Community-Wichtelspiel abgeschlossen

[Nachtrag date=”10. Januar”]Es dürfte für die Teilnehmer ratsam sein, im Verzeichnis „Spamverdacht“ nach neuen E-Mails zu gucken. Zwar wurde die E-Mail extra digital signiert, damit sie klar als Nicht-Spam erkennbar ist, doch ist offenbar der Inhalt zu ähnlich zum verbreiteten „Sie haben gewonnen“-Spam, um bei allen direkt anzukommen.[/Nachtrag]

Das Community-Wichtelspiel zu unserer Umfrage zu Nutzungsverhalten und Wünschen von Computerspielern ist gestern Abend zu Ende gegangen. Insgesamt wollten 480 Teilnehmer beschenkt werden, wovon allerdings sechs disqualifiziert wurden: Sie hatten mehrfach mit verschiedenen E-Mail-Adressen teilgenommen, um ihre Chancen in der Auslosung zu erhöhen. Diejenigen, die eines der 24 freiwillig gestifteten Geschenke von den Wichteln bekommen, wurden bereits benachrichtigt. (Die Mail ist digital mit dem PGP-Schlüssel D1E9B3AD signiert.)

Mit der Zahl der Teilnehmer an der Umfrage selbst sind wir bereits sehr zufrieden. Toll ist auch, dass offenbar eine deutlich Mehrheit die Fragen für die Erkenntnis (und nicht nur für die Spielteilnahme) beantwortet hat. Die Umfrage bleibt nun noch einige Tage ohne Wichtelspiel aktiv bevor wir mit der Auswertung beginnen. Mit ersten Ergebnissen ist aber noch im Januar zu rechnen.

Vielen Dank nochmal an alle Wichtel!

Jahresrückblick 2013: VDVC-Serverlog

Im Jahr 2013 haben wir fast 1,9 Millionen Besucher auf unseren Webseiten verzeichnen können. Die aktuell laufende Umfrage zu Nutzungsverhalten und Wünschen von Videospielern hat uns auf die Idee gebracht, uns die Nutzungszahlen unserer Webseite einmal genauer anzuschauen. Die Entwicklung war insgesamt sehr gleichmäßig, nur ein einzelnes singuläres Ereignis fällt im Graphen deutlich auf.

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Im Februar ließ es Plasberg in „Hart aber Fair“ so aussehen, als habe sich der britische Prinz Harry mit Computerspielen seine Hemmschwelle zu Töten abtrainiert. Dass im Spiel Fifa zwar geschossen wird, allerdings nur mit Fußbällen, hätte laut Stellungnahme die Zuschauer verwirrt. Dass dieses Ereignis sich so deutlich in unseren Serverlogs zeigt, belegt unsere anhaltende Bedeutung bei der kritischen Medienbeobachtung zum Thema Videospiele, die wir durch unser Projekt Stigma Videospiele besitzen.

Unsere Besucher kommen vorrangig aus Deutschland und weisen bezüglich ihrer genutzten Betriebssysteme und Webbrowser keine überraschende Abweichung von anderen bekannten Nutzungszahlen auf. Windows hat mit fast 80% Nutzungsanteil eine große Dominanz, wobei Windows XP ist auch von unseren Nutzern weiterhin verwendet wird, während Windows 8 sich als unbeliebtestes Betriebssystem zeigt. Ähnlich geht es Windows Vista, das ebenfalls abgeschlagen noch hinter Mac OS X und Linux (inklusive Android) folgt. Aufseiten der Browser zeigt sich bei Thunderbird, das mit über 10 Prozentpunkten in der Statistik auftaucht, dass viele Besucher über einen Newsfeed auf unsere Seite zugreifen. Aber auch die echten Mozilla-Browser (v.a. Firefox) sind sehr beliebt. Rechnet man den Thunderbird mit, nutzen insgesamt 85% einen Browser von Microsoft oder Mozilla. Der übrige Anteil geht zu etwa gleichen Teilen an Opera, Safari und Chrome.

