24 Gedanken zu “Was interessiert mich mein …

  1. Ja – die Idee mit den Minispielen zu den Genres ist gut, ja – auf den Titel der Ausgabe „heimlich“ die „GTA“-Cover zu kopieren ist sympathisch (Wegen dem Bekanntheitsgrad der Anzeigen vielleicht aber weniger subversiv als erhofft?), ja – an den aktuellen Titel schreiben wahrscheinlich andere Leute als früher und nein, ich habe noch keine einzige Zeile der Artikel gelesen, sondern mir nur die Onlineinhalte angesehen. Doch diese Mischung aus Narzissmus und Blasiertheit, mit der dieser Teaser auf die „Vorurteile“ eingeht, ist einfach unerträglich.

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  3. Volles Verständnis!
    Sollten Vorurteile und negative Eindrücke nächste Woche für entsprechende Profilierungen wieder gebraucht werden, werden sie auch garantiert wieder hervorgekramt. Ich frage mich bloß, wo das unterrichtet wird…
    Denn die grundsätzlich normierten Einstellungen dahingehend was „gut“ oder „schlecht“ wäre ändern sich dadurch ja nicht. In Frage gestellt wieso gewaltdarstellender Ausdruck „Hass“ sein soll, und nicht vielmehr diese Formen der Berichterstattung, oder weshalb potentiell negative Wirkungen (gesellschaftlich) nicht in Kauf genommen werden möchten, wird ja gerade weiterhin nicht, weil auch die gesellschaftlichen Bedingungen nicht in ihrer Substanz angegangen werden, sondern wenn dann nur über politisch naive Ideologien (wie Kapital Moral) laufen. Siehe etwa auch aktuell bei den ganzen Fragestellungen im ZEIT-Interview mit Rhianna Pratchett http://www.zeit.de/digital/games/2014-01/rhianna-pratchett-interview Gepaart mit komplett irrsinnigen Sachverhaltsdarstellungen, wie dass „Doom“ das erste indizierte Videospiel gewesen wäre…

  4. Als ich den Cover des Spiegel gesehen habe, habe ich aus Neugier natürlich sofort zugeschlagen.
    Ich muss euch leider enttäuschen: Core-Games werden in dem Artikel nur angeschnitten. Stattdessen dreht sich ein großer Teil des Inhaltes um die Beliebtheit von Candy Crush und den Einsatz von speziell für die Therapie programmierte Videospiele zur Behandlung diverser Krankheiten. Bekanntere Titel, die man schon eher im Kinder- und Jugendzimmer antreffen würde, werden entweder nur in Halbsätzen erwähnt oder als Bilder zur „Artikelgarnierung“ gezeigt.
    Immerhin: Das Vorurteil „Ballerspiele machen gewalttätig“ wird etwas differenzierter aufgegriffen als man es sonst gewohnt ist. Aber wie gesagt, nur in einem kleinen Absatz…

  5. Deutscher Krawallitätstschurnalismus! Wir schaffen die Vorurteile ab die wir selbst in Welt gesetzt haben, wir sind die Helden! Und uns als Videospieler wird immer der Realitätsverlust unterstellt. Darum lese ich Titanic, die schreiben wenigstens Satire drauf.

  6. Treffendes Symbolbild! :-)

    Ich habe ebenfalls einen kritischen Kommentar zur aktuellen SPIEGEL-Titelgeschichte geschrieben: »SPIEGEL macht blöd – Warum auch positive Computerspiel-Artikel nicht besser sind als ihr Ruf«. [http://videogametourism.at/node/1921]

    Auch lesenswert, diese inhaltliche Kritik auf dem plassmag-Blog. [http://plassmag.wordpress.com/2014/01/13/spiele-im-spiegel/]

  7. @Christian Huberts
    Danke. Ich habe den Artikel bereits gelesen. Er bringt es wunderbar auf den Punkt, dass die Bewertung von Videospielen oft allein aus einer calvinistischen Perpektive erfolgt.

  8. Was für ein Unsinn, sorry.
    Das aktuelle Titelthema vom Spiegel wird ernsthaft mit Spiegelartikeln in Relation gesetzt, die mindestens vier Jahre alt sind? Hat hier niemand in dieser Zeitspanne Meinungen oder Überzeugungen über Bord geworfen? Darf ein Magazin sowas nicht?
    Irgendwie ganz schön peinlich die Aktion hier.

