„Wolfenstein: The New Order“ – Nutzer über Zensur getäuscht? (Update)

(SB.com) Mit 82 % versucht der Großteil der deutschen Gamer immer bzw. meistens an unzensierte Versionen von Videospielen zu gelangen – dies wurde in der VDVC-Umfrage 2013 (S. 21) festgestellt. Praktisch sind die Publisher hierbei nicht immer eine Hilfe, die u.a. im Fall von „Sniper: Ghost Warrior“ ein Spiel versprechen, dass „100 % uncut“ sei, obwohl es das nicht ist. Neustes Beispiel hierfür ist der Titel „Wolfenstein: The New Order“, bei dem sich Nutzer getäuscht fühlen.

Dabei gibt es bei „Wolfenstein“ die Besonderheit, dass die Spieler eine völlig ungeschnittene Version gar nicht erwarten: Anders als bei Filmen werden bei Videospielen Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen nicht geduldet, so dass die entfernt werden müssen. Es geht also regelmäßig nur noch darum, ob das „Restspiel“ – speziell die Gewaltdarstellung – entschärft wurde. Im Fall von „Return to Castle Wolfenstein“ (2001) durfte beispielsweise auch die deutsche Version nicht offen verkauft werden, da sie wegen der – gegenüber dem Original unveränderten – Gewaltdarstellungen indiziert wurde.

Bei „Wolfenstein: The New Order“ war also die spannende Frage, ob der Titel ohne Änderungen abseits der Problematik des § 86a StGB auskommt. Nach offiziellen Aussagen konnte man den Eindruck bekommen, dass das geglückt war.

Von offizieller Seite wurde am 02.04.2014 folgendes mitgeteilt:

    „Wir freuen uns, bekanntgeben zu dürfen, dass Wolfenstein: The New Order von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle („USK“) das Kennzeichen „Keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG“ („freigegeben ab 18 Jahren“) erhalten hat.

    Der First Person Action Adventure Shooter von Entwickler MachineGames erscheint in Deutschland, Österreich und der Schweiz somit ungeschnitten hinsichtlich der expliziten Darstellung.

    Um hiesigen Gesetzen Rechnung zu tragen, werden bestimmte Symbole und Inhalte, die in der Vergangenheit als Verstöße gegen § 86a des deutschen Strafgesetzbuches ausgelegt wurden, um nicht minder atmosphärische Alternativen ersetzt.“

Weiter ließ der Publisher auf der Verpackung teilweise ein Zitat der Spielezeitschrift GameStar anbringen, wonach die „Gewalt […] nicht geschnitten“ sei.

wtno

Nach der Veröffentlichung von „Wolfenstein: The New Order“ hat „The Hitman“ auf SB.com einen Schnittbericht zu dem Titel erstellt und hierbei auch den Abschnitt „Gewaltzensur“ eingefügt, den es nach den voranstehenden Aussagen eigentlich nicht geben dürfte. Offenbar wurden in einer Szene Leichen entfernt und ein Krematorien ist außer Betrieb. Im Detail schreibt er:

    „In Kapitel 8 (Camp Belica / Lager Selo (dt.)) erwacht BJ [Anmerkung: BJ = der Protagonist Barry Jason] in einem Verbrennungsofen. Hier liegt er zwischen einigen Leichen, die offensichtlich durch die Strapazen des KZ ums Leben gekommen sind. BJ muss sich nun beeilen, um nicht verbrannt zu werden. Während die Flammen rausschießen, schiebt BJ die auf ihm ligende Leiche beiseite und drückt sich aus dem Ofen.

    Die deutsche Version zeigt weder die Leichen, noch muss sich der Spieler beeilen, da dort kein Feuer aus den Öffnungen ausgestoßen wird. Die Animation der Befreiung ist in der deutschen Version dennoch vorhanden.“

Über die Frage, ob hier „Gewalt“ zensiert wurde, kann sicherlich trefflich gestritten werden. So soll nach einer Definition von Baron/Richardson (Zitiert nach: Barbara Krahé, The Social Psychology of Aggression, S. 9.) Aggression nur bei der Absicht, Lebende zu schaden, angenommen werden:

    „Aggression is any form of behaviour directed toward the goal of harming or injuring another living being who is motivated to avoid such treatment.“

Jedoch ist ernsthaft zu bezweifeln, dass es als „ungeschnitten hinsichtlich der expliziten Darstellung“ bezeichnet werden kann. Wir haben den Publisher um eine Stellungnahme geben, aber bisher leider keine Antwort erhalten.

