AfD: Jugendgefährdende Inhalte konsequent indizieren

(afd-bw.de) Am 13. März 2016 finden in Baden-Württemberg Landtagswahlen statt: Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) setzt sich in ihrem Wahlprogramm auch mit gewaltdarstellenden Medien auseinander, wobei sie sich dafür ausspricht, dass „Jugendlichen und Kindern auch durch die Medien Wertschätzung der Mitmenschen vermittelt wird, anstatt sie zu Promiskuität und Gewalt zu verleiten“. Insbesondere müssten „sie vor dem Konsum von jugendgefährdenden Inhalten bewahrt werden“. Die Forderung, um dies zu erreichen:

„Politik und Medien müssen sich dieses Themas annehmen, z.B. sind FSK-Angaben zu überarbeiten und jugendgefährdende Inhalte konsequent zu indizieren.“

Laut der Sonntagsfrage vom 05.02.2016 liegt die AfD derzeit bei 10 %.

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(Dank an buzzti.)

5 Gedanken zu “AfD: Jugendgefährdende Inhalte konsequent indizieren

  1. Ohohoh, das ist wirklich groß, dass sich die Schnullernazis für „Wertschätzung der Mitmenschen“ einsetzen. Aber neu ist das ja nicht, dass die autoritärsten und menschenverachtendsten Ideologien die „sauberste“ Medienwelt abgeben.

    Paar beinharte Konservative wird man mit solchen Forderungen sicherlich gewinnen können, die werden sich dann aber wundern, wie weit es mit „Werten“ bei diesen Leuten her ist …

  2. Dennoch ist es nur ein kurzer Sprung von diesem selbstentblößend vorgestelltem AfD-Denken über Sexualverhalten und kultureller Sauberkeit – hin zu etablierten Formulierungen wie einer Rede über „sozialethische Desorientierung“ oder anderen Ideen die von einer „Fehlleitung“ bei Menschen ausgehen, ein „richtig“ oder „falsch“ formulieren ohne (auch) diese „Werte“ je zu befragen, geschweige denn zu belasten: eine Gesellschaft die keine Bereitschaft zeigt auch sonst, das heißt abgesehen dermaßen plakativer Beispiele, darüber zu debattieren, bereitet mir in jedem Fall Sorgen…

  3. Pingback: VDVC

  4. Es muss hier aufgepasst werden. Denn viele Politiker (nicht nur aus der AFD) vertreten sehr gefährliche Meinungen. Das macht auch die SPD, Grüne oder CDU/ CSU keinen Unterschied. So wie die jetzige politische Lage in Deutschland ist, müssen die großen Dinosaurier- Parteien nicht wundern. Sie machen eine Politik der Alten und nicht der jungen Menschen. Sie finden einfach keinen gesunden Mittelweg.

    • Dass viele Politiker solche Meinungen vertreten, stimmt durchaus. Und das Gefühl, dass Politik oft für Ältere gemacht wird, lässt sich kaum abstreiten. (Das mag sogar gerechtfertigt sein, das Ältere die größte Wählergruppe darstellen.) Forderungen wie diese schaffen es aber zumindest bei den genannten Parteien nicht mehr ins Wahlprogramm. Von da her ist das schon erwähnenswert.

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