht verwerflich.

    Klar, Förderung durch das Militär und die stereotypischen Feindbilder finde ich auch nicht schön in Spielen oder auch in anderen Medien, es hat immer ein „Gschmäckle“ wie man hier sagt. Ich finde es ist in Ordnung das zu kritisieren.
    Durchgefallen ist Herr Yogeschwar beim Wort „Killerspiele“, das muss einfach nicht sein aus meiner Sicht. Man kann – wenn man es schon unbedingt benutzen will – darauf hinweisen dass es polemisch ist. „Gewaltbeherrschte Spiele“ ist halt weniger griffig, aber wenn man es als Synonym akzeptiert dann ist natürlich WoW ein solches. Da gibt es für mich keine Diskussion.
    Und das mit dem Schießtraining, naja… Da hat er auch gepatzt. Schade.

    Gruß
    Aginor

  18. Hi,

    Ranga bezieht sich wohl auf eine Studie von 2008 [1]. Besonders zu beachten sind dabei die Hinweise im Vorwort: „Ziel der Untersuchung ist es, die Relevanz dieser Faktoren für den pathologischen Computer-spielgebrauch zu bestimmen“ und „Die Daten wurden an keiner repräsentativen Stichprobe erhoben, demzufolge können
    die Ergebnisse nicht verallgemeinert werden“.
    Mit dieser Studie hätte man so nicht argumentieren dürfen.

    [1] http://www.medieninfo.bayern.de/index.asp?MNav=1&2NDNav=0&TNav=2&ThID=256&Med=1112

    Grüße,
    Jonny

  19. Glaubwürdigkeit hat Herr Yogeschwar bei mir nicht eingebüßt, nur beim Thema Videospiele scheint er sich entweder (noch) nicht auszukennen oder auskennen zu wollen. Ich befürchte nur, da er auch die Jugendschutzbestimmungen in Deutschland für unzureichend hält, könnte er sich schnell zu den Verbotsforderern gesellen, ohne auch nur eingehend die Thematik angeschaut zu haben. Sympatisch ist er mir übrigens immer noch. Er brachte seine Äußerungen ohne große Polemik rüber.

  20. Ich schätze Herrn Yogeschwar sehr, aber das hört sich 1:1 an wie Christian Pfeiffer (KFN)! Ich denke, er hat sich einseitig aus „seriösen“ Quellen informieren lassen und kennt sich einfach nicht aus. Bei der Vermittlung von Naturwissenschaftlichen Themen ist er nach wie vor einer der Besten!

    boje

  21. Der hier interviewte Journalist spricht ziemlich differenziert über Videospiele und kennt definitiv World of Warcraft, er unterscheidet es sogar von den richtigen Killerspielen, wie man verstanden haben könnte, wenn man die Aussagen gelesen hätte.

    Aber hier ist leider wieder nur die übliche Haudrauf-Kommentarriege unterwegs, die jedem pauschal die Ahnung abspricht, der anderer Meinung als das eigene Zockerhirn ist.

    Trauriger Internetmob. Eigentlich war das hier mal das klügerer Medium.

  22. “Es gibt Killerspiele, wo es tatsächlich um das echte Schießen geht – Schießtraining, es gibt Killerspiele, wo zum Beispiel man sich doch als User fragen muss, wieso ist ein so aufwendiges Militärspiel so günstig ”

    Das ist schlichtweg die Wahrheit, liebe supersachkundige Kommentatoren ohne Recherchefähigkeiten: Americas Army. http://www.americasarmy.com/

