Apple-Direktive: Politische Aussagen in Apps unerwünscht

(VentureBeat, via SB.com) Es dürfte allgemein bekannt sein, dass Apple eine recht restriktive Firmenpolitik betreibt bzw. gerne kontrolliert, welche Inhalte den Nutzern zugänglich gemacht werden dürfen. Hierbei wurden in der Vergangenheit schon des öfteren Videospiele abgelehnt, die ideologische Inhalte transportieren. So beispielsweise ein Spiel, das die Zustände bei der Fertigung von Apple-Produkten anprangerte, ein Spiel vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs, bei dem die Japaner als Japaner bezeichnet wurden und ein Spiel, das den Syrienkonflikt thematisiert.

Mangelnde Transparenz kann man Apple hier ausnahmsweise nicht vorwefen. In den Richtlinien steht eindeutig, dass reale Institutionen und Unternehmen durch Videospiele nicht angegriffen werden dürfen. Auch würden Spiele, die jemanden aufbringen können, unzulässig sein:

 “Enemies” within the context of a game cannot solely target a specific race, culture, a real
government or corporation, or any other real entity.

 „Apps that are primarily designed to upset or disgust users will be rejected.

Eine Ausnahme gibt es allein für „professional political satirists and humorists„. venturebea.com hat nun Richtlinien für Entwickler veröffentlicht, in denen man noch deutlicher wird:

We view apps different than books or songs, which we do not curate. If you want to criticize a religion, write a book. If you want to describe sex, write a book or a song, or create a medical app. It can get complicated, but we have decided to not allow certain kinds of content in the App Store.“

Zur Richtlinie

7 Gedanken zu “Apple-Direktive: Politische Aussagen in Apps unerwünscht

  1. Aus dem letzten Absatz lässt sich schließen, dass Apple keine all zu hohe Meinung von Computerspielen hat – sie womöglich für eine „primitive Kulturform“ hält. Leider eine viel zu sehr verbreitete Meinung – auch in der IT-Industrie.

  2. „If you want to criticize a religion, write a book. If you want to describe sex, write a book or a song, or create a medical app.“ And if I want to buy a phone, I don’t buy apple…
    .
    Restiktive geschlossene Systeme wie die von Apple können mich kreuzweise, wenn ich ein Handy will kaufe ich eins aber keine Religion wie Apple.
    .
    Bei Mark Fiore einem bekannten New Yorker Karikarturisten und Purlitzer Preis Gewinner gab es auch Probleme. Apple hält nichts von freier Meinungsäußerung und alles was irgentwie als unbequem, aufmüpfig, rebellisch, politisch unkorrekt daher kommt kommt nicht auf deren Produkte.
    .
    https://www.pcworld.com/article/194387/apple_rejects_pulitzer_prize_winners_app.html
    .
    Es sind also nicht nur Spiele davon betroffen und Apple denkt nur an Gewinnmaximierung, daher ist es keine technische Entscheidung sondern Geschäftsgebaren. In Steve Jobs Firma gibt es keinen Platz für Fehler oder Kritik.

  3. Restiktive geschlossene Systeme wie die von Apple können mich kreuzweise, wenn ich ein Handy will kaufe ich eins aber keine Religion wie Apple.
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    Bei Mark Fiore einem bekannten New Yorker Karikarturisten und Purlitzer Preis Gewinner gab es auch Probleme. Apple hält nichts von freier Meinungsäußerung und alles was irgentwie als unbequem, aufmüpfig, rebellisch, politisch unkorrekt daher kommt kommt nicht auf deren Produkte.
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    https://www.pcworld.com/article/194387/apple_rejects_pulitzer_prize_winners_app.html
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    Es sind also nicht nur Spiele davon betroffen und Apple denkt nur an Gewinnmaximierung, daher ist es keine technische Entscheidung sondern Geschäftsgebaren. In Steve Jobs Firma gibt es keinen Platz für Fehler oder Kritik.

  4. „ein Spiel vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs, bei dem die Japaner als Japaner bezeichnet wurden“
    .
    Würde darüber lachen, wenn es nicht so absurd verrückt wäre. Propaganda und Diskriminierungen auszuschließen kann ich nachvollziehen, aber kontextbezogene Nennungen historischer Konfliktparteien? Genauso albern wie die Zensuren damals bei C&C Generals, weil weiterhin jeder weiß wer gemeint ist.

  5. ”Apps that are primarily designed to upset or disgust users will be rejected.“

    Und woher kommen dann hunderte (wenn nicht sogar tausende) Apps der Sorte „Furz- und Rülpskissen“? Hängt wohl vom Apple-Geschmack ab was eklig ist.. Solange nur Nicht-Apple-User mit derlei Zeug belästigt werden (Von Apple-Usern), so lange ist die schöne Apple-Welt wohl in Ordnung.

  6. Haha, wie ich schon sagte! Heutzutage ist alles Zensiert! Die wollen einem heute wohl alle nur ins Hirn Kacken! Wenigstens kanns bald nicht mehr schlimmer werden! Was Politische Meinungsmache betrifft sind wir ja schon fast wieder im Dunkelsten Zeitalter angelangt! Nur Propaganda wo man nur hinschaut! Keine Sorge Leute, das Internet bekommen diese Schweine auch noch irgendwann!

  7. @skully
    1.) Was ist an Gewinnmaximierung verwerflich ?
    2.) Die Firma Google versucht ihren Gewinn zu maximieren in dem sie weniger restriktiv als Apple ist. So vergibt Google z.B. Lizenzen für sein Smartphone- und TabletPC-Betriebssystem Android. Ist diese Art der Gewinnmaximierung schlimmer als die von Apple ?

    Ach ja, das Apple in seinem Appstore keine kontroversen Produkte haben möchte ist lange bekannt und steht jeder Firma auch zu.
    Oder sollen z.B. Musikanbieter gezwungen werden Musik von Band die ihnen nicht gefallen – wie etwa von der „ultrarechten“ Band Freiwild – trotzdem zu vertreiben ?

    Zu Apple: Mollina Industries hat ein Game Namens Phone Story entwickelt. Erst muss man im Kongo Afrikaner ausbeuten, dann springende Foxcon Arbeiter auffangen, anschließend die Telefone an den Mensch bringen um zum Schluß die obsoleten Handys dem richtigen Recycler im Slum zu schieben.
    Apple wollte es nicht, bei Android kann man es kaufen.

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