Der Kauf der gänzlich unzensierten Version lohnt sich übrigens nicht: Zur Nutzung ist eine Aktivierung über Steam erforderlich, die Nutzern aus Deutschland verweigert wird – Schweizern und Österreichern ist dies nach Protesten gegen die Sperre möglich. Steam vorzutäuschen, dass man sich im Ausland befände, ist ebenfalls nicht empfehlenswert: Falls Valve das mitbekommt, ist es nach dem SSA berechtigt, das gesamte Benutzerkonto zu deaktivieren:

    „Sie verpflichten sich, weder ein IP-Proxying noch ein sonstiges Verfahren einzusetzen, um den Ort Ihres Wohnsitzes zu verschleiern […]. Falls Sie gegen diese Pflicht verstoßen, sind wir berechtigt, den Zugang zu Ihrem Benutzerkonto zu unterbinden.“

Update

Worauf Frank Jäger in den Kommentaren zutreffend hinweist: Wegen des „Geo Lock“ kann allein die PC-Version von Deutschland aus kaum legal – komerzielle „Gifter“ sollen ebenfalls problematisch sein – über Steam aktiviert werden. So auch die Meldung bei SB.com. Auf Konsolen ist es dagegen möglich, die ungeschnittene Originalversion von „Wolfenstein: The New Order“ zu nutzen. Als PC-Nutzer hatte ich dies aber nicht als Alternative wahrgenommen.

    Zum Schnittbericht
    Zur Pressemeldung

17 Gedanken zu “„Wolfenstein: The New Order“ – Nutzer über Zensur getäuscht? (Update)

  1. Ganz ehrlich: Genau wegen so einem Dreck nutze ich kein Steam. Soll mir die Industrie mit ihrer Verarsche doch den Buckel herunterrutschen! Wer nicht mal genug Eier hat, sich gegen Zensur stark zu machen, der bekommt keinen Cent.

  2. Liegt ja nicht allein an Steam, der Publisher hat da mindestens genauso viel Schuld daran.
    Die Entscheidung den Regio-Lock zu nutzen wird im Endeffekt ja dort getroffen.

    Der Grund dafür dürfte aber in diesem Fall bei der Symbolzensur liegen, nicht bei der Gewaltdarstellung.

    Das diese mitunter merkwürdige Auswüchse hat ist ja bekannt.
    (z.B. das auch Anti-Faschistische Symbole verboten werden, nur weil sie ein Hakenkreuz zeigen das zerschmettert oder in den Mülleimer geworfen wird, oder Sportmarken weil sie ein Symbol enthalten das der S Rune ähnelt)

    Was Wolfenstein angeht, so wäre ich allerdings nicht verärgert, wenn man generell und nicht nur in Deutschland auf Nazi-Symbolik verzichten würde.
    Das mittlerweile ohnehin eher auf Sci-Fi ausgelegte Setting bekommt durch den Nazi-Bezug einen faden Beigeschmack und als auf Action und Entertainment ausgelegtes Spiel, kann es sowieso keinen Anspruch auf historische Autenzität geltend machen.

  3. @kraid
    Bei Filmen ist Sci-Fi imho bisher kein Ausschlussgrund: Siehe „Vaterland“, „Philadelphia Experiment 2“ und – mal etwas neueres – „Iron Sky“. Wenn der Titel „unbeschwerte“ Unterhaltung bieten soll – da gebe ich dir Recht – dürften Bezüge zum 3. Reich nicht förderlich sein.

