„Frontal21“ – Dumm oder dreist?

(High5tv) „Frontal21“ gibt sich alle Mühe seinen Ruf nicht zu verlieren: Auch heute noch berichtet man falsch über angebliche Missstände bei Videospielen. Dass nach § 6 des ZDF-Staatsvertragsdie Berichterstattung […] wahrheitsgetreu […] sein“ soll, wird offenbar nach wie vor ignoriert. Möglicherweise handelt es sich bei dem Format auch einfach nicht um Berichterstattung, sondern um eine geschickt getarnte Satiresendung. Zugegeben: Dass bei einem Verfahren, in dem eine Organisation der freiwilligen Selbstkontrolle eingebunden ist, weder selbst noch freiwillig kontrolliert wird, ist schon etwas verzwickt. Aber wäre es nicht gerade eine Aufgabe von Journalisten hier die tatsächlichen Zusammenhänge zu erläutern?

Funktion der „Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle“

Bei „Frontal21“ wird die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (usk) so dargestellt, wie es die Bezeichnung nahe legt. Also so, als ob im Bereich des Jugendschutzes mit der Industrie der „Bock zum Gärtner“ gemacht wurde. Und das nicht an irgend einer Stelle des Beitrages, sondern am Ende. Quasi als „Gipfel der Umverschämtheit“, um nun aber auch bei dem letzten der ZDF-Zuschauer Empörung hervorzurufen:

 „Geschäfte mit Kindern – Gewinne mit der Sucht. Und noch immer darf sich die Branche selbst kontrollieren… freiwillig.“

Nach der „Frontal21“-Redaktion ertolgt die Kontrolle bei Videospielen also:

1. auf freiwilliger Basis
2. durch die Branche selbst

Das ist natürlich Unsinn. Lesen kann man das u.a. bei unserer Rubrik „Tipps für die Presse„, auf der Webseite der usk und bei Wikipedia.

An dem Missverständnis dürften der schon erwähnte Name und auch die Eigendarstellung schuld sein. So steht „usk“ nun einmal für „Unterhaltssoftware Selbstkontrolle“ und auch auf der eigenen Webseite bezeichnet man sich als „freiwillig[e]“ Einrichtung. Historisch gesehen war das auch mal richtig. 1994 waren die Altersfreigaben tatsächlich unverbindliche Empfehlungen, die nicht in einem staatlichen Verfahren zu stande kamen. Seit dem 01.04.2003 liegt es aber anders.

Zur „Selbstkontrolle“:

Mit dem „neuem“ Jugendschutz gab es zwei Änderungen: Zum Einen wurden die Alterfreigaben verbindlich, so dass bei Verstößen Strafen drohen. Zum Anderen prüft nicht mehr die usk, sondern ein unabhängiges Prüfgremium. Vergeben wird die Altersfreigabe dann als staatlicher Verwaltungsakt durch den ständigen Vertreter der „Obersten Landesjugendbehörden“ (OLJB). Die Kennzeichung wird also nicht durch „die Branche“ vorgenommen, sondern durch den Staat. Davon, dass die Branche sich „selbst kontrollieren“ würde, kann also keine Rede sein.

Zur „Freiwilligkeit“:

Mit der Freiwilligkeit der Vorlage zur Prüfung ist es ebenfalls nicht weit her: Ein Spiel auf einem Datenträger darf öffentlich nur mit dem entsprechenden Prüfsiegel an Minderjährige übergeben werden. Ohne droht ein Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 50.000,00 €. Und auch die usk deckt nur einen Bereich des Jugendmedienschutzes ab. Allein bei Spielen, die weder gewaltverherrlichend noch jugendgefährdend sind, kann eine Kennzeichnung erfolgen. Bei zu indizierenden oder zu beschlagnahmen Medien sind mit der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdene Medien“ (BPjM) und den Gerichten gänzlich andere Institutionen zuständig, bei denen das hoheitliche Tätigwerden ebenfalls offensichtlich sein sollte.

Dabei lässt sich die Kennzeichnung grob mit der Fahrprüfung vergleichen. Ohne Führerschein darf man nicht auf öffentlichen Straßen fahren, so wie Videospiele ohne entsprechende Kennzeichnung nicht an Minderjährige weitergegeben werden dürfen. Niemand wird dazu gezwungen einen Führerschein zu machen, so dass man die Prüfung als „freiwillig“ bezeichnen könnte, wie auch bei Videospielen niemand ein Spiel der usk zur Prüfung vorlegen muss. Für die jeweilige Handlung, das Fahren auf öffentlichen Straßen bzw. den Verkauf von Videospielen an Minderjährige, ist das Ablegen einer Fahrprüfung bzw. die Kennzeichnung aber notwendig. Fahren ohne Führerschein und Verkauf ohne Kennzeichnung sind untersagt und werden bestraft. Allgemein spricht man in solchen Fällen von einem „präventiven Verbot mit Erlaubnisvorbehalt“.

