Dschihadist der „Generation GTA“?

(liberation.fr) Im Zusammenhang mit dem Dschihadismus allgemein wie auch bei den Terroranschlägen in Paris speziell, werden von verschiedenen Seiten Verbindungen zu Videospielen betont: Über diese könne nicht nur die Kommunikation zur Vorbereitung von Anschlägen erfolgen, sondern auch das Töten trainiert werden. Hierbei wird IS-Propagandafilmen nicht nur beim Deutschlandfunk eine „Videospielästhetik“ attestiert, sondern auch Dschihadisten selbst halten dem Zuschauer vor, dass sie in der realen Welt das täten, was dieser nur in Videospielen tue. In der französischen Tageszeitung Libération kam nun auch Sven Mary, der Rechtsanwalt von Salah Abdeslam, auf Videospiele zu sprechen:

„Das ist ein Depp aus Molenbeek, hervorgegangen aus der Kleinkriminalität, eher ein Mitläufer als ein Anführer. Er hat die Intelligenz eines leeren Aschenbechers, er ist von einer unendlichen Leere. Er ist das Paradebeispiel der Generation GTA, die glaubt, in einem Videospiel zu leben.“

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Landtagswahlen März 2016: Zusammenfassung der Positionen der Parteien

Am 13.03.2016 findet die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt statt. Da die Länder aber zum Beispiel für den Jugendmedienschutzstaatsvertrag verantwortlich zeichnen, ist eine Übersicht über die Positionen hilfreich für Wähler, auch wenn im Wahlkampf Videospiele bisher keine besondere Rolle gespielt haben. Im Folgenden sind die Antworten der Parteien zu den Wahlprüfsteinen des VDVC zusammengefasst, vollständige Antworten sind unten verlinkt.

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Landtagswahlen März 2016: Positionen der Parteien zu Videospielen

In der nächsten Woche finden Landtagswahlen in Baden-Württemberg (BW), Rheinland-Pfalz (RP) und Sachsen-Anhalt (ST) statt. Für Videospieler besitzen Landtagswahlen unter anderem deshalb eine ganz besondere Relevanz, da Medien – wie das Internet – in Deutschland Sache der Länder sind. Zu diesem Anlass haben wir – wie zum Beispiel zur letzten Bundestagswahl – Fragen an die kandidierenden Parteien gerichtet. Unsere Themen waren Förderung der Medienkompetenz, Suchtprävention, Telemedien im JuSchG, Alterskennzeichnung von Webseiten und die kulturelle Dimension von Videospielen.

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AfD: Jugendgefährdende Inhalte konsequent indizieren

(afd-bw.de) Am 13. März 2016 finden in Baden-Württemberg Landtagswahlen statt: Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) setzt sich in ihrem Wahlprogramm auch mit gewaltdarstellenden Medien auseinander, wobei sie sich dafür ausspricht, dass „Jugendlichen und Kindern auch durch die Medien Wertschätzung der Mitmenschen vermittelt wird, anstatt sie zu Promiskuität und Gewalt zu verleiten“. Insbesondere müssten „sie vor dem Konsum von jugendgefährdenden Inhalten bewahrt werden“. Die Forderung, um dies zu erreichen:

„Politik und Medien müssen sich dieses Themas annehmen, z.B. sind FSK-Angaben zu überarbeiten und jugendgefährdende Inhalte konsequent zu indizieren.“

Laut der Sonntagsfrage vom 05.02.2016 liegt die AfD derzeit bei 10 %.

Links

(Dank an buzzti.)

Programmhinweis

(zdf.info)

    Killerspiele! Der Streit beginnt“ (Teil 1/3), zdf.info – 06.02.2016, 23:10 Uhr.

    Beitrag vom WASD-Herausgeber Christian Schiffer, der u. a. bei wired.de, buffed.de, zeit.de und spiegel.de thematisiert wird. Hinweis am Rande: Bei der Zeit wird die erste Verwendung des Begriffs der „Killerspiele“ auf den 20.12.1993 datiert. Wir haben den Begriff „Video-Killerspiele“ schon bei einem Artikel vom 24.12.1982 gefunden – bei der Zeit. Bei wired.de wird der Gebrauch des Begriffs „Killerspiel“ im Beitrag kritisiert, während bei SPON der Leser darüber in Kenntnis gesetzt wurde, dass der Begriff „auch in einigen älteren Artikeln von Spiegel und Spiegel Online verwendet wurde“.

    Zum Stream (Vorab – aber erst ab 20:00 Uhr – verfügbar.)