  23. Schade, dass sich hier kaum jemand das Interview, welches sehr gut ist, angesehen hat. Es wird wieder genau das gemacht, was man dem Fernsehen vorwirft, Aussagen einseitig betrachtet. Ja Herr Yogeshwar hat zu einer Frage zum Thema Killerspiel WoW genannt, ja er hat auch in diesem Zusammenhang das Wort „Ballern“ in den Mund genommen. Dieses hatte meines Erachtens aber nichts mit WoW zu tun, sondern mit dem Thema Killerspiele. Zu WoW führt er an, dass dieses ein Zeitfresser ist, Spieler zu pathologischen Spielern erzieht. WoW sei ein Spiel ohne Ende, konzipiert mit monatlichen Gebühren um möglichst viel Geld zu verdienen. Hierzu wird auch eine Studie der Universität Koblenz/Landau angeführt (10% der WoW Spieler = pathologische Spieler). Die Punkte kann man also durchaus nachvollziehen (muss sie aber nicht teilen!). Nun denke ich, dass Ranga Yogeshwar, WoW genau aus diesen Gründen zu den Killerspielen zählt. Man kann ihm hier natürlich völlig zurecht vorwerfen, ein hirnloses Wort dumm nachzusprechen, auch der kurze Gebrauch vom Wort „Geballer“ und „Abstechen“ ist natürlich Quatsch und dumm. Im Eigentlichen Sinn geht es ihm hier, und das macht er auch sofort deutlich um den Suchtwert dieses Spiels. Hierzu grenzt er es im Weitern auch noch einmal von Militärshootern ab. Zitat “ Es gibt Spiele von bis, also Spiele bei denen es ums echtes Schießen geht“ Anm. hier denke ich meint er Egoshooter, in den Medien als Killerspiele verschrien, „[…] und dann gibt es Spiele wie World of Warcraft wo natürlich nicht nur geballert wird aber wo sozusagen eine Entkopplung zwischen Wirklichkeit und einer Scheinwelt stattfindet, die aber in der Intensität enorm ist“ Hieran sieht man deutlich worauf es ihm eig. Ankommt, nämlich nicht zu sagen, das WoW ein Militärshooter ist, sondern auf seine Art süchtig macht, von der Realität wegführt. Vorwerfen kann man ihm hier natürlich, dass er WoW eine gewisse Brutalität unterstellt, aber dies als die eigentliche Aussage zu brandmarken ist falsch. Hiermit tut man genau das, was man den Medien vorwirft einen Teilaspekt aus dem Zusammenhang nehmen (Bsp. In einem Spiel gibt es eine Schusswaffe = Killerspiel), und diesen dann Repräsentativ für das Ganze zu betrachten. Die eig. Aussage ob WoW nun ein süchtig machendes Spiel ist, wäre die viel interessantere Diskussionsgrundlage gewesen. Das wurde hier leider verpasst. Stattdessen hält man sich hier nur ein Wortfetzen fest ohne den gesamten Zusammenhang zu betrachten. Zu erwähnen wäre noch, dass ich selber lange Zeit WoW gespielt habe und es immer noch für ein großartiges Spiel halte. Auch bin ich kein besonders großer Ranga Yogeshwar Fan. So bin ich der Meinung, dass er in manchen Sendungen zum Thema Klima, oder „Epidemien“ Panikmache betrieben hat. Ich bin aber auch der Meinung, dass man sich bevor man sich über etwas künstlich aufregt, besser informieren sollte um sich ein eigenes Bild machen und nicht nur dumm nachzuschwätzen.

  24. 2 Personen, die ihr Halbwissen präsentieren (auch wenns gut gemeint war): Ist nichts Neues. Niemand ist fehlerlos, das ist klar. Aber man sollte auch mal zugeben können, wenn man sich geirrt hat oder von einer Sache nicht genug Ahnung hat.

  25. Junge Menschen sind ein besonders attraktives Klientel, und schon längst haben pfiffige TV-Sender ihre junge Kundschaft eingeschworen: mit Sendungen wie „Sesamstraße“, „Die Sendung mit der Maus“ und „Teletubbies“ werden bereits die Kleinsten auf den täglichen Fernsehkonsum gedrillt.
    .
    Die GEZ bescherte im vergangenen Jahren den öffentlich-rechtlichen Sende-Anstalten (in deren Aufsichtsräten sich etliche Politiker ein kleines Zubrot zu ihren kargen Bezügen verdienen) einen Rekordumsatz von mehr als sieben Milliarden Euro… alleine in Deutschland. Die GEZ nutzt ein wirkungsvolles Bindungsmodell: Für 17,98 € pro Monat, ein zu bewältigendes Taschengeld, können die Zuschauer in ein virtuelles Reich eintreten. Dieser TV-Konsum, so eine Studie, sei bekannt für seine Zeitintensität.
    .
    Monatlich anfallende Zwangsgebühren (egal ob man das Angebot nutzen möchte oder nicht), die leichte Verfügbarkeit, Verpflichtungen innerhalb des Bekanntenkreises (man muss schließlich mitreden können) sowie das Fortlaufen der Daily Soaps bei Abwesenheit des Zuschauers erzeugen eine starke Bindung, weshalb dieser Unterhaltungsart oftmals ein Suchtpotenzial zugesprochen wird. ;-)

  26. @Was für ein Unsinn:
    Nein, America’s Army zählt nicht zu den Spielen mit denen Schießen einübbar ist.
    Und ja, es wird vom US-Militär mitfinanziert aber da behauptet hier auch niemand was anderes. Warum auch?

    Es mag durchaus sein dass hier ein paar Kommentatoren übers Ziel hinausschießen (huch, schon wieder schießen! ^^ ) aber im Grundsatz ist es schon so: Herr Yogeshwar gibt hier nicht wirklich die Realität wider. Und da wo er es tut ist er unnötig tendenziös von der Wortwahl her, leider.
    Die User hier deswegen als Mob zu beschimpfen halte ich nicht nur für unnötig sondern auch für unhöflich, genau wie Deine Verallgemeinerung der User hier.

    Gruß
    Aginor

  27. @Sunstar Nun, das Interview war sehr gut, da es zweifelfrei Yogeshwar als Heuchler und Diletannten entlarvt hat.