Zu Onlinespielen

Nun hat „Frontal21“ aber nicht über die üblichen Videospiele, sondern von „Free2play“-Spielen berichtet, weshalb man wohl aus Gründen der Fairness auch auf die Regeln beim Onlinevertrieb eingehen sollte. „Frontal21“ könnte sich ja auf diesen bezogen haben. Online kann die usk nämlich keine verbindlichen Kennzeichnungen vornehmen und bietet zwei andere Dienste an:

Zum Einen können Anbieter „Mitglieder“ werden, denen ein gewisser Schutz vor Aufsichtsverfahren und Ordnungswidrigkeitsstrafen geboten wird. Mit einer freiwilligen Selbstkontrolle hat das jedoch wenig zu tun. Im Grunde wird dafür gezahlt, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Pflichten für Anbieter von Telemedien, wie z.B. die Bestellung eines Jugendschutzbeauftragten, teilweise durch die usk übernommen werden. Dieser Dienst kann von „Frontal21“ also nicht gemeint sein.

Zum Anderen wird ein Label-Generator angeboten, der Teil des Jugendschutzprogramms JusProg ist. Dieses basiert auf dem Prinzip, dass Webseiten mit Alterseinstufungen versehen werden und dann bei Bedarf herausgefiltert werden können. Rein praktisch ruft man den Label-Generator auf und fügt den gewonnenen Code in den Quelltext seines Angebots ein. Der Vorteil hiervon ist, dass JusProg offiziell als Jugendschutzprogramm anerkannt ist. Anstatt also – wie es rechtlich verlangt wird – Inhalte „ab 16“ nur zwischen 22 Uhr und 6 Uhr anzubieten oder einen Altersnachweis zu verlangen, kann auf die Kennzeichnung durch den Label-Generator zurückgegriffen werden. Zur Zeit gilt dies aber nur bis zur Freigabe „ab 16“. Bei „ab 18“ bringt es aktuell nichts den Code in seine Seite einzubauen. Auch hat das Verfahren mit einer „Selbstkontrolle“ wenig zu tun, da die Inhalte der Webseiten von niemanden kontrolliert werden. Die Anbieter haben allein die Möglichkeit einer „Selbstklassifizierung“, in dem er beim Label-Generator die Altersfreigabe wählt, die seinem Angebot entspricht. Eine unzutreffende Kennzeichnung zu wählen bringt dem Anbieter übrigens nichts, da die Voraussetzungen des JMStV nur bei der richtig gewählten Einstufung als erfüllt gelten. Über diesen Dienst kann „Frontal21“ also ebenfalls nicht gesprochen haben.

Schließlich ist die Angabe, dass die usk im Onlinebereich eine freiwillige Selbstkontrolle darstellen würde, nicht nur wegen des Fehlens eines solchen Verfahrens unsinnig. Dass sich die Branche „noch immer“ selbst kontrollieren dürfte impliziert, dass es in diesem Bereich ausschließlich eine freiwillige Selbstkontrolle geben würde. Tatsächlich gibt es aber auf mehreren Ebenen eine staatliche Kontrolle. So ist es schon nach dem Jugendmedienstaatsvertrag (JMStV) unzulässig gewaltverherrlichende Inhalte anzubieten und solche, welche die BPjM für gewaltverherrlichend hält. Andere Inhalte dürfen nur mit den jeweiligen Zugangsbeschränkungen angeboten werden, wobei für deren Einhaltung nicht die usk, sondern die Kommission für Jugendmedienschutz (kjm) zuständig ist. Die kjm ist übrigens ein Organ der staatlichen Landesmedienanstalten, so dass die Angabe, dass „sich die Branche selbst kontrollieren“ würde, auch hier nicht vertretbar ist.

Darüber hinaus besteht die Besonderheit, dass bei Datenträgern vorgenommene Kennzeichnungen auch online beachtet werden müssen. Im Beitrag hat „Frontal21“ u.a. die Spiele „howrse“, „League of Legends“ und „Metin 2“ thematisiert. Sowohl bei „Metin 2“ als auch bei „League of Legends“ wurden bei Datenträgern verbindliche Altersfreigaben vergeben (beide „ab 12“), weshalb in diesen Fällen die staatliche Kennzeichnung sogar online maßgeblich ist.