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Wir bedanken uns bei allen Besuchern – unabhängig vom Betriebssystem und vom Browser – für ein tolles Jahr 2013 und wünschen einen guten Rutsch ins Jahr 2014!

Umfrage: Nutzungsverhalten und Wünsche von Videospielern

Für das kommende Jahr haben wir uns vorgenommen, die Video- und Computerspieler noch besser zu vertreten. Bei einigen Themen ist hier die Situation klar: Üble Vorurteile gegen unser Hobby will wohl keiner in den Medien sehen, und Bugs werden wohl kaum Fans haben. Bei anderen Themen ist aber lange nicht so deutlich, welche Position wir einnehmen sollen.

Es ist nicht einmal einfach zu sagen, wer in Deutschland was spielt. Geredet wird fast nur über Verkaufszahlen. Und die sagen nicht aus, wie lange ein Spiel genutzt wird. Meinungen über Jugend- und Verbraucherschutz wurden bisher kaum erhoben. Wir haben in einem Team Erfahrung und Engagement aus For Uncut!, Stigma Videospiele, theorigin.de und VDVC versammelt und eine Umfrage vorbereitet, die in nur 10 bis 15 Minuten beantwortet ist.

Passend zum Weihnachtsfest gibt es (bis zum 6. Januar) ein Wichtelspiel zur Umfrage. Den Teilnehmern wird mit etwas Glück ein Wichtel zugelost. Wer möchte, kann Umfrage und Wichtelspiel freiwillig unterstützen und selber Wichtel spielen. Für den Einstieg haben wir Einkaufsgutscheine unter den Baum gelegt. Es haben sich aber bereits weitere Wichtel gemeldet.

Wer etwas beim Wichtelspiel verschenken möchte, meldet sich bitte unter wichtelspiel@gamerverband.de. Der Teilnahmelink, mit dem man ein Geschenk bekommen kann, befindet sich am Ende der Umfrage.

Zur Umfrage: VDVC » Survey » Nutzungsverhalten und Wünsche von Videospielern

Bloggerfrühstück bei EA

Electronic Arts hat zum „Bloggerfrühstück“ geladen, bei dem sich (kritische) Blogger zwanglos mit Vertretern der deutschen EA-Niederlassung unterhalten können. Man könnte die Veranstaltung in der Tradition des „Runden Tisches“ zu Origin sehen, doch war dieses Treffen natürlich weniger aufgeladen. Unterm Strich ist durch die freundlichere Stimmung vermutlich auf beiden Seiten sogar mehr hängen geblieben. Und selbst wenn von den Ideen keine einzige beim Mutterkonzern ankommt, haben wir interessante Impressionen mitnehmen können.

Anwesend waren für uns Matthias und Patrik und außerdem drei Mitarbeiter von Electronic Arts Deutschland: Olaf Coenen (Geschäftsführer), Martin Lorber (PR Director und Jugendschutzbeauftragter), Fabian Weichert (Mitarbeiter im Jugendschutz). Sonst hat sich – vermutlich aufgrund des Termins am Mittwochvormittag – niemand in der Firmenzentrale eingefunden. Schmerzlich vermisst wurde im Nachhinein ein EA-Mitarbeiter, der mit Spieleentwicklung vertraut ist. So konnte oft niemand einschätzen, wie aufwändig Vorschläge in der Umsetzung wären. Leider hat EA mit Phenomic dieses Jahr das einzige hauseigene Studio in Deutschland geschlossen, sodass es nicht einfach sein wird, diesen Mangel bei kommenden Treffen zu beheben. Gerade bei größeren Teilnehmerzahlen sollte das aber auf jeden Fall passieren.

Das Gespräch selbst drehte sich lange Zeit vor allem um (fehlende) Innovation. Die EA-Teilnehmer gaben immer wieder an, Innovationen seien wichtig für das Unternehmen. Allerdings musste zugegeben werden, dass Neuerungen beim Marketing oft im Schatten der Grafik stehen. Deutlich wird das auch beim von Coenen immer wieder angeführten Titanfall: Auf der Titanfall-Webseite sieht man schicke Spielszenen, und in den Texten liest man in vier Absätzen über das Spiel drei Mal „Call of Duty“, aber kein Wort über „Innovation“.