    @WfeU Ach, weil die US Streitkräfte mit Hilfe eines Computerspiels auf Freiwilligenfang geht sind alle Ego Shooter und das Medium Computerspiele, völlig egal wie sie Krieg darstellen, aus historischer Sicht (Brothers in Arms), aus Actionsicht mit viel Subtext (COD Serie) gleich böse. Die US Streitkräfte werben auch mit Funk und Radiospots, Fernsehserien (JAG, NCIS …), Filmen, Paraden, Flugblättern, Internet, Rekrutierer an Bildungseinrichtungen und so weiter….

    Americas Army ist auch kein Schießtrainig, da wie schon oben die von EsEf genannt Gründe hier auch zutreffen, wenn diese Aussagen stimmen würden brauchen Armeen keine Trainingseinrichtungen mehr oder eine Grundausbildung. Einfach Uniform und Flugticket per Post zuschicken … :D

  28. @skully:
    Generell Zustimmung, aber Deine erste Aussage finde ich übertrieben. Man kann durcchaus dieser Meinung sein, das hat zwar etwas von Dilettantentum (vom Wortsinn her sind im Übrigen fast alle hier Dilettanten, weil kaum einer von uns einen Abschluss in einem Fach aufweist, das sich mit der Wirkung von Medien beschäftigt), aber Heuchelei muss es nicht sein. Man kann und darf trotz oder gerade aufgrund der bekannten Fakten dieser Meinung sein. Hanlon’s Razor gilt hier denke ich schon. Herrn Yogeshwar eine politische Agenda unterstellen zu wollen finde ich bei dieser Sachlage etwas weit hergeholt.

    Gruß
    Aginor

  29. @Sunstar
    Selbst wenn 10% tatsächlich als pathologisch gelten könnten. Wo ist da eine Verantwortung die restlichen 90% nicht (mit) zu pathologisieren?
    15-20% weisen der gesamten Menschheit weisen schon solche Krankheiten und/oder Lebenssituationen auf, dass sie als Menschen mit Behinderung gelten. Es ist auch fraglich, bei welchen anderen Tätigkeiten, Umständen, Denkweisen mit potentieller psychischer Abhängigkeit Menschen solche Pathologien aufweisen, zumal sie im zwischenmenschlichen Bereich doch zum Beispiel so gut wie gar nicht untersucht werden.
    Ich kritisiere auch persistente Online-Welten welche ein Publikum über diverse (Abo-)Bezahl-Modelle sozusagen noch extra binden und (andere) Leistungsgesellschaft nachahmen. Weshalb werden so etwa „Scheinwelten“ kritisiert, aber nicht die – wenn man so will – Originale, deren gewissermaßen Vorbilder. Nein stattdessen wird ein Näherbringen von Militär-Bildern negativ gesehen. Warum das eigentlich – über welche Ideologie. Also ich finde diese Äußerungen allesamt auch sehr entlarvend.

  30. @Aginor Ich unterstelle nicht das Yogeshwar eine politische Agenda hat, dazu fehlt ihm eindeutigt richtige Macht und politischer Scharfsinn. Ich unterstelle das er heimlich die politische Agenda andere Leute im Kinderprogramm vertritt und selektive Ansichten propagiert, für Geld. Was angesichts des angeschlagenen Rufs des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht weit hergeholt ist, dort wurde Journalismus leider teilweise durch politischen Kadergehorsam ersetzt.

  31. Nächste Woche ist übrigens wieder ein Spielekritiker zu Gast, Jürgen Domian. Können ja mal im Fernsehkritik Forum eine Frage dazu stellen, ich hab dort leider keinen Account.

  32. Um das nochmal klarzustellen:
    Die Untersuchung besagt nicht, dass 10% aller Spieler „pathologisches“ Verhalten zeigen, sondern 10% aller Jungen, Spieler und Nichtspieler, die in dieser Studie gefragt wurden. Die Zahl ist dabei vollkommen irrelevant. Sie ist keine kontrollierte Größe. Nochmal: Bei dieser Studie ging es nur darum, pathologische Spieler mit nicht-pathologischen zu vergleichen.

    Was bedeutet überhaupt „pathologisch“? Die Wissenschaftler bezeichnen das so: Negative Auswirkung auf Schule und Sozialleben; nicht mit dem Spielen aufhören können; körperliche Erscheinungen wie Unruhe, Nervosität und Gereiztheit, wenn über längere Zeit hinweg nicht am Computer gespielt wurde; und wenn der Zeitaufwand für Computerspiele insgesamt steigt.
    Was bedeutet „pathologisch“ nicht? Alles andere. Insbesondere bedeutet es nicht, dass man „viel Zeit“ mit Computerspielen verbringt.

    Ich halte den Artikel oben für tendenziös. Bis auf die Verwendung dieser einen Zahl waren die Ausführungen von Ranga deutlich vernünftiger, als sie hier teilweise dargestellt werden.