Fazit

„Frontal21“ hat behauptet, dass sich die Branche auf freiwilliger Basis „selbst kontrollieren“ würde. Dies ist schlicht falsch. Während bei Datenträgern Bewertungen durch Gerichte, über die BPjM durch das Bundesfamilienministerium und die Obersten Landesjugendbehörden (OLJB) erfolgen, wacht online auch noch die kjm der Landesmedienanstalten über den Jugendschutz. Darüber hinaus haben mindestens zwei der gezeigten Videospiele eine verbindliche Kennzeichnung durch den Staat erhalten, die auch online beachtet werden muss.

Video (Youtube)

23 Gedanken zu “„Frontal21“ – Dumm oder dreist?

  1. Die Branche kontrolliert sich auf freiwilliger Basis auch selbst: die USK ist schließlich im Besitz der Industrie und nein, ein Kennzeichen der OLJB verhält sich nicht so wie ein Führerschein zum Autofahren –
    „Frontal 21“ wird mitunter doch am Allerwenigsten interessieren ob das bestehende System ProduzentInnen noch (zusätzlich) wirtschaftlich entgegenkommt – das kann in deren Augen wahrscheinlich nicht einmal im Sinne irgendeiner öffentlich-rechtlichen Institution sein und wäre an sich wohl schon suspekt. Bei ihrer Erziehung zu einem richtigeren Leben, ihrem Engagement für Elternschutz und dass eine normierte Jugend gerade keinen Schaden irgendwo nimmt. Als Auftrag einer öffentlich-rechtlichen Einrichtung. Denn genau als solche Einrichtung werden sie sich selbst dabei verstehen.
    Niemand wird in Deutschland formal gezwungen Spiele prüfen zu lassen. Keineswegs: nur falls jemand dies nicht tut haben solche Titel vor allem bei Trägermedien keine Jugendfreigaben bekommen und gelten demnach als jugendbeeinträchtigend. Das ist jedoch alles – es stimmt so auch nicht was Fabian Siegismund, den ich als Einzigen von der Gamestar-Redaktion immer noch sehr sympathisch finde, in dem einen Youtube-Video da behauptet, dass Spiele fortan gleich indiziert wären, würden sie ohne Prüfung veröffentlicht werden. Sie können das bloß werden, denn eine Prüfung schafft in erster Linie eines: Sicherheit durch die Behörden.
    Der Redaktion wird das jedoch gleich sein was da genau, also im Detail, geschieht, und dahingehend hat sie jedenfalls sicher nichts Falsches gesagt. Ich finde es auch einigermaßen absurd zu glauben, dass gerade diese Sendung an deren Sicherheit interessiert wäre, wegen dieser einen „Wahrheit“ hin – nein – doch eher nur um Sicherheit VOR Spielen, nicht DAMIT (in deren Geschäft, das offensichtlich ohnehin schon als unsauber bis „schmutzig“ wahrgenommen wird): was rechtlich womöglich auch immer unter „Freiwilligkeit“ verstanden wird muss sich darüber hinaus nicht mit anderen Definitionen davon decken. Diese sind deshalb auch nicht „falsch(er)“. Und das betrifft ebenfalls viele andere Begriffe welche in diesem Zusammenhang häufig fallen. Von „Gewaltverherrlichung“, Feier und Ruhm, etwa angefangen. Bei Ästhetik was Schönheit eigentlich beträfe, etc.
    Ob bei Gewalt, Sex, Sucht oder wie in dem Fall wohl vor allem Zeitverschwendung (Leistungsverlust): die neue Stellungnahme der Redaktion deutet bei ihrer Rede von Schwertern auch wieder auf eine Ablehnung von Gewalt hin http://www.zdf.de/Frontal-21/Stellungnahme-der-Redaktion-25905852.html
    Es geht nicht darum wie etwas freiwillig geschieht, sondern dass Kindern überhaupt Geld aus der Tasche gezogen wird mit Sachen welche der Redaktion nicht sinnvoll erscheinen. Wohl im Unterschied zu etwa Schulbüchern: und umso schlimmer dass es überhaupt ein Spiel gibt in dem Schwerter vorkommen, denn auch diese Waffen können jemanden verletzen. „Was will jemand mit Schwertern in einem Spiel: nicht auszudenken welche Wirkung das hat…“ So ein skizzierbarer Gedankengang hierzu. In der Stellungnahme ist das Falsche an ihrem Beitrag, dass in „League of Legends“ nämlich nicht extra für Schwerter bezahlt werden würde, ebenfalls bloß ein letzter Satz.

    Das ist deren „Wahrheit“. Und das halten sie für verantwortungslos, nicht ihre eigene Hetze gegen Medienfreiheit, wie Videospiele (anders noch) finanziert werden könn(t)en usw.

