Newsschwemme #24

Studie: „Rennspiele gefährlicher als Rauchen und Alkohol.“
Studie: „Mit der Bildung steigt die Leidenschaft für Computerspiele.“
Studie: „Gewalt-Titel [führen] […] zu übersteigerter Selbsteinschätzung.“
Studie: „Those who play violent video games have a 65% higher tolerance to pain.“
Studie: „Nach dem Videospiel keine Aggressionen.“
Studie: „Es gibt bislang keinen direkten Beweis, dass exzessive Tätigkeit vor dem Bildschirm zu ADHS führt, wohl aber ist ein Zusammenhang zu beobachten.“

11 Gedanken zu “Newsschwemme #24

  1. … und nach wie vor finde ich es nicht sehr nützlich, nur auf die Presseartikel zu den Studien zu verweisen (die eine Menge relevanter Informationen einfach unter den Tisch fallen lassen), statt auf die Studien selbst (es sei denn in den Artikeln selbst wäre etwas irgendwie bemerkenswert, was in den Studien selbst nicht vorkommt). Insg. sind solche Studien m.M.n. auch keine Meldung wert, denn dgl. erscheint in den Fachjournalen quasi monatlich. Nur weil auch die Laienpresse ab und zu über eine Studie berichtet (nach welchen Kriterien auch immer), wird das gleich erwähnenswwert? Dann doch lieber darauf verzichten oder einen regelmäßig darüber informieren, wie z.B. http://vgresearcher.wordpress.com (auch wenn ich dessen Kritik u./o. Interpretationen von Studienresultaten nicht immer teile… der ist da leider zu sehr von einem Brad j. BUSHMAN und Co. beeinflusst und z.T. viiieeel zu unkritisch)…

  2. Also zusammengefasst, besser gebildete Videospieler steigen zusammen in ein Auto dann bauen aus Selbstüberschätzung und ADHS, ohne Aggression einen Unfall der nicht so schlimm ist weil sie schmerzresistenter sind. Gut für die Autokonzerne?!

    :D

    Und nächste Woche was erzeugt alles Krebs, oder auch nicht. Wir sind uns sicher es gibt einen Zusammenhang aber können wiedereinmal nichts wissenschaftlich beweisen.

  3. Kurz den Artikel zur Autofahrerstudie bei Welt.de überflogen:

    Da machen welche mit 16 den Führerschein und in den folgenden 2 Jahren gaben 90% an, mindestens ein Mal nicht vorschriftsmäßig gefahren zu sein?! WTF? Es müssten 100% sein, der Rest lügt.

    Innerhalb von 2 Jahren begeht jeder(!) mindestens 1x irgendeine OWI oder schlimmeres. Sei es „kurz mal 20min im Halteverbot halten“ oder sonstwas. Ich sehe hier im Straßenverkehr eigentlich niemanden, der sich an Stoppschilder hält usw.

    Ich halte daher die ganze Studie für völligen Quark, da hätte man auch Zufallszahlen auswerten können :P 23% haben mal ein Stoppschild ignoriert… ich glaube eher die übrigen 77% würden sagen: „Was ist ein Stoppschild?!“ …

    Witzige Meldungen, dumme Presse verbreitet noch dümmere Studien auf absolut einsitig, hetzerische und skandalisierende Art und Weise…

  4. Interessant, dass laut „Die Welt“ der „Fahrsimulator Gran Tourismo“ „risikantes Fahren belohnt“.
    —–
    Dass es sich hier um ein Rennspiel handelt, bei dem ausschließlich auf abgesperrten Rennstrecken gefahren wird und man vorher diverse Fahrlizenzen erwerben muss wird hier einfach unterschlagen.
    —–
    Und das mit dem „risanktes Fahren belohnt“, wird einfach so in den Raum gestellt. Ohne Beweiß (den es logischerweise nicht gibt). Wiedermal lügt man den Lesern hier einfach irgendwas vor damit man irgend nen Aufreger in seinem Artikel hat.
    —–
    Ich sag immer wieder „Die Welt“ ist BILD-Zeitung für möchtegern Intelektuelle.

  5. @Belial
    Jedes Rennspiel wird „riskantes Fahren belohnen“ – sowie jeder Motorsport. Das ist schließlich das Prinzip von Rennen, schneller zu sein als andere. Und wie wird man schneller als andere sein, wenn die motorisierten Untersätze zumindest doch annähernd gleich stark dabei sind? Durch welches Verhalten, welche Fähigkeiten und „Leistung“? Richtig: durch Risiko Kurven genau so zu nehmen dass sie einem nicht aus der Bahn werfen, etc. –

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