Presserat: „Süchtig“ muss nicht „süchtig“ heißen

Anlässlich des 5. Jahrestags des Amoklaufs von Winnenden sendete das „ZDF heute journal” am 11.03.2014 einen mehrminütigen Beitrag über pathologische Fälle von Computerspielsucht. Aufhänger hierfür war die Aussage, dass der damalige Täter „süchtig nach Computerballerspielen gewesen sein“ soll. Dies überrascht, weil in einer Pressemeldung der Staatsanwaltschaft Stuttgart zwar davon die Rede ist, dass der Täter mit einem Wirtschaftssimulationsspiel, Online-Poker und Ego-Shooter-Spielen „viel Zeit am Computer [verbrachte]“, doch von einer „Sucht“ – die vor dem Hintergrund anderer Freizeitaktivitäten wie Fußball, Tischtennis, Armwrestling und „richtiges“ Poker nicht bestanden haben dürfte – ist keine Rede.

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„Wolfenstein: The New Order“ – Nutzer über Zensur getäuscht? (Update)

(SB.com) Mit 82 % versucht der Großteil der deutschen Gamer immer bzw. meistens an unzensierte Versionen von Videospielen zu gelangen – dies wurde in der VDVC-Umfrage 2013 (S. 21) festgestellt. Praktisch sind die Publisher hierbei nicht immer eine Hilfe, die u.a. im Fall von „Sniper: Ghost Warrior“ ein Spiel versprechen, dass „100 % uncut“ sei, obwohl es das nicht ist. Neustes Beispiel hierfür ist der Titel „Wolfenstein: The New Order“, bei dem sich Nutzer getäuscht fühlen.

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Offtopic: Was BILDblog nicht zeigt (Update)

Vorweg – dieser Beitrag ist eine Ausnahme und soll es auch bleiben. Wie viele andere auch, teile ich BILDblog regelmäßig „sachdienliche Hinweise“ mit. Diesen wird regelmäßig keine Beachtung geschenkt, wofür ich prinzipiell Verständnis habe: Das BILDblog-Team wird mit seinen Kapazitäten haushalten müssen. Andererseits kann ich die Auswahl nicht immer nachvollziehen. Da ist es offenbar wichtiger, den drölfzigsten Artikel über „Schleichwerbung“ zu bringen, als sich anderen Themen zu widmen. Ich führe über meine Hinweise nicht Buch, weshalb ich an dieser Stelle bloß die letzten 2 meiner Einsendungen als Beispiel dafür präsentieren möchte, was BILDblog nicht gut genug ist. Mit dem 3. habe ich es gar nicht erst versucht.

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Lasertag, (k-) ein Kindergeburtstag?

(UniSPIEGEL) Am 29.06.2014 ist im UniSPIEGEL ein Artikel über Lasertag erschienen, in dem sich der Autor – wie bereits am Titel erkennbar („Lasertag gegen Schüler: Unterschätze nie einen Zwölfjährigen!“), recht locker mit der Thematik auseinandersetzt. Auch Andreas Djassemy, Sprecher der Lasertag GmbH, zeigt sich entspannt: Die Lasertag-Leidenschaft von Barney Stinson in der Sitcom „How I Met Your Mother“ sei die Inspiration gewesen, in das Geschäft einzusteigen. Probleme mit den Behörden seien nicht zu befürchten:

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Wie der Blinde von der Farbe?

(taz) Kritische Artikel über Videospiele lassen oft auch Spieler ratlos zurück; nicht wegen der Vorwürfe, sondern weil man die dargestellten Spiele nicht wiedererkennt. Dabei lässt sich meistens nicht mit Sicherheit feststellen, ob hierfür der Autor oder die befragten Experten verantwortlich sind. Ein Beispiel hierfür ist das Portrait „Headshot“ der taz vom 28.04.2014, in dem den Lesern die Medienpädagogin Sabine Schiffer vorgestellt wird. Der Beitrag hierüber hat sich wegen meiner Korrespondenz mit der Portraitierten etwas verzögert.

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