  2. Wer kontrolliert eigentlich den öffentlich rechtlichen Rundfunk ?
    Der Markt, in dem jeder Mensch selbst basisdemokratisch entscheiden kann ob er ein Medium oder eine Firma deren Geschäftsgebaren (wie z.B. Schlecker) er ablehnt finanziert ?

    Der öffentlich rechtliche Rundfunk entzieht sich der Kontrolle des Marktes.
    Er entzieht sich auch einer Kontrolle durch gewählte Volksvertreter.
    Stattdessen existiert ein angeblich staatsfernes Kontrollorgan das mit Vertretern verschiedener Gesellschaftlicher Gruppen besetzt ist, z.B. der Katholischen Kirche.

    Warum eine Gruppe die nach dem Urteil des Berliners Amtsgerichtes als Kinderfickersekte bezeichnet werden darf (zumindest wenn es um das Thema sexueller Misbrauch und Vertuschung durch die Kirche) dazu berufen ist, die Medien zu kontrollieren ist sicher eine gute Frage.
    https://www.lawblog.de/index.php/archives/2012/02/11/katholische-kirche-darf-kinderficker-sekte-genannt-werden/

    Ich werde jedenfalls ab 1. Januar 2013 die Zahlung der Haushaltsabgabe verweigern.

  3. Nachtrag:
    Ach ja, was sagt eigentlich die USK dazu ?
    Eigentlich sollten sie eine Gegendarstellung verlangen, und es nicht dem VDCV und Stigma Videospiele überlassen solche falsche Berichterstattung richtig zu stellen.

  4. Ich habe mir den Beitrag angesehen und die Stellungnahme der Redaktion durchgelesen. Ich muss sagen ich das Ganze als die übliche „Botschaft des Hasses“ aus der TV Landschaft wahrnehme. Es wird mit allen Mitteln versucht neue aufstrebende Medienformen zu diskreditieren in dem man heuchelt: „Man möchte aufklären und warnen!! “ . Hier wird aber wieder vor etwas gewarnt was keine Bedrohung darstellt. Es wird in Frage gestellt das man mit Spielen Geld verdient wird. Das ist in meinen Augen so als würde ich vor LEGO warnen „Wenn sie ihren Kind nur einen Baukasten kaufen dann wird es immer mehr verlange.“ oder „Die Ritterburgen die von LEGO hergestellt werden sind Landminen für die Seele ihres Kindes da sie das brutale Mittelalter im Kinderzimmer neu aufleben lassen.“ . Allein die Tatsache das Regina Pfeiffer zu Wort kommt ist Beleg dafür das es sich wieder um die gleiche Soße aus Angst, Hass und Lügen handelt. Spiele ob am Computer und wo anders sind kein reklamierbarer Leistungsverlust da es sich um Zerstreung und Erholung handelt, das sehr wichtig wenn es darum geht in der Schule oder am Arbeitsplatz nicht am Leistungsdruck zu zerberechen. Eskapismus als Unmoral darzustellen ist falsch und schädlich für Fabrikat auf dem unsere Gesellschaft aufbaut. Viel zuviele Menschen leiden heute Burnout, Erschöpfungzuständen und anderen psychischen Leiden ihnen diese Rückzugsräume zu verwehren ist moralisch falsch und intellektuell gesehen eine Bankrotterklärung. Darüber hinaus wird die Kulturlandschaft Deutschands nachhaltig zerstört.

  5. Schon sehr „beeindruckend“, wie ignorant einige sein können (Und nein F21, wenn ihr mitlest: Das ist kein freundlicher Spott, das ist Sarkasmus!). Es gibt immer wieder klare inhaltliche Fehler, krass tendenziöse Berichterstattung, eine Auswahl an Gästen, die das in aller Regel stützt und was passiert, wenn das kritisiert wird?
    „Haben wir nicht gesagt!“
    „Darum ging es nicht!“
    „Es ist angemessen kritisch zu hinterfragen!“
    „Aufklärung der Eltern!“
    Kurzum: Wir haben Recht, ihr Gamer habt Unrecht und wer uns kritisiert schränkt die Medien-, Meinungs- und Pressefreiheit ein.
    Wo sind die transparent arbeitenden Kontrollorgane der Sender, wenn man sie braucht und jemand der einfach mal den Mut hat in dem Laden für Ordnung zu sorgen?
    .
    Kleiner Tipp @F21: Es gibt immer mehr als eine Seite der Medaille! Einfach mal „kritisch“ darüber nachdenken. Behauptet ihr schließlich, dass ihr könnt!

