Augmented Reality beim KFN

(KFN) In einer Stellungnahme kritisiert das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen Sonys Werbespot zur PlayStation Vita. Einleitend weist das KFN darauf hin, dass Sonys neuer Handheld über Augmented-Reality-Features verfüge, „welche die realweltliche Umgebung des Spielers per Videokamera einfangen und diesen Hintergrund als Spielumgebung nutzen“. Der Zuschauer habe „ständig das Gefühl der Desorientierung, da nicht sicher gesagt werden kann, was noch Realität und was nur Spiel ist.“ Bezogen auf die Spiele selbst, hätte das KFN die Fähigkeiten der Konsole deutlich überschätzt. Sonys Augmented Realty sieht momentan so aus:

Doch auch bezogen auf den Spot scheint diese Bemerkung merkwürdig – ist ein Werbefilm doch ohnehin kein Abbild der Realität. Offenbar scheint man dies beim KFN aber anders zu sehen. Man spricht von einer „Dramaturgie von fließenden Realitäts-Fiktion-Übergängen“ und will in der Kombination aus Weltkriegsshooter und der „Betonung positiver Selbstentfaltungschancen im Videospiel und tugendhafter Ideale im Wettkampf mit anderen (…) kriegsverherrlichende Tendenzen“ erkannt haben. Zudem wiesen insbesondere jugendliche Amoktäter „eine besondere Ausprägung von Persönlichkeitseigenschaften auf, die durch die Botschaften des Spots in besonderer angesprochen werden“. Der Spot drücke „kritischen Knöpfe bei bereits gefährdeten Jugendlichen“ und sei daher „aus dem Internet zu entfernen“.

The World Is In Play (kritisierter Werbespot)
ars technica (Bildquelle)

8 Gedanken zu “Augmented Reality beim KFN

  1. Mir scheint das KFN versucht wieder mal krampfhaft seine Existenz vor den Geldgebern zu rechtfertigen und macht dazu aus der Mücke keinen Elefanten, sondern gleich einen ausgewachsenen T-Rex. Die Augmented Reality mag vielleicht in sehr vielen Jahren mal so aussehen, wie in dem Spot, aber bis dato ist es eine kleine Spielerrei, die nicht noch nicht wirklich was leisten kann außer so rudimentäre Spiele.
    Mal ehrlich: Die Leute im Spot laufen ähnlich dem Holodeck von der Realität eins zu eins in real aussehende Spielwelten und das KFN nimmt das tatsächlich ernst? Ich weiß nicht, ob das lustig oder traurig ist…

  2. Nun es gibt die „Augmented Reality“ als innovative Unterhaltungsidee und die „Demented Reality“ in der die Pfeiffer Geschwister leben.

  3. Nachdem ich mir die Stellungnahme für den Artikel zig Mal durchgelesen habe, bin ich mir immer noch nicht sicher, was das KFN genau meint. Wahrscheinlich hält man den Werbespot für jugendbeeinträchtigend UND stuft Augmented Reality völlig falsch ein. Die Kritik richtet sich ja ganz klar gegen den Werbefilm, die Fähigkeiten der Konsole werden aber auch erwähnt. Dass aber aufgenommene Bilder dort aber faktisch nur als Hintergrund dienen können, zeigt nicht nur der Screenshot oben – es gibt nur eine Kamera auf der Rückseite, wodurch die PS Vita keinerlei Tiefeninformationen von den Objekten bekommt. Und damit lassen sich die Bilder schon mal nicht plastisch in 3D-Spiele einbetten.

  4. Wüsste zwar nicht wie AR „richtig“ eingestuft werden könnte, aber das Problem wird dabei halt (auch) die Illusion(ierung) sein welche das KFN für gewöhnlich vorwirft. Nicht zuletzt beim Befund einer „Leistungskrise der Jungen“: es wird ja auch nicht die Transition vom gewöhnlichen Sport zum Schlachtfeld, „Krieg“, als kritischer Kommentar über Bewegung, Siegen oder Verlieren applaudiert, sondern eben kritisiert. Und AR stiftet demnach halt Verwirrung sowie wird wohl vor allem deshalb besonders kritisch gesehen, weil es als Einbruch in eine „Realität“ empfunden wird. Als „kritischer Einbruch“ wenn man so will.
    Das macht AR für das KFN zu einer noch größeren Gefahr als Computerspiele sowieso schon sind, wo jungen Männern Macht über Gewalt(-Fantasien) vorgegaukelt wird, etc. Sie von Schule, Beruf oder (anderen) sozialen Bindungen dadurch abgelenkt werden, wenn schon nicht verdorben – kaputt gemacht. Süchtig usw.

  5. @Pyri: „Falsch“ meinte ich im Sinne des technischen Stands. AR in Videospielen ist ja momentan (etwas überspitzt) vor allem ein „Spiel mit Foto der Umgebung im Hintergrund“.

  6. „Liebe Followers, eben erreichte mich folgende Facebookmail : Thorsten Dersch, wohnhaft in Allendorf schrieb:“ Willst du mal einen schönen Schw*** sehen, Gerade geduscht und frisch rasiert.“

    Zusätzlich hat er noch eine Datei mitgeschickt, die ich nicht öffnen werde.

    NEIN HERR DERSCH, ich möchte weder Ihr Geschlechtsteil,noch die Geschlechtsteile anderer Fans sehen.

    Anzeige folgt.“

    Facebook Eintrag der Olympionikin Ariane Friedrich. Über sexuelle Belästigung hört man von Herrn Pfeiffer und dem KFN leider gar nix. Immer nur gehts um physische Gewalt.

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