  4. Erinnerungskultur muss nichts mit Authentizität zu tun haben. Sie kann auch spielerisch oder assoziativ erfolgen, und insofern stellt sie auch eher Fragen nach diesen autoritären Formvorgaben von etwa „Bildung“ oder Wissensaneignung.
    Doch scheinbar werden die Leute immer noch für so „dumm“ oder leicht manipulierbar gehalten, dass sie ständig neu informiert, über Zusammenhänge aufgeklärt oder erst betroffen gemacht werden müssten. Nur diejenigen in deren Köpfe ohnedies nicht so leicht vorgedrungen werden kann, werden all diese Anstrengungen weiterhin kaum berühren – so gut gemeint oder schlecht gemacht diese auch immer sind. Ich denke da etwa an so notorische Figuren wie Guido Knopp, welche in letzter Zeit aber auch wenigstens etwas unangenehmere Kritik aus deutschen Feuilletons zugewiesen bekamen.

    Ich würde es begrüßen wenn es internationale Abkommen gäbe, dahingehend was auch diesbezüglich und ganz populär medial strafrechtlich relevant wäre. Multinationale Konzerne würden sich dann bei ihren Lieferungen auch leichter tun.
    Wobei das Hauptproblem aus meiner Sicht schon diese bestimmte Distributionsform von Steam ist. Und dahingehend könnte man auch noch auf die Datenbank hier verweisen http://steamdb.info
    Die Anzahl an Packages zu jeder App ist dort teilweise bereits unübersichtlich. Siehe auch die Situation um „South Park – The Stick of Truth“.
    Abgesehen vom Durcheinander bei den Diskontern sind die IP-Sperren bei autorisierten Resellern wie Green Man Gaming überhaupt rigoros. Hier sehe ich aus Österreich Titel wie „Wolfenstein“ oder „Quake IV“, aber auch „Europa Universalis IV“, gleich gar nicht.
    Theoretisch könnten ebenfalls Konsolen Probleme machen, zumal etwa Microsoft mit ihren Clouds seine Stores weitgehend homogenisiert hat – aus irgendwelchen Gründen verzichtet man dort vorerst aber komplett drauf.
    Und es betrifft teilweise ja nicht nur den deutschsprachigen Raum, sondern etwa auch Israel oder Japan. Weswegen ich es schon bedenklich finde, wenn gemeint wird dass mit zusätzlichen Jugendschutzsystemen auch deutsche Webseiten für Deutsche eingeschränkt werden könnten, und so staatlichen Vorgaben entsprochen. Langsam aber sicher wird dann unklar wer wo als Publikum noch einfach ausgemacht werden könnte – von den wohl zu erwartenden Reaktionen der Werbewirtschaft ganz zu schweigen, denn die beliefern ja jetzt schon länderspezifisch nach IP-Adressen, sind aber nicht unbedingt national organisiert. Keine Ahnung wie sich das dann vorgestellt wird, aber da würde es mich zweifellos nicht wundern, wenn die da nicht mitmachen würden und dies für viele kommerzielle Seiten das Aus bedeuten würde, zumindest bedrohlich ist. Besser wäre es deshalb aus meiner Sicht, auf solch einschränkende Maßnahmen allgemein zu verzichten – denn egal ob jetzt für China oder in Deutschland der Jugendschutz dem Staat überlassen wird, am Ende profitieren davon lediglich Einrichtungen der Regulierung. Während Eltern oder andere Erziehungsberechtigte sich nur im Glauben wähnen können, dass der Staat für die inhaltliche Sicherung ihrer Kinder bereits (ausreichend) gesorgt hätte…

  5. Nachtrag @Rey
    Man denke nur an „Ein Käfig voller Helden“ (Hogan’s Heroes). Die Comedys-Fernsehserie ist mir etwa ein Gräuel und war in den USA ein Riesenerfolg, wobei es zwar ein paar Jahrzehnte dauerte, sie aber dann auch in Deutschland scheinbar gut ankam.
    Dennoch kann Humor, aber auch Sexualität, so eingesetzt werden, dass er Terror, „Gewalt“ oder auch nur bürgerliche Biederkeit, nicht relativiert, sondern konterkariert.
    Ergänzt und um Alternativen bereichert. Es gibt schließlich auch so was wie Ambiguität, Ambivalenz, Dialektik.

  6. @Rey Aber auf die Idee „Schindlers Liste“ oder Roberto Begninis „Das Leben ist schön“ mit auf deine Liste zu setzen, auf die Idee bist wohl nicht gekommen.