  6. Meine Meinung teilt hier wahrscheinlich sowiso keiner! Aber wie ich schon mal sagte hat das weder mit Dummheit oder Ignoranz zu tun! Es ist Propaganda die wahrscheinlich Politisch möglicherweise auch selbsterhaltend wirken soll! Gegen Computerspiele hetzt man mittlerweile kaum noch seit dem es klar ist, dass bald ne allgemeine Medienabgabe fällig ist! Warum wohl! Weil das Öffentlich rechtliche Monster dann keine Angst mehr haben muss, dass Gamer ohne Fernsehr nicht Zahlen! Und nochmal:“ Auch in, nein sogar gerade in anderen Politischen bereichen wird gelogen und Hofberichterstattung gemacht! Propaganda eben! Syrien, Afghanistan, … Davon stimmt wahrscheinlich nicht mal 30% was im Fernsehen gesagt und dargestellt wird! Um Syrien als Verbrecher-Staat darzustellen, mussten sie z.B. ein altes Irakvideo verwenden, wo die Irakische Polizei Zivilisten verprügelt, weil sie kein Bildmaterial hatten, was sie zeigen konnten, um Syrien als Verbrecherstaat darzustellen, das seine Bevölkerung untersrückt! Sie haben dann einfach behauptet, das Videomaterial stamme aus Syrien! Merkwürdig, das Video war schon zig Jahre alt und Kursierte schon lange bei Youtube rum! Ich stelle mal links rein, die ein paar Beispiele der Fälschungen zeigen, die die Medien so bringen! http://4.bp.blogspot.com/-wPpD_SOB_34/UBehDlOImGI/AAAAAAAALvc/rNV9rtSiAic/s1600/SyrienKroneZeitungBeschiss.jpg
    -bewusst gefälscht
    Das Videeo finde ich gerade nicht habe jetzt auch keine Zeit weiter zu suchen, denn ich muss zur Arbeit! Ich stelle es gerne ca. heute Abend zur verfügung, außer natürlich ihr wollt es nicht, weil ich ja soo doof bin, und sowas glaube/weiß und ihr dann wieder mit der naiven Ausrede kommt:“ Die Medien wissen es halt nicht besser!“ Lach!

  7. Ich schon. Wenigstens ein nichtheuchler, der sich über die berichterstattung von videospielen aufregt, aber dann die politische berichterstattung selbtvetständlich für wahr hinnimmt und dann groß den israelgegner raushängen lässt.

  8. „Wir freuen uns über jede kritische Begleitung unserer Arbeit und nehmen gerne dazu Stellung. Allerdings erwarten wir einen Austausch von Argumenten, nicht das Beharren auf von vornherein feststehenden Urteilen. Auf bloße Schmähungen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und schlichte Beschimpfungen des Beitrags möchten wir daher an dieser Stelle nicht eingehen, wohl aber auf sachliche Kritik.“
    Nehmen wir das mal außeinander: Fast alles was die vom Ziemlich Dämlichen Fernsehen über Games berichten ist total aus den Fingern gesogen und die wollen dass man argumentiert darüber und nicht feststehend verurteilt? Es steht fest dass die wie immer nur Grütze von sich geben…da gibt es nichts zu argumentieren. Beschimpfen tu ich sie nicht aber ich sage es wie es ist: die öffentlich rechtlichen sind nicht besser als die BILD und denn sie können bei dem Thema auch nur Lügen verbreiten und hetzen…