Als Beispiel dafür, dass man auf seine Kunden höre, wurde unter anderem angegeben, dass an einem Offline-Modus für SimCity gearbeitet werde. Andere Kritik, wurde zwar verstanden, aber ob zum Beispiel Gummiband-KI zumindest optional gemacht werden kann, traute sich niemand zu beantworten. Und Quicktime-Events scheinen offenbar bei den Entscheidern zu beliebt zu sein. Dem Gerücht allerdings, dass einige Entscheider selber gar nicht spielen und folglich auf grafische Aha-Momente wert legen, auch wenn diese vom Gameplay mies sind, wurde vehement widersprochen. Bugs, über die sich auch immer wieder beschwert wird, seien leider nicht zu vermeiden. Auf der anderen Seite habe es aber ja auch Beschwerden gegeben, als man in einem besonders schlimmen Fall (Command & Conquer) auf die Veröffentlichung verzichtet.

Zum Thema Verbraucherrechte ging es um die Lebensdauer von Spielen, die promt als Produktlebenszyklus verstanden wurde. Dass eben diese Sichtweise ein Problem darstellt, war schnell vermittelt. Als Spieler will man nicht, dass die Investition in ein Spiel nach einiger Zeit wertlos wird, weil es nicht mehr funktioniert. Ein End of Life oder gar geplante Obsoleszenz kratzen am Image des Anbieters, doch der will natürlich Geld verdienen. Da vom Publisher betriebene Server laufende Kosten verursachen, werden diese oft als Argument angeführt, ältere Spiele unbrauchbar machen zu müssen. Vor allem wenn es kaum noch Nutzer gibt, kann man das auch irgendwo nachvollziehen. Wenn ein Spieler aber keine Mitspieler findet, sieht er das als Pech an. Wenn die Server down sind, ist der Betreiber Schuld. Online-Anbindung wird dann als Kontrolle wahrgenommen. Dass sie auch als solche gemeint sei, wurde natürlich vehement abgestritten: Es seien immer Designentscheidungen für die für Spielmechanik. Warum der Betrieb der Server nicht in die Hände der Community gelegt wird, wenn der Betrieb nicht mehr wirtschaftlich ist, bleibt aber unklar.

Konsequenterweise entwickelte sich das Gespräch weiter in dieser Richtung. Wir haben den Unterschied zwischen (begrüßenswertem) Addon und „Zwangs-DLC“ erklärt und versucht, ein wenig Nachhilfe zu geben, wann ich Spieler bevormundet oder gar ausgenommen fühlen und wann sie sich über neue Inhalte freuen. Das ist eigentlich recht einfach: Man muss das Gefühl haben, für neues Geld auch etwas neues zu bekommen. Wenn man neues Geld ausgebt, um etwas bereits gezahltes noch nutzen zu können, ist das blöd. Wenn Beispielsweise ein DLC faktisch gekauft werden muss, nur weil man weiter mit anderen Leuten spielen möchte, die es erworben haben, ist das eher frustrierend und entwertet das Hauptspiel. Da der Unterschied mitunter recht subtil ist, sind wir einige Beispiele (positiv wie negativ) durchgegangen. Die Message dürfe also klar geworden sein. Es wird spannend zu sehen, ob EA etwas daraus macht.

Insgesamt haben wir in etwa drei Stunden viele Standpunkte dargelegt, aber auch Anregungen gegeben. Am Ende waren unsere Gesprächspartner fast überrascht, wie viel wir zu sagen hatten. Dass wir dabei fundiert und konstruktiv bleiben konnten, liegt vor allem an all denen, die uns Vorab ihre Meinungen mitgeteilt und unsere Positionen teilweise mit Daten unterfüttert haben. Vielen Dank dafür!