  9. @Paradygm
    Vorweg angemerkt: Dass sind jeweils Artikel die mit zeitnahen Amokläufen zusammenhingen. Der Spiegel hat sich auch danach noch einige Schnitzer geleistet – z.B. 2010 mit einer Doku bei SpiegelTV. Dort kam u.a. ein „Experte“ zu Wort, der behauptet hat, dass Ego-Shooter vom Militär eingesetzt werden, um Soldaten zu Desensibilisieren. Ich habe noch bis 2011 mit dem Spiegel korrespondiert und mir anhören müssen, warum solche Aussagen und andere nach Ansicht des Spiegels „vertretbar“ sind. Ok – 2011 ist jetzt auch schon 2 Jahre (und 1 Monat her), doch 10-Jahre klare Linie gegen „Killerspiele“ lassen sich nicht wegdiskutieren. Insbesondere sind die jeweiligen Artikel auch nach wie vor ohne Anmerkungen abrufbar.
    Und natürlich darf der Spiegel seine Berichterstattung ändern. Das begrüsse ich ausdrücklich und den Artikel habe ich mittlerweile auch gelesen. An dem kann ich wenig aussetzen, außer, dass mir zuviel „Candy Crush“ vorkommt. Das, was einzig und allein hier kritisiert wird, ist die Formulierung des „Teasers“. Es wird der Eindruck erweckt, als ob der Spiegel anderen helfen würde Vorturteile zu erklären, obwohl er an deren Existenz selbst einen großen Anteil hatte, indem er sie – wie gesagt – über 10 Jahre bediente. Mit dieser Assoziation, dass der Spiegel die von ihm selbst geschaffene Fehlinformation beseitigt, sich dafür auch noch bezahlen lässt und glaubt, dass das niemand merkt, bin ich auch nicht allein:
    https://twitter.com/Semilocon/status/422830246455672834

  10. @Gellersen, Paradygm Natürlich ist das was wir hier machen peinlich, den „Deutschen Krawallitätstschurnalismus“ (Spiegel, Stern, Bild, FAZ, usw…) zu kritisieren, ist ungefähr so als würde ich bei einer Behinderten Olympiade buhen.

  11. @Paradygm und Sven Gellersen
    Der springende Punkt ist eher, dass sich da Meinungen überhaupt nicht geändert haben brauchen – mit einiger Begründung sogar nichts darauf hindeutet.
    Der Artikel konzentriert sich schließlich weitgehend auf Verwendungen von Game-Konzepten und Therapien die Bereichen außerhalb des Gamings entstammen, sowie widmet sich sonst oberflächlich vor allem Casual Games.
    Siehe etwa die radikale Kritik von Anjin Anhut an dieser Form der Berichterstattung: http://howtonotsuckatgamedesign.com/2014/01/der-spiegel-cover-story-gaming/
    Die Frage ist etwa von welchem „schlechten Ruf“ da manipulierend eigentlich die Rede sein soll. Siehe wiederum auch den Tweet auf welchen Rey verlinkt hat –

  12. Nachtrag @Skully :-)
    Als Behinderter fürchte ich, hast Du da gar nicht so Unrecht. Denn geglaubt wird demnach anscheinend immer nur was jeweils gesagt wird, ob sich da die „Meinungen“ nun geändert haben oder nicht. Es dominiert in jedem Fall Normdenken.
    Einmal seien Videospiele gefährlich, dann ist das negativ, schädlich. In dem Fall würden sie der Leistungsgesellschaft sogar etwas bringen, dann wäre es halt wieder positiv – aber womöglich halt auch nur das was was (ein)bringt, wovon jemand einen Nutzen hat. Was utilitaristisch ist – wozu ich als Behinderter schonmal deutlich weniger zähle.

  13. EDIT:
    „Paradygm“ ist das Pseudonym, dass ich hier verwendet habe. Sowohl auf GamersGlobal als auch hier habe ich dieselbe Mail-Adresse angegeben … schon interessant, was für Rückschlüsse das über stigma-videospiele zulässt.

    @Rey:
    Ich will gar nicht wegdiskutieren, dass der Spiegel sich über viele Jahre hinweg einen Schnitzer über die „bösen“ Computerspiele nach dem anderen erlaubt hat. Um so erfreulicher ist es doch, wenn auch bei diesem Magazin scheinbar ein längst überfälliger Sinneswandel stattfindet. Oder?

    @Skully:
    Deinen Sarkasmus kannst Du Dir sparen, der ist reichlich unangebracht.

  14. @Sven Gellersen
    Ich finde es seltsam, wenn für derlei Identitätsraub tatsächlich diese Seite zur Verantwortung gezogen werden möchte. Das kann ja wohl nur ein Missverständnis sein. Oder woher soll hier gewusst werden, welcher „Sven Gellersen“ was anderswo verfasst hat?
    Ist mir im Übrigen auch schon passiert – mit wesentlich umfangreicheren Beiträgen. Und mehr als einmal. Zufälligerweise sogar ebenfalls beim Spiegel, also SPON, wo ich schon sehr viele Jahre kaum freiwillig selbst etwas mehr schreiben würde…

