Den Zoll gefragt

  1. „Zensur“-Spezial
  2. Im Porträt: Steam-Gruppe „for UNCUT!“
  3. Interview mit gameware.at
  4. Den Zoll gefragt

Ein „Verbot“ ist nicht immer ein „Verbot“. Von „verbotenen“ Medien zu sprechen ist auch schon deshalb schwierig, weil das deutsche Strafrecht eine Strafbarkeit im Grunde immer an Handlungen von Personen anknüpft, weshalb es sinnhafter ist von verbotenen Handlungen in Bezug auf einen Gegenstand zu sprechen, als gleich diesen selbst pauschal als „verboten“ zu bezeichnen. Dies wird bei vielen Strafvorschriften bereits am Wortlaut deutlich, der oft nach einem einfachen Schema formuliert ist. Es wird – im Fall der Körperverletzung gem. § 223 StGB – bestraft, „wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt“, im Fall des Diebstahls gem. § 242 StGB bestraft, „wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen“ und im Fall der Sachbeschädigung gem. § 303 StGB, „wer rechtswidrig eine fremde Sache beschädigt oder zerstört“.

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Interview mit „gameware.at“

  1. „Zensur“-Spezial
  2. Im Porträt: Steam-Gruppe „for UNCUT!“
  3. Interview mit gameware.at
  4. Den Zoll gefragt

Neulich verspäteten sich Bekannte von mir, so dass ich die Chance nutzte, mich in bahnhofsnähe in einen Saturn begeben und das Sortiment zu durchstöbern. Als Fan bestimmter Genres ist hierbei das Angebot gar nicht so unüberschaubar, wie man vielleicht denken möchte. Auf einen einem bisher unbekannte Titel stößt man hierbei selten, doch zumindest besteht die Hoffnung, dass man vielleicht das ein oder andere Schnäppchen finden könnte. Wenn dann die Auswahl nach stundenlanger Suche tatsächlich auf eine Handvoll vielversprechender Titel eingegrenzt ist, macht sich schnell wieder Ernüchterung breit.

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Im Porträt: Steam-Gruppe „for UNCUT!“

  1. „Zensur“-Spezial
  2. Im Porträt: Steam-Gruppe „for UNCUT!“
  3. Interview mit gameware.at
  4. Den Zoll gefragt

Von den zehn am meisten aufgerufenen Youtube-Videos sind sechs für Nutzer aus Deutschland gesperrt – ob Psys „Gangnam Style“, Justin Biebers „Baby ft. Ludacris“ oder LMFAOs „Party Rock Anthem“, der verhinderte Zuschauer scheitert hier an dem Hinweis, dass das Video in seinem Land „nicht verfügbar“ sei. Eine ähnliche Erfahrung machen Nutzer von Valves Plattform „Steam“, wenn sie internationale Toptitel wie „Dying Light“, „Dead Island Riptide“ und „Lucius“ oder polarisierende Produktionen wie „Hatred“ kaufen möchten. Unter einem „Ups, sorry!“ wird auch hier dem Nutzer mitgeteilt, dass er sich im falschen Land bewegt:

„Dieses Produkt steht in Ihrem Land derzeit nicht zur Verfügung.“

Die 101,094 Mitglieder der Steam-Gruppe „for UNCUT!“ möchten sich hiermit nicht abfinden und fordern Valve dazu auf „ein einfaches und rechtssicheres Altersverifikationssystem für volljährige deutsche Steam-Nutzer einzuführen, sodass diese Zugriff auf sämtliche Spiele erhalten, die keine USK-Freigabe erhalten haben“.

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Update

Kurzmitteilung

  • Verbot in unserem freiheitlichen Rechtsstaat? – De Maizière übersieht, dass gewaltverherrlichende Medien bereits verboten sind (25.07.2016 – vdvc.de).
  • Volker Kauder: „Es gibt für alles Grenzen“ – Zusammenfassung der bisherigen Presseberichte zum Münchener Amoklauf (24.07.2016 – vdvc.de).
  • De Maizière fordert Debatte über das „unerträgliche Ausmaß gewaltverherrlichender Spiele“ (23.07.2016 – vdvc.de).
  • Presse über Amoklauf – Verweise und Bezüge in der Berichterstattung auf Videospiele (23.07.2016 – vdvc.de).
  • Das ARD-Morgenmagazin berichtet über die „ESL One Cologne“ – das Turnier sei „ein faszinierendes Paralleluniversum“ (12.07.2016 – tagesschau.de).
  • Ältere Meldungen

    Dschihadist der „Generation GTA“?

    (liberation.fr) Im Zusammenhang mit dem Dschihadismus allgemein wie auch bei den Terroranschlägen in Paris speziell, werden von verschiedenen Seiten Verbindungen zu Videospielen betont: Über diese könne nicht nur die Kommunikation zur Vorbereitung von Anschlägen erfolgen, sondern auch das Töten trainiert werden. Hierbei wird IS-Propagandafilmen nicht nur beim Deutschlandfunk eine „Videospielästhetik“ attestiert, sondern auch Dschihadisten selbst halten dem Zuschauer vor, dass sie in der realen Welt das täten, was dieser nur in Videospielen tue. In der französischen Tageszeitung Libération kam nun auch Sven Mary, der Rechtsanwalt von Salah Abdeslam, auf Videospiele zu sprechen:

    „Das ist ein Depp aus Molenbeek, hervorgegangen aus der Kleinkriminalität, eher ein Mitläufer als ein Anführer. Er hat die Intelligenz eines leeren Aschenbechers, er ist von einer unendlichen Leere. Er ist das Paradebeispiel der Generation GTA, die glaubt, in einem Videospiel zu leben.“

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