  33. @Jonny
    Die ersten beiden Absätze Ihres Comments ergeben doch gar keinen Sinn. Wie kann ein „Nichtspieler“ dann ein „pathologisches“ Verhalten dahingehend überhaupt an den Tag legen, „wenn über längere Zeit hinweg nicht am Computer gespielt wurde; und wenn der Zeitaufwand für Computerspiele insgesamt steigt.“ Es werden eben schon nur „Spieler“ kulturell ausgewählt worden sein, wobei sich auch die Frage stellt wie da jemand überhaupt an diese Gruppen kommt. Über welche Mittel – wer sich dort melden wird, wer bereit sein wird da mitzuarbeiten usw. Dann wird es halt um jene „Spieler“ gegangen sein die „nicht spielen“, diese „Nichtspieler“ und genau da werden auch die jeweiligen politischen Interessen liegen weshalb solche Forschung überhaupt finanziert wird, usw. usf. Wenn „pathologisch“ so definiert wurde wie beschrieben und es nicht um „alle Spieler“ gegangen wäre, sondern noch dazu um alle „Jungen“ – also wenn da offenbar geschlechtsspezifisch gearbeitet wurde. Gerade diese ausgewählt worden sind oder sich gemeldet haben: weshalb werden zum Beispiel eher (junge) Männer untersucht bei solchen Geschichten, und keine Frauen, etc.

  34. @10% Süchtige
    Ist das nicht die Untersuchung vom KFN? Ich hoffe der Jonny weiß, dass das KFN in dieser „Studie“ nur Neuntklässler einer Schule in Niedersachsen befragt haben, sie somit keinerlei Aussage über die Gesamtbevölkerung hergibt, weder von der Anzahl der Untersuchten, noch dadurch, dass eben NUR Neuntklässler befragt wurden.

    Verweise da auf eine deutlich umfangreicherer (da u.a. bevölkerungsrepresentativ und nicht nur reines Fragebogenauswerten) Untersuchung des Hans-Bredow-Institutes, wo die Zahl deutlich geringer ausfällt (0,3% „abhängig“). Der Jan-Hinrik Schmidt hat die Ergebnisse hier nochmal schön dargestellt: https://www.youtube.com/watch?v=xF5bc3AkDUo

    PS: Durch das schauen der Präsentation gemerkt, dass die 10% wohl doch nicht vom KFN kommen, dennoch eine ziemlich obskure Zahl (da ohne Quellenangabe).

  35. „Yogeshwar deutet sogar eine Subventionierung dieser Spiele an“.

    *sogar*

    Willst Du damit implizieren, eine Subentionierung fände unter keine Umständen statt, falls ja: http://www.americasarmy.com/

    Weiterhin würde ich einfach mal behaupten Spiele wie Battlefield werden, wenn auch nicht durch Geldleistungen, ebenfalls von der Armee unterstützt … das ist bei Filme die der US-Armee genehm sind ebenfalls gang und gäbe.

  36. Behaupten kann ich viel, wenn ich nichts beweisen muss. Was AA angeht wirst du hier niemanden finden, der das bestreitet, dass die amerikanische Armee einen eher mittelmäßigen Shooter hat produzieren lassen, um für sich zu werben. Dass das Spiel aber keinerlei größere Bedeutung in der Gamerszene hat (und hatte) sollte man dabei auch zur Kenntnis nehmen.

    Die Armee macht ein Werbespiel. So What? Ich werde deshalb keinen Fuß in ein Rekrutierungsbüro reinsetzen.

  37. Hui, hier haben wir ja mal wieder alles von Gewalt, Sucht über US-Propaganda, Schießtraining und die Kommerz-Keule. Dazu eine gewaltige Ladung Ressentiments. Irgendwie habe ich das Gefühl wir sind genauso weit wie vor drei Jahren….

  38. @steven
    Ja, was willst du mir jetzt damit sagen? Ja, bei AAA-Titeln suchen sich die Firmen Berater um ihre Spiele ihrer Vorstellung von Realismus anzupassen. Das ist aber anders herum, als hier behauptet. Das ist aber keine Subvention. Die Army zahl kein Geld an EA und co., damit diese ihnen genehme Spiele produziert (vielleicht solltest du mal das Wort bei Wikipedia nachschlagen).

    Das kann man nun gut, oder schlecht finden (ich finde Spiele u. Filme mit einem zu deutlich us-militaristischen Hintergund nicht sonderlich ansprechend), es ist aber mit nichten so, dass die Army nichts anderes zu tun hat, als Spieleentwicklern andauert „Advisors“ zuzuschicken und ihnen Aufträge. Die Entwicklung kommt eher aus der anderen Richtung.

