Professor Cho: Gewaltdarstellende Videospiele gesundheitsschädlich

(kotaku) Professor Dong Wong Cho (Chungbuk Provincial College in South Korea), der sich offenbar gerne mit unkonventionellen Fragestellungen beschäftigt, hat sich jüngst mit den Auswirkungen gewaltdarstellender Videospiele beschäftigt. Die Zusammenfassung von kotaku:

Nach Professor Chos neuster Studie lassen gewaltdarstellende Videospiele Grafikkarten heiß laufen und mehr Hochfrequenzwellen emittieren. Dies – so betont der Wissenschaftler – bedeute, dass gewaltdarstellende Videospiele für den Körper schädlicher sind.“

Er habe festgestellt, dass die Temperatur der Grafikkarte von 36 °C sich bei einem Rennspiel auf 45 und bei einem gewaltdarstellenden Spiel auf 57 °C erhöhe. Die koreanische Seite „Inven“ machte die Probe aufs Exemple, konnte bei dem in Deutschland verbotenen „Manhunt“ aber kaum eine zusätzliche Hitzeentwicklung nachweisen. Unterdessen spekulieren User, ob der „3DMark“-Benchmark mit einem Warnhinweis versehen werden sollte.

Zur Meldung

(Dank an buzzti.)

13 Gedanken zu “Professor Cho: Gewaltdarstellende Videospiele gesundheitsschädlich

  1. Aha, was passiert dann mit Leuten die sich eine nebenher Pizza in einen Mikrowellenofen bei 200°C backen? Und was ist wenn ich eine WaKü im PC habe? :D

    Wo hat der Professor seinen Titel wohl her?

    a. Kaugummiautomaten
    b. KFN
    c. http://thunderwoodcollege.com/

    Propaganda aus Südkorea hebt sich wohl kaum von der im Norden ab.

  2. Was ist denn das für eine hirnrissige These?
    Meinetwegen ist höhere Hitzeentwicklung schädlich, aber diese ist doch nicht an den Inhalt des Mediums gekoppelt xD

    Skurril o_O

  3. Stimmt @Activ[E|H]ate. Hitze hängt nicht mit dem Spielinhalt, sondern mit der für die Darstellung notwendige Rechenleistung (und der Gehäusekühlung) zusammen. Der Prof kann ja mal das aktuelle SimCity auf einem Rechner laufen lassen, der gerade mal die Anforderungen für das Spiel erfüllt. Bin mir sicher, der wird bei schwacher Kühlung auch ordentlich heiß laufen. So, These widerlegt.

  4. @Crusader
    Dennoch ist es so, dass bei etwa integrierter Grafik gewaltdarstellende Videospiele Computer schneller heiß laufen lassen – da genau diese für gewöhnlich grafisch aufwendiger sind. Und das zu behaupten ist aus meiner Sicht sogar sehr plausibel – „SimCity“ ein äußerst schlechtes Beispiel, weil gerade das zusammen mit den Sims und ein paar deutschen Titeln noch als AAA eine krasse Ausnahme von sozusagen dem „Gewaltalltag“ darstellt. Da könnte ich auch gleich „Dear Esther“ nennen oder ebenfalls auf Uralttitel ausweichen, welche diese Anforderungen nicht (mehr) stellen. Das ist halt eine systematische Forschung und auch ein „World of Warcraft“ kann bereits (oder immer noch) ein besonders umweltverschmutzendes Spiel sein – ganz einfach auch weil es kein sparsames ist.
    Ich habe auch nirgendwo gelesen, dass der „Professor“ behaupten würde, dass die Spiele WEGEN der Gewalt UND ihrer Hitzeentwicklung „schädlich“ wären: diese Berichterstattung scheint mir das bloß unterstellen zu wollen.

    Wie oft habe ich von meiner Universität etwa von „Studien“ gelesen, welche gerade bei der Kurzstudienflut lästig angestellt zu werden scheinen, und wo es etwa um „Akzeptanz“ von XY oder Sozialverhalten wie „Freundschaft“ und Bluthochdruck ging, „Auswirkungen“ dabei, weil die Grundannahmen von Justiziibalität, Kulturalität und Sozialität dabei halt weniger in Frage gestellt werden – obwohl sie vielleicht nicht weniger hirnrissig sind, ganz im Gegenteil: wo kein Mensch weiß was Kategorien wie „Freundschaft“ oder „Liebe“ überhaupt sein sollen. Nur auch bei „Gewalt“ werden diese Schönheitskonzeptionen, diese Eingriffe eines rational-objektischen Wissensbereichs in einen ästhetisch-subjektiven Imaginationsbereich (stillschweigend) hingenommen. Sogar akzeptiert und gefördert, nicht zuletzt weil die Studienpläne das auch fordern.
    Und nur wenn so jemand wie dieser „Professor“ mal kommt, wird dieser als vermeintlicher Idiot zum Gespött und sorgt für (journalistisches) Gelächter. Obwohl er anderen Sozialwissenschaften vielleicht indirekt nur einen Spiegel vorhält. Für deren eigene Arbeit. Also ich würde dabei weit eher ein wissenschaftstheoretisches Defizit bei Äußerungen wie „These widerlegt“ konstatieren…