  9. Moin,

    lese hier immer regelmäßig mit und stimme eigentlich immer mit dem Leitartikel bzw. -Kommentar überein. Heute nicht. Ich habe mir den Beitrag angeschaut und bis auf die USK-Problematik fand ich den Beitrag nicht so schlimm. Sie hauen ja nicht mit Stereotypen auf Gamern rum sondern kritisieren Geschäftspraktiken in F2P-Spielen, die sich an Kinder/ Jugendliche richten. Spiele nun seit Jahren und TV-Beiträge über Spiele oder Gamer treiben mir regelmäßig die Zornesröte ins Gesicht, aber bei diesem Beitrag hatte ich nicht das Gefühl, dass gegen Gamer oder Ego-Shooter Stimmung gemacht wird, wie noch vor 7-10 Jahren. Micropayment in Free2Play ist ne Gratwanderung zwischen idealistischer Selbstausbeutung der Entwickler und Melken von Gamern mit schlechten F2P-Games. Ab und zu habe ich schon meine Zweifel, ob das Ziel war, ein gutes Spiel von fähigen Entwicklern zu publishen oder ob ein Publisher Geldquellen erschließen wollte und irgend ein Scheiß zusammen zimmern ließ, um zusätzlich Geld einzunehmen. Bei Zynga habe ich da die meisten Zweifel. Planetside 2 macht dagegen eher den Eindruck, als stünde das Ziel ein gutes Spiel anzubieten, im Vordergrund mit der Möglichkeit, mit Micropayment schneller an Items zu kommen. Allerdings ist das nicht die im Artikel angesprochene Problematik. Sondern die, dass Kinder keinen Kostenüberblick haben und problemlos sinnlos viel Geld ausgeben können, es sie denn, sie werden 24/7 von den Eltern überwacht. Wer Kinder hat, wird wissen, wie schwer eine solche Überwachung ist bzw. dass dies eine gute und vertrauensvolle Erziehung erschwert. Aber dennoch sind es Kinder, die Erwachsenen Verkäufern von virtuellen Waren auf den Leim gehen, einerseits weil die geistige Reife und andererseits einfach Wissen und Erfahrung fehlen. So verstehe ich die Kritik von F21 an den angesprochenen Browserspielen. Mal ehrlich, wollt Ihr allen Ernstes Euren Kindern die Nutzung des Telefons verbieten oder immer daneben stehen, wenn sie es benutzen. Das finde ich doch sehr lebensfremd. Würde „Howrse“ nur KK akzeptieren, könnten 10-jährige Mädchen nicht 500€ ohne Wissen der Eltern verbrennen. Und an dieser Stelle stimme ich mit der Kritik von F21 voll überein. Diese Spiele bzw. die Publisher zielen genau auf die Zielgruppe „denn sie wissen nicht was sie tun und können aber schon ein Telefon bedienen“. Dann legt man die Falle in Form von F2P mit 0900er-Nummer und wartet bis Kinder anrufen, um sich schöne virtuelle Pferdchen mit rosa Mähne für nur 1,99 kaufen für den virtuellen Ponyhof…

    Man sollte als Gamer mal aufpassen, wessen Interessen wir vertreten, unserer oder die der Publisher. Die Masse hat sich schon damit abgefunden, dass man Vollpreistitel kauft, aus denen Inhalte entfernt wurden, um sie als DLC zusätzlich zu erwerben. Etwas mehr Misstrauen und Kritik an den Publishern wäre manchmal wünschenswert… und nur weil F21 mal wieder was über Spiele macht, muss man nicht alles reflexartig verteufeln. Und der Brief ans ZDF mit diesen Ausführungen lassen mich nur mit dem Kopf schütteln:

    „Das Onlinespiele welche man spielt (ob Pay-to-Play wie WoW bis Free-to-play wie League of Legends) die Möglichkeit eines Banns haben ist allseits bekannt. Dabei wird nicht von zahlenden oder nicht zahlenden Usern unterschieden, Fehlverhalten führt immer zu einer Konsequenz. Wenn ich für den Führerschein zahle und mich auf der Straße falsch verhalte, ist der auch weg!“ … reale Verkehrsgefährdungen mit Gefahren für Leib, Leben oder Vermögen ohne Möglichkeit des Respawns oder umgehende Nutzung von MediKits mit dem Disconnct aus einem Spiel gleichzusetzen sagt eigentlich schon alles über den Autor. Er kann froh sein, dass der Redaktionsleiter die naiven Versuche von Sarkasmus nicht aufnimmt und ihm genüsslich um die Ohren haut. http://germangameroom.de/features/blog/#9

    LG Zwänni

    PS: Allen hier noch ein frohes Neues Jahr 2013.

  10. @Zwänni
    Kann mich dem in der Sache eigentlich nur anschließen. Dass der BIU nicht Stellung beziehen wollte, wie es das ZDF beschreibt, ist jedenfalls auch nicht dem ZDF vorzuwerfen. Das war damals meine erste Reaktion: http://almrausch.wordpress.com/2012/12/12/auch-frontal-21-mit-vorweihnachtlich-negativem-games-bericht-und-indirekter-unterstutzung-des-biu/ es sollte in der Branche halt Verantwortung für die eigenen Geschäftspraktiken übernommen werden. Und es ginge darum dahingehend auch entsprechend aufzutreten –
    Das F2P-Modell ist sicherlich eine Finanzierungsoption für Games, die allerdings auch nur bestimmte Spielarten betrifft. Nicht alles kann so monetarisiert werden. Nicht überall macht das Sinn: leider wird noch in der Medienwissenschaft meinem Eindruck nach zu urteilen eher dagegen gearbeitet Videospiele als etwas anderes als monetarisierbaren Zeitvertreib zu verstehen, wenn etwa mehr Communities als fiktionale Inhalte betrachtet werden. Dann wird sich so schon in vielen Vorträgen Vieles darum drehen wie die Finanzkraft dieser Massen am besten genutzt werden kann – um mal nicht von Ausbetung zu reden: von Auktionshäusern angefangen. Der Handel mit virtuellen Gütern erfordert jedoch reale Mittel und woher die kommen, gerade bei Minderjährigen, thematisiert das Fernsehen nicht.
    Dass Regine Pfeiffer als Computerspielexpertin ausgewiesen wurde sehe ich zudem weiterhin kritisch. Ebenfalls wäre zwischen DLC und F2P eigentlich auch zu unterscheiden. Mag sein, dass bei F2P auch nur mit DLC gearbeitet wird, aber so sehr der Umbau traditionell finanzierter Spiele zu Services Vielen nicht schmeckt, so sind das auch immer noch nur Erweiterungen eines Betriebs und keine Geschäftsgrundlagen. Soll heißen: es macht einen Unterschied ob Leute in Spielen ständig geschröpft werden sollen oder bloß anfangs sich vielleicht für blöd verkauft vorkommen und dann nur daran gehindert werden sollen ein Spiel zu verkaufen. Das Eine betrifft das Spielen selbst (F2P), das Andere (DLC) lediglich den materiellen Umgang mit einem (bestimmten) Spiel vor oder nach dessen Erwerb/Leihe.