  39. Weshalb sollte eine Armee auch kein Werbespiel machen?
    Zu den „Militainment“-Vorwürfen eines Peter Bürger und Co.: ich erinnere bloß daran, dass „Medal of Honor“ nahe von US-Militärbasen beinahe untersagt worden wäre. Selbst ein Schulze von Glaßer musste zugestehen, dass die Hauptfigur am Ende davon stirbt. Und dann hieß es: „… wenn die Spielfigur des Spielers am Ende des aktuellen „Medal of Honor“ stirbt bleibt man stutzig vor dem Bildschirm zurück.“ http://www.militainment.info/2011/07/06/pseudo-realitat/
    Weshalb bleibt da so jemand „stutzig“ zurück? Weil die eigenen Vorurteile (einmal) nicht bestätigt wurden?

    Kein historischer oder zeitgenössischer Titel wird auf historische oder militärische Unterstützung verzichten können. Nur wer macht die für gewöhnlich – bei Videospielen: Veteranen, Leute deren Militärkarriere längst vorüber ist. Genau so wie ein „Deus Ex: Human Revolution“ für seine aufwendigen Kostüme eine entsprechend fundierte Mode-Beratung verlangt haben wird.
    Das ist doch alles (immer) nur angemessen, wenn es der Fall ist.
    Sicher wird, wenn ein US-Militär in der Filmindustrie tatsächlich materiell aushelfen soll, kein Anti-Militärfilm am Ende rauskommen. Aber wer möchte auch schon einen Anti-Militärfilm haben? Ich habe den Eindruck so, dass Leute welche Äußerungen gegen Militär (auch sonst) vorziehen, bei Medien davon ausgehen, dass Anti-Krieg gleich Anti-Militär sein soll… Und dahingehend kann ich jedenfalls bloß immer wieder daran erinnern, dass das Militär abgesehen von Gerät auch nur aus Menschen besteht, dass SoldatInnen Menschen sind. Menschen denen wie allen anderen hoffentlich Respekt gebührt. Und Abbilder davon werden auch in den Spielen gesteuert.

  40. Korrektur: „kein historischer oder zeitgenössischer Titel mit thematischem Miltär-Hintergrund“ natürlich.
    Um noch ein Beispiel für eine starke Militär-Vergangenheit zu bringen: Atomic Games von Peter Tamte (Breach)
    Menschen machen (auch) Videospiele –

  41. @steven Militärische Berater bei Videospiele die vom Krieg handeln sind nichts neues, aber diese Berater stehen auf der Lohnliste des Entwicklers/Publishers und nicht auf der Lohnliste der US Armee oder US Regierung, wo ist da der Unterschied? Nun bezahlt das Militär werden Einschnitte in die Handlung vorgenommen benehmen sich US Soldaten nicht ehrenhaft wird dieser Teil vom Militär umgeschrieben. Call of Duty Modern Warfare 1/2/3 würde sicher nicht vom US Militär unterstützt werden, da einer der Hauptatagonisten des Spielers in der Geschichte ein US Special Forces General ist. Berater die von Spielefirmen bezahlt werden stellen nur bestimmte technische Teile des Equipments vor und erklären Regeln oder Vorgehensweisen von Soldaten die eine tiefere Immersion im Spiel erlauben, sie haben keinen Einfluss wie eine Geschichte abläuft, und daher sind die COD Spiele oder Battlefield keine Propaganda sondern Kulturgut.

  42. @steven
    Das ist keine Subventionierung, sondern eine Eigenproduktion. „Advisors“ mit militärischen Hintergrund gibt es auch nicht bei jedem Spiel und diese sind oftmals schon im „Ruhestand“, dass heißt nicht mehr auf der Gehaltsliste irgendeiner Armee. Auch wird das Spiel nicht dadurch billiger, dass jemand den Entwicklern verklärt wie Rangabzeichen der US-Armee 1944 aussahen.

  43. Ja, Mr Modgamer, was will ich Dir wohl sagen? Vllt. liest Du mal meinen ersten Post, dann könntest Du darauf kommen.

    Aber die Art, in der Du auf mich reagierst zeigt sehr deutlich, dass Dir ziemlich egal ist was ich sage oder schreibe. Ich habe ganz offensichtlich die falsche Meinung.

    Du erklärst in Deiner ersten Antwort auf mich „Behaupten kann ich viel, wenn ich nichts beweisen muss“. Ich habe Dir einen „Beweis“ gegeben.

    Dann pisst Du mich an, ich möge mal „Subvention“ bei Wikipedia nachschlagen. Habe ich getan, denn ich kann mit Kritik umgehen, scheinbar im Gegensatz zu Dir. Was lese ich also in der Wikipedia:
    „Eine Subvention (von lat. subvenire = zu Hilfe kommen) ist eine vermögenswerte Zuwendung eines Verwaltungsträgers oder des Staates an natürliche oder juristische Personen ohne marktmäßige Gegenleistung, die der Förderung eines im öffentlichen Interesse liegenden Zwecks dient.“
    Ungefähr das, was ich in meinem VWL-Studium gelernt habe.

    Was soll ich jetzt sagen: „vielleicht solltest du mal das Wort bei Wikipedia nachschlagen“ … Klugscheisser.