  7. @skully
    „Schindler Liste“ ist Fiktion? Ich habe mich da jetzt nicht eingearbeitet, meine aber, dass der wirklichg elebt hat. Wie „frei“ Roman bzw. verfilmung sind, weiß ich leider nicht.

  8. Dass jemand nicht „wirklich gelebt hat“ ist keine Voraussetzung für Fiktion. Fiktion ist alles das kein Dokument darstellt.
    Und insofern ist jeder Spielfilm eher Fiktion, schon jedes Making-Of über einen Spielfilm aber eher nicht. Der Unterschied zwischen Benigni und etwa einem Tarantino ist, dass Benigini in der Tradition der Commedia dell’arte steht, und damit zumindest eher „ernst“ ist als ein Tarantino, der mit seinem Genre wiederum eher dem Grand Guignol nahe steht.
    Wobei das was kraid gemeint hat wohl war, dass eine Thematisierung des Nationalsozialismus nur dann legitim wäre, wenn sie betroffen machen würde. Und auch das ist bei Benigni eher der Fall – so wie bei Spielberg und dessen realistischen Anspruch in seinen ernsten Filmen.

  9. @ maSu
    Leider gibt es fast kein Spiel mehr das Steam nicht nutzt das nicht gerade zu den Retro-Titel gehört, die wenigen neuen Spiele die Steam nicht nutzen gehören entweder Ubisoft oder EA und nutzen daher uPlay oder Origin und bei denen sieht es nicht besser aus wie bei Steam

  10. @Rey
    Ja Oscar Schindler und Itzhak Stern gab es beide wirklich, genau wie der Lagerkommandant Amon Göth aus dem Film und viele der weiteren vorkommenden Figuren, fiktiv aber war zbsp. das kleine Mädchen im roten Mantel (das war ja das einzige farbige im Film).

  11. @doktor trask
    Das ist mir schon klar. Ich glaubte nur, dass man in diesem fall noch nicht von science fiction sprechen kann. Ansonsten waere – wie gesagt – ja beinahe jeder spielfilm science fiction, da er nicht in jeder beziehung 100 % authentisch ist.

  12. Für mich sind eben Comedy Formate wie „Hogans Heros“ oder Western wie Tarantinos „Inglorious Bastards“ oder Dystopien wie „Philadelphia Experiment 2“, HBOs „Vaterland“ und „Wolfenstein TNWO“ genauso gleichberechtigt wie eben „Das Leben ist schön“ und „Schindlers Liste“. Und das sind alles Unterhaltungsformate.
    Ich hab mir „Schindler Liste“ im Kino angesehen, damals in den 90ern. Mussten wir als „Hausaufgabe“ von einer sehr sozialdemokratisch eingestellten Deutsch Lehrerin, die hatte genauso wie Kraid eine doch sehr politisch korrekte Einstellung zu der Thematik. Nur kapieren solche Leute nicht, das ein Film wie „Schindlers Liste“ eben nicht die gleiche Wirkung auf Rechte hat wie auf politisch korrekte Leute wie sie selbst. Es gab bei der Vorstellung im Kino genug Leute die Klatschten und Lachten wie man die Juden in Kammern trieb, und für die eben die Leute in den Schwarzen Uniformen die Helden und großen Humanisten sind, und nicht Oskar Schindler. Man kann eben nicht durch Betroffenheitskino Leute umstimmen oder gar umprogrammieren. Das ist der große Trugschluß den viele Leute damals aufgessen sind.
    Kann man sich über Hitler, deutschen Militarismus und das dritte Reich lustig machen? Ja sicher, und Leute die das nicht verstehen haben in meinen Augen immernoch Ehrfurcht für Hitler und seiner „Authorität“. Für die „wirkt“ der „Fluch“ des Nationalsozialismus immer noch. Ich finde die Nazis haben sich ihren Platz als Witzfiguren und Bösewichte in diversen Unterhaltungsformaten auf Grund ihrer Taten reichlich verdient. Man erreicht eben mehr Leute wenn man eben mehr und breiter streut was eben die Formate, Medien und Richtung (Komödie, Tragödie, Western, WK2 Film usw…) angeht. Und ich kann eben diese erzwungene, politisch korrekte Heuchelei und Doppelmoral eben bei Zensur in Deutschland nicht ausstehen, wenn man Nazis darstellt dann sollten da auch historisch korrekt Hakenkreuze sein, und nichts anderes. Schockwirkung und Untermauerung des Bösen durch Hakenkreuze im Kontext einer Handlung sind legitme Mittel künstlerischer Freiheit und sind keine Verherrlichung des Nationalsozialismus.
    So und zum Schluß noch ein wenig Geschichtsaufarbeitung im „DANGER 5“ Stil. (Australisches Comedy Format)
    https://www.youtube.com/watch?v=PUoZEBP5wkA&list=PL0CA6B039FD243213

