BüSo: „Perversionen, wie […] der Verbreitung von Killerspielen“

Bei dem „Parteien-Check“ des VDVC wurde nicht jede Partei befragt, insbesondere kleinere Parteien sind nicht zu Wort gekommen. Hierzu zählt die „BüSo“, die nun ihr Wahlprogramm bzw. ihr „Wahlmanifest“ veröffentlicht hat, in dem auch auf „Killerspiele“ eingegangen wird:

„Das Abgleiten in immer neue Perversionen, wie sie sich etwa in der Verbreitung von Killerspielen, Pornographie und wachsender Brutalität unter Kindern niederschlagen, ist Ausdruck einer zivilisatorischen und gesellschaftlichen Krise, die dringend überwunden werden muß.“

Zum Wahlmanifest

10 Gedanken zu “BüSo: „Perversionen, wie […] der Verbreitung von Killerspielen“

  1. Kurz ma deren Manifest überflogen. Kann dir Partei nicht ernst nehmen, zu viel Populismus ohne richtige Lösungsansätze. Lohnt sich daher in meinen Augen auch nicht großartig über ihren kurzen Absatz zu Games zu diskutieren

  2. @El Konsolero
    Ich finde einfach nur das Vokabular interessant. „Perversionen“. Da können die etablierten Parteien zum Glück mittlerweile nicht mehr mithalten. Am ehesten könnte man da nur die SPD anführen, die nach ihrem Grundsatzprogramm “gewaltverherrlichende Inhalte […] bekämpfen“ will. Das ist aber auch schon wieder 6 Jahre alt (von 2007).

  3. „Da können die etablierten Parteien zum Glück mittlerweile nicht mehr mithalten.“ Na ja. Es gibt doch Schönsprech-Alternativen. Begriffe bei denen vorgegeben wird, dass diese breit diskutiert wurden und wo etwa soziologisch weitgehend Konsens herrscht, und die sich zwar besser anhören, aber ob sie dies auch wirklich sind? Also etwa „dissozial“ statt „asozial“. Oder statt „pervers“ „sozialethisch desorientierend“ zu sagen, beziehungsweise eine „Desorientierung in der sexuellen Selbstfindung“ annehmend. Artikel wie dieser hier mögen das bei Zeiten sogar noch kritisieren. Und gleichzeitig dennoch nichts an einem Desorientierungsbegriff in Frage stellen: http://www.critic.de/aktuell/homophobe-fsk-freigabe-fuer-romeos-3486/ „Es ist nicht nur blanker Hohn, dass die FSK gleichzeitig Filme freigibt, die sehr viel desorientierender auf Jugendliche wirken…“ Eine dem allem zugrundeliegende, erstmal (vor)eingenommene Sozialität bleibt so oder so von jeglicher „Kritik“ befreit –

  4. Ja, die LaRouche – Sekte, immer für einen Lacher gut. Wie z. B. die Verdammung dieses malthusischen Völkermord – Projektes namens „Desertec“, basierend auf der irrigen Annahme, dass „erneuerbare“ Energien wie Wind- und Sonnenkraft dereinst Kohle und Kernkraft ersetzen könnten… UND DAS WIRD MILLIARDEN VON MENSCHENLEBEN KOSTEN!!!1!!! http://www.larouchepub.com/eiw/public/2009/2009_20-29/2009_20-29/2009-25/pdf/26_3625.pdf
    .
    Also, wenn die nichts stichhaltiges zum Kampf gegen Killerspiel beitragen können, wer denn dann?! Los BüSo, vorwärts immer, rückwärts nimmer! :D

  5. Oh, was für ein „lustiger“ Verein. Braune Gedanken, Sektentum, Pseudowissenschaft, Propaganda, profilationsfreundliche unsichere Kerntechnik…. und noch vieles mehr. Warum auch noch nicht gleich Kanibalismus legalisieren. Blanker, gefährlicher Wahnsinn! Und ein verurteilter Verbrecher ist der LaDouchbag auch noch. Ja ich kann mir gut vorstellen, daß Personen wie die Pfeiffen oder Spitzer in das Büso gut rein passen.

  6. Es gibt eben nicht nur einen Faschismus… Wer (ansonsten) etwa für „Staatskunst“ ist hat halt (auch) ein Problem damit, wenn andere Rutenbündel da nicht mitmachen (wollen) –
    Und wer mit solchen Plakaten schon offiziell zu tun hat: http://fatlip.leoweekly.com/2011/08/10/state-sen-pery-clark-confirms-that-he-penned-letter-asking-obama-to-resign-praises-lyndon-larouche/
    Hier werden solche Dinge gern als „geschmacklos“ bezeichnet, aber sie sind eben mehr als das. Viel mehr: in dieser Gesellschaft wird immer so getan als ob solche Sachen nur an den Rändern von ihr entstehen könnten und eine Mitte unantastbar wäre, aber das tun sie nunmal nicht. Kein Wert ist unantastbar. Und mit dem Finger auf irgendwelche ausgewiesenen Leute zu zeigen ist dahingehend nicht nur leicht sondern seinerseits bereits problematisch.
    Antisemitismus ist bei LaRouche darüber hinaus gut dokumentiert denke ich, neben ihrer obskur antibritischen Haltung – darüber stolperte ich selbst bei Grossman dort, wenn plötzlich das kleine Land Israel mit Videospielen als finanziell maßgeblich in Verbindung gebracht wird (neben „New York“ und „London“). Und dabei hab ich noch gar nie etwas aus Israel gespielt denke ich – eher schon aus der Schweiz.
    Von rechtsaußen sind mir aus dem hiesigen Parlament in Wien leider auch Sätze in Erinnerung geblieben wie wonach „Antifaschismus“ heutzutage erst „Faschismus“ wäre. Und jenseits aller historischen Ideologie gibt es ja auch politische Begriffe wie den „Linksfaschismus“ – den kennt sogar die deutschsprachige Wikipedia. Also ich plädiere weiterhin für einen wesentlich entspannteren und damit auch bedeutend differenzierteren Umgang damit, gegen „Faschismus“ können und dürfen alle oder niemand sein, der kann muss mit NS-ismen aber nichts zu tun haben, und ich glaube etwa schonmal nicht, dass es von denen überhaupt einen Ausdruck von Antifaschismus in der Sache geben kann, sondern halte das für eine schlichte (und alltägliche) Dämonisierung Anderer. Deren eigentliches Kerngeschäft.
    Nur verstehe ich kulturpolitisch immer noch nicht wie es (im politischen Diskurs) sein kann, dass der Name Friedrich Schillers durch diese Leute seit nunmehr fast dreißig Jahren dermaßen vereinnahmt wird. Denn es gibt ja zumindest nicht nur deren Schiller-Zugang in Deutschland… Der politische Missbrauch von Goethe und Schiller ist in der „deutschdeutschen“ Geschichte schließlich ebenfalls gut dokumentiert –

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