    Mal deutlich: Wenn die US Armee Berater an EA ausleiht, ohne dafür Bezahlung zu verlangen wäre das eine vermögenswerte Zuwendung…

    Der Rest von Deinem Gefasel hat recht wenig mit meinen Äusserungen zu tun.

    Aber ist mir wurscht was Du denkst oder hier schreibst, ich bin nur einmal vorbeigekommen und werde es wegen Deiner Art nicht wieder tun.

  44. @steven
    Etwas mehr Anstand würde dir auch gut stehen. So könntest du beispielsweise so freundlich sein deine Logik zu erklären.

    Wenn Ranga behauptet, dass man sich Gedanken darüber machen solle, warum ein Spiel „so günstig“ sei und damit auf Subventionen anspielt, würde dies für mich voraussetzen, dass es Spiele privater Anbieter gibt, die in Hinblick auf ihren subversiven Inhalt vergünstigt angeboten werden. Das ist aber afaik nicht der Fall: Die Preisgestaltung richtet sich afaik nach kommerziellen Gesichtspunkten und von „günstig“ gibt es offenbar auch verschiedene Auffassungen.

    Des Weiteren meinst du belegt zu haben, dass das Militär privaten Spielentwicklern kostenlos Berater zur Verfügung stellt. Wärest du so nett mich darauf hinzuweisen, wo du dies getan hast? McNab dürfte schon seit 1995 nicht mehr von der britischen Regierung bezahlt werden – er verdingt sich seit dem als Buchautor, so dass ich annehme, dass er sich auch für die Arbeit von Dice hat bezahlen lassen. Allgemein macht es für mich auch den Eindruck, als ob die Berater für militärische Themen nicht mehr im aktiven Dienst sind und sich nun eben auf diese Weise ihren Lebensunterhalt verdingen. Es muss sich dabei auch nicht immer um ex-Militärs handeln. So können auch Historiker herangezogen werden. In einigen Videospielen wird auch explizit darauf hingewiesen, dass das Militär nicht beteiligt wurde: „The US Military does not promote or endorse this product.“. Dass bei Filmen eine Beteiligung des Militärs üblich ist, ist mir klar, doch bei Videospiele ist das weniger relevant: Schließlich braucht man dort keine echten Panzer ausleihen, sondern kann gleich virtuelle bauen. Auch würde ich – z.B. wenn die Aufnahme von Schussgeräuschen gestattet wird – hierin keinen Umstand sehen der zu der Behauptung berechtigen würde, dass Videospiele billiger angeboten werden würden um enthaltene amerikanische Propaganda an den Mann zu bringen.

    Und zuletzt geht auch Americas Army (Teil 1 – 3) an der Sache vorbei. Das ist kein privates Spiel, sondern wurde von der US-Army entwickelt. Vergünstigt angeboten wird es auch nicht – sondern umsonst zum Download zur Verfügung gestellt. Mit diesem Umstand die Aussage von Ranga zu stützen wäre genauso stichhaltig wie die, dass man sich mal Gedanken darüber machen sollte, warum Kugelschreiber umsonst angeboten werden würden, um die politische Gesinnung zu verändern: 1. Werden zwar in der Tat Kugelschreiber im Wahlkampf von manchen Parteien umsonst verteilt, doch in Schreibwarengeschäften muss ich für diese und die Patronen leider regelmäßig Geld bezahlen. Es gibt also nicht den allgemeinen Grundsatz, dass alle Kugelschreiber kostenlos sind. Wenn ich bei Karstadt einen mitnehmen würde, könnte ich sogar angezeigt werden, weil das Diebstahl und somit eine Straftat ist. 2. Darüber hinaus dürfte auch nicht jeder Kugelschreiber einen Einfluss auf meine politische Gesinnung ausüben. Ok, nach Michael Mittermeier waren „Lamy“ und „Pelikan“ Füllfederhalter schon eine Möglichkeit für Rückschlüsse auf den Charakter einer Person, aber ich denke nicht, dass ich durch ein in einem Schreibwarengeschäft erworbenen Kugelschreiber plötzlich konservativ werde, weil die CDU vor 6 Monaten im Wahlkampf ebenfalls Kugelschreiber verteilt hatte.

    Oder möchtest du dich auf die Ebene begeben, dass z.B. dass Spielemagazin „GameStar“ von der Bundeswehr subventioniert und somit günstiger angeboten wird, weil der Redakteur Fabian Siegismund Offizier bei der Bundeswehr war/ist? Er wurde afaik auch nicht für die Arbeit an dem Magazin auf Rechnung des Bundes „entliehen“, sondern muss sich selbst seine Brötchen verdienen.

  45. “Es gibt Killerspiele, wo zum Beispiel man sich doch als User fragen muss, wieso ist ein so aufwendiges Militärspiel so günstig.“

    Das macht sowieso keinen Sinn. 50-60 Euro für aktuelle Top-Seller halte ich für ne Menge Geld.