  13. Es geht mir aber keineswegs um politische korrektheit, wenn ich sage das mir Wolfenstein ohne direkten Nazi-Bezug besser gefällt.

    Es ist vielmehr so, das gerade weil das Thema immer den ernsten beigeschmack hat, mir dadurch etwas fun und entertainment verloren geht.

    In einem Spiel kann man das Ganze leider auch nicht wie im Film durch die Erzählweise entschärfen, da die Möglichkeiten und der Anteil an Handlungssequenzen gegenüber dem Spielanteil doch recht gering ausfallen muss.

  14. Bei Medien generell egal ob Computer- und Videospiel oder Film, geht es nicht nur um „fun und entertainment“ gute Filme und Spiele drücken wohl etwas mehr aus. Kommetare durch Handlung und Metaffer auf Zeitgeist und Zeitgeschichte mit dem Zweck einer Geschichte Tiefgang und Niveau zu verleihen und dabei im Zuschauer/Spieler zum nachdenken und mitfühlen zu bringen zeichnet gerade gute Filme und Spiele aus. Kann man im Kino derzeit am komplett geistlosen Transformer Film sehen der ohne Handlung, Logik Tiefgang auskommt, als Gegenbeispiel gibt es allerdings von Michael Bay auch den Film „Pain & Gain“ bei der er herrlich über die amerikanische Gesellschaft herzieht und satrisch hinterfragt wie man es sonst nur von South Park gewohnt ist. Im Spiele Bereich gibt es das auch, Spiele wie die COD Serie, Wolfenstein TNWO, Mass Effect oder SpecOps the Line kommentieren direkt und indirekt amerikanische Außenpolitik. Bei Spielen braucht man auch nicht unbedingt eine Erzählweise allerdings sondern kann da geschickt die Spielemechanik ausnutzen (SpecOps, CODMW2 Flughafenmisson [original Verion, keine deutsche Version]) .

  15. Ich glaube es kommt ganz darauf an was jeweils unter „Kommentar“ und „Kritik“ oder „Geist“ und „Sinn“ verstanden wird. So finde ich etwa die „Transformers“-Filme mit ihrem Schwelgen in Tableaus und ihrer Erotik von Metall ganz großartig.
    Und sie bewegen mich sowohl emotional, als auch fordern mich intellektuell heraus – lassen mich über meine Stellung in der Welt nachdenken. Andere sehen darin, in derlei „Überwältigungskino“, wiederum scheinbar nichts anderes als ganz üble (Pro-)“Kriegsfilme für Kinder“.
    Während „South Park“ für viele etwa eher „geschmacklos“ oder „infantil“ erscheinen wird. Und die „Kritik“ in einem „Spec Ops: The Line“ ganz einfach deshalb leichter zu akzeptieren wäre, weil sie dogmatischer formuliert wurde als in einem „Call of Duty“ oder „Medal of Honor“. Anderen wird sie allerdings wieder nicht weit genug gehen, für denen kann ein „Shooter“ mit seinen Genre-Konventionen zum Beispiel gar nie „kritisch“ sein, solange darin geschossen werden „darf“. Und jemanden finden der in „Modern Warfare 2“ dennoch „Kritik“ an US-Politik erkennt, wird deshalb an sich schon schwieriger sein – so plakativ vorgetragen diese in vielen Fällen darin auch sein mag.

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