Verbot von „Killerspielen“ in der Schweiz abgewendet? (Update)

(parlament.ch) Die „Vereinigung gegen mediale Gewalt“ (VGMG) unternahm 2011 den Versuch, „Killerspiele“ in der Schweiz zu verbieten. Als durchgesetzt wurde, dass Häftlinge in schweizer Gefängnissen kein Zugang zu Horrorvideos und „Killerspielen“ gewährt wird, sollten allgemein Spiele verboten werden, „in denen grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen und menschenähnliche Wesen zum Spielerfolg beitragen“. Nachdem der Vorstoß zunächst sistiert wurde, lehnte der Ständerat ihn am 23.09.2014 ab. Nun geht die Initiative noch an den Nationalrat, dessen mit der Vorprüfung befasste Kommission am 31.10.2014 einstimmig beantragt hat, „der Standesinitiative keine Folge zu geben“.

    Bericht der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur vom 30. Oktober 2014 (pdf).

Update:

GameRights weist darauf hin, dass in der Schweiz noch vier weitere Verbotsinitiativen in der Pipeline sind.

2 Gedanken zu “Verbot von „Killerspielen“ in der Schweiz abgewendet? (Update)

  1. Ah, in der Schweiz funktioniert die Demokratie noch, dort können nicht einfach ein paar Pseudowissenschaftler und deren korrupten, heuchlerischen Politschergen die Kunstfreiheit einschränken und vielen Video- und Computerspieler unter fragwürdigen und scheinheiligen Argumenten den Spaß zu verderben.

    „Verbunden werden auch die Schwachen mächtig.“ Wilhelm Tell (Schiller)

  2. Bemerkenswert finde ich einmal mehr wie die Forderung eines allgemeinen Verbotes auf „Jugendschutz“ umgemünzt wird: so heißt es nicht nur schon im Titel des PDFs, sondern wird in den „Erwägungen der Kommission“ praktisch ausschließlich auf zwei Jugendschutz-„Programme“ des Bundesamtes „für Sozialversicherungen“ aus dem Jahr 2010 verwiesen: „Jugend und Medien“ sowie „Jugend und Gewalt“ (letzteres sogar im Sinne von – offenbar herkömmlicher – Gewaltprävention). Beide Programme würden „profunde und vielfältige Ergebnisse“ versprechen.

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