  46. Da ging es wahrscheinlich um Americas Army oder irgendwelche kostenlosen Mods.
    Mal schaun, ob Jürgen Domian nächste Woche bei Fernsehkritik auch zu seiner Haltung gegenüber diesen Spielen gefragt wird.
    .
    Ist zwar sehr alt, aber vielleicht interresiert sich jemand dafür was Domian dazu meint:
    http://www.nachtlager.de/go/de/archiv/index?search=winnenden&category=archiv%2Ceinzelgespraeche
    (Youtube-Link finde ich zurzeit nicht mehr)
    Ab 15:25 besonders, sogar vor dem AWW, zu hören:
    Domian:
    „Das sind keine Pixel, das sind Menschen…“

  47. Das Domian kein Spielefan ist ist ja nichts unbekanntes, er hat sich ja auch schon oft genug negativ über Gamer/Games ausgelassen (Habe 1Live auf der Arbeit ja oft laufen gehabt).

  48. Mich wundert warum eigentlich noch niemand bei Domian angerufen hat und ihm erzählt hat er habe wirkliches Problem. Ja welches? Ja habe gerade ein paar tausend Menschen umgebracht. Ja wie denn? Mit einer Atombombe. Wo denn? Ja in Anno 2070! Oder: Das Problem er habe seine Freundin umgebracht, wie denn? Na sie versehentlich angeschrien, wie das? Nun ist eine Schlucht gestürzt. Wo denn? In Skyrim. Muss aufhören zu telefonieren. Warum? Hab einen Pfeil ins Knie bekommen. :D

  49. @Rey @steven
    Zumal nicht-VWLer „eine vermögenswerte Zuwendung“ in dem Sinne verstehen, wie sie (wirtschafts) Subventionen aus den Nachrichten kennen: nämlich als Überweisung von Geld durch A an B um damit C zu erreichen. Das aber die Army (Pentagon/Geheimdienste etc.) jemals Geld an EA, Activision und co. gezahlt haben wäre mir neu. Und davon hätte ich gerne Beweise.

    Das sich nämlich die Entwickler selbständig Berater suchen (wie Rey ausgeführt hat und ich auch schon geschreiben habe) ist etwas anderes, als wenn die Army (Pentagon/Geheimdienste etc.) proaktiv auf die Entwickler zugehen und einen „Advisor“ da lassen.

  50. Was erwarten den einige? Dass ein ca. 50-Jähriger sich mit den genauen Genres von Videospielen auskennt? Würdet ihr andersherum in einem Interview alles über was weiß ich z.B. naturwissenschaftliche Phänomene im Alltag wissen, und erwarten, dass euuer Gegenüber ein detailliertes Wissen darüber voraussetzt? Ich mein ich kenn mich auch gut mit Games aus, fühle mich aber nicht gleich zum Protest aufgerufen wenn jemand der sich eigtl absolut gar nicht mit dem Thema auskennen müsste immerhin einen groben ÜÜberblick über so etwas wie WoW zu haben schien. Viele gehen hier als echte Gamer heran, dabei ist es allerdings vollkommen vermessen, ihren Maßstab an Herrn Y. anzulegen. – was soll das? Es war doch ein hervorragendes Interview, aber nein kaum ordnet jemand das Wort „Killerspiel“ verzeihlicherweise falsch zu, rasten alle hier aus und schreiben nur darüber, obwohl der Rest viel bedeutsamer ist. Btw ist diese Debatte eine Sackgasse, die sich schon längst totgelaufen hat.. wozu dann immer noch diese Fragen danach

  51. @Darkfire
    Ich denke nicht, dass wir uns hier drüber aufregen, dass ein 50-jähriger sich mit der Materie nicht auskennt. Wir regen uns drüber auf, dass ein Wissenschaftsjournalist, dessen Job es schlicht und ergreifend ist, sich nicht damit auskennt bzw. sich differenziert dazu äußert. Seine persönliche Meinung dazu darf er ja gerne haben, aber als Journalist mit wissenschaftlichen Hintergrund, der in einer Wissenssendung arbeitet verlangen viele (mMn zu Recht, aber die Zeiten sind wohl vorbei), dass er objektiv und allumfassend an ein Thema herangeht.

    Um etwa bei der Aussage der 10% Süchtigen von weiter oben zu bleiben, wäre es nun die Aufgabe eines „richtigen“ Wissenschaftsjournalist zu sagen „Es gibt Studien die geben uns Ergebnisse von 10%, es gibt aber welche die sagen der Wert liegt bei 0,5%“, was eine weitaus differenzierte Darstellung wäre. Welchem Ende der Skala er nun mehr glauben schenkt ist ihm überlassen, als Journalist ist es aber seine Aufgabe und Pflicht diese nicht mit den nackten, kalten Fakten zu vermischen.

