Origin: Setup analysiert

Kurz nach dem Release von Battlefield 3 wurde bekannt, dass sich EA im Lizenzvertrag (EULA) zur benötigten Zusatzsoftware Origin das Recht zugestehen wollte, den Computer des Benutzers zu durchsuchen. Schnell wurden Belege gefunden, dass schon das Setup dem Spieler ausspioniert und als EA in einer ersten EULA-Änderung den Rechtsweg verbieten wollte, schien die Sache klar zu sein. Mittlerweile wurde die EULA entschärft, was die Software wirklich macht, ließ der Publisher aber unklar. Zwar gab es Dementis – man wolle nicht spionieren, doch was auf den Rechnern der Nutzer wirklich abgeht, wurde nicht erklärt.

Für klare Faktenlage wollen der Landesdatenschutzbeauftragte und der VDVC sorgen. Während erster sich auf rechtliche Fragestellungen und die Kommunikation des Clients konzentriert, haben wir die Festplattenzugriffe des Setups analysiert. Weiterlesen

Spielekritikdebatte „live on stage“

Im vergangenen Monat war der Zustand der Game-Kritik das große Thema, was Spielkultur angeht. Auch wir haben das Thema mit Spannung verfolgt und die Diskussion auf der LANgen Nacht der Spielkultur 2011 mit Vertretern verschiedener Generationen von Redakteuren weitergeführt. Die Gäste unterhielten sich dabei in lockerer Atmosphäre miteinander aber auch mit den anwesenden Gamern. Eine echte Diskussion fand vor allem zwischen dem Publikum und den Experten statt – die eingeladenen (Ex-) Redakteure waren sich über weite Stecken einig, was den Beitrag aber nicht weniger interessant machte. Weiterlesen

LNS11 – Resümee

Planungsphase

Es gibt Chancen, die muss man einfach nutzen – auch, wenn das irrational wirkt. Das Angebot von der Hochschule für Gestaltung, „mal eben“ eine LAN-Party zu organisieren, fällt in genau diese Kategorie. Normalerweise sollte man bei größeren Veranstaltungen mindestens ein halbes Jahr vor dem Termin einen Mietvertrag in der Tasche heben, doch das „Hey, wir haben in ein paar Wochen unverhofft (und umsonst!) Platz für euch!“ ist einfach zu verlockend, um es auszuschlagen. Weiterlesen

Von Terminkollisionen und lokaler Konzentration

Am Freitag (21. Oktober 2011) gibt es in Norddeutschland gleich zwei Termine, die man sich vormerken könnte – und zu denen wir eigentlich gern jemanden als offiziellen Ansprechpartner vom VDVC geschickt hätten. Da wäre zum einen das Intel Friday Night Game in Hamburg, zudem startet die genial verpLANt #11 in Brake (bei Bremen). Beide Male geht es um eSport, wobei sich die Geschmacksrichtung deutlich unterscheidet.

IFNG Hamburg (Klick für Video zur Auslosung der Kontrahenten)

Im Congress Center in Hamburg geht es um eine Show. Der Besucher „lässt die Profis ran“, er wird zum Zuschauer. In Deutschland noch eine untypische Art, Computerspiele zu genießen, in Südostasien fast der Standard [1]. Hochgezüchteter eSport mit Kommentator und dutzenden Klicks in der Minute. Selber können die meisten das nicht – und wer will das eigentlich ernsthaft auf dem Niveau? Das ist wie beim Fußball: Bolzplatz, Kreisliga und ab und an ins Stadion. Als Kind verklärt man die Profis vielleicht sogar zu Idolen – doch eigentlich ist anfeuern fast schöner.

genial verpLANT #11 (Klick für Trailer)

Fast ein Kontrastprogramm wartet in der Großsporthalle Brake auf die Gäste. Zwar gibt es auch hier Matches mit Preisen, doch steht eigentlich das gemütliche Beisammensein im Vordergrund. So wird die Halle anlässig Super Marios fünfundzwanzigstem Geburtstags im Stile des Pilzkönigreichs dekoriert und abends verkauft man an einer Cocktailbar „Zielwasser“. Selbst die Turniere zeigen sich unverkrampft und man fragt sich neben den gewohnten Wettkämpfen in Counter-Strike und Co auch, wer wohl Meister in Stein, Schere, Papier wird.

So steht man nun vor der Wahl: Bolzplatz oder Stadion – selber Spaß haben oder mit den Profis mitfiebern? Und auf der VDVC- (Meta-) Ebene muss man sich wohl über die lokale Konzentration ärgern: Beides in Norddeutschland und dazu noch an einem Termin, zu dem keiner aus dem Team in dieser Region ist[2]. Zumindest müssen wir uns nun nicht entscheiden.

  1. [1] Der Vergleich passt wirklich gut, es geht um Strategiespiele.
  2. [2] Das darf durchaus als Ermunterung verstanden werden.

Fakten für Freitag

Ab Freitag steht mit der LANgen Nacht der Spielkultur die vielleicht am kurzfristigsten geplante LAN aller Zeiten an. Mittlerweile sind wir (endlich) so weit, dass wirklich alles geklärt ist. Dabei haben ich auf der Zielgeraden noch ein paar Änderungen ergeben. Und auch wenn man sich im VDVC-Wiki alles Nötige zusammensuchen kann, hier nochmal ein Überblick:

  • Ort: Hochschule für Gestaltung, Lorenzstr. 15, Karlsruhe
  • Zeit: Freitag, den 07. Oktober 2011,19:00 Uhr
    bis Sonntag, den 09. Oktober 2011, 12:00
    (durchgängig geöffnet)
  • Eintritt: frei (Änderung: auch für LAN-Teilnehmer!)
  • Anmeldung ist nicht erforderlich, für die LAN-Teilnahme aber empfohlen. (Wer sich mit dem Anmeldeformular für die LAN vormerkt, dem halten wir eine Stunde lang (bis 20:00) einen Platz frei. Danach gilt: Wer zuerst kommt, bekommt die verbleibenden Plätze.)
  • Platzwahl ist vor Ort, es gibt also keinen Übersichtsplan, wer wo sitzt.
  • LAN-Bereich für bis zu 70 (Änderung!) Zocker
    Vortragsraum mit Programm am Samstag (sonst zur freien Verfügung)
    Workshopraum zur freien Verfügung
    Erholungsbereich, in dem man sich z.B. auf einer (selbst mitgebrachten) Matratze ausruhen kann

Wie ihr seht, haben wir es geschafft, die LAN jetzt komplett kostenlos anzubieten. Dafür mussten wir aber leider alle teuren Zusatzleistungen (Tische mieten, Software für Turniere, etc.) streichen. Dass dieser Schritt erfolgt, hängt natürlich auch damit zusammen, dass die Zahl der Anmeldungen bisher leider nicht überwältigend war. Jetzt freuen wir uns aber um so mehr auf ein tolles Event.

Bis Freitag!