Mitgliederversammlung 2013

Am 8. Dezember findet ab 14:30 die diesjährige VDVC-Mitgliederversammlung statt. Nach den Beschlüssen der letztjährigen Auflage, ist sie erstmals auf Online-Teilnahme ausgelegt. Hierzu einige Details:

Die Teilnehmer verbinden sich auf unseren VDVC-Teamspeak-Sever. Um die Teilnehmer bei Abstimmungen als Mitglieder identifizieren zu können, werden die Abstimmungen in einem MV-Bereich im VDVC-Forum durchgeführt. Da die Versammlung ohnehin öffentlich sein wird, ist es auch nicht erforderlich, Foren- und Teamspeak-Identitäten zuzuordnen. An Abstimmungen kann ohnehin nur teilnehmen, wer in der Forengruppe „Mitglieder“ registriert ist. Auch die zwei Personen, die am „Veranstaltungsort“ (Karlsruhe) sind, um am Ende zusammen das Protokoll unterzeichnen zu können, nehmen auf diese Weise teil.

Wahlen
Es werden zwei Aufsichtsratsmitglieder, zwei Finanzprüfer und ein Stellvertreter für den Vorsitzenden des Schlichtungsausschusses gewählt. Für die Wahlen kann sich jedes volljährige Mitglied aufstellen lassen. (Auf Antrag können weitere Aufsichtsräte gewählt werden, die auch minderjährig sein dürfen.) Wer möchte, kann sich gerne hier in einem Blogeintrag vorstellen, ansonsten gibt es eine Kandidatenvorstellung kurz vor der Wahl. (Sollte es erwünscht sein, können wir – außer im rechtlich vorgeschriebenen Protokoll – auf Nicknames zurückgreifen. Wer seinen Namen nicht im Internet lesen will, soll nicht von der Wahl ausgeschlossen sein.)

Diskussionsfragen
Neben den Wahlen gibt es einige organisatorische Fragen, die wir klären möchten. Diese sind grundlegender Natur, also hat der Vorstand sich entschlossen, die Mitgliederversammlung zurate zu ziehen.

Zunächst wäre da der historisch gewachsene Offlinezwang, der zur oben beschriebenen wurde. Zur Zeit unserer Gründung war es noch umstritten, ob reine Online-Mitgliederversammlungen erlaubt sind (das Vereinsregister meinte nicht), und so haben wir halt unseren Umweg gefunden. Sollten wir auch offiziell online gehen oder im nächsten Jahr wieder einen größeren Offline-Part anbieten?

Die Mitgliederliste wird bisher von den Vorständen verwaltet. Da kein Webserver zum Einsatz kommt, der Ziel von Hackerangriffen werden könnte, bringt das ein hohes Maß an Datensicherheit mit sich. Nachteilig ist, dass Mitglieder ihre Datensätze weder einsehen noch verändern können. Besteht hier seitens der Mitglieder Änderungsbedarf?

Ein weiterer, sehr konkreter Punkt: SEPA-Bankeinzug. Sollen wir ihn anbieten? Dann muss jedes Mitglied, das einen Beitrag zahlt, uns ein händisch unterschriebenes „SEPA-Lastschriftmandat“ erteilen. Oder ist es für die Mitglieder komfortabler, einfach selbst zu überweisen?

Der Zeitpunkt künftiger Mitgliederversammlungen ist auch ein Thema: Der Vorstand muss der Mitgliederversammlungen Jahresberichte vorlegen, sowohl was die Finanzen als auch was die Tätigkeiten angeht. Bisher läuft es so, dass immer eine Vorabversion vorgestellt wird, da das Jahr noch nicht vorbei ist, und eine final Version zum Vorjahr. Gerade beim Finanzbericht ist es aber so, dass die finale Version also erst der Mitgliederversammlung vorgelegt wird, wenn das Finanzamt ihn schon (durch die Steuererklärung) in der Hand hatte. Besonders aus diesem Grund steht zur Diskussion, die Mitgliederversammlung künftig am Anfang des Jahres zu veranstalten.