  11. @Zwänni
    Auf Kinder abzielende Geschäftsmodelle bei Onlinespielen zu verteidigen war nicht meine Intention. Ich wollte allein darstellen, dass die eine Aussage über die Struktur des deutschen Jugendschutzes falsch ist. Juristisch sind diese Geldforderungen übrigens nur schwer durchzusetzen. Ich habe da genaueres auf einem anderen Rechner.

  12. @Zwänni Es gibt sicherlich vieles an Publishern auszusetzen, Unterstützung von ACTA/SOPA/PIPA/CETA, nicht funktionierende Produkte, das Kaufen von Journalisten/Testberichte, DLC Politik, Onlinepässe, Gebrauchtspiele sollen verboten/unbrauchbar gemacht werden. Und ja auch F2P Firmen wie Zynga und Co sollen ruhig ihr Fett wegbekommen. Da aber der öffentlich rechtliche Rundfunk tendenziös berichtet, und nicht über das Modell korrekt aufklärt und zeigen kann was man beachten sollte z. B. welche digitalen Zahlungsmittel es gibt (In dem Fall das Handy) und was machen kann das die eigenen Kinder das nicht nutzen können ohne das man davon weiß, das wird unterschlagen. In dem Frontal 21 Bericht wurde verteufelt was das Zeug hält, ohne das man jemanden aus Branche zu Wort kommen läst. Ausser natürlich durch ein ominöses Youtubevideo aus dem die Pfeiffer zitiert haben soll, oder wie es bei Pfeiffer und Co der Fall ist eher manipuliert und gelogen wurde. Die Tatsache das das Video nun nicht mehr auffindbar ist unterstreicht die Manipulation die durch das ZDF bzw die Frontal Redaktion hier vorgenommen wurde. Es gibt Firmen wie Sony die beispielweise mit „Planetside 2“ zeigen das F2P völlig seriös funktionieren kann. Man kann Medienkompetenz fördern ohne zu verteufeln. Ich kann wählen ob ich bei F2P zahlen will oder nicht, ich kann mir Produkte von Publishern oder Indies kaufen oder nicht, ich kann mir aussuchen von wem ich konsumieren will. Die Öffentlichrechtlichen Sender bekommen zwangsweise Steuergelder von uns allen, und von daher sind sie verpflichtet keinen Blödsinn zu senden und ein journalistisches Niveau aufrecht zu erhalten was hier eindeutig nicht der Fall war. Bei den öffentlich rechtlichen Sendern speziell den Parteiorganen ARD (SPD) ZDF (CDU), ist das Niveau genau so am Ende wie bei den Privaten (RTL, Sat1 ….) und zwar überall bei der Unterhaltung, Kultur und beim Journalismus. Volksverblödung subventioniert durch unsere Steuern.

  13. Die glänzenden Erfolge der staatlichen Erziehung des deutschen Volkes

    Das deutsche Volk, so wie es heute dasteht, ist in der Staatskirche, Staatsschule, Staatsuniversität – lauter Vorschulen der Kaserne – dressiert worden. Alles, was wir heute an diesem deutschen Volk bewundern können, muss als ein Erzeugnis der staatlichen Erziehungskunst angesehen werden. Und zu bewundern finden wir gar Vieles. Die Unterwürfigkeit gegenüber den Vorgesetzten, das entsprechend barsche Benehmen gegenüber den Untergebenen, der Kadavergehorsam, die Disziplin, der Korpsgeist, der Parteigeist, die Standesehe, die erstaunliche Einseitigkeit und Phantasielosigkeit (Produkt der einheitlichen Schule), die Lasterhaftigkeit, die aus der Phantasielosigkeit erwächst, die erschreckende Bedürfnislosigkeit in wissenschaftlicher Beziehung, der hierzu gehörende Autoritätsglaube, der Mangel an Individualität, die Heuchelei, die ungeheure Feigheit des Individuums, über die schon Bismarck klagte…
    Unausrottbarer Autoritätsglaube. Noch heute erwartet das Volk alles Heil von der „Regierung“. Es lehnt es glatt ab, durch Studium der öffentlichen Angelegenheiten eine Kontrolle über die öffentlichen Angelegenheiten auszuüben.