  15. Bestimmt ist es nur ein Missverständnis. Mir ist nur nicht klar, wie das passieren kann und der „Zufall“ scheint mir etwas zu groß zu sein. Zwischen mir aka Paradygm und GamersGlobal / stigma-videospiele gibt es nur eine Schnittstelle, nämlich meine Mail-Adresse. Und mein Kommentar von GamersGlobal ist hier erst NACH meinem Kommentar hier als Paradygm erschienen, also NACHDEM diese Seite hier von meiner Adresse erfahren hat. Sicherlich, kann nur ein Missverständnis sein, aber gerade deswegen hätte ich gerne eine sinnvolle Erklärung, wie sowas passieren kann.
    —–
    Der Artikel, den Du oben verlinkt hast, finde ich stellenweise auch ziemlich bescheuert. Der Autor regt sich allen Ernstes u.a. darüber auf, dass Der Spiegel darstellt, wie Computerspiele über die reine Unterhaltung hinaus genutzt werden können und wir Core-Gamer mal wieder völlig missachtet werden? Und darüber, dass Der Spiegel Computerspiele noch immer nicht überall in allen relevanten Rubriken als Kunst geführt wird?
    Ganz ehrlich, man kann sich über alles aufregen, man muss sich nur die richtigen Teilaspekte herauspicken.

  16. @Sven Gellersen
    Nochmal: Gegen den Sinneswandel – soweit er stattfindet – habe ich nichts. Er sollte dann aber auch als solcher benannt werden und nicht so getan werden, als ob man mit dem „Ruf“ nichts zu tun hat, obwohl man ihn geprägt hat.
    Wegen der Kommentare. Aus Gründen des Datenschutz sehe ich keine IP, so dass ich echte von falschen Kommentaren nicht unterscheidne kann. Ich werde mal schauen, ob ich anhand der Email-Adresse was tun kann.
    edit: es sind, obwohl sie nicht öffentlich sind, immer dieselben. Ich lösche dann einfach alles potentiell pubertäre.

  17. @the real Sven Gellersen
    Über die gespeicherte IP müsste doch einfach herauszufinden sein, wer nun der Falsche war. Dessen Postings können so ja auch wieder entfernt werden.
    Zu Anjin Anhut nur noch soviel: mir kam es so vor, dass sie unvorbelastet an die Sache heranging. Also ich fand das sehr erfrischend. Denn sie kritisierte ja auch weniger einen Kunstbegriff, als den von „culture“ – so wie sie ihn wohl stärker von Williams geprägt kennt. Und das bekommen die Leute sonst oft nicht einmal mehr mit, doch sie stellte eben fest, dass zwar in Deutschland das Fernsehen da noch darunter fällt, aber eben nicht mehr die Games.
    Das fand ich äußerst aufmerksam: die Games werden wenn dann gern in Technikkategorien verlagert und das betrifft ja nicht nur den Spiegel, sondern quer durch die Bank alle deutschsprachigen Zeitungen die ich kenne. Ich kritisierte das gegenüber einem Christian Stöcker damals schon vor zehn Jahren – habs aber auch gleich wieder aufgegeben. Und selbst etwa das Fernsehen hier in Österreich – denen würde nicht einmal im Traum einfallen, dass sie Games auch nur irgendeinen Platz abseits von Horrormeldungen über Krieg, Sucht und Verbrechen einräumen würden.
    Es gibt hier gravierend unterschiedliche Standpunkte dahingehend wer „Kultur“ schafft/erzeugt/reflektiert, was „die Kultur“ sein soll und wer darüber sonst (gefälligst) zu bestimmen hat – die authentizistischen „Kunst“begrifflichkeiten sind eher das Sahnehäubchen oben drauf

  18. @Rey:
    Danke! Es sind zwar jetzt auch einige von meinen eigenen verschwunden, aber besser zu viele als zu wenig. Der Kommentar von 00:19 Uhr stammt nicht von mir, der Eintrag müsste eine andere Mail-Adresse als dieser hier haben.
    Und entschuldige, dass ich Dich (ich nehme an, Du bist der Betreiber) verdächtigt habe, seltsame Methoden zu verwenden ;)

  19. @Pyri:
    Danke für den Hinweis mit dem „culture“-Begriff. Ist mir so beim Lesen des Artikels ehrlich gesagt nicht weiter aufgefallen. Wenn wir bei „culture“ bleiben, kann ich mich in der Hinsicht auch eher mit Deinem verlinkten Artikel anfreunden. Nichtsdestotrotz kam mir der Grundton des Artikels eher wie ein Mimimi-Lamentieren vor, weil wir „echte Gamer“ mal wieder kaum beachtet wurden.
    Gerade das fand ich aber an dem Artikel gut, dass er unser Hobby über die reine Unterhaltung hinaus betrachtet hat und aufzeigen wollte, wie Computerspiele anderweitig eingesetzt werden können.
    ——
    Ich bin es gewohnt, Beiträge editieren zu können, daher der Doppelpost.

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