  52. @Darkfire
    Soll das etwa heißen, dass ein 50-Jähriger schon wegen seines Alters keine Ahnung von Games hätte. Da kenne ich aber andere Statistiken –
    Unter Subventionen verstehe ich für gewöhnlich einfach (finanzielle) Zuwendungen, wobei ich eine Rede von Subventionen als politischen Vorwurf aus der Geschichte des Populismus hier in Österreich eigentlich nur in Bezug auf den Staat (!) kenne: da wurde vorgeworfen was der Staat alles mit Steuergeldern finanzieren würde, also Transfermitteln wie man hier wohl sagen würde, auch zum Beispiel für einen Populismus traditionell unliebsame kulturelle Einrichtungen wie das Wiener Burgtheater.
    Ich glaub eher noch als auf ein Alter bezogen wird man so sagen können, dass ein Fernsehmoderator – den ich persönlich zum Beispiel schonmal vorher (wieder) nicht kannte, weil ich dessen Sendungen freiwillig garantiert nicht mehr ansehen würde, ich über Rundfunk hoffentlich längst hinweg bin – in Videospielen eine fremde Bedrohung für sein eigenes Medium sehen wird, in welchem er halt arbeitet.

  53. “Es gibt Killerspiele, wo zum Beispiel man sich doch als User fragen muss, wieso ist ein so aufwendiges Militärspiel so günstig.“

    Also mein lieber Scholli, was ist denn das für eine abstruse Aussage? Das hat ja beim besten Willen nichts mit dem Nichtverstehen des Mediums zu tun, genausogut kann er fragen: “Es gibt Filme, wo zum Beispiel man sich doch als Kinogänger fragen muss, wieso ist eine so aufwendige Filmproduktion so günstig.“

    Nichts für ungut, aber so eine Aussage zeugt entweder von abgrundtiefer Dummheit (gemeint ist hier wirklich Dummheit, unterdurchschnittlicher Intellekt) oder er denkt das die Menschen die ihn hören Idioten sind denen man alles erzählen kann.

    Und genau diese Dummbatzargumente darf man sich dann von jedem dahergelaufenen Depp anhören. Ich geh schlafen, sonst krieg ich meine südländische Wut. Nein, ich mein sonst werd ich traurig, wütend sein darf man ja als Spieler nicht mehr.

  54. Man sieht ja anhand dessen, wie die Bundeswehr händeringend nach Nachwuchs sucht, wie erfolgreich diese Spiele, Jugendliche fürs Militär begeistern. ^^

    Sorry Yogi, diese Rechnung geht nicht auf.

  55. Hmm ich hatte bei dem Yogeshwar schon immer das gefühl, es handele sich bei ihm nur um einen gut getarnten Gutmenschen. Schön wenn man sich bestätigt sieht, dann ist meine Menschenkenntnis wohl doch nicht so schlecht.
    Ansonsten üerraschen mich seine Äußerungen auch nicht. Den gleichen Mist würde wohl jeder von sich geben, der mal bei völliger Ahnungslosigkeit Moralkeulen schwingen will….

  56. Es gab mal eine Studie (aber meine Beobachtung bestätigt dies irgendwie…), die hat herausgefunden, dass Menschen im Nachhinein öfter sagen „Das wusste ich auch schon vorher“ oder „ich hatte bei [xxx] schon immer das gefühl,…“ (maSu).

    Selbst dann, wenn man sie mit offenkundigen Falschaussagen konfrontierte. ;)

  57. Guter Punkt Thomas :D

    Das Problem was ich aber mit dem Herrn Y. immer hatte war: seine erklärungen wirkten auf mich meist sehr übertrieben arti- und gestikuliert, ich hatte fast das Gefühl, er wollte das Wunder der Geburt pantomimisch darstellen (o.Ä.) was auf mich immer künstlich bzw. einstudiert und geschauspielert aussah und somit nicht glaubwürdig/ehrlich. Außerdem wirkt der Kerl auf mich glatt wie ein Aal :/

    Man mag es komisch finden, aber ich habe seine Sendungen nie gemocht und meist schnell weggedrückt. Auch weil der Herr meist Capt. Obvious so ähnlich war…

    Du wirst zB in meinem Familienkreis ganz fix herausfinden, dass ich die Sendungen von dem gemieden habe ;)

    Somit passt es schon: Ein echter Mann der Wissenschaft würde so einen Mist nicht von sich geben. Ein Schauspieler, der zwischendurch mal den Erklärbären gibt aber schon. Evt. war er zu lange beim TV und hat seine Wurzeln vergessen… hätte er sein Studium ähnlich wissenschaftlich angegangen, wie die Killerspielthematik, dann wäre das wohl nichts geworden…

    Aber wer weiß, wie ich über mediale Neuerungen denke, wenn ich sein Alter(auch wenn er noch nicht so alt ist…) erreicht habe… ich sehe mich schon lästern, dass doch früher eh alles besser war und man dieses Teufelzeug gar nicht brauchen würde :P hoffentlich geben meine Kinder und/oder Enkel dann ordentlich Kontra ^.^

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