    Silvio Gesell, 1926

    Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde die Dummheit des deutschen Volkes noch einmal auf ein bis dahin unvorstellbares Maß gesteigert. Und heute? Es hat sich nichts geändert!

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2013/01/staatliche-erziehung.html

  14. Mensch, stimmt, wie konnt ich die vielen Exerzierrunden vor den Vorlesungen, die vielen Male als im Weihnachtsgottesdienst über das Grundgesetz gepredigt wurde und dass in Vorlesungen jede Studie als Warhheit (und zwar in dieser Betonung) verkauft wurde, vergessen.
    Komm mal von dem Fanatismus ein bissle runter, die Ideen sind ja durchaus nett, wenn auch nicht unproblematisch, aber so?

  15. @Wehmeier Freihandel und Freigeld ist praktisch schon umgesetzt. Das mit der von der Gesellschaft gesetzen ökonomischen Wachstum kann nicht funktionieren da wir leider nicht alle ökonomischen Faktoren kontrollieren wie beispielsweise das Wetter bei der Landwirtschaft, die alles aus öffentlicher Hand zu mieten heist gleichzeit auch alles was vermietet werden muss muss auch gewartet werden, da kontrolliert dann wieder keiner was gewartet werden muss und was nicht da fehlt die Kontrolle durch den Markt und staatliche Fehlinvestion ist vorprogrammiert. Da wähle ich lieber Roboter Nixon. :D https://www.youtube.com/watch?v=_t8hpEKb4gk

  16. @Stefan: Deine Grundgesetz-Analyse ist doch extrem einseitig und fanatisch. Außerdem basiert deine Analyse auf den wirtschaftlichen Verhältnissen von vor 150 Jahren oder so, das passt nur bedingt in die heutige Zeit. Obwohl ich als Volkswirt auch gewisse Wirkungen des Zinses sicher ebenso kritisch sehe wie du, fehlen mir immernoch die Alternativen (Gesell’s Theorie müsste man mal noch näher betrachten, aber da – wenn ich mich recht erinnere – die Zahlung für die Geldscheine immer am Jahresende fällig wäre ergäben sich damit ökonomische Konsequenzen die er nicht beachtet hat etc. Falls du darüber (und über deine Anmerkungen zum GG) tatsächlich sprechen möchtest würde ich vorschlagen wir verlagern dies in den Offtopic-Bereich des Forums, hier ist es doch etwas arg offtopic. Dann sag Bescheid, dann machen wir dort einen Thread auf.

    @Skully: Freihandel gibt es im Großen und Ganzen, aber wir haben noch jede Menge Handelshemmnisse. Freigeld, zumindest in dem Maße wie Gesell es sich vorgestellt hat, existiert aktuell meines Wissens nach überhaupt nicht. Er stellt sich, kurz gesagt, Geldscheine mit Ablaufdatum vor, deren Ablaufdatum durch eine geringe Gebühr dann verlängert wird um zu verhindern dass Geld gehortet wird (soweit meine Erinnerung an das Buch). Den Rest deines Posts müsstest du bitte nochmal erläutern, ich habe ihn leider nicht verstanden.

  17. @Mars Du brauchst dir nur anschauen wo die Zinssätze der EZB und der FED stehen, Aktien und Fonds stehen besser da als Sparbücher wegen der Inflation und zwar nicht durch ein neues Wirtschaftsystem sondern defacto durch das jetzige. Gesells Vision ist damit derzeit teilerfüllt. Denn in seiner Denkweise sind Aktien und Fonds von der „Markenpickerei“ ausgenommen. Gesells Vision handelt unter anderm davon das alles Land öffentliche ist und gemietet werden kann, Freiland bedeutet aber auch das alle Gebäude und Infrastruktur (Strassen, Brücken, Bahnen…) über den Staat verwaltet und organisiert werden müssen ohne Kontrolle über Angebot und Nachfrage und ohne Bezug auf Individualismus. Es ist genauso eine Phantasie wie ein Richard Nixon Roboter.

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