  5. Ich konnte den Artikel auf die Schnelle nicht finden, jedoch behauptete ein englisches Magazin tatsächlich, dass gewaltdarstellende Videospiele das Krebsrisiko erhöhen. In dem Artikel wurde jedoch nicht wie auf der Titelseite behauptet, es seien „Killer und Ballerspiele“, sondern eher das Sitzen während dem Spielen. In gewisser Weise ist es ja hier das Selbe: Egal ob man jetzt AAA-Titel spielt oder Meeresströmungen grafisch simuliert, die Grafikkarte wird erhitzt und schadet dem Menschen. Es wird halt nur auf die Killerspiele geschoben.

  6. Der Mann ist Professor ! Schon allein der Titel bürgt doch für Wissenschaftlichkeit.
    Irgendwie muss ich mich an diese Studie erinnern, bei der die schädliche Wirkung von Elektrosmog auf Bienen durch einen aktiven W-LAN Router im Bienenstock nachgewiesen wurde…
    Manchen wir uns nichts vor, auch Professoren können Spinner sein, eine gewisse Professorin der Uni Innsbruck fällt mir da ganz spontan ein.

  7. @Pyri:
    Mir erschließt sich dein Argument nicht. Es ist dem Grafikchip doch herzlich egal was er berechnet. Egal ob es das neuste CoD, das von mir genannte SC oder ein beliebiges anderes Spiel mit ordentlich Leistunghunger ist: kann der Rechner die Anforderungen kaum erfüllen, läuft er unter Last schnell heiß. Chos These – wie sie oben und bei Kotaku wiedergegeben wird – halte ich deshalb für Unsinn, weil sie leicht wiederlegt werden kann. Einfach die Grafikeinstellungen runter regeln und schon sinken Leistungsanforderungen und Hitzeentwicklung drastisch, wie auch die emittierten Wellen, wenn ich Chos Logik folge.
    .
    Zum „wissenschaftstheoretischen Defizit“
    Schönen Dank, ist schon länger her, dass Gleichgesinnte (Gamer UND Forscher) den Versuch unternommen haben mich zu beleidigen.

  8. @Crusader
    Als „beleidigend“ empfinde ich persönlich eher, wenn auf Widerspruch zu wissenschaftstheoretischen Äußerungen wie „These widerlegt“ gleich so reagiert wird. Es tut mir leid, aber ich kann die „These“, welche da schon als „widerlegt“ betrachtet wird, aus dieser Berichterstattung beim besten Willen nicht erkennen. Das erlaubte ich mir zu äußern und war sozusagen meine „Kritik“ hier.
    Dass, wie es oben heißt, „gewaltdarstellende Videospiele für den Körper schädlicher sind“ ergibt sich für mich schon aus der von mir beschriebenen Situation am Markt, wenn sie sich auf Emissionen etc. beziehen soll. Nun kann man, wie indirekt schon hingewiesen wurde, über die Auswirkungen von Elektrosmog natürlich auch ideologisch streiten, aber das war nicht mein Einwand. Ich kann an dieser Äußerung von „Professor Cho“ nicht einmal ein einziges Problem erkennen: sie würde für mich auch stimmen würde sie sich etwa auf Satellitenreceiver von Sky beziehen würde, da auch dort beim Pay-TV – von Sport angefangen – selbst tagsüber aus Deutschland mit einiger Begründung viel „Gewalt“ gesendet wird.
    Und ich finde eine solche Reaktion einfach nur ausgrenzend – nach welcher „Gesinnung“ auch immer…

  9. Dabei sind die PC Bang´s ins Korea doch immer schön gekühlt meistens xD (ich war grad fürn halbes Jahr in Seoul)

  10. Kann ja niemand was für dass „pedagogisch wertvolle“ Spiele immer Lowbudgetmüll mit mieser Grafik ist und somit der Rechner die selbst im Standbymodus packen würde XD

    „…konnte bei dem in Deutschland verbotenen “Manhunt” aber kaum eine zusätzliche Hitzeentwicklung nachweisen.“
    Klar weil das Spiel aaaaaaalt ist und deshalb ein moderner Rechner sich natürlich auch langweilt.

    Die Temperatur von PCkomponenten hat nichts mit dem zu tun was sie darstellen müssen sondern damit wieviel und mit welchen Details.

  11. Pingback: Der verrückte Professor « VODZUP GAMES

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