VDVC-Umfrage 2015 – Wie ticken Deutschlands Gamer?

Der Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler (VDVC) führt auch dieses Jahr eine Umfrage durch, um das Spielerverhalten und die Interessen der Nutzer in Erfahrung zu bringen.

Spieler müssen sich regelmäßig einer Vielzahl von Entscheidungen stellen: PC oder Konsole? Spielekauf oder – zunächst – kostenloser „Free2Play“-Titel? „Triple A“- oder Independentspiel? Und wann hat überhaupt zuletzt jemand noch ein Spiel auf einem Datenträger gekauft, seit dem es Plattformen wie Steam, GOG.com und Humble Bundle gibt? Wie sich die Spieler entscheiden und ob es nicht oft auch ein „sowohl als auch“ sein kann, möchte der VDVC in Erfahrung bringen, um die Interessen der Spielergemeinde gegenüber Publishern, Politik und Presse besser artikulieren zu können.

Die Ergebnisse der 2014 durchgeführten Ausgabe der Befragung basiert auf 5.152 Datensätzen: Demnach war der durchschnittliche Gamer männlich, nutzt ein Windows-Betriebssystem, ist 26 Jahre alt, begann im Alter von neun Jahren zu spielen und verbringt 21 Stunden vorm PC – in der Woche, nicht am Tag. Im Jahr gibt er 707,97 € aus, wobei 371,01 € auf Hardware und 336,95€ auf Software entfallen. Wie werden die diesjährigen Ergebnisse aussehen?

Erstmals gibt es 2015 es einen Frageblock zu „Fair Use“, das unter anderem bei Let’s Plays von Bedeutung ist. Wie bisher werden wir – abweichend von den üblichen Verkaufscharts – nicht nur das Kauf-, sondern auch das Spielverhalten der Teilnehmer untersuchen, was in anderen Befragungen oft unbedacht gleichgesetzt wird.

Die Umfrage läuft bis zum 31. Dezember. Unter den Teilnehmern verlosen wir zwei beliebige Einkaufsgutscheine über je 50€ und fünf beliebige Einkaufsgutscheine über je 20€.

VDVC-Umfrage: Visualisierung der vorläufigen Ergebnisse 2014

Im Dezember 2014 fragten wir nach eurer Spielenutzung, eurer Motivation und eurer Einstellung zu verschiedenen Themen, um zu ermitteln, wie die Gamer in Deutschland ticken. Mit 5.152 Teilnehmern beteiligten sich – was maßgeblich auf die Hinweise durch die GameStar und die GamePro zurückzuführen ist – mehr als doppelt so viel Personen wie 2013. Folge der großen Resonanz war jedoch auch, dass die Auswertung weitaus mehr Zeit als geplant beanspruchte: Allein für den Titel „Assassin’s Creed IV: Black Flag“ gab es beispielsweise 37 unterschiedliche Schreibweisen, wie wir einzeln als solche identifizieren und dem Titel zuordnen mussten. In der Folge haben wir zunächst unseren Auswertungsprozess optimiert, um auch mit großen Datenmengen besser und vor allem schneller arbeiten zu können. Schlussendlich haben wir uns dazu entschlossen, die Präsentation der vorläufigen Ergebnisse mit dem Aufruf für die Teilnahme an der Fortsetzung unserer Langzeitstudie zu verbinden. Weiterlesen

„Killerspielverbot“ – Bundesregierung plant weitere Verschärfung

(heise) Bereits Anfang des Jahres berichteten wir, dass der Deutsche Bundestag das bestehende „Killerspielverbot“ am 27.01.2015 durch Einführung einer Versuchsstrafbarkeit in den Tatbestand des § 131 Abs. 1 S. 2 StGB verschärfte. Nach einer Neukonzeption des Jugendmedienschutzstaatsvertrags, die vergangenen Freitag von heise veröffentlicht wurde, ist für die Zukunft eine weitere Verschärfung geplant. Weiterlesen

Enteignung wegen JMStV?

Im Frühjahr hat sich ein (Ex-) Nutzer von Sleeping Dogs an uns gewandt, weil er sein in England legal erworbenes Spiel in Deutschland nicht nutzen konnte:

Konnte diese auch ohne Probleme in Steam aktivieren und auch spielen. Zurück in Deutschland nun die Überraschung, beim Starten kommt die Meldung das Spiel sei in meinem Land nicht verfügbar und ich kann es NICHT mehr spielen. Square Enix sieht sich im Recht und sagt der „Geolock“ sei vom deutschen Gesetz her vorgeschrieben (…)

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International Age Rating Coalition

Für den VDVC war Marc Anfang August auf dem gamescom congress. Dieser Artikel basiert auf seiner Zusammenfassung des Panels über die International Age Rating Coalition (IARC).

Die USK-Freigabe war bisher auf Boxed-Versionen und Internetauftritte von Mitgliedern beschränkt. Nach dem Jugendmedienschutzstaatsvertrag kommen jetzt die Einstufung von Apps und Online-Games hinzu. Wenn all diese Medien bewertet zeitnah bewertet werden sollen, erscheint ein mehr oder minder automatisches Einstufungssystem, dass flexibel auf Inhalte reagieren kann, sinnvoll. IARC ist seit 4 Jahren in Planung, jeweils für sich betreiben PEGI und ESRB eine Automatisierung für den Onlinebereich schon länger. Da sich regionale Moralvorstellungen und Ansichten zu Jugendgefährdung in verschiedenen Regionen der Welt sich zum Teil stark unterscheiden, ist mit einer Harmonisierung der Vorschriften auch auf lange Sicht eher nicht zu rechnen. Aus diesem Grund wurden Freigabekriterien auf teils bereits bestehende Fragenkataloge heruntergebrochen und konsolidiert. Weiterlesen